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Versuchen Sie schon längere Zeit schwanger zu werden? Oder möchten Sie sich einfach nur über die Möglichkeiten informieren, wie Sie Ihren Kinderwunsch erfüllen können? In diesem Buch werden die Risiko- und Einflussfaktoren auf dem Weg zum schwanger werden beleuchtet. Dabei werden biologische, genetische, psychologische wie krankheitsbedingte Risiken und Ursachen betrachtet und erklärt. Aber auch mögliche "Behandlungsoptionen" der Fortpflanzungsmedizin sollen ausführlich erläutert werden. Ihr Kinderwunsch muss also nicht unerfüllt bleiben, denn selbst wenn es auf dem natürlichen Weg nicht klappen sollte, so bietet die moderne Reproduktionsmedizin genügend Optionen doch noch schwanger zu werden. Der Weg dahin kann steinig werden und in manchen Fällen scheint es gar ausweglos zu sein, doch selbst bei einer befürchteten Kinderlosigkeit gibt es immer Mittel und Wege aus dem Dilemma herauszufinden.
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Seitenzahl: 78
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Kinderwunsch
Endlich schwanger werden
I M P R E S S U M
Kinderwunsch - Endlich schwanger werden – Rat und Infos bei Kinderlosigkeit
Von Claudia Wöhler
ISBN: 9783958490741
© 2014 JoelNoah S.A.
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Autor: Claudia Wöhler
Kontakt: [email protected]
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Für die meisten Menschen steht fest, dass Kinder zu ihrer Lebensplanung gehören. Für nicht wenige scheint das Kinderkriegen eines der zentralen Sinnangebote des Lebens zu sein: Um einen Teil von sich weiterzugeben; um das Gefühl zu haben, eine „echte“ Familie zu bilden und langfristig mit dem Partner verbunden zu sein. Besonders für die Mehrzahl der jungen Frauen gehört der Kinderwunsch noch immer fest zur Lebensplanung.
Für immer mehr Paare wird dieser scheinbar so natürliche Aspekt des menschlichen Lebens – Kinder zu zeugen, eine Familie zu gründen – jedoch zu einer schwierigen Belastungsprobe: Eine wachsende Zahl von Paaren kann nicht auf „natürlichem“ Wege Kinder bekommen, sondern muss auf mehr oder weniger invasive Methoden der Fortpflanzungsmedizin zurückgreifen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.
Einerseits gründet dieser Umstand in der veränderten Lebensplanung von Paaren. Die Generation unserer Eltern und Großeltern heiratete jung und bekam in den allermeisten Fällen alsbald ein Kind. Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter für erstgebärende Frauen bei über 30 Jahren. Für das Ansteigen des Alters bei Erstgebärenden spielen nicht nur längere Ausbildungszeiten und der Wunsch, beruflich zunächst erfolgreich zu sein, eine wichtige Rolle. Häufig fehlt es auch schlicht am richtigen Partner, der bereit ist, eine langfristige Beziehung einzugehen und sich tatsächlich auch Kinder wünscht.
Neben dem steigenden Alter der Erstgebärenden, das zumindest einen möglichen einschränkenden Faktor für die Chancen auf eine schnelle Empfängnis darstellt, spielen jedoch auch andere Einflussfaktoren bei der ungewollten Kinderlosigkeit eine Rolle. Diese Risiko- und Einflussfaktoren sollen im Buch beleuchtet werden. Dabei wollen wir biologische, genetische, psychologische wie krankheitsbedingte Risiken und Ursachen betrachten und erklären. Aber auch mögliche „Behandlungsoptionen“ der Fortpflanzungsmedizin sollen beleuchtet werden.
Denn diese macht, mithilfe einer ganzen Reihe von Verfahren zur künstlichen Befruchtung, Kinderlosigkeit für die Betroffenen zu einem – zumindest potenziell – lösbaren Problem. Vielleicht fängt damit aber das Problem erst richtig an: Denn viele Paare lassen teilweise jahrelang aufwendige und nervenaufreibende Prozeduren der künstlichen Befruchtung über sich ergehen - mit allen physischen und psychischen Komplikationen, Ängsten und partnerschaftlichen Konflikten, die diese mit sich bringen.
Dieser Ratgeber stellt auch die Frage, ob man sich mit der Kinderlosigkeit abfinden kann – nach einem aktiven Prozess der Trauer – und wie man lernen kann, mit ihr umzugehen – als Individuum und als Paar. Die Ausführungen im Buch sollen die Sorgen und Nöte kinderloser Paare, Männer und Frauen wahrnehmen, möchte zugleich aber zeigen, dass Kinderlosigkeit im Kern kein Schicksal ist, an dem man zerbrechen muss.
Vielleicht lesen Sie dieses Buch zu einem Zeitpunkt, an dem Sie schon längere Zeit versuchen, ein Kind zu zeugen. Womöglich wollen Sie sich deshalb über Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung informieren. Vielleicht haben Sie bereits alles versucht, um schwanger zu werden, und sind nach erfolglosen Versuchen an einem Punkt angekommen, an dem Sie beginnen möchten – oder müssen – sich mit Kinderlosigkeit abzufinden. Vielleicht stehen Sie aber auch noch am Anfang Ihrer Bemühungen und benötigen mehr Informationen zum Thema Zeugung und Fruchtbarkeit – denn nicht immer bedeuten längere erfolglose Versuche, dass man nie Kinder haben kann.
Warum auch immer Sie das Buch lesen mögen: Es soll Ihnen zeigen, dass es Mittel und Wege gibt, die Ihnen helfen können. Es soll Ihnen aber ebenso aufzeigen, dass diese Wege – ebenso wie der Umstand, sich eventuell mit Kinderlosigkeit arrangieren zu müssen – bisweilen schwierig und kräftezehrend sein können. Sie müssen sich also fragen, wie viel Energie und psychische Kraft Sie aufwenden wollen, um der Natur auf die Sprünge zu helfen – oder aber Sie lassen der Natur ihren Lauf.
Um die komplexen Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit zu verstehen, müssen wir uns zunächst einige zentrale Begriffe im Kontext von Zeugungsfähigkeit und Schwangerschaften betrachten. Das ist auch deshalb wichtig, weil in der Öffentlichkeit eine ganze Reihe von Phänomenen unter Begriffen wie „Zeugungsunfähigkeit“ zusammengefasst werden. Indem wir uns Begriffe und Ablauf des Zeugungsvorganges genauer anschauen, lassen sich typische Problemfelder bei Frauen, Männern und Paaren leichter identifizieren und verstehen. Zugleich werden hierdurch die Vorgänge im Kontext „künstlicher“ Befruchtungen verständlicher.
Der Begriff der Zeugung umfasst alle Abläufe, die zur Befruchtung einer Eizelle führen. „Zeugung“ meint aber mehr als den Vorgang der Verschmelzung von Samen- und Eizelle. Auch die Vorgänge im Vorfeld – zum Beispiel der Weg des Spermas zu der Eizelle oder das Verschmelzen der Samenzelle mit der Eizellenoberfläche (Akrosomreaktion) - werden hierin eingeschlossen.
Der Begriff der Zeugungsunfähigkeit bezieht sich daher auf zahlreiche Problemfelder im Kontext von Zeugung und Empfängnis, die schlichtweg darin bestehen können, dass ein Mann beispielsweise keine Erektion bekommen kann. Es ist leicht einzusehen, dass die Impotentia coeundi bzw. erektile Dysfunktion zwar ein Hindernis bei bestehendem Kinderwunsch darstellt, und die Zeugung „auf natürlichem Wege“ erschwert, letztlich aber eine relativ einfach zu behandelnde Form der Zeugungsunfähigkeit ist.
Zeugungsunfähigkeit kann natürlich auch die Frau betreffen. Eine nicht seltene Ursache für Zeugungsunfähigkeit sind dabei erkrankungsbedingte Veränderungen der Eileiter, die zum Beispiel verhindern, dass die Eizelle die Eileiter passieren kann oder das Sperma zur Eizelle gelangt.
Zeugungsunfähigkeit eignet sich daher als Oberbegriff für potenzielle Probleme beider Partner. Der Begriff kann alle möglichen Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit einschließen. Er ist auch deshalb für die Beschreibung von Problemen gut geeignet, weil zu Beginn einer Kinderwunschbehandlung in aller Regel nicht klar ist, welcher Partner (in vielen Fällen sind es beide) in seiner Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt ist.
Der Begriff Empfängnis umfasst den Prozess der Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle sowie die darauf folgende Entstehung des Keimes. Der Begriff der Empfängnis ist daher weniger weit gefasst als der der Zeugung. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Zeugung und Empfängnis jedoch synonym gebraucht. Das sehen wir auch im Kontext der „Empfängnisverhütung“, die eine große Reihe an unterschiedlichen Möglichkeiten zur Verhütung der Empfängnis bietet, wobei nicht nur mechanische oder hormonelle Barrieren dazu dienen, die Samenzelle am Eindringen in die Eizelle zu hindern (also Empfängnis zu verhindern), sondern auch darin bestehen kann, Zeugung von vornherein unmöglich zu machen (zum Beispiel, indem gar kein Eisprung einsetzt).
Der Begriff der Empfängnisunfähigkeit ist deshalb problematisch, weil die Hauptursache für ungewollte Kinderlosigkeit meist nicht in Problemen der eigentlichen Empfängnis zu suchen ist – sowohl bei medizinisch unterstützten wie auch bei nicht unterstützten Empfängnisvorgängen liegt die Schwierigkeit nämlich selten darin, Samen- und Eizelle zu verschmelzen. Das weit größere Problem stellt die erfolgreiche Einnistung des Keimes dar.
Unter „Befruchtung“ verstehen wir den Vorgang der Verschmelzung zweier haploider Geschlechtszellen zu einer diploiden Zelle. Bei diesem Vorgang verschmelzen also Ei- und Samenzelle zu der Zygote, der befruchteten Eizelle. Dieser Vorgang findet normalerweise in dem Eileiter der Frau statt.
