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Kombucha herstellen und verwenden: Tipps von der Kräutermadame Ein passendes Plätzchen, die richtige Nahrung und weder zu warm, noch zu kalt: Damit der Kombucha-Pilz für Sprudeln in der Flasche sorgt, gibt es einiges zu beachten. Alexandra Klein, auch bekannt unter dem Namen "Kräutermadame", kennt sich aus mit Fermentation, Scoby und Co. In diesem Buch teilt sie ihr umfangreiches Wissen über das Ansetzen von und Kochen mit Kombucha. Ob versetzt mit Kräutern, Obst, Kaffee oder als Zutat in köstlichen Gerichten: Kombucha ist ebenso vielseitig wie gesund! - Lecker und gut für Immunsystem, Darmflora und Wohlbefinden: der sprudelige Tausendsassa - Erfolgreich Kombucha ansetzen: so gelingt das probiotische Getränk zu Hause - Mit Kombucha Essen und Getränke verfeinern: eine Auswahl köstlicher Rezepte - "Symbiotic Cultures of Bacteria and Yeast": Wie Sie Ihren Scoby richtig pflegen - Ansatzflüssigkeit, gesüßter Tee und Scoby: drei Zutaten, unzählige Möglichkeiten! Kombucha essen, trinken oder zur Pflege verwenden: ein Ratgeber Alexandra Klein stellt aus Kombucha erfrischende Getränke, leckere Gerichte und Hautpflege her. In ihrem Buch verrät sie nicht nur, wie die Kombucha-Fermentation auch in Ihrer Speisekammer gelingt, sondern auch ihren ganz persönlichen Bezug zu dem vielseitigen Pilz. Die gelernte Köchin und diplomierte Kräuterpädagogin versetzt das probiotische Teegetränk gerne mit selbstgesammelten Kräutern oder ausgewählten Früchten. Lassen auch Sie sich von ihrer Kreativität im Umgang mit Kombucha inspirieren, tun Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes und versuchen Sie sich selbst an der Herstellung des sprudeligen Getränks!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 48
Veröffentlichungsjahr: 2024
Alexandra KleinKräutermadame
Sprudelnde Getränke undgesunde Rezepte mit dem Wunderpilz
VORWORT
GUT ZU WISSEN
KOMBUCHA ANSETZEN
TIPPS & TRICKS
QUELLENANGABEN
DANKSAGUNG
ÜBER DIE AUTORIN
GETRÄNKE
Rote Rübe, Tonkabohne & Dattel
Mango, Kaffirlimette & Jasmintee
Apfel, Karotte, Ingwer & Hagebutte
Gurke & Zitronenverbene
Erdbeer-Minz-Kombucha-Spritz
Kiwi, Sellerie & Fenchelsamen
Brombeere, Rosmarin & Blutpflaume
Lavendel & Birne
Wassermelone, Rose & Minze
Blutorange, Melisse & rosa Pfeffer
Pfirsich & Thymian
Orange, Karotte, Vanille & Tanne
Kaffee-Kombucha
GERICHTE
Zitronenverbene-Gurken-Kaltschale
Kombucha-Salbei-Hummus
Salatherzen mit grünen Bohnen, Pfirsich, Feta-Espuma & Zitronenthymian
Gnocchi mit Lauch, Rosmarin & gebratenen Blutpflaumen
Ceviche von der Forelle mit Granatapfel, Sellerie & Sushi-Ingwer
Ziegenfrischkäse-Ravioli mit Salsa Verde, wildem Brokkoli & Brombeer-Kombucha-Soße
Kombucha-Brot
Kombucha-Chips
Wassermelonen-Kombucha-Granité
Kombucha-Tiramisu
Crème Caramel mit Holunderbeeren & Latschenkiefer
KOSMETIK
Gesichtsmaske
Fußmaske
Fußbad
Rosmarin-Kombucha-Rinse
Meine große Leidenschaft gilt der Fermentation, und ich glaube, ich darf mich mittlerweile als »Fermentista« bezeichnen. Ich bin Köchin und diplomierte Kräuterpädagogin und beschäftige mich seit einigen Jahren intensiv mit probiotischen Getränken, gebe Kurse und halte Vorträge darüber. Mit über 13 Jahren Erfahrung in der Spitzengastronomie konnte ich meine Leidenschaft zum Beruf machen. Als Wildkräuterbeauftragte sammle ich Kräuter, die ich dann in der Küche weiterverarbeite – sei es durch Fermentieren, Einlegen, Trocknen oder andere Methoden.
Als Köchin im Restaurant Ikarus im Hangar-7 habe ich das Privileg, die verschiedensten Rezepte von Gastköchen aus aller Welt kennenzulernen. Ganz besonders hat mich dabei ein Dessert mit Kombucha beeindruckt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich Kombucha nur als Getränk gekannt, aber dieses Gericht eröffnete mir eine neue Welt, und meine Neugier auf die vielfältige Verwendung von Kombucha war geweckt.
Meine erste Begegnung mit Kombucha fand im alten Holzhaus meiner Tante statt. Dort standen allerlei Gläser mit undefinierbaren Flüssigkeiten, die auf den ersten Blick etwas gruselig aussahen. Damals konnte ich mit diesem nach Alkohol riechenden, bitteren Gärgetränk nicht viel anfangen. Der Geschmack war alles andere als lecker und ich hätte nie gedacht, dass mich Kombucha einmal so faszinieren würde.
Heute kann ich mir ein Leben ohne meine sprudelnden Freunde gar nicht mehr vorstellen. In meiner Vorratskammer tummeln sich Litergläser mit unzähligen Fermentationskulturen, die vor sich hin gären, blubbern und arbeiten. Die aktuellen Kreationen haben mit dem braunen Gemisch von damals allerdings wenig gemeinsam. Meine Kombucha-Scobys, eine Art Teepilz, sehen frisch und gesund aus und die Getränke, die daraus entstehen, sind wahre Geschmacksexplosionen.
Meinen ersten Scoby habe ich Elfi getauft. Seitdem bekommen alle Nachkommen von Elfi Namen mit E wie Elli, Elfriede, Emilia usw.
Erst später entdeckte ich, dass Kombucha nicht nur gut schmeckt, sondern auch sehr gesund ist. Mit dem Konsum von Kombucha und anderen fermentierten Lebensmitteln unterstützen wir unseren Körper und unsere Gesundheit. Die darin enthaltenen Mikroorganismen und B-Vitamine sind essenziell für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Innerlich angewendet regt Kombucha unsere Darmtätigkeit an und sorgt auf die Haut aufgetragen für einen ausgeglichenen pH-Wert, fördert also unsere Darmgesundheit und damit unser gesamtes Wohlbefinden.
Für diejenigen, die Wert auf nachhaltige Getränke und Lebensmittel legen, ist Kombucha darüber hinaus eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Limonaden und gesüßten Getränken. Es werden nur wenige Zutaten benötigt und die Fermentationskultur bleibt stets dieselbe. Das Einzige, was man braucht, ist ein wenig Zeit und Geduld.
Ich wünsche euch viel Spaß in der Welt der Mikroben und Bakterien, Vitamine und Enzyme, beim Erfahren der Geheimnisse, der Höhen und Tiefen des Braualltags, beim Lernen über Zersetzung und Vermehrung sowie beim Erleben von manchem Hoppala wie Fontänen oder Kahmhefe.
In diesem Sinne: Lasst die Mikroben toben!
Eure Alexandra Klein
WORAUS BESTEHT KOMBUCHA, WIESO IST ER SO GESUND UND WAS PASSIERT BEIM FERMENTIEREN?
Kombucha ist ein faszinierendes fermentiertes Gärgetränk, das durch die Kombination von gesüßtem Tee mit einem sogenannten »Scoby« sowie dessen Ansatzflüssigkeit entsteht. Die Abkürzung Scoby steht dabei für »Symbiotic Cultures of Bacteria and Yeast«. Obwohl oft vereinfacht vom »Kombucha-Pilz« die Rede ist, handelt es sich eigentlich um eine komplexe Symbiose von Bakterien und Hefepilzen.
Die Herstellung von Kombucha beginnt mit der Zugabe von Tee und Zucker zu einer speziellen Mischung aus Bakterien und Hefen – dem Scoby. Dieser Organismus verwandelt den gesüßten Tee im Verlauf der Fermentation in ein erfrischendes und probiotisch reichhaltiges Getränk. Die Symbiose zwischen den Bakterien und Hefen verleiht dem Kombucha nicht nur seinen einzigartigen Geschmack, sondern auch seine gesundheitsfördernden Eigenschaften.
In der Welt der Fermentation und der probiotischen Getränke nimmt Kombucha einen besonderen Platz ein. Die Vielfalt der Aromen und Varianten, die durch unterschiedliche Teesorten und Geschmackszusätze entstehen können, macht ihn zu einem beliebten Getränk.
Ein Scoby ist eine gallertartige, bräunliche Masse, die sich im Glas meist an der Oberfläche befindet, um an möglichst viel Sauerstoff zu kommen. Diese Ansammlung bildet ein Gitter aus verschiedenen Mikroben, die den Fermentationsprozess beeinflussen – ähnlich einer Essigmutter.
Die Geschichte des Kombuchas reicht weit zurück und beginnt vor Christi Geburt. Ursprünglich stammt dieser fermentierte Tee aus Nordostchina, wo er bereits etwa 2000 vor Christus in alten chinesischen Sagen erwähnt wurde. In der Qin-Dynastie wurde Kombucha von keinem Geringeren als dem Kaiser selbst genossen, der sich daraus heilsame Getränke zubereiten ließ. Ein koreanischer Mediziner namens Kombu soll einen speziell fermentierten Tee gebraut haben, um die Leiden des Kaisers zu lindern. Das Getränk erhielt daraufhin den Namen »Kombu-cha«, wobei »Cha« das japanische Wort für Tee ist.
Die Vermutung liegt nahe, dass der Kombucha seinen Weg von Asien über Russland nach Europa gefunden hat. Das gesunde Getränk hat also eine lange Reise hinter sich.
Die enthaltenen Mikroben erfüllen verschiedene Aufgaben in unserem Körper und besiedeln in billionenfacher Ausführung unseren Darm. Dieser wird oft als unser »zweites Gehirn« bezeichnet, da er durch Umwelt, Stress, Krankheiten, Medikamente und vieles mehr beeinflusst
