König Eberherz und der Drache - Gerhard Kunit - kostenlos E-Book

König Eberherz und der Drache E-Book

Gerhard Kunit

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Beschreibung

Die Schlacht ist verloren, doch König Eberherz' Getreue stehen zu ihm. Am nächsten Tag werden sie ihm in den sicheren Tod folgen - und sie sind dazu bereit. In dieser elegischen Stimmung bietet sich ein unerwarteter Ausweg - doch dieser verlangt König Eberherz sein größtes Opfer ab. Diese Kurzgeschichte aus der Welt von "Schatten und Licht" ist im Rahmen einer Sonderaktion bis Ende August 2013 gratis - und soll Euch selbstverständlich Lust auf mehr machen: Was hinter dem Pakt steckt und noch viel mehr erfahrt Ihr in meinem Roman "Schatten und Licht - Erwachen".

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Seitenzahl: 23

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Gerhard Kunit

König Eberherz und der Drache

eine Kurzgeschichte aus der Welt von "Schatten und Licht"

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

König Eberherz

Orima von Graueneck

Nachwort:

Leseprobe: Schatten und Licht - Erwachen

Vorschau: Schatten und Licht 2 - Entwicklung

Leseprobe: Uhrwerk Pandora

Alle Werke von Gerhard Kunit:

Impressum neobooks

König Eberherz

„Nur Du weißt, was richtig ist.“

Die Abenddämmerung tauchte das Tal in ein sanftes Licht, das nicht zu den Gefallenen am Talgrund passen wollte. König Eberherz war erschöpft. Sein Schwertarm schmerzte. Die eingedellte Schulterplatte behinderte seine Bewegungen.

Müde ließ er seinen Blick über das zusammengeschmolzene Häuflein seiner Getreuen gleiten. Hundertzwanzig mochten es noch sein oder hundertvierzig. Kaum einer war unverletzt. Sie hatten gekämpft, als wären sie von KORON’CHA, dem leibhaftigen Kriegsgott beseelt. Doch was zählte persönliche Tapferkeit gegen die Armbrüste und Schleudern der zahlenmäßig überlegenen Zwerge?

Reinalf von Schwanenau lächelte ihm aufmunternd zu. Ein tiefer, kaum verkrusteter Schnitt lief über seine Wange. Reinalf gehörte zu seinen tapfersten Männern. Es war keine drei Monde her, dass er den jungen Heißsporn zum Baron erhoben hatte. Neben ihm hockte Orima von Graueneck. Ihr verdrecktes Gesicht war fahl und leer. Ihre gebirgserfahrenen Grenzer hatten dem Feind tagelang schwer zugesetzt. Jetzt war von ihren Männern und Frauen kein halbes Dutzend mehr am Leben.

Eberherz sah der Wahrheit ins Auge. Es war zu Ende. Sie würden den morgigen Tag nicht überstehen. Traurig sah er zu seiner Tochter, Prinzessin Rian hinüber. Sie lag auf einer einfachen Pferdedecke am rauen Fels und war vor Erschöpfung eingeschlafen. Nicht einmal ein Zelt konnte er ihr bieten, seit der Tross dem nachrückenden Gegner in die Hände gefallen war. Dreizehn Jahre war das Mädchen alt, hochgewachsen und hübsch. Sie wirkte so friedlich und so verletzlich. Es gelang ihm nicht, die Tränen zurückzuhalten. Er hatte ihr ein Königreich hinterlassen wollen, das ihre würdig wäre. Jetzt warteten Erniedrigung und Tod auf sie, weil er versagt hatte.

Selbst seine Gattin, Königin Rosalind und der kleine Prinz Farwin waren in Gefahr. Die starken Mauern von Burg Balenstein boten nur vordergründig Sicherheit. Einem Angriff durch ein kampfstarkes Feldheer würde die Festung nicht lange widerstehen.

Karina, seine Knappin, befreite ihn von der kaputten Schulterplatte. „Sieglunde wird das bis morgen ausklopfen, Sire.“

„Danke.“

Danke? Mehr brachte er nicht über die Lippen? Hier lagen die Männer und Frauen, die das Königreich Bael mit ihm aufgebaut hatten, die morgen an seiner Seite sterben würden und er sagte „Danke“?