Konzentrationstraining für Kinder – Vom Zappelphilipp zum Konzentrationsprofi - Vanessa Seidel - E-Book

Konzentrationstraining für Kinder – Vom Zappelphilipp zum Konzentrationsprofi E-Book

Vanessa Seidel

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7,99 €

  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2021
Beschreibung

Laden Sie dieses Buch jetzt herunter und kommen Sie mit Ihrem Kind stressfrei durch die Hausaufgaben durch mehr Konzentration! Unkonzentriert, unruhig, frustriert? Wie Sie die Konzentration Ihres Grundschulkindes jetzt praxisnah verbessern!   - Ist Ihr Kind bei den Hausaufgaben total "aufgedreht" oder fängt ständig eine neue Aufgabe an? - Vielleicht gehen die Gedanken zu schnell auf Reisen gehen - zum Handy, dem neuen Spielzeug oder dem Treffen mit Freunden? - Oder sucht Ihr Kind auch immer wieder einen Ausweg, um sich vor den Hausaufgaben zu drücken - beispielsweise müssen "dringend" alle Stifte gespitzet werden?  Egal, wie das Problem bei Ihnen genau aussieht: Bei den Hausaufgaben entsteht in diesen Fällen schnell Frust - nicht nur bei Ihrem Kind, sondern wahrscheinlich auch bei Ihnen. Schimpfen verursacht in solchen Situationen höchstens Streit & Wut. Der lang ersehnte, entspannte Nachmittag versinkt in noch mehr Hausaufgabenstress...   Denken Sie jeden Tag an diese wichtige Wahrheit, wenn es um die Konzentration Ihres Kindes geht! Eine altersgemäß entwickelte Konzentrationsfähigkeit gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen um Lesen, Schreiben und Rechnen effektiv zu lernen. Was können Sie also konkret tun, um die Konzentration Ihres Kindes spürbar zu verbessern und den Teufelskreis aus mangelnder Konzentration, Hausaufgabenstress und schlechten Noten zu unterbrechen?   Die erfreuliche Antwort lautet: Die Konzentration zu verbessern ist viel leichter als Sie denken. Sogar mit praktischen Tipps & Übungen können Sie sofort eine spürbare Besserung erzielen. Wenn man es weiß, sind es sind die kleinen und leicht umsetzbaren Schritte, die zum Erfolg führen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, um Konzentartionsprobleme bei Ihrem Grundschulkind nachhaltig zu beseitigen!   So kappen durch gezielte Konzentration Hausaufgaben & Lernen schnell und ohne Streit, sondern mit Spaß! Es erwarten Sie folgende Inhalte: - Kompakt & verständlich zusammengefasst: Welche häufigen Konzentrationsdiebe auch bei Ihrem Kind für mangelnde Konzentration verantwortlich sein können - und wie Sie diese effektiv beseitigen. Unter anderem: Ernährung, Motivation, Umgebung, Schlaf und vieles mehr! - Krisenbewältigung: Wie Sie am besten reagieren, wenn es mal nicht wie gewünscht mit den Hausaufgaben klappt. - Umsetzbare, praxisnahe Tipps zum sofortigen Steigern der Konzentration. - Spielerisches Konzentrationstraining: Clevere Spielideen & lustige Übungen - Nach 3 Minuten klappen die Hausaufgaben schneller: Wie Sie bei Ihrem Kind mit wirkungsvollen Kinesiologie-Übungen Denkblockaden lösen. - Einzigartiger Fokus auf schneller, kindgerechter & praxisnaher Anwendung.  Machen auch Sie nun auch Schluss mit Konzentrationsproblemen, Stress und Streit bei Haushaufgaben & Lernen! Es ist einfacher als Sie denken, die Konzentration bei Ihrem Kind zu verbessern. Schon nach 7 Tagen können auch Sie Verbesserungen spüren! Laden Sie dieses Buch jetzt herunter, um die Konzentration Ihres Kindes zu trainieren.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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MOBI

Seitenzahl: 131

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Vanessa Seidel

Konzentrationstraining für Kinder – Vom Zappelphilipp zum Konzentrationsprofi

Wie dein Grundschulkind mit praktischen Tipps und spielerischen Übungen spürbar konzentrierter ist!

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Deckblatt

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzentrationstraining für Kinder:

Vom Zappelphilipp zum Konzentrationsprofi

Wie dein Grundschulkind mit praktischen Tipps und spielerischen Übungen spürbar konzentrierter ist!

 

 

© 2020 Williams & Brown

Vanessa Seidel

Alle Rechte vorbehalten.

 

Vorwort

Dieser Ratgeber setzt sich mit dem Thema Konzentration bei Grundschulkindern auseinander. Vom Zappelphilipp zum Konzentrationsprofi eignet sich besonders für Eltern, die Hilfen und Lösungen suchen, um ihre Kinder optimal bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Das vorrangige Ziel ist dabei im Normalfall die ordentliche und vollständige Erledigung der Hausaufgaben. Ist dir allerdings Folgendes bekannt?

 

 

Dein Kind kann stundenlang einer Tätigkeit nachgehen, die ihm gefällt, aber sobald es um die Hausaufgaben geht, gibt es Streit, weil die Konzentration und die Bereitschaft zur Erledigung der Aufgaben nach wenigen Minuten erloschen sind? Dann wird dir dieser Ratgeber mit hilfreichen Tipps und Tricks ein nützliches Mittel sein.

Konzentrationsschwierigkeiten können sich jedoch auf den gesamten Schulalltag erstrecken, die Schnittstellen sind fließend und werden in diesem Buch ebenso aufgegriffen und behandelt. Häufig leiden die schulischen Leistungen deines Kindes insgesamt unter dem Konzentrationsproblem. Als Elternteil erhältst du hier Unterstützung für die Arbeit mit deinem Kind zu Hause.

Im Vordergrund steht die Bewältigung des zugrunde liegenden Problems. Dieses wird zunächst beleuchtet und unter verschiedenen Aspekten und Gesichtspunkten dargestellt. Du bekommst aber auch Informationen zu ganz unterschiedlichen Bereichen, die jedoch alle im Zusammenhang mit Konzentrationsproblemen bei Grundschulkindern stehen können.

Dieser Ratgeber möchte besonders jüngere Kinder unterstützen, ist aber in den wesentlichen Bereichen auch auf andere Altersgruppen und sogar Erwachsene übertragbar. Das Werk soll eine ganzheitliche Lösung sowie die Möglichkeit des Verständnisses und der Bewältigung der einzelnen Problempunkte bieten. Nicht selten leidet das gesamte Familienleben und die häusliche Harmonie unter den Konzentrationsschwierigkeiten eines Kindes. Es kommt häufig, letztendlich sogar täglich zu Streit und Diskussionen, wenn es um die Hausaufgaben, Klausurvorbereitungen und ähnliche Dinge geht. Bevor dein Kind und du resignieren, ist es sinnvoll, rechtzeitig Hilfen aus unterschiedlichen Bereichen anzubieten, um die Konzentration zu fördern, welche als Ursache für alle anderen nachfolgenden Schwierigkeiten anzusehen ist. In der Folge wird sich die Situation in allen Lebensbereichen verbessern, und zwar nicht nur für dein Kind, sondern auch für dich als Elternteil lassen sich dauerhafte Veränderungen erzielen. Die Eltern-Kind-Beziehung wird gestärkt, was von essenzieller Bedeutung für die Entwicklung des Kindes ist.

Noch ein paar Worte zu mir: Mein Name ist Vanessa Seidel und ich wurde 1981 in Bamberg geboren, wo ich heute mit meinen drei Kindern und meinem Mann lebe. Nachdem unsere jüngste Tochter 2016 nach der Schuleinführung massive Probleme hatte, den geforderten Stand zu halten, wollte ich ihr unbedingt helfen! Wir begaben uns zusammen auf die Suche und erforschten die Ursache des Konzentrationsproblems. Schnell stellten wir fest, dass es nicht die „eine Sache“ - beispielsweise spezielle Übungsblätter - gibt, mit der sich die Konzentration plötzlich optimieren lässt. Was erstmal wie eine schlechte Nachricht klingt, ist in Wahrheit ein Segen: Ein ganzheitlicher Ansatz des Konzentrationstrainings wirkt sich auf alle Bereiche des Lebens positiv aus und packt das Problem direkt an seinen Wurzeln! Diese Wurzeln erkläre ich dir in diesem kleinen Ratgeber praxisnah zusammen mit einigen einige spielerischen Möglichkeiten des Konzentrationstrainings. Du wirst sehen, dass es einfache Maßnahmen sind, die eine große Wirkung entfalten können. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und gute Erfolge!

 

 

1 Konzentrationsprobleme erkennen und einordnen

1 Konzentrationsprobleme erkennen und einordnen

1.1 Was bedeutet Konzentration?

 

Was ist eigentlich Konzentration und was braucht man überhaupt dafür? Meistens wird der Begriff im Alltag nicht hinterfragt; ebenso wenig, welche Voraussetzungen denn vorliegen müssen, um sich überhaupt konzentrieren zu können.

 

Begriffserläuterung

Das Wort Konzentration steht für ein zielgerichtetes Bündeln seiner Gedanken (Aufmerksamkeit) auf eine bestimmte Tätigkeit, z. B. das Lernen. Bei der Konzentration sollen die Gedanken auf eine Sache fokussiert werden und solange dort verweilen, um sich mit dieser Sache und den damit zusammenhängenden Faktoren bewusst auseinandersetzen. Sobald die Gedanken auf die Sache gerichtet sind, kann man diese weiter verknüpfen und Dinge erfassen. Das Bündeln der Gedanken bezeichnet man auch als Aufmerksamkeit. Der Mensch konzentriert sich also. Die Konzentration ist ein willentlicher Vorgang. Konzentrationsprobleme entstehen immer dann, wenn das Bündeln der Gedanken aus unterschiedlichen Gründen gestört ist oder von außen gestört wird. Das Kind oder derjenige, der versucht sich zu konzentrieren, lässt sich leicht ablenken.

Erforderliche Fähigkeiten, um sich zu konzentrieren

Die Fähigkeit zur Konzentration ist nicht automatisch von Geburt an vorhanden. Die Konzentrationsfähigkeit wird erlernt und kann im gesamten Lauf des Lebens verbessert und sogar gezielt trainiert werden.

Schon nach der Geburt ist unser Gehirn in der Lage, Sinne zu verarbeiten. Ein Baby oder Kleinkind richtet seine Aufmerksamkeit auf eine Sinneswahrnehmung, die durch einen Reiz wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken oder Tasten ausgelöst wird. Das Baby tut dies aus Interesse und lernt damit Dinge einzuordnen, zu fokussieren und sich grundlegend zu konzentrieren. Im Gehirn sind verschiedene Bereiche für die Wahrnehmung und Verarbeitung der unterschiedlichen Sinne aktiv. Das Zusammenspiel dieser Bereiche wird in den ersten Lebensmonaten erprobt und verfeinert. In der frühkindlichen Entwicklung kann es hier sogar noch zu Überschneidungen und Fehlverarbeitungen kommen, sodass plötzlich ein akustischer Reiz geschmeckt wird, um hier nur ein Beispiel zu nennen. Diese Fehlleitungen verschwinden in der frühkindlichen Lebensphase, da sich das Gehirn auch physisch schnell weiterentwickelt, und die richtigen neuronalen Verbindungen herstellt. Diese Tatsache stellt auch den Grund dafür dar, dass wir uns an sehr frühe Lebensphasen im Regelfall nicht bewusst erinnern können, ganz gleich, wie sehr wir unsere Aufmerksamkeit auf eine Sache gerichtet haben. Auch die Erinnerung resultiert aus der Fähigkeit, sich auf etwas konzentrieren und es wahrnehmen zu können. Sie ist eine nachträgliche Verarbeitung von Reizen. Die Konzentration und Aufmerksamkeit sind somit der Erinnerung ein zwingend vorausgehender Schritt. Daraus lässt sich schließen, dass wir ein Grundvermögen an Konzentration in den ersten Lebensjahren ganz automatisch erlernen.

Kognitive Entwicklung und motorisches Zusammenspiel

Den meisten Menschen ist die Bedeutung der Verbindung von motorischen und feinmotorischen Reizen mit der Entwicklung des Gehirns und der Konzentrationsfähigkeit nicht bewusst. Die Gliedmaßen werden nicht nur vom Gehirn gesteuert, sondern beeinflussen die gezielte Bewegung des Gehirns und dessen neuronale Verbindungsfähigkeit maßgeblich. Für die menschliche Entwicklung ist es wichtig, dass das Kind die einzelnen Entwicklungsstadien durchläuft. Dies beginnt bereits beim visuellen Fokussieren und Greifen von Gegenständen, geht weiter über das Krabbeln bis hin zum aufrechten Gang. Die Koordination von Bewegungen und die Verarbeitung von Reizen sowie das Richten der Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt stehen immer im Zusammenhang. Ein einfaches Beispiel stellt das Abschreiben oder Übertragen eines Tafelbildes dar. Hier muss die Graphomotorik im Zusammenspiel mit der Auge-Hand-Koordination stehen. Das Kind muss in der Lage sein, den Fokus der Aufmerksamkeit auf den Punkt an der Tafel zu richten, wo es gerade war, und die Augen dementsprechend zu bewegen. Anschließend wird der Aufmerksamkeitsfokus wieder auf das eigene Papier gelenkt. Das vorher Gesehene wird aus den Gedanken in Etappen abgerufen und graphomotorisch, also handschriftlich, übertragen. An diesem Beispiel zeigt sich schon, wie komplex die einzelnen Fähigkeiten sein müssen, die mit der Konzentration im Zusammenhang stehen. Fällt hier eine Komponente weg oder ist mangelhaft ausgeprägt, entstehen Konzentrationsprobleme.

Konzentrationsunterschiede

Wir lernen nicht alle gleich. Menschen haben unterschiedliche Wege, Reize und Informationen zu verarbeiten. Manche Menschen können sich sehr gut Zahlen merken, die sie einmal gesehen haben, andere erinnern sich an jedes gesprochene Wort und wieder andere verbinden einen Geruch mit einer Erinnerung. Woran liegt das? Nicht alle Sinne sind gleich stark ausgeprägt, in der Entwicklung wählen die meisten Menschen unbewusst Strategien, die für sie am schnellsten funktionieren. Das Gehirn verbessert die genutzten Funktionen und schafft sehr viele neuronale Verknüpfungen in diesen Bereichen. Daraus wiederum entstehen unterschiedliche Lerntypen.

Lerntypen

Visuell: Dieser Lerntyp verarbeitet bevorzugt gesehene Reize im Gehirn. Alles, was bildhaft vorliegt, kann schnell abgespeichert werden. Er profitiert sehr von farblichen Differenzierungen und Hervorhebungen, Bildern zu Texten und gezeigten Darstellungen, wie etwa Videos und Kurzfilmen. Die Lerninhalte sollten in Abschnitte strukturiert und durch schnell sichtbare Unterschiede gekennzeichnet sein.

Auditiv: Der auditive Lerntyp verarbeitet gehörte Reize im Gehirn schnell und bevorzugt. Alles, was akustisch wiedergegeben wird, kann schnell abgespeichert werden. Er profitiert von Hörbüchern und vorgelesenen Texten, wie auch selbst vorgesprochenen Ausarbeitungen, zum Beispiel für Referate. Auch das Abfragen bestimmter Teile und das gemeinsame Lernen in einem Gespräch fördern die Konzentration und das spätere Abrufen der Lerninhalte.

Haptisch: Der haptische Lerntyp kann alle Dinge bevorzugt verarbeiten, die er am Körper fühlt und vorzugsweise ertasten bzw. anfassen kann. Alles, was selbst in die Hand genommen wird, kann schnell abgespeichert werden. Dieser Lerntyp profitiert von der Möglichkeit, Dinge zu bauen und selbst zu erstellen, jedoch fließt hier die Graphomotorik als sehr wichtiger Punkt mit ein. Die Lerninhalte sollten für den haptischen Typ wortwörtlich greifbar sein und aufgeschrieben werden, denn durch das Aufschreiben entstehen gefühlte Reize, die sich später leicht abrufen lassen.

Olfaktorisch: Dieser Lerntyp kann alles gut abspeichern, was er mit einem Geruch verbindet. Gerüche verknüpfen die Eindrücke im Gehirn. Dieser Lerntyp profitiert von besonderen Geruchsnuancen, die in seiner Umgebung vorhanden sind. Die Verwendung bestimmter Duftstoffe beim Lernen kann hier sehr hilfreich sein. Zu verschiedenen Themen sollten dabei auch verschiedene Nuancen eingesetzt werden. Wichtig ist, dass die Gerüche als angenehm wahrgenommen werden.

Gustatorisch: Der gustatorische Lerntyp verbindet die Reize und Eindrücke mit einem Geschmack. Die Geschmackssinne werden bevorzugt wahrgenommen und abgespeichert. Dieser Lerntyp profitiert von Geschmackserlebnissen, um Sachen zu erinnern. Der Einsatz von schmackhaften Dingen unterschiedlicher Art ist hier sinnvoll, wenn es nicht immer ein Snack beim Lernen sein soll, können auch Kaugummi oder Wasser mit Aroma hilfreiche Mittel sein.

Emotional: Der emotionale Lerntyp verbindet mit den gespeicherten Informationen eine Emotion, also ein psychisches Gefühl. Grundsätzlich kann jedes Gefühl die Wahrnehmung fokussieren, jedoch ist aus verschiedenen Aspekten die Arbeit mit positiven Erlebnissen anzustreben. Angst und Trauer verursachen das Abriegeln bestimmter Gehirnareale, daher behindern sie das emotionale Lernen hier auf andere Weise. Der Spaß beim Lernen steht bei diesem Lerntyp somit im Vordergrund.

Im Regelfall ist es so, dass das menschliche Gehirn nicht nur einen Typ besonders ausprägt, sodass es die zuvor genannten reinen Lerntypen nur selten gibt. Normalerweise verbinden sich bestimmte Reizverarbeitungen bevorzugt, sodass sich gemischte Lerntypen ergeben. So kann zum Beispiel ein visuell-auditiver Lerntyp entstehen, der gesehene und gehörte Reize optimal verarbeiten kann und seine Konzentration darauf richten. Diese Tatsache ist ein großer Vorteil, denn dadurch lassen sich für die einzelnen Lerntypen ganz unterschiedliche Fördermöglichkeiten und Unterstützungen zur Verfügung stellen. Im Gegenzug lassen sich Störfaktoren, die die Aufmerksamkeit fehlleiten und damit die Konzentration stören, beseitigen.

1.2 Konzentrationsdiebe

Konzentrationsdiebe sind vielfältig, sie rauben uns die Konzentration und sind manchmal auf den ersten Blick nicht gleich erkennbar. Sie können ganz einfach sein, aber auch sehr komplex oder in einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren auftreten. In der folgenden Auflistung werden die häufigsten Konzentrationsdiebe einmal näher beleuchtet. Wie man sich effektiv und dauerhaft von ihnen befreien kann sowie welche Maßnahmen einen nachhaltigen Erfolg haben, erfährst du detailliert im zweiten Kapitel.

Arbeitsverhalten und Motivation

Das Arbeitsverhalten und die Herangehensweise an eine Aufgabe stellen oft eine Herausforderung dar. Fehlt die Antwort auf die Frage: „Wie soll ich es machen?", kann eine Tätigkeit nicht zufriedenstellend ausgeführt werden. Dies fängt insbesondere bei jüngeren Schülern der Grundschulklassen häufig bereits bei den einfachsten Dingen an. Das Kind muss wissen, wie es eine Aufgabe sinnvoll und vor allem zeitsparend sowie zielgerichtet erledigen kann. Um das zu gewährleisten, müssen Strategien und Hilfen angeboten werden. Auch kann man beispielhaft Herangehensweisen aufzeigen und letztendlich miteinander erarbeiten. Später kennt das Kind die eigenen Strategien, die sich bewährt haben und greift sie eigenständig auf. Es kann jedoch nicht vorausgesetzt werden, dass ein Kind selbst sinnvolle Strategien finden und diese auch umsetzen kann. Es ist auf die Unterstützung der Lehrer und Eltern angewiesen.

Die Motivation spielt für die Herangehensweise eine ebenso große Rolle. Motivation stellt die Bereitschaft dar, eine Tätigkeit anzufangen und bis zu ihrem Ende durchzuführen. Die mangelnde oder auch nicht vorhandene Motivation ist ein sehr hartnäckiger Konzentrationsdieb. Fehlt die Antwort auf „Warum soll ich es machen?", kann keine Motivation vorhanden sein. Manchmal kommt das Kind auch zu der Annahme, die Erledigung der Hausaufgaben sei aus verschiedenen Gründen ohnehin sinnlos. Das Kind braucht einen guten Grund, um diese Bereitschaft, im besten Fall letztendlich Leidenschaft, für die Bearbeitung der Hausaufgaben zu entwickeln. Die Motivation geht der Konzentration voraus. Hat das Kind keine Motivation, kann es keine Konzentration erlangen, da eine Grundlage nicht erfüllt ist. Damit die Motivation erlangt wird, braucht es individuelle Herangehensweisen, da hier die Persönlichkeit eine große Rolle spielt. Die Erprobung verschiedener Techniken erweist sich als sinnvoll, welche auf die Individualität des Kindes abgestimmt sind. Du als Elternteil kennst dein Kind sehr gut und kannst daher schnell beurteilen, welche Motivationstechniken für dein Kind erfolgversprechend sein können. Gemeinsam probiert ihr aus, was am besten funktioniert.

Umgebung

Die Umgebung kann einen Konzentrationsdieb aus ganz verschiedenen Gesichtspunkten ausmachen. Viele Aspekte werden erst mal gar nicht unbedingt erkannt oder als solche angesehen. Die Umgebung selbst kann ablenkend sein, entweder durch das, was um das Kind herum passiert oder durch die Dinge, die um den Arbeitsplatz herum vorhanden sind. Eine unruhige Umgebung kann einem Grundschulkind die komplette Konzentration rauben, das müssen nicht mal direkte Störungen bei der Erledigung der Aufgaben sein, sondern können auch allgemeine Faktoren sein, wie das Familienleben, das sich um das Kind herum abspielt. Sind viele Reize neben der eigentlichen Arbeit vorhanden, mit denen sich das Kind gerade auseinandersetzen kann und eventuell auch viel lieber auseinandersetzen möchte, ist die Konzentration sehr schnell weg. Es existiert viel mehr eine Fehllenkung der Konzentration auf andere Dinge. Die Umgebung schließt weitere Faktoren wie Telefonate oder Signaltöne des elterlichen Handys mit ein. Auch Kälte, Wärme, Gerüche sowie unbequeme Arbeitspositionen können einen Konzentrationsdieb darstellen, wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Oft ist es für dich als Elternteil schwierig, die störenden Faktoren der Umgebung allesamt zu erfassen. Auch hier gilt wieder gemeinsam auszuprobieren, was hilfreich ist und schrittweise zu verändern oder anzupassen. Wenn du dein Kind an den Verbesserungsvorschlägen beteiligst, könnt ihr wahrscheinlich sehr schnell Lösungen finden, die sich dauerhaft umsetzen lassen.

Gesundheit

Die Gesundheit und das Befinden des Kindes stellen einen weiteren Konzentrationsdieb dar, wenn diese nicht in Balance sind. Fühlt sich ein Kind nicht wohl und hat gesundheitliche Einschränkungen, die körperlicher und auch psychischer Art sein können, kann es sich in der Folge nicht konzentrieren. Gesundheitliche Faktoren sind sehr komplex, daher werden sie nachfolgend in Kategorien unterteilt dargestellt.

Ernährung

Die Ernährung wirkt sich auf die gesamte Verfassung des Kindes aus. Insbesondere in der menschlichen Entwicklung spielt die Nahrung eine gewichtige Rolle, die nicht unterschätzt werden sollte. Das Kind unterliegt ständigen Veränderungen und das Gehirn muss sich an diese anpassen. Da die Konzentrationsfähigkeit durch kognitive Prozesse funktioniert, ist die optimale Entwicklung von Körper und Geist eine zwingende Voraussetzung, um sich konzentrieren zu können. Durch die Ernährung lassen sich diese Abläufe signifikant unterstützen. In der Nahrung sind Nährstoffe in unterschiedlicher Ausprägung enthalten. Bekannt ist, dass bestimmte Nährstoffe in ausreichender Menge gebraucht werden, um die Körperfunktionen zu gewährleisten. Eiweiß wird für den Muskelaufbau und die Regeneration des Gewebes benötigt, wie auch zur Zellerneuerung. Kohlenhydrate dienen dem Energiestoffwechsel und sind als schnelle Einfachzucker und Mehrfachzucker in der Nahrung vorhanden, was deren Verarbeitung beeinflusst. Fett wird vor allem für die Einlagerung und Verwertung der fettlöslichen Vitamine und der Verarbeitung von Hormonen benötigt. Außerdem spielen Fette auch im Wärmehaushalt eine Rolle.