Kopf hoch! Erste Hilfe für ALG2 Empfänger - Jan Welsch - E-Book

Kopf hoch! Erste Hilfe für ALG2 Empfänger E-Book

Jan Welsch

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Beschreibung

Der Autor Jan Welsch schreibt aus seinen eigenen Erfahrungen vom Leben in der Arbeitslosigkeit. Er hat viele Wege ausprobiert, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen. Teilweise mit Unterstützung des Jobcenters und teilweise durch Eigeninitiative. Er hat über 10 Jahre Erfahrung. Mit dem Leser teilt er seine umsetzbaren Ideen. Es ist eine Ideensammlung für ein würdevolleres und erfüllteres Leben in der Arbeitslosigkeit. "Das ist eigentlich ein Buch über Minimalismus." Margit Krause (Künstlerin in Leipzig)

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Seitenzahl: 67

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Wie bei Expeditionen in die Wildnis,

wo er Stürme,

reißende Flüsse,

eisige Kälte und Hagelschauer,

Hunger und Durst ertragen muß,

erinnert sich der Mensch auch im Leben

letzten Endes an die positiven Dinge,

nicht an die Negativen.

Sigurd F. Olson

Über das Buch

Dieses Buch versteht sich als Ideensammlung. Es will Orientierung geben. Es will zum Nachdenken anregen. Es will Dein Handeln hinterfragen. Es braucht Deine Mitwirkung.

Ich teile gerne meine Erfahrungen und mein Wissen mit Dir, über die Möglichkeiten, die man in Arbeitslosigkeit hat, worauf ich achten würde, was sich erforschen ließe.

Über den Autor

Jan Welsch hat visuelle Kommunikation studiert, ist über 10 Jahre erwerbslos, nebenberuflich freiberuflich. Er hat freiberuflich als Fotograf und Grafiker gearbeitet, an einem 1€-Job und an einer ABM und an einem vom Jobcenter initiierten Coaching teilgenommen.

Er war ehrenamtlich im Vorstand eines Vereins und hat sechs Jahre aufbauendes Töpfern, PC- & Fotokurse an Grund- und Mittelschulen gegeben und für verschiedene andere Vereine ehrenamtlich gearbeitet. Er hat einen Bundesfreiwilligendienst in einem Waldorf-KiGa absolviert. Außerdem hat er an einigen Ausstellungen, mit Fotos, Licht-Installationen und Keramikarbeiten in Jena, Weimar, Leipzig und Markranstädt teilgenommen.

Danksagung

Ich danke Allen,

denen ich auf meinem bisherigen Lebensweg

begegnet bin,

Jenen die mich kennen und Jenen

die mich nicht kennen.

Ich danke Margit für ihre Liebe,

HeideMarie für die inspirierenden Telefonate,

Ralf für sein Vertrauen,

meiner Mutter für ihre Geduld,

meinem Vater für seine Ungeduld,

meiner Tochter für ihr Sein,

meinen früheren und heutigen

Freunden und Freundinnen,

meinen Lehrern,

meinen Ausbildern,

meinen Vorgesetzten,

meinen beruflichen & künstlerischen Mitschöpfern,

allen Autoren, die ich gelesen & gehört habe,

Kooperationspartnern

und den Mitarbeitern des Jobcenters.

Ich danke der Eingebung.

Sie Alle haben zur Entstehung

dieses Buches beigetragen.

Ich konnte durch jede Begegnung etwas lernen.

Vielen Dank.

Inhalt

Über mich

Vorwort

Gliederung der Kapitel

das notwendige Rechtliche

Kläre deine Finanzen

Miete reicht nicht?

Ich bin verschuldet

Mein Geld reicht nicht

Haushaltsplan

Wochengefäße

Kontenstruktur

Sparbuch

Ratenzahlung

Betriebskostenabrechnung

keine Übernahme der Betriebskosten

rechtliche Fragen zur Betriebkostenabrechng

Ich habe Betriebskosten als Gutschrift erhalten. Darfich die behalten?

Wokann ich sparen?

Verträge, Telefon & Internet

Stromkosten

Haushaltsgeräte

Waschmaschine

Kühlschrank

Tiefkühlschrank

Transport der Haushaltsgeräte

Fernseher

Technik für Kommunikation

Reparatur. Ein Gerät ist kaputt

Fahrradreparatur

Ich habe keinen PC

Leihladen

Kleidung

Regionalwährung

Reisen

im Urlaub günstig wohnen oder übernachten

Reisen & Arbeiten

Kulturelles Leben

Wohnen in WGs

Essen

Selbstkochen

Pizza

Tisch-Backofen

einfache Gerichte

Kleingarten

Solidarische Landwirtschaft

Obst, Kräuter, Pilze

Foodcoop

Marktschwärmer

Transition Town - Stadt im Wandel

Alkohol & Drogen

Notsituation

Notration - Ritter der Tafelrunde

Küfa - Küche für Alle

Sparsam kochen

Engpass Geld

Sanktionierung

Mobilität

Bus oder Strassenbahn

Auto

geistige Gesundheit

Ich bin am Ende. Wer kann mir helfen?

kostenlose Notrufnummern

Ich fühle mich nicht gebraucht und nutzlos

Geteiltes Leid, ist doppelte Freude

Ich tue mir was Gutes!

Ausgewogenheit von Arbeit und Freizeit

Treibe Sport

Lies gebrauchte Bücher

Ich tue einfach mal nichts

Notfallbox

Mit einem Haustier bin ich nicht allein

.

Jobsuche

Bewerbungen

Absage auf Deine Bewerbung

Persönlichkeitsentwicklung

Jobsuche & Jobangebote

Wie benutze ich ein Jobcenter?

Ich kann den Termin nicht einhalten

Fristen

Begleitung zum Jobcenter-Gespräch

Gedächtnisprotokoll

Formulare

Posteingangsstempel

Brief an das Jobcenter

Ordnung

Anträge ausfüllen

das Warten im Wartebereich

Umgang mit Jobcenter-Mitarbeitern

Probleme mit dem Jobcenter - Erwerbsloseninitiativen

Job bekommen & Job kündigen

krankmachender Job

Vorwürfe

Kein Mensch ist perfekt

Arbeitgeber will nicht kündigen

Kündigung

Mobbing

Selbständigkeit

Wo muss ich meine Selbständigkeit anmelden?

Gewerbeamt

Finanzamt

Arbeiten nach der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG

Einnahme von Umsatzsteuer

Einkommenssteuererklärung

Steuererklärung selber machen

Welche Arten der Krankenkasssenversicherung gibt es?

Künstlersozialkasse

Berufsgenossenschaft

Selbständigkeit und Gewerkschaft

Jobcenter und Selbständigkeit

Wie werden meine Einnahmen mit ALG2 verrechnet?

EKS-Vorausschau (Einkommen aus selbständiger Tätigkeit)

EKS-Rückschau (Einkommen aus selbständiger Tätigkeit)

Überprüft das Jobcenter meine Steuererklärung?

Büro mieten oder Coworking Space?

Coworking Spaces

ökonomischer Nutzen

Vereinsgründung

e.V. - eingetragener Verein

n.e.V. - nicht eingetragener Verein

Warum einen n.e.V. gründen?

Musterbriefe

Vertragskündigung

Ratenzahlung

Gedächtnisprotokoll

bereits abgegebenes Dokument nocheinmal angefordert

In eigener Sache

Über mich

Ich bin erwerbslos (Arbeit habe ich genug) und ich bin nicht allein. Mit mir sind derzeit ca. 6 Millionen Menschen arbeitslos, von ca. 40 Millionen arbeitsfähigen Menschen in Deutschland.

Ich bin nur erwerbslos bzw. auf der Suche nach bezahlter Arbeit. Mehr nicht.

Kopf hoch. Das Leben geht weiter.

Es gibt ein Leben in der Erwerbslosigkeit.

Erwerbslosigkeit ist keine Krankheit.

Kann aber leicht zu einer werden.

Ich freue mich.

Ich lebe. Und ich bin nicht allein.

Das Leben in Erwerbslosigkeit fordert viel von mir:

1. Disziplin:

die Fristen einzuhalten, regelmässige Bewerbungen zu schreiben, regelmässig Anträge zu stellen, nicht vor den anstehenden Aufgaben zu fliehen, Termine wahrzunehmen

2. Anpassung:

an das Arbeitslosigkeitssystem, das oft dem gesunden Menschen- und Unternehmerverstand zuwiderläuft (Ja, es gibt viele Unternehmer, die genauso wie ehemalige Angestellte unterstützend Arbeitslosengeld erhalten, weil es ihnen aus eigener Kraft nicht gelingt, sich ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften.)

3. Veränderungen:

hinzunehmen und sie nicht zu hinterfragen, andere Sichtweisen für mich zu erarbeiten, immer wieder aufs Neue Mut zu fassen, den eigenen Weg weiterzuleben, sich nicht unterkriegen zu lassen, Enttäuschungen auszuhalten, weil ich mich in einem absurden System befinde, welches Unterstützung verspricht und meine Potentiale nicht erkennen will und auch nicht unterstützen will. Mit Wut einen guten Umgang zu finden und

4. Durchhaltevermögen:

um nicht zu Verzweifeln und mich nicht selbst zu schädigen (z.B. durch versäumte Termine, Alkohol oder Drogenkonsum, Wutausbrüche), aus Selbsthass auf mich und mein bedauerliches Schicksal

… wenn ich damit zurecht kommen will.

Vorwort

Wir Menschen leben durchschnittlich 70 Jahre auf dieser Erde. Das ist nicht viel Zeit und doch auch irgendwie jede Menge Zeit, um Erfahrungen zu machen, mich auszuprobieren, meine Grenzen zu erweitern und mich zu erforschen. Mal was anders zu machen, als ich es immer getan habe. Ich wecke den Abenteurer in mir. Ich erforsche mich und die Welt, die mich umgibt.

Wie soll das gehen, in dieser Welt?

Diese Frage kann ich nur so erklären, dass ich nie daran glaubte, ein Buch zu schreiben. Erst vor ein paar Wochen sagte eine Freundin zu mir, schreib doch mal ein Buch und ich sagte, niemals, ich weiß gar nicht, wie das geht.

Es war mal wieder einer dieser Tage, als es mir mal so richtig mies ging, weil ich mir Vorwürfe machte, dass ich ohne Arbeit bin und nicht weiß, was ich machen soll, damit sich dieser Zustand ändert. Bewerbungen schreiben ist ja nur die eine Seite der Medaille. Abgelehnte Bewerbungen oder Bewerbungsgespräche die andere Seite. Von Zeit zu Zeit, habe ich solche „Anfälle“.

In dem, was ich gerne machen will, (Erzieherausbildung) finde ich keine Unterstützung beim Jobcenter Leipzig: man teilte mir sinngemäß mit: das wird in Leipzig nicht unterstützt, da es sich um eine schulische Ausbildung handele und nicht um eine betriebliche Ausbildung und in Dresden gibt es nur 6 offene Stelle für Leipzig und da hätte ich ohnehin keine Chance, obwohl ich seit Jahren an Grund- und Mittelschulen Nachmittagskurse mit Kindern veranstaltet hatte, die auch gut besucht waren.