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Glücks-Herzklopfen. Gefühls-Chaos. Zukunfts-Muffensausen. "Wie wird das jetzt mit Baby (im Bauch)?" Fragt sich jede Bald-Mama – und wünscht sich eine entspannte, selbstbestimmte Schwangerschaft und Wochenbett-Zeit. Dieses Buch ist ihre Inspirationsquelle. Es ermutigt sie dazu, in den aufregend-aufwühlenden Kugel-Monaten eine liebevolle Bindung zum Baby aufzubauen und gut zu sich selbst zu sein. Dafür vermittelt es leicht nachvollziehbar Hintergrundwissen zu den körperlichen Veränderungen und Herausforderungen, geht auf die Gefühlswelt und Lebenssituation ein, beleuchtet Trends wie Hypnobirthing und bereitet mit positivem Blick aufs Wochenbett und das Eltern sein vor. Mit vielen persönlichen Tipps der Autorin, von (Social Media-) Moms, Ärztinnen, Hebammen, Psychologen, Ernährungs- und Sport-Experten. Yoga-Übungen, Partner-Rituale, Das-tut-dir-jetzt-gut-Rezepte, DIY-Ideen u.v.m. machen Lust darauf dazu, jedes Trimester und die erste Zeit mit Baby achtsam zu erleben, sich wohl in der eigenen Haut zu fühlen, aufs Bauchgefühl zu hören und selbstbewusst den eigenen Mama-Weg zu gehen.
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Seitenzahl: 346
Veröffentlichungsjahr: 2019
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© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.
Projektleitung: Alexandra Bauer (textwerk, München), Simone Kohl
Lektorat: Margarethe Brunner
Korrektorat: Karin Leonhart
Covergestaltung: Luke Mattson/Stocksy
eBook-Herstellung: Yuliia Antoniuk
ISBN 978-3-8338-7019-4
1. Auflage 2019
Bildnachweis
Illustrationen und Fotos: Adobe Stock, Farina Deutschmann, Duvent Illustrations, Getty Images, GU Archiv: Wolfgang Schardt, Ulrike Frömel, Barbara Bonisolli, Eising Studio, Jochen Arndt, Petra Ender, Istock, Felix Krammer, Offset, Herbert Pettinger, Ann-Kathrin Stade/Rock my Day, Shutterstock, Grit Siwonia, StockFood, Stocksy, Andreas Süß, Westend61, Anja Wilhelmi, ErikCesla
Syndication: www.seasons.agency
GuU 8-7019 04_2019_02
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Willkommen in der Kugelzeit! Ein Kind zu bekommen war für mich das Aufregendste, was mir je passiert ist. Krass schön. Krass herausfordernd – und eine tiefere Liebeserfahrung, als ich sie mir je hätte erträumen können. Mit allen Höhen und Tiefen, die sie mit sich bringt. Wer ich bin? Maike Mauer, Mama von Lio (2016) und Crossmedia-Journalistin für Medizin-, Psychologie- und Lifestyle-Themen. Im Netz findest du mich z. B. auf www.instagram.de/herzdrum.
Es ist ein Herzensprojekt: Ein vielseitiger Wohlfühlbegleiter, wie ich ihn mir selbst in meiner Schwangerschaft und der Anfangszeit mit Baby gewünscht hätte. Ein Buch, das leicht nachvollziehbar fundiertes Wissen darüber vermittelt, wie sich Körper und Psyche verändern, wenn eine Frau ein Kind erwartet – ohne Ängste zu schüren. Das zeigt: Jedes Baby, jede Mama und jeder Körper sind einzigartig. Und das Mut macht, öfter mal aufs eigene Bauchgefühl bzw. seine Intuition zu hören. Am besten funktioniert das auf Basis von Fakten und Erfahrungswissen.
Denn natürlich weiß eine (werdende) Mutter nicht immer sofort intuitiv, was sie in einer bestimmten Situation tun soll. Schon gar nicht, wenn alles neu ist und sie plötzlich nicht mehr nur Verantwortung für sich, sondern auch für ein Baby trägt. Deshalb habe ich mit vielen verschiedenen Experten und Eltern gesprochen und ihre Erfahrungen, Denkanstöße und Übungstipps gesammelt, um sie mit dir zu teilen. Pick dir einfach das für dich, dein Baby, deinen Partner und eure Situation Stimmige heraus.
Ich hoffe, dass dir dieses Buch hilft, deinen Weg zu finden und ihn selbstbewusst zu gehen. Und falls das mal nicht so gut gelingt: Nimm Hilfe an. Von deiner Ärztin, deiner Hebamme, deinen Liebsten, von Mütterpflegerinnen oder passenden Beratungsstellen. Das ist keine Schwäche, sondern eine riesige Stärke! Genauso wie das Gut-zu-dir-selbst-sein …
Ich wünsche dir eine wundervolle #Kugelzeit. Alles Liebe, Maike
Teile alle Infos, die für dich wichtig sind, mit deinem Partner. So weiß er, was dich bewegt, und ihr könnt die Kugelzeit und alles, was danach kommt, gemeinsam genießen.
Dieses Buch ist kein Standardwerk, das jeden einzelnen Aspekt von Schwangerschaft, Geburt und Elternsein thematisiert – und es ersetzt natürlich weder Arzt noch Hebamme.
Es ist ein Buch mit Fokus auf dich als werdende Mama. Ein Buch, das dir ein gutes Gefühl geben will. Das dich dazu inspirieren soll, regelmäßig etwas Schönes für dich zu tun. Dich zu finden. Und wohlzufühlen in deiner Rolle als (Bald-)Mama und in deinem sich verändernden Körper. Mit allen Aufs und Abs, die dazugehören. Das dir Fakten und Erfahrungen mitgibt und dich dazu ermutigt, auf dein Bauchgefühl zu hören.
Natürlich spielen auch der Papa, die Kindsentwicklung und das Familiewerden eine Rolle. Allem voran geht es aber um dich. Darum, wie du schon von Anfang an eine liebevolle Bindung zum Baby im Bauch aufbauen und dich stärkende Routinen in deinen Alltag einbauen kannst.
Jede Mutter und jeder Vater sind einzigartig. Und jedes Baby und jede Beziehung entwickeln sich individuell. Pick dir einfach das für dich, deinen Partner und eure Situation Stimmige heraus.
Darum findest du hier viele Interviews mit Experten sowie Tipps und persönliche Erfahrungen von inspirierenden Mamas für die Schwangerschaft und die Zeit danach mit Baby. Frei von Pauschalregeln und Perfektionsdruck. Ein Richtig oder Falsch gibt es beim Elternsein sowieso selten. Damit es eurem Kind und euch gut geht, muss jeder seinen eigenen Weg finden und gehen. Was für die eine Familie wunderbar klappt, funktioniert für eine andere überhaupt nicht. Auch keine Schwangerschaft verläuft genau gleich. Nicht mal die erste und zweite von ein und derselben Frau.
Damit du das Mamawerden möglichst oft genießen und ein wenig zelebrieren kannst, findest du auf den folgenden Seiten stärkende Yogaübungen, Meditationen und Rezepte, Wohlfühl- und DIY-Ideen sowie Mama-Baby- und Paarrituale für jedes Trimester und die Zeit mit Neugeborenem. Vielleicht inspiriert dich manches zu ganz eigenen »Das tut mir gut«-Rezepten? Nimm dir Zeit, um die kommenden Monate bewusst zu erleben und dich dem Prozess voller Vertrauen hinzugeben. Es sind ganz besondere Monate. Nutze die Chance, in dich hineinzuspüren und auf deinen Körper und deine Intuition zu hören.
Falls dich zwischendurch das ein oder andere Zipperlein ausbremst oder es dir mal so richtig elend geht, findest du in diesem Buch viele alltagserprobte Tipps und Rezepte von Mamas, Papas und Experten. Nicht jeder Tipp hilft jedem. Oft findet sich aber eine Lösung im Versuch-macht-klug-Verfahren. Hast du Schmerzen oder ein komisches Gefühl, das dir Angst macht, gehe bitte zu deiner Ärztin. Kein Buch – auch keine Internetsuchmaschine – der Welt kann einen Arzt- oder Hebammenbesuch ersetzen! Sei unbesorgt: Den wenigsten macht tatsächlich die ganze Palette der nicht sehr schönen Baby-im-Bauch-Begleiterscheinungen zu schaffen. Vielleicht hast du selbst kaum Probleme und fühlst dich bestens. Wunderbar! Dann überblätterst du diese Seiten einfach.
Oft hilft es schon, wenn du merkst, dass du nicht alleine bist mit deinen Wehwehchen und Momenten der Überforderung. Das bist du nämlich ganz und gar nicht! Auch nicht mit angeblich oberflächlichen Gedanken, die sich um deinen Körper, dein Gewicht und die Veränderungen deines Aussehens drehen.
Es ist nicht für jede werdende Mama leicht, zu merken, dass ihr Körper plötzlich »so gar nicht mehr ihrer« ist. Doch wer weiß, was ein Frauenkörper leisten muss, um Platz für ein Baby zu machen und es zu versorgen, kann so manches besser einordnen und gelassener damit umgehen. Deshalb gibt es zusätzlich das Kapitel »Dein Körper, deine Psyche. Was sich jetzt verändert«. Und auch das Thema Selbstliebe spielt eine große Rolle.
Zu wichtigen Themen, wie Ernährung in der Schwangerschaft, Pränataldiagnostik, Geburt, Stillen (oder Nicht-Stillen) und Schlafen (oder Nicht-Schlafen), findest du Extraseiten mit Infos und Tipps im Buch, die dir und deinem Partner den Umgang damit vielleicht erleichtern. Dazu gibt es auf den letzten Seiten alle wichtigen Adressen, weiterführende Infos und natürlich ein Stichwortregister, damit du konkrete Themen nachschlagen kannst. Mögliche Untersuchungen und sinnvolle To-dos für jede Phase findest du abschließend in allen Kapiteln im Kalender.
Keiner soll sich diskriminiert fühlen. Das Du als Ansprache fühlt sich einfach besser an, wenn es um so emotionale und intime Themen geht. Die weibliche Form findet ihr hier oft, wenn es um die ärztliche und Hebammenbegleitung geht – einfach weil es der Realität entspricht, die ich kenne. Wenn ich von der klassischen Ersteltern-Konstellation Mama und Papa schreibe, ist jede andere Variante ob Mann-Mann, Frau-Frau oder Co- sowie Patchwork-Eltern, natürlich genauso gemeint. Es geht allein um den besseren Lesefluss.
Ich wünsche mir von Herzen, dass du nach dem Lesen das Gefühl hast, gut auf die kommenden Monate vorbereitet zu sein. Dass du gelassen bleiben kannst, wenn es mal nicht so läuft, wie du dir das immer erträumt hast. Und dass du sie trotz mancher Herausforderung immer wieder spüren kannst: die Liebe zu deinem Partner, zu deinem Baby und zu dir selbst. Denn das macht eine Familie doch aus. Oder?
Herzklopfen. Funken sprühende Freude. Der Gedanke: »Yeah, endlich!« Oder: »Oh mein Gott!
«Gefühlschaos. Und wahrscheinlich fragst du dich: Wird jetzt alles anders? Willkommen im 1. Trimester!
EIN BABY WÄCHST IN DEINEM BAUCH. IST DAS ZU FASSEN? FÜR VIELE MOMMYS-TO-BE FÜHLT SICH DIESE ERKENNTNIS AM ANFANG TOTAL SELTSAM AN …
Das ist auch nicht verwunderlich: Du siehst noch keine Kugel – und für spürbare Tritte ist das Mini-me im Bauch noch viel zu klein. Doch in dir tut sich eine Menge: Dein Körper stellt sich darauf ein, eurem Baby die besten Startbedingungen zu bieten. Du musst (fast) nichts tun. Das Meiste fügt sich von allein – wie genau, liest du ab >.
Für die Welt mag das Kinderkriegen etwas Alltägliches sein. Aber für dich fühlt es sich wahrscheinlich wie ein Wunder an. Oder so, als wärst du im falschen Film gelandet. Nicht jede Schwangere badet sofort im Glückshormonrausch, sobald sie den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält. Ich etwa saß mit dem Zwei-pinkfarbene-Striche-Stäbchen vollkommen überfordert im Bad. Lachte. Weinte. Und wusste vor lauter Herzklopfen überhaupt nicht, was ich empfinden sollte. Schwanger?!? Für mich eine verdammt große Sache.
Die kommenden Monate werden vermutlich ziemlich aufregende sein. Du darfst miterleben, wie in dir neues Leben entsteht. Ein klitzekleiner Zellklumpen wächst in rund 40 Wochen zu einem vollkommen fertigen Mini-Menschen heran. In deinem Bauch. Ist das zu glauben?
Wurdest du ungeplant oder überraschend schnell nach dem Startschuss eures Projekts »+1« schwanger, brauchst du vermutlich noch ein paar Tage, um deine Emotionen einzuordnen. Gönn dir Zeit, dich ans Mamawerden zu gewöhnen. Auch dein Partner muss sich auf die neue Situation wahrscheinlich erst einmal ein wenig einstellen. Sprecht offen miteinander über eure Gefühle. Die neue, existenzverändernde Nachricht konfrontiert Eltern in spe schließlich mit vielen Zukunftsfragen und Unsicherheiten.
In den ersten Wochen fühlte ich mich mal fantastisch, mal wie überfahren. Mir half es, mich zu nichts zu zwingen. Ist dir nach weinen, weine. Ist dir nach lachen, lache.
Wie wird sich mein Körper verändern und worauf muss ich jetzt in puncto Ernährung oder Sport achten? Was macht ein Kind mit mir, meinem Leben und unserer Partnerschaft? Werde ich eine gute Mutter sein? Wird mein Partner ein guter Vater sein? Und wie definieren wir das überhaupt? Bestimmt wirbeln dir 1000 Fragen durch den Kopf …
Auf den folgenden Seiten findest du dazu jede Menge Fakten, Inspirationen und Denkanstöße, die dir bzw. euch dabei helfen, eure ganz eigenen Antworten auf eure Fragen zu finden. Denn fürs Eltern werden gibt es kein Patentrezept. Jeder muss, darf, soll seinen eigenen Weg gehen. Die Natur hat das mit den zehn Monaten Vorbereitungszeit also schon ganz gut eingerichtet.
Sieh der Kugelzeit positiv entgegen. Sag deinem Baby immer wieder, wie sehr du es liebst. Glaub an eure schöne Zukunft als Familie und male sie dir in den buntesten Farben aus. Damit spinnst du erste zarte Bindungsbande und es hilft ein bisschen gegen eventuelle Ängste.
Was bewegt dich besonders? Sich zu sorgen oder Zweifel zu hegen ist ganz natürlich. Je konkreter du sie benennen kannst, umso leichter wird es dir gelingen, dich deinem Partner, deiner Ärztin oder deiner Hebamme anzuvertrauen und Lösungen dafür zu finden. Ja, es gibt schmerzhafte Schicksale, und wenn es so kommt, sollte es kein Tabu sein, offen darüber zu sprechen (hilfreiche Infos findest du ab >).
Was für dich und dein Baby im Bauch aber gerade viel wichtiger ist: 97 Prozent aller Kinder kommen gesund auf die Welt. Macht das nicht jede Menge Mut? Das Beste, was wir der Angst entgegensetzen können, sind Information und Hoffnung. Vertraue auf dich, deinen Körper, das Baby in dir und gestalte deine Schwangerschaft so schön wie möglich. Selbst wenn sie mit kleinen oder größeren Beschwerden einhergeht. Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu helfen oder sich helfen zu lassen. Du musst nicht alles alleine schaffen.
Wusstest du, dass jede Frau die Wahl hat, was die Vorsorgeuntersuchungen betrifft? Du kannst dich deiner Gynäkologin, einer Hebamme oder im Wechsel beiden anvertrauen. In Deutschland trägt die Krankenkasse für jede Variante die Kosten. Hast du eine seelische oder körperliche Grunderkrankung (wie Typ-1-Diabetes, Hashimoto-Thyreoiditis) oder leidest du an einer Depression oder Essstörung, gehört der entsprechende Facharzt in dein Schwangerschafts-Begleitungs-Team. Auch hier trägt die Krankenkasse die Kosten.
Sie ist die Fachfrau für die Kugel- und Babyzeit und wenn du das möchtest, begleitet sie dich von Anfang an durch diese spannenden, emotionalen Monate. Bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Ultraschall oder Pränataldiagnostik) können Hebammen die Vorsorgen genauso wie Ärzte übernehmen. Wichtig ist, dass die Chemie zwischen euch stimmt und ihr ein gutes Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen könnt.
Ich war jedenfalls sehr dankbar dafür, eine tolle Hebamme zu haben. Schon in der Schwangerschaft hat sie mir durch die Zeit mit Frühwehen geholfen und das Vertrauen in mich und unser Baby gestärkt. Deshalb lege ich dir ans Herz: Kümmere dich schon jetzt darum. Es wird immer schwerer, eine Hebamme zu finden. Besonders, wenn du dir eine Beleghebamme wünschst, die bei der Geburt im Krankenhaus dabei ist. Info und Adressen findest du ab >.
Eine digitale Notlösung bei akuten Fragen bieten Start-ups wie »Call a midwife« oder »Kinderheldin«. Die Hebammen dort können natürlich keine Ferndiagnosen stellen, aber per Telefon oder Internet-Chat Fragen professionell beantworten. Die Krankenkassen zahlen die Kosten dafür in der Regel nicht, nachfragen schadet aber nicht. Bei Beschwerden oder wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, kontaktiere bitte deine Ärztin.
Eine Doula (von »Dienerin«) ist dafür ausgebildet, sich vor, während und nach der Geburt um das emotionale und psychische Wohlergehen der werdenden Mutter zu kümmern. Sie kann eine wertvolle Begleitung sein, trägt aber keine medizinische Verantwortung und ist somit kein Ersatz für eine Hebammenbetreuung. Die Kosten für ihre Dienste müssen Frauen privat tragen. Weitere Informationen findest du auf folgenden Webseiten: doulas-in-deutschland.de, fg-bv.de, doula-info.de.
Mit jeder weiteren Woche, die vergeht, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt. Manche fühlen sich deshalb mit einem späten Outing um die zwölfte Woche am wohlsten. Auch weil sie selbst noch etwas Zeit brauchen, um sich an den Gedanken »Wir werden (noch mal) Eltern« zu gewöhnen.
Ich persönlich fand es einfach schön, unser Geheimnis ein bisschen für uns zu behalten, weil wir den Zauber und die Vorfreude so erst mal als Paar teilen konnten. Andere platzen von Anfang an vor guter Hoffnung und Freude und teilen die Nachricht sofort mit ihren Liebsten. Manchmal wird man auch ertappt: wegen starker Übelkeit, weil man plötzlich nicht mehr raucht oder Sätze sagt wie »Ich trinke heute keine Weinschorle« und »Ich mag mein Steak bitte durchgebraten«.
Ich dachte früher bei zeitigen Outings: Und was, wenn es schiefgeht? Heute sage ich: Es geht sehr viel öfter gut – und es ist ein schöner Gedanke, sich, seinem Kind und der Natur zu vertrauen. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt: Sollte es dennoch Komplikationen geben, sind die Eingeweihten für dich da und können dich/euch liebevoll auffangen.
Der gesetzliche Kündigungsschutz gilt ab dem Beginn der Schwangerschaft, unabhängig davon, ob du deine Vorgesetzten bereits ins Vertrauen gezogen hast. Wichtig ist ein frühes Bekenntnis, wenn du mit Körperflüssigkeiten, Röntgenstrahlung, Chemikalien und Putzmitteln zu tun hast. Besprich dich dazu mit deiner Ärztin oder Hebamme.
Setze dich auch zu Hause keinen scharfen Chemikalien aus. Vielleicht mag ab jetzt dein Partner euer Bad putzen oder das Katzenklo säubern? Letzteres lässt du nämlich besser bleiben wegen der Infektionsgefahr mit der für das Baby potenziell gefährlichen Toxoplasmose (>). Muss es trotzdem sein: Handschuhe benutzen und die Finger gründlich mit Seife waschen. Apropos: Regelmäßiges Händewaschen ist generell wichtig, um sich nicht unnötig mit Keimen zu infizieren.
Schnupfen, Husten, Magen-Darm: All das kann dich natürlich auch als Schwangere erwischen. Sprich am besten immer mit deiner Hebamme oder Ärztin darüber. Sie kann dir sagen, welche Hausmittel helfen, wann du deine Symptome lieber von einer Medizinerin abklären lässt und ob bzw. welche Medikamente sinnvoll sind.
Am besten hältst du immer mit deinem Arzt Rücksprache, bevor du etwas einnimmst – auch bei frei verkäuflichen Arzneimitteln. In der vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten unabhängigen App »Embryotox« bzw. auf embryotox.de kannst du Wirkstoffe und Medikamente in die Suche eingeben und erfährst, ob sie für die Schwangerschaft geeignet sind.
WAS SICH JETZT VERÄNDERT
Dein Körper schafft es beeindruckend schnell, von »normal« auf »schwanger« umzuschalten und die gewaltigen Umstellungsprozesse zu meistern. Die Psyche braucht da schon etwas mehr Zeit. Schließlich ist es gar nicht so leicht, zu realisieren, dass in rund 40 Wochen aus einer winzigen befruchteten Eizelle ein kleiner Mensch entsteht, für den du in den nächsten Jahren die Verantwortung trägst.
Genau genommen tust du das schon jetzt: Du bist das allererste Zuhause für dein Kind auf dieser Welt und stillst alle seine Bedürfnisse. Dein Stoffwechsel, dein Herz-Kreislauf-System, dein Beckenboden und dein gesamter Bewegungsapparat vollbringen in den nun kommenden kugelrunden Monaten Höchstleistungen. Lass es dir deshalb so gut wie möglich gehen. Gönn dir gesundes, leckeres Essen. Bewegung an der frischen Luft. Yoga. Ausruhzeit. Massagen. Also all das, was deinen Körper mit Endorphinen durchflutet und dir und dem Baby in dir positive Energie schenkt.
Vielleicht kommt auch das ein oder andere Zipperlein wie die berühmt-berüchtigte Gefühlsachterbahn oder Übelkeit auf dich zu. Emotionale und körperliche Aufs und Abs zu Beginn der Schwangerschaft sind völlig normal. Dein Hormonsystem wirbelt schließlich alles wild durcheinander. Manche Veränderungen fühlen sich großartig an. Andere nerven und bringen dich womöglich an deine Grenzen. Kurzum: Die Hormone beeinflussen uns in der Schwangerschaft mehr, als es der ein oder anderen lieb ist. Da ist es gut, zu wissen, was die Botenstoffe eigentlich genau mit dem Körper und der Psyche anstellen und welche Veränderungen sie bewirken.
IN DEN ERSTEN WOCHEN DEINER SCHWANGERSCHAFT FINDEN IN DEINEM KÖRPER GEWALTIGE UMAUPROZESSE STATT. KEIN WUNDER, DASS SICH DAS BEMERKBAR MACHT.
Sie spannen, wachsen, sind sensibel und bereiten sich aufs Stillen vor – unabhängig davon, ob du das später tun möchtest oder nicht. Tipp: Ein bügelloser Sport- oder Still-BH gibt Halt, ohne einzuengen.
Das Schwangerschafts-Schutzhormon Progesteron wirkt oftmals wie eine Schlaftablette. So manche Frau wird im ersten Trimester von ihrer Erschöpfung überwältigt. Andere bleiben trotzdem fit.
Die Dauerkarte für die Gefühlsachterbahn ist im Frühschwangerschaftspaket inbegriffen. Hat sich die gewaltige Hormonumstellung nach einigen Wochen eingespielt, sind die Stimmungsschwankungen wieder passé.
Nicht nur emotional, sondern auch körperlich. Um Platz fürs Baby zu schaffen, lockert sich das Gewebe und dein Becken dehnt sich aus. Selbst ohne Kugel kann es daher sein, dass schon jetzt deine Hosen nicht mehr so leicht zugehen.
Dehnen sich die Mutterbänder, die die Gebärmutter an ihrem Platz halten, kann sich das wie ein Muskelkater oder Stechen seitlich in deiner Leistengegend anfühlen. Sei unbesorgt. Das ist normal. Bist du dennoch alarmiert, besprich dich mit deiner Ärztin oder Hebamme.
