Labyrinth der Illusion - - Mikel Marz - E-Book

Labyrinth der Illusion - E-Book

Mikel Marz

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Beschreibung

Mikel Marz ist sehr dankbar, dass er dieses Buch nach Vorlage einer Mutter schreiben durfte, um auch Ihnen damit Hilfestellungen oder andere Sichtweisen bei Drogenproblemen geben zu können, denn alles wurde nach einer wahren Begebenheit geschrieben. Labyrinth der Illusion - ... einmal Hölle und zurück! Eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat und Ihnen hier nun die schwere Zeit, auch mit allem vor und danach, aufzeigen möchte. Dabei hat sie selbst noch einmal alle Schubladen aufgezogen und sich dabei auch nicht geschont, denn ihr großer Wunsch ist es, aufzuklären und nichts totzureden, denn bestimmt gibt es irgendwo vergleichbare Fälle und vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen, dass es dann nicht tödlich endet.

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Seitenzahl: 132

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Wichtiger Hinweis für den Leser:

Dieses Buch wurde von mir im Auftrag und nach Vorlage geschrieben. Ich übernehme weder eine Garantie, noch eine juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für die Nutzung dieser Informationen, für deren Wirtschaftlichkeit oder fehlerfreie Funktion für einen bestimmten Zweck. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr. Ich hafte ebenso nicht für psychische Schäden oder Konsequenzen durch weltanschauliche oder religiöse Erschütterungen.

Da keine wirklichen Namen und Orte erwähnt oder genannt wurden, kann es auch keine rechtlichen Schritte derer geben, die sich in dieser wahren Geschichte wieder erkannt haben. Ähnlichkeiten wären rein zufällig und sind rechtlich hiermit ausgeschlossen.

Das Cover wurde nach Vorlage und im Auftrag erstellt.

Jede weitere Verwendung ohne Zustimmung des Urheberrechts, welches bei mir persönlich liegt, ist unzulässig und strafbar.

1. Auflage 2014

Das Werk ist urheberrechtlich geschützt.

Liebe Leser,

seit vielen Jahren bin ich Ihnen als zertifizierter psychologischer Berater, Dozent, Erfolgscoach und Buchautor bekannt und beschäftige mich seitdem mit den Themen Depression, Mobbing, Burnout, Angst, sowie den damit oftmals verbundenen Suizidgedanken.

Gerade Ursachen und Krankheiten, die viel mit der Psyche eines Menschen zu tun haben, interessieren mich sehr und auch Drogenprobleme führen bei Betroffenen und dem gesamten Umfeld zu massiven Einschnitten in das Seelenleben.

Aus diesem Grund bin sehr dankbar, dass ich dieses Buch nach Vorlage einer Mutter schreiben durfte, um auch Ihnen damit Hilfestellungen oder andere Sichtweisen geben zu können, denn alles wurde nach einer wahren Begebenheit geschrieben. Eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat und Ihnen hier nun die schwere Zeit, auch mit allem vor und danach, aufzeigen möchte. Dabei hat sie selbst noch einmal alle Schubladen aufgezogen und sich dabei auch nicht geschont, denn ihr großer Wunsch ist es, aufzuklären und nichts tot zu reden, denn bestimmt gibt es irgendwo vergleichbare Fälle und vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen, dass es dann nicht tödlich endet.

Weitere Informationen finden Sie auch auf meiner Seite: www.mikelmarz.de

 

 

Ich wünsche Ihnen eine gute, gesunde und starke Zeit!

Herzlichst Ihr

Inhaltsverzeichnis

Vorwort:

Einführung:

Kapitel 1:

Kapitel 2:

Kapitel 3:

Kapitel 4:

Kapitel 5:

Kapitel 6:

Kapitel 7:

Kapitel 8:

Kapitel 9:

Kapitel 10:

Kapitel 11:

Kapitel 12:

Nachtrag:

Vorwort:

Das ist die traurige und dramatische Erzählung über die Drogenprobleme eines jungen Mannes, das Leben davor, mit den Drogen und das Leben danach, geschildert von einer Frau und Mutter, die in dieser Geschichte einfach nur Tina genannt werden möchte und nur darauf zielt, anderen Betroffenen mit ihren Erlebnissen zu helfen. Vielleicht sind es gerade diese Erfahrungen, die einem anderen Menschen das Leben retten können, wenn man derartige Hilfestellungen dazu bekommt und dann versteht, wie man mit drogenabhängigen Menschen umgehen sollte oder kann.

Tina ist seit 2005 Lebensberaterin und steht seitdem täglich anderen Menschen hilfreich zur Seite. Sie lebt mit ihrem zweiten Sohn Marko zusammen und möchte durch ihre eigenen Erfahrungen und dieses Buch manche Eltern wachrütteln, dass sie nicht wegschauen und zu ihren Kindern stehen sollen. Egal wie hart die Zeit auch sein mag – Gemeinsam sind wir stark!

Das Leben ist so schnelllebig geworden, heutzutage gehören Drogen, Alkohol schon zum normalen Alltag. Fast täglich kommen neue Drogen auf den Markt, die Menschen dann noch schneller süchtiger und abhäniger machen und womit Abhängige dem Tod immer schneller ins Auge schauen.

Für sie war nicht wichtig, wer dieses Buch schreibt und wie es letztendlich geschrieben werden würde, sondern es zählte nur der unbändige Wille von und in ihr, dass es geschrieben wird, um vielen anderen Menschen vielleicht zu helfen und die Augen öffnen zu können, damit sie mit diesem Thema besser umzugehen lernen.

Es war für Tina schon schwer genug, denn in ihr kam jeder einzelne Tag und jedes noch so kleine Ereignis wieder hoch und sie musste diese ganze Zeit mit den unzähligen Qualen noch einmal völlig durchleben, aber es war für sie wichtig, dass diese Geschichte explizit so geschrieben wird, wie Daniels Leben verlief.

Gleichzeitig widmet sie dieses Buch

- ihrem verstorbenen Sohn Daniel...

- ihrem Sohn Marko, ohne den sie das alles nicht geschafft hätte zu überstehen und dem sie für alles unendlich dankbar ist...

- ihrer Mama, die trotz Krankheit immer da war und immer geholfen hat, wo sie nur konnte und der sie hiermit noch einmal von ganzem Herzen her dankt...

- ihrer Freundin Mel, die ihr eine große Hilfe war und die immer für sie da war, vor allen in den schwersten Stunden, wo Tina fast durchgedreht wäre....

- all denen, die durch Drogen ihr Leben verloren haben....

- all den Eltern und Betroffenen, die den gleichen schmerzhaften Weg gehen mussten...

- Sunny, die sie in der schweren Zeit unterstützt hat und mit Rat und Tat zur Seite stand (sie wird mit den Karten auch noch am Ende dieses Buches erwähnt)

- Mel Black, die das Cover mitentworfen hat

- Mikel Marz, der dieses Buch für sie geschrieben und veröffentlicht hat...

Danke an Euch alle!

Einführung:

Steh nicht an meinem Grab, trauere nicht.

Ich bin nicht dort drin. Ich schlafe nicht.

Ich bin die tausend Winde, die wehen.

Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.

Ich bin das Sonnenlicht auf dem reifen Getreide.

Ich bin der sanfte Herbstregen.

Steh nicht an meinem Grab, weine nicht.

Ich bin nicht dort drin. Ich schlafe nicht.

Indianisches Gebet für einen Verstorbenen

Das ist die wahre Geschichte über Daniel, der einen äußerst harten Weg durch den Sumpf der Drogen ging und für ein Jahr und fünf Monate wieder auf dem richtigen Weg war.

Am 05.09.2009 fand man ihn morgens um sechs Uhr leblos in seinem Bett.

Nachdem Daniel dann durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde und man keinerlei Fremdeinwirkung durch Drogen, Alkohol oder Tabletten feststellen konnte, wurde als Todesursache Herz-Kreislauf-Versagen festgestellt, Wäre durch Tina eine Obduktion veranlasst worden, wüsste man vielleicht sicherlich noch näheres, somit blieb die eigentliche Ursache ergebnislos, bzw. unbekannt und es wäre auch möglich gewesen, dass eine verschleppte Grippe zum Tode geführt hat. Allerdings hatte man das schlicht und einfach vergessen, es der Mutter zu sagen.

Tina war sich jedoch sicher, dass der jahrelange Drogenkonsum das Herz ihres Sohnes erheblich geschädigt hatte, auch wenn sie das sicher nicht beweisen konnte und nun mit vielen Fragezeichen im Kopf weiterleben musste.

Deshalb kann sie auch nur jedem Menschen, der den Weg aus dem Drogensumpf geschafft hat raten, eine Untersuchung am Herzen vornehmen zu lassen.

Vielleicht würde Daniel dann noch leben, wenn man zu einem früheren Zeitpunkt richtig danach geschaut hätte.

Bei Daniel fing alles mit kiffen an ...

Kapitel 1:

Als Daniel am 09.02.1987 geboren wurde, konnte logischerweise noch keiner erkennen, welchen schicksalhaften Weg er in seinem Leben mal gehen würde.

Alles war so, wie es sein sollte, eine ganz normale Geburt, wobei es der kleine Mann ziemlich eilig hatte, das Licht der Welt zu erblicken.

Nun war Daniel also da und niemand wusste damals, wie stark die Eigenschaften eines Sternzeichens dann doch Einfluss auf ein Leben haben können.

Im Nachhinein weiß man natürlich immer alles besser, denn Tina selbst, ihr verstorbener Vater, sowie eine Schwester hatten die Eigenschaften eines Wassermannes, bei denen eines immer wieder auffiel, Labilität!

Labilität, deren Synonyme im Duden für Zartheit, Anfälligkeit, Kraftlosigkeit und Schwäche stehen, verbindet nicht selten auch die Sucht bei diesen Sternzeichen.

Tinas Vater war Alkoholiker und hatte seine Sucht leider nie überwunden. So wie viele an seiner Stelle, sah er die eigentlichen Probleme nicht und wollte vieles auch nicht sehen, bis er eines Tages dann von der Mutter verlassen wurde. Doch auch hier hatte Tina schon im Vorfeld alles versucht und unzählige Male mit ihrem Vater über die Probleme geredet und was für sie noch schlimmer war, auch immer wieder den vielen Versprechungen vertraut.

Sicherlich muss man an dieser Stelle anmerken, dass Suchtkranke immer viele Versprechungen machen und diese nur sehr schwer und leider auch nur selten einhalten können. Da sind sich dann auch alle Sternzeichen gleich, denn eine Sucht hat die Menschen so sehr im Griff, dass sie oft nicht mehr sie selber sind.

Labilität bedeutet aber auch, dass man sich manche Dinge leider angewöhnt hat und man später dann nur sehr schwer davon los kommt, einfach weil meist der nötige Wille fehlt.

Tina selbst wusste das auch und kam von ihren Zigaretten schon lange nicht mehr los. Da es ja nun erwiesenermaßen keine wirkliche Nikotinsucht gibt, sondern Rauchen schon immer eine schlechte Angewohnheit war und ist, konnte auch sie nicht mehr damit aufhören.

Dazu kamen dann noch die Erfahrungen und Erlebnisse mit ihrer Schwester, die auch lange Zeit Drogen- und Alkoholprobleme hatte, es aber dann nach einigen Rückfällen geschafft hat, auf einem guten Weg zu bleiben und nun mehr schon seit über zehn Jahren auch clean ist.

Einerseits könnte man jetzt sagen, alles lag schon in der Familie, da musste ja dann alles auch so kommen, aber das Leben zeigt uns leider immer wieder deutlich, dass es labile Menschen häufig viel schwerer haben und diese dann auch Süchten und Unarten schneller verfallen. Dazu kommt dann natürlich auch noch der Freundeskreis, der soziale Umgang und mit wem man täglich oder regelmäßig etwas unternimmt.

Das, was alle machen oder was labile Menschen dann vorgelebt bekommen, das nehmen sie natürlich auch für sich selbst an.

So war es schließlich auch bei Daniel, denn auch aus seinem Freundeskreis waren einige schon einer Sucht verfallen und Süchte gibt es bekanntlich sehr viele.

Doch dazu später mehr....

Als Daniel knapp zwei Jahre alt war, trennte sich Tina von ihrem Mann, der Daniel als seinen Sohn anerkannt hatte, da der leibliche Vater inzwischen nach Amerika gegangen war und nicht mehr greifbar war.

Danach verliefen die Jahre von Daniel eigentlich ganz normal und wahrscheinlich so, wie wohl bei allen Kindern in seiner Umgebung. Er selbst war ein sehr aufgeweckter und lebhafter Junge, der stets mit seiner Freundlichkeit und seinem Lächeln jeden ansteckte und den jeder gern hatte.

Man konnte bei ihm wirklich nicht die geringsten Auffälligkeiten bemerken, dass Daniel ein Scheidungs- oder Trennungskind war. Für Tina selbst waren das nur gesellschaftliche Vorurteile, dass solche Kinder angeblich anders sein sollten.

Schließlich gibt es diese Trennungskinder in allen erdenklichen Schichten und es wäre viel zu vermessen zu sagen, dass diese Kinder dann auch alle automatisch auf der schiefen Bahn landen.

Daniel war allseits beliebt, hatte stets viele Freunde und war auch immer für alle da. War er zuhause, klingelte ununterbrochen das Telefon oder es schellte an der Haustür.

Als Daniel fünf Jahre alt war, lernte Tina einen neuen Mann kennen, Kosta, mit dem sich Daniel von Anfang an wirklich super verstand.

Drei Jahre später wurde dann das Glück perfekt und Marko wurde geboren. Allerdings wurde dadurch die Wohnung dann doch erheblich zu klein und sie entschlossen sich, die gewohnte Umgebung zu verlassen und dort hinzuziehen, wo Kosta bereits arbeitete.

Das gefiel Daniel anfangs natürlich überhaupt nicht, was allerdings ganz normal und verständlich ist, denn in solch einem Alter haben auch die kleinsten schon ihre Freunde.

Es dauerte aber nicht lange und auch Daniel hatte sich eingelebt und neue Freunde gefunden.

Kosta sah die beiden Kinder als seine eigenen an und machte keinerlei Unterschiede zwischen den beiden, was Tina sehr schätze, denn auch das ist leider nicht immer so im Leben. Leider zerbrach diese Beziehung dann aber doch und was folgte war die Trennung. Kosta war aber dennoch stets für seine beide Jungen da, egal wann und was war und welcher der beiden seine Hilfe brauchte.

Daniels Vater kümmerte sich gar nicht um seinen Sohn und irgendwann war das Daniel dann auch egal, denn er hatte ja Kosta, der ihm immer ein Vatergefühl gab.

Daniel war inzwischen zwölf Jahre, als Tina mit Peter, ihrem zweiten Mann zusammen kam. Er war von Beruf ein typischer Fernfahrer, der nur an den Wochenenden zu Hause war und wodurch sich keine richtige und enge Beziehung zu den Kindern aufbauen konnte. Somit war Kosta weiterhin in seiner Vaterrolle sehr wichtig für Daniel, mit dem er weiterhin einen regelmäßigen engen Kontakt hielt.

Daniel war nun vierzehn Jahre alt, interessierte sich wie viele andere in seinem Alter für Sport und Musik und zockte gelegentlich irgendwelche PC-Spiele. In seiner neuen Umgebung änderte sich nichts und alles lief so ab wie immer. Er war ständig mit Freunden unterwegs und die Welt schien in Ordnung zu sein, bis er dann in eine Gruppe von Jugendlichen kam, die schon rauchten und teilweise auch kifften.

Er selbst wollte natürlich auch nie dumm dastehen und hatte schon immer das Gefühl, bei allem dabei sein zu müssen. Von daher brauchte man auch nicht lange, bis man ihn dazu überredet hatte, einen Joint zu rauchen. Im Gegenteil, er fand das, wie auch alle anderen Jugendlichen, einfach cool.

Plötzlich war alles so leicht, alles fühlte sich gut an, es gab keinen Stress mehr in der Schule oder zuhause, weil man mal wieder zu spät nach Hause gekommen war, nein, es war alles leicht und der Konsum von diesen Joints erhöhte sich.

Bis Tina dahinter kam, dauerte es eine ganze Weile, was wohl mit vielen Müttern heutzutage absolut vergleichbar ist, schließlich sind viele berufstätig und kommen dann teilweise auch erst spät abends nach Hause.

Eines Abends sprach sie ihn dann aber auf sein seltsames und verändertes Verhalten an, worauf Daniel aber alles abstritt und seiner Mutter vorwarf, sie würde sich da etwas einbilden, denn da wäre wirklich nichts.

Tina hingegen beobachtete ihren Sohn noch mehr und war überzeugt davon, dass Daniel etwas rauchen würde. Ständig hatte er nur noch rote Augen und seine Pupillen waren auffallend klein.

Wenn sie ihn dann darauf ansprach, bekam sie immer nur zu hören, dass er schlecht geschlafen hätte. Überhaupt ging er den Gesprächen mit seiner Mutter lieber aus dem Weg oder hatte unendlich viele Ausreden auf Lager.

Doch was sollte sie in dieser Situation machen? Beweisen konnte sie nichts und so hakte sie halt immer und immer wieder nach und sprach Daniel noch mehr darauf an. Dabei wurde er immer laut und sauer, aber es dabei zu belassen und aufgeben, das wollte Tina ganz sicher nicht.

Sie nahm seine ganzen überzogenen Reaktionen in Kauf und bohrte ständig weiter, bis er irgendwann zugab, gelegentlich etwas zu rauchen.

Tina bat daraufhin ihren Sohn, sich von der Clique zu trennen und sich neue Freunde zu suchen, doch leider ohne Erfolg.

Es änderte sich leider nichts, ganz im Gegenteil, denn Daniel kiffte nun noch mehr. Er hatte ja, gegenüber seiner Mutter, die Katze aus dem Sack gelassen, was auch irgendwie befreiend wirkte und fand das nun noch cooler, sich dabei so leicht und frei fühlen zu können.

Lange Gespräche, in denen Tina immer wieder verzweifelt versuchte, ihrem Sohn die bekannten Folgen aufzumalen, brachten und führten zu nichts. Immer wieder versicherte Daniel, dass er es nie soweit kommen lassen würde und sie sich, zumal er selbst eine riesen Angst vor Spritzen hatte, auch keine Sorgen machen müsste. Er selbst wirkte dabei auch überzeugend und erklärte, dass in seiner Clique alle nur kiffen würden und keiner von ihnen etwas härteres zu sich nehmen würde.

Bestimmt war es zu dieser Zeit auch die völlige und ehrliche Überzeugung von Daniel selbst, aber leider ändern sich auch Zeiten und Überzeugungen.

Tina war und blieb machtlos. Was sollte sie auch anderes tun? Sie war mit diesen Problemen allein, denn Daniels Vater brauchte sie nicht um Hilfe bitten, der kümmerte sich ja schon lange nicht mehr um seinen eigenen Sohn und Kosta konnta da leider auch nichts ausrichten.

Vielleicht hätte man es probieren müssen, aber das sind und bleiben im Nachhinein nur spekulative Gedanken.

Daniel hatte seinen eigenen Kopf und veränderte sich mit siebzehn Jahren immer mehr. Immer öfter war er verschlossen und zog sich zurück.

Für Tina eine sehr emotionale Zeit, denn sie sah mit ihren eigenen Augen, wie sich ihr Sohn immer mehr veränderte und wusste genau, dass es nicht nur durch das Kiffen kommen konnte.