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Milchzucker oder auch Laktose wird für immer mehr Menschen zur Unverträglichkeit. Nur merken es viele nicht und wundern sich über immer wiederkehrende Symptome. Zwischen 10 bis 15 % der Bevölkerung leidet mittlerweile an der Laktoseintoleranz und es werden immer mehr. Für manche ist es schon eine große Umstellung wenn die Diagnose lautet, laktoseintolerant und man stellt sich die Frage: Was darf ich eigentlich noch essen? Die Antwort hat dieser Ratgeber, dass trotz Ernährungsumstellung gut gegessen werden kann und sogar ganz laktosefrei. Dieser Ratgeber soll eine kleine Hilfe sein bei der Nahrungsumstellung und Tipps geben beim täglichen Einkauf.
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Seitenzahl: 57
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Sascha Arnoldt
Laktoseintolerant, na und?!
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Ich stelle mich vor
Was ist Laktoseintolerant?
Wie wirken sich die Symptome aus?
Woran merke ich die Laktoseintoleranz und wie wird sie festgestellt?
Ernährungsberatung und Umstellung
Supermarkt/Hersteller
Das Fantasieeinkaufen
Das Reizdarmsyndrom
Rezeptbeispiele Brokkoli – Reispfanne mit Hähnchenbrustfilet
Eierpfannkuchen
Gestürzter Apfelkuchen für eine Springform/Backblech
Hefeteigpizza für 2-4 Personen
Pizzabrötchen für 2 Personen
Tassenkuchen
Wespennester (Kekse) Die Kekse eignen sich gut zur Weihnachtszeit.
Nudeln mit einer Kräutertomatensoße
Impressum neobooks
Liebe Leserin und lieber Leser,
mein Name ist Sascha Arnoldt und ich bin seit 2004 Laktoseintolerant. Über 10 Jahre Erfahrung und Umstellung möchte ich in diesem Ratgeber weitergeben an diejenigen, die ebenfalls aktuell mit der Diagnose leben müssen. Ich habe jetzt nicht Medizin studiert; ich bin Fachkraft für Lagerlogistik und bin in diesem Beruf ausgebildet worden. Dennoch hat mich die Laktoseintolleranz im Leben begleitet und wird mich mein ganzes Leben begleiten. Ich habe in meinem Beruf mit medizinischen Produkten zu tun, besonders der Stomabereich ist das Hauptprodukt in dem Unternehmen wo ich arbeite. In diesem Ratgeber habe ich meine Erfahrung mit der Laktoseintoleranz festgehalten, um Menschen einige Tipps zu geben, die neu mit der Laktoseintolleranz umgehen müssen. In den einzelnen Kapiteln möchte ich, dass Sie sich mit der Laktoseintoleranz etwas vertraut machen. Ich hoffe Ihnen damit etwas Unterstützung zu bieten, und vielleicht kann ich Ihnen helfen mit der Umstellung etwas leichter umzugehen. Ich kann heute noch nachvollziehen wenn die Diagnose lautet: „Laktoseintolerant“. Man muss auf sehr vieles achten, da vieles mit Milch gemacht wird. Aber auch die Laktose (Milchzucker) selber wird viel als Zutat verwendet! Sie werden dennoch mit der Zeit feststellen, wie vielseitig die Auswahl an Ernährung sein kann, die keine Laktose oder Milchprodukte enthält und ist zu dem auch nicht so teuer. Ein bisschen Kreativität Ihrerseits gehört natürlich auch dazu. Dieser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, den Einstieg in die Laktoseintoleranz leichter zu machen. Ich kenne die Symptome und diese können einen schon richtig ausbremsen. Mit der Zeit werden Sie merken, wie einfach das ist. Es gibt ja noch eine kleine Hilfe aus der Apotheke. Aber das werde ich in den einzelnen Kapiteln genauer erläutern. Zuerst mache ich Sie mit der Diagnose Laktoseintolerant vertraut und erläutere im folgenden Kapitel was das eigentlich ist.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim lesen und viel Kraft bei der Umstellung.
Herzlichst Ihr Sascha Arnoldt
Zunächst möchte ich Ihnen den Unterschied zwischen einer Intoleranz und einer Allergie erläutern. Denn da gibt es unterschiede! Wird von einer Allergie gesprochen, so handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems im Körper. Das passiert dann bei bestimmten Stoffen, die der Körper schnell abwehren möchte. In Nahrungsmitteln kommt es manchmal vor bei: Nüsse; Fisch; Eier oder rohes Gemüse – und Obstsorten, die dann vom Körper, so zu sagen, als Gefahr erkannt werden. Der Körper schüttet dann Antikörper aus, die sich dann an die Zellen binden und so folgende Reaktionen auslösen können, wie zum Beispiel: Rötungen; Juckreiz; Verlust der Stimme in Verbindung mit Halskratzen; Schwellungen der Schleimhäute oder gar Atemnot. Eine Allergie kann irgendwann von alleine wieder weg gehen oder sie kann mit Hilfe eines Heilpraktikers oder Hautarztes behandelt werden. Der Körper wird dann langsam wieder daran gewöhnt, bzw. ihm wird beigebracht: ‚Dieser Apfel ist keine Gefahr!’ Bei einer Intoleranz schüttet das Immunsystem keine Antikörper aus, wie bei einer Allergie, sondern im Körper befinden sich so genannte „Enzyme“, die bestimmte Stoffe in den Nahrungsmitteln spalten, damit der Körper diese dann aufnehmen kann. Produziert der Körper wenig oder keine Enzyme mehr, so können bestimmte Stoffe in der Nahung nicht mehr gespalten werden. Der Körper kann die Stoffe wenig oder gar nicht aufnehmen, folglich kommt es dann zu unerwünschten Symptomen. Dann spricht man von einer „Intoleranz“. Auch der Milchzucker (Laktose) muss vom Körper mit einem bestimmten Enzym (Laktase) auf gespalten werden. Funktioniert dieses nicht, wird von einer „Laktoseintoleranz“ gesprochen. Die Laktoseintoleranz bleibt ein Leben lang! Laktoseintoleranz wird auch „Milchzuckerunverträglichkeit“ genannt. Jede Milch, die wir kennen wird von, ich sage mal, Lebewesen gewonnen. Das bekannteste ist ja die Kuhmilch, die wir Deutschen ja am meisten konsumieren! Das heißt im Klartext, Milch ist ein „Naturprodukt“, was von weiblichen Säugetieren stammt. Genau in dieser Milch ist der so genannte Milchzucker (Laktose) vorhanden. Der Milchzucker besteht aus zwei Zuckerarten, die miteinander verbunden sind. In der Chemie bezeichnet man dieses als ein „Molekül“. Die zwei Zuckerarten sind „Galaktose“ und „Glukose“. Der Milchzucker ist nun auch ein Naturprodukt und ist deswegen in sehr vielen Nahrungsmitteln vorhanden. Aber es werden noch andere Zuckerarten in Nahrungsmitteln zu finden sein, die eigentlich nicht unbedingt da rein gehören. Sie brauchen sich nur die Zutatenliste mancher Produkte durchlesen und Sie werden feststellen, das nicht nur Milchzucker vorhanden ist, sondern auch der normale Zucker oder andere Zuckerarten, die in großen Mengen ungesund sein können. Der Milchzucker ist zu 100% in allen Milchprodukten zu finden. Sogar die Muttermilch des Menschen beinhaltet Milchzucker. In der Milch ist alles drin, was das Baby braucht um gut zu verdauen, und dass das Immunsystem gestärkt wird. Ein Kleinkind kann dann schon andere Nahrungsmittel zu sich nehmen. Der Magen ist für die Versetzung der Nahrung zuständig. Und schiebt den zersetzten Nahrungsbrei in den Zwölffingerdarm. Der Zwölffingerdarm ist die Zentrale für die Enzyme. Er produziert, mit Hilfe der Bauchspeicheldrüse und zum Teil mit der Gallenblase für den Nahrungsbrei eine Menge Enzyme und schiebt diesen nun in den Dünndarm. Die Enzyme sorgen für die optimale Spaltung der zusammengesetzten Moleküle im Nahrungsbrei. Der Dünndarm hat nun die Aufgabe, die in den Nahrungsbrei enthaltenden zusammengesetzten Moleküle/Stoffe zu spalten und über die Darmzotten aufzunehmen. Genau das passiert auch mit dem Milchzucker. Der Zwölffingerdarm produziert / bekommt das Enzym „Laktase“.
