Lass uns heute etwas tun - Georg Eck - E-Book

Lass uns heute etwas tun E-Book

Georg Eck

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Beschreibung

Jack lebt in Europa, ist ständig unterwegs und begleitet Projekte in der WIRTSCHAFT und BILDUNG. »2020 war ein verrücktes Jahr, der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Vieles hat sich seitdem geändert.« Bisher gingen gravierende Veränderungen oft mit einer Revolution einher. Mit dem Jahr 2021 brach ein neues Jahrzehnt an, und es folgte eine Transformation nach der anderen, bis im Jahr 2030 die kleine Lena, die von ihrem Bruder schon einiges gelernt hat, auf Jack trifft. Sie erfährt, wie es zu dem Wandel kam. Die BIG TEN im neuen Jahrzehnt bis 2030.

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Seitenzahl: 66

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Jack lebt in Europa, ist ständig unterwegs und begleitet Projekte in der WIRTSCHAFT und BILDUNG. »2020 war ein verrücktes Jahr, der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Vieles hat sich seitdem geändert.«

Bisher gingen gravierende Veränderungen oft mit einer Revolution einher. Mit dem Jahr 2021 brach ein neues Jahrzehnt an, und es folgte eine Transformation nach der anderen, bis im Jahr 2030 die kleine Lena, die von ihrem Bruder schon einiges gelernt hat, auf Jack trifft. Sie erfährt, wie es zu dem Wandel kam.

* * *

Georg Eck, geboren 1961 in Nürnberg | Vater von drei Kindern | Coach & Architekt für Kommunikation und Digitalisierung | Schule-im-Aufbruch Begleiter seit 2013.

#fit4future #zukunftgestalten #Achtsamkeit #Veränderung #Transformation #Zuversicht #Mut #Potentialentfaltung #Wertschätzung #Haltung #seiDirgut #FreiDay

Kontaktiere Georg:

www.georgeck.com

»Lernen, die Welt zu verändern.«

(Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission)

(Margret Rasfeld, Initiatorin Frei Day)

* * *

Inhaltsverzeichnis

Ein paar Monate später

Station 1

Station 2

Station 3

Station 4

Station 5

Station 6

Silvester 2021

Anhang

Es ist ein sonniger Tag irgendwann

Anfang 2021. Seit Tagen bleibt der Schnee liegen und es wird kälter. Die Sonne ist nun wieder öfters zu sehen und bei den Spaziergängen stärker zu spüren. Jack Simon plant eine Zugfahrt von Nürnberg nach Wien. Noch sitzt er am Schreibtisch und feilt an seinem Vortrag, den er am großen, runden Tisch der UNESCO-Kommission in Wien halten wird.

Seit Jahren geht Jack viel durch den Kopf. Er trifft Menschen in Bildung, Wirtschaft und Sozialwesen, fragt sich immer wieder: ‹Haben wir eine Aufgabe im Leben? Wenn ja, kennen wir diese?›

Früher war Jack Geschäftsführer einer Firma. Seit er alles verkauft hat, konzentriert er sich auf Themen, die in unserem Leben von Anfang an Bedeutung haben, aber manchmal sind uns die Aufgaben nicht bekannt, wir entdecken sie erst im Laufe der Zeit. Heute spricht man in der Bildung von den vier Säulen der UNESCO: Lernen, Wissen zu erwerben, Lernen zusammenzuleben, Lernen zu handeln, und Lernen zu sein. Sie sind wie ein Fundament für ein Dach – wie über unserem Leben, denn Lernen findet ständig statt.

Wir sind nicht allein auf dieser Erde. Aktuell (Stand: Anfang 2021) sind wir 7,8 Milliarden Menschen, die gemeinsam eine Verantwortung tragen, für sich selbst, für ihre Nächsten, für diese EINE Erde und den Kosmos – unsere Milchstraße, in der wir leben.

Jack ist Segler und verfolgt seit Tagen die Segelregatta Vendée Globe 2020/21. Mit dabei Boris Herrmann, ein Deutscher, der mit dem Team Malizia dazu beiträgt, dass Bildung und Wissenschaft sich sichtbar verbinden. Vielleicht ist die Bildung der Schlüssel für mehr Bewusstsein, dass alles miteinander verbunden ist und es wichtig ist, wie und was wir lernen.

‹Immer wenn etwas auf der Erde und im Leben linear wächst, gibt es einen Punkt, ab dem wird es möglicherweise schädlich. Es muss einem oder der Gesellschaft bewusst werden, und zwar einigermaßen gleichzeitig, um einen Wandel erfolgreich anzugehen. In der Krise 2020 war das in vielen Bereichen sichtbarer als je zuvor. Der nötige Wandel wartet jetzt auf die Führung, die attraktiv und mit mehr Faszination mit uns die Zukunft gestalten wird› schreibt Jack zu seinen Notizen, die er für ein späteres Buch sammelt.

Jack denkt nach, sieht durch das Fenster seines Büros, die Sonne ist verschwunden und es schneit heftig. Die Gedanken kreisen weiter im Kopf wie die Schneeflocken zwischen den Bäumen, die tanzend zu Boden fallen. ‹Alle sind wir in eine Familie und in eine Gesellschaft hineingeboren worden. Wir konnten uns das nicht aussuchen. Man sagt, alte Seelen haben mehr Bewusstsein, sie sehen die wirklich wichtigen Aufgaben und können andere mitnehmen, anstiften und begeistern. Vielleicht können diese die verschiedenen Transformationen durch Inspiration beginnen und zum Erfolg führen. Wie können wir unterscheiden, ob es Seelen sind, die Unruhe stiften, den falschen Weg einschlagen?›

Mittlerweile ist draußen alles weiß. Keine Spuren sind mehr zu sehen. Der Schneefall lässt nach. ‹Boris Herrmann mit seiner Frau Birte und dem Team Malizia ist es gelungen, viele Menschen über das Segeln mit der Seaexplorer zu begeistern. Auf der einen Seite das Abenteuer, die faszinierenden Bilder, auf der anderen Seite Berichte über die wissenschaftlichen Aspekte und die Messungen. Die Ozeane bedecken 71 % der Fläche unserer Erde. Mehr als 70 % des Sauerstoffs erhalten wir aus den Ozeanen und wir wissen nicht, wie viel CO2 im Wasser gebunden ist. Das wurde auf fast 50.000 km rund um den Erdball gemessen und die Daten an das Max-Planck-Institut übergeben. Vielleicht braucht es mehr Begeisterung, sogenannte Transfereffekte, um mehr Bewusstsein zu schaffen, dann werden mehr Menschen die Aktionen für den Klimawandel sehen, nachfragen und hinterfragen.

Das ist ein gutes Stichwort: Transfereffekte. Den Begriff kenne ich einerseits aus der Schulzeit. Musik hat solche Effekte auf das Lernen, oder sich mit der Natur auseinanderzusetzen hat Effekte auf die Verantwortung. Einen anderen Transfereffekt benötigt man, wenn man heute das Smartphone als Ein- und Ausgabegerät für jede Kommunikation einsetzen möchte statt Papier. Wieder andere Transfereffekte sind nötig, wenn wir von der Verbrennung fossiler Stoffe wegkommen und trotzdem mobil bleiben wollen.›

In dem Moment vibriert das Smartphone und Jack bekommt die Bestätigung von der Kongressleitung aus Wien für seine Teilnahme. Jack nimmt wieder sein Tablet, auf dem er die Gedanken notiert hat, wechselt die Anwendung und bestellt die Tickets bei der Bahn.

Ein paar Monate später

Jack packt seinen kleinen Koffer mit Außentasche für das digitale Equipment und bucht E-Scooter, Fahrrad und die U-Bahn in einer mobilen App, um schnell und umweltbewusst zum Hauptbahnhof zu kommen. Der naheliegende Fluss fließt bedächtig durch eine grüne Landschaft, mitten in der Stadt. Die Bäume, die Wiesen und Sträucher sind die Lunge für eine Stadt.

Seit Jahren reist Jack mit der Bahn, denn die Nachhaltigkeit und der Klimaschutz werden damit mehr beachtet. Man kann auch sehr gut arbeiten oder kommt mit verschiedensten Menschen ins Gespräch, erfährt deren Haltung zu den aktuellen Themen und bekommt wertvolle Impulse. Es ist ein sehr lebensnahes Reisen.

Jack erinnert sich an die letzte Zugfahrt von Nürnberg nach Hannover. Mit ihm im Abteil saß eine attraktive junge Dame, die eindrucksvoll ausführte, wie die Globalisierung den Populismus befeuert. ‹Sie hieß Susanne Lind und arbeitete bei einem Wissenschaftsmagazin. Was sie sagte, war mir bisher gar nicht so bewusst gewesen. Ich fand eine globalisierte Welt immer großartig, aber sie konnte mich überzeugen, dass die Globalisierung vieles gleich macht und damit Angst erzeugt. Das Ergebnis ist, dass nicht mehr mutig die Zukunft gestaltet wird, denn viele wollen eher zurück in vergangene Zeiten. Das nutzen Populisten für ihre Argumentationen, aber nur wenn die Zukunftsorientierten weniger sichtbar und weniger mutig sind.›

Jetzt fährt Jack mit der U-Bahn in die Station Hauptbahnhof ein, während eine freundliche Stimme die kommende Haltestelle erneut verkündet und sich gleichzeitig die Türen öffnen. Jack zieht seinen kleinen Rollkoffer hinter sich her, steigt aus dem Wagen und steuert die Rolltreppe zum Ausgang an.

Im Erdgeschoss des Bahnhofs herrscht reges Treiben. Durchsagen und Stimmengewirr von Menschen um ihn herum. Einige stehen vor der großen Anzeigetafel, kontrollieren mit ihrem Ticket auf Papier oder dem Smartphone die Zeiten, den Bahnsteig oder andere Informationen. Die meisten gehen rasch weiter. So auch Jack, sein Zug soll pünktlich sein und er geht langsam zu den Bahnsteigen, auch wenn er noch mehr als 20 Minuten Zeit hat.

Jack ist gedanklich schon am Ziel. ‹In Wien wollen wir uns weltweit vernetzen und vielleicht einige Leuchttürme, Erfolgsgeschichten der Global Goals, öffentlich zum Leuchten bringen. Nicht alle werden anreisen, viele werden online mit am runden Tisch sitzen, aber wichtig ist, dass wir weltweit dazu bereit sind. Es sieht danach aus. Ich bin gespannt.›