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Vordringlich befasst sich die Arbeit mit Einzelfalldarstellungen von Ghettobewohnern während der NS-Gewaltherrschaft. Quelle dieser seltenen Schilderungen aus dem Innenleben der Ghettos sind die Einlassungen der Betroffenen im Zuge der Beantragung einer sog. Ghettorente bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. Detailliert geben die Antragsteller Auskunft über ihre schwierigen Lebensverhältnisse. Vervollständigt wird die Abhandlung durch eine knappe Darstellung des verwaltungsrechtlichen und juristischen Verfahrens rund um das ZRBG.
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Michael Tycher
Leben und Arbeiten im NS-Ghetto
Einzelfälle aus den Akten der Deutschen Rentenversicherung Bund nach dem ZRBG
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Inhaltsverzeichnis
Titel
1. Hintergrund: Die Akten der Deutsche Rentenversicherung Bund (ehemals BfA)
2. Die Situation bis 2009: Das Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto (ZRBG) und die Rentenversicherungstr
3. Fragebogen für Versicherte zum Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto (ZRBG)
4. Einzelfälle
5. Die rechtliche Lage nach 2009
6. Schlussbetrachtung
7. Literatur
Impressum neobooks
Die Deutsche Rentenversicherung Bund (ehemals BfA) mit Sitz der Hauptverwaltung in Berlin und faktischer Rechtsnachfolger der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte (RfA) besteht seit 2013 60 Jahre. Mit den ehemaligen Landesversicherungsanstalten für Arbeiter (LVA) und der Bundesknappschaft verwaltet die Deutschen Rentenversicherung Bund als Spitzenorganisation der Deutschen Rentenversicherung derzeit die Rentenangelegenheiten von mehr als 50 Millionen Versicherten und Rentnern in Deutschland und im Ausland lebender Rentenberechtigter. Ferner agiert sie als Abwicklungspartner für mehrere Millionen Arbeitgeber, die die gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge für die Rentenversicherung abführen. Ihre Hauptaufgabe nach dem Sechsten Buch des Sozialgesetzbuchs ist die Berechnung und Zahlung von Renten und in der Durchführung von Leistungen zur Rehabilitation. Die Beschäftigten widmen sich an verschiedenen Standorten in Deutschland dieser Aufgabe und verwalten etwa 25 Millionen Renten. Der Haushaltsansatz im Jahre 2013 wird ca. 135 Milliarden Euro betragen, wovon 116 Milliarden Euro für ausgezahlte Renten veranschlagt werden.
Das Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto (ZRBG) vom 20.06.2002 ist die legislative Konsequenz zweier Urteile des Bundessozialgerichts (BSG) aus dem Jahre 1997 (Urteile des BSG vom 18.06.1997, Aktenzeichen 5 RJ 66/95 und 5 RJ 68/95). Bis zu diesen Entscheidungen wurde die im Ghetto geleistete Arbeit nur in Ausnahmen als Beitragszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt. Da 1997 bereits mehrere hundert Verfahren bei verschiedenen Sozialgerichten anhängig waren, wurden die Entscheidungen von den deutschen Rentenversicherern mit Spannung erwartet.
