Leck mich! - Sinnlich - Sarah Jenkins - E-Book

Leck mich! - Sinnlich E-Book

Sarah Jenkins

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Beschreibung

Eine Info vorweg: Dieses Buch beinhaltet drei heiße Erotikgeschichten für zwischendurch – mit humorvoller Handlung und detaillierten Sexszenen. 1. Verführ mich! (Nina und Jonas) *** Sie die begehrenswerte Bibliothekarin - er der verwegene Student *** Eigentlich will die Bibliothekarin Nina nach Feierabend nur einen Shopping-Bummel machen, als ihr plötzlich der verwegene und etwas arrogante Student Jonas über den Weg läuft. Obwohl Nina auf seine Avancen nichts gibt, lässt Jonas nicht locker. Seine Flirtversuche prallen an Nina ab - bis zu jenem Abend, an dem er wie aus dem Nichts auftaucht und sie gegen die Bücherregale drückt. 2. Verheißungsvoll - Ein Anwalt zum Verlieben (Mia und Elias) *** Er der begehrte Anwalt, sie die Neue in der Kanzlei. *** Mia will sich in Spanien ein paar Tage Ruhe gönnen, immerhin hat sie gerade ihre Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin abgeschlossen. Doch plötzlich wird sie in die Kanzlei Rothenburg & Söhne zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, wo sie schnell dem Charme des smarten Junior-Anwalts Elias erliegt - der eigentlich in festen Händen ist. 3. Süße Lust *** Nela die taffe Moderatorin, Sophie das süße Praktikanten-Luder *** Nela arbeitet in einem kleinen lokalen Nachrichtensender. Der Tag steht ganz im Sinne der Kometenforschung - ein Thema, für das sie sich nur wenig begeistern kann. Doch plötzlich steht völlig unverhofft eine junge Frau aus ihrer Vergangenheit im Newsroom und wirft die sonst so professionelle Nela aus ihrer eigenen Umlaufbahn.

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Seitenzahl: 87

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Sarah Jenkins

Leck mich! - Sinnlich

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

1. Verführ mich! (Nina und Jonas)

2. Verheißungsvoll (Mia und Elias)

3. Süße Lust (Nela und Sophie)

Impressum neobooks

1. Verführ mich! (Nina und Jonas)

"Entschuldigung", sagt der junge Mann mit der näselnden Stimme und zieht den Stuhl geräuschvoll zurück, dass die gesamte erste Lese-Reihe der Bibliothek genervt aufschaut.

Nina reagiert nicht und starrt mit eingeschlafenem Blick auf den Bildschirm vor ihr.

"Entschuldigung", sagt der junge Mann erneut.

"Jahaaaa", antwortet Nina jetzt doch und zieht das kurze, einsilbige Wörtchen absichtlich lang, um ihm eindrucksvoll zu verdeutlichen, dass sie schließlich nicht taub ist.

"Können Sie mir bitte einen Gefallen tun?"

Fragen wie diese sind der Bibliothekarin Nina inzwischen verhasst. Sie sind nichts weiter als ein rhetorisches Sammelsurium und hängen ihr zum Hals heraus. All diese stets ein bisschen zu verzweifelt klingenden Sätze: "Ich find das Buch nicht … Aber das Buch steht da nicht … Ist das Buch wirklich zurückgegeben worden? … Sie müssen sich irren … in Regal E20 hab ich schon geguckt ... und so weiter und so fort.

Manchmal fragt sich die junge Frau, die mit ihren 37 Jahren so jung gar nicht mehr ist, und die seit nunmehr vier Jahren als Bibliothekarin an der Goethe-Universität arbeitet, wie all diese sich die Haare raufenden Leute bloß ihr Studium abschließen wollen, wo sie doch größtenteils nicht einmal imstande zu sein scheinen, ein Buch zu finden.

"Können Sie mir jetzt helfen oder nicht?"

Der Student sieht sie mit großen flehenden Augen an. Sein Gesicht hat die Farbe eines Feuermelders. Offensichtlich steht er unter immensem Druck, und weil Nina niemand ist, die ihre eigene Unzufriedenheit an ihren Mitmenschen auslässt, schenkt sie ihm ein aufmerksames, aber etwas steifes Lächeln und hat das Gefühl, in letzter Sekunde verhindert zu haben, dass der Feuermelder vor versammelter Mannschaft in Tränen ausbricht.

"Ich suche das Buch mit der Signatur: FRDlW153. Entweder ist es nicht zurückgebracht worden oder ich habe Tomaten auf den Augen."

Nina kennt diese Ausreden nur zu gut, checkt aber sicherheitshalber die Signatur im Computersystem. Sie prüft den Standort des Regals und geht kurzerhand mit dem resignierend wirkenden Studenten gemeinsam zur Reihe, wo sie die Publikation: Metallorganische Reagenzien in der organischen Synthese im Nullkommanichts aus dem Regal zieht und ihm herüberreicht.

"Ist es das?" Sie lächelt betont freundlich.

"Ja, das ist es!" Seine Augen leuchten wie die eines Kindes bei der weihnachtlichen Bescherung. "Ich liebe Sie!", sagt er überschwänglich. "Sie haben mich vor dem sicheren Tod gerettet. Ich könnte sie küssen!"

Mit dieser Aussage entlockt der offensichtlich Überglückliche der von ihrem Job gelangweilten Nina ein herzliches Lächeln. Das hat sie an diesem eingestaubten Ort schon eine ganze Weile nicht mehr getan.

"Schön, wenn ich dir helfen konnte!"

Zurück an ihrem Schreibtisch, einem hässlichen Möbelstück aus dem Kellerfundus, beginnt sie die zurückgebrachten Bücher zu sortieren, während sie sich an einen anderen Ort träumt.

Physik, drittes Regal links, Mathe auf den Wagen unten, Literatur auf den Wagen oben. Neuere deutsche Literatur - Expressionismus und Hugo von Hofmannsthal: seit einer Woche überfällig ... zwei vorgemerkte Medien. Ich schlaf gleich ein.

Während sie die Bücher auf vergessene Notizen kontrolliert, schweift ihr Blick durch die Lesereihen, wo die werten Hoheiten es wieder einmal nicht für notwendig gehalten haben, die gelesenen Bücher im Anschluss in die Regale zurückzubringen. Sie muss nicht nachzählen, sie erkennt aus der Entfernung, dass mehr als fünfzehn Bücher auf den Tischen liegengeblieben sind.

Was glauben die eigentlich, wo die hier sind? Ich bin doch nicht deren persönliche Putzfrau!

"Hey, Nina, du hast es ja gleich geschafft!"

Vor ihr steht Kai, ein geselliger Mittzwanziger mit Bürstenschnitt und Ohrlöchern mit dem Durchmesser eines Weinkorkens. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und hilft in der Bibliothek manchmal aus. Nina ist froh, dass er heute ausnahmsweise pünktlich ist.

"Ein Glück!" Sie rollt erleichtert mit den Augen.

"Und was machst du heute noch Schönes?"

"Schlafen", sagt sie knapp, "bin hundemüde."

Dass sie vorhat, sich im neuen Shopping-Center ins Getümmel zu stürzen, verschweigt sie ihrem Kollegen. Small Talk ist nicht ihr Ding. Sie hat gelernt, Berufliches von Privatem zu trennen und gilt in der Kollegenschaft deswegen ein bisschen als spröde.

"Okay, ich bin weg!"

Hastig wirft sie ihren Trenchcoat über den Arm und schnappt sich ihre Tasche.

"Schönen Feierabend", ruft Kai ihr nach und wirft ihr eine Kusshand zu, die Nina, die ihm bereits den Rücken zugekehrt hat, jedoch nicht sieht.

Auf dem Weg zu ihrem Fahrrad, dass sie, wie jeden Morgen, extra ein Stück vom Universitätskomplex entfernt abschließt, damit sie noch ein paar Schritte zu Fuß gehen kann, bevor sie neun Stunden auf ihrem Hintern sitzt, holt sie aus ihrer Tasche einen Apfel und beißt herzhaft hinein. Dabei studiert sie den Flyer mit den Eröffnungsschnäppchen, den sie heute Morgen aus ihrem Briefkasten gefischt hat. In freudiger Erwartung schwingt sie sich dann auf ihren Drahtesel und tritt zügig in die Pedalen. Die Bewegung tut ihr gut, sie genießt den frischen Wind in ihrem Gesicht, der sie auf der Stelle wieder munter werden lässt.

Vorne an der Kreuzung, Ecke Sophien-Weg, biegt sie in die Seitenstraße ab, wo sie die großen Leuchtbuchstaben des Einkaufskolosses schon aus der Entfernung sehen kann.

Na dann wollen wir uns mal ins Getümmel stürzen!

Als sie den Hotspot der Begierde betritt, ist sie froh, dass es unter der Woche ist. Die Geschäfte sind nicht überfüllt, einige sind sogar ausgesprochen leer. Nina hasst nichts mehr als volle Läden und Massenaufläufe von Menschen die Dinge im Übermaß kaufen, weil sie im Angebot sind.

Ich könnte ein paar Jeans gebrauchen! Oh, und was sind das für wundervolle Kleider? Polyester oder Baumwolle? 80 Prozent Chemiefasern - nein danke!

Etwas orientierungslos stöbert sie durch den Laden, probiert den einen oder anderen Blazer an, setzt ein paar Hüte und Sonnenbrillen auf und schlüpft aus einer Laune heraus in ein paar petroleumblaue High Heels.

Hilfe, nein, das ist nichts für mich!

Nachdem sie den Laden fast vollständig abgegrast und nichts Passendes gefunden hat, bleibt sie in der Unterwäsche-Abteilung hängen.

So schön, wie diese Slips aussehen, sie müssen furchtbar unbequem sein!

Sie fährt mit den Fingerspitzen über den Stoff eines schwarzen Strings, den sie wie Beweismaterial kritisch untersucht und von links auf rechts dreht.

Pah! Nicht mal im Schritt ist Baumwolle verarbeitet. Wer zieht so etwas gern an? Diese Höschen sind nur aus männlicher Sicht heiß! Vermutlich wurden sie auch von Männern entworfen. Kein Wunder, die müssen diesen zwickenden Hauch von Nichts ja nicht tragen!

Nina schüttelt den Kopf. Als bräuchte sie für ihre, in ihren Augen exzellente Höschen-Analyse eine zusätzliche Bestätigung, schaut sie auf das Preisschild, das beinahe größer als der Stoff ist. Genugtuung durchflutet sie.

Wie bitte? 14,95 Euro für so ein klitzekleines Spitzendeckchen?

Als habe sie ein Geheimnis aufgedeckt, steuert sie zufrieden die Seite in der Abteilung an, in der die Slips hängen, die für die sexy Nummer gänzlich ungeeignet sind. Liebestöter. Aber so bequem! Und so tolle Farben und Muster! Oder doch lieber ganz klassisch in Schwarz?

Während sie bei einem 5er-Pack bequem aussehender Baumwoll-Slips nach der richtigen Größe stöbert, merkt sie aus dem Augenwinkel, wie sie aus der Ferne von jemandem beobachtet wird.

Ist das der Hausdetektiv?

Sie dreht sich ein Stück zur Seite, dann verschwindet sie hinter einem der diversen Strumpfhosen-Regale, um kurzerhand festzustellen, dass der Typ noch immer da ist. Und noch immer zu ihr rüberschaut!

Lächelt der etwa mich an?

Prüfend dreht sie sich um, doch außer ihr steht niemand an den Regalen. Ein Schleier konfuser Gedanken flattert durch ihren Kopf.

Der Typ beobachtet mich doch wohl nicht etwa, weil er denkt, dass ich hier was klauen will? Der kann unmöglich mich meinen! Nina, du brauchst wirklich langsam eine Brille!

Der junge Mann setzt sich in Bewegung. Als er näher kommt, erkennt sie ihn. Es ist einer der Studenten aus der Bibliothek. Sie kennt ihn natürlich nicht persönlich und nur vom Sehen, aber er war in den letzten Wochen fast täglich im Lesesaal. Obwohl ihr Fluchtreflex einsetzt - sie hat jetzt wirklich keine Lust zu plaudern - bleibt sie stehen.

"Hey", sagt der Typ höflich, "kann ich dir helfen?"

Seine Stimme, er scheint kaum älter als dreiundzwanzig zu sein, klingt tief und kräftig.

"Helfen?", fragt Nina ein bisschen perplex und räuspert sich. "Nein, ähm, ich brauche keine Hilfe. Ich komme zurecht. Dankeschön."

Wie es aussieht, scheint er in dem Laden zu arbeiten. Auf der anderen Seite, jetzt, wo sie ihn genauer betrachtet, könnte ihm der Laden genauso gut gehören. Er steht nämlich ganz schön breitbeinig und selbstbewusst vor ihr und hat allem Anschein nach auch nicht vor, wieder ein Stückchen zurückzutreten.

Muss der mir so auf die Pelle rücken? Schon mal was von Abstand zu Fremden und Distanzzone gehört? Also wirklich, was sind das für schlechte Manieren?

Instinktiv zieht Nina die Schultern nach oben. Erst jetzt, wo sie schon leicht genervt ist, schaut sie sich sein Gesicht genauer an. Es ist sehr markant, er hat eine hohe Stirn und hohe Wangenknochen. Vielleicht stehen seine Augen einen Tick zu eng zusammen, aber dafür sind sie so tiefblau wie ein Bergsee. Nina hat schon in einige blaue Augen geguckt, aber diese hier sind besonders schön. Außerdem hat der Typ für einen Mann dermaßen lange Wimpern, dass sie schon beim ersten Blick sicher ist, dass ihn garantiert jede zweite Frau darauf anspricht.

Der sieht ja unverschämt gut aus! Diese Wimpern! Das ist doch nicht normal! Die sind doch im Leben nicht echt?! Die muss er sich angeklebt haben!

Nina, die sich in seiner Gegenwart ein wenig beklommen fühlt, gibt erneut vor, wirklich nichts Bestimmtes zu suchen und keine Hilfe zu brauchen. Doch plötzlich greift Mr. Endloswimper unaufgefordert nach ein paar schwarzen Slips im Regal vor ihnen und hält sie Nina direkt vor die Nase.

"Hier, hundert Prozent Baumwolle."

Der spinnt ja wohl!

Nina räuspert sich abermals, zupft sich die Ärmel ihres Trenchcoats zurecht, um nicht stocksteif vor ihm zu stehen und schaut den jungen Mann irritiert an.

"Ich sagte doch: Ich suche nichts Bestimmtes! Das ist sehr aufmerksam von dir, aber ich komme zurecht. Danke vielmals!"

Sie versucht, die letzten Worte absichtlich streng klingen zu lassen, als sie bemerkt, dass ihre Strenge ihm offenbar vollkommen egal ist. Als habe er vor, sie ein wenig zu provozieren, mustert er sie jetzt auch noch so komisch! Dabei gehen seine Mundwinkel frech nach oben.