Leichter lernen mit Sketchnotes & Co. - Heidrun Künzel - E-Book

Leichter lernen mit Sketchnotes & Co. E-Book

Heidrun Künzel

0,0

Beschreibung

  • Hilfreiche Methoden und Techniken für effektives Lernen
  • Inhalte aus Texten und Vorträgen einfacher erarbeiten und visuell strukturieren
  • Karteikarten, Mindmaps, Selbsttests u.v.m. erstellen
  • Mit zahlreichen praktischen Beispielen und Lerntipps

Du studierst oder machst eine Aus- oder Weiterbildung und musst für Prüfungen büffeln? Dir fällt es schwer, dir alle Inhalte gut zu merken und du suchst nach neuen Möglichkeiten, dir das Lernen zu erleichtern und wieder interessanter zu machen? Dann ist dieses Buch für dich genau richtig.

Die Autoren zeigen dir, wie du mit visuellen Hilfsmitteln leichter und effektiver lernen kannst, denn für das Gehirn sind Bilder viel anschaulicher als Texte. Das heißt, alle Inhalte, die du beim Lernen visuell notierst, kannst du dir viel leichter merken.

Dafür liefert dir dieses Buch eine große Bandbreite an Möglichkeiten: vom Strukturieren langer Texte über Sketchnotes und Karteikarten bis hin zu Mindmaps. Du erhältst zahlreiche Anregungen für effektiveres Lernen. Ein Grundlagenkapitel, ausführliche Anleitungen und viele anschauliche Beispiele helfen dir bei deinen ersten Schritten auf dem Weg zu deiner persönlichen visuellen Lernstrategie.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 97

Veröffentlichungsjahr: 2023

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Heidrun Künzel und Peter Schmitt

Leichter lernen mit Sketchnotes & Co.

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN 978-3-7475-0187-02. Auflage 2023

www.mitp.de

E-Mail: [email protected]: +49 7953 / 7189 - 079Telefax: +49 7953 / 7189 - 082

© 2023 mitp Verlags GmbH & Co. KG

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.

Dieses E-Book verwendet das EPUB-Format und ist optimiert für die Nutzung mit dem Book auf dem iPad von Apple. Bei der Verwendung von anderen Readern kann es zu Darstellungsproblemen kommen.

Der Verlag räumt Ihnen mit dem Kauf des E-Books das Recht ein, die Inhalte im Rahmen des geltenden Urheberrechts zu nutzen. Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Der Verlag schützt seine E-Books vor Missbrauch des Urheberrechts durch ein digitales Rechtemanagement. Bei Kauf im Webshop des Verlages werden die E-Books mit einem nicht sichtbaren digitalen Wasserzeichen individuell pro Nutzer signiert. Bei Kauf in anderen E-Book-Webshops erfolgt die Signatur durch die Shopbetreiber. Angaben zu diesem DRM finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Anbieter.

Lektorat: Sabine SchulzSprachkorrektorat: Sibylle FeldmannSatz: Petra Kleinwegenelectronic publishing: Petra Kleinwegen

Inhalt

Impressum

Vorwort

Über dieses Buch

Was verstehen wir unter Sketchnotes?

Warum eigentlich mit Sketchnotes lernen?

Welcher Sketchnote-Typ bist du?

Für wen ist dieses Buch?

Aufbau des Buches

Über die Autoren

Wir sagen »Danke!«

1 Grundlagen für deine Sketchnotes

1.1 Text/Schrift

Outline-Schrift

Senkrechten-Alphabet

1.2 Container

1.3 Symbole/Piktogramme

Symbole zeichnen

Symbole finden

1.4 Linien, Pfeile und Aufzählungszeichen

1.5 Anwendung

2 Visuelle Gedächtnis­stützen – Spicken erlaubt

2.1 Spicken zu Hause

2.2 Spicken im Job

2.3 Spicken im Studium

2.4 Anwendung

3 Themen in Bilder übertragen

3.1 Begriffe und Akronyme visualisieren

3.2 Fachbegriffe in Bilder umsetzen

3.3 Symbolsprache entwickeln

3.4 Frage – Antwort als Bildergeschichte

3.5 Anwendung

4 Texte lernen

4.1 Schritt für Schritt Bücher sketchnoten

Schritt 1: Erstelle dir einen Überblick über den Inhalt

Schritt 2: Welche Fragen hast du an den Text?

Schritt 3: Markiere wichtige Aussagen und sprachliche Bilder

Schritt 4: Erstelle deine Sketchnote

Schritt 5: Umgang mit Fotos, Schaubildern und Zeichnungen

Notiere Gedanken, Ideen und offene Fragen

4.2 Die Wahl des »richtigen« Layouts

Sammlung

Einspaltig

Aspekte und Einflüsse

Der Kreislauf

Storytelling

4.3 Anwendung

5 Karteikarten sketchnoten

5.1 Karteikartenlernen

Daten auf das Wesentliche reduzieren

Aufbau deiner Karteikarte

5.2 Lernen mit digitalen Karteikarten

5.3 Vokabeln lernen

5.4 Anwendung

6 Mindmaps

6.1 Was sind Mindmaps und welche Regeln gelten für sie?

6.2 Mindmaps erstellen – eine Anleitung

6.3 Wie liest man eine Mindmap?

6.4 Anwendung

7 Mitschriften erstellen

7.1 Arten von Mitschriften

7.2 Vorbereiten hilft

7.3 Einfach machen

Struktur hören

Bilder hören

7.4 Nachbearbeiten

7.5 Anwendung

8 Weitere Anwendungen und Tipps

8.1 Visuelle Lernspiele

8.2 Gute Lernroutinen finden

Hilfreiche Sammlungen

Lerngewohnheiten entwickeln

8.3 Sich selbst testen

8.4 Anwendung

Anhang

Layoutindex

Symbol­bibliothek

Literatur

Vorwort

Im Jahr 2017 bin ich für das erste Internationale Sketchnote Camp einmal um die halbe Welt gereist, von Milwaukee in Wisconsin nach Hamburg. Dort traf ich Peter und Heidrun zum ersten Mal. Es war für mich etwas ganz Besonderes, einerseits so weit weg von zu Hause zu sein und mich gleichzeitig in einer Gruppe von Menschen, die so wie Peter und Heidrun waren, so sehr zu Hause zu fühlen. Es war eine tolle Erfahrung, in einer Community von Menschen zu sein, denen Sketchnoting genauso wichtig ist wie mir.

Und nun schließt sich der Kreis. Ich fühle mich geehrt, euch liebe Leserinnen und Leser in eben jener Sketchnote-Community willkommen zu heißen, der ich schon in Hamburg begegnet bin – in geschriebener Form, durch das Werk von Peter und Heidrun. Ich hoffe, dass euch dieses Buch hilfreiche Einblicke und Methoden bietet, um euch das Sketchnoting zu eigen zu machen.

Ein besonderes Anliegen meiner Arbeit, Sketchnoting als Verfahren zu gestalten und zu helfen, einen Beitrag zur Sketchnote-Community zu leisten, ist die Vorstellung, dass sich Prinzipien und Fertigkeiten des Sketchnotings als Standard für zukünftige Lehrer und Schüler etablieren werden.

Mein Traum ist es, dass zukünftig Lernende ganz selbstverständlich die Vorteile des visuellen Denkens und des Sketchnotings einsetzen werden, genauso wie Lesen und Schreiben. Ich stelle mir junge Studierende vor, die das visuelle Denken schon in jungen Jahren lernen und auf diese Weise ihre Art zu denken und zu kommunizieren verbessern und damit die Welt für alle zum Besseren verändern.

Dieses Buch ist einer der wichtigen Meilensteine für diese Grundvoraussetzung und hilft derzeitigen und zukünftigen Schülern und Lehrern dabei zu verstehen, wie Sketchnotes für ihre Aufgaben hilfreich sein können. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass es ein großes Angebot verschiedener Bücher zum Thema Sketchnotes in vielen Sprachen gibt, um Lernenden die unterschiedlichen Konzepte des visuellen Denkens nahezubringen.

Ich hoffe, dass dir dieses Buch wertvolle Einblicke, Einsatzmöglichkeiten und Unterstützung für deine Reise des visuellen Denkens bietet.

Mike Rohde

Mike Rohde ist ein Designer, Lehrer und Autor von »Das Sketchnote Handbuch« und »Das Sketchnote Workbook«, Mitgestalter des Buchs »The Sketch­note Ideabook«, Gründer der »Sketchnote Army« und Illustrator von »REWORK, REMOTE« und »The $100 Startup«. Er lebt in Milwaukee. Erfahre mehr auf https://rohdesign.com.

Über dieses Buch

Was verstehen wir unter Sketchnotes?

In den vielen Jahren, in denen wir uns mit Visualisierung beschäftigt haben, stellten wir fest, dass es unzählige Auffassungen davon gibt, was man gemeinhin als Sketchnote bezeichnet. Wikipedia meint: »Sketchnotes sind Notizen, die aus Text, Bild und Strukturen bestehen.«

Dieser Feststellung schließen wir uns grundsätzlich an, wobei wir es für dieses Buch gerne noch ein wenig allgemeiner halten würden und für uns beschließen, dass sämtliche Kombinationen aus zwei der drei Elemente Text, Struktur und Bild eine Sketchnote definieren. Und wie schon Mike Rohde in seinem Sketchnote-Handbuch so richtig geschrieben hat, geht es nicht darum, besonders gut zeichnen zu können, sondern darum, Ideen und Inhalte möglichst visuell festzuhalten.

Wir gehen noch einen Schritt weiter: Eine gute Sketchnote ist die, die ihren Zweck erfüllt. Und welchen Zweck sie gerade erfüllen soll, entscheidet jeder Sketchnoter von Notiz zu Notiz immer wieder selbst und neu, hat aber stets die Ausrichtung, Inhalte möglichst visuell und strukturiert darzustellen.

Warum eigentlich mit Sketchnotes lernen?

Bilder existieren als Kommunikationsmittel in der Geschichte der Menschheit deutlich länger als Schriftzeichen. Diese entwickelten sich aus den frühesten Zeichnungen der Höhlenmalerei. Beispielsweise stammt das »A« von der bildlichen Darstellung eines Ochsenkopfs, der im Laufe der Zeit immer weiter vereinfacht wurde, woraus dann der Buchstabe entstand.

Visuelle Informationen können wir schneller und besser verarbeiten als lediglich das gesprochene Wort oder den geschriebenen Text. Unser Gehirn liebt Bilder, weil das sehr wenig Anstrengung erfordert. Die Wissenschaft nennt das den sogenannten »Bildüberlegenheitseffekt« – also den Vorteil des Bildes während der Informationsaufnahme gegenüber dem Lesen und Verstehen von Text.

Es gibt sehr viele Gründe, mit Sketchnotes zu lernen. Sie alle auszuführen, würde den Rahmen dieser Einleitung sprengen. Hier nur ein kurzer Abriss:

Inhalte beispielsweise während des Unterrichts mitzuzeichnen, erhöht enorm die Aufmerksamkeit, und unser Gehirn ist wacher und aufnahmebereiter als beim reinen Zuhören. Gleichzeitig reflektieren wir das Gehörte mehr, wenn wir es visuell zu Papier bringen, und unterstützen sehr die aktive Informationsaufnahme.

Vielleicht der wichtigste Grund, mit Sketchnotes zu lernen, ist: Es macht Spaß! Alles, was Spaß macht, fördert das Lernen, entspannt uns, nimmt Druck raus und macht das Leben schöner. Egal ob aufwendige Illustrationen oder einfache Kritzeleien – Hauptsache, du findest genau das, was dir Freude bereitet. Dann klappt es mit dem Lernen von ganz allein.

Welcher Sketchnote-Typ bist du?

Wenn wir uns die Fülle unserer Sketchnotes, aber auch die von anderen ansehen, stellen wir fest, dass die meisten bestimmte Vorlieben beim Aufbauen ihrer Sketchnotes haben: Es gibt sogenannte Sketchnote-Typen. Es liegt uns fern, hier ein neues Schubladendenken aufzumachen, wir haben aber festgestellt, dass es für das Lernen mit Sketchnotes sinnvoll sein kann, den eigenen Typ zu kennen und – falls gewünscht und sinnvoll für die Wissensarbeit – weiterzuentwickeln.

In welche Kategorien würden wir das breite Spektrum der Visualisierungen einteilen?

Nummer 1: Strukturtypen Nummer 2: AllrounderNummer 3: Künstler

(Ohne unsere eigene Einteilung abwerten zu wollen: Das klingt tatsächlich ein wenig nach den Psychotests, die wir alle noch aus den Zeitschriften unserer Jugend kennen, oder wie die Einteilung nach Sommer, Frühling, Herbst, Winter in der Farbberatung im Bereich Mode.)

Der Strukturtyp

Wenn wir uns die Anatomie von Sketchnotes ansehen, dann fällt uns auf, dass der Strukturtyp in seinen Sketchnotes eher textlastig ist, wenige bis keine Zeichnungen nutzt und Wert auf eine gut erkennbare und klare Struktur legt.

Der Allrounder

Der Allrounder hingegen zeichnet zu jedem Text auch ein Bild. In der Regel ist das Verhältnis Text zu Bild etwa 50 zu 50. In diesen Sketchnotes findet sich teilweise Struktur, aber sehr häufig sehen wir auch ein sehr intuitives (man könnte fast sagen chaotisches) Vorgehen im Bildaufbau.

Der Künstler

Beim Künstler steht das Bild im Mittelpunkt seiner Sketchnotes. Teilweise nutzt er sogar Text bildhaft in Form von Lettering, also gezeichneten Buchstaben.

Und? Wo findest du dich wieder? Welcher Sketchnote-Typ bist du? Vielleicht bist du auch eine Mischform – ein Allrounder mit Hang zur Struktur etwa.

Je nachdem, in welchem Typ du beheimatet bist, werden für dich die Tipps und Anregungen in diesem Buch leicht umzusetzen sein oder dich aus deiner Komfortzone holen und herausfordern.

Manche Dinge kennst du vielleicht schon, und anderes hat genau für dich einen Aha-Effekt. Nimm dir das mit, was für dich nützlich ist. Pick dir die Rosinen raus!

Für wen ist dieses Buch?

Dieses Buch ist für alle Lernenden (egal ob Erwachsene in Aus- und Weiterbildung, Studierende oder Schülerinnen und Schüler), die Interesse an neuen Lernstrategien haben, insbesondere diejenigen, die weg wollen von reinen, unübersichtlichen Textaufzeichnungen und die gleichzeitig ein wenig kreativ werden und vielleicht sogar ein bisschen zeichnen möchten.

In der Literatur zum Thema »Wie lerne ich am besten?« finden sich viele Hinweise darauf, dass es sinnvoll sein soll, mit seinem ganz persönlichen Lernstil zu lernen. Der eine liest ein Buch, die Nächste zieht es vor, Podcasts zu hören, und wieder andere halten Vorträge und/oder schreiben Zusammenfassungen. Vielleicht hast du auch schon von dieser Art Schubladendenken gehört!? Wir sind für dich tiefer in die Materie eingetaucht und durften feststellen, dass es so einfach (leider) nicht ist.

Wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte, und an allem ist etwas dran.

Du bekommst in diesem Buch neue Zutaten und Rezepte, um dein Lernen abwechslungsreicher und besser bekömmlich zu machen. Wir hoffen, dass es dir dann so gut schmeckt, dass Lernen dir noch mehr (oder vielleicht sogar wieder) Freude macht und nachhaltiger wirkt, ganz egal, ob du für deine nächste Prüfung oder nur so zum Spaß lernst.

Wir haben dieses Buch geschrieben, um deinem Repertoire an Lernstrategien, die du dir in deinem Leben bisher angeeignet hast, noch eine weitere hinzuzufügen. Es geht nicht darum, etwas, das bisher funktioniert hat, zu ersetzen.

Dir diese neue Methode anzueignen, wird leider nicht funktionieren, wenn du dieses Buch nur liest. Wir werden dich immer wieder einladen, deine eigenen Erfahrungen zu machen und die Inhalte dieses Buches auf deine Themen anzuwenden. Je mehr Eigeninitiative das Lernen erfordert, desto nachhaltiger ist es.

Aufbau des Buches

Beim Schreiben dieses Buches haben wir festgestellt, dass das Thema »Lernen mit Sketchnotes« größer wurde, je länger wir uns damit beschäftigten. Deshalb besitzt es keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist eine sehr persönliche Auswahl an Strategien und Inhalten, die uns Freude bereitet und fasziniert hat und von der wir glauben, dass sie auch dir dienlich sein könnte.

Kapitel 1: Grundlagen für deine Sketchnotes