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Grunderziehung mit Spaß: Sie wollen spielerisch und entspannt Ihrem Welpen die wichtigsten Kommandos beibringen? In diesem anschaulich bebilderten Ratgeber erfahren Sie, wie’s geht: mit einfachen Mitteln, ohne großen Aufwand - und dafür mit jeder Menge Freude und Abwechslung für Zwei- und Vierbeiner. So lernt Ihr Hundewelpe spielerisch, locker an der Leine zu gehen, auf Ihren Rückruf zu hören und sogar vermeintlich unbeliebte Signale wie „Nein“ freudig auszuführen. Hunde, die schon als Welpe spielerisch lernen durften, lernen lieber und motivierter mit Ihrem Zweibeiner zusammen, weil es ihnen (und Ihnen) Spaß macht - Ihr ganzes Hundeleben lang. Also: Mögen die Spiele beginnen!
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Seitenzahl: 78
Veröffentlichungsjahr: 2016
Corinna Lenz | Christiane Schnepper
Lernspiele für Welpen
Spielerische Grunderziehung für junge Hunde
Haupttitel
Haupttitel
Über die Autorinnen
Spielen von Anfang an
Warum spielerisch lernen sinnvoll ist
Allgemeine Trainingstipps
Trainingsspiel für Menschen
SPEZIAL: Top 10 der Belohnungsspiele
Zerren – aber richtig
Intelligenzspiele
Nasenspiele
An die Leine, fertig, los!
SPIEL: Das Anleinspiel
SPIEL: Fersengeld
SPIEL: Spielplatzeffekt
SPIEL: Streuseln
SPEZIAL: Leinenführung einmal anders
SPIEL: Der Klassiker
SPIEL: Wer rennt, gewinnt
SPEZIAL: Abenteuerspaziergang Wald
SPIEL: Verstecken für Anfänger
SPIEL: Verstecken für Fortgeschrittene
SPIEL: Hindernislauf
SPEZIAL: Abenteuerspaziergang Stadt
SPIEL: Spiele für 2: Pingpong
SPIEL: Spiele für 2: Wettrennen
SPIEL: Chaosrufen
Übungen für mehr Geduld
ÜBUNG: Allein bleiben: Gitterball befüllen
ÜBUNG: Allein bleiben: gefrorener Kong
SPEZIAL: Selbstbeherrschung lernen
ÜBUNG: Höflichkeit trainieren
ÜBUNG: Schnüffelkiste
ÜBUNG: Geduldiges Warten
ÜBUNG: Aktion abbrechen
ÜBUNG: Einen Gegenstand hergeben
SPEZIAL: „Ertappen“ Sie Ihren Welpen beim Liebsein
ÜBUNG: „Fass-mich-an“-Spiel
ÜBUNG: Leckerchenautomat: der Maulkorb
Gemeinsam die Welt entdecken
Wenn es knistert und poltert
Sozialspiel mit anderen Hunden
Schutzhöhle
Handtarget
Traumreise am Strand
Frühförderung des Welpen
Service
Klappen
Buchtipps
Klicks im www
Bildquellen
Dank der Autorinnen
Dank der Fotografin
Impressum
Über die Autorinnen
Corinna Lenz leitet als staatlich anerkannte Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin (IHK/BHV) die Hundeschule Clicker Center in Bonn und Troisdorf. Ihre Schwerpunkte sind die Erziehung von Familienhunden sowie Tricktraining. Weiter hat sie die Ausbildung zum TOP-Trainer abgeschlossen (TOP steht für Training Optimieren und Perfektionieren). Darüber hinaus hat sie die Community Website www.dogityourself.com initiiert, die tolle Do-it-yourself-Ideen für Hundefreunde parat hält. Mit ihrem Partner, ihrem Sohn und den Hunden Snoopy, Peanut und N’Joy wohnt sie in Troisdorf.
Christiane Schnepper leitet als staatlich anerkannte Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin (IHK/BHV) die mobile Hundeschule Pfoten-College in und um Lindlar. Ihre Schwerpunkte sind die Erziehung von Familienhunden sowie Hundefrisbee und Tricktraining. Weiter hat sie die Ausbildung zum TOP-Trainer abgeschlossen und ist Prüferin des BHV- und DHVE-Hundeführerschein, welcher eine Alltags- und Sachkundeprüfung für das Hund-Halter-Team darstellt. Mit ihren beiden Hunden Balu und Bounty wohnt sie in Lindlar.
Spielen von Anfang an
© Heike Schmidt-Röger
Warum spielerisch lernen sinnvoll ist
Ist in Ihrer Familie geplant, einen Welpen aufzunehmen oder ist vielleicht gerade einer bei Ihnen eingezogen? Dann sind die Welpen-Spiele genau richtig für Sie!
Zusammen lernen
Haben Sie Freude daran, gemeinsam mit Ihrem Welpen die Welt zu entdecken und ihm dabei zu helfen, die wichtigsten Signale für den Alltag zu lernen? Gleichzeitig haben Sie gerne Abwechslung beim Training mit Ihrem Hund, und der Spaß soll dabei nicht zu kurz kommen? Mit ganz einfachen Mitteln und ohne großen Aufwand finden Sie in diesem Buch viele Spiele für die Basics der Hundeerziehung. Ihr Welpe wird spielerisch lernen, locker an der Leine zu laufen, auf Ihren Rückruf zu hören und sogar vermeintlich nicht so nette Signale wie „Nein“ mit Freude auszuführen. Fragen Sie sich, wie dies mit einem Spiel gehen soll?
Spielen macht Spaß
Hunde lernen die ganze Zeit und von Anfang an. Lohnt sich ein Verhalten für sie, wird es wiederholt gezeigt. Spielen macht Spaß, deswegen lohnt es sich für Ihren Hund. Und das ist die ganz einfache Erklärung, warum auch Hunde so gut durch Spiele lernen können.
Vielen Hunden macht es beispielsweise mehr Freude, Tricks wie „Pfötchen geben“ oder „Männchen machen“ mit ihrem Menschen zu üben, als die zum Grundgehorsam gehörenden Signale wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“, „Fuß“ und „Nein“. Doch warum ist das so? Denn Ihrem Hund ist es im Grunde ganz egal, ob er sich auf dem Bürgersteig hinsetzt oder ob er dort Männchen macht, beides ist für ihn nur ein Verhalten. Was ist anders? Den Unterschied macht der Mensch: Für ihn sind Tricks spaßige, aber häufig doch eher unsinnige Verhaltensweisen, Grundgehorsamsübungen jedoch eine ernste und für den Alltag sehr wichtige Angelegenheit.
Die Reaktion macht’s
Der Mensch reagiert unterschiedlich, wenn eine Übung nicht klappt: Beim Trick ist das für ihn nicht so schlimm, vielleicht wird sogar noch gelächelt, wenn der Vierbeiner ihn nicht umsetzen kann oder ihn nicht zeigen mag. Wenn der Hund sich aber auf Verlangen nicht hinlegt oder er ständig an der Leine zieht, macht sich beim Zweibeiner schnell Frustration breit.
Dem Hund bleiben diese Reaktionen natürlich nicht verborgen, und so ist für ihn das Üben von Tricks zweifellos viel entspannter als das Üben von den Signalen des Grundgehorsams. Warum also nicht dem Hund genauso wie bei den Tricks auf eine spielerische Art die wichtigsten Signale beibringen? Damit erhalten Sie nicht nur die Basis für ein schönes Miteinander von Hund und Mensch. Ein wedelnder Hund und ein Lachen auf Ihrem Gesicht sind ein schöner Nebeneffekt.
Schöne Aussichten
Ihr Vierbeiner kommt auf Ihren Rückruf freudig angerannt und lässt dafür alles andere liegen und stehen. Ist das nicht eine schöne Vorstellung? Mit spielerischem Lernen legen Sie eine Basis für das ganze Hundeleben. Hunde, die schon als Welpe spielerisch lernen durften, sind motivierter mitzuarbeiten und lernen lieber mit ihrem Menschen zusammen. Sie wollen lernen, weil es Spaß macht! Ihr ganzes Hundeleben lang.
Die manchmal beinah atemberaubende Energie von Welpen kann durch Spiel in wunderbare Bahnen gelenkt werden. © Heike Schmidt-Röger
Was beim Spielen passiert
Mithilfe von spielerischem Lernen sind unglaubliche Leistungen möglich. Blindenhunde, Drogenspürhunde oder Diabetikerwarnhunde können alle spielerisch ausgebildet werden. Doch warum ist Spielen so effektiv? Beim Spielen werden nicht nur neue Erfahrungen gespeichert, sondern auch Hormone ausgeschüttet, die Glücksgefühle hervorrufen! Und je mehr eine Information mit positiven Gefühlen verbunden ist, desto öfter wird sie durch die Bildung neuer Kontaktstellen zwischen Nervenzellen im Gehirn gespeichert. Das durch Spiel neu erlernte Verhalten wird demnach nicht nur schneller gelernt, sondern gleich noch im Langzeitgedächtnis gespeichert.
Spielerisch kann ein Hund Unglaubliches lernen! © Heike Schmidt-Röger
Warum führt Strafe nicht immer zum Erfolg?
Erziehen Sie Ihren Welpen mit einer Belohnung als positive Verstärkung, erlernt er ein neues, von Ihnen erwünschtes Verhalten. Bei einer Strafe lernt er nur, ein Verhalten zu vermeiden oder seinen Menschen auszutricksen. Wollen Sie ihm etwa beibringen stubenrein zu werden, indem Sie ihn für eine Pfütze in der Wohnung anschreien, hat er unter Umständen nur gelernt, nicht mehr in Ihrer Nähe in die Wohnung zu machen, und wird das nächste Geschäft vielleicht gut versteckt hinter dem Sofa verrichten. Nehmen Sie Ihren Welpen aber hoch und setzen ihn für sein Geschäft in den Garten und spielen Sie danach mit ihm, bringen Sie ihm gleich ein Alternativverhalten bei: Er lernt, nach draußen zu gehen.
Zu diesem Buch
Sie dürfen Ihren Welpen gerne fordern, denn kleine Mutproben steigern seine Selbstsicherheit. Meistert er die verschiedenen Herausforderungen der Spiele dieses Buches, fördert dies sein Selbstvertrauen und er wird selbstbewusster durch den Alltag gehen. Ihr Welpe merkt, dass die unterschiedlichsten Situationen mit Ihnen an seiner Seite immer gut ausgehen und ihm eine Menge Spaß bereiten – mit positiven Auswirkungen auf die Beziehung.
Der kleine Yakajo arbeitet selbstbewusst und freudig mit. © Heike Schmidt-Röger
Unser Tipp
Lesen Sie das hier weiter, bevor Sie mit den Spielen beginnen. Erfahren Sie, was Spiel überhaupt ist, und lernen Sie, richtig mit Ihrem Hund zu spielen. In Kapitel zwei lernen Sie viele Spiele zur Leinenführigkeit und zum Rückruf kennen, diese sind ideal für den Einstieg und wichtig für den Alltag. Das dritte Kapitel bietet Spiele, für die Ihr Welpe mehr Geduld und Selbstbeherrschung benötigt und lernt, sich innerhalb der Familie zurückzunehmen. In Kapitel vier erfahren Sie, wie Sie Ihrem Welpen an sein neues Leben gewöhnen und mit ihm die Welt entdecken.
Allgemeine Trainingstipps
Welpentraining kann ganz einfach sein, wenn Sie auf folgende Punkte achten: den richtigen Einsatz von Belohnungen, das richtige Timing und das richtige Locken.
Welches Leckerli motiviert Pepe am meisten? © Heike Schmidt-Röger
Beim Locken bekommt der Welpe eine erste Idee vom Trick. © Heike Schmidt-Röger
Futterbelohnungen
Futter ist für die meisten Hunde eine tolle Belohnung. Welches Futter infrage kommt, ist unterschiedlich. Einige Welpen werden erst beim Geruch von Leberwurst aktiv, andere können sich bei dieser Superbelohnung nicht mehr konzentrieren. Erstellen Sie eine individuelle Futterrangliste für Ihren Welpen! Sie brauchen: verschiedene Futterbelohnungen, beispielsweise kleine Käsestücke, Stücke vom Trockenfutter und eine Tube mit Hundeleberwurst. Nehmen Sie nun ein Käsestück in eine Hand und Trockenfutter in die andere. Lassen Sie Ihren Welpen kurz am Käse riechen und versuchen Sie, ihn mit der Hand mit dem Trockenfutter wegzulocken. Funktioniert dies nicht, liegt bei Ihrem Hund der Käse höher im Kurs als das Trockenfutter. Testen Sie dies mit den verschiedensten Leckereien und notieren Sie den jeweiligen Beliebtheitsgrad.
Timing
Damit Ihr Welpe Sie verstehen kann, ist es wichtig, ihn im richtigen Moment zu belohnen. So bekommt er die Rückmeldung, es richtig gemacht zu haben. Geben Sie ihm die Belohnung innerhalb von 0,5 Sekunden nach dem erwünschten Verhalten, kann er eine Verknüpfung herstellen.
Beispiel: Ihr Welpe soll Platz machen. Er legt sich dabei zuerst hin, springt Sie dann an und bekommt in diesem Moment das Leckerchen. Vielleicht versteht er: „Frauchen gibt mir Futter, wenn ich hochspringe – das findet sie wohl richtig gut.“ Versuchen Sie deshalb, Ihrem Hund dann die Belohnung zu geben, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt. Hier wäre das, während er noch liegt.
Locken
Mit Futter oder Spielzeug können Sie Ihren Hund in eine bestimmte Position locken, das ist für viele Spiele und Übungen eine schöne Hilfe. Denn der Hund bekommt eine Idee von dem gewünschten Verhalten. Beim Locken sollte das Futterstück aus dem Nichts vor seinem Maul auftauchen und die Hand nach dem Fressen schnell wieder verschwinden. So wird der Hund nicht zu sehr auf das Futter fixiert.
