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Liebe hat keine Hochkonjunktur. Sie droht zwischen Wut und Hass zu zerfallen. Der Autor Stefan Dernbach begibt sich auf Spurensuche. Wo war die Liebe einst zu finden? Wie sah sie aus? Erinnerungen an Freunde, Tagebuchnotizen und Brückenschläge zu Autoren, denen die Liebe am Herzen lag und liegt. In Zeiten der Polarisierung, versucht der Autor zusammenzufügen, anstatt zu spalten. Die Bilder ergeben ein Mosaik des möglichen Seins. Schnell wird klar, dass Liebe und Freiheit, untrennbar miteinander verbunden sind. In Liebeszeichen - Brandzeichen, betreten lebende und schon verstorbene Freunde die Bühne des Buches. Zwei Hauptprotagonisten sind die Freunde Fuchskappe und Louis, zwei Individualisten, die zu früh aus dem Leben gerissen wurden. Der Autor Stefan Dernbach erinnert ihrer, setzt ihnen ein literarisches Denkmal und löst damit ein Versprechen ein...
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Seitenzahl: 49
Veröffentlichungsjahr: 2016
Vorwort
Zum Autor
Liebeszeichen
Epilog
Danksagung
Impressum
Zeichen des Lebens:
Liebeszeichen und Brandzeichen.
Polarisierung hat Hochkonjunktur,
aber was ist mit der Liebe?
Die Welt ist voller Krisen,
die scheinbar unlösbar sind.
Ist das wirklich so?
Anhand von zeitlichen Rückblenden und
Blick auf die Gegenwart, ist diese Bucherie ein Versuch
zusammenzufügen, was auseinander driftet.
Als passionierter Tagebuchschreiber und Cafégänger,
zeichne ich ein Gebilde vom Leben,
welches einem Baum gleicht.
Jeder hat seinen Lebensbaum.
Einer der tragenden Äste ist die Freundschaft.
Sie wirkt haltgebend und sinnstiftend.
In digitalen Zeiten nimmt sie immer absurdere Formen an.
Ein Grund mehr, sich auf reale Freundschaften zu besinnen und
ihrer zu erinnern, denn in der Freundschaft ist die Liebe zu Hause.
In diesem Buch, welches der erste Teil der Serie:
LIEBESZEICHEN
ist, betreten neben anderen Protagonisten,
zwei schon verstorbene Freunde
die Bühne des Buches: Fuchskappe und Louis.
Obschon beide nicht mehr leben, sind sie immer noch da,
präsent durch wachgehaltene Erinnerung.
Beide Freunde liebten die Musik.
Das Leben ist voller Klänge und Melodien.
Ein Buch „zum Mitsingen“,
zum Flanieren und zum Innehalten.
Das Leben ist eine Reise. Man ist unterwegs,
hält an, zieht weiter, hält an.
Die Wege sind zwar verschieden,
aber jeder ist unterwegs.
Wir begegnen Menschen, teilen unsere Zeit miteinander und
erfahren so das Leben selbst.
Dabei sendet jeder von uns Zeichen…
Südfrankreich und Zürich, sind Stationen in diesem Buch.
Vergangenheit und Gegenwart.
Die Atlantikküste und das zauberhafte Theaterboot
„Herzbarracke“ am Züri-See,
möchten zur Entdeckung einladen...
Stefan Dernbach
Stefan Dernbach beschäftigt sich literarisch
mit gesellschaftsrelevanten Themen wie:
Reisen, Cafés, Psychologie, Musik,
Fotografie und Sinnfragen.
Seit 2005 geht er mit seiner Literatur an die Öffentlichkeit
und veranstaltete zahlreiche Lesungen unter dem Motto:
Literatur gehört nicht in den Elfenbeinturm.
Sein aktuelles Lesungsprogramm:
„ROAD TO FREEDOM“
greift das Flüchtlingsthema auf:
wo komme ich her,wo gehe ich hin,
wie komme ich an?
Vom Genre her wandelt er gerne auf den Spuren der Satire,
verfasst zudem Essays und Kurzgeschichten.
2015 erschien sein e-book „Merry Zwistmas“,
eine weihnachtliche Satire.
Stefan Dernbach ist zudem auch Blogger:
weitere Texte wie auch Buchrezensionen
von Büchern anderer Autoren sind unter:
www.cafegaenger.wordpress.com
zu finden.
„Stop in the name of love!“
Liebe hat keine Hochkonjunktur,
es wird Zeit den Staubwedel herauszuholen.
Sie wirkt so traurig wie eine Blume,
der der Sonnenschein fehlt.
Ich komme aus der Schweiz,
ohne Schwarzgeld und FIFA-Abzeichen,
aber dafür mit jeder Menge Freundlichkeiten im Koffer.
Die Kontraste beleben auf stille Art und Weise,
bis es plötzlich aufbricht,
was sich angestaut hat.
Ärger über die Wutbürger.
Ständig produzieren sie Aufregung.
Sie klagen an, verurteilen, drohen und
rüpeln den ganzen Tag. Ihr Widerspruch den Widersprüchen.
Ihr Widerspruch den Gegensätzlichkeiten.
Dabei sind sie voll davon, so voll,
dass sie besoffen von Selbstgerechtigkeit nichts wissen wollen.
Sie leben von der Behauptung und Spaltung.
Voller Widersprüche sind sie,
diese Wutbürger, diese Schlafbürger,
diese Fremden ihrer selbst.
„Das ist doch ein Widerspruch!“ rufen sie.
Der Milan sitzt im Morgennebel auf dem Pfahl.
Nachdenken, Spuren folgen. Gedanken, Meinungen,
Erinnerungen, Fantasien, Träume...Hoffnungen.
Brand- und Liebeszeichen, ein Paar.
Kaum vorstellbar für Trennungsmenschen.
Ist der Mensch nicht ganz, was ist er dann?
Er muss im klassischen Sinne nicht kaputt sein.
Nein, er kann durchaus funktionstüchtig im Leben erscheinen.
Donald Trump wird Präsident.
Die neue Galionsfigur der Trennungswirtschaft.
Cheers & go down!
Da liegt die Kladde...treue Weggefährtin und Begleiterin
Ins Café gehen, sich die Menschen anschauen und ihnen lauschen.
Das sei billiger und lehrreicher, als jede Universität,
so hatte es mal ein Schriftsteller behauptet.
War es Sartre, Camus, Kesten...gewesen?
Die alten Cafébewohner sind fast ausgestorben,
so auch die klassischen Cafés.
Wehmut. Da sitzen sie mit ihren Smartphones,
tippen, glotzen, lachen, fluchen...
völlig gebannt und gefesselt.
Digital-Porno
Ich schreibe Gedankenfetzen, Fragmente nieder, alles,
was mir durch den Kopf geht. Es ist viel, manchmal zu viel,
dann ist es gut einen Gedankenspielpartner zu treffen.
Der Schreiber Karl kann so jemand sein, auch der Franzose Jean.
Nicht zu vergessen, Hippie oder Zapata, allesamt Typen, die
aus der klassischen Rolle herausfallen. Ein Kumpel schrieb mal:
„Brüder im Geiste.“
Ist es so? Alle haben ausgeprägte Individualismen.
Der eine hat lange Haare,
der andere einen langen Bart, einer geht selbst im Winter
mit nackten Füssen vor die Türe,
ein anderer ist Meister im Kaffeehaus-Sitzen.
Eigenarten pflegen, notfalls verteidigen.
Anpassung ist für diese Typen ein schwieriges Lebenskapitel.
Man kann es auch anders ausdrücken:
die Freiheit liegt ihnen am Herzen.
Liebeszeichen an die Freiheit.
Die Freiheit, darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Das ist die rote Zone.
Die Herde steht auf der Weide und alle tragen ein Brandzeichen.
Im Café tragen alle ein Smartphone.
We like to entertain you, we like to connect you …
we like to fuck your brain!
Auch mein Smartphone ist dabei, aber auf Distanz.
Wieder so eine Gegensätzlichkeit. Kommt jetzt wieder ein Protest?
Immer Aufschreie, nur die Anlässe haben sich verändert.
Mit diesen Umständen könnte man sich für
den Rest seines Lebens beschäftigen.
Ständig wird man mit ihnen konfrontiert.
Es gibt wahrlich schönere Dinge im Leben.
Dennoch ist es unmöglich an diesen Aufschreien vorbeizukommen.
Die neue Pest, der Rückfall ins dunkelste Mittelalter.
Die Welt als Display und vor Jahrhunderten eine Scheibe.
Wer behauptete, die Erde sei rund, der wurde gefedert, geteert,
an den Pranger gestellt und verbrannt.
Heutzutage ist das nicht anders.
2
Welche Hirne denken sich das Fernsehen aus?
Ich rotz' TV!
Die Herde versammelt sich vor der Glotze und
lässt sich den größten Dreck servieren.
Den nehmen sie bereitwillig und fasziniert in sich auf,
schlagen sich auf die Schenkel, manchmal in die Fresse.
Herrliches Amusement.
PAY-TV verdient seinen Namen.
Nicht nur der Kunde zahlt, sondern auch der Staat.
Das begreift die glotzende Herde nicht.
Soziale Folgekosten, ein Fremdwort für sie.
Das ist NORMAL! Jeden Müll sich täglich reinziehen.
Ich schaue nach der Bedienung. Sie ist jung, hübsch und frisch.
Aber vielleicht ist sie auch schon verdorben?
Wie bei manch saftigem Apfel,
ist die Schale schön anzuschauen.
Aus der Nähe entdeckt man aber plötzlich das Loch,
