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Steigen Sie mit Mint ein in die Linux-Welt!
Egal, ob Sie Linux Mint parallel zu einem anderen Betriebssystem einsetzen oder ausschließlich damit arbeiten wollen: Dieses Buch nimmt Sie an die Hand und ermöglicht Ihnen einen problemlosen Start mit Linux Mint 20 (Ulyana).
Christoph Troche erläutert Ihnen leicht nachvollziehbar die verschiedenen Installationsmöglichkeiten von Linux Mint (Live-Version, Festinstallation, allein oder parallel zu Windows). Er zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Mint einrichten, und stellt die Standard-Arbeitsoberfläche Cinnamon ausführlich vor, so dass Sie direkt loslegen können.
Sie erfahren außerdem, wie Sie Software, die ursprünglich für den Betrieb unter Windows gedacht ist, trotzdem installieren können. Für einen kompletten Umstieg empfiehlt der Autor Ihnen aber auch geeignete Linux-Alternativen. Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Informationen und Tipps zur Sicherheit Ihres Systems.
So hilft Ihnen dieses Praxisbuch optimal dabei, alle im Alltag anfallenden Aufgaben problemlos mit Linux Mint zu meistern.
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Seitenzahl: 148
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Christoph Troche
Linux Mint 20
Praxiswissen für Ein- und Umsteiger
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.
ISBN 978-3-7475-0294-5 1. Auflage
www.mitp.de E-Mail: [email protected]: +49 7953 / 7189 - 079Telefax: +49 7953 / 7189 - 082
© 2020 mitp Verlags GmbH & Co. KG
Linux Mint is copyrighted 2006 and trademarked through the Linux Mark Institute. All rights reserved. Linux® is the registered trademark of Linus Torvalds in the U.S. and other countries.
Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
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Lektorat: Lisa KresseSprachkorrektorat: Petra Heubach-ErdmannCovergestaltung: Christian Kalkert, www.kalkert.deBildnachweis: @ Julien Tromeur/stock.adobe.comElectronic Publishing: Petra Kleinwegen
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Impressum
Einleitung
E.1 Was ist eigentlich Linux?
E.2 Linux ist …
… Open Source
… eine freie Software
… sicher
… stabil
… schnell
… benutzerfreundlich
E.3 Distributionen
Die Mint-Versionen
E.4 Der Umstieg
Die Voraussetzungen
E.5 Die Konzeption dieses Buches
Kapitel 1: Linux Mint herunterladen und ein Startmedium erstellen
1.1 Linux Mint im Internet
1.2 Linux Mint auf eine DVD brennen
1.3 Linux Mint auf einem bootfähigen USB-Stick
Kapitel 2: Die Installation
2.1 Live-Version oder Festinstallation, allein oder parallel?
2.2 Linux Mint per Live-Version ausprobieren
UEFI statt BIOS
Auf eine defekte Windows-Installation zugreifen
2.3 Linux Mint dauerhaft installieren
2.4 Die Option »Etwas Anderes«
2.5 Linux Mint 20 per Upgrade installieren
2.6 LMDE installieren
2.7 Den Bootloader GRUB2 reparieren
Kapitel 3: Linux Mint einrichten
3.1 Die Netzwerkverbindungen einrichten
Per kabelgebundenem LAN
Per WLAN
Per Surf-Stick
3.2 System aktualisieren
Die Anwendungspaketquellen aktualisieren
3.3 Programme aktualisieren
3.4 Spracheinstellungen überprüfen
3.5 Die Grafikkarte einrichten
3.6 Drucker einrichten
3.7 Einen Scanner einrichten
3.8 Zu guter Letzt: Aufräumen
3.9 Anwendungen nachinstallieren
Programme aus einer anderen Quelle installieren
PPA einbinden
Die Synaptic-Paketverwaltung
Mit GDebi
Über das Terminal
Flatpak
Kapitel 4: Was finde ich wo? Der Desktop
4.1 Ihr Arbeitsplatz
Der Schreibtisch
4.2 Das Startmenü
4.3 Der Schnellzugang zu den Favoriten
4.4 Aktive Anwendungen
4.5 Applets
4.6 Desklets
4.7 Einstellungen vornehmen
Kapitel 5: Windows-Programme mit Linux nutzen
5.1 Wine (Wine Is Not an Emulator)
5.2 PlayOnLinux und Winetricks
5.3 Die Königsdisziplin: Die virtuelle Maschine
VirtualBox installieren
Extension-Packs installieren
DKMS installieren
Installation der Gasterweiterungen innerhalb des Gastsystems
5.4 Die Windows-Partition von der Festplatte entfernen
Kapitel 6: Linux-Alternativen bekannter Windows-Programme
6.1 Office-Programme (Microsoft Office)
6.2 Textverarbeitungen (Microsoft Word)
6.3 Tabellenkalkulationen (Microsoft Excel)
6.4 Datenbanken (Microsoft Access)
6.5 Präsentationssoftware (Microsoft PowerPoint)
6.6 Projektmanagement-Software (Microsoft Project)
6.7 Webdesign (FrontPage, Dreamweaver)
6.8 Webbrowser (Edge, Internet Explorer, Chrome)
6.9 E-Mail-Clients (Microsoft Outlook)
Kapitel 7: Linux Mint in der Gruppe
7.1 Warum ein Mehrbenutzersystem?
7.2 Benutzer und Benutzergruppen, oder: Ein bisschen Hintergrundwissen
Die Nutzer
7.3 Benutzerkonten verwalten
Über die Benutzerverwaltung
Über das Terminal
7.4 Benutzergruppen
7.5 Der Besitzer und seine Rechte
Die Zugriffsoptionen
Erweiterte Zugriffsoptionen
sudo konfigurieren
Kapitel 8: Safety first – Sicherheit im System
8.1 Ist Linux Mint eigentlich sicher?
Trojaner, Viren, Ransomware
8.2 Die Privilegien bei Linux Mint
8.3 Das Linux-Mint-Ökosystem
8.4 Spectre und Meltdown
8.5 Sichere Passwörter
Buchstaben-durch-Zahlen-ersetzen-Methode
Die Anfangsbuchstaben-Methode
Die Konsonatenmethode
8.6 Start absichern
8.7 Daten verschlüsseln
8.8 Firefox absichern
8.9 Ihre Daten sichern
Timeshift
Nach einem Festplattencrash
Kapitel 9: Der Linux-Verzeichnisbaum – Eine etwas andere Logik
9.1 Die wichtigsten Verzeichnisse
9.2 Geräte im Verzeichnisbaum
9.3 Eine Festplatte in den eigenen /home-Ordner einbinden
9.4 Das Terminal
9.5 Der Dateimanager Nemo
Ansichten
Verborgene Dateien ansehen
Nemo als Systemadministrator nutzen
Erweiterte Funktionen
Module
9.6 Der Warpinator
Nachwort
In diesem Kapitel möchte ich Ihnen einige Hintergründe zu Linux und Linux Mint geben. Es ist nicht zwingend nötig, dieses Kapitel zu lesen, um Linux installieren und benutzen zu können, aber es erklärt, warum Linux und damit auch Linux Mint so ist, wie es ist.
Linux ist ein Betriebssystem, das im Wesentlichen auf den finnischen Entwickler Linus Torvalds zurückgeht. Der Legende nach wollte er im Winter einfach nur nicht die Wohnung verlassen und begann, eine Möglichkeit zu entwickeln, sich mit seinem PC in den Universitätscomputer einzuloggen. Irgendwann erkannte er dann, dass er wohl gerade im Begriff war, ein völlig neues Betriebssystem zu entwickeln, was allerdings bereits in den Anfangszeiten des Personal Computers eine Herkulesaufgabe war, die ein Mensch alleine gar nicht bewerkstelligen konnte. So postete er seine Entwicklung im gerade entstehenden Internet und forderte andere Interessierte auf, am System mitzuarbeiten und Verbesserungsvorschläge zu machen (»Nur so als Hobby, es wird nicht groß und professionell …«).
Weltweit beteiligten sich von Beginn an Enthusiasten auf der ganzen Welt an der Entwicklung, programmierten viele Millionen Seiten Programmcode und brachten die Entwicklung weiter voran.
Der entscheidende Schritt in der Entwicklung von Linux war die Idee, den Code unter der sogenannten GNU General Public License (GPL) zu veröffentlichen. Diese Lizenz erlaubt es einem Nutzer, eine Software zu nutzen, sie zu studieren, zu verändern und weiterzugeben, solange diese Nutzerrechte ebenfalls weitergegeben werden.
Das bedeutet, dass der Quellcode von Linux im Unterschied zu Windows öffentlich und frei zugänglich ist. Dies hat zur Folge, dass das gesamte Programmpaket transparent bleibt, es gibt keine versteckten, unliebsamen Überraschungen.
Allerdings ist Linux bei Weitem kein Hobby-Projekt mehr. Die großen Firmen der IT-Branche von A wie Adobe bis Z wie ZTE unterstützen die Linux Foundation und helfen bei der Entwicklung von Linux sowie anderer Open-Source-Projekte. Dabei verfolgen diese Unternehmen durchaus eigennützige Ziele: Linux hat seinen Platz, vor allem in der Netzwerktechnologie, längst eingenommen. Und seit 2016 ist eben sogar Microsoft Mitglied der Linux Foundation.
Für die Protagonisten hinter Linux sollen Information und der Zugang dazu jedermann kostenlos jederzeit zur Verfügung stehen können.
Freie Software bedeutet in diesem Zusammenhang allerdings nicht zwingend »kostenlos«.
Per definitionem ist Software dann frei, wenn der Benutzer vier Rechte erhält:
Ein Programm so auszuführen, wie man möchteDie Freiheit, die Funktionsweise des Programms zu untersuchen und anzupassenDie Freiheit, das Programm weiter zu verbreitenDie Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellenKlar ist ebenfalls, dass auch mit Linux viel Geld verdient wird. Die Firma Canonical, die hinter dem Ubuntu-Projekt steht, oder das börsennotierte RedHat bieten Firmen Support und Schulung gegen Entgelt an, und auch ich schreibe dieses Buch gegen ein Honorar.
Als Desktop-Anwendung ist Linux mit all seinen Distributionen, im Unterschied zu Windows, fast vollständig frei von Schadsoftware. Dafür gibt es mehrere Ursachen:
Die meisten Schadprogramme werden für die Windows-Umgebung programmiert. Sie laufen gar nicht in der Linux-Umgebung.Selbst wenn sie für Linux programmiert würden: Für jede Systemveränderung müssen Sie sich als Administrator legitimieren, eine heimliche Installation durch die Hintertür ist so nicht möglich.Da die Quellcodes der Programme offenliegen, werden potenzielle Einfallstore für Schadsoftware besser erkannt und können rechtzeitig geschlossen werden.Linux hat einen zu geringen Marktanteil. Damit sich ein Schadprogramm wirkungsvoll verbreiten kann, ist eine Monokultur nötig. Und die bietet Linux nicht.Der Linux-Kernel ist ein außerordentlich stabiles System. Jeder Netzwerkadministrator wird Ihnen Geschichten von Linux-Servern erzählen können, die jahrelang ohne einen einzigen Absturz liefen. Ähnlich empfinde ich mein eigenes System: Ich kann mich nicht erinnern, dass mein eigener PC in den letzten Jahren vollständig abgestürzt sei. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich nicht einzelne Programme gelegentlich aufhängen würden. Allerdings wird Linux immer zuerst versuchen, das abgestürzte Programm zu beenden, das übrige Betriebssystem läuft zunächst weiter. Schließlich laufen die meisten Server des Internets mit Linux; Android und iOS basieren darauf, Linux findet sich in Ihrer Fritz!Box und möglicherweise auch in Ihrem Autoradio.
Sie kennen vielleicht das Phänomen: Ein anfänglich flottes Windows-System wird nach einigen Monaten immer langsamer. Dateileichen unvollständiger Deinstallationen, fragmentierte Festplatten und eine aufgeblähte Registrierdatenbank bremsen dabei das System im Laufe der Zeit immer weiter aus. Eine ganze Software-Sparte lebt davon, Programme für die Wartung des Systems anzubieten, der Nutzen ist bestenfalls kurzfristig und überschaubar.
Linux benötigt die Wartungsprogramme nicht: Eine Registrierdatenbank (Registry), die Sie immer wieder aufräumen müssten, existiert nicht. Dateileichen, wenn sie denn entstehen, werden mit einem kurzen Befehl entfernt und fragmentierte Festplatten sind bei Linux kein Thema.
Außerdem muss im Hintergrund kein Anti-Viren-Programm oder eine Firewall mitlaufen, die Speicherplatz benötigen und die Performance Ihres Computers spürbar verlangsamen.
Linux hat immer noch den Ruf, nur von Nerds und Profis bedient werden zu können. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass Fachleute, um beispielsweise ein Netzwerk zu administrieren, keine Benutzeroberfläche benötigen.
Seit Distributionen wie Linux Mint auf dem Markt sind, stimmt dieser Ruf allerdings so nicht mehr. Insgesamt ist der Umgang mit Distributionen wie Linux Mint nicht einfacher oder schwieriger als mit anderen Betriebssystemen. Er ist manchmal nur anders, wobei sich Mint an der bewährten und oft vermissten Funktionalität eines Windows XP orientiert.
Bei Linux ist es nicht nötig, das zu nehmen, was der Hersteller anbietet. Gefällt Ihnen die neueste Windows-Version nicht, haben Sie eben Pech gehabt. Linux hingegen erlaubt es jedem Nutzer, seine eigene Arbeitsoberfläche nach seinen Vorstellungen mit den für ihn interessantesten Programmen nach seinem Geschmack zusammenzustellen.
Linux Mint basiert dabei in seiner Hauptversion auf der bekanntesten Distribution: Ubuntu, die von der Firma Canonical in Südafrika erstellt wird.
Legt man die Statistik der Webseite Distrowatch zugrunde, ist Linux Mint seit Jahren mindestens so beliebt wie Ubuntu. Dies mag damit zusammenhängen, dass es sich um eine Softwarezusammenstellung für PCs handelt, die es dem Umsteiger von Windows einfach machen will. Das gesamte Look and Feel ähnelt dem Marktführer aus Redmond so sehr, dass sich ein Benutzer, der sich zum ersten Mal vor einem Mint-PC sitzt, zumindest mit den wichtigen Funktionen auskennen wird.
Neben den etablierten Programmen wie Firefox, Thunderbird und LibreOffice liefert Mint auch gleich alle möglichen Codecs mit, die zum Abspielen von DVDs sowie Musik- und Videoformaten aller Couleur nötig sind. Reibungslos miteinander arbeitende Programme und maximale Stabilität haben oberste Priorität.
Linux Mint existiert in verschiedenen Varianten, die an die jeweiligen Zielgruppen angepasst wurden:
Cinnamon: Die Standardversion mit der von Mint selbst entwickelten Arbeitsoberfläche. Diese Version benötigt die meisten Ressourcen, bietet aber auch die vielfältigsten Features.MATE: Hier wird GNOME 2 als Desktop-Umgebung genutzt. Diese ist sehr stabil und ausgereift. Sie ist schneller als Cinnamon, bietet aber nicht so viele Möglichkeiten.xfce: Sind für den Einsatz auf leistungsschwacher Hardware konzipiert.LMDE: Während die oben genannten Derivate auf Linux-Ubuntu basieren, wählt LMDE Debian als Basis.Ich werde mich allerdings auf die Standardversion beziehen, nahezu alle Angaben zu Installation und Einrichtung gelten auch für die Derivate.
Da Linux Mint auf Ubuntu basiert, werden auch dessen Upgrade-Zyklen übernommen: Alle zwei Jahre erscheint dabei eine Version, die für fünf Jahre unterstützt wird. Alle halbe Jahre erscheint zusätzlich ein weiteres kleineres Upgrade, das bis zum selben Datum mit Updates versorgt wird. Die Codenamen sind weibliche Vornamen in alphabetischer Reihenfolge, die Version 20 firmiert dabei als Ulyana.
Sinnvoll wird der Umstieg für Sie dann, wenn Sie wie die meisten Menschen den Rechner für Office-Tätigkeiten, das Surfen im Internet, E-Mail, Bild- und Videobearbeitung und derlei Aufgaben benutzen.
Sie haben einen älteren PC, den Sie Ihren Kindern für die Hausaufgaben und die Recherche im Internet einrichten wollen? Linux Mint benötigt keine modernste Hardware, selbst dieses Buch wird auf einem Rechner aus dem Jahr 2006 verfasst.
Bitte beachten Sie allerdings Folgendes:
Wenn Sie dringend auf Programme angewiesen sind, die nur unter Windows laufen, sollten und können Sie Linux Mint zunächst parallel zu Windows installieren.
Auch wenn Sie viele neue rechenintensive Spiele nutzen, werden Sie mit Linux Mint nicht glücklich. Viele Hersteller entwerfen ihre Spiele kompatibel zu Windows und vielleicht noch macOS, aber im Elektronikfachmarkt Ihres Vertrauens werden Sie unter den Top 10 nur selten Linux-kompatible Spiele finden.
Um Linux Mint zu installieren, benötigen Sie einen Computer mit einer 64-Bit-Architektur. Ältere Computer, die nur über eine 32-Bit-Architektur verfügen, können Mint nicht mehr nutzen.
Sie benötigen weiterhin, um sinnvoll arbeiten zu können,
mindestens einen 2-GHz-Dual-Core-Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher,eine Festplatte oder einen anderen Speicher mit mindestens 20 GB, eine VGA-fähige Grafikkarte mit einer Auflösung von 1.024 x 768, entweder ein DVD-Laufwerk oder einen USB-Anschluss für die Installationsmedien.Eine schnelle Internetverbindung ist dringend empfohlen.Dieses Buch ist ein Praxisbuch. Das bedeutet, dass ich weitgehend darauf verzichten werde, Sie mit den Grundlagen von Linux zu langweilen. Stattdessen werde ich Sie durch den Installationsvorgang und die Einrichtung der Arbeitsumgebung führen und Ihnen bei der nachträglichen Installation von weiteren Programmen helfen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie immer an die aktuellste Version von Linux Mint kommen. Sollten dies Ihre ersten Erfahrungen mit Linux sein, empfehle ich Ihnen, das Buch von Anfang an durchzuarbeiten, weil ich mich bemüht habe, den Ein- oder Umstieg in einer chronologisch sinnvollen Weise zu gestalten.
Der Umfang dieses Buches bringt es mit sich, dass ich Ihnen nur einen Einstieg ermöglichen kann. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass Sie, nachdem Sie einmal Linux-Luft geschnuppert haben, andere Betriebssysteme nicht mehr vermissen werden.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und viel Erfolg mit Ihrem neuen Betriebssystem.
Köln, im August 2020
Wenn Sie Linux Mint installieren wollen, finden Sie die dafür notwendigen installationsfähigen Abbilder im Internet. Diese dürfen Sie sich kostenlos herunterladen und verwenden. Sie sollten jedoch über einen schnellen Internetanschluss und eine Datenflatrate verfügen, immerhin beträgt die Datenmenge ca. 1,8 GB.
Hinweis
Die wichtigste Quelle im Internet für Linux Mint ist die offizielle Webseite des Projekts https://www.linuxmint.com
und das deutschsprachige https://www.linuxmintusers.de.
Auf diesen Seiten finden Sie nicht nur die Downloadquellen, sondern auch Hilfe zu fast allen denkbaren Fragestellungen rund um Linux Mint
Abb. 1.1: Downloadlinks auf der Webseite des Linux-Mint-Projekts
Wie Sie sehen, stehen Ihnen auf der Download-Seite mehrere Images in einer 64-Bit-Version zur Verfügung. Die Standardversion heißt Cinnamon.
Die Direktlinks der Linux-Mint-Webseite ermöglichen Ihnen, das Image als sogenannte .iso-Datei direkt auf Ihrem Rechner zu speichern. Allerdings ist das http-Protokoll nicht unbedingt auf die Übertragung großer Datenmengen, sondern auf die Übertragung von Internetseiten ausgelegt. Fehlerhafte Übertragungen und Abbrüche des Downloads kommen hier häufiger vor. Der sicherere und auch schnellere Weg zur Übertragung großer Dateien ist das Torrent-Protokoll. Hier wird nur eine kleine, wenige Kilobyte große Datei vom Linux-Mint-Server heruntergeladen, die dafür sorgt, dass jeder, der bereits Teile der .iso-Datei auf seinem Rechner hat, diese zum Download für andere zur Verfügung stellt.
Hinweis
Dazu benötigen Sie ein Programm mit Namen BitTorrent. Dieses Programm können Sie kostenlos von der Webseite http://www.bittorrent.com herunterladen.
Nachdem Sie das Programm heruntergeladen und installiert haben, klicken Sie auf den torrent-Link der Download-Seite bei https://www.linuxmint.com. Der Download startet dann automatisch. Sofort nach Erhalt aller übertragenen Pakete wird die vollständige Datei mit einer Prüfsumme (Checksumme) auf Fehler überprüft. Mithilfe der Prüfsumme können Sie feststellen, ob die .iso-Datei, die Sie heruntergeladen haben, auch tatsächlich fehlerfrei übermittelt wurde. Sie erhalten eine sehr lange und kryptische Buchstaben-Zahlen-Kombination. Vergleichen Sie dann diese Checksumme mit der vom Entwicklerteam errechneten Zeichenfolge, die Sie hinter dem Link: don’t forget to verify your iso finden. Ist die Buchstaben-Zahlen-Kombination nicht identisch, ist bei der Übertragung ein Fehler aufgetreten.
Sollte Ihnen das Herunterladen mit BitTorrent jedoch zu aufwendig erscheinen, suchen Sie sich einen Download-Link aus Deutschland. Dies minimiert die Fehleranfälligkeit und vergrößert die Chance, eine unversehrte .iso-Datei zu erhalten. Um die Checksumme zu ermitteln, hält Windows leider kein Bordmittel vor. Falls Sie das kostenlose Packprogramm 7-Zip installiert haben, haben Sie allerdings schon ein funktionierendes Tool an Bord. Starten Sie den Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste die .iso-Datei an und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag mit dem kryptischen Namen CRC SHA und hier die Option SHA256 aus. Nach einigen Momenten wird Ihnen die errechnete Checksumme angezeigt.
Abb. 1.2: Sehr zu empfehlen: der Prüfsummencheck
Nun vergleichen Sie diese mit der vom Mint-Team zur Verfügung gestellten.
Hinweis
Falls Sie 7-Zip nicht ohnehin schon installiert haben, finden Sie es auf der Webseite http://www.7-zip.de.
Stimmen beide alphanumerischen Zeichenketten exakt überein, können Sie die Datei auf den gewünschten Datenträger brennen. Stimmen die beiden Codes jedoch nicht überein, versuchen Sie den Download noch einmal, wahrscheinlich hat es einen Übertragungsfehler gegeben, der die Installation schwierig bis unmöglich macht.
Nachdem Sie eine .iso
