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Lonely Planet E-Books für dein Smartphone, Tablet oder E-Book Reader ! Spare Gewicht im Gepäck und nutze viele praktische Feature auf deiner nächsten Reise: - Navigiere schnell und einfach im E-Book mit unseren hilfreichen Links - Weblinks führen dich direkt zu weiteren Infos - Offline-Karten (inkl. Zoom) + Google Maps Links zeigen dir den Weg NEU: Karten mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder speichern – vermeide Roaming im Ausland! - Durchsuche den Text in Sekunden nach beliebigen Stichworten - Mache Notizen und Lesezeichen und erstelle dir ganz einfach einen individuellen Reiseplan E-Book basiert auf: 8. Auflage 2020 Mit dem Lonely Planet Australien auf eigene Faust durch Down Under. Etliche Monate Recherche stecken im Kultreiseführer für Individualreisende. Auf mehr als 1200 Seiten geben die Autoren sachkundige Hintergrundinfos zum Reiseland, liefern Tipps und Infos für die Planung der Reise, beschreiben alle interessanten Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Öffnungszeiten und Preisen und präsentieren ihre persönlichen Entdeckungen und Tipps. Auch Globetrotter, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs sein möchten, kommen auf ihre Kosten. Fahren Sie abseits der Straßen mit einem Geländewagen zur Nordspitze der Insel, erleben Sie Tropenidylle beim Inselcamping oder machen Sie eine Radtour durch das Outback. Wo übernachten und essen? Für jedes Reiseziel gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. Abgerundet wird der Guide durch Übersichts- und Detailkarten, einem Farbkapitel zu den 25 Top- Highlights Australiens, einer anschaulichen 3D-Darstellung von Sydney Harbour, Themen-Specials, Reiserouten, fundierte Hintergrundinformationen und - damit Sie gut durch´s Land kommen - einen Sprachführer. Der Lonely-Planet-Reiseführer Australien ist ehrlich, praktisch, witzig geschrieben und liefert inspirierende Eindrücke und Erfahrungen. Ob Backpacker, Pauschalreisender oder 5- Sterne-Tourist - mit dem Lonely Planet im Rucksack, Handschuhfach oder Satteltasche sind Sie garantiert bestens gerüstet. Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche!
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Seitenzahl: 3051
Veröffentlichungsjahr: 2020
REISEPLANUNG
Willkommen in Australien
Karte Australien
Australiens Top 25
Gut zu wissen
Was gibt’s Neues?
Wie wär’s mit …
Monat für Monat
Reiserouten
Mit Kindern reisen …
Trips zum Great Barrier Reef
Outback-Trips
Outdoor-Aktivitäten
Wildtiere beobachten
Australien im Überblick
REISEZIELE IN AUSTRALIEN
SYDNEY & NEW SOUTH WALES
Sydney
Royal National Park
Blue Mountains
Central Coast
Hunter Valley
Newcastle
Mid North Coast
Port Stephens
Myall Lakes National Park
Port Macquarie
South West Rocks
Bellingen
Coffs Harbour
Byron Bay & Far North Coast
Yamba & Angourie
Ballina
Byron Bay
Brunswick Heads
Hinterland der North Coast
Bangalow
Lismore
Nimbin
New England
Tamworth
Armidale
Tenterfield
Nördliches New South Wales
Moree
Lightning Ridge
Zentrales New South Wales
Bathurst
Orange
Cowra
Dubbo
Mudgee
Outback
Bourke
Broken Hill
Mungo National Park
South Coast von New South Wales
Wollongong
Berry
Kangaroo Valley
Nowra
Jervis Bay
Ulladulla & Mollymook
Batemans Bay
Narooma
Tilba Tilba & Central Tilba
Sapphire Coast
Southern Highlands
Mittagong & Bowral
Snowy Mountains
Cooma
Kosciuszko National Park
Riverina
Gundagai
Albury
Wagga Wagga
Griffith
Sydney – wo übernachten?
Sydney Harbour
Sydneys Strände
CANBERRA & ACT
Canberra
Rund um Canberra
QUEENSLAND
Brisbane
North Stradbroke Island
Moreton Island
Toowoomba
Granite Belt
Gold Coast
Surfers Paradise
Main Beach & The Spit
Broadbeach & Mermaid Beach
Burleigh Heads
Gold Coast Hinterland
Noosa & Sunshine Coast
Noosa
Bribie Island
Caloundra
Mooloolaba & Maroochydore
Coolum & Peregian Beach
Cooloola Coast
Fraser Coast
Hervey Bay
Rainbow Beach
Gympie
Childers
Bundaberg
Fraser Island
Capricorn Coast & Southern Reef Islands
Agnes Water & Town of 1770
Southern Reef Islands
Rockhampton
Yeppoon
Great Keppel Island
Whitsunday Coast
Mackay
Airlie Beach
Whitsunday Islands
Eungella National Park
Von Townsville nach Cairns
Townsville
Magnetic Island
Ingham & Umgebung
Tully
Mission Beach
Innisfail
Cairns & Umgebung
Atherton Tablelands
Kuranda
Atherton
Malanda & Umgebung
Yungaburra
Crater Lakes National Park
Von Port Douglas nach Cooktown
Port Douglas
Mossman
Daintree & Cape Tribulation
Cooktown
Cape York Peninsula
Thursday Island & Horn Island
Gulf Savannah
Undara Volcanic National Park
Croydon
Normanton
Karumba & Karumba Point
Queenslands Outback
Cloncurry
Mt. Isa
Von Mt. Isa nach Charleville
Barcaldine
Charleville
Channel Country
Das Great Barrier Reef
MELBOURNE & VICTORIA
Melbourne
Dandenongs
Yarra Valley
Marysville & Lake Mountain
Daylesford & Hepburn Springs
Mornington Peninsula
Phillip Island
Great Ocean Road
Geelong
Bellarine Peninsula
Torquay
Anglesea
Aireys Inlet & Umgebung
Lorne
Apollo Bay
Cape Otway
Port Campbell
Port Campbell National Park
Warrnambool
Port Fairy
Portland
Goldfields & Grampians
Ballarat
Bendigo
Kyneton
Castlemaine
Die Grampians
Mt. Arapiles State Park
Gippsland & Wilsons Promontory
Wilsons Promontory National Park
Lakes District
East Gippsland & Wilderness Coast
Victorias High Country
Mansfield
Mt. Buller
Beechworth
Rutherglen
Bright
Mt. Beauty & Kiewa Valley
Falls Creek
Mt. Hotham & Dinner Plain
Murray River
Mildura
Echuca
Bildergalerie 1
Great Ocean Road
TASMANIEN
Hobart
Richmond & Umgebung
Mt. Field National Park & Umgebung
Der Südosten
Bruny Island
Cygnet
Geeveston & Umgebung
Dover
Tasman Peninsula & Port Arthur
Dunalley
Port Arthur & Tasman National Park
Die Midlands
Ross
Die Ostküste
Maria Island National Park
Swansea
Coles Bay & Freycinet National Park
Bicheno
Binalong Bay & Bay of Fires
Derby & Umgebung
Flinders Island
Launceston
Tamar Valley
Longford & Umgebung
Evandale
Ben Lomond National Park
Devonport & der Nordwesten
Devonport
Mole Creek
Penguin
Burnie
Stanley
King Island
Tarkine Wilderness
Corinna & Pieman River
Cradle Country & der Westen
Cradle Mountain-Lake St. Clair National Park
Queenstown
Strahan
Der Südwesten
Lake Pedder & Strathgordon
Maydena
ADELAIDE & SOUTH AUSTRALIA
Adelaide
Hahndorf
Rund um Stirling
Gumeracha, Birdwood & Lobethal
Fleurieu Peninsula
McLaren Vale
Willunga
Strände am Gulf St. Vincent
Victor Harbor
Port Elliot
Goolwa
Kangaroo Island
Barossa Valley
Clare Valley
Murray River
Renmark & Paringa
Limestone Coast
Robe
Meningie & Coorong National Park
Mount Gambier
Penola & Weinregion Coonawarra
Yorke Peninsula
Eyre Peninsula
Port Augusta
Port Lincoln
Coffin Bay
Streaky Bay & Umgebung
Ceduna
Flinders Ranges
Outback
Woomera & Umgebung
Coober Pedy
DARWIN & NORTHERN TERRITORY
Darwin
Batchelor
Litchfield National Park
Pine Creek
Kakadu National Park
Arnhem Land
Katherine
Nitmiluk (Katherine Gorge) National Park
Mataranka
Barkly Tableland & Gulf Country
Carpentaria Hwy & Tablelands Hwy
Borroloola
Central Northern Territory
Tennant Creek
Devil’s Marbles & Umgebung
Tanami Road
Alice Springs
MacDonnell Ranges
Der tiefe Süden des Northern Territory
Old South Road
Lasseter Highway
Kings Canyon & Watarrka National Park
Uluru-Kata Tjuta National Park
Bildergalerie 2
Ultimatives Outback
PERTH & WESTERN AUSTRALIA
Perth
Rottnest Island
Swan Valley
Rockingham
Dwellingup
Mandurah
Perth Hills
Avon Valley
New Norcia
Turquoise Coast
Region Margaret River
Bunbury
Dunsborough
Yallingup
Margaret River
Caves Road
Southern Forests
Manjimup
Pemberton
Südliches Western Australia
Walpole & Nornalup
Denmark
Albany
Porongurup National Park
Stirling Range National Park
Esperance
Batavia Coast
Geraldton
Kalbarri
Shark Bay
Denham
Monkey Mia
Gascoyne Coast
Ningaloo Coast & Pilbara
Coral Bay
Exmouth
Ningaloo Marine Park
Karratha
Port Hedland
Karijini National Park
Broome & Kimberley
Broome
Dampier Peninsula
Derby
Gibb River Road
Great Northern Hwy
Kununurra
Purnululu National Park & Bungle Bungle Range
Western Australias Outback
Kalgoorlie-Boulder
AUSTRALIEN VERSTEHEN
Geschichte
Die Kultur der Aborigines
Natur & Umwelt
Essen & Trinken
Sport
PRAKTISCHE INFORMATIONEN
Tödlich & gefährlich
Allgemeine Informationen
Verkehrsmittel & -wege
Sprache
Kartenlegende
Mit Kindern reisen
Trips zum Great Barrier Reef
Outback-Trips
Sydneys Strände
Sydney – wo übernachten?
Great Ocean Road
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Australien vereint Unerwartetes: Hier teilen sich die ältesten Kulturen der Welt weite Ebenen voller Farbenspiele, schicke Gassen und unvorstellbar blaues Wasser mit immer neu hereinschwappenden Wellen von Neuankömmlingen aus der ganzen Welt.
Australien ist ein Staat, umfasst aber viele Nationen. Das versteht, wer auf den Spuren seiner ersten Völker wandelt. Egal, ob man im Kakadu National Park Felszeichnungen betrachtet, die mehr als 20 000 Jahre alt sind, im azurblauen Wasser von Rottnest Island schwimmt oder den legendären Hafen von Sydney bewundert, wo die Nation der Eora über Jahrhunderte Handel betrieb – immer befindet man sich auf Land, das seit Ewigkeiten Heimat indigener Völker ist.
Nirgendwo werden Städte so gebaut wie in Australien: Jede ist eine Hommage an prächtige Wasserwege oder Strände und ein einzigartiges, sehr regionales Erlebnis. Am besten leiht man sich an einer der Leihstationen in Melbourne ein Fahrrad und erkundet die Viertel der Stadt und die von Cafés gesäumten Gassen. Darwin hingegen verbindet südasiatischen Einfluss mit der zeitgenössischen Kultur der Aborigines (und kann für einen beeindruckenden Sonnenbrand sorgen). Wer von allem ein bisschen will, dem wird Sydney mit seiner natürlichen Schönheit und dem geschäftigen Treiben den Atem rauben, während Hobart mit seiner gotischen Geschichte und seiner zeitgenössischen Kunst verzaubert.
Egal in welcher der größeren Städte Australiens man sich gerade aufhält, immer befindet man sich nur einen Katzensprung entfernt von einem Ort, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Wer keine Angst vor dem tiefen Blau des Meeres hat, kann an den berühmten Riffen Ningaloo und Great Barrier Reef abtauchen oder nach majestätischen Südkapern Ausschau halten, die an der Great Australian Bight vorbeiziehen. Und nichts raubt einem derart den Atem wie eine Allrad-Tour über eine der vielen unbefestigten Straßen zu steingewordenen Wundern wie Uluru oder dem Kimberly.
Jahrzehntelange Migration und die Wiederentdeckung lokaler Zutaten haben die australische Küche ins Blickfeld der weltbesten Köche rücken lassen. Man kann in erstklassigen Restaurants Kängurusteak mit heimischem Gemüse genießen, aber auch eine Busch-Tucker-Tour um Alice Springs unternehmen und dabei lokale Pflanzen probieren. Keine Reise nach Tasmanien wäre vollständig, ohne dass man frische Austern geschlürft hätte, kein Trip durch Australiens Süden komplett ohne eine Gourmet-Tour durchs Barossa Valley. Kleiner Hinweis: In Darwin mag man es scharf!
XANKAI PHOTOGRAPHY/GETTY IMAGES ©
Atemberaubende Klippenlandschaft, Broome, Western Australia
Von Rachael Hocking, Journalistin
Wenn ich durch dieses großartige Land wandere, spreche ich mit meinen Ahnen: den großen Warlpiri-Kriegern und den Vorfahren jedes Stammes, der dieses Land sein Zuhause nennt. Ich singe zu den Geistern, die den Nachthimmel über der Tanami Desert bewohnen – sie schauen von den Sternen herunter und sehen Kreise, Linien, Punkte, die Adern unserer Mutter. Ich habe mit den Meriam auf Erub Island am Rand der Torres Strait Schildkröteneier geteilt und im Herzen der Pilbara zusammen mit Rangern der Martu-Aborigines ein seltenes Felskänguru gesichtet. Ich besitze dieses Land nicht, aber es ist ein Teil von mir.
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1 Die heutigen Aborigines gehören über 500 indigenen Nationen an und sind die Erben der ältesten Kultur der Welt. Vielleicht kommt man bei einer geführten Tour erstmals mit dieser in Berührung, vielleicht bei bush tucker oder während man ihren Ausdrucksformen in Kunst, Film, Musik, Geschichte und Tanz beiwohnt. Man muss nicht das Outback besuchen, aber wie auch immer der „Erstkontakt“ erfolgt – das eigene Weltbild dreht sich komplett. Das postkoloniale Australien beginnt erst, die Bewahrung des Landes durch die Aborigines schätzen zu lernen, ebenso wie die Demut, die nötig war, um hier über Jahrtausende zu leben.
HOHENHAUS/GETTY IMAGES ©
Buschnahrung, Central Australia
2Australiens Tiere füllen die Weiten des Landes mit einzigartigem Leben. Ein Känguru im Outback oder ein Wombat, das im Busch auftaucht, sind unvergessliche Momente. Und es gibt noch mehr zu entdecken: Krokodile im Kakadu National Park, Wale im Winter vor den Küsten Western Australias, Quokkas auf Rottnest Island und Vögel in den wildesten Farben in Australiens Städten – es gibt jede Menge Möglichkeiten, hier Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Tatsächlich ist es fast unmöglich, sie zu übersehen, darunter so einzigartige Lebewesen wie Koalas, Dingos, Felskängurus, Schnabeltiere, Goannas und mehr! Fernglas einpacken!
TAYLOR WILSON SMITH/SHUTTERSTOCK ©
Tasmanischer Ameisenigel
3 Australiens bekanntestes Naturwunder, der Uluru, zieht Pilger aus der ganzen Welt an wie Licht die Motten. Egal, wie oft man ihn schon auf Bildern gesehen hat: Nichts kann einen auf den Anblick und die spirituelle Präsenz des Uluru (Ayers Rock) am Horizont des Outbacks vorbereiten. Unweit davon liegen die nicht weniger aufregenden Kata Tjuta (Olgas). Von Schluchten durchzogen und mit Vegetation verziert, glühen die 36 rosaroten Kuppeln bei Sonnenuntergang.
TOURISM NT/MATT GLASTONBURY ©
4Das Great Barrier Reef ist, so fragil es auch sein mag, wunderschön. Es erstreckt sich über mehr als 2000 km an der Küste vor Queensland und ist ein komplexes Ökosystem mit Korallen, trägen Meeresschildkröten, dahinschwebenden Rochen, Riffhaien und bunten Tropenfischen aller Art. Ob man sich fürs Tauchen, Schnorcheln, einen Rundflug oder einen Trip mit dem Glasbodenboot entscheidet – das Unterwasserreich ist so unvergesslich, dass manche Besucher die australische Staatsbürgerschaft beantragen, um dabei helfen zu können, es zu retten.
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5Sydneys Top-Sehenswürdigkeiten sind vielfältig – das Sydney Opera House, die Harbour Bridge und die Strände stehen bei den meisten Besuchern ganz oben auf der Liste. Doch abgesehen davon bietet die Stadt jede Menge historische und kulturelle Highlights, die man Stück für Stück entdeckt: die Einwohner, die Geschichten der Aborigines, asiatische Einflüsse, koloniale Straßen, Kneipen, Architektur und immer wieder Wasser. Sydney ist von salziger Seeluft geprägt. Und es ist möglich, all dies in einem einzigen Sydney-Moment mitzuerleben.
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6 Man kann sein Leben lang tropische Inseln erkunden und findet doch nirgendwo eine so reine Schönheit wie die auf den Whitsundays. Gut betuchte Traveller legen mit ihren Jachten in Airlie Beach ab und schippern langsam zwischen den üppig grünen Inselchen umher, um ihr eigenes Paradies zu finden (und das liegt sicher an mehr als nur einer Stelle). Der Whitehaven Beach ist ein Muss – der Strand zählt zu den schönsten Australiens (und der ganzen Welt). Na, schon verzaubert?
MATTHEW ASHDOWN/500PX ©
7 Fächerpalmen, Farne und Mangroven prägen den üppig-grünen, uralten, zum Weltnaturerbe zählenden Daintree Rainforest vor einem weißen Strand. Umgeben von Vogelgezwitscher, Froschquaken und Insektengeschwirr erkundet man ihn bei Wanderungen, auf Lehrpfaden, Hochwegen, bei Jeep-Trips, Ausritten, Kajak und Krokodiltouren, nächtlichen Tierbeobachtungsfahrten oder einer Führung durch Tropenfruchtplantagen. Wer Glück hat, sichtet einen der superscheuen Kasuare!
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8 Warum diese Schlange? Ach, weil alle das neueste Restaurant testen wollen, für das man nicht reservieren kann! Die besten Lokale/Köche/Cafés/Baristas/Flüsterbars sind Stadtgespräch – aber es gibt Dinge, die den Melbournern noch wichtiger sind: die Parks der Innenstadt, die Straßenbahnen, die die Leute ins südliche St. Kilda ans Meer bringen, und ihre für sportverrückte Städte typische Fantreue. Die berühmte Straßenkunstszene spiegelt Ängste, Frust und Freuden der Melbourner wider.
PATJO/SHUTTERSTOCK ©
Street Art in der Hosier Lane
9 Touren über die Weingüter auf von Eukalyptusbäumen gesäumten Landstraßen sind nur einige der Freuden im Südwesten Western Australias. Es gibt unterirdische Höhlen zu erkunden, historische Städte zu besuchen und Wildblumen zu bewundern. In den erstklassigen Breaks in der Nähe der Mündung des Margaret River tummeln sich Surfer, und viele Strände sind so einsam, dass die eigenen Fußspuren das einzige sind, das man sieht. Im Winter und zu Frühjahrsbeginn ziehen Wale entlang des „Humpback Highway“. (siehe >>>)
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Weinbaugebiet Margaret River
10 Einen Fährtrip von Hobarts Hafenanlage entfernt steht das innovative Museum of Old & New Art am Flussufer. Es gehört dem einheimischen Philanthropen David Walsh, der das Museum von Weltrang als „subversives Disneyland für Erwachsene“ bezeichnete. Die unterirdischen Galerien im Gebäude (s. Foto) des Architekten Nonda Katsalidis zeigen auf drei Ebenen über 400 Kunstwerke – viele davon kontrovers. Wer einmal in der beliebtesten Galerie Australiens gewesen ist, wird anschließend garantiert intensive Diskussionen und Gespräche führen.
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11 Mit all den Kängurus und den typisch australischen Akubra-Hüten ist die freundliche Byron Bay (auch nur Byron genannt) eines der beständigsten Symbole der australischen Kultur. Die Bucht lockt mit fabelhaften Restaurants, entspanntem Flair, endlosen Stränden und unzähligen Aktivitätsangeboten Familien, Surfer und Sonnenanbeter aus der ganzen Welt an, die sich bei Sonnenuntergang an der Küste versammeln. Kurz: Dies ist einfach einer der schönsten Küstenabschnitte des ganzen Landes.
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12 Adelaide feiert seine drei berühmten Weinbauregionen, die alle nur zwei Stunden entfernt liegen: Das Barossa Valley im Norden bietet vollmundige rote, alte Weine und deutsches Knowhow. Meer, Weine, Syrah und das atemberaubende Weingut d’Arenburg geben dem McLaren Vale im Süden sein mediterranes Gesicht. Das Clare Valley steht für Riesling und Fahrradtouren (in dieser Reihenfolge). Geheimtipps sind die Tropfen der Adelaide Hills und der Country Cabernet Sauvignon aus Coonawarra.
MILTON WORDLEY/GETTY IMAGES ©
13 Der Park liegt vor dem North West Cape an Western Australias Coral Coast. Hier kann man neben Walhaien, den sanften Giganten, schwimmen, an Korallen entlangschnorcheln und abseits einsamer Riffe surfen und tauchen – schließlich gehört der Park zum Weltnaturerbe und ist ebenso schön wie das Great Barrier Reef. Ningaloo wartet mit vielen Wundern auf, z. B. mit türkisblauen Lagunen, wo man schnorcheln kann. Die touristisch kaum erschlossene Gegend erkundet man beim Camping oder bei Ausflügen ab Exmouth oder Coral Bay.
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Walhai
14 Der Nationalpark im Land der Bininj/Mungguy ist ein Portal zu einer einmaligen Natur- und Kulturlandschaft. Die Sandsteinwälle hier und im Arnhem Land sind seit Langem Regen und Trockenheit ausgesetzt, haben Menschen Schutz geboten – ein Vermächtnis der Natur. Und dann ist da Felskunst: Dreaming-Figuren, Jagdgeschichten, grafische Darstellungen und „Kontaktkunst“ – Aufzeichnungen über Fremde aus Indonesien und Europa. Die zum Weltkulturerbe gehörenden Stätten in Ubirr und Nourlangie sind für alle zugänglich.
TOURISM NT/JEWELS LYNCH ©
Wasserloch Gunlom
15 Ein steiler Grat aus Fels, geformt in Jahrtausenden von Eis und Wind: Der halbmondförmige Cradle Mountain ist Tasmaniens markantester Berg. Die ganztägige Rundwanderung bzw. Klettertour zum Gipfel wird mit einem grandiosen Blick auf Tasmaniens Herz belohnt. Alternativ lässt sich der Cradle Mountain von unten bestaunen und quer über den Dove Lake hinüber fotografieren. Ist der Gipfel in Nebel oder Wolken gehüllt? Dann am Kamin einer Lodge aufwärmen und am nächsten Tag wiederkommen!
OFFLINES/GETTY IMAGES ©
16 Im äußersten Nordwesten Australiens liegen einige der schönsten Ecken des Kontinents. Vor den unendlich wirkenden Stränden Broomes, wo so viele Reisen beginnen, versinkt abends die purpurne Sonne im Türkis des Indischen Ozeans. Die Dampier Peninsula bietet außergewöhnliche Klippen, indigene Kultur, Outdoor-Abenteuer und Luxus-Camping. Und dann gibt’s noch Kimberley, eine Welt blutroter Felsformationen, abgelegener Pfade und unnachgiebiger Schönheit; vom geheimnisvollen Outback ganz zu schweigen.
JOHN PORTER/GETTY IMAGES ©
Cable Beach
17 Die Twelve Apostles – Felsformationen im rauen Ozean – zählen zu Victorias Highlights. Eine möglichst geruhsame Anfahrt macht das Erlebnis noch toller: Die Route führt an den spektakulären Stränden der Bass Strait vorbei und durchquert landeinwärts gemäßigte Regenwälder mit vielen kleinen Orten und Bäumen. Später warten entlang der Great Ocean Road noch mehr Geheimnisse, z. B. das maritime Juwel Port Fairy oder das versteckte Cape Bridgewater. Entspannt geht es dann auf dem Great Ocean Walk von der Apollo Bay zu den Apostles.
MARCELLA MIRIELLO/SHUTTERSTOCK ©
Cape-Otway-Leuchtturm
18 Australiens Hauptstadt ist zwar erst 100 Jahre alt, aber das eigens zu diesem Zweck errichtete Canberra steckt voller Geschichte. Sein größter Reiz sind die üppig ausgestatteten Museen und Galerien, in denen sich das Selbstverständnis des Landes spiegelt. Institutionen wie die National Gallery of Australia, das National Museum of Australia, die National Portrait Gallery und das Australian War Memorial geben Besuchern faszinierende Einblicke in Geschichte und Kultur.
INAVANHATEREN/SHUTTERSTOCK © ARCHITECTS ASHTON RAGGATT MCDOUGALL AND ROBERT PECK VON HARTEL TRETHOWAN
National Museum of Australia, von den Architekten Ashton Raggatt McDougall und Robert Peck von Hartel Trethowan
19Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Hier findet man Dingos, Wracks und alle möglichen Vögel. Geländewagen – normale Autos können auf Sand nicht fahren – tuckern um die idyllischen Campingorte herum und an langen weißen Stränden entlang. An der wilden Küste kann man zwischen Bächen und Süßwasserseen umherstreifen. Das Zelten am Strand unter den Sternen bringt einen zurück zur Natur. Nur eine kurze Fährfahrt entfernt liegt Hervey Bay, wo sich im Winter und Frühjahr vor der Küste Buckelwale zeigen.
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20 Ob mit einem Geländewagen auf dem Oodnadatta Track in South Australia oder mit einem Van auf dem südlichen Abschnitt des Birdsville Tracks – das Outback besucht man nicht, man wird ein Teil von ihm. Hier ist der Himmel blauer und der Staub roter als anderswo. Die Tage teilt man in Einheiten von Kilometern, Spinifex-Gräsern und Reifenpannen ein. Nachts träumt man unter Sternen. Ist man zeitlich eingeschränkt, wird man es von der Küste aus kaum weiter als bis zur Bergarbeiterstadt Broken Hill schaffen.
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21 Ein Besuch in Arnhem Land im Top End von Western Australia ist so viel mehr als ein Trip abseits ausgetretener Pfade. Die Strände sind makellos und oft menschenleer, und die Tierwelt an Land und im Meer ist wegen des Umgangs der Aborigines mit unseren Mitlebewesen intakt. Die Halbinsel Cobourg wirkt, als sei sie im Moment der Schöpfung verharrt. Das Injalak Arts & Crafts Center in Gunbalanya ist ein tolles Ziel – ein wichtiges Kulturzentrum für die Gemeinschaften, die hier, weit jenseits asphaltierter Straßen, leben.
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Matten aus Palmfasern
22 Während man mit dem Kanu stromaufwärts durch eine Schlucht nach der anderen paddelt, erlebt man die Stille der hohen Klippen, durch die das Wasser des Katherine River fließt. Unterwegs legt man vielleicht an einem Sandstrand an, wandert zu einem Aussichtspunkt oder gönnt sich einen Helikopterflug. Inmitten des Nitmiluk National Park gibt es viel zu entdecken, so auch den Jatbula Trail, eine fünftägige Wanderung zum wunderschönen Leliyn (Edith Falls).
SIGURCAMP/SHUTTERSTOCK ©
23Wilsons Promontory (oder auch nur „Prom“), Victorias südlichster Punkt und feinster Küsten-Nationalpark, ist ein Paradies für Buschwanderer, Naturbeobachter und Surfer. Das Buschland und die Küste scheinen wie von einem anderen Planeten; selbst kurze Spaziergänge vom Ausgangspunkt bei Tidal River führen zu schönen Stränden und Buchten. Mit über 80 km Wanderwegen durch Wälder, Sümpfe und Täler mit Baumfarnen, über Berge und Sandstrände vor Dünen am Meer verlangt das Beste vom Prom Besuchern einiges ab.
ANDREW BAIN/GETTY IMAGES ©
24 Der legendäre Ghan – der Name leitet sich von den afghanischen Führern der Kamelkarawanen ab – gehört zu den großen Eisenbahnerlebnissen der Welt. Die alte Strecke von Marree nach Alice Springs aus dem Jahr 1877 wurde durch Unterspülungen und Baumängeln beeinträchtigt, weswegen 1980 eine neue gebaut wurde. Der Abschnitt Alice–Darwin folgte 2004: Jetzt gibt es zwischen Adelaide und Darwin 2979 km bzw. 42 Stunden Schienenzauber. Der Ghan ist weder billig noch schnell, aber die Reise durch die flache Weite der zentralaustralischen Wüsten ist unvergesslich.
MATT MUNRO/LONELY PLANET ©
25 Man wähnt sich auf dem Mars – zwischen den Dünen des Nambung National Park erheben sich unzählige Kalksteinsäulen wie eine versteinerte Armee aus einer anderen Welt. Diese einzigartig bizarre Landschaft zieht jährlich Tausende Besucher an. Ein Tagesausflug von Perth aus geht problemlos, aber man kann auch in Cervantes übernachten und bei mehreren Besuchen die Farbveränderungen bei Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Vollmond erleben – wenn die meisten Besucher in den Hotels sind.
BOB CHRISTOPHER/500PX ©
Australischer Dollar (AU$)
Englisch, Djambarrpuyngu, Pitjantjatjara, Warlpiri, Tiwi, Murrinh- Patha, Kunwinjku (insgesamt 120 indigene Sprachen)
Alle Besucher (außer Neuseeländer) brauchen ein Visum. Es gibt unterschiedliche Visa, vom Kurzbesuchervisum bis hin zum Visum für arbeitende Urlauber.
Nur der australische Dollar wird akzeptiert. Geldautomaten sind weit verbeitet.
Entweder man lässt globales Roaming zu (Kosten checken!) oder man besorgt sich eine lokale SIM zum Aufladen.
Australien hat drei Hauptzeitzonen: Australian Eastern, Central und Western Standard Time. Sydney hat die AEST (GMT plus 10 Stunden).
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Sommer: Regenzeit im Norden, Buschfeuer im Süden.
Die Preise für Unterkünfte steigen, die Strände sind voll.
Festivalsaison: Kunst, Kulinarik, Kino und Musik.
Warme Tage, klarer Himmel, kühle Nächte.
An Ostern zieht es viele australische Familien an die Küste.
Bunte Blätter in Victoria, Tasmanien und South Australia.
Kühle Wintertage im Süden, im Norden sonnig und mild.
Weniger Touristen; einige Attraktionen schließen früher.
Eine gute Zeit für Touren in die Wüste, den tropischen Norden oder für Walbeobachtung.
Lonely Planet
(
www.lonelyplanet.com/australia
) Reiseinfos, Hotelbuchungen, Traveller-Forum und mehr.
Tourism Australia
(
www.australia.com
) Staatliche Tourismusseite mit jeder Menge Infos.
Bureau of Meteorology
(
www.bom.gov.au
) Wettervorhersagen und -warnungen für ganz Australien.
Parks Australia
(
www.environment.gov.au/topics/national-parks
) Infos über Australiens Füllhorn an Nationalparks & Naturschutzgebieten
Go Camping Australia
(
www.gocampingaustralia.com
) Guide zum Thema Campen in Australien; detaillierte Campingplatzbewertungen inbegriffen.
Australische Telefonnummern beginnen mit einer zweistelligen Vorwahl, gefolgt von einer achtstelligen Nummer.
Notfall (Krankenwagen, Feuerwehr, Polizei)
000
Auskunft
1223
Eurozone
1 €
1,61 AU$
1 AU$
0,62 €
Schweiz
1 SFr
1,47 AU$
1 AU$
0,68 €
Aktuelle Wechselkurse sind unter www.xe.com abrufbar.
B im Hostel: 40 AU$
DZ in einem einfachen Motel: 100–150 AU$
Einfaches Hauptgericht: 15–20 AU$
Kurze Bus- oder Zugfahrt: 5 AU$
DZ in einem B & B oder Hotel: 150–250 AU$
Brunch in einem guten Café: 25–40 AU$
Eintritt zu einem Gig: 30 AU$
Kurze Taxifahrt: 25 AU$
DZ in einem Tophotel: ab 250 AU$
Drei-Gänge-Menü: 125 AU$ pro Person
Theater oder Festivalticket: ab 100 AU$
Inlandsflüge: ab 100 AU$
Die meisten Attraktionen haben an Heiligabend geschlosen, viele auch an Neujahr und Karfreitag.
Banken & Post
Mo–Do 9.30–16 Uhr; Fr bis 17 Uhr
Cafes
7–17 Uhr; einige auch länger
Tankstellen & Raststätten
8–20 Uhr; in Städten haben manche 24 Stunden geöffnet
Restaurants
Mittagessen 12–14.30 Uhr; Abendessen ab 18 Uhr; auf dem Land oder wenn wenig los ist, wird früh zugemacht
Shops
Mo–Sa 9–17 Uhr; manchmal auch So; in größeren Städten Fr bis 21 Uhr
Supermarkets
7–21 Uhr; einige haben 24 Stunden geöffnet
Sydney Airport AirportLink-Züge fahren zwischen ca. 5 und 1 Uhr alle zehn Minuten (15 Min., 16–19 AU$) ins Zentrum.
Vorbuchbare Shuttle-Busse fahren zu den Stadthotels. Eine Taxifahrt ins Zentrum kostet ca. 55 AU$ (15–40 Min.).
Melbourne Airport
SkyBus (24 Std.) bedient das Stadtzentrum (30–45 Min., 19,75 AUS) und fährt von 6–24 Uhr alle sechs bis zehn Minuten und ansonsten alle 30 Minuten. Ein Taxi in die Stadt kostet rund 55 AU$ (30–40 Min.).
Brisbane Airport
Airtrain-Züge fahren zwischen 5 (Sa & So 6) und 22 Uhr alle 15 bis 30 Minuten ins Zentrum (20 Min.). Ein Taxi in die Stadt kostet 35 bis 45 AU$ (25 Min.).
Australien ist das sechstgrößte Land der Welt – klar, dass es da ein wenig Planung erfordert, um von A nach B zu kommen. Wer wenig Zeit hat, kann Inlandsflüge in Betracht ziehen – sie sind preislich (auch im Vergleich mit Benzin- und Autokosten) interessant, man kann sie klimatechnisch kompensieren und sie sparen einige lange Reisetage.
Auto
Man kann sein Reisetempo selbst bestimmen, abgelegene Gebiete erkunden und Regionen ohne Nahverkehr besuchen.
Bus
Verlässliche, regelmäßige Fernverbindungen; nicht zwingend billiger als Fliegen, aber man bekommt mehr Gefühl für die Entfernungen.
Flugzeug
Reisewege zwischen den großen Zentren lassen sich durch die günstigen, regelmäßigen und schnellen Flugverbindungen zwischen großen Zentren abkürzen.
Zug
Langsam und nicht billig – aber die Landschaft ist toll! Es gibt einige Must-Do-Strecken, also im Voraus buchen!.
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Von Boutiquehotels in den großen Metropolen bis hin zu kleinen Bars in kleinen Städten, von veganen Restaurants bis hin zu erstklassigen Luxuscamps, in Australien gibt’s viel Neues und Interessantes zu entdecken – egal, ob man zum ersten oder zum wiederholten Mal hier ist.
Das Red Centre erreichte 2019 bei Lonely Planets Best of Travel Awards der zehn besten Regionen weltweit den vierten Platz und Margaret River & Southern WA die Auszeichnung als Nr.-1-Destination der Region Asien-Pazifik.
Das spirituelle Herz des Red Centres ist Australiens berühmtestes Naturwunder, der Uluru, eine heilige Stätte der Aborigines. 2019 wurde er endgültig für Kletterer gesperrt, fast 150 Jahre nachdem Entdecker beschlossen hatten, ihn zu erklimmen. Es lohnt sich, die Weltanschauung der traditionellen Hüter dieses Ortes kennenzulernen und die Sterne und die Wüste mit anderen Augen zu betrachten.
Margaret River und Southern WA bieten tolle Küsten, preisgekrönte Weingüter, beliebte Food-Festivals und Küstenwanderungen, die man auch auf eigene Faust unternehmen kann. Und dank neuer Direktflüge liegt Australien inzwischen quasi näher an Europa als bislang.
Bei Besuchern standen Kontakte mit den indigenen Kulturen schon immer ganz oben auf der To-do-Liste. Inzwischen erfahren dank neuer Bücher, Apps und durch Aborigines geführte Touren aber auch mehr und mehr Einheimische Details über die Landwirtschaft, die Astronomie und die Geschichte ihres Landes.
Die zunehmende Beliebtheit kleiner Bars hat inzwischen auch Australiens ländlich gelegene Städte erreicht. Von Bunbury und Jurien Bay in Western Australia bis Ballarat in Victoria findet man heute kleine Bars mit gedämpftem Licht, gemütlichem Mobiliar und einer erstklassigen Cocktail-, Wein- und Whiskyauswahl.
Während bei vielen unter Travellern beliebten Zielen das Thema „Overtourism“, die Debatte bestimmt, bemüht man sich in Australien um eine Infrastruktur, die dem Andrang gerecht wird und ihn steuert. Zu den besten Beispielen gehören der Umgang mit Besuchern, die den Sonnenaufgang am Uluru erleben wollen, oder die Plattform über The Gap nahe Albany.
Australiens Wildnis ist einzigartig, und wohlhabende Traveller können jetzt besonderen Luxus selbst an den entlegensten Stellen des Landes genießen. Mehr Infos gibt’s auf der Website von Australia Tourism (www.luxurylodgesofaustralia.com.au).
Restaurants, bei denen nur Gerichte auf pflanzlicher Basis auf der Karte stehen, erfreuen sich unter Australiens Gourmets zunehmender Beliebtheit. Yellow in Sydney, Smith & Daughters in Melbourne oder Raw Kitchen in Fremantle sind besonders empfehlenswert.
Australier waren schon immer begeisterte Camper. Aber Glamping (Luxus-Camping) – mit WLAN, Pools, Yoga und Wellness – hebt diese Leidenschaft in ungeahnte Höhen. Discovery Rottnest Island in Western Australia ist ein perfektes Beispiel.
Dank zahlreicher neuer Apps ist es einfacher denn je, einen Campingplatz abseits ausgetretener Pfade zu reservieren – am besten informiert man sich bei Go Camping (www.gocampingaustralia.com) und YouCamp (www.youcamp.com).
Inzwischen wurden die Pläne, Parramatta in ein zweites Zentrum der Metropole zu verwandeln, umgesetzt. Das vielseitige und zunehmend angesagte Viertel ist auch die Location des Tropfest, Australiens wichtigsten Kurzfilmfestivals.
Es gibt viele Top-Weinregionen in Australien. Jedes Gut bietet Proben an, manche auch gehobene Küche. Immer mehr biodynamische und Bio-Weingüter legen den Fokus auf Entspannung – sie setzen eher auf Pizzaöfen als auf Leinentischdecken und Porzellan. Ein Besuch der Weinregionen Margaret River und McLaren Vale sowie der Mornington Peninsula ist unvergesslich.
Persönlichen Stil, echte Gastfreundschaft, exzellente Restaurants und Bars in Toplage bieten u. a.: Alex Hotel und Como the Treasury in Perth, Old Clare Hotel und Establishment Hotel in Sydney sowie Ketten wie QT und Ovolo in Melbourne.
Tipps und Aktuelles gibt’s unter www.lonelyplanet.com/australia/travel-tips-and-articles und www.lonelyplanet.com/news/australia.
twitter.com/AustraliaOffizieller Twitter-Account von Tourism Australia (@Australia).Q&A(www.abc.net.au/qanda/podcast) Podcast der stets provokanten ABC-TV-Show Q & A, der sich aktuellen Problemen (und Politikern in den Schlagzeilen) widmet.Insta @placesweswimWo Australier baden; Infos zum Buch: www.placesweswim.com.The Real Thing(www.abc.net.au/radionational/programs/realthing) Podcast über skurrile australische Persönlichkeiten und Geschichten.Charles Rawlings-Way, Autor für Lonely Planet
Zu behaupten, Australier seien inzwischen Spezialisten, was ständigen politischen Wandel betrifft, wäre eine Untertreibung. Nachdem es zwischen 1975 und 2007 lediglich vier verschiedene Premierminister gab, musste sich die australische Öffentlichkeit an eine Reihe schmutziger Entwicklungen gewöhnen, die zur Folge hatten, dass in den zwölf Jahren zwischen 2007 und 2019 sechs Premierminister ins Amt kamen.
Manche der Gründe hierfür kennt man auch in vielen anderen Ländern. So spalten die Themen Einwanderung und Klimawandel die australische Gesellschaft wie nie zuvor, und Politiker richten ihre Politik rasch an den jeweils aktuellsten Meinungsumfragen aus. Glücklicherweise bestimmen bislang weder rechts- noch linksextreme Positionen die Gesellschaft nachhaltig. Denn trotz seiner geografischen Abgelegenheit war dies immer ein aufgeschlossenes Land. Ob sich Neuankömmlinge heutzutage ein Haus (oder einen Kaffee) leisten können, steht allerdings auf einem anderen Blatt …
Whitehaven Beach
Die Perle unter den Whitsunday Islands Queenslands lockt mit weißem Sandstrand und wunderbar klarem Wasser.
Bondi Beach
Ein unverzichtbares Sydney-Erlebnis: am Bondi Beach in der Brandung planschen oder am Strand umherschlendern und Leute beobachten!
Wineglass Bay
Es lohnt sich, hier bergauf zu klettern und in den prächtigen Kessel voller tasmanischem Sand hinunterzusteigen.
Bells Beach
Der bekannteste Surfstrand Australiens liegt in der Nähe von Torquay an der Great Ocean Rd in Victoria.
Hellfire Bay
Die Bucht mit pudrig feinem Sand liegt im Cape Le Grand National Park in Western Australia, also mitten im Nichts.
Avalon
Dies ist eindeutig der malerischste unter den prächtigen Northern Beaches in Sydney.
Cape Tribulation
Queenslands Regenwald erstreckt sich hier bis hinunter zu den langen Sandstränden.
Cable Beach
Auch dank seiner Kamele ist dies ein berühmter Strand im Norden Australiens.
Kuku-Yalanji Dreamtime Walks
Wanderungen mit Führern aus den Reihen der Ureinwohner durch die Mossman Gorge in Queensland.
Uluru-Kata Tjuta Cultural Centre
Zu Füßen des Uluru informiert das Zentrum über Gesetze, Bräuche und Religion der örtlichen Aborigines. Hier bucht man am besten einen indigenen Führer.
Dampier Peninsula
Auf der Halbinsel in Western Australia kommt man mit indigenen Gemeinden in Kontakt, kann mit dem Speer fischen und Krabben fangen.
Kakadu Animal Tracks
Bietet Touren zu Kakadus berühmter Felskunst der Aborigines und in die Feuchtgebiete; von Darwin oder Jabiru aus.
Barunga Festival
Indigenes Kultur- und Sport-Festival nahe Katherine – mit dabei sind Musik, Tanz, Kunst, Geschichtenerzählen, Handwerk, Fußball und Speerwurf.
Injalak Arts
Großartige Galerie mit Shop; man kann den Künstlern beim Arbeiten zuschauen.
Lurujarri Dreaming Trail
Neuntägige Wandertouren entlang der alten Kimberley-Songline (Traumpfad; Linie auf der mündlich überlieferten mythischen „Landkarte“ der Aborigines).
Koorie Heritage Trust
Großartige Gelegenheit in Melbourne, die Kultur der Aborigines des Südostens zu entdecken. Mit Führungen sowie zeitgenössischer und traditioneller Kunst.
Kangaroo Island
Toll, um Wildtiere zu beobachten und frische Meeresfrüchte zu genießen.
Bruny Island
Das windige, dünn besiedelte Refugium südlich von Hobart hat eine bezaubernde Küstenlandschaft.
Fraser Island
Die größte Sandinsel der Welt besitzt gewaltige Dünen, Süßwasserseen und eine artenreiche Fauna.
Whitsundays
Rund um den unberührten Archipel segeln.
North Stradbroke Island
Brisbanes Spielwiese: Surfstrände und Optionen zur Walbeobachtung.
Rottnest Island
Eine Fährfahrt von Fremantle (Western Australia) entfernt liegt dieses geschichtsträchtige Atoll mit niedlichen Quokkas.
Lizard Island
Refugium im Norden Queenslands. Man wohnt in einem Resort oder zeltet einfach.
Walbeobachtung
In Western Australia und Queensland lassen sich Wale vor der Küste blicken.
Wombats
Diese Beuteltiere lassen sich besonders gut in Wilsons Prom und am Cradle Mountain beobachten.
Zwergpinguine
Phillip Island beherbergt die größte Zwergpinguinkolonie der Welt. Bei Sonnenuntergang kann man den possierlichen Tieren dabei zusehen, wie sie vom Meer heraufmarschieren.
Quokkas
Rottnest Island in der Nähe von Fremantle in Western Australia wurde durch diese entzückenden, kleinen Kreaturen berühmt.
Vogelwelt
Die Feuchtgebiete inmitten der wunderschönen Landschaft des Kakadu National Park eignen sich hervorragend zur Vogelbeobachtung.
Krokodile
Cahills Crossing, wo der Kakadu National Park auf Arnhem Land trifft, ist einer der vielen Orte, an denen man Krokodile sieht.
Dingos
Die wilden Dingos auf Fraser Island sind die reinrassigsten Australiens.
Delfine
In den seichten Gewässern vor Bunbury in Western Australia lassen sich diese unglaublichen Säugetiere besonders gut beobachten.
TOURISM NT/JEWELS LYNCH ©
Leistenkrokodil, Kakadu National Park
Margaret River
Über 150 Weinkeller, viele davon mit exquisiten Restaurants, in der Nähe von Surfstränden und gewaltigen Wäldern.
Barossa Valley
In dem Gebiet in South Australia mit mehr als 80 Weingütern rund um einst deutsche Dörfer reifen Top-Rotweine.
McLaren Vale
Das mediterran anmutende Gebiet eine Stunde südlich von Adelaide ist ein Syrah-Paradies.
Tamar Valley
Das Tal gehört zu den wichtigsten kühlen Weinbaugebieten Tasmaniens, ist besonders für seinen Pinot Noir bekannt und nur ein kurzes Stück von Launceston entfernt.
Clare Valley
Aus der semiariden Landschaft des Clare Valley in South Australia kommt toller Riesling.
Yarra Valley
Das Yarra Valley mit seinen Farmen und Weingütern liegt direkt vor den Toren Melbournes und ist bekannt für seine Cabernets.
Hunter Valley
In der ältesten hiesigen Weinregion wird schon seit den 1820er-Jahren Wein angebaut – der Sémillon ist top!
Granite Belt
Dieses hoch gelegene Weinbaugebiet in Queensland bringt einige überraschend gute Weine hervor.
COURTESY OF D’ARENBERG ©
Weingut d’Arenberg, McLaren Vale
Overland Track
Klassische, mehrtägige Tour durch Tasmanien.
Uluru Base Walk
Für die Umrundung des Uluru sollte man sich Zeit nehmen. Für einen derart gewaltigen Monolithen ist die Atmosphäre überraschend intim.
Great Ocean Walk
Geht über die gesamte Länge der Great Ocean Road in Victoria; mit herrlicher Aussicht.
Cape to Cape Track
135 km lange Tour vom Cape Naturaliste zum Cape Leeuwin in Western Australia mit wunderbarer Aussicht auf den Indischen Ozean.
Six Foot Track
Womöglich die beste unter vielen Touren durch die Wildnis der Blue Mountains von NSW.
Larapinta Trail
Traumhafte, 233,5 km lange Tour entlang der West MacDonnell Ranges des Northern Territory.
Three Capes Walk
Atemberaubende mehrtägige Wanderung mit erstklassigen Hütten auf der Tasmanischen Halbinsel.
Jatbula Trail
Intensiver, fünftägiger, 66 km langer Ausflug durch den Nitmiluk National Park im Northern Territory.
Bibbulmun Track
Diese Wanderroute geht über fast 1000 km vom Rand von Perth durch die südlichen Wälder bis nach Albany in Western Australia.
Blue Mountains National Park
Das Sydney am nächsten gelegene Stück unberührter Natur kann mit spektakulären Canyons, Klippen und dichten Eukalyptuswäldern aufwarten.
Ikara-Flinders Ranges National Park
Die alten, schroff-schönen Felsen am Ikara (Wilpena Pound) in South Australia sind toll.
Cobourg Peninsula
Meeresschildkröten und Wale (und auch Krokodile) warten in dem entlegenen Paradies auf Besucher.
Nitmiluk National Park
Der fünftägige Jatbula Trail in der Wildnis des Northern Territory führt an vielen Badestellen vorbei.
Cradle Mountain-Lake St. Clair National Park
Hier taucht man in die teilweise unwirtliche, aber malerische Landschaft Tasmaniens ein.
Kimberley
In Kimberley im nördlichen Western Australia wollen tosende Wasserfälle, spektakuläre Schluchten, schroffe Gipfel und eine einsame Küste besucht werden.
Daintree Rainforest
Der Regenwald im Norden Queenslands hält für die wenigen Traveller viele Aktivitäten bereit.
National Gallery of Australia
Das Museum in Canberra besitzt mehr als 7500 Werke von Aborigines oder Torres-Strait-Insulanern.
MONA
Australiens avantgardistischstes Kunstmuseum ist in Hobart ständig Stadtgespräch.
National Gallery of Victoria International
Sonderausstellungen von Weltrang (Monet, Dalí, Caravaggio) machen hier Station – wer sie sehen will, muss sich in die lange Schlange der Melbourner einreihen.
Art Gallery of NSW
Mit wechselnden Ausstellungen bleibt die altgediente Institution am Ball. Für Spannung und Kontroversen sorgt die Verleihung des Archibald Prize für Porträtmalerei.
Art Gallery of South Australia
An der North Terrace in Adelaide setzt diese Kunstgalerie immer wieder progressive Akzente.
Museum & Art Gallery of the Northern Territory
Darwins Galerie zeigt erstrangige Werke indigener australischer Künstler.
Art Gallery of Western Australia
Eine Fundgrube indigener australischer Kunst.
The Red Centre
Es ist kaum denkbar, von der spirituellen Bedeutung dieser wunderschönen Felsformationen am Uluru und am Kata Tjuta im Northern Territory nicht berührt zu werden.
Karijini National Park
Bei der Abenteuertour im abgelegenen Park in Western Australia klettert, hangelt, schlittert und taucht man durch Schluchten.
Oodnadatta Track
Diese historische ehemalige Eisenbahnstrecke in South Australia führt an Kati Thanda (Lake Eyre), abgelegenen Pubs und Wüstenlandschaften vorbei.
Nullarbor Plain
Der ultimative Outback-Roadtrip: 2700 km von Adelaide nach Perth über die lange, breite und trockene Nullarbor Plain.
Mit dem Geländewagen nach Cape York
Dieser Offroad-Trip an Queenslands nördlichste Spitze ist eines der größten Abenteuer, das die Wildnis Australiens zu bieten hat. Sofern man nicht über die perfekte Ausrüstung verfügt, nimmt man aber doch besser an einer geführten Tour teil.
Arnhem Land
Gründliche Vorbereitung ist unerlässlich, dazu gehören auch die nötigen Genehmigungen, um das abgelegene Arnhem Land im Northern Territory zu besuchen.
Purnululu National Park
Der Nationalpark in Western Australia bezaubert mit uralten erodierten Felskuppeln, die an Bienenkörbe erinnern.
Australian Open, Januar
Adelaide Fringe, Februar
WOMADelaide, März
Vivid Sydney, Mai–Juni
Gourmet Escape, November
Der Januar kommt in Fahrt, Australien erholt sich vom Weihnachtstrubel, und die Festival-Saison beginnt mit Musik-Events im Freien. Melbourne richtet jetzt die Australian Open aus, und im Norden des Landes ist Regenzeit.
It’s big, sagt die Werbung. Tatsächlich sind die drei tollen Sommerwochen in Sydney mit Musik, Tanz, Diskussionsrunden, Theater und bildender Kunst (alles meist gratis und familienfreundlich) ein echtes Kunst-Event.
MONA FOMA in Launceston im Norden Tasmaniens ist ein jährliches Festival und die australischen Antwort auf die Biennale von Venedig – lediglich mit mehr Rockmusik. Es ist avantgardistisch, aufregend und überraschend wie das Museum in Hobart selbst.
Australiens „Geburtstag“ wird am 26. Januar, dem Tag, an dem 1788 die First Fleet anlegte, mit Barbecues und Feuerwerk gefeiert. Wenig Partystimmung herrscht dagegen bei indigenen Australiern, die den Tag als Invasion Day oder Survival Day bezeichnen. Inzwischen wird die Forderung zunehmend lauter, das Datum zu ändern.
Die Australian Open in Melbourne ziehen Tennisfans aus aller Welt an. Die Innenstadt ist voller internationaler Besucher, die sich dem Spektakel auf dem Platz hingeben.
Der Februar ist normalerweise der heißeste Monat in Australien. Im Norden ist es wegen der andauernden Regenzeit ziemlich feucht und stickig. In South Australia und Victoria kann es enorm heiß werden. Für die Einheimischen geht es bei sonnigem Wetter wieder zurück zur Schule oder zur Arbeit.
Das einmonatige Fringe rangiert direkt hinter jenem in Edinburgh. Hierher kommen Künstler, die es nicht auf das hochintellektuelle Adelaide Festival schaffen (oder schaffen wollen). Zentrum des Gemischs aus Comedy, Musik und Artistik ist der Garden of Unearthly Delights auf dem Parkgelände.
Das weltgrößte Kurzfilm-Festival findet im Februar in Parramatta im Westen Sydneys statt, mit Anbindung zu Veranstaltungsorten in Melbourne, Canberra und Surfers Paradise. Alle Beiträge müssen ein bestimmtes Element enthalten – z. B. einen Kuss, ein Niesen oder Ballons.
Das jahrzehntealte Festival endet am ersten Samstag im März mit einem extravaganten Umzug auf der Oxford Street in Sydney, den 300 000 Leute verfolgen. Fitnessstudios leeren sich, und Enthaarungsstudios haben Hochkonjunktur. Tickets für After-Show-Partys sind begehrt.
Im März findet in Australien die Weinlese statt, und in den vergangenen Jahren war es trotz der herbstlichen Jahreszeit ziemlich heiß.
Erstklassiges Festival für Kulturbegeisterte mit Tanz, Theater, Oper, Literatur und Performances aus dem In- und Ausland. Dies ist Australiens größtes, jährliches Event dieser Art. Die Stadt und farbenprächtige Sonnenuntergänge sind Zugaben.
Das jährlich stattfindende Festival bietet an vier Tagen Weltmusik, Kunst, Essen und Tanz in Adelaides Botanic Park und lockt Menschen aus ganz Australien an. Auch für Kinder ist hier einiges geboten.
Abseits der wunderschönen Great Ocean Road, südwestlich von Melbourne (und somit weit genug, um ein langes Wochenende daraus zu machen), breitet sich dieses volkstümliche Fest im fotogenen kleinen Port Fairy aus. Unterkünfte sollte man frühzeitig buchen.
An vier Tagen Ende März haben die dröhnenden Motoren der Formel-1 den ansonsten ruhigen Albert Park in Melbourne voll im Griff. Der 5,3 km lange Parcours um den Albert Park Lake ist für seinen glatten Belag bekannt. Die Stadt selbst und traumhafte Sonnenuntergänge setzen dem Ganzen die Krone auf.
Laubwälder, die sich golden verfärben, schmücken Melbourne und die Adelaide Hills. Im Norden lässt der Regen nach, und in der Wüste werden die Temperaturen erträglich. An Ostern steigen überall die Preise für Unterkünfte.
An Ostern füllt sich Byron Bay mit 20 000 Musikliebhabern, die hier Blues- und Roots-Bands aus aller Welt erleben wollen. Veranstaltungsort ist die Tyagarah Tea Tree Farm, 11 km nördlich von Byron. Manche der Besucher campen hier auch.
Das Festival findet in den ungeraden Jahren um Ostern herum statt und wird mit Prozessionen, Maibaumtänzen, traditionellen Abendessen und viel Barossa-Valley-Wein begangen (Penfolds berühmten Grange sollte man unbedingt probieren).
Üblicherweise ist der April im Red Centre ein eher ruhiger Monat – abgesehen vom Tjungu Festival in Yulara, bei dem die lokale Kultur der Aborigines im Zentrum steht.
Die Trockenzeit beendet im Northern Territory, im nördlichen Western Australia und in Far North Queensland den Regen. Das ist der perfekte Moment, um den Uluru-Kata Tjuta National Park zu besichtigen!
Südkaper und Buckelwale ziehen zwischen Mai und Oktober nahe der Südostküste Australiens entlang, um zu fressen und sich fortzupflanzen. Zu sehen sind sie vor Hervey Bay (NSW), Warrnambool (Victoria), Victor Harbor (South Australia), Albany (Western Australia) und North Stradbroke Island (Queensland).
Eines der besten kulinarischen Feste Australiens, bei dem an drei Tagen Mitte Mai mit Kochshows, Käse- und Weinproben, Feinschmeckeressen und abendlichen Live-Konzerten genossen und gefeiert wird.
Die Kamelrennen in Sichtweite des berühmten Felsens, die zu diesem witzigen Festival gehören, sind ein fabelhafter, wenn auch eher befremdlicher Anblick. Der Höhepunkt ist der Frock Up & Rock Up Gala Ball.
Dieses Festival mit Licht, Musik und Ideen findet Ende Mai statt und lockt im australischen Winter jede Menge Besucher nach Sydney.
Winter: In den Skiorten der Southern Alps fällt Schnee, und zur Football-Saison füllen sich die Stadien. Im Norden ist hingegen Hauptsaison: Wasserfälle und Outback-Routen sind zugänglich, die Preise hoch.
Mit Anbruch des Winters (Juni–Aug.) heißt es für alle Schneehasen Ski und Snowboards schnappen und auf in die Berge von Victoria und New South Wales!
Im verschlafenen Laura, 330 km nördlich von Cairns auf der Cape York Peninsula in Far North Queensland, findet Australiens größte Zusammenkunft von Aborigines statt. Gemeinschaften aus der Region versammeln sich zu Gesang, Tanz und Zeremonien. Am darauffolgenden Wochenende werden die Laura Races and Rodeo ausgerichtet.
Derby feiert von Ende Juni bis Mitte Juli mit unterschiedlichen Konzerten, Schlammfußball, Pferde- und Mangrovenkrabbenrennen, Filmfestivals, Gedichtlesungen, diversen Kunstausstellungen, Paraden und einem tollen Abendessen draußen im Schlamm.
Kneipen mit Kaminfeuer und gemütliche Cafés haben im Süden Hochkonjunktur; die Strände sind leer. Im Norden herrscht großer Andrang auf Märkte, Touren und Unterkünfte. Südlich von Alice Springs wird es kühl.
Der Festivalkalender des Northern Territory strotzt vor schrägen Events. Bei diesem liefern sich Hunderte „Boote“ aus Bierdosen ein Rennen auf dem flachen Wasser am Mindil Beach (Darwin). Bechern und Lachen sind dabei wichtiger, als nicht unterzugehen.
Zehn Tage voller Paraden, darstellender Kunst, Musik, Tanz, Comedy, Kunstausstellungen, Straßentheater und Workshops. Das 1905 gegründete Festival ist das älteste Australiens.
Noosa, eine wohlhabende kleine Strandgemeinde an Queenslands Sunshine Coast, konzentriert sich im Juli für zehn Tage nicht auf sein hinreißendes Selbst, sondern gibt sich bei diesem Festival ganz Essen, Musik, Tanz, Lesungen und Workshops hin.
Zahllose Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme flimmern von Ende Juli bis Anfang August über Leinwände in der ganzen Stadt: Das MIFF muss sich vor Toronto und Cannes nicht verstecken. Seit 1952 wird es ausgerichtet und hat sich zu einer äußerst beliebten Veranstaltung entwickelt. Entsprechend begehrt sind die Tickets – die gehen weg wie warme Semmeln.
Im August fliehen die Bewohner Südaustraliens vor der winterlichen Tristesse ins sonnigere Queensland. Nun besteht quasi die letzte Chance für Touren ins tropische Top End sowie ins Outback, bevor es dort heiß und feucht wird.
Von Ende August bis Anfang September wird beim dreiwöchigen Kunst- und Kulturfestival ein Programm mit Musik, Theater, Tanz, Comedy, Filmen, Aborigine-Kunst und Ausstellungen gezeigt. Bei Open-Air-Events auf Plätzen und in Parks kommt Cairns tropische Kulisse zur Geltung.
Im abgelegenen East Arnhem Land veranstaltet Yirrkala das Garma Festival, eine der größten und lebendigsten Feiern der indigenen Kultur im Top End.
Am dritten Samstag im August findet Alice Springs ikonisches „Boots“-Rennen im Bett des (normalerweise) knochentrockenen Todd River statt. Dem Getümmel kann man vom Flussufer zuschauen – oder sich selbst ein Boot bauen und mitmachen.
Der Frühling überzieht das Outback in Western und South Australia mit Wildblumen, Orte wie Canberra und Toowoomba richten Blumenfeste aus. Die Football-Saison endet, und der Spring Racing Carnival beginnt.
Das Kunstfestival gehört zu den größten Australiens. An 22 Tagen im September wird überall in der Stadt ein tolles Programm mit Konzerten, Theaterstücken, Tanz und anderem geboten. Beendet wird das Ganze mit dem Riverfire, einem herrlichen, eindrucksvollen Feuerwerk über dem Fluss.
Dieses Spektakel ist Höhepunkt der Australian Football League (AFL) und wird von Millionen begeisterter Australier (im Fernsehen) verfolgt. Tickets für das Spiel in Melbourne sind sehr schwer zu kriegen. Viele Fans treffen sich aber zum Grillen nebst Amateurkick im örtlichen Park.
Die Floriade ist eine Ausstellung von Frühlingsblumen in Canberra und findet von Mitte September bis Mitte Oktober statt. Dank der Blütenpracht vergessen die Einheimischen die Winterkälte und richten sich langsam auf wärmere Temperaturen ein.
Beim jährlichen Kings Park Festival wird im Kings Park und im Botanischen Garten im September und Anfang Oktober mit der Präsentation farbenfroher Wildblumen die einzigartige und spektakuläre Flora von Western Australia gefeiert. Zu den Veranstaltungen gehören jeden Sonntag geführte Spaziergänge, Vorträge und Live-Musik.
Das Klima präsentiert sich gemäßigt und ist prima zum Campen oder Abhängen auf regionalen Weingütern (irgendjemand muss sich ja dieser Aufgabe widmen …). Im Top End kündigt sich mit großer Schwüle die Regenzeit an.
Dieses jährliche Kunstfestival glänzt von Anfang Oktober bis Anfang November mit Oper, Theater, Tanz und bildender Kunst aus dem In- und Ausland.
Am Ufer des mächtigen Murray River (Australiens Mississippi) dreht sich in Berri alles um für Riverland typische Speisen und Getränke.
Von Ende Oktober bis Anfang November verwandeln australische wie internationale Künstler den Klippenpfad zwischen Bondi Beach und Tamarama (Sydney) in einen tollen Skulpturengarten. Die kreativsten, ausgefallensten oder komischsten Werke erhalten hohe Preisgelder.
Einige Strände des nördlichen Queensland, Northern Territory und Western Australia sind wegen der Würfelquallen im Flachwasser gesperrt. Outdoor-Events haben Hochkonjunktur: An allen Küsten lassen Rettungsschwimmer die Muskeln spielen.
Am ersten Novemberdienstag wird beim landesweit wichtigsten Pferderennen in Melbourne der Rasen aufgerissen. Die ganze Stadt nimmt sich frei, und viele veranstalten Picknicks und setzen auf die Pferde – das Event ist die nationale Wettveranstaltung!
Die Stars der kulinarischen Welt kommen für vier Tage in Regionen von Margaret River bis Swan Valley, um sich inspirieren zu lassen. Starköche wie Nigella Lawson und Rick Stein stehen häufig im Mittelpunkt, es gibt aber auch zugänglichere, familienfreundlichere Veranstaltungen.
Das ländliche Wangaratta im abgelegen Nordosten von Victoria – es hat ungefähr 20 000 Einwohner – füllt sich alljährlich mit begeisterten Liebhabern dieses hochgeschätzten Jazz- und Bluesfests.
Hurra, die Schule ist aus! Ein oder zwei Wochen vor Weihnachten beginnen meist die Ferien, in den Städten ist Power-Shopping angesagt, und das Klima ist warm. Im Norden kündigt sich die Monsunsaison an: Nachmittägliche Stürme bringen Platzregen mit sich.
Das Woodford Folk Festival an der Sunshine Coast präsentiert vom 27. Dezember bis zum 1. Januar Künstler, die Volksmusik aus der ganzen Welt spielen.
Am 26. Dezember heißt es den Picknickkorb packen und dann ab an die Küste von Sydney, um den Start des Sydney to Hobart Yacht Race zu verfolgen, der anstrengendsten Hochseeregatta der Welt: 628 Seemeilen durch Gewässer, die das Können selbst der größten Skipper wahrlich auf die Probe stellen.
Großartiger lässt sich das neue Jahr kaum einläuten: gemeinsam mit unzähligen Feierwütigen rund um den Hafen, während das Feuerwerk den Nachthimmel erleuchtet. Um 21 Uhr gibt’s ein Feuerwerk für Familien; um Mitternacht steigt dann die ganz große Nummer.
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Zwar werden zwei kurze Wochen niemals ausreichen, um eines der größten Länder der Welt zu erkunden, aber mit sorgfältiger Planung – und wenn man kein Problem damit hat, das Flugzeug zu benutzen – lassen sich Australiens Highlights durchaus erleben.
Mit dem Flugzeug geht’s nach Sydney. Zur Erkundung einer der charismatischsten Städte der Welt gehört ein Spaziergang entlang der ausgedehnten, schönen Uferpromenade, eine Besichtigung des Sydney Opera House und eine Fahrt mit der Fähre nach Manly. Und dann sind da ja auch noch die hervorragenden Museen, die Cocktailbars, die Strände und die tollen Märkte. Außerhalb der Stadt liegen die Blue Mountains oder der Royal National Park und sind unbedingt einen Besuch wert. Als nächstes geht’s mit dem Flugzeug ins Red Centre. Hier verbringt man drei Tage im Uluru-Kata Tjuta National Park – wobei sowohl Uluru als auch Kata Tjuta (Olgas) so viel Zeit verdienen, wie man erübrigen kann, inklusive einer Nacht im Watarrka (Kings Canyon) National Park.
Eine Woche bleibt noch, also auf ins Top End. Nach der Landung in Darwin geht’s direkt zum Kakadu National Park, wo Felsenkunst, Flusskreuzfahrten und eine sagenhafte Tierwelt warten. Anschließend fliegt man von Darwin nach Cairns, wo die verbleibenden paar Tage für einen Besuch des Daintree Rainforest bei der Mossman Gorge und fürs Schnorcheln am Great Barrier Reef reserviert sind.
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Wer der Küste von Adelaide nach Cairns folgt, erlebt jede Facette Australiens – von verschlafenen Dörfern am Meer bis zu den hellen Lichtern von Sydneys Hafen. Außerdem gibt’s unterwegs Wildtiere, Wildnis und Wellen. Man kann das in vier Wochen schaffen, besser wären aber mindestens sechs, denn es gibt wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Das vornehme Adelaide ist der ideale Startpunkt für diese Tour. Der erste Weg führt nach Süden, durch die Lagunenlandschaft des Coorong National Park ins verträumte Robe. Unterwegs bietet sich ein Stopp beim Big Lobster (mit Spitznamen Larry) für ein Selfie an. Nach dem ein oder anderen Weingut in Penola folgt der blaue See am Mt. Gambier, bevor man Victoria erreicht. Port Fairy ist das erste Highlight der Great Ocean Road, aber zwischen hier und Torquay, wo man die Nacht verbringen und Surferkultur erleben kann, warten viele weitere. Dann geht es gen Norden, erst nach Geelong für Küsten- und Wassererlebnisse aller Art, dann nach Melbourne mit seinen urbanen Reizen.
Von Melbourne aus führt der Princess Hwy landeinwärts durch Hügelland, man sollte aber auch einige Orte an der Küste besuchen: Wilsons Promontory, Cape Conran und Mallacoota sind empfehlenswert. Sobald man New South Wales erreicht hat, führt der Highway an den Küstenorten Eden und Wollongong vorbei sowie durch den Royal National Park. Den Grand Pacific Drive sollte man bei Tageslicht abfahren.
Nach all der Fahrerei kommen jetzt ein paar Tage Erholung in Sydney gerade recht – zumal nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft ist. Als nächstes geht’s auf dem Pacific Hwy nach Norden, durch den zentralen und nördlichen Nordwesten von New South Wales. Wie wär’s mit einem Abstecher ins Hunter Valley auf einen Wein und einer Pause am Meer in Port Stephens und Coffs Harbour, wo die legendäre Big Banana steht? Eine Tour nach Byron Bay mit seinen herrlichen Stränden steigert das Wohlbefinden, bevor es über die Grenze zu Queensland gen Gold Coast geht, wo Brandung und Sonne warten. Brisbane ist eine weitere tolle Großstadt, deren Erkundung lohnt. Schließlich folgen die Glass House Mountains und Noosa, ein Juwel an der Sunshine Coast.
Der Bruce Hwy führt an der Küste entlang in den Norden Queenslands. Vor Hervey Bay kann man Wale sichten, dann geht’s weiter nach Norden zum Whitsundays Archipel, den Korallen des Great Barrier Reef und dem Mekka der Sporttaucher, Cairns.
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Lust auf Abenteuer? Ab in den Flieger nach Perth, dann einen kurzen Abstecher nach Süden zum Margaret River, bevor es die Küste hinauf bis nach Darwin geht!
Nachdem man den Charme von Perth und Freemantle genossen hat, warten zwischen Margaret River und Albany Wein, Surfsports, Wälder und Gaumenfreuden. Dann geht’s nach Norden in den Nambung National Park und zum Kalbarri National Park mit seinen Schluchten und Klippen. An der Küste lassen sich Wale beobachten, und am Ningaloo Reef kann man wunderbar schnorcheln.
Im Landesinneren kann man sich in den Schluchten des Karijini National Park abkühlen. Dann folgt man der Küste bis nördlich von Broome. Bei Sonnenuntergang blickt man den Kamelen am Cable Beach nach. Auf der Dampier Peninsula locken Camping und Ureinwohner.
Auf dem Great Northern Hwy geht’s zu den Sandsteinkuppeln des Purnululu National Park. In Kununarra werden die Vorräte aufgestockt, dann wird die Grenze ins Northern Territory überquert. Die letzte Etappe dieses Roadtrip-Abenteuers nach Darwin über Katherine ist nicht mehr allzu weit entfernt.
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Die 3000 km lange Route auf dem Stuart Hwy führt ins Herz der Wüste.
Von Adelaides Restaurants und alten Pubs geht’s nordwärts zum Barossa Valley mit seinen Weltklasse-Rotweinen. Anschließend folgen das Clare Valley und der rostfarbene Ikara-Flinders Ranges National Park, wo sich der Ikara (Wilpena Pound) aus der Halbwüste erhebt.
Abseits des Stuart Hwy liegen die Wohnhöhlen von Coober Pedy. Es geht weiter nach Norden in die Wüste. Der Lasseter Hwy führt zum Uluru-Kata Tjuta National Park. Die Wüstenschlucht des Watarrka National Park (Kings Canyon) liegt 300 km nördlich.
Nach der Übernachtung in der Wüstenoase Alice Springs geht’s nach Norden (Fliegen ist auch eine Option) zu den Sümpfen und Felsen des Kakadu National Park, der zum Weltnaturerbe gehört, und zu den grandiosen Wasserfällen und Becken des Litchfield National Park.
Darwin ist eine zwar abgelegene Stadt, aber so multikulturell wie die Straßenhändler, die bei Sonnenuntergang ihre Waren anbieten. Unbedingt das exzellente Museum & Art Gallery of the Northern Territory besuchen!
MATT MUNRO/LONELY PLANET ©
Surfer vor Noosa, Queensland
JOHN CRUX PHOTOGRAPHY/GETTY IMAGES ©
Sterne über der Pinnacles Desert, Western Australia
Der schwierigste Teil eines Familienurlaubs in Australien ist, von A nach B zu kommen. Aber sobald man das mit den Entfernungen im Griff hat, ist dieses Land ein Riesenspaß, vor allem für den Nachwuchs. Strände, Wildtiere, Museen – hier gibt’s Unmengen interessanter Dinge zu sehen und zu tun, egal ob drinnen oder draußen.
Australiens Wohnmobilparks befinden sich oft in Strandnähe und eignen sich super für Kids. Übernachtet wird meist in einer netten Hütte (oder im Zelt), und dann warten Surfen, Pool, Spielzimmer, Riesen-Trampolin, Minigolf … Eine Hütte, groß genug für die ganzen Familie, kostet deutlich weniger als ein entsprechendes Hotelzimmer.
Die öffentlichen Verkehrsmittel gewähren Kindern Ermäßigungen, manchmal ist die Fahrt für sie sogar kostenlos. Familientageskarten sind ebenfalls erhältlich. Wer ein Auto mieten möchte, sollte den Kindersitz mitbringen. Bei den großen Inlandsfluggesellschaften werden diese Sitze kostenlos mitführt (gilt auch für Kinderwagen).
In den meisten Pubs gibt’s Gerichte für Kinder – wenn auch gelegentlich einfallslose: Pizza Hawaii, Fischstäbchen, Chicken Nuggets, usw. Viele Parks haben kostenlose Elektrogrills, und am Strand steht immer ein Stand mit Fish & Chips.
Es mangelt nicht an interessanten und amüsanten Erlebnissen für Kinder – aktiven wie passiven. Museen, Zoos, Aquarien und Wissenschaftszentren bieten interaktive Exponate, die Kinder zum Nachdenken anregen. Und dann sind da natürlich auch noch die Outdoor-Optionen wie wandern, schwimmen, surfen, und, und, und.
Wineglass Bay
(Freycinet National Park) Erst geht’s hoch zum Aussichtspunkt über dem viel fotografierten Strand, dann steigt man auf der anderen Seite ab und springt ins kühle Nass.
Horseshoe Bay
(Port Elliot) Ein göttlicher Bogen goldenen Sands auf der Fleurieu Peninsula in South Australia. Gefahrloses Schwimmen und fantastische Fish & Chips!
South Bank Parklands
(Brisbane) Sicherer Sandstrand im Stadtzentrum – perfekt für kleine Kinder.
Scarborough Ocean Pool
(Perth) Wenn nachmittags der Fremantle Doctor (auch Freo Doctor oder einfach The Doctor) hereinbricht, eine frische Meeresbrise, kann man sich in diesen hervorragenden Pool am Meer zurückziehen.
Penguin Parade
(Phillip Island) Den unglaublich niedlichen Pinguinen dabei zuzuschauen, wenn sie abends zurückkehren, ist eine Freude.
Ningaloo Marine Park
(Ningaloo Coast) Walhaie sind nur eine der vielen Arten in diesem spektakulär vielfältigen Park in Western Australia.
Alice Springs Desert Park
(Alice Springs) Alle Lebewesen Zentralaustraliens an einem Ort.
Sea Life Sunshine Coast
(Mooloolaba) Im größten Ozeanarium der südlichen Hemisphäre lassen sich Haie, Quallen, Stachelrochen, Robben und bunte Fische bestaunen.
Questacon
(Canberra) Das am Ufer des Lake Burley Griffin gelegene National Science & Technology Center bietet High-Tech pur.
Sciencentre
(Brisbane) Das beliebte Sciencetre in Brisbane lernt jeder Queenslander schon als Kind kennen – sehr unterhaltsam.
Scitech
(Perth) An einem regnerischen Tag in Perth (das kann schon mal vorkommen) füllt sich das Scitech mit wissbegierigen Schülern.
Luna Park
(Melbourne) St. Kildas altmodisch-klassicher Vergnügungspark von 1912 ist eines von Melbourns Highlights. Der Zutritt erfolgt durch den Mund des gruseligen Mr. Moon.
Luna Park
(Sydney) Der direkt am Hafen gelegene Park ist magisch – wegen der tollen Fährfahrt, aber auch wegen seiner Attraktionen.
Adventure World
(Perth) Dank der vielen Achterbahnen und des witzigen Wasserparks ein klasse Ziel für einen Ganztagesausflug.
Themenparks an der Gold Coast
(Gold Coast) Die Achterbahnen und Wasserrutschen in diesen Parks bieten schwindelerregende Action.
Beerenberg Farm
(Hahndorf) Hier in den Adelaide Hills pflückt man die Erdbeeren selbst.
Harvest
(Launceston) Auf dem Samstagsmarkt gibt’s alles für ein cooles Picknick.
Central Market
(Adelaide) Markthalle mit großer Auswahl. Chinatown ist gleich nebenan.
Strände, Surfkurse, Pools, das Kinderprogramm der Art Gallery of NSW, Fähren – Sydney bietet, was das Herz begehrt. Die Blue Mountains und die Nord- und Südküste von New South Wales sind noch besser: Strände, Busch, Wildparks …
In Canberra gibt es einige der besten Museen Australiens, darunter die National Gallery of Australia und das Questacon. Der Namadgi National Park mit den vielen Kängurus ist gleich nebenan.
