LONELY PLANET Reiseführer E-Book Neuseeland - Roxanne de Bruyn - E-Book

LONELY PLANET Reiseführer E-Book Neuseeland E-Book

Roxanne de Bruyn

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Beschreibung

Lonely Planet E-Book Neuseeland für dein Smartphone, Tablet oder E-Book Reader!

E-Book (ePub) basiert auf: 8. Auflage 2025

Mach die Welt zu deinem Abenteuer und entdecke mit dem Lonely Planet Reiseführer Neuseeland.

Ob man nun für drei Tage oder für drei Monate hier ist, es zählt immer nur eins: das hautnah zu erleben, was Neuseeland zu bieten hat. Der Lonely Planet Neuseeland ist 1:1 das Original der Reisebibel für Backpacker, mit allen Infos zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen, Kunst und Architektur, Geschichte und Kultur, Aktivurlaub und Relaxen. Mit Liebe zum Detail haben die Autoren ihre Informationen gesammelt, Tipps und Touren ausfindig gemacht und für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel zusammengestellt. Lonely Planet Reisetipps sind unabhängig recherchiert und zuverlässig: Wo bekommt man authentische whakeiro-Holzschnitzereien? Wo kann man den Kiwi-Wappenvögel in freier Wildbahn nachstellen? Wo liegt der Schicksalsberg aus den „Herr der Ringe“-Filmen? Erfahre mehr über die ersten Siedler Neuseelands, aber auch über die Menschen hier und heute, die jedes Rugby-Spiel verfolgen und Fleischpastete mit Minze essen. Der Lonely Planet ist ein Reiseführer für Traveller, die offen sind für neue Erlebnisse und Begegnungen, auch abseits der Touristenpfade. Ob Backpacker, Pauschalreisende oder 5-Sterne-Tourist – mit dem Lonely Planet im Rucksack oder Handschuhfach bist du garantiert bestens gerüstet. Kia Ora – Willkommen in Neuseeland!

  • Reiseplanung: Erkunde die tollsten Ecken deines Reiseziels und plane deine perfekte Reise mithilfe unserer Reiserouten und detaillierten Karten.
  • Reiseziele: Entdecke einzigartige Erlebnisse, Tipps unserer Autor:innen und Expert:innen, Hintergründe und Empfehlungen.
  • Praktisches: Die wichtigsten Informationen für deine Reise im Überblick. Kurz und übersichtlich zusammengefasst.
  • Storybook: Tauche mit unseren Reportagen tief in den Alltag ein und erfahre mehr über die Seele deines Reiseziels.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 1095

Veröffentlichungsjahr: 2025

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INHALT

Reiseplanung

Willkommen in Neuseeland

Übersichtskarte

Unsere Favoriten

Städte & Regionen

Reiserouten

Beste Reisezeit

Bestens vorbereitet

Māori-Tourismus

Essen wie die Locals

Outdoor-Erlebnisse

Reiseziele

Auckland

Stadtzentrum

Ponsonby & Grey Lynn

Karangahape Road & Uptown

Parnell & Newmarket

Tāmaki Drive

Mount Eden & die Landenge

One Tree Hill & Onehunga

South & East Auckland

West Auckland

Devonport

Matakana & North Auckland

Waiheke Island

Aotea/Great Barrier Island

Northland

Whangārei

Rund um Whangārei

Bay of Islands

Rund um die Bay of Islands

Hokianga

Rund um Hokianga

Far North

Waikato

Hamilton

Rund um Hamilton

Cambridge

Rund um Cambridge

Raglan

Rund um Raglan

Halbinsel Coromandel & Bay of Plenty

Thames

Rund um Thames

Coromandel Town

Rund um Coromandel

Whitianga

Rund um Whitianga

Whangamatā

Rund um Whangamatā

Mount Maunganui

Rund um Mt Maunganui

Whakatāne

Rund um Whakatāne

Rotorua & Taupō

Rotorua

Taupō

Rund um Taupō

Tūrangi

Buckelwal, Kaikōura (

>>)

Māori-Maske, Waitangi Treaty Grounds (

>>)

Taranaki, Whanganui & Ruapehu

New Plymouth

Rund um New Plymouth

Whanganui

Rund um Whanganui

Ohakune

Rund um Ohakune

Hawke’s Bay, Gisborne & East Cape

Napier

Hastings & Havelock North

Rund um Hastings & Havelock North

Gisborne

Rund um Gisborne

Region East Cape

Wellington

Zentrum von Wellington.

Kelburn & Thorndon

Miramar

Newtown

Days Bay & Eastbourne

Kāpiti

Wairarapa

Marlborough & Nelson

Picton

Blenheim

Nelson

Rund um Nelson

Kaiteriteri

Golden Bay/Mohua

Christchurch & Canterbury

Christchurch

Rund um Christchurch

Kaikōura

Arthur’s Pass

Hanmer Springs

Lake Tekapo

Rund um Lake Tekapo..

Methven & Mount Hutt..

West Coast

Westport

Karamea

Greymouth

Rund um Greymouth

Hokitika

Rund um Hokitika

Franz Josef & Fox

Haast

Queenstown, Wānaka & Central Otago

Queenstown

Rund um Queenstown

Arrowtown

Wanaka

Rund um Wanaka

Central Otago

Dunedin, Waitaki & die Catlins

Dunedin

Otago Peninsula

Ōamaru

Waitaki

Die Catlins

Fiordland & Southland

Te Anau

Fiordland National Park

Invercargill

Rund um Invercargill

Rakiura/Stewart Island

Hooker Valley Track, Aoraki/Mt Cook National Park (

>>)

Praktisches

Ankunft

Unterwegs vor Ort

Geld

Übernachten

Freedom Camping

Reisen mit Kindern

Gesundheit & Sicherheit

Essen, Trinken & Feiern

Verantwortungsbewusst reisen

LGBTIQ+Reisen mit Handicap

Great Walks in Neuseeland

Kurz & knapp

Sprache

Storybook

Die Geschichte Neuseelands in 15 Orten

Triff die Neuseeländer

Te Reo Māori: die Sprache der Māori

Neuseeland im Kino entdecken

Die kitschige, schrille Seele des Landes

Warum die Kiwis Kiwis lieben

Der Fahrrad-Boom

Blick von der Great Coast Road (

>>)

WILLKOMMEN IN

NEUSEELAND

Mein liebstes Erlebnis ist eine Fahrt auf der Great Coast Road (>>) entlang der Westküste der Südinsel. Wellen, Sonnenschein (hoffentlich) und etliche Strände am Straßenrand machen den besonderen Reiz dieser Tour aus.

Ich stamme aus Rotorua und lebe inzwischen in der weltoffenen Hafenstadt Auckland. Etwas in mir zieht mich aber immer wieder auf die Südinsel, genannt „The Mainland“ oder Te Waipounamu. Die Landschaft dort mit ihren Seen, Bergen und Gletschern wirkt ganz anders als das Agrarland und die Strände der Nordinsel. Im Süden ist alles sehr entspannt, und die freundlichen Einheimischen plaudern gern mit Besuchern. Das intensive südliche Licht verstärkt den Eindruck spektakulärer Orte wie Lake Tekapo, der Catlins und der Halbinsel Otago. Und auch jenseits der Natur-Highlights tut sich einiges, was Gastronomie und Kultur betrifft. Es gibt Weltklasse-Weine und gutes Craftbier, und so erwartet Urlauber in Christchurch, Central Otago und Marlborough eine außergewöhnliche Küche. Und die Traditionen der Māori werden mittlerweile voller Stolz präsentiert.

Brett Atkinson

@travelwriternz

Brett Atkinson lebt in Auckland und schreibt dort über Essen und Wein; um die Recherchereise zur Südinsel musste man ihn nicht lange bitten.

LIEBLINGSPLÄTZE

Hier schlägt für unsere Autorinnen und Autoren das Herz Neuseelands.

Vergesst den Sky Tower! Wenn es um einen typischen Ort in Auckland geht, ist das für mich Rangitoto Island (>>). Seit meiner Kindheit steht die Insel für Strandtage mit der Familie oder mit Freunden. Wie so viele Aucklander bin ich eigentlich nur selten dort (um ehrlich zu sein, vor allem bei Recherchen für Lonely Planet!), aber wenn ich lange nicht da war, fehlt mir etwas.

Peter Dragicevich

@peterdragnz

Peter lebt als Reisejournalist in Neuseeland und hat an zahlreichen Lonely Planets mitgearbeitet. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in Zeitschriften und Zeitungen.

Der Langford Store (>>) war für mich eine tolle Entdeckung während dieser Recherche-Tour. Der 100 Jahre alte Laden bei Collingwood in der Golden Bay ist der einzige Ort weit und breit, an dem man einen Kaffee und ein Stück Kuchen (auf altem Porzellan) bekommt; verkauft werden dort aber auch Secondhand-Bücher, Altkleider, Marmeladen und Handwerksprodukte. Auch einheimische Autoren können also unterwegs noch etwas lernen!

Elen Turner

@eleninthewilderness

Elen lebt in Nelson auf der Südinsel; als Autorin hat sie an vielen Lonely-Planet-Titeln mitgewirkt.

Als stolzer Geschichts-Nerd liebe ich die Waitangi Treaty Grounds (>>), denn sie sind der beste Ort im ganzen motu (Land), um einiges über die Geschichte von Aotearoa/Neuseeland zu lernen. Besonders gelungen finde ich Besuche, bei denen der Tour-Guide vor der Abreise die schöne Māori-Zeremonie des whakawhanaungatanga, einen Ritus des Kennenlernens, praktiziert.

Tommy de Silva

Tommy (Ngaati Te Ata Waiohua) ist freiberuflicher Autor und wohnt in Tāmaki Makaurau/Auckland.

Auf einer Liste der spektakulärsten Orte der Erde ist der Piopiotahi/Milford Sound (>>) nur schwer zu toppen. Er ist immer atemberaubend, egal ob unter blauem Himmel oder wenn es in Strömen regnet. Allein der Blick von einem Boot im Fjord die Felswände hinauf – man muss es erlebt haben! Der Fjord liegt sehr versteckt; Captain Cook ist vorbeigesegelt, ohne ihn zu bemerken.

Craig McLachlan

@yuricraig

Craig schreibt seit mehr als 20 Jahren für Lonely Planet und hat im Rahmen dieser Recherchen die ganze Welt bereist.

Ich halte The Pinnacles (>>) auf der Halbinsel Coromandel für den besten Ort in ganz Neuseeland für mehrtägige Wanderungen. Von Auckland aus ist man schnell dort, es gibt exzellente Hütten, die Geschichte mit abgeholzten Kauri-Wäldern und einfach herrliche Natur. Bei meiner letzten Wanderung bin ich wegen des Sonnenaufgangs früh aufgestanden – aber die Landschaft war in dichten Nebel gehüllt. Eine Lektion in Sachen „Launen der Natur“ und natürlich trotzdem ein magisches Erlebnis.

Maggie Wicks

@_ maggiewicks_

Die Redakteurin und Reisejournalistin Maggie hat bereits über Italien, Marokko, Ecuador und Israel geschrieben. Coromandel besucht sie schon seit über 40 Jahren.

Egal, wie viel Trubel dort herrscht, Hobbiton (>>) ist einen Abstecher wert. Der Herr der Ringe hat den Neuseeland-Tourismus eigentlich erst begründet und das Interesse der Menschen an dieser entlegenen Ecke der Welt geweckt. Hobbiton verkörpert gewissermaßen den Charakter von Waikato. Wenn die untergehende Sonne das kleine Dorf beleuchtet und Rauch aus den winzigen Schornsteinen steigt, fühlt man sich wirklich wie in einer anderen Welt.

Liz Carlson

@youngadventuress

Liz ist eine neuseeländische Autorin und Fotografin, und sie leitet Polarexpeditionen. Ansonsten hat sie schon Bücher über Design und Zimmerpflanzen verfasst.

Da ich in Queenstown aufgewachsen bin, hat der Lake Wakatipu (>>) in fast allen wichtigen Augenblicken meines Lebens seit der Kindheit eine große Rolle gespielt. Egal, ob Picknick oder ein morgendliches Bad im See, Bootstouren, Nachtwanderungen am Ufer oder einfach ein ruhiger Tag am Strand mit Blick aufs Wetter: Dieser Ort erfrischt die Seele!

Rosie Fea

@rosiefea

Rosie arbeitet als Reisejournalistin; sie liebt skurrile Entdeckungen, Orte mit Flair und ganz einfach das Unterwegssein.

Zealandia Te Māra A Tane (>>), Wellingtons Naturschutzgebiet, ist ein wahrer Schatz – und einer der wenigen Orte, an denen man die seltenen kleinen Fleckenkiwis nachts in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen bekommt. Diese Kiwis sind die kleinsten flugunfähigen Vögel Neuseelands – und mich erinnern sie immer ein wenig an Pusteblumen! Die Nähe dieses Habitats zur Großstadt zeigt, wie wichtig den Menschen Artenschutz und kaitiakitanga (Sorge um den Erhalt) ist.

Jacqui Gibson

@jacquigibson_

Jacqui schreibt übers Reisen, über Kultur und Traditionen. Sie lebt in Wellington.

BEITRÄGE VON

Roxanne de Bruyn

@farawayworlds.com

Roxanne, in Südafrika geboren, lebt als freiberufliche Autorin in Neuseeland.

Catherine Le Nevez

lonelyplanet.com/authors/catherine -le -nevez

Catherine arbeitet seit 2004 für Lonely Planet; sie hat im Fach Creative Arts promoviert.

Nicole Mudgway

@travelwithsmudge

Die begeisterte Food-Bloggerin Nicole stammt aus Neuseeland.

Rawinia Parata

Rawinia (Ngāti Porou; Ngāi Tahu) lebt an der Ostküste und hat Creative Writing studiert.

EINFACH EINTAUCHEN

Weil Neuseeland ein Inselstaat ist, ist man nie weit von einem Strand entfernt. Hoch oben im Norden ist der Sand goldgelb, an der Ostküste ist es recht ruhig. An der Westküste findet sich Sand vulkanischen Ursprungs, und die Wellen sind wild und hoch. Weiter landeinwärts bieten die Seen und Flüsse an heißen Tagen eine gute Abkühlung. Im Winter locken Thermalbäder und Spas zu entspannenden Erlebnissen.

Sicher schwimmen

Check die Seiten safeswim.org.nzoderlawa.org.nz (im Abschnitt „Can I swim here“), um Infos zur Wasserqualität und zu Wasserständen an bewachten Stränden zu bekommen.

Schutz gegen Hitze

Man sollte die Haut bedecken, eine Sonnenbrille tragen und nach dem Schwimmen erneut Sonnenschutz auftragen. Für Kinder sind UV- oder Surf-Shirts ideal.

Eisige Gewässer

Manche Seen und Flüsse werden von Gletscherwasser gespeist und sind daher selbst im Sommer eisig kalt. Das kann besonders in Gebirgsregionen der Fall sein.

Hanmer Springs Thermal Pools & Spa (

>>),

Hanmer Springs

SCHÖN SCHWIMMEN

In 1Hanmer Springs, einige Stunden von Christchurch entfernt, locken Thermalbäder. Zu dem Komplex gehören Kaskaden, Felsenpools und Wasserrutschen. (>>)

Schwimmen kann man im 2Cape Rodney-Okakari Point Marine Reserve, nicht weit von Auckland. (>>)

Entspannung bieten die ruhigen Gewässer und der weiße Sand der idyllischen 3Maitai Bay am äußersten Zipfel von Northlands Halbinsel Karikari. (>>)

Finde heraus, warum 4Ōhope Beach bei Whakatane oft als beliebtester Strand des Landes bezeichnet wird. (>>)

Oben auf der Südinsel liegt der 5Abel Tasman National Park mit goldenen Sandstränden; danach geht es mit dem Kajak durch klare Gewässer. (>>)

Lake Taupō (

>>)

AUF ZWEI RÄDERN

Auf dem wachsenden Radwegenetz Neuseelands kann man das Land in einem langsamen Tempo erkunden, denn die Wege führen durch atemberaubende Landschaften. Die Radwege führen heute kreuz und quer durch viele Teile des Landes, und mehr als 20 sogenannte „Great Rides“ führen umweltschonend zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten.

Die Great Rides von Neuseeland

Diese 23 Radrouten führen durch einige der spektakulärsten Landschaften des Landes. Siehe nzcycletrail.com für mehr Infos zu den Trails.

Mountainbiken

Auf vielen Bergen gibt es Mountainbike-Trails: manche für Anfänger, andere für Fortgeschrittene. Einige sind ganzjährig befahrbar, andere nur zu bestimmten Jahreszeiten.

FAHRRADFREUDEN

Der am Karangahake Gorge entlanglaufende 1Hauraki Rail Trail passiert einen Glühwürmchen-Tunnel (>>)

Von Arrowtown bis Gibbston Valley führt der 2Arrow River Bridges Trail. Man überquert Hängebrücken mit spektakulärem Blick in Schluchten. (>>)

Am Rand des Lake Taupō entlang führen die 3Great Lake Trails, drei kombinierte Strecken am Nordufer, ideal für Mountainbiker. (>>)

Familienfreundlich ist Westports neuer 4Kawatiri Coastal Trail nach Cape Foulwind und zu den Robben der Tauranga Bay. (>>)

Central Otagos herrliche Landschaft erschließt der 5Lake Dunstan Trail, eine Radstrecke, die Cromwell und Clyde miteinander verbindet. (>>)

EXOTISCHE WESEN

Es gab in Neuseeland nur heimische Vögel, Fledermäuse, Meeressäuger und eine Eidechsenart, die tuatara. Endemische Säugetiere gibt es nicht. Die Lage ohne Verbindung zu anderen Landmassen begünstigte die Entwicklung dieser Arten, denn natürliche Feinde fehlten. Seither wurden weitere Tiere angesiedelt, sodass man sich nur in Schutzgebieten ein Bild vom Neuseeland der Vergangenheit machen kann.

Flugunfähige Vögel

Weil es ihnen an natürlichen Feinden mangelt, gibt es in Neuseeland mehr flugunfähige Vögel als sonst auf der Erde, darunter Kiwi, Kākāpō (Foto) und Weka.

Im Meer

Im Meer finden sich Wale, Robben und Pinguine. Wale sieht man am ehesten von Kaikōura aus; Delfine und Robben sind auf beiden Inseln anzutreffen.

Sicherheit im Busch

In Neuseeland gibt es weder Schlangen, Skorpione noch giftige Insekten. Giftspinnen wie die heimische Katipo sowie die Rotrückenspinne und australische Weißschwanzspinnen sind nur selten zu sehen.

NATURERLEBNISSE

Am 1Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel kann man Robbenkolonien auf Felsblöcken sehen. (>>)

Im flachen Wasser der 2Tatapouri Bay nördlich von Gisborne (>>) kann man Stachelrochen aus nächster Nähe begegnen.

In 3Kaikōura leben viele Meerestiere, darunter Delfine, Orkas und natürlich die dortigen Pottwale. (>>)

Besuch die Albatrosse, ihre Brutplätze und beobachte ihren eleganten Flug im 4Royal Albatross Centre unweit von Dunedin. (>>)

5Rakiura/Stewart Island gehört zu den wenigen Orten, an denen man vielleicht mal einen Kiwi in freier Natur zu Gesicht bekommt, wobei der Tokoeka (brauner Kiwi auf Rakiura) sogar am Tage aktiv ist.

ZU FUSS UNTERWEGS

Neuseeland ist ein wahres Wanderparadies mit verschiedensten Trails für alle Fitness-Levels und jede Erfahrung. Man kann zwischen kurzen Wanderungen in atemberaubenden Küsten- und Waldgebieten oder mehrtägigen Trekkingtouren durch das zerklüftete Bergland wählen. Einige der beliebtesten Wege führen durch faszinierende Landschaften und ermöglichen den Wanderern die Schönheit der Natur mit ihren Seen, Wasserfällen und noch unentdeckten Quellen zu genießen.

Passende Kleidung

Am besten trägt man verschiedene Kleidungsschichten und hat zudem eine wind- und wasserfeste Jacke zum Wandern dabei. Das Wetter kann besonders in den Bergen schnell umschlagen.

Die Great Walks

Diese mehrtägigen Wanderrouten (S. 646) sind gut befestigt, leicht zu finden und führen durch unglaublich schöne Landschaften. Sie sind nicht immer einfach, aber die Aussichten sind grandios!

DOC Visitor Centres

Das Department of Conservation unterhält viele DOC-Visitor-Center, oft nahe bei den Nationalparks. Am besten meldet man sich vor Beginn der Wanderung dort, um Tipps und Infos zum Wetter einzuholen.

Kea Point Track (

>>),

Aoraki/Mount Cook National Park

HERRLICH WANDERN

Die Berglandschaft auf dem viertägigen, 54 km langen 1Milford Track ist einzigartig. Sie lässt sich mit einer Bootstour unter den Wasserfällen hindurch toppen. (>>)

Empfehlenswert ist eine Wanderung durch den urwüchsigen Buchenwald im 2Mount Aspiring National Park, vorbei an Bergseen mit Ausblicken auf die Southern Alps und die Wasserfälle. (>>)

Der 3Tongariro Alpine Crossing (>>) ist eine der besten Tageswanderungen. Alternativ ist der Tongariro Northern Circuit eine Herausforderung. (>>)

Schön ist der 12 km lange Rundweg des Kauaeranga Kauri Trail nach 4Pinnacles auf der Halbinsel Coromandel. Wer übernachtet, erlebt den perfekten Sonnenaufgang. (>>)

Der 5Kea Point Track im Aoraki/Mount Cook National Park bietet Aussichten auf den Aoraki/Mount Cook, das Hooker Valley und Eisflächen. (>>)

SIE WAREN DIE ERSTEN

Die indigene Kultur ist integraler Bestandteil der nationalen Identität Neuseelands und hat Einfluss auf viele Bereiche des Alltagslebens wie Kunst, Politik, Sport und mehr. Man kann zwar viel über die Geschichte der Māori erfahren und ihre Kunstwerke in Museen bestaunen, aber die marae (Versammlungsgelände) vor Ort sind das Herzstück der Māori-Tradition. Besucher erleben traditionelles Brauchtum, wenn sie eine kapa haka Vorführung (mit Gesang, Tanz und Bewegung) oder ein Māori-Dorf besuchen.

Anteil der Māori

Māori machen etwa 17 % der Gesamtbevölkerung Neuseelands aus. In den Regionen Tairāwhiti Gisborne, Northland und Bay of Plenty lebt der Großteil der Māori.

Ankunft der Māori

Nach Angaben der Ngāpuhi, einem iwi (Volksstamm) im hohen Norden, war Kupe der erste, der aus seiner Heimat Hawaiki vor etwa 1000 Jahren Neuseeland erreichte.

Die Iwi

Es gibt über 100 iwi in Neuseeland, die gemeinsame Vorfahren und Wurzeln in bestimmten Teilen des Landes haben. Jeder iwi hat seine eigenen Geschichten.

Waitangi Treaty Grounds (

>>)

KULTUR ERLEBEN

Auf den 1Waitangi Treaty Grounds in Northland bekommen Besucher Infos zum Treaty of Waitangi und seiner Bedeutung für Neuseeland. (>>)

Mit Māori-Guides kann man den 2Waipoua Forest (>>) und 2Opononi erkunden und den indigenen Geschichten lauschen.

Bewundere das 10 m hohe Antlitz des Māori-Priesters und Entdeckers Ngātoro-i-rangi, das in die Klippen von 3Mine Bay am Lake Taupō gemeißelt ist. (>>)

Bei einem Waldspaziergang mit 4Whirinaki Forest Footsteps erfährt man etwas über die traditionelle Heilkunst der Māori. (>>)

Der Sonnenaufgang vom 5Maunga Hikurangi aus, dem heiligen Berg des Volkes der Ngāti Porou, ist toll, ebenso wie die Geschichten des Halbgottes Māui. (>>)

SkyJump (

>>),

Sky Tower, Auckland

ÜBERALL ABENTEUER

Neuseeländer sind gern draußen – und was gibt es Besseres, als die wunderschöne Umgebung mit einem Adrenalin-Kick zu erleben? Neuseeland ist nämlich bekannt für seine Extremsportarten. Queenstown gilt dabei als die Abenteuer-Hauptstadt der Welt. Also die Komfortzone verlassen und die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten!

Weltweit einmalig

An der Kawarau Bridge bei Queenstown findet man den weltweit ersten kommerziell betriebene Bungee-Jumping-Veranstalter, der noch immer in Betrieb ist.

Nicht so riskant

Weniger extrem: eine Wanderung zwischen den Baumgipfeln, eine Kajakfahrt auf dem Whanganui River oder eine Jet-Board-Fahrt durch einen Canyon.

DIE GRÖSSTEN ABENTEUER

Der kontrollierte Sprung von der Aussichtsplattform des 1Sky Tower in Auckland dauert 11 Sekunden bei 85 km/h. (>>)

Freier Fall über 2Taupō, mit Ausblick vom See bis zu den schneebedeckten Bergen im Tongariro National Park. (>>)

Mit Ziplines, beweglichen Brücken und Plattformen erkundet man die Kronen eines uralten Waldes mit Hilfe von 3Canopy Tours in Rotorua. (>>)

Fahrten auf unterirdischen Flüssen und Rafting-Abenteuer mit Wasserfällen erlebt man in den 4Waitomo Caves. (>>)

Touren im Geländewagen, fünf Seilrutschen und Blicke auf den Südpazifik hoch über 5Kaikōura. (>>)

HELLES LICHT IN DUNKLER NACHT

Mit dem unbeleuchteten Nachthimmel über Teilen der Südinsel und drei Viertel der Nordinsel ist Neuseeland ein einzigartiger Ort zur Sternbeobachtung. Besucher können die Sterne auf eigene Faust bewundern oder sich einer Führung in zwei international anerkannten Nachthimmelreservaten anschließen – dem Aoraki/Mackenzie und Wairarapa –, oder man besucht andere Dark Sky Parks und Schutzgebiete.

Māori-Kultur

Der maramataka (Mondkalender) benennt die ideale Zeit zum Pflanzen, Ernten, Fischen und Jagen. Die Wiederkehr des Sternenhaufens Matariki markiert den Beginn des māorischen Neujahrs.

Tipps für Sternengucker

Wähle eine sternenklare Nacht ohne Mond, kleide dich im Zwiebel-Look, bring einen tragbaren Stuhl mit und benutze ein rotes Licht, um deine Nachtsicht nicht zu stören.

STERNE BESTAUNEN

Von den Dünen am 1Medlands Beach auf Aotea/Great Barrier Island kann man die Sterne an einem Himmel beobachten, der frei von anderen Lichtquellen ist. (>>)

Auf 2Rakiura/Stewart Island kann man den Sonnenuntergang oder die schimmernde aurora australis bestaunen. (>>)

Lass dich vom sternenklaren Himmel des 3Aoraki Mackenzie International Dark Sky Reserve begeistern. Das geht im Mt John Observatory. (>>)

In einer wolkenlosen Winternacht geht es zur 4Wai-iti Domain bei Nelson, um das Sternbild des Skorpions und die Milchstraße zu entdecken. (>>)

Sehenswert ist auch der Nachthimmel über der Region 5Wairarapa, angeleitet von Star Safari oder in einem mobilen Observatorium von Under the Stars. (>>)

STILLE SEEUFER

Die Seen des Landes sind sowohl für einheimische als auch fremde Besucher beliebte Ferienorte – und das aus gutem Grund. Das Land hat über 800 Seen, darunter Kraterseen, die nach Vulkanausbrüchen entstanden sind, entlegene Bergseen und schimmernde Gletscherseen inmitten hoher Berge. Rotorua, Tekapo, Taupō und Lake Wakatipu in Queenstown sind Fixpunkte auf den touristischen Pfaden, aber viele weitere Seen bieten stille Rückzugsorte in malerischer Umgebung.

Türkisfarbene Gewässer

Gletscherseen und Flüsse haben wunderschönes türkisfarbenes Wasser, das von feinen Schluff-Partikeln herrührt, die die Gletscher beim Schmelzen zurückgelassen haben.

Heilige Seen

Einige Seen wie der Rotokākahi (Grüner See; oben) in Rotorua und der Rotokura bei Ohakune sind tapu (heilig). In diesen Seen ist das Schwimmen verboten.

Ein Vulkankrater

Lake Taupō besteht aus einem Krater dieses Supervulkans. Die letzte große Eruption fand etwa vor 1800 Jahren statt und war die größte der Welt in den letzten 5000 Jahren.

Mou Waho Island

>>)

and Lake Wānaka

TOLLE SEEN ERLEBEN

An Northlands umschlossenen 1Kai Iwi Lakes mit ihrem klaren Wasser, weißen Sand und einem schattigen Kiefernwald kann man gut campen. (>>)

Eine Bootsfahrt zur 2Insel Mou Waho im Lake Wānaka ist lohnend, weil man dort ein Inselchen in einem See auf einer Insel in einem See erleben kann. (>>)

Eine Wanderung auf dem 3Great Lake Pathway erstreckt sich vom Hafen in Taupō bis nach Waitahanui durch hübsche Buchten; in manchen blubbert heißes Wasser empor. (>>)

Erkunde die 16 Seen im stillen 4Nelson Lakes National Park vom Dorf St Arnaud am Lake Rotoiti aus. (>>)

Die schönen Gletscherseen im südlichen Westland erlebt man bei einer Bootsfahrt auf dem 5Lake Mapourika beim Franz-Josef-Gletscher. (>>)

ZUM WOHL!

Viele Einheimische lieben hin und wieder Wein, Bier und mehr. Daher ist es nicht verwunderlich, dass in Neuseeland einige hervorragende Weine, Spirituosen und Biere produziert werden. Das Land ist für seine Weinanbaugebiete bekannt, besonders den Sauvignon blanc aus Marlborough und den Pinot noir aus Central Otago. Darüber hinaus gibt es eine blühende Craftbier-Szene, und in letzter Zeit haben etliche kleine Destillerien neu eröffnet.

Craftbier

Vom Pils bis zum obergärigen Stout, erfrischendem Sauerbier und hopfenbetonten IPAs reicht das Angebot der über 200 Craftbier-Brauereien. Infos bei nzaletrail.com.

Regionaler Gin

Kleine Gin-Brennereien sind in Neuseeland ebenfalls sehr beliebt. Natürlich verwenden sie Zutaten aus den jeweiligen Regionen.

Regionale Weine

Sauvignon blanc, Pinot noir, Pinot gris und Chardonnay machen 90 % der Weinproduktion aus; auch Riesling, Syrah und Bordeaux-Verschnitte sind im Kommen.

Amisfield (

>>),

Arrowtown

WEIN & BIER GENIESSEN

Craftbiere aus dem ganzen Land findet man an der 1Auckland Beer Mile von Mt Eden über Kingsland bis nach Morningside. (>>)

Pinot noir, kräftige Weißweine und eine moderne Küche locken nach 2Amisfield nahe Queenstown. (>>)

Wie Regenwald schmeckt, zeigt 3Reefton Distilling Co mit hochwertigem Gin, Likören, Wodka und Whisky. (>>)

Von Heyday Beer bis zu Produkten kleinster Anbieter: 4Wellingtons großartige Craftbier-Szene bietet für jeden etwas. (>>)

Wer ein paar Tage in 5Martinborough verbringt, kann die kleinen Weingüter rund um den Ort per Fahrrad besuchen. (>>)

RASTLOSE RIESEN DER ERDE

Die Aktivität der Vulkane hat in Neuseeland Spuren hinterlassen und einige außergewöhnlich schöne Landschaften geschaffen. Viele Hügel und Berge auf der Nordinsel sind erloschene oder schlafende Vulkane, darunter auch die bei Auckland. Hier sind vulkanische Landschaften Teil des Alltagslebens: Einheimische fahren Ski auf dem Mount Ruapehu oder Boot auf dem Lake Taupō (einem Kratersee) und erzeugen sogar Strom mit Geothermie. Besucher können sich (auf sicherem Wege) vielen geothermischen Aktivitäten nähern.

Moutohorā/Whale Island

Die vulkanische Insel liegt in der Bay of Plenty im Norden der Nordinsel. Einen Strand mit heißem Wasser aus den Tiefen der Erde findet man in der Onepū Bay.

Mount Ngāuruhoe

Mount Ngāuruhoe im Tongariro National Park taucht in den Filmen Herr der Ringe als Schicksalsberg auf. Bitte nur fotografieren, denn der Berg gilt als tapu (heilig) und darf nicht betreten werden.

Vulkane bei Auckland

Auckland ist von mehr als 50 Vulkanen umgeben, die die Landschaft in und um die Stadt herum geprägt haben. Das Vulkanfeld gilt als schlafend; es ist sehr unwahrscheinlich, dass es zu Eruptionen kommt.

Maungawhau/Mount Eden (

>>),

Auckland

GEOTHERMIE LIVE

Bei einer Wanderung auf den 1Maungawhau/Mount Eden, den höchsten Vulkan von Auckland, kann man die Aussicht vom Gipfel und die Tiefe des Kraters bestaunen. (>>)

Erklimme die 156 m hinauf zum 2Paritutu, dem Lavapfropf eines alten Vulkans in Taranaki und betrachte von dort oben die vulkanischen Sugar Loaf Islands (Ngā Motu). (>>)

In den 3Wairakei Terraces kann man sich in warmem Wasser aalen. Hier speisen unterirdische Wasser einen künstlichen Geysir und die Kaskaden, die die Terrassen hinunterplätschern. (>>)

Entdecke in 4Ōrākei Kōrako eine Welt aus dampfenden Quellen, kochendem Schlamm und spritzenden Geysiren. (>>)

Wandere durch das 5Waimangu Volcanic Valley in Rotorua und bewundere den Inferno Crater Lake, der im Rhythmus seines Aufheizens und Abkühlens ansteigt und abfällt. (>>)

STÄDTE & REGIONEN

Entdecke dein Sehnsuchtsziel.

Northland

TROPISCHES TE TAI TOKERAU

Willkommen an der warmen Ostküste mit ihren familienfreundlichen Buchten und den Stränden mit Sanddünen im Westen. Hier spielen die Māori-Geschichten von uralten Kauri-Wäldern. In Waitangi wurde 1840 das Gründungsdokument des heutigen Neuseeland unterzeichnet.

>>

Waikato

LÄNDLICHES HERZLAND MIT STRÄNDEN UND HÖHLEN

Grüne Hügel, bewaldete Berge und Glühwürmchen-Grotten prägen diese Region ebenso wie die schwarzen Sandstrände und die Filmlocations der Hobbitwelt. Die Region lebt von der Milchviehhaltung. Das geruhsame Hamilton ist die viertgrößte Stadt des Landes.

>>

Taranaki, Whanganui & Ruapehu

BERGE & FLÜSSE MIT CHARME

New Plymouth und das kunstbegeisterte Whanganui sind mittelgroße Städte nicht weit vom Taranaki Maunga und dem Whanganui River. Die geschichtsträchtige Region in aufregender Landschaft wird häufig von Besuchern übersehen. Schön ist eine Fahrt auf dem Surf Highway 45 mit Abstecher zum Tongariro National Park.

>>

Auckland

URBANES LEBEN, STRÄNDE UND STILLE INSELN

Neuseelands größte Stadt erstreckt sich entlang des Hauraki Gulf. Mit seiner bunt gemischten Bevölkerung bietet Auckland wirklich gutes Essen und unterschiedlichste Kulturen, während es der Großraum – mit Surferstränden, Wäldern und friedvollen Inseln – spielend mit anderen Naturlandschaften Neuseelands aufnehmen kann.

>>

Halbinsel Coromandel & die Bay of Plenty

KLEINE STÄDTE & ENDLOSE STRÄNDE

Die Halbinsel Coromandel lockt mit goldenen Sandstränden. Schön sind auch die historischen Städte Thames und Coromandel und die nahe gelegenen Sommer-Resorts Whangamatā, Waihi Beach und Whitianga. Südöstlich, an der Bay of Plenty, findet man Surferstrände und den Mount Maunganui, während die Kultur der Māori in Whakatāne hervorsticht.

>>

Rotorua & Taupō

HEISSER DAMPF AN STILLEN SEEN

Rotorua ist ein absolutes Muss: Hier erlebt man die Māori-Kultur, staunt über die Wunder der Geothermie und sucht den Adrenalin-Kick. Einst das Ergebnis eines Vulkanausbruchs, erfreut der Lake Taupō mit seinem kühlen Wasser Sportler und Outdoor-Fans, während an seinen Ufern heiße Quellen blubbern.

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Hawke’s Bay, Gisborne & East Cape

WEIN, HISTORIE & LANGE ROAD-TRIPS

Hawke’s Bay an der Ostküste der Nordinsel beeindruckt mit Stränden und Weingärten. Zu den Städten mit Sandstränden zählen Napier im Art-déco-Stil und Havelock North mit seiner Gastronomie. Das East Cape spielt in der Kultur der Māori eine große Rolle; in Gisborne dreht sich alles um Schwimmen, Surfen und Wein.

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Wellington

STADT, HINTERLAND & ABENTEUER AN DER KÜSTE

Neuseelands lebendige Hauptstadt bietet eine exzellente Gastronomie und eine moderne Kunstszene. Sehenswert sind der Hafen, Te Papa Tongarewa, das Nationalmuseum, und die Kāpiti-Küste. Reizvoll ist auch das Weinanbaugebiet Wairarapa vor rauer Küstenkulisse.

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West Coast

GLETSCHER, BERGBAU UND FERNE STRÄNDE

Die Küste im äußersten Westen ist eine Landschaft von wilder Schönheit; zudem regnet es dort reichlich. In der Landesgeschichte spielt die Gegend eine wichtige Rolle. Hier wurde Gold abgebaut, politische Bewegungen formierten sich, und gleichzeitig war der Landstrich immer sehr isoliert. Heute trägt der Klimawandel zu einem Abschmelzen der berühmten Gletscher bei.

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Queenstown, Wānaka & Central Otago

BERGE, SEEN UND ENDLOSE ABENTEUER

In Queenstown und Wānaka, umgeben von Bergen und Bergseen, kann man die Pracht der Natur bewundern. Queenstown mit seiner fantastischen Kulisse gilt als „Abenteuerhauptstadt der Welt“. Radfahren ist überall möglich, und nach der Tour stärkt man sich bei exzellentem Essen und köstlichem Wein.

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Fiordland & Southland

TRAUMLANDSCHAFTEN FÜR REISENDE

Unglaublich schön ist der Fiordland National Park; hier kann man die Einsamkeit des Doubtful Sound auf sich wirken lassen. Die überraschend große Rakiura/Stewart Island schützt die letzten noch wild lebenden Kiwis. Auf dieser Insel kann man dem Alltag entfliehen – zumindest für ein paar Tage.

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Marlborough & Nelson

STRÄNDE, NATIONALPARKS UND ERLESENE WEINE

Die Spitze der Südinsel bietet von allem etwas: reizvolle weiße Sandstrände, schneebedeckte Berge, guten Wein und köstliche Meeresfrüchte. Nelson mit der Atmosphäre der Kolonialzeit ist die größte Stadt der Region, wirkt aber ganz entspannt; das kleinere Blenheim ist das Tor zur Weinregion und zu den Marlborough Sounds.

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Christchurch & Canterbury

STADTERNEUERUNG UND GEBIRGSKULISSE

Outdoor-Angebote und eine imposante Natur kennzeichnen die Region Canterbury. Man bestaunt die Bergwelt auf einem Rundflug oder den grenzenlosen Sternenhimmel über Lake Tekapo, oder man beobachtet Wale, Delfine und Seevögel in der Umgebung von Kaikōura. Christchurch ist eine der lebendigsten Städte des Landes und hat sich auch von den Erdbeben der letzten Jahre nicht einschüchtern lassen.

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Dunedin, Waitaki & die Catlins

ATTRAKTIVE STÄDTE, GESCHICHTE UND WILDTIERE

Das von schottischen Immigranten gegründete Dunedin ist eine geschäftige Hochschulstadt mit lebendiger Kunstszene, guten Cafés und sehr guten Brauereien. Tiere sind entlang der Otago Peninsula zu beobachten, die Stadt Ōamaru erfreut mit dem Charme des 19. Jhs. Weiter südlich bieten die abgelegenen Catlins Meeresssäugern entlang ihrer wunderschönen Küste einen Lebensraum.

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REISEROUTEN

Highlights im Norden

Dauer: 10 Tage Strecke: 1200 km

Von Neuseelands größter und kulturell vielfältigster Stadt geht‘s nach Norden zur Bay of Islands, um mehr über die Māori und die Kolonialgeschichte zu erfahren. Unterwegs locken Zwischenstopps in weniger bekannten Orten. Danach geht‘s nach Süden zu den Top-Attraktionen Rotorua, Hobbiton und den Waitomo Caves.

Hole in the Rock (

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Bay of Islands

1

AUCKLAND 2 TAGE

Man erholt sich beim Sightseeing in Auckland (>>) vom Jetlag. Zum Abendessen geht‘s nach Ponsonby oder in die Karangahape Road. Vom Maungawhau/Mount Eden bietet sich ein toller Blick über Stadt und Hafen, während die Weingut-Restaurants auf Waiheke Island nach einer Fährfahrt über den Hauraki Gulf zum Lunch einladen. Piha und Mariwai sind schöne Surfstrände.

2

BAY OF ISLANDS 2 TAGE

Auf dem Weg zur Bay of Islands (>>) sind das entspannte Paihia oder das historische Russell mögliche Übernachtungsorte. Neuseelands Gründungsurkunde ist in den Waitangi Treaty Grounds zu sehen. Eine spannende Bootstour führt zum spektakulären Hole in the Rock. In Kerikeri im subtropischen Northland warten eine lebendige Kulturszene, guter Wein und leckeres Craftbier. Auf Aotea Island sind bei Dunkelheit Kiwis zu sehen.

3

OPONONI 1 TAG

An den engsten Stellen der Insel ist es nur ein kurzes Stück von Ost nach West. Der relaxte Küstenort Opononi (>>) am Hokianga Harbour ist ein gutes Standquartier für den Waipoua Forest, bekannt für die spirituell bedeutsamen Kauri-Bäume. Hier erfährt man auch etwas über die Ankunft des legendären polynesischen Entdeckers Kupe in dieser für die Māori kulturell und geschichtlich so wichtigen Region.

4

MATAKANA 1 TAG

Ein nettes Etappenziel Richtung Süden ist Matakana (>>) inmitten einer aufstrebenden Weinregion. So vermeidet man auch die städtische Hektik von Auckland. Nach einem Strandbesuch die lokalen Austern und das Craftbier probieren. Rund um Pakiri wird gesurft. Etwas windgeschützter ist die Anchor Bay im Tāwharanui Regional Park. In Matakana gibt es samstagmorgens auch einen tollen Bauernmarkt.

5

ROTORUA 2 TAGE

Um die Rushhour von Auckland zu vermeiden, empfiehlt sich von Matakana ein Start gegen 9 Uhr, um nach Rotorua (>>) zu fahren. Hier stehen die geothermale Landschaft und die Māori-Kultur im Fokus. Besuchen Sie den Redwoods Treewalk und erkunden die verschiedenen roto (Seen) der Gegend. Abenteuerlustige buchen eine Rafting-Tour auf dem Kaituna River oder stürzen sich in einem gigantischen Zorb einen Berghang hinab.

6

WAITOMO CAVES 2 TAGE

Auf dem Weg nach Waitomo lockt der Mittelerde-Spaß von Hobbiton (>>). Von dort sind es nochmal 90 Min. zu den Waitomo Caves (>>). Highlights der leichten Höhlentour sind die Glühwürmchen und die Bootsfahrt auf dem unterirdischen Fluss. Im Neoprenanzug auf einem Reifenschlauch über den Fluss zu gleiten, verspricht aber mehr Adrenalin. Auf dem Rückweg nach Auckland dreht sich in Ōtorohanga alles um die Kiwi-Identität.

Mt Ngāuruhoe (

>>),

Tongariro National Park

REISEROUTEN

Südliche Nordinsel

Dauer: 7 Tage Strecke: 500 km

Die Fahrt führt von einem Ferienort für Aktivurlauber am See im vulkanischen Zentrum der Nordinsel zur kompakten Hafenhauptstadt des Landes. Zwei Weinregionen unterwegs lassen niemanden verdursten. Die Region Hawke’s Bay ist zudem vor allem im Frühling und Sommer die Obstschüssel Neuseelands.

1

TAUPŌ 2 TAGE

In Taupō (>>) ist viel los. Deshalb sollten hier vor allem Outdoor-Freunde einige Tage verbringen. Schön ist ein Panorama-Spaziergang am See. Und dann stellt sich die Qual der Wahl: heiße Quellen, Fallschirmspringen, Bungee-Jumping, Wildwasser-Raften … Taupō ist auch das beste Standquartier für den Tongariro National Park mit seinen exzellenten Wandermöglichkeiten.

2

NAPIER 2 TAGE

Die hügelige SH5 führt von Taupō nach Napier (>>). Der Ort wurde nach einem verheerenden Erdbeben 1931 im Art-déco-Stil wieder aufgebaut. Von hier gelangt man leicht zu den Weingütern an der Hawke’s Bay. Nett sind auch die Cafés und Restaurants von Havelock North. Grandios ist der Blick vom Te Mata Peak über die Küste und das Hinterland.

Abstecher:Eine geführte Exkursion mit Gannet Safaris zur Basstölpel-Kolonie von Cape Kidnappers (>>).30 Min.

3

MARTINBOROUGH 1 TAG

Durch das ländliche Zentrum der Nordinsel geht es nach Martinborough (>>). Die grüne und etwas mondäne Stadt wird von den Weingütern der Wairarapa-Region umgeben. Für deren Besuch mietet man sich am besten ein Fahrrad.

Abstecher:Von Martinborough lohnt die Fahrt zum Straßenende am Cape Palliser (>>). Am Strand unweit des Fischerdorfes Ngāwi sind oft Seehunde zu sehen.45 Min.

4

WELLINGTON 2 TAGE

Sie haben es nach Wellington (>>) geschafft! Zeit für ein Craftbier der hervorragenden Brauereien der Hauptstadt. Geschichte und Kultur bietet Te Papa Tongarewa, während eine Tour des Parlaments das neuseeländische Regierungssystem erläutert.

Abstecher:Im Norden an der Kāpiti Coast eine Führung über Kāpiti Island (>>) buchen. Dies ist eines der ältesten und wichtigsten Naturschutzgebiete des Landes.45 Min.

Riverside Market (

>>),

Christchurch

REISEROUTEN

Abenteuer im Norden der Südinsel

Dauer: 7 Tage Strecke: 1100 km

Die Schleife durch den Norden der Südinsel führt zu wilden und rauen Küstenabschnitten sowohl am Pazifik wie an der Tasmanischen See. Subalpin schön ist der Lewis Pass auf dem Weg von Ost nach West. Rund um Marlborough bieten die Weingüter erstklassige Weine und Gastronomie.

1

CHRISTCHURCH 1 TAG

Für einen Tagesbesuch in der größten Stadt der Südinsel die Tram nehmen, um Christchurch (>>) zu erkunden. Highlights der Route sind die bunte New Regent Street sowie der kulinarische Riverside Market. Auf dem Weg nach Norden Richtung Hanmer Springs empfiehlt sich ein Lunch auf einem Weingut im Waipara Valley. Dies ist das Zentrum der klimatisch eher kühlen Weinregion North Canterbury.

2

HANMER SPRINGS 1 TAG

Die Wälder rund um Hanmer Springs (>>) sind ideal für Mountainbiker. Aber da auf dieser Highlight-Tour nicht viel Zeit bleibt, einfach in der subalpinen, grünen Stadt relaxen, z. B. in den Hot Pools. Mit Kindern bringt die 13,5 m hohe Conical-Thrill-Wasserrutsche viel Adrenalin. Erholsam ist auch ein waldreicher Spaziergang durch den Hanmer Heritage Forest.

3

PUNAKAIKI 1 TAG

Auf geht‘s zur Westküste. Unterwegs wartet der nur 20 Minuten lange Alpine Nature Walk am Lewis Pass. In Blackball erfährt man mehr über den Bergbau und die Arbeiterbewegung. Bei Punakaiki (>>) sind die Pancake Rocks echte Hingucker. Spannung bringen aber auch Kajak- oder SUP-Touren auf dem Pororari River. Und dann lockt natürlich die Küstenstraße nach Norden!

4

NELSON 1 TAG

Von Punakaiki geht es nach Norden und dann bei Westport wieder nach Osten. Weiter geht‘s durch die Buller Gorge und über den beliebten Rafting-Ort Murchison nach Nelson (>>). Empfehlenswert ist in der Stadt der Art Walk.

Abstecher:Vor der Fahrt nach Osten durch die Buller Gorge lohnt ein Abstecher zur Seehundkolonie am Cape Foulwind (>>).20 Min.

5

BLENHEIM 1 TAG

Von Nelson in der Region Tasman geht es nach Marlborough und zu den Weltklasse-Weingütern rund um die Städte Blenheim (>>) und Renwick. Sauvignon Blanc dominiert hier die Weinszene, aber andere Rebsorten gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Abstecher:Bevor Sie Nelson verlassen, locken nordwestlich in Mārahau (>>) Outdoor-Abenteuer im Abel Tasman National Park.1 Std.

6

KAIKŌURA 2 TAGE

Die Pazifikküste der Südinsel führt Richtung Süden nach Kaikōura (>>). Hier können Wale, Delfine, Seehunde und Seevögel beobachtet werden. Lecker sind Kōura (Flusskrebse) sowie Fish&Chips bei Karaka Lobster oder Nin’s Bin. Der Kaikōura Peninsula Walkway über die Klippen ist gut für die Verdauung. Vor der Rückfahrt nach Christchurch noch das Kaikōura Museum besuchen.

REISEROUTEN

Highlights der Südinsel

Dauer: 12 Tage Strecke: 1800 km

Von der vielseitigen Haupstadt des Südens, Christchurch, geht es durch die Southern Alps zu den großartigen Gletscherlandschaften im Westland Tai Poutini National Park. Adrenalinstöße locken auch in Queenstown und Wānaka sowie am Milford Sound, bevor Dunedin und Ōamaru mit etwas Geschichte aufwarten.

1

CHRISTCHURCH 2 TAGE

Christchurch (>>) versprüht Energie und Selbstbewusstsein durch den Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2011. Spuren des englischen Erbes finden sich im historischen Arts Centre. Großartig sind die Restaurants und die zeitgenössische Street Art. Abstecher führen zur Hafenstadt Lyttelton oder auf einem Tagesausflug nach Akaroa auf der Banks Peninsula. Dort kann man die Tierwelt beobachten und die wenig bekannte französische Kolonialgeschichte erkunden.

2

HOKITIKA 1 TAG

Der Arthur‘s Pass führt durch die Southern Alps. Unterwegs die ungewöhnlichen Felsformationen des Kura Tawhiti Conservation Area bewundern. An der Westküste lockt der relaxte Ferienort Hokitika (>>) mit seinem schönen Strand. Lernen Sie etwas über die heiligen Pounamu-Traditionen (Grünstein/Jade) der örtlichen Māori. In der Nähe funkelt das türkisblaue Wasser der Hokitika Gorge.

3

FRANZ JOSEF GLACIER 2 TAGE

Weiter südlich sind der Franz Josef Glacier (S. 519; Bild unten) sowie der Fox Glacier die alpinen Highlights des Westland Tai Poutini National Parks. Erholsam sind Spaziergänge am Lake Matheson/Te Ara Kairaumati. Oder wie wäre es mit einem Flug? Eine Kajaktour auf dem Lake Mapourika beginnt oft mit einem nebligen Morgen. Die aufregendste und herausforderndste Aktivität im Glacier Country ist die Erkundung der Eishöhlen auf einer Heli-Wanderung.

4

QUEENSTOWN 2 TAGE

Ein langer Tag über den Haast Pass und via Wānaka nach Queenstown (>>). Die Stadt ist ein Dauerkandidat als „weltweite Abenteuer-Hauptstadt“. Man kann sich auf viele Arten mit Adrenalin vollpumpen. Entspannt ist ein Bummel durch Arrowtown auf den Spuren eines Goldrausches. Nett ist eine Bootstour auf Lake Wakatipu auf dem Dampfschiff TSS Earnslaw. Mit zwei Rädern geht es durch die Weinberge des Gibbston Valley.

5

TE ANAU 2 TAGE

Von Queenstown geht es vorbei am schmalen Lake Wakatipu und dann im Westen nach Te Anau (>>). Vom Zugangsort zum Fiordland National Park führt die dreistündige, 240 km lange Fahrt (hin und zurück) über die Milford Road und durch den Homer Tunnel zum Piopiotahi/Milford Sound. Per Schiff oder im Kajak den Fjord genießen oder eine Tageswanderung über den berühmten Milford Track machen.

6

DUNEDIN 2 TAGE

Nach einer Fahrt durch das Farmland von Southland vermittelt Dunedin (>>) ein starkes schottisches Erbe. Hier ist viel viktorianische und edwardianische Architektur zu sehen. Bier und Whisky-Produktion sind traditionsreich und die Otago Peninsula liegt ganz in der Nähe. Empfehlenswert sind das Royal Albatross Centre oder eine Tagestour auf dem Rad über den neuen Otago Harbour Trail.

7

ŌAMARU 1 TAG

Von Dunedin geht es nördlich nach Ōamaru (>>). Im 19. Jh. ermöglichten die landwirtschaftlichen Exporte eine Blütezeit. Heute gibt es ein schönes historisches Viertel aus cremefarbenen Kalkstein-Häusern. In der Dämmerung sind mit Glück Zwergpinguine zu sehen. Eine Besonderheit ist die Verbundenheit der Stadt zum Steampunk. Auf dem Rückweg nach Christchurch in Timaru einen Besuch des Te Ana Māori Ngāi Tahu Rock Art Centre einplanen.

BESTEREISEZEIT

Neuseeland ist ein ganzjähriges Reiseziel, dessen verschiedene Jahreszeiten jeweils ihre eigenen Attraktionen zu bieten haben.

Während die Einheimischen den Sommer bevorzugen, haben auch andere Jahreszeiten viel zu bieten. Die Übergangszeiten, Frühling und Herbst, bieten ruhigere und Budget-freundlichere Möglichkeiten, mit warmen Tagen, schönen Szenerien und angenehmem Wetter. Erwartungsgemäß ist der Winter die beste Zeit für Schnee-Sport und klaren Himmel; der beste Schnee fällt im Juli und August. Sommer ist die beste Zeit, wenn man sonnige Strände, Wasser-Aktivitäten und schöne Wanderungen bevorzugt.

Die Urlaubs-Spitze

Von Dezember bis Februar, besonders um Weihnachten und Neujahr, ist Urlaubs-Spitze in Neuseeland. Die Schulferien ziehen sich von Dezember bis Ende Januar, und die Streuung von Feiertagen bedeutet, dass in dieser Zeit auch die Einheimischen verreisen. Die Preise für Unterkunft und Aktivitäten sind am höchsten, und man sollte im Voraus buchen. Von April bis Mai oder von September bis November gibt es die besten Preise.

LOCAL TIPP

SANDDÜNEN & WARMES MEER

Blair Coates aus Northland ist Gründer und Eigentümer einer Firma für natürliche Hautpflege und Wellness @nudipoint

„Wir besuchen Opononi regelmäßig; im Frühling und Sommer ist es am schönsten. Das Wasser ist warm genug zum Schwimmen, und die Dünen heben sich ab gegen den Himmel und das Meer. Opononi ist malerisch. Wenn wir ankommen und ich die hohen Dünen hinter dem Hafen sehe, weiß ich, es ist Zeit zum Entspannen und um die Umgebung zu genießen.“

Tuvalu-Tanz, Pasifika Festival (

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Auckland

AUF SONNE VORBEREITET

Die Sonne scheint in Neuseeland sehr intensiv, selbst im Winter. Deshalb trägt man unbedingt Kappe oder Hut und eine Sonnenbrille, und man benutzt eine Sonnencreme. Schwimmkleidung für Kinder sollte die Haut so weit als möglich bedecken.

Reisewetter für Auckland

REGENTAGE

Es gibt einen Grund dafür, dass Neuseeland so grün ist: Es regnet viel, und der Regen ist ziemlich gleichmäßig über das Jahr verteilt. Man sollte also immer einen Regenmantel dabei haben.

Große Events

Der Waitangi Day (>>) erinnert an den Vertrag von Waitangi, 1840. Ort des Festivals ist das Gelände der Vertragsunterzeichnung. Es gibt traditionelle Māori-Kultur, Ansprachen und andere Aktivitäten. Februar

Das Pasifika Festival (>>) in Auckland feiert Neuseelands pazifische Insel-Kultur mit Musik, Tanzveranstaltungen, traditioneller Küche und Handwerks-Märkten. März

Drei Tage Musik, Kunst und Tanz gibt es auf dem WOMAD Aotearoa (>>) in New Plymouth mit diversen internationalen und lokalen Aufführungen. Wer eine Verschnaufpause braucht, kann an interaktiven Workshops teilnehmen oder genüsslich auf dem Kunstmarkt stöbern. März

Das Matariki (>>) markiert das Neue Jahr der Māori und feiert im ganzen Land ihre Kultur und Tradition, mit Events wie hāngī (Māori-Essen), kulturellen Darbietungen und verschiedenen Ausstellungen. Juni/Juli

LOCAL TIPP

GOLDENE WEINBERGE

Josh Barclay ist ansässig in Blenheim und ist der Nachhaltigkeits-Manager eines lokalen Weinguts @whitehavenwines

„Ich liebe Marlborough im Herbst. Nach dem Hochbetrieb der Traubenernte arbeiten die Winzer an den neuen Jahrgängen, und die Reben sehen dem Winter entgegen. Die Menschenmassen des Sommers haben sich zerstreut, und die Landschaft nimmt Gold-Schattierungen an. Die Tage sind warm und perfekt für Wanderungen durch die Weinberge und ein Glas Wein am Nachmittag.“

Wein in Marlborough (

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DER WÄRME FOLGEN

Für Sonnen-Liebhaber: Die Bay of Plenty, Hawke’s Bay sowie Nelson und Marlborough sind die sonnigsten Orte in Neuseeland. Während der Sommermonate kann es wegen der Sommerzeit bis 21:30 Uhr hell sein.

Lokale Festivitäten

Auf dem Hokitika Driftwood & Sand Festival (>>) erschaffen professionelle und Nachwuchs-Künstler ihre Werke auf dem Strand aus natürlichen Materialien (inklusive, wie zu vermuten, Treibholz). Januar

Zum CubaDupa (>>) ist Wellingtons Cuba Street besonders lebendig: mit Umzügen, Straßentheater, Livebands und Kunst. Und tollem Essen. März

Auf dem Arrowtown Autumn Festival (>>) im gleichnamigen historischen Ort wird der Jahreszeiten-Wechsel gefeiert. Im herausgeputzten Städtchen gibt es Straßen-Paraden, Livemusik, Kunst und Handwerk sowie schöne Herbstblätter überall. April

Elf Tage sind fürs Nelson Arts Festival (>>) angemessen. Man genießt Performances und Installationen von lokalen und internationalen Künstlern. Oktober

Roy’s Peak, Wānaka (

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BESTENS VORBEREITET

AUF NEUSEELAND

Nützliches für Koffer, Ohren und Kopf

Kleidung

Schichten: Das Wetter in Neuseeland kann schnell umschlagen, besonders in Berg-Regionen. Aber auch in Städten können an einem einzigen Tag vier Jahreszeiten vorkommen. Tipp „Zwiebel-Look“.

Hut und Sonnenbrille: Die Sonne ist recht stark, sodass eine entsprechende Kopfbedeckung angebracht ist, auch außerhalb des Sommers.

Wasserdichte Jacke: Regen gibt es das ganze Jahr über. Eine wasserdichte Jacke ist empfehlenswert, für Wanderungen am besten eine kompakte.

Bequeme Wanderschuhe: Für längere Wanderungen sollte man ein Paar gute Wanderschuhe oder Bergstiefel dabeihaben. Wanderungen in Neuseeland können schwieriger sein als erwartet, und gute Fußbekleidung ist wichtig.

Etikette

Auf Tischen sitzen finden Maoris respektlos; gilt auch für Picknicktische im Freien. Beim Besuch in privaten Wohnungen bitte die Schuhe ausziehen.

Zu privaten Essens-Einladungen sollte man ein Gastgeschenk mitbringen, entweder einen Beitrag zum Essen oder ein Geschenk wie eine Flasche Wein oder Schokolade.

Ein paar Maori-Wörter zu lernen ist gut – z. B. mit kupu.maori.nz.

LESEN

Auē (Becky Manawatu; 2019) Ein fesselnder Roman über Musik, Familie und Banden-Gewalt in Neuseeland.The Villa at the Edge of the Empire (Fiona Farrell; 2015) Ein Blick auf das Leben in Christchurch nach dem Erdbeben von 2011.The Axeman’s Carnival (Catherine Chidgey; 2022) Finster-komische Satire, im Mittelpunkt steht eine sprechende Elster.The Penguin History of New Zealand (Michael King; 2003) ist ein solider Überblick über Neuseelands Geschichte.

Sprechen

Aotearoa Der Maori-Name für Neuseeland, übersetzt: „lange weiße Wolke“

Haere mai „Willlkommen“ steht oft auf Begrüßungs-Schildern, wenn man in eine Stadt kommt.

heaps Überfluss, Menge bach Ferienhaus, oft in Strandnähe; auf der Südinsel: ein Kinderbett

bro/cuz/mate oft benutzt, um jemanden als Freund zu bezeichnen

Ka kite ano „Bis bald mal wieder“

tramping Wandern oder Buschwandern

jandals Gummi-Flipflops togs Bezeichnung für Badeanzug

Yeah, nah unverbindliche Neutral-Aussage, oft in der Bedeutung von Nein oder Vielleicht

L&P Lemon & Paeroa, ein Softdrink mit Zitronengeschmack, ursprünglich aus der Stadt Paeroa, heute von Coca Cola Amatil.

kai Essen kaimoana Meeresfrüchte koha Eigentlich „Geschenk“, wird aber normalerweise für eine Spende verwendet, oft als Eintritt.

Morena „Guten Morgen“

munted vollständig zerstört

Ngā mihi „Gruß“, „Danke“ oder „Mit freundlichen Grüßen“. Wird oft als Abspann von E-Mails benutzt.

pākehā Neuseeländer ohne Maori-Abstammung, meistens europäisch

whanau Familie

hokey pokey Lokale Eis-Geschmacksvariante: Butter-Toffee-Stücke in Vanille-Eis

Ka pai „Gut gemacht“ in te reo Māori

chilly bin Tragbare Kühlbox oder -tasche

chur/chur bro bedeutet „Danke“ oder „Prost“.

dairy „Tante-Emma-Laden“

kia kaha „Bleib stark“ — oft benutzter Ausdruck

kia ora „Hallo“

ANSCHAUEN

Das Piano

(Jane Campion; 1993) Der preisgekrönte Film spielt in der Kolonialzeit.

Whale Rider

(Niki Caro; 2002) Magischer Realismus und Spiritualität. Auch als Buch (1987) für ältere Kinder geeignet.

Whina

(Paula Whetu Jones und James Napier Robertson; 2022) Eine Biografie der Anwältin für die Rechte und das Land der Māori, Whina Cooper.

Hunt for the Wilderpeople

(Foto; Taika Waititi; 2016) Ein Familienklassiker, angesiedelt in der Wildnis von Neuseeland.

Wellington Paranormal

(Jemaine Clement, Jackie van Beek und Tim van Dammen; 2018) Eine vergnügliche Comedy-Horror-Serie.

REINHÖREN

Waiata/Anthems (diverse Künstler; 2019–2024) Kiwi-Musiker mit Einspielungen in te reo Māori.Pure Heroine (Lorde; 2013) Das Album hat die Karriere der Lieblingssängerin von Devonport vorangebracht.Gone by Lunchtime (The Spinoff) Ein scharfsinniger, typischer „Kiwi“-Podcast über die Politik Neuseelands.The Aotearoa History Show (Radio New Zealand; 2019–2022) Ein Podcast über die Geschichte Neuseelands.

Kauri-Baum, Waipoua Forest (

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REISEPLANER

MĀORI-TOURISMUS

Von den Anfängen im 19. Jh. rund um Rotorua hat sich der Māori-Tourismus inzwischen auf ganz Neuseeland ausgedehnt. Die lokalen Iwi (Stämme) teilen stolz ihre Geschichte, Kultur und Traditionen. Dabei können Besucher oft kai (Essen) genießen oder an Outdoor-Aktivitä-ten an der Küste oder in den Wäldern rund um Aotearoa teilnehmen.

Kapa Haka & Hāngī

Der Māori-Tourismus begann in Rotorua im 19. Jh. Die Stadt ist noch immer das beliebteste Zentrum für Māori-Traditionen. Zum Mittag- oder Abendessen werden traditionelle Kapa-haka-Konzerte angeboten. Dazu gibt es traditionelle Waiata-Lieder und die zeremoniellen Haka-Tänze. Diese wurden durch das neuseeländische All-Blacks-Rugby-Team berühmt. Die Vorführungen der Te Arawa von Rotorua sind sehr professionell, aber authentisch. Die Kapa-haka-Künstler führen eine jahrzehntelange Tradition ihrer erweiterten Whanau-Familien fort. Zur Würdigung der Besucher gibt es zunächst eine Pōwhi-ri-Willkommenszeremonie. Nach der Show wartet das gemeinsame, in Erdkuhlen zubereitete Hāngī-Büfett.

Empfohlene Anbieter des Kapa haka und des Hāngī sind in Rotorua das Mitai Māori Village (>>) sowie Te Pā Tu (>>)̄, während die Kapa-haka-Māori Cultural Experience im Auckland Museum (>>) auch fesselnd und authentisch ist.

Kulturerlebnisse

Für die Māori-Kultur ist auch das Northland (Te Tai Tokerau) sehr wichtig. Jenseits der Attraktionen des Waitangi Treaty Grounds (>>) – darunter Ngātokimatawhaorua, das größte Waka (Kanu) von Aotearoa – warten weiter westlich am Hafen von Hokianga zwei spannende Angebote: Footprints Waipoua (>>) veranstaltet geführte Hīkoi-Wanderungen im Waipoua Forest zu zwei massiven Kauri-Bäumen. Sie sind für die Māori von großer kultureller und spiritueller Bedeutung. Manea Footprints of Kupe (>>) erläutert auf den Stränden von Hokianga und in Opononi die Entdeckung von Aotearoa durch den legendären polynesischen Seemann Kupe. Sehenswert sind in Te Tai Tokerau auch die zeitgenössische Kunst und die Skulpturen in Whangāreis Wairau Māori Art Gallery (>>).

(NICHT) LOST IN TRANSLATION

Viele Māori-Guides nutzen Phrasen aus der Māori-Sprache Te reo Māori. Hier sind einige oft genutzte Begriffe, weitere finden sich auf S. 648.

Manuhiri – Ein Besucher oder Gast, insbesondere jemand, der einen marae (Versammlungsort) besucht.

Manaakitanga – Freundlichkeit, Respekt und Großzügigkeit anderen gegenüber – neuseeländische Gastfreundschaft.

Kaitiakitanga – Behüten und schützen; ein Schlüssel, um den Respekt der Māori für die natürliche Welt zu verstehen.

Whenua und Noana – Das Land und das Meer, miteinander verwoben in Te ao Māori, der Weltsicht der Māori.

Mahinga Kai – Kai (Essen), das traditionell zu Land und im Meer gesammelt oder geerntet wird.

Kai Hakari – Ein traditionelles Festmahl.

Auf der Nordinsel lockt zum Sonnenaufgang eine Fahrt mit einem allrad-getriebenen Auto auf den Maunga Hikurangi (>>), den heiligen Berg der Ngāti Porou am East Cape. Schön liegt die Kohutapu Lodge (>>) am Ufer des abgelegenen Lake Aniwhenua unweit der Bay of Plenty. Auf der Südinsel erklärt das Te Ana Māori Ngāi Tahu Rock Art Centre (>>) in Timaru die jahrhundertealte Felsenkunst der Māori. Spannend ist die Suche nach heiligem Pounamu a m Ufer d es A rahura River bei Hokitika. Touranbieter sind Te Rua Mason (>>) und seine Whanau − alles stolze Mitglieder des örtlichen Ngāti-Waewae-Iwi.

Waitangi Treaty Grounds (

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NOCH MEHR MĀORI -KULTUR

Āhua Gallery (>>) Authentische Māori-Schnitzereien und Gewebtes in Rotoruas Te Puia.

Dark Sky Project (>>) Am Lake Tekapo etwas über Tatai aroraki (Māori-Astronomie) lernen.

Kahukiwi Experiences (>>) Familiengeführte 4WD-Touren rund um Rotoruas Lake Rotoiti.

Kaitiaki Adventures (>>) Geführte Wanderungen auf den Mount Tarawera bei Rotorua.

Kāpiti Island Nature Tours (>>) Māori-Geschichtstouren auf einer Naturschutzinsel nördlich von Wellington.

Māoriland Film Festival (>>) Das größte indigene Filmfestival der südlichen Hemisphäre in Ōtaki.

Okains Bay Māori & Colonial Museum (>>)Māori-taonga (Schätze) der Banks Peninsula.

Owhango Adventures (>>) Mit einem Kanu und einem örtlichen Māori-“Kultur-Navigator“ über den Whanganui River.

Pounamu Pathway (>>) Die Geschichte und die Traditionen des pounamu an der West Coast entdecken.

Pūkaha National Wildlife Centre (>>) Bei Masterton geführte Themenwanderungen zu kai oder Rongoā Māori (traditionelle Medizin).

Te Ara Tapuwae o te Whare Pāremata (>>) Māori-Parlamentstouren in Wellington.

Whanganui Tours (>>) Mit einem Postauto das Māori-Leben entlang des Whanganui River erkunden.

Wharewaka Tours (>>) Geführte Wanderungen an Wellingtons Strand und Waka-Erlebnisse am Hafen. Auf maoritourism.co.nz findet sich eine Liste zum Māori-Tourismus in ganz NZ.

Einen Marae besuchen

Der Besuch eines traditionellen Marae-Versammlungsortes ist manchmal bei örtlichen, Māori-geführten Touranbietern Teil des Programms. Auf eigene Faust ist ein Besuch zumeist nicht gestattet. Für alle offen steht das Wharenui-Versammlungshaus von Te Whare Rūnanga (>>) als Teil der Waitangi Treaty Grounds. Das mit einzigartigen Schnitzereien und gewebten Tukutuku-Paneelen verzierte Haus ist spektakulär und bewegend. In Wellington präsentiert das Nationalmuseum Te Papa Tongarewa (>>) ein Rongomaraeroa-Marae mit einem für alle Besucher zugänglichen Wharenui.

Outdoor-Aktivitäten

Ein recht neues Angebot sind die Kombinationen von Outdoor-Erlebnissen mit traditioneller Kultur und Storytelling. Im Abel Tasman National Park lässt sich mit Waka Abel Tasman (>>) in gemeinsamer Anstrengung (Mahi) ein Waka-ama-Ausleger-Kanu paddeln. Auch Mauao Adventures (>>) bietet das am Hafen von Tauranga an. So erleben die Gäste viele Māori-Tikanga (Gebräuche). Mauao Adventures bietet auch Kulturwanderungen rund um den Vulkankegel Mauao (Mount Maunganui) an der Hafenzufahrt an.

Im südöstlichen Hinterland von Whakatāne vermittelt Omataroa Eco Tours (>>) das Wissen als Wächter (Kaitiaki) der nahe gelegenen Urwälder und bedrohten Kiwi-Population. Vor der Küste von Whakatāne geht es mit dem örtlichen Ngāti-Awa-Iwi zum Motouhorā Whale Island (>>). Die Motu (Insel) ist ein bedeutendes Naturschutzreservat.

Kai-Genuss

Essen (Kai) ist für die Māori-Kultur sehr wichtig. Genießen Sie ein gemeinsames Hāngī-Büfett oder absolut frisches Seafood (Kaimoana) in Kaikōura. Die Kulturwanderungen mit Amiki Tours (>>) rund um Ōtautahi/Christchurch führen zu den besten Lokalen der Stadt. Die Erläuterungen vermitteln ein Gefühl für das Māori-Erbe und die Kultur.

Vom Badeort Maketu an der Bay of Plenty bietet der frühere internationale Rugby-Spieler Deon Muir Angelausflüge mit Muir’s Tours (>>) an. Optional ist ein von den vor Ort wohnenden Masterchef-Gewinnern Karena und Kasey Bird zubereitetes Fisch-Festmahl. Für Austern mit einer Prise Māori-Geschichte und -Kultur lockt weiter südlich eine Bootstour mit Tio Ohi-wa Oysters (>>).

Stolze Militärgeschichte

Der Beitrag der Māori zur Landesverteidigung wird an mehreren Orten gewürdigt. Als Teil der Waitangi Treaty Grounds öffnete 2020 das Te Rau Aroha Museum (>>) die Ausstellung „Price of Citizenship“ − der „Preis der Bürgerrechte“. Die Geschichte des berühmten 28th (Māori) Battalion wird detailliert erzählt.

In Gisborne erinnert das C Company Memorial House (>>) an die East-Coast-Soldaten, darunter viele Ngāti Porou, die im Zweiten Weltkrieg tapfer in der Einheit kämpften. Die Saint Mary’s Church (>>) nördlich in Tikitiki ist mit wunderschönen Māori-Schnitzereien verziert und ehrt die East-Coast-Soldaten des Ersten Weltkriegs.

DIE BERÜHMTEN PINKEN & WEISSEN TERRASSEN

Aufkommender Tourismus in Neuseeland wie auch zur Māori-Kultur. Bevor die Terrassen 1886 durch den Ausbruch des Mount Tarawera zerstört wurden, brachten Boote auf Lake Rotomahana wohlhabende Reisende aus aller Welt zum weltberühmten Kalkstein-Travertin der „Pinken & Weißen Terrassen“. Und damals dauerte die lange Anreise aus Europa mit dem Dampfschiff noch mehrere Monate. Obwohl die Terrassen zerstört wurden, wuchs die dampfende und blubbernde Reputation von Rotorua immer weiter. Die lokalen Ngāti Wāhiao von Whakarewarewa begrüßen die Touristen in ihrem einzigartigen Dorf inmitten der dynamischen Vulkanlandschaft.

Pounamu kauft

wie man …

Selbst schnitzen oder mit örtlichen Māori das Flussufer erkunden und darauf achten, nur authentische Exemplare der heiligen Steine zu kaufen.

Ein Taonga (Schatz) für Māori

Der Jade-Grünstein Pounamu wird für seine Härte, Haltbarkeit und Schönheit geschätzt. Für die traditionelle Māori-Gesellschaft war er die wertvollste natürliche Ressource. Als eines der härtesten lokalen Materialien konnte es als scharfe Klinge für Werkzeuge oder Waffen genutzt werden. Angeblich absorbiert der Stein auch die spirituelle Energie von den Menschen, die ihn bearbeiten. Mit der Zeit sammelt sich auch Mana (Prestige) an. Deshalb sollte man erst um Erlaubnis fragen, bevor man den persönlichen Pounamu von jemandem berührt. Mehr Infos vermitteln die Pounamu-Pathway-Ausstellungen in Westport (>>),Greymouth (>>) und Punakaiki (>>).

Ein Schatz der Südinsel

Pounamu findet sich nur entlang der Flüsse und Strände der Südinsel (für die Māori: Te Waipounamu – „Gewässer des grünen Steins“), insbesondere in den Flusstälern des südlichen Westlands. Seit 1997 besitzen die Ngāi-Tahu-Iwi alle Rechte an den natürlichen Pounamu-Vorkommen. Sie sind die Kaitiaki (Wächter) des Steins.

Nach Pounamu schürfen?

Öffentliches Schürfen ist auf der Südinsel an den Stränden der West Coast erlaubt. Limit ist das, was man tragen kann. Allerdings ist es schwierig, Pounamu korrekt von anderen, ähnlich aussehenden Steinen zu unterscheiden. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Pounamu-Hīkoi (Tour) mit Te Rua Mason (>>) und seiner Familie entlang des Arahura River bei Hokitika.

Wo Pounamu kaufen und schnitzen?

Hokitika ist das Pounamu-Zentrum an der West Coast. Eigene Designs kann man bei Bonz ‘N’ Stonz (>>) schnitzen oder man kauft ein Exemplar von Steve Gwaliasi. Waewae Pounamu (>>) verkauft traditionelle und zeitgenössische Designs. In Greymouth verkauft Shades of Jade (>>) originale Pounamu von der West Coast. Auf der Nordinsel verkauft in Rotorua Ra ̄ kai Jade (>>) Arbeiten lokaler Kunsthandwerker. Man kann auch selbst Hand anlegen. Der Souvenirladen im Auckland Museum (>>) verfügt über ein gutes Angebot. Steine aus legalen Quellen bekommen das dreieckige Label „Authentic New Zealand Greenstone“. Jedes Stück verfügt über einen einzigartigen Ngāi-Tahu-Herkunftscode. Mehr Infos auf ngaitahupounamu.com.In Souvenirläden lässt sich die Authenzität der Steine nicht garantieren. Alles mit dem Label „New Zealand Design“ ist nicht original.

TRADITIONELLE DESIGNS

Traditionell wurde Jade-Grünstein als Glücksbringer-Geschenk für andere Menschen gekauft und nicht für sich selbst. Aber das hat sich durchaus geändert. Folgende Designs sind traditionell und signalisieren bestimmte Bedeutungen:

Koru: Sich aufrollende Spirale, wie ein Farn; symbolisiert Schöpfung und Wachstum.

Toki: Keilförmig wie traditionelle Māori-Werkzeuge; ein Symbol der Stärke.

Pikorua: Zeitgenössisches „verflochtenes“ Design; symbolisiert zwischenmenschliche Beziehungen.

Hei Matau: Stilisierter Angelhaken mit verschiedenen Bedeutungen: Gesundheit, sicheres Reisen und Wohlstand.

Lamm

ESSENWIE DIE LOCALS

Neuseelands Küche ist reichhaltig – von frischen Meeresfrüchten über regionale Zutaten bis zu hervorragendem Bier und Wein.

Die regionale Küche sowie das Bier und der Wein gehören zu den vielen kulinarischen Freuden einer Neuseeland-Tour. Das Land verfügt über eine äußerst aktive Gastroszene. Die Köche, Winzer und lokalen Produzenten können auf eine große Auswahl an regionalen und saisonalen Zutaten zurückgreifen. Die Lage im Südpazifik spiegelt sich im reichen Angebot an kaimoana (Meeresfrüchten) und frischem Fisch. Die Bevölkerungsvielfalt sorgt zudem für viele internationale Einflüsse.

Viele Weingüter bieten fantastische Gastro-Angebote. Die meisten Craftbier-Brauereien verfügen über Food Trucks oder ein relaxtes Lokal. Wer selbst kochen oder Geld sparen möchte, findet auf den örtlichen Bauernmärkten eine frische Auswahl. Da macht die Selbstversorgung Spaß. Der Genuss der örtlichen Spezialitäten ist im ganzen Land ein echtes Highlight.

Māori- & Pasifika-Speisen

Eine einfache Möglichkeit, Einblick in die Māori-Kultur zu bekommen, ist das Essen. Traditionelle Speisen wie kaimoana (Meeresfrüchte), hāngī (Fleisch und Gemüse in der Erde gegart) und kūmara (Süßkartoffeln) bilden den Kern der Māori-Küche, wie auch einiger anderer Kulturen der südpazifischen Inseln. Um einige dieser Speisen zu probieren, sollte man an einer kulturellen Veranstaltung der Māori teilnehmen, z. B. in Rotorua, oder Festivals und Events besuchen, wo die Chance besteht, dass Imbiss-Wagen traditionelle Gerichte anbieten.

Die besten Gerichte

HĀNGĪ

Lamm, Schwein oder Huhn; in der Erde gekocht.

LAMMBRATEN

Mit Rosmarin gewürzt und serviert mit saisonalem Gemüse.

GRÜNLIPPENMUSCHELN

Gegrillt oder gedünstet, mit Weißwein oder paniert.

CRAYFISH

Sie sehen wie kleine Hummer aus; gekocht und mit den Fingern essen.

PAVLOVA

Baiser-Dessert mit viel Sahne und Obst.

KLASSISCHE PASTETE

Steak und Käse, sowie Gourmet-Varianten mit besonderen Zutaten.

FISH AND CHIPS

Panierter Fisch mit Fritten; am Strand als Imbiss oder in einem Pub.

PAUA

Schwarze Seeohren, in Sahne gekocht oder paniert gebacken.

Veganer & Vegetarier

In jüngster Zeit lag auch in Neuseeland der Fokus vermehrt auf vegan und vegetarisch. Größere Städte wie Auckland, Wellington und Christchurch beheimaten eine Reihe von pflanzenbasierten Restaurants, Cafés und Imbisswagen, und auch in kleineren Städten setzt sich dieser Trend fort. Mittlerweile findet man im ganzen Land in Restaurants und Cafés vegetarische oder vegane Optionen. Supermärkte und Spezialitäten-Geschäfte bieten eine große Auswahl an entsprechenden Produkten.

Nachtmärkte

Auf den Nachtmärkten erlebt man die vielfältigen Kulturen Neuseelands. Hier wird das Essen, die Kultur und die Gemeinschaft regelrecht gefeiert. Die Nachtmärkte sind vor allem in Auckland populär, finden im Sommer aber auch in anderen Städten statt. Einfach mal asiatisches Streetfood oder moderne vegane Gerichte ausprobieren – und dabei die Livemusik genießen. Weitere Infos auf aucklandnightmarkets.co.nz

Food Trucks

Internationale Küche wird von Neuseelands wachsender Armada an Food Trucks verkauft. Auf foodtruckcollective.co.nz finden sich Infos zu kommenden Events. Gute Adressen sind auch die örtlichen Bauernmärkte. Am Morningside’s Beer Spot an der Auckland Beer Mile steht jede Woche ein anderer Imbiss.

Mini-Pavlova

Bluff Oyster & Food Festival (>>)

GASTRO-, WEIN- & BIER-FESTIVALS

Marlborough Wine & Food Festival (S. 406;marlboroughwinefestival.com; Februar) Marlborough ist berühmt und bietet Blenheims ältestes Gastrofestival – ein Häppchen für den Gaumen.

FAWC! (S. 337;fawc.co.nz; März) Top-Essen, Wein und Bier aus Hawke’s Bay; auch Tastings und Gourmet-Workshops.

Hokitika Wildfoods Festival (S. 515;wildfoods.co.nz; März) Feiert die ungewöhnlichen Geschmacksnoten und Speisen der Westküste.

Bluff Oyster & Food Festival (S. 621;bluffoysterfest.co.nz; Mai) Austern, Livemusik und viel Seafood im Hafenstädtchen Bluff.

Beervana (S. 372;beervana.co.nz; August) Wellingtons jährliche Möglichkeit, um Bier aus dem ganzen Land zu probieren, plus viel gutes Essen und Livemusik.

South Island Wine & Food Festival (S. 455;winefestival.co.nz; Dezember) Eintägiges Event in Christchurchs grünem Hagley Park.

Örtliche Spezialitäten

Klassiker

Mānuka-Honig Honig aus dem Nektar des Mānuka-Baums; soll gut für die Gesundheit sein.

Eis aus echtem Obst Frische Beeren zermahlen und mit Vanilleeis vermischt.

Hokey Pokey Kleine Klumpen von Honigwaben-Toffee in reinem Vanilleeis.

Cheese Roll Brot mit Käse überbacken, getoastet und zusammengerollt; bekannt als „Southland Sushi“.

Kiwi-Zwiebeldip Zwiebelsuppe mit Sahne und einem Schuss Zitrone.

Gourmet-Käse Exzellenter Käse aus Kapiti, Whitestone, Puhoi und dem Gibbston Valley.

Heimische Waldspezialitäten

Horopito Beeren mit einem würzigen und zitronenhaltigen Kick; bekannt als NZ-Pfefferbaum.

Kawakawa Pfefferähnliche Blätter zum Kochen für Rongoā Māori (traditionelle Medizin).

Seafood

Grünlippmuscheln Am besten geräuchert auf der Coromandel Peninsula probieren oder in Marlborough in einer Suppe.

Kina

Austern Matakana-Austern oder die Te-Matuku-Austern auf Waiheke Island probieren.

Kina Seeigel werden normalerweise roh gegessen, erfordert etwas Abenteuerlust.

Flusskrebse Kleine Felshummer; v. a. in Kaikōura berühmt.

Pāua Schwarze Seeohren.

North-Island-Fisch Schnapper, Knurrhahn oder Tarakhi.