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Lonely Planet E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck!
E-Book (ePub) basiert auf: 10. Auflage 2025
Mit dem Lonely Planet Rom auf eigene Faust durch die ewige Stadt! Etliche Monate Recherche stecken im Kultreiseführer für Individualreisende. Auf mehr als 300 Seiten geben die Autoren sachkundige Hintergrundinfos zum Reiseland, liefern Tipps und Infos für die Planung der Reise, beschreiben alle interessanten Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Öffnungszeiten und Preisen und präsentieren ihre persönlichen Entdeckungen und Tipps.
Auch Globetrotter, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs sein möchten, kommen auf ihre Kosten. Wie wäre es beispielsweise mit Untergrund? Die Vatikanischen Grotten beherbergen unter dem Petersdom die Gräber verschiedener Päpste, darunter dasjenige von Papst Johannes II. Oder doch lieber atemberaubende Ausblicke? Der sich über Trastevere erhebende Hügel Gianicolo bietet atemberaubende Panoramablicke über die Dächer der Stadt. Wo unterwegs übernachten und essen? Für jedes Stadtviertel gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. Abgerundet wird der Guide durch Übersichts- und Detailkarten, einem praktischen Cityplan, einem Farbkapitel zu den 13 Top-Highlights, 3D-Plan des Forum Romanums, Extra- Kapitel zu den Themen Ausgehen, Shoppen und Szene, farbige Themen- Kapitel zu Architektur und Kunst sowie Glossar und - damit Sie gut verständlich ankommen - einem Sprachführer. Der Lonely- Planet-Reiseführer Rom ist ehrlich, praktisch, witzig geschrieben und liefert inspirierende Eindrücke und Erfahrungen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 527
Veröffentlichungsjahr: 2025
Petersdom >>
Fontana dei Quattro Fiumi, Piazza Navona >>)
CSTK22/SHUTTERSTOCK ©
Reiseplanung
Willkommen in Rom
Unsere Favoriten
Perfekte Tage
Beste Reisezeit
Bestens vorbereitet
Ankunft in Rom
Unterwegs vor Ort
Essen wie die Locals
Bars und Clubs
Showtime
Shoppen
Reiseziele
Stadtviertel im Überblick
Antikes Rom
Centro Storico
Tridente, Trevi & Quirinal
Vatikanstadt, Borgo & Prati
Monti, Esquilino & San Lorenzo
Trastevere & Gianicolo
San Giovanni & Testaccio
Villa Borghese & der Norden von Rom
Der Süden von Rom
Tagesausflüge ab Rom
Wo man gerne übernachtet
Praktisches
Geld
Reisen mit Kindern
Essen, Trinken & Feiern
LGBTIQ+-Traveller
Sicher reisen
Verantwortungsbewusst reisen
Barrierefrei reisen
Kurz & Knapp
Sprache
Storybook
Die Geschichte Roms in 15 Orten
Triff die Römer:innen
Die Kunst der Passeggiata
Die Filmkulisse Rom
Die grünen, grünen Vögel von Rom
Mehrschichtige Ewige Stadt
Eine vollkommen unwahre Geschichte der Carbonara
Piazza Navona >>
VLAS TELINO STUDIO/SHUTTERSTOCK ©
Eine meiner liebsten Reiseerinnerungen ist der erste Morgen, den ich in Rom erlebte. Ich war früh mit einem Nachtzug angekommen, und ein paar Stunden schien es, als hätte ich die Stadt ganz für mich allein. Ich erinnere mich an den wunderschönen Schimmer auf den Gebäuden an der Piazza Navona und an mein Staunen in dem fast menschenleeren Petersdom. Fast drei Jahrzehnte später begeistert mich die Stadt immer noch. Alles wirkt hier so extrem, von der faszinierenden Schönheit ihrer Monumente bis zu den Dramen, die sich täglich auf ihren farbenfrohen Straßen abspielen. Doch neben ihrer Energie und ihrem schönen Anblick liebe ich ganz besonders ihre kleinen Freuden: einen perfekt zubereiteten Cappuccino, eine Carbonara in einer meiner Lieblings-Trattorien. Und da überall in der Stadt 2025 als Jubeljahr gefeiert wird, ist jetzt die ideale Zeit, um Rom in seiner ganzen herrlichen Pracht zu erleben.
Duncan Garwood
@DuncanGarwood
Duncan lebt in Rom und ist eine Reiseführerautor, der seit über 20 Jahren über Italien und seine Hauptstadt schreibt.
Mein Lieblingserlebnis war die Entdeckung einer dunklen Unterwelt unter dem Celio, eines antiken unterirdischen Steinbruchs, dessen pechschwarze Tunnel willkommene Erholung von den sengend heißen Temperaturen über der Erde boten.
Hier schlägt für unsere Autor:innen und Expert:innen das Herz Roms
PIOLA666/GETTY IMAGES ©
Es ist für mich unmöglich, einen Lieblingsort in Rom herauszupicken, aber ich wohnte, als mein ältester Sohn (der in Rom geboren wurde) ein Kleinkind war, nahe dem Parco degli Acquedotti (Abb. links) und ging damals gern dorthin, mit ihm im Kinderwagen. Der Park mit den gewaltigen Bögen des antiken Bauwerks vor den Grünanlagen und den Pinien ist eine der unbesungenen Freuden Roms und besonders schön, wenn alles im römischen Nachmittagslicht leuchtet.
Abigail Blasi
@abi.where/abiwhere
Abigail ist eine mit einem Italiener verheiratete Reiseautorin und hat drei Kinder.
GIMAS/SHUTTERSTOCK ©
Wann immer ich nach Rom komme, ist der Quirinalspalast für mich ein Muss. Der Palazzo (Abb. links) verändert sich nie und ich habe ihn bereits dreimal besichtigt, aber ich wandele gern durch seine Säle, die sehr häufig in den italienischen Nachrichten erscheinen, wenn es um Politik geht – also praktisch immer. Ich werde immer etwas emotional vor dem ersten Exemplar der italienischen Verfassung, das hier ausgestellt ist.
Benedetta Geddo
@beegeddo
Benedetta verfasst Reiseführer und Beiträge für Lonely Planet; ihr übriges Schreiben verrät die ganze Bandbreite ihrer Nerd-Kultur.
Ruinen von Kampfstätten, unterirdische Katakomben, Renaissance-Paläste und barocke Basiliken – wohin auch immer man in Rom geht, man wird an seine dramatische Vergangenheit erinnert. Antike Ikonen wie das Kolosseum, das Forum Romanum und das Pantheon erinnern an das Goldene Zeitalter der Stadt als caput mundi (Hauptstadt der Welt), während monumentale Basiliken von ihrer Geschichte als Sitz der Katholischen Kirche erzählen. Tausende von Jahren lang war Rom eine Stadt, die zählte, und das steht ihr groß in ihr faszinierendes Stadtbild geschrieben.
Der erste Palast
Das Wort Palast leitet sich von palatium ab, dem lateinischen Namen für den Palatin (Bild oben), wo Roms Kaiser in riesigen Herrschaftspalästen lebten.
Untergrundschätze
Roms Untergrund ist reich an unterirdischen Schätzen, von frühen christlichen Katakomben hin zu verschütteten römischen Häusern und Mithrastempeln (Bild oben).
Renaissance-Renner
Für Roms Künstler:innen und Architekt:innen, die daran arbeiteten, die Stadt auf Geheiß ihrer päpstlichen Meister zu renovieren, war die Renaissance eine lukrative Epoche.
>>Kolosseum
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BESTE HISTORISCHE ERLEBNISSE
Sich das Gebrüll der Menge im 1>> Kolosseum vorstellen, dem Amphitheater für die Gladiatoren, das die Macht des alten Roms besser verkörpert als jedes andere Monument.
Die prunkvollen Ruinen des 2>> Palatin durchkämmen, des Hügels, auf dem Romulus und Remus aufwuchsen und Roms Herrschende in höchster Herrlichkeit residierten.
Unbedingt zur Kuppel an der Spitze des 3 Pantheons>> hochschauen, des größten Ingenieurkunstwerks im alten Rom.
In die Dunkelheit der 4 Catacombe di San Sebastiano>> hinabsteigen, einem von diversen Untergrundnetzwerken, die die Tiefen unter der Via Appia Antica durchziehen.
Roms Dächer von der 5 Engelsburg>> aus inspizieren, dem Schlossbau am Tiberufer, der über den Eingang zum Vatikan wacht.
In Rom gibt es schätzungsweise mehr als 900 Kirchen – das Spektrum reicht von konvertierten heidnischen Tempeln und frühen christlichen chiese hin zu mächtigen Patriarchalbasiliken. Es gibt sie in allen Formen und Größen – sie bilden ein unbezahlbares künstlerisches und architektonisches Erbe. Viele sind beeindruckende Architekturarbeiten mit üppigen Interieurs, vollgepackt mit künstlerischen Meisterwerken – Skulpturen von Michelangelo, Statuen von Bernini, Fresken von Raphael und stimmige Caravaggio-Gemälde. Fast alle sind kostenlos zu besuchen.
Dresscodes
Ein strenger Dresscode gilt im Petersdom (Bild oben) – keine nackten Schultern oder Knie. In allen Kirchen wird respektable Kleidung erwartet.
Gottesdienste
Messen werden selbst in den musealsten von Roms Kirchen abgehalten, wie der Basilica di Santa Maria Maggiore (Bild oben). Während der Messen sind touristische Besuche oft nicht möglich.
Sehhilfen
Es ist normal, dass Kirchen über münzbetriebene Beleuchtung für ihre Kunstschätze verfügen. In manchen gibt es Spiegel zum Bewundern der Deckenfresken.
Petersdom >>
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BESTE KIRCHENERLEBNISSE
Michelangelos Pietà bestaunen, eines der viele Meisterwerke im 1 Petersdom>>.
Ein Trio launischer Caravaggio-Gemälde in der üppig gekürten 2 Chiesa di San Luigi dei Francesi>> betrachten.
Eines der großen Werke des europäischen Barock bewundern, Berninis erotische Verzückung der heiligen Theresa in der 3 Chiesa di Santa Maria della Vittoria>>.
In der Lieblingskirche des verstorbenen Papst Franziskus, der 4 Basilica di Santa Maria Maggiore>>, der kostbaren byzantinischen Ikone Salus Populi Romani die Ehre erweisen.
Eine der ältesten existierenden Ikonen überhaupt betrachten: in der 5 Chiesa di Santa Maria Antiqua>>, der ältesten und wichtigsten Kirche auf dem Forum Romanum.
So wie die meisten Orte in Italien nimmt Rom die Tischkunst sehr ernst. Seine Piazzas und Pflastersteingassen bieten eine Auswahl denkwürdiger Kulissen, und auf den Speisekarten stehen Gerichte, die mit frischen saisonalen Erzeugnissen und einem über Jahrhunderte verfeinerten Know-how zubereitet werden. Tatsache ist: Wohin auch immer es einen in dieser speiseverrückten Stadt führt –ob in eine traditionelle altmodische Trattoria, eine geschäftige Pizzeria oder ein raffiniertes Nobelrestaurant – man isst gut.
Die volle Mahlzeit
Eine volle Mahlzeit besteht aus antipasto (Vorspeise), primo (Pasta- oder Reisgericht), secondo (Fleisch oder Fisch), contorno (Salat- oder Gemüsebeilage) und dolce (Dessert).
Trinkgeld
Trinkgeld ist nicht notwendig, da die Bedienung generell inklusive ist. Wer Trinkgeld geben möchte, rundet die Rechnung auf oder lässt 5–10 % da.
Täglich Brot
In Restaurants ist es üblich, Brot zu servieren und zu berechnen, ob man es isst oder nicht.
Tonnarello >>
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BESTE ESSENSERLEBNISSE
Bei 1 Piatto Romano>>, einer von diversen Dicht-andicht-Trattorias im Viertel Testaccio, die traditionelle römische Küche in Angriff nehmen.
Himmlische Pizzastücke bei 2 Bonci Pizzarium>> probieren, einem gefeierten Imbiss, nur einen Katzensprung entfernt von den Vatikanischen Museen.
Exquisite Weine und elegante italienische Küche bei 3 Rimessa Roscioli>>, einer renommierten Weinbar mit Restaurant im historischen Zentrum.
Klassische römische Pasta und herzhafte Fleischklößchen bei 4 Tonnarello>>, einem trubeligen Restaurant in Trastevere mit Sitzplätzen draußen.
Freude an hochwertigen Saisonspeisen und spitzenmäßigen Meeresfrüchten in 5 La Trattoriola di Luca>>, einer vergnüglichen Trattoria in San Lorenzo.
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Als Zuhause einiger der größten Kunstwerke der Welt ist Rom eine visuelle Extravaganza. Im Lauf der Jahrhunderte hat die Stadt ein Who’s Who bedeutender Künstler:innen beherbergt – seine Museen und Galerien sind vollgestopft mit klassischen Schätzen und sofort erkennbaren Meisterwerken. Von etruskischen Sarkophagen und antiken Mosaiken hin zu Renaissance-Fresken, Barockskulpturen und futuristischen Gemälden ist das künstlerische Erbe der Stadt unerreicht – das Ergebnis von rund 3000 Jahren bahnbrechender Kreativität.
Tickets buchen
Roms Top-Museen sind oft sehr voll. Auch wenn es nicht ohnehin erforderlich ist, macht es Sinn, Karten vorab online zu buchen.
Freier Eintritt
Der Eintritt in staatliche Museen ist unter 18 Jahren kostenlos und für EU-Bürger:innen zwischen 18 und 25 Jahren vergünstigt. Am ersten Sonntag des Monats ist er für alle gratis.
Fotos
Für gewöhnlich kann man in Museen Fotos machen, solange man keinen Blitz, kein Stativ und keinen Selfiestick benutzt.
Galleria Doria Pamphilj >>
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BESTE MUSEUMSERLEBNISSE
Ein Blick Richtung Himmel zu Michelangelos erstaunlichen Fresken in der Sixtinischen Kapelle, dem höchsten Punkt der weitläufigen 1 Vatikanischen Museen>>.
Die lebensechten Details von Gian Lorenzo Berninis mythischen Skulpturen in der 2 Galleria Borghese>> untersuchen, einem von Roms bestbestückten Museen.
Antike Bildhauerei und alte Meister in den 3 Kapitolinischen Museen>> bewundern, den ältesten öffentlichen Museen der Welt auf der Piazza del Campidoglio.
Klassische Skulpturen und atemberaubende Mosaike im unbesungenen 4 Palazzo Massimo alle Terme>> unweit der Stazione Termini.
Tour durch die aristokratische 5 Galleria Doria Pamphilj>>, Zuhause einer von Roms spektakulärsten, aber am wenigsten bekannten privaten Kunstsammlungen.
Wenn die Sonne untergeht und die Büros in der ganzen Hauptstadt für den Tag dichtmachen, tritt Roms Nachtleben in Aktion. Modische Trinker:innen fallen für einen geselligen aperitivo in Bars ein, während vergnügte Horden zwischen beliebten Treffpunkten umherflitzen und mit ihren Cocktails und Craftbieren auf die Piazzas strömen. Weinliebhaber:innen genießen edle Tropfen in ihrer liebsten enoteca (Weinbar) und stylishe Trinker:innen schleichen sich in versteckte Kneipen davon. Für Musikfans sind Jazzläden in Kellern sowie Nachtclubs in der Stadt verteilt.
Zur rechten Zeit
Die aperitivo-Stunde beginnt gegen 18 Uhr und erstreckt sich bis ca. 21 Uhr. Bars bedienen für gewöhnlich bis 1 oder 2 Uhr, während Clubs typischerweise gegen 4 Uhr schließen.
Nachbarschaftsfakten
Die nächtliche Szene ist in ein paar beliebten Gegenden am lebhaftesten. Dazu gehören Centro Storico, Trastevere, Monti (Bild oben), San Lorenzo und Pigneto.
Dachbars
Dachbars gibt es überall in der Stadt, oftmals in Hotels. Sie eignen sich besonders gut für Sonnenuntergangsaperitivi und Cocktails mit Panorama.
Aperitivo in Pigneto >>
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BESTE IM-DUNKELN-ERLEBNISSE
Italiens feinste Weine bei 1 L’Angolo Divino>> probieren, einer kuschligen Weinbar in einer Seitenstraße nahe des Campo de’ Fiori.
Ein Bier mit den Nachtschwärmern auf Trasteveres Piazza Trilussa bei 2 Ma Che Siete Venuti a Fà>>, einer Bar im Taschenformat, bekannt für ihre Craftbiere und echten Ales.
Mit alfresco-Drinks im 3 Tram Depot>> entspannen, einer gelassenen Kioskbar im Szeneviertel Testaccio.
Auf ins trendige, mit Graffitis geschmückte Viertel San Lorenzo, angefangen mit einem aperitivo auf dem Largo Degli Osci und gefolgt von einer Show in der 4 La Conventicola degli Ultramoderni>>.
Mit Whisky anstoßen und mit dem Fuß wippen, in 5 Gregory’s Jazz Club>>, einem allseits beliebten Treffpunkt nahe der Spanischen Treppe.
Mit ihren belaubten Wegen, waldigen Wiesen und hoch aufragenden Kiefern sind Roms Parks und Gärten eine reine Freude, ideal für einen Familienausflug, für stille Zeit für sich oder einfach zum Genießen. Es gibt sie in allen Größen, vom Orangengarten im Taschenformat bis zu den großen Anwesen einstiger Könige und Kardinäle.
Sommerfestivals
Wenn Roms Nachtleben im Sommer nach draußen umzieht, erwachen viele städtische Parks zu neuem Leben und veranstalten beliebte Festivals sowie viel besuchte Freiluftkonzerte.
Vatikanische Gärten
Versteckt hinter den Mauern des Vatikans erstrecken sich die Vatikanischen Gärten über etwa 23 Hektar – das ist etwa die Hälfte der Gesamtfläche des Zwergstaats.
Villa Borghese >>
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BESTE GARTENERLEBNISSE
Die Beine ausstrecken in Roms Vorzeigepark Villa Borghese>> mit Grashügeln, Balkonen und Rudersee.
Dem Partner oder der Partnerin im romantischen Giardino degli Aranci>> auf dem Aventin den Hof machen.
Bei der Villa Celimontana>> in einem wundervollen Park, der selten voll ist, dem Kolosseumstrubel entkommen.
Ein paar fröhliche Stunden lang Roms größten Landschaftspark bei der Villa Doria Pamphilj>> erkunden.
Im Roseto Comunale>> die bunte Rosenblüte genießen, einschließlich des Blicks auf den Circo Massimo.
UNTER DEM RADAR
Von Kolosseum und Sixtinischer Kapelle haben wohl alle schon mal gehört, aber wer die ausgetretenen Pfade verlässt, wird entdecken, dass Rom eine Reihe spannender Sehenswürdigkeiten besitzt, die es zwar selten ins Rampenlicht schaffen, aber bleibende Eindrücke hinterlassen. Das Spektrum reicht von einer versteckten Palastgalerie zu einem stillen ummauerten Friedhof und einer architektonischen Verrücktheit.
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Frei von Bohei
Zur Attraktivität von Roms unbesungenen Sehenswürdigkeiten trägt der geringe Aufwand bei – kein Buchen, keine Schlangen, niemand, der einem die Sicht versperrt.
Abgelegene Bezirke
Roms abgelegene Bezirke sind eine Fundgrube weniger bekannter Juwelen – dazu gehören historische Funde, versteckte Meisterwerke und moderne Architektur.
Verantwortungsvoller Tourismus
Sich auf die Suche nach Roms Unter-dem-Radar-Juwelen zu machen hilft, die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt zu entlasten, von denen viele mit Übertourismus kämpfen.
BESTE UNTER-DEM-RADAR-ERLEBNISSE
Kavaliersreisenromantik auf dem 1 Cimitero Acattolico per gli Stranieri>>, wo die Dichter Keats und Shelley begraben sind.
Schrecken, die einem den Atem rauben – auf den Fresken der 2 Chiesa di Santo Stefano Rotondo>>, einer frühen christlichen Kirche auf dem Celio.
Zum Staunen lädt Borrominis architektonisch brillante optische Täuschung im 3 Palazzo Spada (ganz links; >> ein, einem raffinierten manieristischen Palast.
Eintauchen in Italiens erstklassige Sammlung etruskischer Schätze im 4 Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia>>.
Erstaunliche byzantinische Mosaike faszinieren in der kaum bekannten 5 Basilica di Santa Prassede (links; >>.
In Rom geht es auch darum, den Dolce-Vita-Lifestyle aufzusaugen. Shoppen in schicken Designerboutiquen, in einem Straßencafé Stunden verfliegen lassen, sich in einer schwülen Sommernacht von einer Oper verzücken lassen – das alles sind wesentliche Bestandteile eines echten Rom-Erlebnisses.
Was läuft
Alle Infos zu anstehenden Events und Roms Kulturszene bietet Romeing (romeing.it), ein umfassender englischsprachiger Guide zur Stadt.
Schlussverkäufe
Ein guter Zeitpunkt zum Aktualisieren der Garderobe sind die Schlussverkäufe (saldi), Januar bis Mitte Februar und Juli bis Anfang September.
Terme di Caracalla >>
ROBERTO PANUCCI - CORBIS/GETTY IMAGES ©
BESTE DOLCE-VITA-ERLEBNISSE
Sich im Sommer in den 1 Terme di Caracalla>>, der unvergesslichen Bühne des Teatro dell’Opera, von Opernklängen davontragen lassen.
Konzertgenuss in Roms erstklassigem Kulturzentrum 2 Auditorium Parco della Musica>>, Renzo Pianos Modernismuslocation.
Kickstart in den Tag bei 3 Faro – Luminari del Caffè>>, mit einem starken Kaffee und köstlichen Backwaren.
In der 4 Via dei Condotti>>, Roms Designerhochburg, Schaufenster bewundern und hingebungsvoll shoppen.
Entlang der Kopfsteinpflasterstraßen von 5 Monti>> Boutiquen, Vintageläden und trubelige Weinbars besuchen.
MIT KINDERN
Trotz seines Rufes als intellektuelle Kulturdestination hat Rom Kindern vieles zu bieten. Erzählungen von Gladiatoren und Heldentaten können historische Sehenswürdigkeiten in Wunderländer der Fantasie verwandeln, während Parks und Spielplätze viel Platz bieten, um überschüssige Energien loszuwerden. Außerdem gibt’s da ja noch unterirdische Schätze zu entdecken und jede Menge Pizzen zu essen.
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Parks & Spielplätze
Viele von Roms Parks haben Spielplatzbereiche, wo Kinder herumtollen können, ohne Angst haben zu müssen, etwas kaputtzumachen.
Auswärts essen
Die meisten Restaurants sind entspannt, was das Bewirten junger Essensgäste angeht. Die wenigsten haben eine Kinderkarte, aber die meisten servieren liebend gern eine mezza porzione (Kinderportion).
Familienzimmer
Roms Hotels und Pensionen haben tendenziell kleinere Zimmer, aber in vielen gibt es mindestens eine Familienoption. Am besten früh buchen, um die Wunschoption zu ergattern.
BESTE KINDERERLEBNISSE
Dem inneren Krieger der Kleinen im 1 Kolosseum>> freie Bahn lassen, dem legendären Amphitheater, in dem Gladiatoren blutige Kämpfe ausgetragen haben.
Die Kleinen eine Münze in den 2 Trevibrunnen>> werfen lassen. Zuvor die Rückfahrt in die Ewige Stadt sicherstellen.
Die Teens erst in den Katakomben erschrecken, dann Radfahren auf der 3 Via Appia Antica>>.
Die Kleinkinder von der Leine lassen und im Park der 4 Villa Borghese eine Rikscha oder ein Ruderboot leihen >>.
Die Kinder bestechen und sich selbst mit einem Stück Pizza aus der Erfolgsbäckerei 5 Antico Forno Roscioli>> im historischen Zentrum verwöhnen.
ROM KOSTENLOS
Rom ist eine teure Stadt, aber man muss nicht in den Dispo, um sie zu genießen. Überraschend viele große Sehenswürdigkeiten sind gratis, und es kostet auch nichts, durch historische Gassen, über Piazzas und durch Parks zu schlendern. Roms Straßen sind eine Sehenswürdigkeit für sich und wohin auch immer man geht, es gibt immer etwas anzuschauen.
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Kostenloser ÖPNV
Wer einen Roma Pass >> besitzt, kann innerhalb der Stadt umsonst fahren, ebenso Kinder unter 10 Jahren.
Kostenlose Museen
Staatliche Museen können am ersten Sonntag des Monats gratis besucht werden; die Vatikanischen Museen (Bild oben) sind jeden letzten Sonntag im Monat gratis.
Mai-Feiertagskonzert
Am 1. Mai auf der Piazza di San Giovanni in Laterano ein Bad in der Menge nehmen, bei einem Ganztagskonzert, das keinen centesimo kostet.
BESTE KOSTENLOSE ERLEBNISSE
Roms Kirchen gratis besuchen und unbezahlbare Meisterwerke wie Michelangelos Moses in der 1 Basilica di San Pietro in Vincoli>> bestaunen.
Ausflug zur belebten 2 Piazza Navona>> mit ihrer Barockschönheit. Auf einer Piazza Menschen zu beobachten ist das ultimative Rom-Erlebnis.
Rauf auf den Aventin und durch das Schlüsselloch der 3 Villa del Priorato di Malta>> den Petersdom betrachten.
An der 4 Spanischen Treppe>> vorbeischauen, wie es Besucher:innen schon seit dem 18. Jh. tun.
Die Terrassen des 5 Vittoriano>> erkunden und dabei atemberaubende Aussichten genießen.
Die so geselligen wie gastlichen Römer:innen genießen ihre Stadt. Sie lieben es, auf Piazzas abzuhängen und in kleinen Autos umherzuflitzen; sie machen sich gern schick und gehen gern aus. Vielleicht beschweren sie sich mal über den Bürgermeister, aber sie wissen: Ihre Stadt ist wunderschön – wo sonst sollten sie leben wollen?
Sommernächte
Erst spät ausgehen, um die Tageshitze zu meiden und die Events zu genießen, die Roms Sommernächte erhellen.
Coole Nachbarschaften
Den eigenen Horizont erweitern und einen Abend abseits des Zentrums in trendigen Vierteln wie San Lorenzo, Testaccio, Ostiense und Garbatella verbringen.
Campo de’Fiori >>
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BESTE LOCAL-ERLEBNISSE
Zum Frühstück einen Cappuccino und ein cornetto in einer Bar wie der 1 Pasticceria Barberini>>.
Am Sonntagnachmittag zum 2 Stadio Olimpico>> pilgern und eine lokale Fußballmannschaft anfeuern.
Während der Wochenendpasseggiata in der 3 Via del Corso>> Schaufenster betrachten und gelato schlecken.
Workout im Park – bei der 4 Villa Borghese>>, der 4 Villa Torlonia>> und der >>4 Doria Pamphilj.
Auf dem 5 Largo degli Osci>> unter Studierenden einen aperitivo genießen.
Durch Roms Straßen und ikonische Monumente zu navigieren kann abschreckend erscheinen. Diese Reiserouten sollen helfen, den Weg zu bereiten, indem sie Sehenswürdigkeiten hervorheben und einige fabelhafte Cafés, Restaurants und Bars präsentieren.
Forum Romanum >>
ANDREI MOLCHAN/SHUTTERSTOCK ©
TAG 1
Antikes Rom
Tagesbeginn am Kolosseum>>, Roms gigantischer Gladiatorenarena – man sollte versuchen, früh da zu sein, um die Schlangen zu meiden. Danach geht’s zum Palatin>>, die aufragenden Ruinen des kaiserlichen Palastes durchstöbern und beeindruckende Ausblicke bewundern. Als nächstes schlendert man runter zum Forum Romanum>>, wo man baufällige Tempel, abgebrochene Säulen und zerfallene Basiliken erkunden kann.
Mittagessen Ein köstliches panino von Alimentari Pannella Carmela>>.
Antikes Rom & Centro Storico
Nach dem Mittagessen steigt man auf die Piazza del Campidoglio, wo sich Roms ikonische Wolfsstatue und einige sensationelle klassische Plastiken in den Kapitolinischen Museen>> befinden. Ist man hier fertig, schwelgt man in den Ausblicken vom Vittoriano>>, bevor es weitergeht zum Centro Storico (historischen Zentrum), um seine gepflasterten Gassen und herausragenden Wahrzeichen wie Pantheon>> und Piazza Navona>> zu erkunden.
Abendessen Klassische römische Trattoriakost bei Da Cesare al Pellegrino>>.
Centro Storico
Abends genießt man die Romantik des historischen Zentrums, vielleicht besucht man eine Aufführung im Teatro Argentina>> oder nimmt ein, zwei Flaschen Wein bei L’Angolo Divino>> in Angriff.
TAG 2
Vatikanstadt, Borgo & Prati
An Tag zwei geht’s in den Vatikan. An erster Stelle stehen die Vatikanischen Museen>>. Hat man sich erst einmal von deren unzähligen Meisterwerken und Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle umwerfen lassen, beendet man seine Vatikantour im Petersdom>>. Wer noch die Kraft hat, erklimmt die von Michelangelo entworfene Kuppel für fantastische Blicke auf Petersplatz und die nahe Engelsburg>>.
Mittagessen Roms beste Pizzaschnitten im Bonci Pizzarium>>.
Tridente, Trevi & Quirinal
Mit neuer Energie steigt man in die Metro und fährt nach Spagna, um die Spanische Treppe>> zu begutachten. Von dort geht’s weiter zum Trevi-Brunnen>>, wo die Tradition es verlangt, dass man eine Münze ins Wasser wirft. Als nächstes auf den Hügel, um den Sonnenuntergang auf der Piazza del Quirinale vor dem präsidialen Palazzo del Quirinale>> mitzunehmen.
Abendessen Bei Osteria La Quercia>> auf einer charmanten Piazza alfresco speisen.
Centro Storico
Zum Abschluss des Tages geht’s zurück ins Zentrum, um von der Dachbar Terrazza Borromini>> aus denkwürdige Ausblicke auf die Piazza Navona zu genießen. Alternativ eine Runde Craftbier im Open Baladin>> oder leckere Cocktails im hippen Jerry Thomas Speakeasy>> verkosten.
TAG 3
Villa Borghese & Norden von Rom
Zum Start von Tag drei plant man einen Besuch im Museo e Galleria Borghese>> – nicht vergessen, Tickets zu buchen –, um seine fantastischen Barockskulpturen und Renaissancemeisterwerke zu bewundern. Danach wandert man über die grünen Wege des Villa Borghese>> zu den Gärten am Pincio-Hügel>>, um ein paar romantische Dachaussichten zu genießen.
Mittagessen Vegetarisches Buffet im Il Margutta>>.
Monti, Esquilino & San Lorenzo
Frisch gestärkt geht’s am Nachmittag zum oft übergangenen Bezirk Esquilino. Dort betrachtet man fantastische antike Mosaike und muskulöse Statuen im Palazzo Massimo alle Terme>> , bevor man in der Basilica di Santa Maria Maggiore>> und der wenig bekannten Basilica di Santa Prassede>> für noch mehr einzigartige Mosaike vorbeischaut. Zum Abschluss wartet ein wenig Boutiqueshopping im hippen Viertel Monti>>.
Abendessen Zum Abendessen ein grandioser Wein bei La Barrique>>.
Trastevere & Gianicolo
Den Tag lässt man in Trastevere am linken Tiberufer ausklingen. In dieser geschäftigen Nachbarschaft kommen Einheimische und Besucher:innen von außerhalb auf hübschen Plätzen zusammen und trinken in Lokalen wie Meccanismo>> oder dem allseits beliebten Craftbierpub Ma Che Siete Venuti a Fà>>.
Rom ist das ganze Jahr über eine Reise wert, im Winter wie auch in den beliebteren Jahreszeiten Frühling, Herbst und Sommer.
Im Frühling und Herbst kann man Rom von seiner schönsten Seite erleben – der Himmel ist blau, es ist warm, ohne dass man erstickt, und die Märkte sind voll mit saisonalen Produkten. Allerdings muss man dann mit Menschenmassen, langen Schlangen und hohen Preisen rechnen. Im Sommer steigen die Temperaturen in die Höhe, Festivals finden auf Freilichtbühnen statt und die Stadt wird leerer, insbesondere um den ferragosto (Mariä-Himmelfahrt; 5. August) herum. Der Winter bringt kalte, kurze Tage und es kann regnen. Aber wen das Wetter nicht stört, wird mit verlockenden Nebensaisonpreisen und leeren Museen belohnt.
Aufgrund der hohen Nachfrage ist Rom generell teuer, daher sollte man so früh wie möglich buchen. Es gibt keine genau definierte Hoch- und Nebensaison, aber die Preise sind zwischen November und März (außer Weihnachten und Neujahr) und von Mitte Juli bis August am niedrigsten. Im Frühjahr und Herbst sowie während großer religiöser Feste muss man mit höheren Preisen rechnen.
Kirschblüten, EUR >>
VON LINKS: VALERIOMEI/SHUTTERSTOCK ©, FRANCESCO TODARO/SHUTTERSTOCK ©
LOCAL TIPP
VÖGEL & BLUMEN IM FRÜHLING
Martine Capdevielleist Übersetzerin und passionierte Gärtnerin.
Man muss nur früh genug aufstehen, um die schönsten Stunden des Frühlings in Rom zu genießen, wenn alles noch ruhig ist. Neben dem Jasmin und der üppigen Blütenpracht in den Parks und Stadtvierteln liegt die Schönheit dieser Jahreszeit im Licht und der sanften Brise, die durch die Straßen und Gassen weht, und man hört das Zwitschern der Vögel nach den langen Wintermonaten.
DER SAHARAWIND
Im Frühling und Sommer ist es nicht ungewöhnlich, dass man aufwacht und alles draußen mit Sand bedeckt ist. Das ist dem scirocco zu verdanken, einem heißen Südwind, der von Nordafrika herüberweht und Sand aus der Sahara mitbringt.
VERREGNETES ROM
In Rom regnet es mehr als in London! Der Unterschied besteht darin, dass der Regen in Rom eher in vorhersehbaren Mustern fällt, meist von Oktober bis Februar, während es in London jederzeit regnen kann.
Natale di Roma Rom feiert seinen Geburtstag in großem Stil mit Musik, Umzügen, historischen Spielen und Feuerwerk. Das Geschehen konzentriert sich auf die Via dei Fori Imperiali, den Campidoglio und den Circo Massimo. 21. April
Lungo il Tevere Viele Menschen versammeln sich im Sommer allabendlich am Flussufer des Tibers. Essensstände, Clubs, Bars, Restaurants, Kinos und sogar Tanzflächen säumen das Flussufer, und das Nachtleben der Stadt findet unter freiem Himmel statt. Juni bis September
Festadel Cinema di Roma Roms Filmfestival wird im Auditorium Parco della Musica veranstaltet. Dann wird der rote Teppich für die großen Hollywood-Streifen und den italienischen Film ausgerollt. Oktober
Romaeuropa>> Roms Herbstfestival mit international renommierten Darsteller:innen aus Theater, Oper und Tanz, die auf die Stars von morgen treffen. Die Veranstaltungen, u. a. Avantgarde-Tanz, Multimediashows, Installationen und Lesungen, finden im gesamten Stadtgebiet statt. September bis Dezember
Primo Maggio>> Tausende Fans strömen zur Piazza di San Giovanni in Laterano, um an dem Gratis-Rockkonzert teilzunehmen. Es treten hauptsächlich italienische Rockstars auf, aber auch einige Bands aus dem Ausland. 1. Mai
Caracalla Festival>> Die hoch aufragenden Ruinen der Terme di Caracalla bilden eine romantische Kulisse für einen Sommer mit Oper, Tanz, Musik und Kino. Ende Mai bis Mitte August
Festa de’ Noantri>> Zwei Monate lang feiert Trastevere seine Herkunft. Es gibt zwei religiöse Prozessionen mit der Madonna del Carmine und danach wird gegessen, getrunken und gebetet. Juli
Festa della Madonna di Neve Auf die Gläubigen in der Basilica di Santa Maria Maggiore regnet es Rosenblüten zum Gedenken an einen wundersamen Schneefall im 4. Jh. 5. August
LOCAL TIPP
FESTIVALS & WIEDERERWACHEN
Luigi Cigolaist ein Kunsthandwerker, der seine Schmuckentwürfe auf dem Markt von Porta Portese verkauft. formespazioroma.it
Im September und Oktober lohnt sich der Porta Portese. Das Wetter ist immer noch sehr schön, die Stände sind voll mit Waren und die Preise nicht so hoch wie in der Weihnachtszeit. Abgesehen vom Markt ist der Sommer auch eine tolle Zeit mit kulturellen Veranstaltungen und Konzerten im Juli und August an Orten wie den Terme di Caracalla.
Starenschwarm
STAR-SPEKTAKEL
Von Oktober bis Februar ist der Himmel über Rom Schauplatz der Akrobatik von Schwärmen umherziehender Stare. Doch so faszinierend sie auch sind, so viel Kopfzerbrechen bereiten sie auch den städtischen Behörden, die den Vogelkot beseitigen müssen
Nützliches zum Vorbereiten und Einstimmen.
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Sportlich-elegante Kleidung ist im modebewussten Rom wichtig. Shorts, T-Shirts und Sandalen gehen beim Sightseeing im Sommer in Ordnung, aber abends sollte man sich etwas aufbrezeln, denn eine sportlichelegante Aufmachung ist bei einem abendlichen Restaurantbesuch die Norm. Im Frühjahr und Herbst sollte man eine leichte, gegen Feuchtigkeit schützende Jacke und im Winter Kleidung für kaltes Wetter dabeihaben.
Schuhe und Hüte Ein Hut kann im Sommer lebensrettend sein, insbesondere beim Besuch der großen archäologischen Stätten, wo es keinen Schatten gibt. Praktische Schuhe sind ebenso ein Muss, da man viel herumlaufen wird und Roms berühmtes Kopfsteinpflaster Ferse und Knöchel mächtig beanspruchen kann.
Etikette
Begrüßung Es ist höflich, die Leute in Restaurants, Bars und Läden mit „buongiorno“ (guten Morgen) oder „buonasera“ (guten Abend) zu begrüßen.
Essen Pizza darf mit den Händen gegessen werden. Man schneidet sie in Stücke und faltet die Dreiecke der Länge nach.
Trinkgeld Die Römer:innen geben nicht viel Trinkgeld. In Pizzerien und Trattorien sollte man die Rechnung aufrunden; 5–10 % gehen in schickeren Restaurants in Ordnung.
Dresscodes In vielen berühmten religiösen Stätten herrscht eine vorgeschriebene Kleiderordnung. Will man z. B. in den Petersdom oder die Vatikanischen Museen, sollte man sicher gehen und Schultern, Rumpf und Oberschenkel bedeckt halten.
LESEN
SPQR. Die tausendjährige Geschichte Roms(Mary Beard; 2016) In diesem maßgeblichen Buch erweckt die bekannte Althistorikerin das antike Rom zum Leben.
I segreti di Roma(Corrado Augias; 2005) Faszinierender Blick auf Geheimnisse, Verschwörungen und Charaktere der Geschichte Roms.
Imperium(Robert Harris; 2006) Im ersten Band seiner gefeierten Cicero-Trilogie schildert Harris meisterhaft das antike Rom.
My Kitchen in Rome(Rachel Roddy; 2016) Die Guardian-Kolumnistin und Einwohnerin von Testaccio teilt ihre Leidenschaft für die römische Küche.
Sprechen
ciao (tschao) Bedeutet „Hallo“ oder „Tschüss“ gegenüber Familienangehörigen und Bekannten, vielleicht von einem Kuss auf beide Wangen begleitet.
buongiorno (buon-dschorno) oder buonasera (buo-na se-ra) Formale Art, einen „guten Morgen“ oder „guten Abend“ zu wünschen.
arrivederci (ar-rie-we-dertschie) „Auf Wiedersehen“ beim Verlassen eines Ladens oder Restaurants.
per favore (per fa-wo-re) „Bitte“.
grazie (gra-tsje) „Danke“, worauf die übliche Antwort
prego (prä-go), „bitte sehr“, lautet.
come stai? (ko-me stai) Informelles „wie geht’s?“ Man kann auch come va oder formeller come sta? (ko-me sta) fragen.
scusa (sku-sa) oder formeller, scusi (sku-si) Bedeutung „Entschuldigung“, wenn man jemand ansprechen will. Um sich an jemanden in einer Masse vorbeizuquetschen, sagt man permesso (permes-so).
ecco (ek-ko) „Hier“. Das Wort kann auch ein nachgestelltes Objekt lo oder la erhalten, je nach dem grammatischen Geschlecht dessen, was präsentiert wird.
hai ragione (ai ra-dscho-ne) „Du hast recht“.
boh (bo) „Keine Ahnung“, oft begleitet von einem Schulterzucken – die typische Teenie-Antwort auf die meisten Fragen.
basta (ba-sta) „Das reicht“ oder „stopp“. Angebracht, wenn jemand etwas einschenkt oder Markthändler:innen Obst auf die Waage legt.
un po’ (uhn po) Umgangssprachliche Verkürzung von poco, „ein bisschen“, z. B.: „Wollen Sie Wein?“ „Sì, un po, grazie“ (Ja, ein wenig, danke“).
ANSCHAUEN
Morgen ist auch noch ein Tag (Paola Cortellesi; 2023) Erfolgreiches Comedy-Drama über Geschlechterrollen und häusliche Gewalt im Rom der Nachkriegszeit.
La Grande Bellezza – Die große Schönheit (Paolo Sorrentino; 2013) Beschreibung Roms als einer komplexen, schönen Stadt mit einem moralisch bankrotten Herzen.
La dolce vita (Abb. oben; Federico Fellini; 1960) Filmklassiker, in dem Marcello Mastroianni und Anita Ekberg in der Fontana di Trevi planschen.
Die zwei Päpste (Fernando Meirelles; 2019) Anthony Hopkins als Benedikt trifft in dieser Netflix-Produktion auf Jonathan Pryce als Franziskus.
REINHÖREN
The Three Tenors in Concert(Luciano Pavarotti, José Carreras, Plácido Domingo; 1990) Erste und erfolgreichste Zusammenarbeit der drei Operntenöre.
Rush!(Måneskin; 2023) Das dritte Album der alles gewinnenden römischen Glam-Rockband stand überall in Europa an der Spitze der Charts.
The Ancients(History Hit-Podcast; 2020) Ein informativer, unterhaltsamer Podcast zur Welt der Antike, auch der römischen.
The Essential Ennio Morricone(Ennio Morricone; 2014) Album mit den berühmtesten Filmmusiken des in Rom geborenen Komponisten.
Rom ist das wichtigste Tor Italiens für Reisende aus dem In- und Ausland. Die meisten internationalen Besucher:innen kommen mit dem Flugzeug und landen auf einem der beiden Flughäfen – Fiumicino (offiziell Leonardo da Vinci) oder Ciampino. Es fahren auch Züge und Busse aus ganz Italien und dem europäischen Festland hierher.
Flughafen Fiumicino
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An beiden Flughäfen gibt es ausgeschilderte Taxistände. Zu Stoßzeiten kann es hier sehr hektisch zugehen, daher empfiehlt sich die Nutzung einer Taxi-App wie Chiama Taxi 060609, itTaxi, FreeNow oder Uber. Für Ziele im Stadtzentrum Roms (innerhalb der Aurelianischen Mauer) gelten Festpreise (einschließlich aller Gepäckstücke und Zuschläge): 50 € von Fiumicino; 31 € von Ciampino. Die Fahrtzeit beträgt etwa 40 bis 50 Minuten von Fiumicino und eine halbe Stunde von Ciampino.
Über das Airport-Free-Wifi-Netzwerk steht an den Flughäfen kostenloses und unbegrenztes WLAN zur Verfügung. Auch in den meisten Shuttlebussen ins Zentrum von Rom gibt es WLAN (nur nicht bei Terravision). Im Leonardo Express von Fiumicino und in den langsameren Regionalzügen wird kein WLAN angeboten.
Man kann an beiden Flughäfen (in Fiumicino nur im Terminal 3) Prepaid-SIM-Karten von TIM und Vodafone kaufen, allerdings sind diese im Stadtzentrum günstiger.
In Rom sollte man immer etwas Bargeld bei sich haben. In den Ankunftshallen beider Flughäfen gibt’s Geldautomaten (auf Italienisch bancomat) und Wechselstuben.
VOM FLUGHAFEN INS STADTZENTRUM
Von Fiumicino (Leonardo da Vinci)
Von Ciampino
TIPP
Fast alle Reisen nach Rom führen über den Bahnhof Stazione Termini. An der Piazza dei Cinquecento davor fahren U-Bahnen und Busse ab. Vor dem Haupteingang/Ausgang stehen Taxis bereit.
WEITERE ANREISEOPTIONEN
Nationale und internationale Züge fahren zum Hauptbahnhof von Rom, Stazione Termini. Die meisten internationalen Züge, auch aus Österreich und Deutschland, wechseln in Norditalien, meist in Mailand, Turin oder Venedig. Innerhalb Italiens fahren Hochgeschwindigkeitszüge von Trenitalia (trenitalia.com) und Italo (italotreno.com).
Die günstigste Art, nach Rom zu gelangen, ist meist der Bus. Fernbusse fahren von ganz Italien und dem europäischen Festland zum Autostazione Tibus, viele davon werden von Flixbus (flixbus.it) betrieben. Vom Busbahnhof aus gelangt man durch die Unterführung zum Bahnhof Tiburtina, in dem die U-Bahn abfährt.
Auch auf dem Seeweg kann man nach Rom gelangen. Fähren nach Civitavecchia, etwa 70 km nördlich von Rom, starten in Häfen auf Sizilien und Sardinien sowie in Barcelona, Tunis und Tanger Med. Von Civitavecchia fahren zweimal stündlich Züge zum Termini (4,60–16 €, 45 Min.–1½ Std.). Der Bahnhof von Civitavecchia ist etwa 700 m vom Hafen entfernt.
Rom ist eine weit ausgedehnte Stadt, aber ein großer Teil des Zentrums lässt sich zu Fuß erkunden. Für längere Strecken gibt’s Busse, Straßenbahnen, eine U-Bahn, Vorortzüge und Taxis.
Roms U-Bahn
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Die U-Bahn ist generell schneller als der oberirdische Verkehr, aber das Netz ist klein. Zwei Hauptlinien (A und B), die sich an der Stazione Termini kreuzen, bedienen das Stadtzentrum. Die Zweiglinie B1 erschließt die nördlichen Vorstädte, während der Ausbau einer dritten Linie C, die zur Zeit von/nach San Giovanni durch den südöstlichen Stadtrand fährt, weitergeht. Für Traveller sind die Linien B1 oder C kaum von Interesse. Die Linie A eignet sich zum Besuch großer Sehenswürdigkeiten wie dem Trevi-Brunnen (Barberini), der Spanischen Treppe (Spagna) oder des Petersdoms (Ottaviano-San Pietro) die Linie B bringt einen zum Kolosseum und zum Forum Romanum (Colosseo). Die Züge fahren von 5.30 bis 23.30 Uhr (Fr & Sa bis 1.30 Uhr).
TIPP
Von der Stazione Termini fahren die Buslinien 40 und 64 zum historischen Zentrum und zum Vatikan. Beide bedienen fast die gleiche Strecke, aber die Linie 40 hat weniger Haltestellen und ist schneller.
Busse fahren fast überall in der Stadt, kommen bei starkem Verkehr aber nur langsam voran. Die beliebten Routen sind stark ausgelastet, so dass man sich in die Busse hineinzwängen muss. Der Hauptbusbahnhof liegt an der Piazza dei Cinquecento vor der Stazione Termini, weitere wichtige Umsteigepunkte sind der Largo di Torre Argentina und die Piazza Venezia. Nützliche Linien von der Stazione Termini sind die 40 und 64, die durchs historische Zentrum zum Vatikan fahren, und der Bus H nach Trastevere. Busse fahren generell von 5.30 bis 24 Uhr, danach gibt’s einen eingeschränkten Betrieb. Die Nachtbusse, von denen viele an der Stazione Termini und/oder der Piazza Venezia halten, sind durch ein „n“ vor der Liniennummer gekennzeichnet. Zwei nützliche Routen sind die nMA und nMB, welche dem Verlauf der U-Bahnlinien A und B folgen.
Straßenbahnen sind oft die angenehmere Alternative gegenüber Bussen. Allerdings gibt es nur vier nützliche Linien, darunter die Linie 3, die Villa Borghese mit San Giovanni, Testaccio und Trastevere verbindet, und die Linie 8, die zwischen der Piazza Venezia und Trastevere pendelt. Zur Zeit der Recherche gab es Bauarbeiten, weshalb es auf einigen Strecken Busersatzverkehr gab.
TIPP
Mit einem Roma Pass (48/72 Std. 32/52 €) sind die Kosten für den Nahverkehr abgedeckt. Für die Dauer der Gültigkeit hat man nicht nur ermäßigten Eintritt zu Museen und historischen Stätten, sondern kann die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen.
Taxis können für kurze Fahrten im Stadtzentrum und nachts nützlich sein, wenn die U-Bahn Betriebspause hat und kein Nachtbus in Sicht ist. Lizenzierte Taxis sind weiß und tragen das Taxischild auf dem Dach. Der Preis bemisst sich grundsätzlich nach dem Taxameter, aber von/zu den Flughäfen gelten Festpreise. Kartenzahlung ist prinzipiell möglich, man sollte aber für den Fall der Fälle besser ausreichend Bargeld dabeihaben. Man kann Taxis heranwinken, aber es ist oft leichter, zu einem Taxistand zu gehen, telefonisch eines zu bestellen oder eine Ruf-App wie Chiama Taxi 060609, itTaxi oder FREENOW zu nutzen. Normale Taxis können auch über die Uber-App bestellt werden. Uber existiert auch in Rom, ist aber teuer, weil nur die Dienste Uber Black, Lux und Van angeboten werden.
INFOS ZUM ÖFFENTLICHEN NAHVERKEHR
Ticket-Arten
Die Tickets für den öffentlichen Nahverkehr gelten für alle Busse, Straßenbahnen und U-Bahnlinien außer für die Fahrten von/zu den Flughäfen Fiumicino und Ciampino. Der einfache Fahrschein ist das BIT (1,50 €), ein 100 Minuten gültiger Fahrschein, der mit allen Transportmitteln genutzt werden kann, aber nur einmal für eine U-Bahnfahrt. Um mehrere Fahrten abzudecken, kauft man ein MULTIBIT-Ticket (3–15 €.), eine Karte, auf die man zwischen zwei und zehn BIT-Tickets laden kann. Wer mehr als viermal am Tag öffentliche Verkehrsmittel nutzen will, spart Geld mit einer 24-Stunden-Karte (Roma 24 Std.; 7 €.). Solche Karten gibt’s auch für 48/72 Stunden (Roma 48/72 Std. 12,50/18 €.). Mit ihnen kann man im Stadtgebiet vom Zeitpunkt der Entwertung an unbegrenzt fahren. Bei längerem Aufenthalt kann sich der Kauf einer Wochenkarte (CIS; 24 €.) lohnen. Kinder unter 10 Jahren fahren kostenlos.
Tickets kaufen
Tickets erhält man in tabacchi (Tabakläden), an Zeitungsständen, Ticketschaltern und aus Automaten an wichtigen Bushaltestellen und in den U-Bahnhöfen. Mit dem System Tap & Go kann man auch ohne Papier- oder Plastikticket fahren: einfach die kontaktlose Kredit-/Debitkarte an den Entwertungsautomaten im Bus oder an der Sperre bei der U-Bahn halten, auf das grüne Licht warten, und los geht die Fahrt.
Apps, Karten & Infos
Roms öffentliches Nahverkehrsunternehmen ATAC (atac.roma.it/en/home), informiert umfassend auf seiner zweisprachigen (Italienisch und Englisch) Website und bietet einen Streckenplaner, aktuelle Verkehrsinfos und Streckenkarten. Probus Rome (auf Englisch) ist eine nützliche App mit Streckenplaner und Businfos in Echtzeit.
Tickets entwerten
Tickets müssen vor Antritt der ersten Fahrt entwertet werden. Entwertungsautomaten gibt’s in den Bussen und Straßenbahnen sowie auf den Bahnsteigen der Züge. Bei den U-Bahnen erfolgt die Entwertung automatisch an der Sperre. Bei Fahren ohne ein entwertetes Ticket riskiert man eine Geldstrafe von 55 € (bei Zahlung innerhalb von 5 Tagen) oder 105 € (bei Zahlung zwischen 6 und 60 Tagen).
Zum Besuch der Website den QR-Code scannen oder >> hier klicken.
Zu Fuß kommt man im historischen Zentrum am besten herum. Die Entfernungen sind nicht groß, und selbst, wenn man sich einmal verirrt, gibt’s nichts Besseres, um die Gassen in der Gegend kennenzulernen.
E-Scooter gibt’s überall; sie können über Apps wie Dott und Lime gemietet werden. Der Preis liegt bei 1 €. Stargebühr zzgl. ca. 0,25 € pro Minute. Man muss sich allerdings mit dem heftigen Verkehr in Rom und den unebenen Straßen auseinandersetzen.
Die Fahrt mit dem eigenen Auto ist nicht zu empfehlen: Der Verkehr ist anarchisch, die Parkplatzsuche ein Albtraum, und Teile des Zentrums sind eine Verkehrsberuhigte Zone (ZTL), in die nur Fahrzeuge mit Sondergenehmigung einfahren dürfen. Die Fahrt mit einem Motorroller oder Motorrad geht schneller und erleichtert das Parken, aber Rom ist nichts für Neulinge! Das Mieten eines Autos lohnt sich nur für einen Tagesausflug ins Umland.
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REISEKOSTEN
Roma-24-Std.-Ticket
7 €.
Durchschnittliche Taxifahrt im Stadtzentrum
10–15 €.
E-Scooter-Miete
1 €. plus 0,25 €./Min.
BARRIEREFREIHEIT
Mit Einschränkungen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, ist schwierig, aber die Lage bessert sich langsam. Die meisten Busse haben Einstiegsplattformen für Rollstühle, und alle U-Bahnstationen außer Spagna, Barberini, Repubblica, Vittorio Emanuele und San Giovanni (alle auf der Linie A) verfügen über Aufzüge oder Treppenlifte. Die Aufzüge funktionieren nicht immer – aktuelle Infos dazu findet man unter atac.roma.it/tempo-reale/accessibilità-e-servizi. Einige Taxis sind für den Transport von Personen im Rollstuhl ausgerüstet; man fragt nach einem Taxi für eine sedia a rotelle (Rollstuhl). Alternativ wendet man sich an Outreach (outreachitalia.it), das eine Flotte von mehr als 45 rollstuhlgeeigneten Fahrzeugen hat, die bis zu acht Personen – darunter sechs in Rollstühlen – mitnehmen können.
Rom ist eine Stadt, in der die Freude an gutem Essen zu einer Kunstform erhoben wurde.
Carbonara
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Essen gehen ist eines der großen Vergnügen einer Romreise, und die Kombination aus romantischer Kulisse und kulinarischen Superlativen ist die Garantie für eine gute Zeit. Im Lauf der letzten Jahrzehnte ist die Restaurantszene stetig anspruchsvoller geworden, es gibt immer mehr Nobelrestaurants und lässig-coole ristoranti, die zeitgenössische Kreativküche und meisterhaft gekelterten Wein servieren. Für ein echt römisches Mahl macht man sich aber auf in eine trubelige Pizzeria oder eine gesellige Nachbarschaftstrattoria. Dorthin gehen die Einheimischen, um ihrer Leidenschaft für knusprig-dünne Pizza, einfache Pastagerichte und kühle Weißweine aus den Castelli Romani auf den Colli Albani zu frönen. Zum Abschluss gibt es nichts Besseres als ein dekadentes gelato mit Sahnehäubchen, gefolgt von einem Schuss des weltbesten Kaffees!
Natürlich muss man sich in Rom nicht setzen, um gut zu essen. Das Streetfood der Stadt ist köstlich, und überall, wo man hingeht, findet man Feinkostläden, Lebensmittelgeschäfte und Märkte, die vor frischen, saisonalen Erzeugnissen überquellen.
Wie viele italienische Kochkünste erwuchs die cucina romana (römische Küche) aus dem Bedürfnis heraus, lokale, leicht erhältliche Zutaten mit Sorgfalt zu verwenden. Deshalb gibt es viele Gerichte, die günstiges Fleisch wie guanciale (Schweinsbacke) enthalten sowie Grünzeug, das wild auf den Feldern gesammelt werden kann.
Es gibt ein paar klassische römische Pastagerichte, die fast jede Trattoria und jedes Restaurant in Rom serviert. Dazu gehören kohlehydrathaltige Traditionsgerichte wie Carbonara, amatriciana und cacio e pepe sowie das heißgeliebte Meeresfrüchtegericht Spaghetti alle vongole (mit Muscheln).
Roms Flickwerk aus Vierteln sorgt für eine sich stetig verändernde Essenskarte, da Köche und kulinarische Entrepreneure unaufhörlich neue Claims in der Stadt abstecken. Derzeit angesagt sind Centocelle weit in der östlichen Vorstadt und San Giovanni gleich südöstlich vom Zentrum. Beide erleben eine Fülle aufregender Neueröffnungen, beide sind mühelos mit der Metro erreichbar – Centocelle mit Linie C, San Giovanni mit Linie A.
Historisch haben zwei Stadtviertel Roms meistgefeierten Spezialitäten zum Aufstieg verholfen. Viele der in der Stadt so verehrten frittierten Snacks – ein wesentlicher Bestandteil der cucina ebraico-romanesca (römischjüdische Küche) – wurden im Jüdischen Ghetto kreiert, als dessen auf ihre Nachbarschaft beschränkten Bewohner begannen, alles zu frittieren, um so die dürftigen Zutaten aufzupeppen. Die Ergebnisse, z. B. die ikonische carciofo alla giudia (frittierte Artischocke), werden noch heute verehrt.
Sagra delle Fragole di Nemi
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ESSENS- & GETRÄNKEFESTIVALS
Carbonara-Tag Rom feiert sein klassisches Pastagericht mit kulinarischen Events und Kochvorführungen in Testaccio und weiteren Stadtvierteln. 6. April
Frühlingsbierfestival Liebhaber:innen und begeisterte Neulinge besuchen Testaccios Città dell’Altra Economia, um Craftbier zu zechen. Mai
TTS-Streetfoodfestival Konvois aus Streetfoodtrucks fahren ins Viertel Monteverde, um Festmahle zuzubereiten. Mai/Juni & Oktober
Vinoforum Das bedeutende Weinevent feiert die Welt des italienischen vino mit Verkostungen, Meisterkursen und Vorführungen. Die Schauplätze variieren. Juni
Sagra delle Fragole di Nemi Tagesausflügler:innen machen sich auf in die Seegemeinde Nemi, um dort Erdbeeren zu probieren. Juni
Im Süden des Ghettos ist Testaccio die Geburtsstätte der meisten von Roms gefeierten Innereienrezepte. Das Viertel wuchs ursprünglich als Schlafquartier für die Arbeiter des städtischen Schlachthauses heran, und die meisten Leute erhielten als Bezahlung billige Fleischstücke. Um daraus das Beste zu machen, erdachten örtliche Köche Gerichte, die heute Grundbestandteile der städtischen Speisekarten sind, wie Roms berühmte coda alla vaccinara (langsam gekochter Ochsenschwanz).
Die Basis der römischen Essensszene bilden seit langer Zeit die familienbetriebenen Trattorien. Simpel, schlicht und traditionell füttern diese hochgeschätzten Institutionen ihre Besucher:innen schon seit Jahrhunderten und sind bis heute erste Anlaufstelle für schnörkellose römische Gerichte. In den letzten Jahren erlebte die Stadt eine Welle von Neotrattorias, die das Originalkonzept mithilfe lässig-entspannter Vibes und aktualisierter Gerichte modernisieren.
Ein typisches Trattoriamenü beinhaltet eine Vorspeise (antipasto) aus gepökeltem Fleisch, Mozzarella, frittierten Snacks und bruschetta, gefolgt von einer Auswahl traditioneller römischer Pasta und fleischiger Hauptgerichte wie abbacchio al forno (Lammbraten), pollo alla cacciatora (Huhn nach Jägerinnenart), saltimbocca alla romana (Kalbsschnitzel) und tagliata di manzo (Rindersteak). Zum Dessertangebot gehören dann Tiramisù und Eis.
Schon seit den Zeiten, als die hungrige Stadtbevölkerung für einen Snack in einem thermopolium Halt machte, einer Art antikem Fastfoodladen, genießen die Römer:innen ihr Streetfood (cibo di strada). Und im Lauf der Jahrtausende sind sie ziemlich gut darin geworden. Der allgegenwärtige Snack ist Pizza al taglio (geschnittene Pizza) und die Stadt ist übersät von Takeaway-Lokalen, die Pizza al taglio servieren, reich belegt und fachmännisch geschnitten. Außerdem gibt es Lokale, die sich auf supplì (frittierte Reisbällchen mit verschiedenen Füllungen) und fritti (frittiertes Essen) spezialisieren. Quasi ein Neuzugang in der Streetfoodszene ist der trapizzino, eine Art Teigdreieck, vollgepackt mit leckerer Füllung. Für Naschkatzen gibt es gelato und maritozzo, ein süßes briocheähnliches Brötchen mit Cremefüllung. Viel Cremefüllung.
Beste römische Gerichte
SPAGHETTI ALLA CARBONARA
Spaghetti mit Ei, guanciale und pecorino romano.
BUCATINI ALL’AMATRICIANA
Dicke Spaghetti mit einer chiligespickten Soße aus Tomaten und guanciale.
TONNARELLI CACIO E PEPE
Quadratische Spaghetti mit pecorino romano, schwarzem Pfeffer, Olivenöl.
CARCIOFO ALLA GIUDIA
Artischocke nach jüdischer Art zu einer Blumenform flach geformt und frittiert.
CODA ALLA VACCINARA
Traditioneller Eintopf aus mit Tomate und Sellerie geschmortem Ochsenschwanz.
SALTIMBOCCA ALLA ROMANA
Gebratene Kalbsschnitzel, mit Prosciutto und Salbei zubereitet.
SUPPLÌ
Frittiertes Reisbällchen mit Tomatensoße und geschmolzenem Mozzarella.
PUNTARELLE
Leicht bitteres Wintergemüse, das oft als Salat serviert wird.
Mercato Centrale
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Zu den besten Streetfoodgegenden zählen der Mercato Centrale an der Stazione Termini und der Nuovo Mercato di Testaccio>>.
Roms Feinkostläden und Märkte sind ein fantastisches Merkmal der Foodieszene. Traditionell waren sie es, wo die Einheimischen sich täglich mit Obst und Gemüse, Pökelfleisch, Brot und geriebenem Käse versorgten. Die Einkaufsgewohnheiten mögen sich verändert haben, doch noch immer frequentieren viele Römer:innen diese Nachbarschaftstreffpunkte. Ebenso beliebt sind die wochenendlichen Bauernmärkte, die hochwertige regionale Erzeugnisse anbieten.
Einen umfassenden Überblick über Italiens feinstes Essen bietet die weitläufige Mall Eataly>> in Ostiense, die Spezialitäten aus dem ganzen Land verkauft.
Rom hatte nicht immer die aufgeklärteste Einstellung zum Vegetarismus. Doch Zeiten ändern sich, und jetzt, wo mehr Italiener:innen sich als vegetarisch oder vegan identifizieren, verfügt die Stadt über eine wachsende Zahl von Burgerläden, Bars, bistrots und Restaurants, die ihre Kundschaft fleischlos versorgen. Auch viele Spitzenrestaurants bieten standardmäßig vegetarische Menüs an.
Reguläre „nichtvegetarische“ Karten enthalten allgemein eine solide Auswahl fleischfreier Antipasti, Pastagerichte, insalate (Salate), contorni (Beilagen) und Pizzen. Nur auf versteckte Zutaten sollte man achten – aufpassen bei allem, was gefüllt oder frittiert ist, da es durchaus eine Sardelle oder ein Stück Schinken enthalten kann. Im Zweifel nachfragen, ob etwas senza carne o pesce (ohne Fleisch oder Fisch) ist. Auch Käse wird gern verwendet. Veganer sollten klarstellen, dass sie ihre Gericht senza formaggio (ohne Käse) wollen. Und nicht vergessen, dass pasta fresca, die in Suppen auftauchen kann, mit Ei gemacht wird.
Porchetta
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Einer von Roms beliebtesten kulinarischen Bräuchen, besonders in der warmen Jahreszeit, ist ein Wochenend-salto (Sprung) in das Gebiet der Castelli Romani. Diese malerische Weingegend gleich südlich der Stadt ist seit Langem ein Favorit essensbewusster Tagesausflügler:innen, die in Kleinstädte wie Ariccia und Frascati strömen, um in den fraschette genannten rustikalen Trattorien essen zu gehen. Diese schmucklosen Lokale mit wackeligen Tischen und Holzbänken, machen mit dem Auftischen großzügiger Portionen herzhafter, ländlicher Kost ein Bombengeschäft. Legendär sind ihre üppigen Antipastiaufstriche, die üblicherweise zusammen mit großen Platten mit porchetta (knochenfreie Kräuterschweinebraten), coppiette (dörrfleischähnliche Streifen aus Schweinefleisch mit Chili), prosciutto (Schinken), in Olivenöl mariniertem Gemüse, cremigen Mozzarellakugeln, Oliven und knusprigem Bauernbrot serviert werden. Und alles natürlich begleitet von Karaffen mit dem örtlichen Wein.
RÖMISCHE INTERNETSEITEN ZUM THEMA ESSEN
PUNTARELLA ROSSA
puntarellarossa.it/roma
Italienische Seite mit Fokus auf Neueröffnungen, kulinarische Trends und Bestenlisten.
GAMBERO ROSSO
gamberorosso.it/ristoranti/roma
Umfassende Seite auf Italienisch mit einem Mix aus kostenlosen und Bezahlinhalten, die jeden Winkel von Roms Foodszene abdecken.
KATIE PARLA
katieparla.com/cityguides/rome
Fakten zum Essen und Trinken in der Stadt von einem in Rom ansässigen US-Food-Autor und -Tourguide.
ELIZABETH MINCHILLI
elizabethminchilli.com
Ein beliebter englischer Blog, der Restaurantkritiken, Markttipps und römische Rezepte bietet.
Wenige Städte bieten eine so ansprechendere Kulisse zum Ausgehen wie Rom mit seinen hübschen Palästen und romantischen Plätzen.
Nachtleben in Trastevere
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Von historischen Cafés über holzgetäfelte Weinbars alter Schule bis hin zu Craftbier-Pubs, Flüsterkneipen in Seitenstraßen und Dachterrassen mit Panorama-Aussicht bietet Rom Bars für jeden Geschmack. Und angesichts der vielen Lokale, wo man draußen auf munteren Plätzen und in kopfsteingepflasterten Gassen sitzen kann, ist ein netter Abend garantiert.
Ein großer Teil der Action konzentriert sich auf das Centro Storico: Der Campo de’ Fiori füllt sich mit Tourist:innen und jungen, manchmal rüpelhaften Trinkenden, während sich in den Gassen um die Piazza Navona ein ruhigeres, besser angezogenes Klientel versammelt. Jenseits des Flusses ist Trastevere eine weitere beliebte Adresse mit Dutzenden von Bars, Kneipen und Cafés, während östlich der Stazione Termini die hippen, retro aufgemachten Kneipen von San Lorenzo und Pigneto Studierende und ein eher alternatives Publikum anlocken.
Clubgänger:innen finden in Roms Nachtclubs etwas für fast jeden Geschmack; die DJs legen alles von Lounge und Jazz bis zu Rap, lateinamerikanischen Rhythmen und Techno auf. Echte Nachtschwärmer:innen zieht es in die großen, bekannten Clubs in Ostiense und EUR, man findet aber auch Clubs in Trastevere, San Lorenzo und dem Centro Storico.
Unverzichtbar für Roms tiefverwurzelte Kaffeekultur sind die vielen Bars und Cafés (in Rom gibt’s keinen wirklichen Unterschied zwischen beiden) der Hauptstadt. Die Einheimischen gehen zum Frühstück dorthin und kommen auf einen Kaffee nach dem Mittagessen zurück. Manche Cafés schließen am frühen Abend, viele bleiben aber auch offen und verwandeln sich in abendliche Treffs, wo man aperitivi und Cocktails schlürft. In Sachen Ambiente und Atmosphäre findet sich die ganze Palette von alltäglichen, seit Jahrzehnten unveränderten Nachbarschaftstreffs bis zu coolen modernen Loungebars. Beliebte Bars finden sich in der ganzen Stadt; in Trastevere und dem historischen Zentrum, in Testaccio, San Lorenzo und Pigneto. Ein besonders angesagtes Gebiet ist aktuell die Piazza Vittorio Emanuele im Herzen des Bezirks Esquilino.
Unsere Top Tipps
L’ANGOLO DIVINO
>> Weinbar mit toller Auswahl und Lage in einer Seitenstraße.
HEY GÜEY
>> Coole mexikanische Rooftop-Bar mit kundig gemixten Margaritas.
GATSBY CAFE
>> Top-Adresse für aperitivi und Cocktails an der Piazza Vittorio Emanuele.
ENOTECA IL MELOGRANO
>> In der schicken enoteca in Garbatella vini schlürfen.
Früher war eine enoteca (Weinbar) der Ort, wo sich die alten Knaben aus dem Viertel trafen, um den herben, direkt aus dem Fass ausgeschenkten Wein der Region zu trinken. Doch die Zeiten haben sich verändert, und obwohl es noch ein paar Treffs dieser Art gibt, sind Weinbars heute in der Regel eleganter und servieren italienische und ausländische Weine und dazu Käse und kalten Aufschnitt.
Um sich mit örtlichen und italienischen Weinen vertraut zu machen, empfehlen sich Rimessa Roscioli>> oder L’Angolo Divino>> im Centro Storico. Mit biodynamischen und natürlichen Weinen kennen sich Le Mescita>> in Garbatella und Vinificio>> in Testaccio bestens aus.
Roms Cocktailszene ist in den letzten Jahren, seit das Mixen zu einer Wissenschaft geworden ist und die Barbesitzer:innen ihre Cocktails ernst nehmen, förmlich explodiert. An der Spitze dieser Transformation steht eine Begeisterung für Flüsterkneipen nach dem Vorbild der US-amerikanischen Prohibitionszeit. Im Rom des 21. Jhs. handelt es sich aber natürlich nicht um illegale Kaschemmen, sondern um richtig coole Verstecke mit passwortgeschütztem Eingang und einer ausgeprägt hippen Ästhetik. Im historischen Zentrum finden sich eine Reihe bekannter Adressen, darunter das Jerry Thomas Speakeasy>> und Argot>>.
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GUT ZU WISSEN
Öffnungszeiten
Traditionelle Cafés und Bars sind in der Regel zwischen ca. 7.30 Uhr und ab 20 Uhr geöffnet. Einige bleiben bis 1 oder 2 Uhr geöffnet. Nachtclubs öffnen ihre Pforten gegen 22 Uhr und schließen am frühen Morgen gegen 4 Uhr.
Kleidung
Die Römer:innen brezeln sich fürs Ausgehen gerne auf, und die meisten Leute in eleganteren Clubs und Bars im Centro Storico (historisches Zentrum) und im Tridente-Gebiet sehen ziemlich schick aus. In Trastevere, Testaccio und San Lorenzo kleidet man sich viel zwangloser.
Club-Tipps
In den Clubs herrscht echter Betrieb erst ab Mitternacht oder sogar erst ab 2 Uhr. Der Eintritt ist häufig frei, man muss aber mindestens einen Drink bestellen, dessen Preis zwischen 10 und 20 € betragen dürfte.
Unsere Top Tipps
NECCI DAL 1924
>> Pasolinis früheres Stammlokal ist heute eine beliebte Bar in Pigneto.
TRAM DEPOT
>> Für entspannte Drinks an lauen Abenden in Testaccio.
MA CHE SIETE VENUTI A FÀ
>> Der winzige Pub in Trastevere ist bei Roms Bierfans beliebt.
AI TRE SCALINI
>> Stets beliebte Weinbar in Monti mit munterer studentischer Stimmung.
Viele Jahre lang bedeutete Biertrinken in Rom, ein eiskaltes Peroni direkt aus der Flasche zu trinken (was zugegeben den Durst gut löscht). Doch dann kamen die Craftbiere, und die Stadt nahm die Idee hochwertiger Biere aus Kleinbrauereien begeistert auf. Überall in der Stadt machten Schankstuben auf, die eine Reihe italienischer und internationaler Biere ausschenkten. Schankstuben wie Open Baladin>> im historischen Zentrum, Ma Che Siete Venuti a Fà>> in Trastevere und Birra +>> in Pigneto sind weiterhin beliebt, wenn man das braune Zeug schlucken will.
Dachterrassenbars sind gegenwärtig in Rom schwer angesagt. In den letzten Jahren ist eine Bar mit Panoramablick zu einem unverzichtbaren Bestandteil aller Hotels mit Anspruch geworden. Diese Bars bieten aperitivi und abends Drinks und sind in der Regel für Hotelgäste und alle geöffnet, die etwas trinken und den romantischen Ausblick über die historischen Dächer der Hauptstadt genießen wollen. Man findet diese Dachbars überall in Rom: Im Antiken Viertel genießt man den Blick auf die Foren von der American Bar>> im Hotel Forum, im Centro Storico bietet die Terrazza Borromini>> des Hotels Eitch einen traumhaften Blick über die Piazza Navona.
Im Sommer zieht es Roms Partyszene nach draußen. Von etwa Mitte Juni bis Mitte September schließen viele Clubs oder ziehen an die Küste, in der Regel an die Strände von Fregene oder Ostia. In der Stadt selbst ist der Tiber der richtige Ort, wenn das Festival Lungo il Tevere Fahrt aufnimmt. Bei diesem jährlichen Event findet man Bars, Stände und Restaurants am Flussufer zwischen dem Ponte Sisto und dem Ponte Sublicio, die jeden Abend gegen 19 Uhr öffnen.
BESTE CAFÉS
Barnum (Abb. oben; >> In diesem hippen Café im Centro Storico legt man Wert auf besten Kaffee und prima Gebäck.
Caffè Sant’Eustachio>> Ehrwürdiges Kaffeehaus zwischen dem Pantheon und der Piazza Navona.
La Casa del Caffè Tazza d’Oro>> Mit der Einrichtung aus Holz und nahe dem Pantheon ist dieses Café die Adresse für guten Kaffee.
Antico Caffè Greco>> Roms ältestes und elegantestes Café auf der Top-Einkaufsmeile der Via dei Condotti.
La Bottega del Caffè>> Ein gut besuchter Treff an einer Piazza in Monti.
Canova Tadolini>> Man schlürft seinen Kaffee inmitten von Skulpturen in Antonio Canovas ehemaligem Atelier.
Terrazza Caffarelli>> Im Café der Kapitolinischen Museen trinkt man seinen Espresso mit herrlichem Ausblick über die Dächer.
Im Winter schließen Bars häufig früher, besonders in Gebieten, wo man meist im Freien trinkt. Allerdings verfügen viele Bars heute über beheizte Terrassen, so dass man das ganze Jahr über draußen trinken kann.
INFOS IM INTERNET
ROMEING
romeing.it
Englischsprachiges Web-Magazin zu Lifestyle, Kultur und Nachtleben. Mit vielen Artikeln und Bestenlisten.
2NIGHT
2night.it/roma
Umfangreiche italienischsprachige Seite mit Auflistungen und Artikeln über aperitivi, Nachbarschaftstreffs und Rooftop-Bars …
ZERO
zero.eu/it/rome
Clevere mehrsprachige Website mit Infos zu bevorstehenden Clubnächten, gastronomischen Events und vielem mehr.
SPOTTED BY LOCALS
spottedbylocals.com/rome
Empfehlungen und Artikel von Locals u. a. zu Bars, Restaurants, Läden und Clubs.
Klassische Musik, Oper und Fußball stehen in der Stadt, die Stadionunterhaltung für die Massen einführte, ganz oben auf der Liste.
Teatro dell’Opera di Roma
ANGELO CORDESCHI/SHUTTERSTOCK ©
Seit der Zeit, als die Massen ins Kolosseum strömten, um ihren Lieblingsgladiatoren zuzujubeln, wissen die Römer:innen eine gute Show zu schätzen. Zwar kann Unterhaltung in Rom auch schlicht bedeuten, sich in ein Straßencafé zu setzen und die Welt an sich vorbeiziehen zu lassen, doch besitzt die Stadt eine blühende Kulturszene mit einem ganzjährigen Veranstaltungskalender voller Konzerte, Vorstellungen und Festivals.
Viele große Events finden im Auditorium Parco della Musica Ennio Morricone statt, dem wichtigsten Kulturzentrum Roms; weitere Stätten gibt es überall in der Stadt. Im Sommer bietet das Festival Estate Romana viele Events, die in Parks, auf Plätzen und in antiken Stätten stattfinden. Eine gute Zeit ist auch der Herbst, wenn das Festival Romaeuropa Tanz, Dramen und Opern in die Theater bringt und die Serie A meist sonntagnachmittags die Fans ins Stadio Olimpico lockt. Opernfans, Freund:innen klassischer Musik, Cineast:innen und Fußballfans kommen in Rom immer auf ihre Kosten.
Roms Angebote klassischer Musik reichen von Orchesterkonzerten von Weltklasse über Kammermusik bis zu Chorkonzerten. Das berühmte Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia spielt häufig im Auditorium Parco della Musica Ennio Morricone >>, Konzerte gibt’s aber auch im Teatro Olimpico >>, und im Teatro Argentina >>. Kostenlose klassische Konzerte kann man – vor allem zu Ostern, in der Weihnachtszeit und zu Neujahr – auch in vielen Kirchen Roms erleben.
Beste Veranstaltungsorte
AUDITORIUM PARCO DELLA MUSICA
In Roms wichtigster Konzertstätte gibt’s Konzerte aus dem gesamten musikalischen Spektrum.
TERME DI CARACALLA
Eine Opernvorstellung in diesen antiken Ruinen ist ein denkwürdiges Erlebnis.
STADIO OLIMPICO
In dem 70 000 Plätze fassenden Stadion kann man Fußball, Rugby und Rock erleben.
TEATRO ARGENTINA
Gefeiertes Theater mit breit gefächertem Programm aus Drama, Tanz und Musik.
ALEXANDERPLATZ
In dem historischen Jazzclub treten internationale Spitzenmusiker:innen auf.
TEATRO DELL’OPERA DI ROMA
Roms Opernhaus prunkt innen mit Plüsch, Gold und rotem Samt.
LA CONVENTICOLA DEGLI ULTRAMODERNI
Musik, Cabaret und Varieté in einem an Fellini erinnernden Club in San Lorenzo.
Mittelpunkt der römischen Opernsaison ist das Teatro dell’Opera di Roma, in dem auch Ballettvorstellungen geboten werden. Im Sommer zieht das Teatro zu spektakulären Freiluftvorstellungen in die Terme di Caracalla um. Die Parks und Gärten der Stadt bilden die stimmungsvolle Kulisse für Freiluftvorstellungen und Konzerte.
Die Musik in Rom beschränkt sich nicht auf Rossini und Verdi; es gibt auch viel für die Fans von Jazz, Rock, Rap, Hiphop und Techno. Viele große Namen treten im Auditorium auf, aber Gigs kann man auch in Jazzkellerclubs wie dem Alexanderplatz >> und in centri sociali (zu alternativen Kulturzentren umfunktionierten Wohnhäuser) erleben, wo häufig Hiphop, Dubstep, Reggae und Dancehall auf dem Programm stehen.
Große Rockkonzerte gibt’s im Stadio Olimpico >> und während des Sommerfestivals Rock in Roma auch im Ippodromo delle Capannelle, der Pferderennbahn an der Via Appia Nuova.
Überraschend für eine Stadt, die die Kunst immer zu schätzen wusste, besitzt Rom keine große Theatertradition. Gleichwohl bieten die hiesigen Theater ein weitgefächertes Programm von klassischen und zeitgenössischen Dramen über avantgardistisches Tanztheater bis zu topaktuellem Straßentheater. Die Vorstellungen finden in aller Regel auf Italienisch statt. Zu den wichtigsten Bühnen zählen das Teatro Argentina, das Teatro India und das Teatro Vascello.
Besonders wundervoll sind die Sommerfestivals in archäologischen Stätten Roms, wie das Ostia Antica Festival, das Veranstaltungen in dem originalen römischen Theater zeigt.
Rom ist seit Langem filmbegeistert, und die Einheimischen sind leidenschaftliche Kinogänger:innen. Die meisten Filme werden italienisch synchronisiert gezeigt; einige wenige Kinos zeigen sie in Originalsprache – solche Vorführungen sind in den Veranstaltungskalendern mit VO (versione originale
