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Lonely Planet E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck! E-Book basiert auf: 5. Auflage 2017 Mit dem Lonely Planet Japan auf eigene Faust durch das Land der aufgehenden Sonne. Etliche Monate Recherche stecken im Kultreiseführer für Individualreisende. Auf mehr als 900 Seiten geben die Autoren sachkundige Hintergrundinfos zum Reiseland, liefern Tipps und Infos für die Planung der Reise, beschreiben alle interessanten Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Öffnungszeiten und Preisen und präsentieren ihre persönlichen Entdeckungen und Tipps. Auch Globetrotter, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs sein möchten, kommen auf ihre Kosten. Wie wäre es beispielsweise mit Onsen? Ein Bad in einer der großartigen japanischen Thermalquellen ist Entspannung pur. Die malerische, friedliche Lage des Onsen in Hachijo-jima ist unschlagbar. Wer es zurbulenter mag, sollte eines der japanischen Feste auf keinen Fall versäumen: Kishiwada Danjiri Matsuri ist eines der lebhaftesten Festivals des Landes. Zu diesem Anlass ziehen die Einheimischen Festwagen durch die Straßen. Oder wie wäre es mit Popkultur? Bei einem Bummel durch den Shoppingbezirk im Zentrum der Jugendszene Tokios kann man quasi dabei zusehen, wie mehrere Trends gleichzeitig entstehen. Wo übernachten und essen? Für jedes Reiseziel gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. Abgerundet wird der Guide durch Übersichts- und Detailkarten, einem Farbkapitel zu den 25 Top-Highlights, Specials zu den Themen: Küche, Skifahren, Onsen / Japan für Anfänger / Japan für wenig Geld, Reiserouten, fundierte Hintergrundinformationen sowie Glossar und - damit Sie gut verständlich ankommen - einem Sprachführer. Der Lonely-Planet-Reiseführer Japan ist ehrlich, praktisch, witzig geschrieben und liefert inspirierende Eindrücke und Erfahrungen. Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche!
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Seitenzahl: 2373
Veröffentlichungsjahr: 2017
REISEPLANUNG
Willkommen in Japan
Japans Top 25
Gut zu wissen
Japan für Einsteiger
Was gibt’s Neues?
Wie wär’s mit …
Monat für Monat
Reiserouten
Skifahren in Japan
Reisen mit Kindern
Essen wie Einheimische
Japan für wenig Geld
Wandern in Japan
Onsen besuchen
Japan im Überblick
REISEZIELE IN JAPAN
Tokio
Geschichte
Sehenswertes
Aktivitäten
Geführte Touren
Kurse
Feste & Events
Schlafen
Essen
Ausgehen & Nachtleben
Unterhaltung
Shoppen
FUJI & RUND UM TOKIO
Fünf Fuji-Seen
Fuji
Fuji-Yoshida
Kawaguchi-ko
Sai-ko
Shōji-ko
Motosu-ko
Yamanaka-ko
Hakone
Hakone-Yumoto
Miyanoshita & Kowakidani
Chōkoku-no-Mori & Gōra
Sōun-zan & Sengokuhara
Hakone-machi & Moto-Hakone
Izu-Halbinsel
Atami
Itō
Shimoda
Shira-hama
Kisami
Matsuzaki
Dōgashima
Shuzen-ji Onsen
Izu-Inseln
Ō-shima
Nii-jima
Shikine-jima
Hachijō-jima
Kamakura
Yokohama
Chichibu & Oku-Tama
Takao-san
Oku-Tama-Region
Nikkō & Umgebung
Nikkō
Chūzen-ji Onsen
Yumoto Onsen
Ogasawara-Archipel
Chichi-jima
Haha-jima
DIE JAPANISCHEN ALPEN & ZENTRAL-HONSHŪ
Nagoya & Umgebung
Nagoya
Inuyama
Gifu
Gujō-Hachiman
Der Nakasendō im Kiso-Tal
Magome
Tsumago
Kiso
Narai
Hida-Region
Takayama
Hida-Furukawa
Okuhida-Onsen-gō
Shirakawa-gō & Gokayama
Kanazawa & die Hokuriku-Küste
Kanazawa
Noto-Halbinsel
Kaga-Onsen
Fukui
Toyama
Die Nordalpen Japans
Matsumoto
Azumino
Shirahone-Onsen
Kamikōchi
Hakuba
Nagano & Umgebung
Nagano
Togakushi
Obuse
Nozawa-Onsen
Shiga Kōgen
Bessho-Onsen
Karuizawa
Präfektur Gunma
Takasaki & Umgebung
Minakami-Onsen-kyo
Kusatsu-Onsen
KYOTO
Geschichte
Sehenswertes
Aktivitäten
Feste & Events
Schlafen
Essen
Ausgehen & Nachtleben
Unterhaltung
Shoppen
KANSAI
Osaka
Kōbe
Himeji
Nara & Umgebung
Nara
Die Tempel südwestlich von Nara
Yamato-Ebene
Yoshino
Kii-Halbinsel
Kōya-san
Entlang des Kumano Kodō
Shirahama
Ise-Shima
Präfektur Shiga
Ōtsu
Hikone
Nagahama
Nord-Kansai
Miyama-chō
Kinosaki-Onsen
Tango-Halbinsel
HIROSHIMA & WEST-HONSHŪ
Hiroshima & Umgebung
Hiroshima
Miyajima
Iwakuni
Onomichi
Shimanami-Kaidō-Inseln
Tomo-no-ura
Okayama & Umgebung
Okayama
Naoshima
Teshima
Shōdo-shima
Kurashiki
Kasaoka-Inseln
Matsue & die San-in-Küste
Matsue
Sakai Minato
Oki-Inseln
Daisen
Tottori
San-in-Küstennationalpark
Izumo
Iwami Ginzan
Yamaguchi & Umgebung
Yamaguchi
Tsuwano
Hagi
Shimonoseki
NORD-HONSHŪ (TŌHOKU)
Präfektur Miyagi
Sendai
Matsushima
Ishinomaki
Naruko-Onsen
Präfektur Iwate
Morioka
Hiraizumi
Tōno
Sanriku Kaigan
Minami-Sanriku & Kesennuma
Rikuzen-takata & Ōfunato
Kamaishi & Ōtsuchi
Präfektur Aomori
Aomori
Hirosaki
Towada-ko
Hakkōda-san
Halbinsel Shimokita
Präfektur Akita
Akita
Kakunodate
Tazawa-ko
Nyūtō-Onsen
Präfektur Yamagata
Yamagata
Yamadera
Zaō-Onsen
Ginzan-Onsen
Tsuruoka
Dewa Sanzan
Sakata
Präfektur Niigata
Niigata
Sado-ga-shima
Echigo-Yuzawa-Onsen
Naeba
Myōkō Kōgen
Präfektur Fukushima
Aizu-Wakamatsu
Bandai-Plateau
Kitakata
SAPPORO & HOKKAIDŌ
Sapporo
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Niseko
Otaru
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Tomakomai
Nord-Hokkaidō
Asahikawa
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Furano
Daisetsuzan-Nationalpark
Wakkanai
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Ost-Hokkaidō
Abashiri
Shari
Shiretoko-Nationalpark
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Kushiro
Kushiro-Shitsugen-Nationalpark
Tokachi
Hakodate
SHIKOKU
Tokushima & die Anan-Küste
Tokushima
Naruto
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Muroto-misaki
Iya-Tal & Umgebung
Iya-Tal
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Higashi Iya
Ōboke & Koboke
Tsurugi-san
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Kōchi
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Präfektur Ehime
Matsuyama
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Ōzu
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Uwajima
Takamatsu & die Präfektur Kagawa
Takamatsu
Yashima
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Zentsuji
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Kanonji
KYŪSHŪ
Fukuoka & Umgebung
Fukuoka
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Japan ist ein wahrhaft zeitloser Ort, wo sich alte Traditionen mit modernem Leben vermischen, so als wäre es die natürlichste Sache der Welt
Japan scheint unglaublich modern, doch auf einer Rundreise lässt sich in die traditionelle Kultur des Landes eintauchen. Man kann in einem ryokan (traditionellem Gästehaus) übernachten, auf Futons und Tatamimatten schlafen (oder noch einen Schritt weitergehen und die Nacht auf einem historischen Bauernhof verbringen), mit Mönchen singen und lernen, wie man matcha (Grünteepulver) zu Schaum schlägt. Vom Glamour eines Geisha-Tanzes in Kyoto bis zur schlichten Schönheit eines Zen-Steingartens – Japan bringt sogar abgehetzte Reisende zum Staunen.
Japan ist ein langer, schmaler vulkanischer Archipel. Mehr als zwei Drittel des Landes besteht aus Bergen mit sprudelnden Thermalquellen. In den wärmeren Monaten wandert man durch Zedernhaine und Wildblumenwiesen hoch zu aufragenden Gipfeln und antiken Schreinen (Letztere wurden von Wanderasketen errichtet). Die schneereichen Winter locken Skifahrer aus aller Welt. (Wer Wandern oder Skifahren noch nie mit einem Onsenbad verbunden hat, weiß nicht, was ihm entgeht.) In den südlichen Regionen locken tropische Strände zum Sonnenbaden, Schnorcheln, Tauchen und Surfen.
In Japan sind Restaurants oft nur auf ein über Generationen verfeinertes Gericht spezialisiert und zelebrieren jeden Schritt – von der Beschaffung frischer, regionaler Zutaten bis zur Zubereitung. Außerdem muss man nicht weit reisen, um die ungeheure Vielfalt der japanischen Küche zu entdecken. Riesige Unterschiede gibt’s etwa zwischen den herzhaften Eintöpfen der Berge und dem zarten Sushi, für das die Küste berühmt ist. Zudem genießt man hier äußerst saisonales Essen – man kann also regelmäßig wiederkommen und etwas vollkommen Neues probieren.
Die neonbeleuchteten Straßen japanischer Städte wirken wie im Science-Fiction-Kino, dabei sind viele schon Jahrzehnte alt. Seitdem haben Städte wie Tokio und Osaka architektonische Meisterwerke hinzugefügt und dabei die Stilvorgaben für Gebäude und Städte neu definiert. Es herrscht ein unablässiges Treiben in diesen Zentren mit ihrem pulsierenden Leben auf der Straße, konstant geöffneten Bars und Restaurants sowie kreativen Hotspots, die Trendsetter für Mode und Popkultur in aller Welt sind. Das Reisen ist immer angenehm und effizient – egal, ob in den U-Bahnen oder shinkansen (Hochgeschwindigkeitszügen) zwischen Städten.
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Osaka
Von Rebecca Milner, Autorin
Ich lebe seit 15 Jahren in Tokio und entdecke immer noch Neues – manchmal sogar täglich. Das ist der Vorteil daran, an einem Ort zu leben, der sich ständig ändert und neu erfindet: Es wird einfach nie langweilig. Über die Jahre hatte ich oft Gelegenheit, Japan der Familie und den Freunden, die zu Besuch waren, näherzubringen. Das Staunen und Strahlen auf ihren Gesichtern zu sehen, wenn sie zum ersten Mal den Goldenen Tempel von Kyoto erblicken oder die Freundlichkeit von völlig Fremden erfahren, versetzt mich immer wieder zu dem Moment zurück, als ich zum ersten Mal in dieses Land reiste und seinem Bann sofort erlegen war.
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1Kyoto, Japans 1000-jährige Kaiserstadt, zählt über 1000 Tempel. Zu den monumentalen Beispielen zählt der Kinkaku-ji, ein exquisiter Pavillon mit Blattgoldmantel, zu den dezenteren der Shōren-in mit seiner einfachen Schönheit und schmucklosem Holz, der zu einem matcha im Teehaus einlädt. Andere sind noch meditativer, insbesondere der Ryōan-ji mit eindrucksvollem Zen-Steingarten. Während die berühmten Tempel viele Besucher anziehen, ist die Mehrheit weniger frequentiert und lockt mit friedvollen Momenten in idyllischer Umgebung.
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Kinkaku-ji, Kyoto
2 Im hoch vulkanischen Japan sprudeln unzählige Onsen (heiße Quellen). Der Akt des Badens hat sich zu einer Art Volksreligion entwickelt und das Land ist mit Tempeln und Schreinen gespickt, die der wohl entspanntesten aller Glaubensrichtungen gewidmet sind. Noch nicht überzeugt? Dann einfach ausprobieren und allen Stress vergessen! Bäder gibt’s fast überall, besonders bekannt sind jedoch die in Kyūshū und Tōhoku (Nord-Honshū). Einen Besuch lohnen außerdem Kurokawa-Onsen und Nyūtō-Onsen, die versteckt in den Bergen liegen.
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3 Zu den Highlights einer Japanreise gehört die facettenreiche Landesküche. Sushi (roher Fisch auf Essigreis) ist die berühmteste Spezialität, in den Bergen locken jedoch herzhaftere, vom Land gespeiste Leckereien. Schlechtes Essen findet man in Japan kaum, dafür wird zu viel Sorgfalt auf Zutaten und Präsentation verwandt. Zudem gibt’s für jedes Budget ein Mahl der Superlative: Sogar eine einfache Schüssel Nudeln kann ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis sein.
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4 Im Frühling leuchten die Kirschbäume in Weiß und Rosa und locken Einheimische in die Parks und ans Flussufer, um bei Sake Kirschblütenpartys namens hanami zu feiern. Yozakura-Feste (zur nächtlichen Kirschblüte) mit Grillspezialitäten und Musik dauern bis tief in die Nacht. Die besten Standorte werden heiß diskutiert, zu den Favoriten zählen jedoch Kyotos Maruyama-kōen mit seinem dramatischen, ausladenden Kirschbaum und Tokios Yoyogi-kōen, dessen Grasflächen Schauplatz einer einwöchigen Party werden.
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5Ryokan heißt eigentlich „Gästehaus“, doch im modernen Hotelzeitalter meint es eine Unterkunft, deren Ästhetik und Service von japanischer Tradition geprägt sind. Die meisten ryokan haben Tatamiböden aus Reisstrohmatten und Futons (wattierte Matratzen) anstelle von Betten. Normalerweise sind sie in niedrigen Gebäuden mit verschlungenen Gängen aus poliertem Holz untergebracht. In besseren Häusern trägt das Personal Kimonos und geht auf jeden Gästewunsch ein. Zudem gibt’s dort exquisite Küche aus hiesigen, saisonalen Zutaten – eine unvergessliche Erfahrung.
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6 Das zukunftsorientierte Tokio testet stets die architektonischen Grenzen des dicht besiedelten, erdbebengefährdeten Stadtgebiets aus – mit immer höheren moderneren Gebäuden. Ausgefallene Designer-Boutiquen preisgekrönter japanischer Architekten säumen Omote-sandō, riesige Malls definieren die urbane Landschaft neu und der weltweit höchste freistehende Turm, der Tokyo Sky Tree, beruht auf alten Bautechniken. Schon lange inspiriert Tokio die Designer, und oft springt der Funke auch auf den Laien über.
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Omote-sandō
7 Eine Fahrt mit der Seilbahn zur heiligen buddhistischen Klosteranlage Kōya-san ist wie eine Reise in eine andere Welt mit über hundert Tempeln. Die Hauptattraktion ist der Oku-no-in, dessen Wege durch mächtige Sicheltannen und baufällige, von Moos und Flechten bedeckte Stein-Stupas führen. In anderen Tempeln kann man außerdem übernachten, traditionelle vegetarische buddhistische Küche genießen und frühmorgens mit den ansässigen Mönchen meditieren.
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8 Die Postorte Tsumago und Magome liegen am alten Nakasendō, einem von fünf Fernwegen zwischen Tokio und Kyoto, die in der Feudalzeit von Fürsten und Boten benutzt wurden. Der alte mit großen Steinen gepflasterte Pfad ist bis heute erhalten. Wer möchte, kann eine 7,8 km lange Wanderung zwischen den beiden Städten durch verschlafene alpine Dörfer, Zedernwälder, Wasserräder und Reisfelder unternehmen. Die zwei Orte selbst punkten mit engen Gassen und niedrigen dunklen Holzhäusern, die Pensionen, Nudelrestaurants und Kunsthandwerkerläden beherbergen.
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Tsumago
9 Die 15 m hohe Buddhastatue von Nara aus vergoldeter Bronze wurde im 8. Jh. in der Entstehungszeit des japanischen Reiches gegossen und gehört zu den größten ihrer Art der Welt. Sie steht im Tempel Tōdai-ji, einem der weltweit größten Holzbauten. Der Große Buddha lässt sich nur mit Superlativen beschreiben und ist ein eindrucksvoller Anblick. Er ist aber nur eine von vielen Attraktionen auf der weitläufigen Grasfläche des Nara-kōen (Nara-Park). Auch die Relikte im nahe gelegenen Nara-Nationalmuseum gehören dazu.
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10Hiroshima ist heute eine progressive Stadt mit hübschen, schattigen Boulevards. Erst ein Abstecher zum Friedensmuseum macht das Ausmaß der menschlichen Tragödie klar, die der Abwurf der Atombombe auslöste. Ein Besuch ist eine bewegende Geschichtsstunde und der umliegende Park, der zu großen Teilen von dem Modernisten Tange Kenzō entworfen wurde, lädt zu nachdenklichen Momenten ein. Die Zielstrebigkeit und die Küche der Stadt sorgen dafür, dass man sie in guter Erinnerung behält.
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11 Reinigendes Salz fliegt durch die Luft. Zwei Giganten springen auf, prallen aufeinander und versuchen, den anderen hochzustemmen. Wem gelingt es, den anderen aus dem heiligen Ring zu befördern und in der Rangfolge aufzusteigen? Von den alten Ritualen bis zu schnellen Runden: Sumo ist ein faszinierendes Spektakel. Wettbewerbe finden mehrmals im Jahr statt (in Tokio, Nagoya, Osaka und Fukuoka). Außerhalb der Saison kann man sich in einem der Zentren, wo die Ringer leben und sich vorbereiten, ein frühmorgendliches Training ansehen.
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12 Bereits von Weitem beeindruckt der Fuji, doch aus der Nähe betrachtet verschlägt einem die perfekte Symmetrie von Japans höchstem Berg glatt den Atem. Keine Attraktion des Landes wird so sehr verehrt wie der Fuji-san – und keine seit so langer Zeit. Jedes Jahr besteigen Hunderttausende den heiligen Vulkan und setzen damit eine jahrhundertealte Pilgertradition fort. Wer sich mit einem Blick von weniger einschüchternden Gipfeln in der Nähe begnügt, kann auf den Spuren der berühmtesten Maler und Dichter des Landes wandeln.
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13Naoshima zählt zu Japans großen Erfolgsgeschichten: Eine ländliche Insel, der einst eine Zukunft als Geisterstadt drohte, ist heute ein weltweit bedeutendes Zentrum zeitgenössischer Kunst. Viele von Japans renommiertesten Architekten leisteten ihren Beitrag, um die natürliche Schönheit der Insel zu unterstreichen und bestehende Siedlungen zu ergänzen. Die dabei entstandene Mischung aus Avantgarde und Tradition ist faszinierend und inspirierte Einheimische zur Eröffnung von Cafés und Gästehäusern.
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Pumpkin von Yayoi Kusuma
14 Im Winter bedeckt tiefer pudriger Schnee Japans Berge. In den letzten Jahrzehnten hat sich Niseko zu einem der Top-Wintersportorte Asiens gemausert, mit internationalen Besuchern und einer florierenden, kosmopolitischen Après-Ski-Szene. Wer sich mit unberührten Hängen und einem abendlichen Thermalbad zufrieden gibt, findet zahlreiche kleinere Resorts mit weniger Besuchern, die an die Zeiten erinnern, als Japans Schneesicherheit noch ein Geheimnis war. Abenteuerlustige finden abseits der Pisten Adrenalinkicks.
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Gala Yuzawa
15 Jahrhundertelang durchquerten Asketen auf der Suche nach Erleuchtung Japans abgeschiedene Berge, die wie das Ende der Welt wirkten. Bis heute folgen Pilger ihren Spuren. Tief im südlichen Kansai verbindet das Wegenetz Kumano Kodō drei Shintō-Schreine. Die 88-Tempel-Route auf Shikoku ist der berühmteste buddhistische Pilgerweg Japans, und Dewa Sanzan in Nord-Honshū führt zu drei heiligen Gipfeln. Dank moderner Transportmittel lassen sich die Wege heute an einem Tag erkunden.
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Kumano Kodō
16Kanazawa, eine alte feudale Hauptstadt an der Küste des Japanischen Meeres, blieb von Besuchern lange unbemerkt, vielleicht wegen der umständlichen Anbindung (dies hat sich mit der Inbetriebnahme des Hokuriku-shinkansen zwischen Tokio und Kanazawa 2015 geändert). Insider schätzen die Stadt schon lange für ihre Küche, die auf frischem Fisch von der nahe gelegenen Küste beruht, und der bedeutenden Handwerkstradition, die Lackwaren, das Färben von Kimonos und Goldblattverzierungen umfasst.
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Kenroku-en
17 Japans Burgen beschwören ihre feudale Vergangenheit mit Samurai, Ninja und Shogunen herauf. Die geschwungenen Dächer der Burgfriede, die oft mehrere Stockwerke umfassen, zeugen von traditionellen Elementen. Die Burgen bestehen aus Holz, ihre Fundamente hingegen teils aus riesigen Steinen. Es gibt nur noch wenige Originalbauten. Am eindrucksvollsten sind die umfassend restaurierte, wiedereröffnete „Weißer-Reiher-Burg“ Himeji-jō und ihr natürliches Gegenstück Matsumoto-jō, die furchterregende schwarze „Krähenburg“.
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Matsumoto-jō
18Hokkaidō, Japans letzte Wildnis, ist eine größtenteils ursprüngliche, vulkanische Landschaft aus massiven Bergen, gespickt mit kristallblauen Calderaseen und schimmernden schwefelreichen Thermalquellen. Flora und Fauna hat mehr mit dem russischen Sachalin gemein als das restliche Land. Der weite Horizont, die offenen Flächen und die dramatische Topografie laden zu Wanderungen, Radtouren und Roadtrips ein. Dank der neuen Expresszugverbindung mit Tokio ist Japans nördlichste Insel besser zugänglich als jemals zuvor.
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Jigoku-dani
19 Die Inselgruppe Nansei-shotō (Südwestliche Inseln) erstreckt sich über rund 1000 km südwestlich von Kyūshū Richtung Taiwan. Das tropische Klima ist fast ganzjährig mild. Einige Inseln, darunter Ishigaki und die Kerama-Inseln, sind für palmenbestandene weiße Sandstrände und türkisfarbenes Wasser bekannt. Andere wie Yakushima und das abgeschiedene Iriomote-jima bedecken Primärwälder, die zu den letzten Japans gehören.
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Kabira-wan, Ishigaki-jima
20 Nach Sonnenuntergang passiert etwas Magisches im Land der aufgehenden Sonne: Die grauen Straßen der Städte verwandeln sich in leuchtende Canyons. Am dramatischsten ist das Lichtspektakel auf dem Dōtombori-Kanal in Osaka und in Tokios Kabukichō-Viertel, wobei jede größere Stadt einen farbenfrohen Unterhaltungsbezirk aufweist. Wer bei Nacht einen Wolkenkratzer, ein Observatorium oder eine Hotelbar erklimmt, wird mit einem traumhaften Blick auf Japans Metropolen belohnt, deren Lichter glitzernden Sternen ähneln.
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Kabukichō
21 Geishas stehen sinnbildlich für traditionelle japanische Kultur und verkörpern die Ästhetik einer vergangenen Zeit. Ihr Erbe ist in Kyoto am stärksten. Ein paar Mal im Jahr, meist im Frühling, führen Geishas öffentliche Tänze vor (ein seltener Genuss!). Das ganze Jahr über kann man außerdem durch Kyotos historische Geisha-Viertel wie Gion spazieren. Sie werden von exklusiven Teehäusern gesäumt; in den wunderschönen laternenbeleuchteten Holzhäusern mit Bambusblenden in den Fenstern unterhalten Geishas bis heute ein exklusives Publikum.
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22 Das von mächtigen Gipfeln umgebene Hochlandtal wartet mit einer der eindrucksvollsten Landschaften Japans auf. Gemütliche Tageswanderungen führen entlang dem unberührten Azusa-gawa durch Wälder voller Weiden, Lärchen und Ulmen. Über Kamikōchi, die Wiege des japanischen Alpinismus, gelangen ambitionierte Wanderer auf einige der höchsten Berge des Landes wie den Yariga-take (3180 m). Privatfahrzeuge sind in Kamikōchi nicht zugelassen, deswegen ist der Besucheransturm begrenzt.
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23 Mitten im Meer vor Miyajima liegt eins der faszinierendsten Fotomotive in ganz Japan: Das torii, das zinnoberrote Tor am Eingang eines Shintō-Schreins. Ganz besonders gilt das bei Flut, wenn das Wasser gegen den zum Weltkulturerbe erklärten, direkt am Ufer errichteten Schrein Itsukushima-jinja schlägt. Die meisten Besucher unternehmen einen Tagesausflug aus Hiroshima hierher. Wer in einem ryokan übernachtet, hat die Insel bis zur Ankunft der ersten Fähre fast komplett für sich.
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24Matsuri (traditionelle Feste) sind wie Reisen in die Vergangenheit. Männer und Frauen tragen bunte Baumwoll-Kimonos, Erstere teils auch nur kurze Jacken und fundoshi (Lendenschurze der Sumo-Ringer). Es gibt Straßenumzüge mit tragbaren Schreinen oder Wagen, Tänze, Freudenfeuer oder Trommelmusik. Die Feierlichkeiten gehen auf Shintō- und buddhistische Traditionen zurück, festigen jedoch auch das jahrhundertealte Gemeinschaftsgefüge. Sie finden das ganze Jahr über statt, die meisten jedoch im August.
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25 Tokio ist eins der weltgrößten Einkaufsparadiese – dank prachtvoller alter Kaufhäuser, Avantgarde-Boutiquen, Vintage-Läden und Stilexperten, die globale Trends setzen. Harajuku ist das Herzstück von Tokios exzentrischer Modeszene, wobei man hier statt shoppen auch gut Leute beobachten kann. Ginza, das klassische Einkaufsviertel der Stadt, wurde kürzlich modernisiert. Tokios Einwohner sind unabhängig vom Einkommen leidenschaftliche Shopper. Wer möchte, leistet ihnen bei der Jagd nach dem neuesten Trend oder der perfekten Teetasse Gesellschaft.
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Yen (¥)
Japanisch
Deutsche, Österreicher und Schweizer bekommen bei der Einreise ein Visum für 90 Tage.
Geldautomaten gibt es in Postfilialen und einigen Lebensmittelgeschäften. Die meisten Hotels und Kaufhäuser, aber nur einige Restaurants und ryokan akzeptieren Kreditkarten.
Prepaid SIM-Karten mit Datentarif (nur in Handys ohne SIM-Lock zu verwenden) gibt’s online, an Flughafenkiosks und in Elektronikfachgeschäften. Für Telefongespräche kann man Prepaid-Handys mieten.
Japan ist der Mitteleuropäischen Zeit acht Stunden voraus.
Im April und Mai ist das Wetter meist toll; der August ist heiß, schwül und Festivalzeit.
Unterkünfte sind während der Kirschblüte (Ende März–Anfang April), der Goldenen Woche (Anfang Mai) und O-Bon (Mitte August) rar und teuer.
Im Juni und Juli ist Regenzeit (außer in Hokkaidō); Taifune gibt’s im September.
Das Herbstlaub (November) lockt die Massen in die Resorts und treibt die Preise in die Höhe.
Kalte Tage und verschneite Berggipfel machen diese Zeit zur Haupt-Skisaison, anderswo ist es aber leer und günstig.
Viele Geschäfte schließen um den Jahreswechsel (Ende Dez. & Anfang Jan.)
Lonely Planet
(
www.lonelyplanet.com/japan
) Reiseinfos, Tipps und Foren.
Japan National Tourism Organization
(
www.jnto.go.jp
) Japans offizielle Website für Touristen mit Planungstipps und Veranstaltungskalender.
HyperDia
(
www.hyperdia.com
) Umfangreiche Zugfahrpläne und Tarife.
Japan Meteorological Agency Tropical Cyclone Page
(
www.jma.go.jp/en/typh
) Wetterberichte und -vorhersagen, darunter auch Infos zu Taifunen.
Bento
(
http://bento.com
) Englischsprachiger Restaurantführer für Japans wichtigste Städte.
Tokyo Cheapo
(
https://tokyocheapo.com
) Spartipps für die Reise nach Tokio und durch Japan.
Bei Anrufen aus dem Ausland wird die „0“ der Ortsvorwahl weggelassen.
Krankenwagen & Feuerwehr
119
Polizei
110
Landesvorwahl
81
Internationaler Zugangscode
010
Internationale Vermittlungsstelle
0051
Eurozone
1 €
121 ¥
Schweiz
1 SFr
112 ¥
Aktuelle Wechselkurse siehe unter www.xe.com
Bett im Schlafsaal: 3000 ¥
Schale mit Nudeln: 750 ¥
Beer zur Happy hour: 500 ¥
U-Bahn-Tageskarte: 600 ¥
Eintritt für einen Tempel oder ein Museum: 500 ¥
Doppelzimmer im Businesshotel: 10 000 ¥
Abendessen für zwei im izakaya (Pub im japanischen Stil): 6000 ¥
Halbtägiger Fahrradausflug oder Kochkurs: 5000 ¥
Eintritt für Tempel und Museen: 1500 ¥
Doppelzimmer in einem guten Hotel: ab 25 000 ¥
Abendessen für zwei im Sushi-Restaurant: ab 15 000 ¥
Taxifahrt zwischen Sehenswürdigkeiten: 2500 ¥
Einige Attraktionen unter freiem Himmel (z. B. Gärten) schließen im Winter früher. Typische Öffnungszeiten:
Banken
Mo–Fr 9–15 Uhr (manche bis 17 Uhr)
Bars
von ca. 18 Uhr bis open end
Kaufhäuser
10–20 Uhr
Museen
9–17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr; Montag oft geschlossen (wenn Montag ein Feiertag ist, schließen Museen am Dienstag)
Postfilialen
Mo–Fr 9–17 Uhr; größere Filialen haben länger und auch samstags geöffnet
Restaurants
Mittags 11.30–14 Uhr; abends 18–22 Uhr; letzte Bestellung 30 Min. vor Feierabend
Narita Airport
Schnellzüge und Busse ins Zentrum Tokios (ca. 3000 ¥; 1–2 Std.) fahren von 6 bis 22.30 Uhr oft. Taxis in die Stadt kosten ab 20 000 ¥.
Haneda Airport
Züge oder Busse ins Zentrum Tokios (400 ¥– 1200 ¥, 30–45 Min.; abhängig vom Ziel in der Stadt) fahren regelmäßig zwischen 5.30 und 24 Uhr. Es gibt nur wenige Nachtbusse. Taxis kosten zwischen 5000 und 8000 ¥).
Kansai International Airport
Schnellzüge fahren regelmäßig von Kyoto (ab 2850 ¥, 75 Min.) und Osaka (1430 ¥, 35 Min.). Busse kosten 1050–1550 ¥ ins Zentrum von Osaka (50 Min.) und 2550 ¥ nach Kyoto (90 Min.). Züge und Busse fahren bis kurz vor Mitternacht. Ein Sammeltaxi nach Kyoto kostet 3600 ¥, ein reguläres nach Osaka ab 14 500 ¥
Auto
Leihwagen gibt’s fast überall, die Straßen sind super, Fahren ist sicher und ein Auto macht unabhängig. Besonders in Hokkaidō, Kyūshū und Okinawa zu empfehlen. Linksverkehr.
Bus
Die günstigste Wahl für weite Strecken und für einige Berge und ländliche Gebiete die einzige Option.
Fähre
Gut für Fahrten zu fernen Inseln und entspanntes Reisen.
Flugzeug
Ein großes nationales Flugnetz und immer mehr Billigairlines machen Flüge zu einer guten Option für weite Strecken und Traveller mit wenig Zeit.
Zug
Schnell, praktisch und zuverlässig; bringt einen fast überall hin und ist mit einem Rail Pass auch recht günstig.
Mehr zum Thema Unterwegs vor Ort
Einen Japan Rail Pass kaufen.
Wer in Japan ein Auto mieten will, benötigt einen internationalen Führerschein.
Tickets für Sumo oder Vorstellungen im Nationaltheater (gute Plätze sichern) und für das Ghibli-Museum in Tokio kaufen, wenn der Besuch geplant ist.
Online nach Events in der Stadt suchen, die interessant sein könnten (oder die Suche nach einer Unterkunft erschweren könnten).
Slipper, da man die Schuhe oft ausziehen muss.
Alle Medikamente, die man möglicherweise benötigt, da sie in Japan schwer zu finden sein könnten.
So wenig wie möglich! Hotelzimmer sind klein und Züge oft überfüllt. Das meiste, was man benötigt, kann man vor Ort kaufen.
Für weite Entfernungen sollte man einen Japan Rail Pass zur unbegrenzten Nutzung des umfangreichen, schnellen und effizienten japanischen Bahnnetzes kaufen. Es gibt auch günstigere regionale Pässe.
In einem ryokan (traditionelles japanisches Gästehaus) übernachten und mindestens einen Onsen (natürliche heiße Quelle) besuchen.
Die meisten Restaurants bieten Mittagsmahlzeiten, die halb so viel kosten wie ein Abendessen, oft aber fast genauso groß sind.
Pocket-WiFi mieten. In Japan gibt’s kostenlose WLAN-Netze, doch sie sind oft langsamn. Mit WLAN kann man Navigations-Apps nutzen.
Japanische Redewendungen lernen – Einheimische schätzen das.
Mehrere Schichten sind ideal, denn das Wetter kann sich täglich ändern (zudem hilft es, wenn man im heißen Sommer in ein klimatisiertes Café kommt). Da man nicht selten die Schuhe auszieht und auf dem Fußboden sitzt, sind auch in der Sandalensaison Socken zu empfehlen (und Miniröcke eher nicht).
In den Städten ist legere Kleidung kein Problem, doch wer in Sportklamotten rumläuft, könnte sich schnell fehl am Platz fühlen. Einige Spitzenklasserestaurants und Bars haben eine Kleiderordnung, die aber meist nur ärmellose T-Shirts und Sandalen bei Männern ausschließt.
Es ist sehr ratsam, im Voraus zu buchen, besonders in bedeutenden Touristenorten.
Hotels In allen großen Städten gibt’s Mittelklasse- und Luxusunterkünfte, japanische und internationale Hotelketten sowie ein paar echte Boutique-Unterkünfte.
Businesshotels Kompakt, konzentrieren sich oft um Bahnhöfe.
Ryokan Traditionelles japanisches Gästehaus, meistens auf dem Land und in Ferienorten.
Hostels & Pensionen Preiswert und in Touristengegenden zahlreich vorhanden; oft sprechen die Mitarbeiter Englisch. Die meisten haben Schlafsäle und Doppelzimmer.
Viele Einrichtungen in Japan, besonders außerhalb der Großstädte, akzeptieren keine Kreditkarten. Ryokan und kleinere Restaurants und Geschäfte akzeptieren meist nur Bargeld – deshalb an den Geldautomaten in Städten gut eindecken.
Feilschen ist in Japan nicht üblich, außer auf Flohmärkten.
Trinkgeld ist in Japan nicht üblich. (Wer in einem Restaurant Geld auf dem Tisch lässt, wird oft von der Bedienung bis auf die Straße verfolgt, um es zurückzugeben.) Restaurants und Hotels der Spitzenklasse setzen meistens eine Servicegebühr von 10 % auf die Rechnung.
Englischkenntnisse sind in Japan meist gering, aber auch unberechenbar – in den unwahrscheinlichsten Situationen sprechen Japaner fließend Englisch. Große Städte sind gut auf Englisch ausgeschildert und man findet sich leicht zurecht. Englisch wird in Schulen unterrichtet, auf langsam gesprochene, einfache Fragen bekommt man daher meist eine Antwort. Mit dem jüngsten Aufwärtstrend im Tourismus stellen mehr Einrichtungen Angestellte und Kellner mit Englischkenntnissen ein. Die meisten Japaner kommen mit geschriebenem Englisch besser klar als mit gesprochenem, daher sind E-Mails oft die beste Möglichkeit der Kommunikation.
Japan ist berühmt für seine Etikette – sie ist aber nicht so streng, wie man denkt (und ausländische Besucher werden meistens mit Nachsicht behandelt).
Begrüßungen Japaner begrüßen einander in der Regel mit einer leichten Verbeugung, Ausländer aber eventuell mit einem Händeschütteln. Umarmungen und Küsse auf die Wange verschrecken sie.
Schlange stehen Die Japaner sind berühmt für ihre Schlangen – sie stellen sich an U-Bahn-Türen, Ramen-Läden etc. ordentlich an.
Essen & Trinken Auf der Straße und in der U-Bahn wird das Essen und Trinken allgemein missbilligt, Getränke in wiederverschließbaren Behältern sind eine Ausnahme.
Schuhe ausziehen In vielen Unterkünften und Restaurants (und sogar in einigen Museen) muss man die Schuhe an der Tür ausziehen. Einfach kurz umschauen, ob ein Schild oder Schuhe im Foyer darauf hinweisen, dass diese Regel gilt. Auf Tatamimatten immer die Schuhe ausziehen.
Religiöse Stätten Für Schreine und Tempel gibt’s keine Bekleidungsvorschriften. Es ist aber höflich, leise zu sprechen.
Japan rüstet seine touristische Infrastruktur für 2020 auf. Autovermietungen bieten englischsprachige Navis, und Kyoto baut neue touristenfreundliche Einrichtungen. Die Veränderungen sind zwar nicht flächendeckend, aber es gibt immer mehr englischsprachige Servicedienstleistungen.
Der 2016 eröffnete Hokkaidō-shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) fährt von Tokio nach Hakodate, der südlichsten Stadt auf Hokkaidō. Schon seit 2015 verbindet der Hokuriku-shinkansen Tokio mit Nagano und Kanazawa. Außerdem gibt’s neue Zugpässe.
2015 wurde auf dem Flughafen Narita ein drittes Terminal für die vielen neuen Budgetfluglinien eröffnet. Fliegen ist jetzt eine sehr preisgünstige Reisemöglichkeit.
Es wurden mehrere neue Touristenzüge – einige mit Sakebars und Fußbädern – in Betrieb genommen, die auf malerischen Routen durch die Berge oder an der Küste entlangfahren.
Immer mehr Sehenswürdigkeiten, Städte und Präfekturen bieten kostenloses WLAN. Der Zugang ist nicht flächendeckend, aber viel besser als früher. Auch in den meisten Unterkünften gibt’s kabelloses Internet.
Seit die Küstenregion in Nord-Honshū 2011 durch den Tsunami stark zerstört wurde, arbeitet sie eifrig am Wiederaufbau und ist sehr kreativ dabei, sich neu zu erfinden. Aus den Bemühungen ist eine dynamische neue Gourmetszene hervorgegangen.
Japanische Gepäck-Kurierdienste ermöglichen Reisenden, Koffer zum Flughafen oder zum nächsten Hotel zu verschicken.
Seit 2016 widmet sich ein stilvolles neues Museum in Tokio dem ukiyo-e-(Holzdruck-) Künstler Hokusai; in Kyoto wurde ein Eisenbahnmuseum eröffnet.
Das Schicksal von Tokios berühmtem Fischmarkt ist weiter ungewiss, doch der quirlige Freiluftmarkt bleibt geöffnet.
Vor der Bucht von Tokio bietet die Tennōzu-Insel mehrere neue Kunstattraktionen, z. B. das exzellente Archi-Depot, ein Museum für architektonische Modellbauten.
Neue Installationen bereichern die moderne Kunstausstellung auf den Inseln des Seto-Inlandsees, vor allem auf Teshima (2016).
Der neue Shōryūdō-Highway-Buspass ermöglicht unbegrenzte Busfahrten zu bedeutenden Reisezielen in den Japanischen Alpen (die mit dem Zug nur schwer zu erkunden sind).
Noch mehr Tipps und Empfehlungen gibt‘s auf lonelyplanet.com/japan
Kinkaku-ji
Kyotos legendärer goldener Tempel.
Tōdai-ji
Antike hölzerne Behausung der berühmten Daibutsu-(Großen-Buddha-)Statue von Nara.
Sensō-ji
Tokios bekanntester buddhistischer Tempel und Pilgerstätte seit über einem Jahrtausend.
Tōshō-gū
Kunstvolles Mausoleum für Tokugawa Ieyasu, Japans legendären Shōgun.
Oku-no-in
Himmlische Auswahl an Tempeln und moosbedecken Stupas im Wald.
Ise-jingū
Japans spirituelles Zentrum, der Sonnengöttin gewidmet.
Zenkō-ji
Prachtvoller historischer Tempel in Nagano mit faszinierenden Geheimgängen und Geschichten.
Fushimi Inari-Taisha
Allee aus
torii
(Toren) hoch zum Hügel von Kyoto – ideales Fotomotiv.
Kenroku-en
Der Spaziergarten von Kanazawa gilt als Meisterwerk der Form.
Ryōan-ji
Kyotos berühmter Zen-Steingarten.
Ritsurin-kōen
Angelegter Garten aus dem 17. Jh. in Takamatsu, einst die Spielwiese von Fürsten.
Katsura Rikyū
Ehemalige kaiserliche Villa mit aussichtsreichen Gärten.
Byōdō-in
Veranschaulichung eines „Reines-Land-Gartens“ aus der Heian-Zeit.
Saihō-ji
Kyotos „Koke-dera“ (Moostempel) inmitten einer bezaubernden moosbewachsenen Umgebung.
Kunstmuseum Adachi
Der schöne Garten bei diesem Museum in Matsue ergänzt die Gemälde im Inneren.
Kōraku-en
Weitläufiger Spaziergarten mit Teichen und Teehäusern in Okayama.
Nationalmuseum Tokio
Die weltweit größte Sammlung japanischer Kunst.
Nationalmuseum Kyoto
Kyotos Top-Museum mit klassischen Kunstwerken, historischen Artefakten und Tempelschätzen.
Gasshō-zukuri Folk Village
Freilichtmuseum mit traditioneller ländlicher Architektur.
Staatliches Museum für Völkerkunde
Interaktive Vitrinen zu vergangenen und gegenwärtigen Kulturen aus aller Welt.
Edo-Tokyo-Museum
Die Geschichte, wie sich ein Fischerdorf in eine moderne Metropole verwandelte.
Friedensmuseum Hiroshima
Ergreifende und herzzerbrechende Darstellung zur Atombombe und ihren Folgen.
Japanisches Museum für volkstümliches Kunsthandwerk
Tolle Ausstellungen über die Schönheit von Alltagsgegenständen.
Museum der Präfektur und Kunstmuseum Okinawa
Tiefer Einblick in die Geschichte, die Lebensart und das Ökosystem von Okinawa.
Himeji-jō
Die Grande Dame unter den japanischen Burgen – kürzlich renoviert.
Matsumoto-jō
Japans älteste erhaltene Burg aus Holz in den Bergen von Nagano.
Matsue-jō
Aussicht vom originalen Holzwehrturm und Bootsfahrt um den Burggraben.
Matsuyama-jō
Eine der ursprünglichen Burgen Japans erhebt sich über Matsuyama auf der Insel Shikoku.
Hikone-jō
Dieses Schmuckstück aus dem 17. Jh. bietet einen intakten Burgturm.
Inuyama-jō
Japans älteste erhaltene Burg wurde ab 1440 als Fort genutzt.
Nijō-jō
Kyotos Burg ist für ihre knarrenden „Nachtigallenböden“ bekannt.
Shuri-jō
Das Machtzentrum des einstigen Königreichs Ryūkyū, nachgebaut anhand historischer Aufzeichnungen.
Osaka-jō
Nachbau der prachtvollen Burg Osakas.
Naoshima
Insel mit Museen für zeitgenössische Kunst, einige darunter entworfen vom japanischen Architekten Andō Tadao.
Omote-sandō
Einkaufsboulevard mit Bauwerken im zeitgenössischen japanischen Design.
D.-T.-Suzuki-Museum
Denkmal für den Zen-Lehrer D. T. Suzuki von Taniguchi Yoshio.
Tokyo Metropolitan Government Building
Das vom überragenden modernen Architekten Tange Kenzō errichtete Rathaus von Tokio wurde von den Kathedralen Europas inspiriert.
Miho-Museum
Von I.M. Pei entworfenes Museum antiker Artefakte.
Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jhs.
Eleganter Raum des Duos SANAA.
Umeda Sky Building
40-stöckiger Triumphbogen von Hara Hiroshi in Osaka.
Archi-Depot
Tokios Fundgrube für Architekturmodelle von Berühmtheiten.
HIROSHI H/SHUTTERSTOCKS ©
Umeda Sky Building
Harajuku
Modeviertel in Zentral-Tokio. Markengeschäfte auf den Hauptstraßen, Avantgarde-Boutiquen in den Nebenstraßen.
Innenstadt von Kyoto
Kaufhäuser, berühmte Einzelhändler mit traditionellem Kunsthandwerk, Teegeschäfte und mehr.
Kanazawa
Eine Stadt mit einer gut erhaltenen Kunsthandwerkskultur –besonders für Lackwaren und Goldblatt bekannt.
Minami
Osakas pfiffiges Einkaufsviertel bietet jede Menge Geschäfte auf der Hauptstraße und Secondhandläden.
Morioka
Der Ort schlechthin in Japan, um Teekessel und andere Waren aus Gusseisen zu erwerben.
Tsuboya-Töpferstraße
Traditionelle Töpferwaren aus Okinawa in Naha.
Tsukiji-Markt
Shoppen wie die Profis, vor allem Küchenutensilien und Zutaten.
Nishiki-Markt
Kyotos zentraler Lebensmittelmarkt mit haufenweise eingepackten Souvenirs wie Reiscracker und Sake.
Daichi Makishi Kōsetsu Ichiba
Der zentrale Markt von Naha lockt mit Inselspezialitäten.
Hirome Ichiba
Pulsierender Markt in Kōchi (Shikoku) mit Dutzenden Restaurants und Essensständen.
Dōguya-suji-Arkade
Überdachte Arkade mit unzähligen Küchenutensilien in Osaka.
Ameya-yokochō
Tokios letzter Markt im Freien entstand in den turbulenten Tagen nach dem Zweiten Weltkrieg.
BEIBAOKE/SHUTTERSTOCKS ©
Ameya-yokocho
Nishibama-Strand
Der Abschnitt von Aka-jima ist wohl der beste Sandstrand auf den Kerama-Inseln von Okinawa.
Sunayama-Strand
Ein Bilderbuchstrand mit einem Felsbogen auf Miyako-jima.
Habushi-ura
Der Abschnitt auf Nii-jima ist eine Anlaufstelle für Surfer aus Tokio.
Kominato Kaigan
Tropische Idylle auf Chichi-jima, 1000 km vom Festland entfernt.
Shirara-hama
Kansais beliebtester Strand, weißer Sand und regionale Strandkultur.
Ikumi-Strand
Das Zentrum der wachsenden Surfergemeinde von Shikoku.
Kurobe Kyōkoku Tetsudō K.K.
Fahrt über die Hängebrücken der Kurobe-Schlucht.
Rizōto Shirakami
Zug auf der Gonō-Linie dicht an der zerklüfteten Nordküste zwischen Akita und Aomori.
Sanraizu Seto
Japans letzter Zug mit Schlafwagen der alten Schule verkehrt von Tokio nach Takamatsu und Izumo.
Senmō-honsen
Winziger Zug entlang der Nordküste von Hokkaidō, vorbei an historischen Bahnhöfen aus Holz.
Enoden
Straßenbahn, die durch Küstenorte zwischen Kamakura und Enoshima gondelt.
Miyajima
Bei Hochwasser den schwimmenden
torii
(Tor) sehen.
Matsushima
Über die Bucht zu Hunderten kleinen windgepeitschten Inseln mit knorrigen Kiefern blicken.
Kamikōchi
Die schneebedeckten Gipfel der Japanischen Alpen von diesem idyllischen Flusstal aus bewundern.
Kussharo-ko
Den Calderasee in Hokkaidō sieht man am besten aus den Bergen.
Sakurajima
Kagoshimas Vulkan erkunden, der sich über die Stadt erhebt.
Iya-Tal
Nach Oku-Iya („tiefes Iya“) fahren, um die Rankenbrücken über der Schlucht zu entdecken.
Hakone
An klaren Tagen sieht man das Spiegelbild des Fuji auf dem Ashi-ko.
Oki-Inseln
Zerklüftete Küstenklippen auf abgelegenen Inseln.
Akihabara
Tokios angesagte Location für Fans von Anime, Manga und Videospielen.
Ghibli-Museum
Das Museum wurde vom führenden japanischen Animator Miyazaki Hayao entworfen.
Harajuku
Wo Tokios Modetrends erwachen.
Internationales Mangamuseum Kyoto
Manga-Galerien, Sonderausstellungen und Workshops.
Mizuki-Shigeru-Museum
Pilgerort in Honshū für Fans der Figuren von Mizuki.
Amerika-Mura
Farbenfrohes enges Straßengewirr in Osaka mit Streetwear- und Secondhandläden.
Maricar
Cosplay-
(Kostümspiel-)GoKartfahren durch Tokios Straßen.
Nach dem Neujahrsfest erwacht Japan aus der Feiertagslethargie. In den Bergen und im Norden herrscht tiefer Winter und die Skisaison beginnt (in Schneeregionen vorsichtig fahren).
Familien kommen zusammen, um zu essen und auf Gesundheit und Glück anzustoßen. Offiziell gehen die Feiertage vom 1. bis zum 3. Januar, aber viele Geschäfte und Attraktionen schließen die ganze erste Woche und es herrscht reger Reiseverkehr. Der Hatsu-mōde ist der erste rituelle Schreinbesuch des neuen Jahres.
Am zweiten Montag im Januar ist Seijin-no-hi (Volljährigkeitstag), hier feiern alle, die im vergangenen Jahr 20 (das Alter der Volljährigkeit) geworden sind, kollektiv Geburtstag. Bei den Zeremonien an den Shintō-Schreinen tragen die jungen Frauen herrliche Kimonos.
Der Februar ist der kälteste Monat und der Höhepunkt der Skisaison in Japan.
Im traditionellen Mondkalender ist der 3. Februar der erste Frühlingstag – ein Übergang, den man früher für die Vorankündigung des Bösen hielt. Als Abwehr besuchen die Japaner buddhistische Tempel, werfen geröstete Bohnen und rufen dabei: „Oni wa soto! Fuku wa uchi!” („Dämonen raus! Glück herein!“).
Jedes Jahr lockt das berühmte Schneefestival Anfang Februar zwei Millionen Besucher nach Sapporo. Die Highlights sind der internationale Schneeskulpturen-Wettbewerb, Eisrutschen und Irrgärten für Kinder sowie viele Trinkgelage. Man sollte sehr früh buchen.
Gegen Ende des Monats öffnen sich die Blüten der Pflaume (ume) – das erste Zeichen, dass der Winter vorbei ist. Der Kairaku-en in Mito ist der berühmteste Aussichtsplatz, um dies zu beobachten, aber auch in den Parks und Gärten in ganz Japan findet man Pflaumenbäume.
Jetzt lässt sich der Frühling nach und nach blicken. Es gibt ein japanisches Sprichwort: sankan-shion – drei Tage kalt, vier Tage warm.
Um den 3. März (auch bekannt als Mädchenfest) werden öffentliche Plätze und Häuser mit o-hina-sama (Prinzessinnen)-Puppen in traditioneller Hofkleidung geschmückt.
Die früher als Tokyo International Anime Fair bekannte Messe AnimeJapan (www.anime-japan.jp) ist die größte Anime-Messe der Welt und findet Ende März in Tokio statt. Dort gibt’s Events und Ausstellungen für Branchenkenner und Fans.
Ein fantastischer Monat für eine Reise nach Japan: Es wird wärmer und die Kirschbäume blühen, allerdings sind Orte wie Kyoto jetzt besonders gut besucht.
Wenn die Kirschbäume mit Blüten übersät sind, feiern die Japaner ausgelassene hanami-Partys. Die Blüten sind launisch und lassen sich zeitlich schwer festlegen: Normalerweise liegt der Höhepunkt der Blütezeit in Tokio oder Kyoto etwa zwischen dem 25. März und dem 7. April.
Am 14. und 15. April findet in der Bergstadt Takayama der aufwendigere Frühlingsteil des berühmten Festes statt (der zweite Teil ist im Oktober). Es gibt Paraden spektakulärer Festwagen mit strahlenden Laternen und einen Löwentanz. Unterkünfte unbedingt weit im Voraus buchen.
Eine der besten Reisezeiten: An den meisten Orten ist es warm und sonnig und das frische Grün in den Bergen ist atemberaubend. In der „Goldenen Woche“ muss man mit Touristenschwärmen rechnen.
Tokios größtes Fest am dritten Maiwochenende lockt etwa 1,5 Mio. Zuschauer nach Asakusa, die hier drei Tage feiern. Das Highlight ist die ausgelassene Parade der mikoshi (tragbare Schreine), die von Männern und Frauen in traditioneller Kleidung getragen werden.
Vom 29. April bis 5. Mai haben fast alle Japaner Urlaub, da mehrere nationale Feiertage zusammenfallen (die sogenannte „Goldene Woche“). Dies ist eine der hektischsten Reisezeiten. Busse, Züge und Straßen platzen aus allen Nähten, und Übernachtungsmöglichkeiten sind rar. Viele Geschäfte schließen Mitte August für eine Woche, da die Japaner für die O-Bon-Festivitäten in ihre Heimatstädte zurückkehren (oder stattdessen in den Urlaub fahren). Restaurants und Läden schließen ab dem 29. Dezember für die Neujahrsferien, die am 3. Januar enden (viele dehnen sie aber bis zum 6. Januar aus). Die Verkehrsmittel bleiben in dieser Zeit in Betrieb und die Unterkünfte sind geöffnet (allerdings auch teuer).
Der Anfang des Monats ist sehr schön, aber gegen Ende setzt dann die Regenzeit (tsuyu) ein. Wenn der Schnee auf den Bergen schmilzt, erobern die Wanderer die japanischen Alpen (für die höheren Lagen sollte man sich vorab über die Bedingungen informieren).
Wenn die Regenzeit endet, ist plötzlich Sommer – die Zeit der Feste und hanabi taikai (Feuerwerk-Shows). Es wird mitunter sehr heiß und schwül, Zuflucht vor der Hitze bieten Hokkaidō oder die Japanischen Alpen.
Ab 1. Juli ist der Fuji offiziell für Wanderer geöffnet. Juli und August eignen sich ideal für eine Gipfelbesteigung.
Das begehrteste Fest in Japan findet am 17. und 24. Juli in Kyoto statt. Zu diesem Anlass werden aufwendige Umzugswagen durch die Straßen gezogen. An den drei Abenden vorher flanieren Einheimische in bildschönen Yukata (leichte Baumwollkimonos) über die Straßenmärkte. Unterkünfte sind zu dieser Zeit teuer und schwer zu finden.
Auf einem der größten Feste des Landes am 24. und 25. Juli in Osaka ziehen am zweiten Tag Prozessionen mit mikoshi (tragbare Schreine) und Leute in traditionellen Gewändern durch die Straßen, am Ende treffen sich alle bei den Hunderten von Booten auf dem Fluss.
Japans größtes Musikfestival wird Ende Juli über ein langes (und nicht selten sehr schlammiges und lustiges) Wochenende in einem Skigebiet veranstaltet. Berühmte Bands spielen auf den großen und Indie-Bands auf den kleineren Bühnen.
Es ist heiß und schwül und die Feste gehen weiter. Wegen der Schulferien sind Strände und kühlere Bergregionen überfüllt. Viele Japaner reisen in ihre Heimatstädte (oder machen Urlaub) um O-Bon rum, der Verkehr kann also hektisch werden und viele Läden sind vielleicht geschlossen.
Städte in ganz Japan feuern Ende Juli und Anfang August Feuerwerke ab. Zu den schönsten Festivals zählen u. a. das Sumida-gawa-Feuerwerk-Festival; Tokio, Ende Juli), das Biwa-See-Feuerwerk-Festival (in der Nähe von Kyoto, Anfang August) und das Naniwa-Yodogawa-Feuerwerk-Festival (Osaka, Anfang August).
Etwa 30 Länder wetteifern Anfang August (oder Ende Juli) in Nagoya darum, wer die besten Cosplayer (Manga- und Animefans, die sich anziehen wie ihre Lieblingsfiguren) hat.
Sendais größtes Event feiert eine chinesische Legende von den Sternen Vega und Altair, die ein tragisches Liebespaar darstellen, das sich einmal im Jahr am 7. Juli trifft (nach dem alten Mondkalender, Anfang August nach dem modernen). Das Stadtzentrum ist mit bunten Bändern dekoriert.
An mehreren Tagen Anfang August ziehen riesige beleuchtete Festwagen durch die Straßen von Aomori in Nord-Honshū, begleitet von Tausenden wilden, singenden Tänzern. Das Fest ist äußerst beliebt, darum sollte man Unterkünfte früh buchen.
Am 6. August findet in Hiroshima ein Gedenkgottesdienst für die Opfer der Atombombe statt, die im Zweiten Weltkrieg dort abgeworfen wurde. Dabei treiben Tausende Papierlaternen den Fluss hinab.
Bei der größten Veranstaltung in Matsumoto am ersten Samstag im August führen Tänzergruppen den für die Stadt typischen „Bonbon“-Tanz in den Straßen auf.
Mitte August ehrt man an drei Tagen die Geister der Verstorbenen, die in dieser Zeit die Erde besuchen. Gräber werden geschmückt, Opfer gebracht und die Laternen, die auf Flüssen, Seen und dem Meer schwimmen, sollen den Geistern den Weg weisen.
Vom 12. bis 15. August findet in Tokushima auf Shikoku der größte und berühmteste bon-Tanz Japans statt. Mit den Tänzen, die zu den O-Bon-Festlichkeiten gehören, heißt man die Seelen Verstorbener nach ihrer Rückkehr in unsere Welt willkommen.
Kōya-sans ohnehin schon zutiefst atmosphärischer Oku-no-in wird am 13. August zu Rōsoku Matsuri im Rahmen des O-Bon von etwa 100 000 Kerzen erleuchtet.
Anlässlich dieses Events während der O-Bon-Feierlichkeiten werden in den Bergen von Kyoto gewaltige Feuer in Form chinesischer Zeichen und anderer Symbole entzündet. Eines der beeindruckendsten Spektakel im ganzen Land.
Veranstaltungsort des international bekannten Festivals für Musik, Kunst und Tanz Ende August ist die Insel Sado vor der Nordküste Honshūs. Highlights sind taiko (Trommel)-Vorführungen und Workshops.
Die Tage sind noch warm, sogar heiß, aber weniger schwül. Auch wenn zu dieser Jahreszeit der sonderbare Taifun durch das Land rollt, ist dieser Monat generell eine tolle Reisezeit in Japan.
Osakas wildestes Festival am dritten Wochenende im September ist wie eine Art Stiertreiben, mit dem Unterschied, dass hier danjiri (Festwagen) die Straßen unsicher machen. Manche wiegen mehr als 3000 kg – es sind also Vorsicht und Abstand geboten. Am zweiten Tag passiert die meiste Action.
Die Vollmonde im September und Oktober werden bei Mondbetrachtungen (tsukimi) zelebriert. Dabei isst man tsukimi dango – mochi: Bällchen aus Reismehl, rund wie der Mond.
Die angenehm warmen Tage und kühlen Abende eignen sich ausgezeichnet für einen Aufenthalt in Tokio. In den Japanischen Alpen verfärbt sich das Laub.
Der Asama-Onsen in Matsumoto ist Schauplatz dieses spektakulären Festes Anfang Oktober, bei dem Gruppen von Männern, Frauen und Kindern brennende Heuballen durch die engen Straßen zum Misha-jinja tragen, wo ein gigantisches Feuer lodert.
Bei der Fackelprozession, die am 22. Oktober durch die Straßen Kuramas nördlich von Kyoto zieht, handelt es sich um eines der altertümlichsten japanischen Feste.
Samstags, sonntags und an Feiertagen während des ganzen Monats steigt dieses Licht- und Wasserfest auf der malerischen Burg von Matsue (West-Honshu). Laternen schwimmen im Burggraben und Trommelgruppen wetteifern an den Ufern.
Mitte bis Ende Oktober findet diese Kunstveranstaltung (www.roppongiartnight.com) über ein Wochenende statt (und das wortwörtlich: Die Veranstaltungsorte bleiben die ganze Nacht über geöffnet). Riesige Installationen und Vorführungen nehmen die Straßen von Roppongi in Tokio ein.
Kyotos internationales Festival der darstellenden Künste (http://kyoto-ex.jp) findet Ende Oktober oder Anfang November statt.
In Japan ist Halloween eine große Sache. Am 31. Oktober zieht es Tausende kostümierte Feierlustige nach Shibuya in Tokio. Die Straßen von Amerika-mura in Osaka verwandeln sich in eine einzige riesige Party.
Frische und kühle Tage, in den Bergen fällt der erste Schnee. In und um Tokio und Kyoto verfärbt sich das erste Laub, was mitunter Menschenmassen anziehen kann.
Bei diesem bezaubernden Fest Mitte November kleiden Eltern ihre Mädchen im Alter von sieben (shichi) und drei (san) und ihre Jungen im Alter von fünf (go) in winzige Kimonos und begleiten sie zu den Shintō-Schreinen zur Segnung.
Im kalten Dezember füllen Partys zum Jahresende die Bars und Restaurants in der Stadt. Die Einkaufsstraßen werden festlich beleuchtet, viele Geschäfte machen ab dem 29. oder 30. Dezember Betriebsferien und öffnen erst wieder zwischen dem 3. und 6. Januar.
Für dieses jährliche Fest Anfang Dezember sind die Straßen von Kōbe gesäumt von wunderschön beleuchteten Bögen, zum Gedenken an die Opfer des Großen Hanshin-Erdbebens 1995.
Zu Silvester isst man in Japan Buchweizennudeln, eine Tradition namens toshikoshi soba, die Glück und ein langes Leben bringen soll – Letzteres symbolisiert durch die Länge der Nudeln.
Die Tempelglocken in ganz Japan schlagen am 31. Dezember um Mitternacht 108-mal, ein Reinigungsritual.
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Die klassische Route für unerfahrene Japanbesucher deckt viele Hauptattraktionen ab, bietet sich das ganze Jahr über an und nutzt den preiswerten, praktischen Japan Rail Pass.
Los geht’s mit ein paar Tagen im kosmopolitischen Tokio samt Wolkenkratzern, Trubel und Leuchtreklamen. Dann steigt man in den Hochgeschwindigkeitszug nach Kyoto.
Für die schönsten Tempel und Gärten Kyotos benötigt man mindestens zwei bis drei Tage. Dann bieten sich Ausflüge nach Nara mit dem Daibutsu (Großen Buddha) und nach Osaka samt buntem Nachtleben und Straßenimbissen an.
Nach einem Abstecher zum mystischen Bergkloster Kōya-san mit Übernachtung, z. B. in einem buddhistischen Tempel, geht’s westwärts nach Himeji und zu Japans schönster Burg Himeji-jō.
Anschließend folgt Hiroshima und der bewegende Friedenspark. Weiter die Küste hinunter lockt Miyajima mit seinem hübschen Wasserschrein. Nach einer Nacht in einem ryokan (traditionellen Gästehaus) nimmt man den Zug zurück nach Tokio. Unterwegs lohnt sich ein Onsen-Stopp in den Bergen im Thermalort Hakone.
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Shibuya-Kreuzung, Tokio
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Friedensdenkmal, Hiroshima
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Kasuga Taisha, Nara
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Die Route stellt Japans traditionelle Kultur und Naturlandschaften in den Fokus. Auf einige Tage in Kyoto und Kanazawa, bekannt für kulinarische und künstlerische Traditionen, folgt eine einwöchige Tour durch die Japanischen Alpen mit ihren charmanten ländlichen Dörfern und versteckten Onsen-(Thermal-)Orten.
Die ersten Tage erkundet man die großen Tempel, Schreine und Gärten in Kyoto. Aber auch unbekanntere, idyllischere Exemplare und ein Tagesausflug nach Nara lohnen sich. Die exzellenten Nationalmuseen beider Städte zeigen klassische Kunst und Artefakte. Abends spaziert man durch Kyotos historisches Geisha-Viertel.
Nun geht’s mit dem Zug nach Kanazawa. Dank der Nähe zum Japanischen Meer bietet es leckere Meeresfrüchte, und ist für seine Kunsthandwerkstradition und den Garten Kenroku-en berühmt. In Kyoto und Kanazawa gibt’s exzellentes traditionelles Kunsthandwerk.
Mit dem Mietwagen fährt man in Hidas Berge. Die Dörfer Shirakawa-gō und Gokayama sind für Bauernhäuser mit dramatisch gewinkelten Strohdächern bekannt. In Ainokura, einem Weltkulturerbe, verbringt man die erste Nacht.
Der charmante alte Postort Takayama hat gut erhaltene Holzhäuser (heute Galerien, Sakebrauereien und Kunsthandwerksläden), und schmale Gassen, Kamikōchi lockt mit tollen Bergen und Wanderwegen sowie Shin-Hotaka-Onsen mit rustikalen Onsen (Thermalquellen).
In den Bergen isst man Spezialitäten wie Soba (Buchweizennudeln), Rindfleisch, hoba-miso (süße, auf einem Magnolienblatt gegrillte Miso-Paste) sowie wilde Pilze und Sprossen.
Richtung Osten lockt Matsumoto mit einer der besten Originalburgen Japans, Matsumoto-jō. In der Nähe von Nagano beherbergt das hübsche Obuse, ein gut erhaltener Bergort, das Hokusai-Museum. Den Abschluss bildet ein Besuch des eindrucksvollen Zenkō-ji-Tempels in Nagano.
In Nagano gibt’s einen shinkansen-Bahnhof, man kann also mit dem Zug weiterreisen oder direkt zum Narita Airport fahren.
Im Winter sind manche Bergpässe wegen Schneefalls teils gesperrt, deswegen bietet sich die Route im Frühling, Sommer oder Herbst an.
ARTCHAWIN PREMPRASONG/GETTY IMAGES ©
Shirakawa-go
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Japan gilt als Reiseziel, das viel Zeit und jede Menge Planung beansprucht, doch das muss nicht so sein. Zwischen Tokio und den Städten im Umland an der Küste und in den Bergen gibt’s jede Menge zu entdecken, sowohl Modernes als auch Traditionelles.
Wer Tokio als Ausgangsbasis wählt, kann ohne lästiges Gepäck reisen und je nach Wetter und Laune spontane Ausflüge unternehmen. Bei mehreren Tagestrips lohnt sich auch der JR Tokyo Wide Pass, der überall in Japan erhältlich ist.
Die beste Anbindung sowie Restaurant- und Unterhaltungsszene bietet Shinjuku. Andere Viertel wie Asakusa und Ueno im Osten haben dafür günstigere Unterkünfte.
In wenigen Tagen lassen sich viele Highlights Tokios erkunden, darunter der grelle 24-Stunden-Trubel in Shinjuku und Shibuya, Harajukus Schrein, Meiji-jingū, die zeitgenössische Architektur des Omote-sandō, die Meeresfrüchte auf dem Tsukiji-Außenmarkt und die charmante Altstadt von Yanesen. Wer möchte, lässt es in einem der unterhaltsamen Künstlertreffpunkte wie Shimo-Kitazawa gemächlich angehen.
Der Sommer ist die richtige Zeit für eine Besteigung des Fuji, mit dem Zug zwei Stunden westlich von Tokio. Entweder übernachtet man dabei draußen und erreicht den Gipfel bei Sonnenaufgang oder verbringt eine Nacht in einer Berghütte. Die fünf Fuji-Seen, in denen sich der Fuji widerspiegelt, können ganzjährig besucht werden.
Schreine und Tempel gibt’s in Nikkō im Norden mit dem prachtvollen Tōshō-gū. Der Schrein aus dem 17. Jh. für Shogun Tokugawa Ieyasu ist ein Weltkulturerbe. In der Gegend gibt’s zudem Wanderwege und Onsen. Eine Stunde südlich von Tokio lockt die einstige mittelalterliche Hauptstadt Kamakura mit dezenteren, Jahrhunderte später errichteten Zen-Tempeln. Sie liegt an der Pazifikküste und weist heute eine hippe Strandkultur mit Cafés und Surfläden auf.
Der perfekte Schlusspunkt ist ein Besuch des Thermalorts Hakone in den Bergen südwestlich der Stadt, eine rund zweistündige Zugfahrt entfernt. Neben Spa-Anlagen für Tagesausflügler gibt’s auch ryokan (traditionelle japanische Gästehäuser) für Übernachtungsgäste.
SIRO46/SHUTTERSTOCK ©
Fuji
MATT MUNRO/LONELY PLANET ©
Blick vom Tokyo City View
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Japans nördlichste Insel, Hokkaidō, vereint viele Highlights Japans: dampfende Onsen, zerklüftete Vulkangipfel, urbane Kultur, leckeres Essen und – überraschenderweise – die Chance auf einen epischen Roadtrip. In Hokkaidō fällt der Schnee früh, deswegen ist diese Tour für den Sommer gedacht.
Startpunkt ist Hakodate, Hokkaidōs südlichster Hafen, mit einem charmanten Zentrum aus dem 19. Jh. Hierher fährt der neue shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug), der seit 2016 Hakodate in vier Stunden mit Tokio verbindet.
Nach einem Frühstück mit frischen Meeresfrüchten auf dem Fischmarkt von Hakodate fährt man in den Shikotsu-Toya-Nationalpark mit seinen Calderaseen und einem aktiven Vulkan. Vor Ort laden die Quellen von Noboribetsu-Onsen zum Entspannen ein.
Nächster Stopp ist Hokkaidōs Hauptstadt Sapporo, der fünftgrößte Ort Japans. Im Restaurant- und Ausgehviertel Susukino wartet urbanes Flair, bevor es zur zweitgrößten Stadt Hokkaidōs, Asahikawa, weitergeht. Wie Sapporo ist auch Asahikawa für rāmen bekannt. Zudem kann man Ausflüge in den Daisetsuzan-Nationalpark unternehmen, den größten des Landes.
Rund um den Park erstrecken sich die Dörfer Tokachidake-Onsen, Asahidake-Onsen und Sōunkyō-Onsen. Alle bieten heiße Quellen, Unterkünfte und gute Tageswanderungen. Lohnenswert sind außerdem Fukiage Roten-no-yu nahe Tokachidake-Onsen, eines der besten Onsen Japans in wilder Natur, sowie die abgeschiedene Berg-Lodge Daisetsu Kōgen Sansō.
Weiter östlich wartet die Welterbestätte Shiretoko-Nationalpark, laut den indigenen Ainu das „Ende der Welt“, mit Wanderwegen durch Primarwälder und versteckten heißen Quellen.
Der Akan-Nationalpark ist vor allem für seine strahlend blauen Calderaseen Kussharo-ko und Mashu-ko bekannt. Zudem eignet sich kein Ort in Hokkaidō besser, um etwas über die Ainu zu lernen: In der Gegend gibt’s Ainu-Dörfer (für Touristen), darunter Akan Kotan.
Den Abschluss bildet der Kushiro-shitsugen-Nationalpark, Heimat des gefährdeten Mandschurenkranichs. Von Kushiro aus ist man schnell am New Chitose Airport südlich von Sapporo.
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Akan-Nationalpark
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Tancho-zuru (Mandschurenkranich), Kushiro-Shitsugen-Nationalpark
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Das abgeschiedene Kyūshū beeindruckt mit einer fantastischen Stadt (Fukuoka), fesselnder Geschichte in Nagasaki, exzellenten Onsen und rauchenden Vulkanen. Weiter südlich geht die Satsuma-Halbinsel in eine Kette halbtropischer Inseln über, darunter Okinawa im Pazifik. Diese Tour sorgt zweifellos für Abwechslung!
Von Tokio fliegt man ins hippe Fukuoka und probiert einen Tag lang die leckeren rāmen mit Schweineknochen an den Essensständen. Kyūshū lässt sich gut mit dem Zug erkunden – es gibt ein Inselticket –, mit dem Auto ist man jedoch flexibler. Das gilt vor allem für eine Reise entlang der Küste über die Keramikstadt Karatsu nach Hirado, einer kleinen geschichtsträchtigen Insel. Auf dem Weg nach Nagasaki lohnt sich ein Stopp in Arita, ebenfalls für Keramik bekannt.
Nagasaki, die zweite von einer Atombombe zerstörte Stadt Japans, hat eine bewegende Geschichte, aber auch ein buntes kosmopolitisches Erbe. Von dort geht’s nach Kurokawa-Onsen, einem der besten Onsen-Orte Japans, wo man in einem ryokan übernachten kann.
Richtung Süden, vorbei an dem aktiven Vulkan Aso-san und der Burgstadt Kumamoto (die sich noch von einem Erdbeben 2016 erholt), erreicht man Kagoshima. Die Stadt an der Spitze der Shimabara-Halbinsel ist bekannt für tonkatsu (panierte, frittierte Schweinekoteletts), shōchū (starken destillierten Likör) und Sakura-jima, den rauchenden Vulkan über der Skyline. Weiter südlich liegen die heißen Sandbäder von Ibusuki.
Dann gibt man das Auto zurück und fährt mit einem Schnellboot von Kagoshima nach Yakushima, einer Insel mit moosbedeckten Primärwäldern und Onsen am Meer. Hier bleibt man über Nacht (ambitionierte Wanderer auch länger).
Zurück in Kagoshima wartet eine epische Fahrt mit der Ausflugsfähre samt Übernachtung nach Okinawa-hontō, der größten der Okinawa-Inseln. Dort erkundet man in ein bis zwei Tagen die Hauptstadt Naha, den früheren Sitz des Ryūkyū-Reiches, genießt frischen Saft auf dem Markt und kostet hiesige Spezialitäten. Von Naha führt eine einstündige Fahrt mit dem Tragflügelboot zu den idyllischen palmenbestandenen Kerama-Inseln. Zurück in Naha geht’s mit dem Flieger nach Tokio.
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Shuri-jo, Naha
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Yakushima
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Mit mehr als 500 Skigebieten ist Japan ein echtes Mekka für Läufer aus aller Welt. Sie kommen hierher, um den regelmäßigen Schneefall, atemberaubende Bergpanoramen, gut präparierte Pisten, freundliche Einheimische und eine unglaublichen Vielfalt an Après-Ski-Erlebnissen zu genießen.
Beginnt meistens Mitte Dezember, wobei die Gegebenheiten stark variieren können. Im Januar und Februar ist im ganzen Land Hauptreisezeit. Ab März kündigen steigende Temperaturen das Ende der Saison Anfang April an.
Auf der dem Japanischen Meer zugewandten Seite der Berge fällt mehr Schnee – umso mehr, je weiter nördlich man kommt. In Hokkaidōs Skigebiet Niseko fallen jedes Jahr mindestens 15 m Schnee!
In Japan kann man fast alles kaufen, was man benötigt. Wer sehr große Füße hat (ab Schuhgröße 46) sollte seine eigenen Skistiefel mitbringen und sehr große Menschen sollten auch ihre Skikleidung und Handschuhe mitbringen.
Japan ist für Skifahrer und Snowboarder erstaunlich günstig. Da die Zahl der einheimischen Wintersportler seit Jahren zurückgeht, haben die Lifttickets und die Unterkünfte konkurrenzfähige Preise.
Eine hervorragende Seite, um sich über die japanische Skiszene zu informieren, ist www.snowjapan.com (auf Englisch).
Japans beste Skigebiete befinden sich in den Japanischen Alpen und auf der nördlichen Insel Hokkaidō. Erstere locken mit den höchsten Bergen, Letztere haben den tiefsten und zuverlässigsten Schnee des Landes.
Das gewaltige Erdbeben in Ostjapan hat den Resorts in Nord-Honshū zwar schwer zugesetzt, aber sie bieten noch immer wundervolle Möglichkeiten. Eine gute Wahl sind auch die mit dem shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) von Tokio aus leicht erreichbaren Berge in Niigata.
Am besten informiert man sich vor der Reise, um aus den 500 Skigebieten das für sich passende zu finden. Unsere Favoriten:
Niseko
Für die meisten ausländischen Skifahrer ist Niseko Japans Highlight, denn dort fallen im Jahresdurchschnitt 15 m Schnee. Es liegt auf Hokkaidō und ist eigentlich ein Zusammenschluss aus vier Resorts: Niseko Annupuri, Higashiyama, Grand Hirafu und Hanazono.
Furano
Seine Lage im Zentrum von Hokkaidō feiert Furano mit dem Nabelfest Heso Matsuri. Das Gebiet wurde als Austragungsort des FIS World Ski und Snowboarding Cups international bekannt. Im Vergleich zu Niseko ist es ein Geheimtipp und belohnt erfahrene Pulverschneefans mit Abfahrten durch unberührte Birkenwälder.
Sapporo Teine
Ganz in der Nähe von Sapporo, der Hauptstadt von Hokkaidō, deswegen fahren Busse von den dortigen Hotels nach Sapporo Teine. Tagsüber saust man die Pisten hinunter, die 1972 für die Winterolympiade angelegt wurden, und abends vergnügt man sich in den lebhaften Restaurants, Bars sowie Clubs von Susukino.
Hakuba
Der Inbegriff eines Skigebietes der Japanischen Alpen bietet atemberaubende Ausblicke sowie hervorragende und abwechslungsreiche Pisten in sieben Resorts, beispielsweise im legendären Happō-One. 1998 fanden in Hakuba die Olympischen Winterspiele statt.
Shiga Kōgen
Shiga Kōgen in den Japanischen Alpen zählt zu den größten Skiresorts der Welt. Unglaubliche 21 Gebiete sind durch Abfahrten und Lifte miteinander verbunden und mit nur einem Skipass befahrbar. Hier ist für jeden etwas dabei.
Nozawa-Onsen
Dieser malerische kleine Skiort liegt versteckt hoch oben in den Japanischen Alpen. Er verfügt über eine große Auswahl an Abfahrten, darunter einige anspruchsvolle Buckelpisten. Snowboardern werden der Funpark und die Halfpipe gefallen. Darüber hinaus gibt’s in den Bergen eine Langlaufloipe.
Echigo-Yuzawa-Onsen
Dank seines
shinkansen
-(Hochgeschwindigkeitszug-)Bahnhofs ist Echigo-Yuzawa-Onsen sehr gut erreichbar. Hier hält die Jōetsu-Linie nach Niigata und man kann von Tokio aus einen Tagesausflug unternehmen (die schnellste Verbindung dauert 77 Min.). Der Name des hiesigen Skiortes ist Gala Yuzawa.
Naeba
In Naeba findet man die Dragondola, angeblich die längste Gondelbahn der Welt (5,5 km). Nahe dem komfortablen Prince Hotel erstrecken sich zwei riesige Skigebiete.
Myōkō Kōgen
Dieses Skiresort ist deutlich weniger bebaut als die anderen schon genannten und liegt nördlich von Nagano und in der Nähe des Japanischen Meeres. Die pulverschneereiche Bergkette Myōkō lädt zu einem Skiurlaub jenseits der ausgetretenen Pfade ein.
Zaō Onsen Ski Resort
Auf den wohl besten Skihängen Nord-Honshūs gibt’s eine riesige Auswahl an Pisten für Anfänger und Fortgeschrittene, breite, kurvige Abfahrten und natürlich tolle Onsen für ein besonderes Après-Ski-Erlebnis.
Tazawako Ski Park
Die Pisten des Tazawako-Skiparks, des größten Wintersportziels der Präfektur Akita, schlängeln sich den Akita Komaga-take hinunter und bieten einen tollen Blick auf den Tazawa-ko. Hierher kommen kaum Ausländer, doch sie werden freundlich empfangen.
Daisen
Unser Joker! Der offene Vulkankrater (1729 m) in der Präfektur Tottori, nur 10 km vom Japanischen Meer entfernt, ist das beste Skigebiet im Westen des Landes. Im Winter schneit es dort häufig. Das Ziel heißt Daisen White Resort!
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In Japan gibt’s ein paar tolle Möglichkeiten fürs Freeride-Fahren, besonders in Hokkaidō, doch dies ist ein relativ neuer Trend, und die meisten Japaner folgen nach wie vor dem Mainstream.
Asahi-dake
Eine extreme Erfahrung auf einem rauchenden Vulkan im Daisetsuzan-Nationalpark. Der Asahi-dake, der höchste Berg Hokkaidōs, bietet eine Seilbahn (500 Höhenmeter), trockenen Pulverschnee und reizvolle Aussichten, ist aber nichts für Anfänger.
Kuro-dake
Kuro-dake in Sōunkyō-Onsen, im Nordosten des Daisetsuzan-Nationalparks auf Hokkaidō, hat eine Seilbahn und einen Lift und wird immer beliebter bei Skifahrern, die vertikales und schwieriges Terrain lieben.
Rishiri-tō
Der Rishiri-zan, ein perfekter Vulkankegel auf einer eigenen abgelegenen Insel vor der Küste von Nord-Hokkaidō, ist ideal für Extremskifahrer. Lifts gibt’s keine, man muss viel laufen und benötigt einen Führer vom Rishiri
Nature Guide Service
. Früh buchen.
Schnee ist Schnee, Ski sind Ski. Kann ein Skiurlaub in Japan tatsächlich so anders sein? Die Unterschiede sind nicht gravierend, trotzdem sollte man Folgendes beachten:
Die Abwicklung an den Skiliften ist manchmal überraschend schlecht organisiert.
Nicht alle Skiorte kennzeichnen Schwierigkeitsgrade in Grün/Blau/Schwarz.
Viele Japaner sind um 9 Uhr auf der Piste, essen exakt um 12 Uhr zu Mittag und verlassen den Berg gegen 15 Uhr. Wer sich an etwas andere Zeiten hält, kann den Massen aus dem Weg gehen.
