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Löwinnen kennen keine Problemzonen
Hallo, mein Name ist Charlotte. In den letzten fünf Jahren habe ich einen Lifestyle entwickelt, der mich selbstbewusst macht - heute fühle ich mich stark und fit! Ich ernähre mich bewusst, aber ich esse auch, was ich will und wann ich will. Das geht! Denn ich habe gelernt, meinen Körper zu verstehen, ihn in einer gesunden Balance zu halten und das eine oder andere auszugleichen. Genau dieses Löwinnen-Prinzip erkläre ich Dir in diesem Buch. Dazu gehören natürlich auch meine effektivsten Lieblingsübungen, die Du einfach zu Hause machen kannst. Du brauchst nicht viel Zeit und nur Dein eigenes Körpergewicht.
Du hältst zwar gerade mein Buch in der Hand, aber unser Ziel ist es, dass es deins wird. Dein persönliches Tage- und Lifestyle Buch! Bis Du an diesem Ziel bist, begleite ich Dich. Also lass uns Deine Reise antreten. Heute!
Deine Charlotte
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Seitenzahl: 107
Veröffentlichungsjahr: 2018
Charlotte Würdig, Johanna Zacherl
1. Auflage 2019
200 Abbildungen
Wie toll, dass ihr nun mein Buch in der Hand habt und wir zusammen auf eine Reise gehen. Eine Reise, die mir aus dem Herzen spricht, denn obwohl das Thema Bewegung, Fitness und Ernährung nicht sofort sehr persönlich erscheint, ist es dennoch für mich ein ganz wesentlicher Teil, der mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin und was ich lebe.
Ich liebe es, zu leben – dazu gehört für mich mittlerweile auch: laut lachen, befreiend weinen, schrill schreien und die völlige Ruhe bewusst genießen!
Wahrscheinlich ging es euch genauso: Man braucht erst einmal ein paar Jährchen, um sich dessen bewusst zu werden und all diese Bereiche in sich zuzulassen, nichts zu unterdrücken, um dann eines Tages selbstbewusst dazustehen und sich glücklich und dankbar zu fühlen, so, wie man ist.
Somit war es für mich jetzt auch der richtige Zeitpunkt und mir ein Bedürfnis, meine Erlebnisse, meine Erfahrungen und vor allem meine Erkenntnisse zu Sport und Ernährung niederzuschreiben.
Übrigens: Ich dachte immer, wenn ich eines Tages mal ein Buch schreibe, sitze ich an der Küste Englands, in einer gemütlichen Hütte mit Tee und Wollsocken. Mein Schreiben wird lediglich unterbrochen durch Spaziergänge mit einem, zugegeben, geliehenen Hund. Hm, wo ist die Hütte, der Tee, das Dahinschreiten und In-Gedanken-Schwelgen?
Nein, ich gebe zu, so sieht es leider nicht aus. Dafür kann ich euch aber garantieren, dass ich euch direkt aus meinem echten, alltäglichen Leben schreibe, von dem Ort, an dem mein Herz lebt. In jeder halbwegs ruhigen Minute mit einer Standleitung zu meiner lieben Freundin und Co-Autorin dieses Buchs, Johanna. Wie hätte ich das nur ohne dich geschafft? Gar nicht! Danke!
O.k., los geht’s, ich bin etwas aufgeregt. Ich habe noch nie ein Buch geschrieben und ich hoffe einfach so sehr, dass es euch gefallen wird!
Titelei
Hallo meine Lieben
1 Wo fängt man am besten an?
Teil II Eine Löwin werden
2 Auch ihr könnt es schaffen, das Rudel ist bei euch!
2.1 Eine Löwin schaut nach vorn
2.2 Es wird euch guttun!
2.3 Macht das Buch zu eurem Buch
2.4 Es kommt darauf an, was ihr esst
2.5 Gut gebrüllt, Löwin!
2.6 Löwinnen nehmen sich die Zeit
2.7 Gönnt den Kleinen eine Pause
2.8 Packen wir es gemeinsam an!
3 Mein Fitness-Workout für Frauen. Genauer gesagt: für alle Frauen.
3.1 Vier Bereiche trainieren
Teil III Das Löwinnen Workout
4 Beine
4.1 Tiefe Kniebeuge
4.2 Sumo Kniebeuge
4.3 Ausfallschritt im Stand
4.4 Kniebeuge im Ausfallschritt
5 Waden an der Wand
6 Froschsprung
7 Beinstrecken im Stand
8 X-Jump
9 Seitlicher Ausfallschritt im Stand
10 Bauch & Hüfte
10.1 Beinanziehen im Sitzen
11 Ovales Beinkreisen
12 Krabbelnder Käfer
13 DreipunktPlank
14 SeitLiegestütze
15 Beinschere
16 Rücken & Po
16.1 Holzibeck
16.2 Donkey Kick
16.3 Regenbogenbein
16.4 BeugerCurls
16.5 Brücke Hüftheben
16.6 Yoga Brücke
16.7 Brustheben Hände am Kopf
16.8 Brustheben Hände ausgestreckt
16.9 Hund meets Kobra
17 Arme & Schultern
17.1 Liegestütz Schulterklopfer
17.2 Dampflok
17.3 Erhöhte Liegestütze
17.4 Vorderes Armheben
17.5 Seitliches Armheben
17.6 BrustTipper
17.7 LiegestützTänzchen
17.8 Dips
18 Cardiotraining & Fettverbrennung
18.1 Easy Hampelmann
18.2 Skippings
18.3 Running Mountain Climber
18.4 Burpee Aufsteher
18.5 Schrittwechsler
18.6 Cheerleader
19 Quickies on top
19.1 Kniebeuge mit Prellsprung
19.2 Kniebeuge mit Knie-Tupfer
19.3 Kniebeuge mit Schrittwechsler
19.4 Skippings
Teil IV Der Löwinnen-Alltag
20 Wir müssen essen, um abzunehmen!
20.1 Eine Löwin braucht Futter!
20.2 Low Carb tut euch gut
20.3 Das war nun alles etwas grundsätzlich und theoretisch
20.4 Und wenn es mal schnell gehen muss?
20.5 Unterscheidet Abnehmphase und gesunden Alltag
20.6 Der Alltag einer Löwin ist nicht unbedingt alltäglich
20.6.1 Niemand hat gesagt, dass es leicht ist
20.6.2 Aber warum auch leicht, wenn’s auch schwer geht!
20.6.3 Wie jetzt – zu Fuß gehen?
20.6.4 Zeit für Körper und Geist, Zeit für euch
21 Sport als Motivation in schlechten Zeiten
21.1 Ich beweise es euch!
21.2 Gerade in harten Zeiten
Teil V Fit als Löwenmama
22 Der Kosmos vor und nach einer Geburt
22.1 Genießt die Zeit
22.2 Löwinnen, passt auf euch auf!
23 Workout nach der Geburt
23.1 Holzibeck
23.2 Donkey Kick
23.3 Beuger-Curls
23.4 Brücke Hüftheben
23.5 YogaBrücke
23.6 Tiefe Kniebeuge
23.7 SumoKniebeuge
23.8 Easy Hampelmann
24 Ernährung nach der Geburt
24.1 Nein, du musst nicht für zwei essen!
25 Tschüss und bis bald
26 Tim Lobinger (*1972)
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
Das klingt jetzt so, als würde ich gerade mein Lebenswerk aufschreiben, und ihr denkt euch (hoffentlich) direkt: Aber Charlotte ist doch noch so wahnsinnig jung? Richtig, stimmt total. Aber ein klein wenig muss ich doch ausholen, denn jeder einzelne Schritt war wichtig für mich, sodass ich heute dem Sport und der Ernährung in meinem Leben und dem meiner Familie so viel Gewicht schenke.
Für mich ist etwas perfekt, wenn es nicht perfekt ist.
Ich bin am 11. Juli 1978 im wunderschönen Norwegen geboren und zu meiner Kindheit gehörte einfach immer Sport, Bewegung und frische Luft. »Damals« (wie das immer klingt!) gab es weder Nintendo noch Netflix. Es gab noch nicht einmal MTV. Und trotzdem haben wir überlebt. Klar haben wir ferngesehen oder mal eine VHS-Kassette eingelegt, aber wir mussten uns eben viel selbst beschäftigen und das konnten wir am besten draußen. Neben Hobbys wie Tennis, Skifahren und Freunde treffen blieb auch viel Zeit für Fahrradfahren, Höhlenbauen, Hüpfspiele wie »Himmel und Hölle« und Gummibandspringen. Alles wurde immer und immer wieder bis zum völligen Exzess geübt.
Der Sport kam von alleine und der Stoffwechsel war zuverlässig wie eine beste Freundin. Kurz gesagt: Um die Figur haben wir uns keine Gedanken gemacht.
Das änderte sich dann in meinen frühen Zwanzigern. Denn irgendwann wacht nun mal der Stoffwechsel doch auf und denkt sich: »Nein, keinen Bock mehr auf Vollgas«! Und dann muss man eben selbst ran. Also versuchte ich alles (und damit meine ich ALLES!): Kohlsuppe, Eisdiät, Nulldiät, Ananas-Diät und was es noch so an irrwitzigen Methoden gibt, weniger oder nichts zu essen. Der Erfolg dieser Kasteiungen hielt leider immer nur ganz kurz an und dann wurde alles wieder über Bord geworfen. Worauf man sich aber immer verlassen konnte, waren die Extrakilos, mit denen man aus so einer gescheiterten Nummer herausging. Motto: »Jo-Jo-Effekt«! Damit habe ich es abgehakt, auch wenn es mich wahnsinnig ärgerte.
Mittlerweile waren wir auch mit Sack und Pack nach Deutschland gezogen, ich hatte mein Abitur in der Tasche und war mitten im BWL-Studium. Auch ganz ohne Studium kam in mir schnell der Gedanke auf, dass zwei Dinge in meinem Leben fehlten: eine schlanke Figur und ein dickes Bankkonto. Bis dato war das eher umgekehrt der Fall. Also heuerte ich im Fitnessstudio an. Somit konnte ich umsonst trainieren und Geld verdienen. Das klappte gut. Besonders das Geldverdienen. Meine Fitness blieb nach drei Monaten auf dem Laufband liegen.
Geschäftlich gesehen war ich aber schon immer sehr fit. Mit guten Ideen und dem richtigen Mumm, etwas umzusetzen, machte ich schon immer mein eigenes Ding. Heute profitiere ich von diesem Mut, mit dem ich nicht nur meine Fernsehkarriere seit 15 Jahren erfolgreich bewältige. Ich habe zudem zwei Firmen aufgebaut, aber dazu später mehr. Geschäftsideen hätte ich noch für drei weitere Leben. Dabei verliere ich nie aus den Augen, dass ich für alles selbst verantwortlich bin. Im Guten wie im Schlechten. Eins habe ich aber gemerkt: Man kann nur mit etwas Erfolg haben, das man selbst spannend findet. Wofür man brennt, was man von Herzen vorantreiben will. Dabei fand ich das »Vor-der-Kamera-Stehen« komischerweise nie direkt erstrebenswert. Ganz im Gegenteil. Ich leide stark unter Prüfungsangst und bin nicht gerne im Mittelpunkt, wenn ich die Kontrolle nicht habe.
Was ich hingegen schon immer geliebt habe, ist, mich mit den unterschiedlichsten Menschen zu unterhalten und ihnen zuzuhören. Ich gehe auf sie ein und erzähle auch meine Sicht der Dinge. Und wenn ich dies dann für den Zuhörer unterhaltsam rüberbringe, macht mich das total glücklich! Dann ist mir jede Kamera egal und die Nervosität ist weg. Also wurde ich Moderatorin. Das klingt jetzt sehr einfach, war es natürlich nicht. Mir half dabei sehr, dass ich von Anfang an mit dem Herzen dabei war, und ich habe einfach mein Ding gemacht und bin drangeblieben. Für mich gab es plötzlich nichts anderes. Es sollte so sein.
Höre auf, alles selbst machen zu wollen, zu glauben, du müsstest alles können.
Und auch, wenn ich hier und da Unsicherheiten verspürte, wissen wir alle: Ängste sind dazu da, um daraus zu lernen und daran zu wachsen! Wir brauchen uns nicht einzubilden, dass sie verschwinden werden, aber wir können lernen, mit unseren Dämonen so umzugehen, dass wir die Kontrolle behalten. In meinem Fall sieht das so aus, dass ich meine Moderationen selbst schreibe, selbst durchdenke und natürlich verstehe und nichts sage, was ich auswendig gelernt habe. Denn somit bin ich Frau meiner Worte und kann jederzeit das Ruder herumreißen.
Ängste sind dazu da, um daraus zu lernen und daran zu wachsen.
Das gilt auch für meine Firmen und Mitarbeiter. Auch hier bin ich exakt im Bilde. Ich bin übrigens auch keine Perfektionistin. Für mich ist etwas perfekt, wenn es nicht perfekt ist. So auch beim Arbeiten. Besonders, was meinen TV-Job betrifft. Ich gehöre definitiv nicht zu den Makellosen unserer Branche. Ich bewundere immer die Frauen, die vollkommen erscheinen, die kontrolliert und zurückhaltend sind. Bei denen der Puder im Gesicht zauberhaft rosig aussieht und die Klamotten wie aus einem Katalog nur mal eben schnell drübergestreift wurden. Tja, und dann komme ich! Immer leicht im Stress, mit viel zu vielen Worten im Kopf, die schleunigst meinen Mund verlassen wollen und dies dann auch tun. Zudem ist an meinem Outfit irgendwie grundsätzlich was falsch. Man sieht sich anschließend im Fernsehen und wundert sich, dass einem nicht schon vorher bewusst war, wie heftig zwei Kilo Falten an so einem Rock eigentlich rüberkommen können! Aber auch das habe ich gelernt zu akzeptieren, denn das gehört zu mir. Dieses »nicht perfekte« Auftreten macht mich zu der Person, die ich bin. Was ja nicht heißt, dass ich es nicht ändern kann. O.k., ich persönlich nicht, das habe ich eingesehen. Aber Menschen um mich herum! Und da kommen wir schon zu einem meiner ersten Tipps. Höre auf, alles selbst machen zu wollen, zu glauben, du müsstest alles können! Warum erzähle ich das? Weil ich euch Mut machen möchte, auch mal nach Hilfe zu fragen, euch »Wissenslücken« auf welchem Gebiet auch immer einzugestehen. Es macht das Leben so viel einfacher!
Aber zurück zum Thema: keine perfekte Gestalt, aber eine Frau, die unzählbare Sendungen moderieren durfte, ihre beruflichen Träume umsetzt, Firmen gründet und führt. Nun sogar ein Buch schreibt, (ja Mama, du hältst es gerade tatsächlich in der Hand), sogar mehrere Wochen durch deutsche Wohnzimmer tanzen durfte und eine entzückende Familie hat, die mehr wert ist als alles andere auf dieser Welt! Vielleicht bin ich ja doch nicht so schlecht. Und genau hier fängt meine Geschichte an. Bei einer Frau, die voller Selbstzweifel war, immer bedacht darauf, was andere denken, und sich nie traute, laut Nein zu sagen.
Beruflich ging es also langsam, aber stetig bergauf und ich fand mich in der doch sehr speziellen TV-Medienwelt ein. Und meine Fitness? Ja, da wartet still und heimlich der Klassiker, der Fehler, den man und frau einfach gemacht haben muss im Leben: sich in einem Studio anzumelden, eine Zeit lang total überzeugt und engagiert hinzugehen, zu trainieren, um es dann wieder einschlafen zu lassen. Ach, was sag ich, es war nicht Einschlafen, es war ein Koma!
