LR - Lebens-Roulette - Lutz Tischler - E-Book

LR - Lebens-Roulette E-Book

Lutz Tischler

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Beschreibung

Es handelt von meinem Leben mit dem Engelchen und dem Teufelchen an meiner Seite. Beginnt mit der Einschulung, über Gymnasium, Lehre, Armeezeit, bis hin zur Frühpensionierung 2009 und mein Leben als Frühpensionär bis jetzt. Mein Alkoholmissbrauch, mit stationärer Therapie, Rückfall 1995, Depressionen, Stationäre Therapie 2012 und Spielsucht. Psychopharmakareduzierung und die Einnahme von LR-Produkten haben mir es ermöglicht dieses Buch zu schreiben. Nehme seit Dezember 2018 diese Produkte und habe vom Februar bis 29.05.2018 an diesem Buch geschrieben. Alle Höhen und Tiefen, alles Pech und Glück in meinem Leben durchlebe ich in diesem Buch noch einmal mit meinem Engelchen und meinem Teufelchen.

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Seitenzahl: 115

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Zum besseren Verständnis habe ich das Tagebuch in drei Farben geschrieben. Somit kann man sofort erkennen, wer gerade spricht.

Schwarz :

Ich

Schwarz

:

Teufelchen

Schwarz

:

Engelchen

Inhaltsverzeichnis

Hinweise

Prolog

Kapitel 1 – Der erste Schultag

Kapitel 2 – Die Schulzeit

Kapitel 3 – Das Gymnasium

Kapitel 4 – Die Lehre

Kapitel 5 – Die Armeezeit

Kapitel 6 – Saufen, Sex und Trallala

Kapitel 7 – Die Studienzeit

Kapitel 8 – Der Absturz

Kapitel 9 – Die Therapie

Kapitel 10 – Die Zeit danach

Kapitel 11 – Die Zeit danach

Kapitel 12 – Der Rückfall

Kapitel 13 – Die Zeit danach

Kapitel 13 – Lutz und die Frauen

Kapitel 14 – Mein große Liebe

Kapitel 15 – Kirsten

Kapitel 16 – Die Hochzeit

Kapitel 17 – Casper

Kapitel 18 – Mein Aus

Kapitel 19 – Was noch so alles geschah

Kapitel 20 – Glück und Unglück

Kapitel 21 – Der Leisberg

Kapitel 22 – Mein eigener Weg

Kapitel 23 – Der Fußballtrainer

Kapitel 24 – Es war ein mal

Kapitel 25 – Die Zeit mit LR

Kapitel 27 – Die Spielsucht

Kapitel 28 – Der Schluss

Nachwort

Prolog

Hier sitze ich nun mit meinen 58 Jahren und lasse meinen Gedanken freien Lauf! Was mach ich mit dem angebrochenen Tag?

Na komm, dich juckt`s doch in den Fingern. Mach schon, ruf Skat Palast auf!!!

Typisch Teufelchen! Nee, ich habe keine Lust. Bloß was mache ich dann? Die Zeit will nicht vergehen.

Wenn man sich auch nicht beschäftigen kann, brauch man sich nicht zu wundern.

Ja, ja – Du hast Recht – Aber da kann ich eben noch mit 58 Jahren lernen.

Schreib ein Buch, über Dich, eine Art Tagebuch. Das kannst du doch. Du hast doch schon 2mal angefangen.

Engelchen – 2 kleine Geschichten, ja aber doch kein Buch.

Warum nicht, probier es aus. Wenn es schief geht, ist es doch nicht so schlimm. Die Zeit hast du jedenfalls sinnvoller rumgekriegt.

Ich werde es versuchen, der Anfang ist gemacht. Wie wollen wir es nennen?

Ein Tagebuch – Titel?

„Von Einem der auszog, sein Leben zu verpfuschen„

Nein, das klingt so endgültig. Ich habe in meinem Leben oft Mist gebaut. Hatte aber das Glück auf meiner Seite, um mein Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

Stimmt, hielt bloß nicht lange an.

Du bist heute aber wieder in Hochform.

Bei unserem Lutzie immer!!!

Also, einen Titel haben wir noch nicht.

Nicht so schlimm, verschieben wir auf den Schluss.

Genau! Für mich stellt sich jetzt die Frage, seit wann nehme ich Euch eigentlich bewusst wahr?

Bewusst – lass mich kurz überlegen!

Ich meine seit der Schule, 1966 bist Du eingeschult worden, wenn ich es recht in Erinnerung habe.

Stimme ich Teufelchen zu.

Dann fangen wir das Tagebuch auch mit dem 1. September 1966 an, den Tag der Einschulung.

Lass uns anfangen, jetzt wird es lustig.

Alles schön zusammen tragen und immer bei der Wahrheit bleiben, igittigitt!

Na ein bisschen Flunkern ist schon erlaubt, es soll ja kein Bestseller werden, der vor Nüchternheit nur so strotzt. Lachen oder Schmunzeln ist daher erlaubt.

Kapitel 1 – Der erste Schultag

Ich wurde am 1. September 1966 in die POS V in Dessau – Süd eingeschult.

Du musst das für die Wessis unter den Lesern übersetzen!!!

Ach so, also Polytechnische Oberschule Fünf.

Schulranzen und Zuckertüte, Mensch war ich Stolz in die Schule zu kommen.

Ach, hat dich Mutti wieder fein gemacht für diesen Tag. Karierter Anzug mit Lederabsatz an den Taschen. Einfach schnique sah er aus, ihr Goldsohn.

Da ist es ja schon raus, ihr Goldsohn, wie ich das gehasst habe.

Goldsohn, ist nun mal Fakt, denn ihr Goldsohn sollte der Mutti viel Freude bereiten, war ja das Vorzeigekind und die Leute, was die wohl sagen würden?

Na da haben wir ja auch den zweiten Brocken auf dem Tisch. Ach, was war meiner Mutter das wichtig, was die Leute sagen könnten.

Wenn man der Liebling des Häuserblocks war und immer lieb und nett zu den anderen Leuten war, dann konnte Mutti immer stolz auf ihren Goldsohn sein.

Ist auch nicht verkehrt, zu den Leuten nett und freundlich zu sein, denn die heutige Jugend hat das wohl nicht gelernt und könnte sich da schon mal was abschauen. Damals gab es keine Handys oder Telefone in der DDR.

Wie konnten da die Kinder bloß überleben? Ist ja unvorstellbar!!!

Wir schweifen ab, obwohl alles stimmt was ihr sagt. Lasst uns weiter machen, sonst sitzen wir Pflaumenpfingsten noch hier und sind nicht über den Einschulungstag hinaus gekommen.

Also, ich bin in die 1b gekommen und wollte unbedingt neben Andreas sitzen. Meine Klassenlehrerin, Frau Zabel, setzte uns aber wieder auseinander.

War doch ein abgekartetes Spiel!!! Eltern und Lehrerin hatten das doch im Vorfeld schon abgesprochen.

Kam Andreas sogar nicht dann in die 1c?

Nein, er kam in die 1a.

Das du dich noch so gut daran erinnern kannst, Wahnsinn.

Ihr wisst doch, Fotographisches Gedächtnis!!!

Nun hau mal nicht so auf den Putz. Weißt du denn auch noch, wo du gesessen hast?

Ja, klar. Fensterreihe innen, 3 Reihe von vorn.

Respekt, ziehe den Hut, wenn ich einen aufhätte.

Ich weiß auf jeden Fall, dass ich sehr traurig war und die Zuckertüte nicht mehr so wichtig war. Ich ging zu meiner Mutter und erzählte ihr von meinem Leid.

Du bist zu deiner Mutti gegangen, bitte schön.

Ja, Mutti. „Mutti die Lehrerin hat mich nicht mit Andreas zusammensitzen lassen. Das ist aber gemein von ihr.“

Mutti nahm ihren Goldsohn in den Arm und sagte „Lutzie da hat sich die Lehrerin bestimmt was dabei gedacht. Pass immer schön auf im Unterricht, dann bekommst du gute Noten. Es ist nicht so wichtig neben wem du sitzt.“

Na, wolltest du nicht gleich die Schule schmeißen? Und wie fühlte sich der erste Ärger so an?

Das weiß ich nicht mehr, aber Lebe ging weiter.

Gott sei Dank, sonst wären wir ja jetzt schon fertig.

Jetzt fängt der wieder mit seinem „Gott“ an, ich komme mir vor wie in der Comedy Hall, bei Abratzo und Körbel mit „Niggese“.

Lasst uns Kapitel 2 beginnen!!!

Dir zu Liebe!

Kapitel 2 - Die Schulzeit

Die Schulzeit ging seinen Gang, Mutti alles recht gemacht. Gute Noten mit nach Hause gebracht und aufgepasst im Unterricht.

Deshalb Betragen 3, weil der Herr im Unterricht laufend gestört hat.

War eben oft langweilig. Ich hatte es schon längst verstanden und trotzdem hat die Lehrerin alles doppelt und dreifach erklärt.

Es waren eben nicht alle Kinder so schlau wie du.

Apropos schlau, na Lutzie wie schreibt man den Schule, mit oder ohne „H“

Mein Speziwort!

Na, nur raus mit der Sprache, wir wollen alle lachen.

Wenn ein Diktat anstand, fragte mich die Mutti: “Na Lutzie, wie war das Diktat und wie oft kam Schule vor?“ „Mutti, es war sehr gut. Es kam 2-mal Schule vor und einmal habe ich es mit und einmal ohne “H“ geschrieben. Also nur ein Fehler.“

Was heißt hier einmal mit „H“ und einmal ohne und 1 Fehler!!! Du hättest gleich auf mich hören sollen und es dir einprägen können. Warst doch sonst so ein helles Köpfchen.

Es wollte mir einfach nicht gelingen, dafür klappte es mit der Mathematik umso besser.

Da konnte ich dich wirklich nicht verunsichern. Du musstest nie lernen, hast immer ne eins geschrieben. Nur das Wort Schule war zu meinem Spaß geworden.

Ja, die Schule fiel dir leicht, nur das Wort nicht. Doch später sollte es dir zum Verhängnis werden.

Als es anfing, in den Fremdsprachen Russisch und Englisch Vokabeln zu lernen. Unmöglich, aber Gedichte konnte ich wieder auswendig lernen. Wie gesagt komisch. So bekam ich auch die ersten Dreier aufs Zeugnis.

Wenn ich so auf dein Zeugnis schaue, finde ich ja noch 2 Dreier!!!

Jetzt lass die Kirche im Dorf, Teufelchen. Betragen 3, Kopfnote und Rechtschreiben 3, Teil von der Deutschnote. Also keinen Einfluss auf den Gesamtdurchschnitt. Das Zeugnis der 8. Klasse Durchschnitt 1,5. Die Entscheidung Gymnasium oder nicht.

Klasse, jetzt sind wir im Spiel.

Das Leben ist kein Spiel, es ist Ernst. Lutzie musste sich beweisen. Er musste zum ersten Mal eine Entscheidung treffen, obwohl Mutti das ja immer noch für ihren Goldsohn machen durfte. Er war ja noch nicht volljährig.

Ja, ja die Mutti. Die traf auch noch nach der Volljährigkeit gerne die Entscheidungen für Sohnemann. Denn aus dem Goldsohn wurde bald das Problemkind Nummer 1. Und Entscheidungen konnte er noch nie richtig treffen.

Wenn ich mal eine eigene Entscheidung treffen wollte, “Lutzie ich will doch nur das Beste für dich und schau dich an, es ist doch alles zu deinem Besten geschehen. Wenn du dein Abitur machst, kannst du studieren und musst nicht an der Werkbank stehen. Du mit deinen zwei linken Hände, bist für die körperliche Arbeit nicht geschaffen.“

Bei dem Zeugnis und der Ansprache von Mutti, war es doch unmöglich „Nein“ zu sagen, oder?

Du sagst es. Ich hatte keine Wahl.

Kapitel 3 – Das Gymnasium

Also Gymnasium, ich komme in die 9E3

Wie 9E3, was ist denn das für eine Bezeichnung?

9. Klasse, Englischklasse und da es 3 Klassen gab, also 3. Gleich einmal ein paar Arbeiten geschrieben, zur Überprüfung des Leistungsstandes, so nannte man es damals. Alles erstmals mit ner 5 absolviert. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden.

Und wolltest du nicht gleich schmeißen.

Na klar, du hast ihn ja laufend in den Ohren gelegen, mit schönen Leben vorbei, lernen, lernen und nochmals lernen. Hast jetzt keine Zeit mehr für …..

Wenn ihm an der POS V nun mal alles ohne Lernen von der Hand ging, warum sich den Stress hier am Gymnasium aussetzen?

Ich war auf einen solchen Noteneinbruch nicht vorbereitet und auf intensives Lernen auch nicht.

Ich habe es dir von Anfang an gesagt, es wird schwer, du musst dich durchbeißen. Das Gymnasium ist kein Zuckerschlecken. Wo ist denn der Strahlemann geblieben?

Ich habe mich hängen lassen. Englisch und Russisch waren das Grauen, Mathematik ging noch. Aber die Entscheidung stand fest. Nach der 10. Klasse ist Schluss.

Super, die Quälerei hat ein Ende und der bequemste Weg war wieder gefunden!!!

Er hat aufgegeben und sich nicht durchgebissen. Wie du schon gesagt hast, den bequemsten Weg genommen. Schade, hier hatte er die Chance und sie vertan.

Aus heutiger Sicht sehe ich es auch so. Die Qualmerei und Sauferei kamen hinzu. Statt zu lernen, habe ich mich lieber mit den älteren Jungs abgegeben und rumgehangen, heute würde man es „chillen“ nennen. Die Schule war eben nicht mehr mein Ding.

Mein lieber Lutzie, du hast keinen mehr an dich ran gelassen, dich abgeschottet und nur noch auf Durchzug geschaltet.

Mutti und ich hatten auch keine Chance mehr, der Goldsohn wurde zum Problemkind. Und der ganze verzapfte Mist, stammt auch nicht von mir.

Ich habe mir nichts mehr sagen lassen, ich wollte keine Ratschläge mehr, ob nun gut oder schlecht gemeint. Na irgendwie habe ich dann die 10. Klasse abgeschlossen. Keine 4 mehr auf dem Zeugnis, Gesamtdurchschnitt 2,5. Ging eben nochmal mit Ach und Krach gut.

Wie du das geschafft hast, ist mir heute noch ein Rätsel.

Die schlechten Freunde kamen erst später, so dass es schlimmer aussah, als es war. So dass man sagen kann, Schule gemeistert, Haken dran und dann mit der Lehre zum Chemiefacharbeiter begonnen.

Mal was anderes, was war eigentlich mit Mädels und Sex. Wann war Dein erstes Mal?

Können wir das weglassen?

Nee, gehört zum Leben dazu, oder Muss ich die noch erklären, wo die Babys herkommen?

Das weiß ich schon, aber …

Nichts aber.

Lass ihn jetzt, das ist kein einfaches Thema, denn Mutti musste auch da immer ihren Kommentar zum Besten geben. Und leider hielten die meisten Mädels, es waren nicht viele, den Kriterien der Mutti nicht Stand.

Junge, ich will doch nur dein Bestes und was sollen denn die Leute denken. Bis auf Dagmar Knabe, meine erste großen Liebe, die entsprach den Vorstellungen.

Hattet ihr Sex?

Löchere mich nicht Teufelchen. Wir hatten keinen Sex. Ein guter Freund schnappte sie mir vorher weg.

Da warste vielleicht sauer, was?

Klar, ich habe mir damals geschworen, dem Freund die Freundin ausspannen, ist ein No-Go.

Ist doch legitim. Es gehören immer zwei dazu. Wenn deine Dagmar auch so empfunden hätte wie du, dann wär sie doch bei dir geblieben, oder?

Ist wohl war, und die Zeit sprach ja auch für die Beiden. Sie haben geheiratet und Kinder gekriegt.

Warste also noch Jungfrau?

Das Thema lässt dich nicht los, was?

Das ist seine penetrante Neugier.

Na, dann lass mich nicht so lange betteln.

Das Mädchen hieß Monika, war 2 Jahre älter als ich. Ich lernte sie nach Dagmar kennen. Sie weihte mich in die Künste der Liebe ein.

Aus welchem Film haste den Spruch, weihte mich in die Künste der Liebe ein, ach wie ramontisch.

Erstens romantisch und zweitens, nörgle nicht an allem rum.

Mutti hatte nichts gesagt?

Konnte sie nicht, sie war zur Kur.

Welch ein Glück für dich, sonst hättest du vielleicht noch Anweisungen fürs erste Mal bekommen, denn sie meinte es doch nur gut mit dir.

Den Lacher hast du voll auf deiner Seite, kommen wir zum nächsten Kapitel.

Kapitel 4 – Die Lehre

Die Lehre war mir wie auf den Leib geschnitten. Mathe, Chemie und Physik waren die Hauptbestandteile der Theorie. War alles mein Ding.

Musstest wieder mal nicht lernen. Viel dir alles zu! Hast du die freie Zeit dann wenigsten für Sex genutzt. Denn Lehrlingsdamen waren ja wohl reichlich vorhanden.

Hast du nur noch dieses Thema im Kopf? Soll es ein Sex-Bestseller werden oder ein Tagebuch.

Bei seinen Aktivitäten im punkto Sex wird wohl kaum ein Bestseller bei rauskommen.