Luke von Wizik 4 - Wilma Müller - E-Book

Luke von Wizik 4 E-Book

Wilma Müller

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Beschreibung

Gemeinsam arbeiten Luke und seine Freunde an einer Maschine, um für die nächste Pathologie vorbereitet zu sein, doch dann geht alles schief. Marcel beobachtet jeden ihrer Schritte. Was, wenn er die Wahrheit herausfindet? Und wie sollen sie die nächste Katastrophe aufhalten? Diese Pathologie droht alles zu überfluten.

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Seitenzahl: 124

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Wilma Müller, geboren 2003, ist mitten in ihrem dualen Studium im Bereich Physiotherapie. Mit 13 Jahren fing sie an ihre Ideen zu Papier zu bringen und das Schreiben ist aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken. 2019 wurde ihr erster Fantasy-Roman „Aufgelöst – Hinterm Nebel liegt die Wahrheit“ veröffentlicht. „Luke von Wizik und der Nierenkelch“ ist der vierte Teil der Luke von Wizik-Reihe und gehört zu ihren Kinderbüchern.

FÜR TINKO

Inhaltsverzeichnis

1: DER ATROPHIERER

2: EIN DRINGENDES GESPRÄCH

3: DIEBSTAHL

4: DIE HÖHLE DES LÖWEN

5: VERMISST

6: SUCHMISSION

7: VERBÜNDETE

8: UM MITTERNACHT

9: RÜCKWEG

10: EINE NEUE PATHOLOGIE

11: DIE WELLE

12: KRISTALLFUNKELN

13: DER NIERENKELCH

14; TEAMWORK

15: ZERSTÖREN

1

DER ATROPHIERER

„Lukas v.W., Tamara N. und Benedikt J., drei Schüler, haben gestern alle Vermissten aus einem Tunnel unter dem Fußballplatz befreien können.

Glücklicherweise sind alle wohlauf. Es konnte jedoch noch nicht abschließend geklärt werden, wie es zu diesem außergewöhnlichen Vorfall kommen konnte.

Wahrscheinlich sind durch die alten Leitungen unter dem Fußballplatz, die bereits eine Schmutzwasser-Überflutung verursacht hatten, halluzinogene Dämpfe aufgetreten, durch die sich Spaziergänger dorthin verirrt haben.

Der Fußballplatz bleibt bis auf Weiteres gesperrt, doch es wird mit Hochdruck an der Wartung gearbeitet und so lange freuen wir uns mit all den Zurückgekehrten und unseren drei kleinen Helden“, las mein Sitznachbar und bester Freund Bene aus der Zeitung vor oder wie ihn die Journalisten nannten „Benedikt J“.

„Ich werde nicht gerne Lukas genannt, ich bin lieber Luke“, merkte ich auf diesen Artikel hin an: „Unsere vollen Namen klingen immer so super förmlich, einfach nur steif.“

„Wenigstens haben sie von euch geschrieben. Von uns steht da kein Wort!

Dabei waren wir auch sehr wichtig! Ohne uns hätte es nie funktioniert“, beschwerte sich Brady, der langsame Zeitgeist.

„Genau! Wir gehören auch zum Team!“, pflichtete Tachy, unser flinker Zeitgeist, ihm bei. „Und eigentlich auch Mausi, sie war dabei wirklich wichtig“, fügte Tamtam alias Tamara hinzu: „Aber echt krass, dass wir in der Zeitung stehen! Wir sind echte Berühmtheiten!“

„Es ist trotzdem unfair, dass wir nicht dabei stehen“, beharrte Brady ein wenig eingeschnappt. „Ihr seid ja auch ein Geheimnis“, erinnerte ich unsere geisterhaften Freunde: „Ihr seid Helden aus den Schatten, wahre Geister.“

Damit waren sie wohl zufrieden, denn sie beide richteten sich ganz stolz auf, was sie ein bisschen wie Luftballons aussehen ließ.

Das sagte ich ihnen jetzt aber besser nicht.

„Das wird nach den Osterferien in der Schule sicher ganz komisch“, meinte Bene und legte die Zeitung beiseite.

Wir saßen gerade alle zusammen in der Bifurkation, unserem Geheimstützpunkt zwischen den Tannenbäumen, die Benes Familie verkaufte. Hier war man immer schön ungestört und konnte selbst die verrücktesten Dinge planen und davon hatten wir ja schon einige erlebt…

„Ich finde es ja immer wieder verrückt, was für Erklärungen sich die Erwachsenen ausdenken. Das hat ja überhaupt nichts mit der Wahrheit zu tun. Nur weil sie nicht an die Anatomie-Magie glauben wollen“, da konnte man doch nur den Kopf schütteln.

Und wir redeten noch eine Ewigkeit über das alles. Jetzt da alle wieder da waren, könnte alles wieder gut sein, aber ich glaubte irgendwie nicht, dass das die letzte Pathologie gewesen war.

Bis jetzt war doch noch jedes Mal etwas Neues aufgetreten.

Gallenblase, Herz, Knochen, ständig hatte irgendetwas Probleme.

„Wir könnten vielleicht versuchen uns vorzubereiten, quasi wie eine Prophylaxe“, überlegte Bene begeistert, als hätte er meine Gedanken gelesen: „Ich hab doch schon angefangen den Atrophierer zu bauen.

Gemeinsam schaffen wir das locker. Und mit der Maschine könnten wir viele Probleme verkleinern, sogar wortwörtlich. Eine Atrophie ist ja immer eine Verkleinerung.“

„Ich hab ja keine Ahnung von so Maschinenzeug“, sagte Tamtam und zuckte wieder mit den Schultern, doch auch ihr konnte man die Abenteuerlust ansehen.

„Wollen wir gleich damit anfangen?“, war mein Sitznachbar wieder ganz in seinem Element und dabei auch ziemlich ungeduldig.

„Können wir machen“, meinte ich locker.

Eifrig gab er wieder den Code in seine besondere Schatzkiste ein, in der wir auch das

Netz aufbewahrten, mit dem wir unsere Zeitgeister-Freunde gefangen hatten.

Der Code dafür lautete 7125. Das war die Anzahl der einzelnen Wirbelkörper, das hatte er mir gleich am Anfang verraten, allerdings wusste ich mittlerweile auch schon einiges von dem ganzen Anatomie-Zeug. Apropos Wirbelsäule…

„Es gibt ja auch noch ein paar Bänder, die wir nähen könnten“, fiel mir noch ein. Wir hatten auf jeden Fall noch genug zu tun.

„Aber zuerst bauen wir den Atrophierer fertig“, blieb Bene dabei und wuchtete das Ding aus der Kiste. Es sah ganz schön verrückt aus, viele Spiralen, die sich ineinander schraubten.

„Und das soll funktionieren?“, zweifelte Tamtam es gleich an. „Na jetzt noch nicht. Es ist ja noch nicht fertig“, erwiderte Bene mit einem kleinen Augenrollen.

„Wie hast du das eigentlich gemacht? Oder was hast du überhaupt gemacht?“, neugierig betrachtete ich das Gerät genauer.

Der Mechanismus wirkte ziemlich verwirrend.

„So genau weiß ich das auch nicht. Das war in der Nacht als die Alpträume so schlimm waren. Da war ich nicht so ganz da mit den Gedanken“, gestand der Erfinder mit einem nervösen Lachen: „Ich hab auch schon letztens versucht das nachzuvollziehen, aber das ist… schwierig.“

„Wir kriegen das schon hin“, packte ich jetzt auch meinen Optimismus aus. „Ich check mal die Lage“, mit diesen Worten zischte Tachy einfach einmal durch die Apparatur. „Nein!

Was machst du denn da?!“, rief Bene entsetzt.

„Ich hab es mir nur kurz von innen angesehen. Ich bin doch ein Geist. Ich kann durch Sachen durchfliegen. Keine Panik“, meinte der flinke Zeitgeist locker.

„Und was hast du gesehen?“, erkundigte ich mich gleich. „Ähm ja. So Zeug halt“, lieferte sie uns eine sehr hilfreiche Antwort.

„Ich bin wohl nicht die Einzige, die keine Ahnung von Technik hat“, gab Tamtam frech zurück.

„Dabei hast du doch die Streberbrille“, schoss Tachy gleich gegen sie. „Ich hab noch nie verstanden, warum Brillen klug machen sollen“, fiel mir ein. So ein seltsames Vorurteil.

„Vielleicht musst du sie ja nur anziehen und dann hast du voll den Durchblick“, mischte sich Brady ein.

„Darf ich deine Brille anziehen?“, bat Bene auch direkt zum Spaßen aufgelegt.

„Aber nicht die Gläser antatschen“, ermahnte sie ihn, als sie ihm ihre Brille übergab.

Grinsend setzte Bene sie auf und rührte mit seinen Armen durch die Luft: „Das ist ja alles verschwommen!

Du bist ja total blind!“

„Ach ne“, schnaubte Tamtam und verschränkte lässig die Arme vor der Brust. Sie ohne Brille zu sehen, war auch komisch.

Aufgedreht wandte sich Bene an mich: „Oh!

Luke! Du musst sie auch mal anziehen! Dann siehst du wie Harry Potter aus! Der Anführer unseres krassen Teams!“ „Es gibt keinen Anführer! Wir sind alle gleich wichtig!“,

meldete sich der langsame Zeitgeist wieder zu Wort.

„Genau! Wenn überhaupt sind wir es.

Immerhin haben wir als einzige richtig Magie“, stellte Tachy entschieden klar.

„Bleiben wir einfach dabei, dass wir alle auf einer Stufe stehen“, spielte ich wieder den Streitschlichter, aber meine Rolle als Harry Potter fand ich sowieso blöd. Nur weil ich eine blitzförmige Narbe auf der Stirn hatte, bauschte der Fantasy-Fan das immer so auf.

Bene übertrieb wirklich.

„Könnt ihr vielleicht nochmal durch den Atrophierer fliegen und uns helfen einen Plan davon zu erstellen?“, bat ich die Zeitgeister ganz logisch.

„Du wärst ein guter Anführer Harry“, musste Bene noch einen Spruch bringen und knuffte mich in die Seite.

„Wir regeln das“, überzeugt schwebte Brady in die chaotische Maschine und lieferte uns erste Details. Eifrig fing Tamtam an eine Skizze zu malen, während wir irgendwie an Benes Halbschlaf-Erfindung arbeiteten. Es wurde ein absolutes Durcheinander.

Ständig hatten die Zeitgeister noch irgendwelche Ergänzungen oder Veränderungen und wir krakelten nur so vor uns hin.

So langsam zweifelte ich doch daran, ob wir das noch hinbekommen konnten, auch wenn ein anatomischer Schrumpfstrahl super genial wäre.

Zwischendurch versuchten wir auch einen Strategiewechsel und fingen an es auseinander zu bauen, doch das funktionierte nicht so richtig und so bauten wir es nochmal irgendwie zusammen. Allerdings blieb dabei ein Teil übrig, bei dem wir nicht mehr wussten, wohin es sollte.

Hmmm… Ratlos kratzte ich mich an der Mütze. Gerade war ich mir nicht sicher, ob ich das alles frustrierend oder einfach nur witzig finden sollte.

Auf einmal rief uns Benes Papa, was für mich leider bedeutete, dass ich nochmal nach Hause gehen musste.

Na ja, nach Hause war eigentlich nicht so ganz richtig. Das Haus meines Onkels (oder wie ich es nannte: Villa Kunterbunt) fühlte sich immer noch nicht wirklich danach an.

Nur meine Katze Miss Miaupel, die mich mit freudig aufgestelltem Schwanz empfing, gab dem Ganzen etwas Vertrautes. Ich liebte meine Katze. Gemeinsam kuschelten und spielten wir ein bisschen.

Zum Beginn der Ferien hatte ich ihr eine Angel mit Federding geschenkt und sie jagte dem Teil wie der Blitz hinterher. So süß! Und das eine Mal, als sie nicht rechtzeitig abbremste und mit Schwung gegen meinen Schreibtischstuhl lief. Das gab ein lautes „Bong!“

Die Arme! Und Tachy und Brady lachten sie richtig aus. Obwohl wir den Pathologien ganz offiziell die Stirn boten, blieben die Zeitgeister am liebsten hier. Das Haus meines Onkels wurde nämlich von der Immun-Macht eines Wächterlymphknotens beschützt und sie hatten schon eine Ewigkeit hier verbracht.

Viele ihrer Freunde waren schon wegen den Pathologien verschwunden, ohne große Hoffnung wiederzukommen, doch bei ihnen würden wir es nicht zulassen!

„Fang das du Fellmonster!“, rief Tachy ausgelassen und beschleunigte die Spielangel, die ich ganz gedankenverloren hin und her geschwungen hatte.

Natürlich beschleunigte auch Missi daraufhin und konnte nur um Haaresbreite den Beinen meines Betts ausweichen.

Ihr schien das Turbospiel Spaß zu machen.

Nur als Brady ihr Spielzeug extrem verlangsamte und sie es nicht aus der Luft fischen konnte, war sie ziemlich gereizt und schlug wild mit den Krallen darauf ein. Den dreien zuzusehen, wie sie spielten, war wirklich lustig.

Selbst das schlechte Abendessen konnte meiner guten Laune nichts anhaben. Und dann nach einer Folge von einer Serie schlief ich schließlich ein.

Heute war echt ein toller Tag gewesen und mit meinen Freunden würden sicher die ganzen Osterferien ein unvergessliches Abenteuer werden!

2

EIN DRINGENDES GESPRÄCH

Ich genoss es, richtig lange schlafen zu können oder ich versuchte vielmehr es zu genießen.

„LUUUKII!“, schrie eine meiner Cousinen viel zu früh durchs Haus: „Beeesuuuch für diiiich!“

Eigentlich hatte ich vor dem Mittagessen nicht aufstehen wollen.

„Ich komm gleich!“, rief ich noch im Halbschlaf zurück.

Vielleicht hatte Bene in der Nacht ja die Idee gehabt, wie der Atrophierer funktionieren könnte und konnte es gar nicht erwarten seine Erkenntnis mit mir zu teilen oder natürlich die nächste Pathologie hatte zugeschlagen und wir mussten handeln.

So oder so sollte ich meine Freunde nicht warten lassen. Also quälte ich mich aus dem Bett und schlurfte die knarzende Treppe runter. Doch als ich unten ankam, erwartete mich dort keiner meiner Freunde. Im Türrahmen stand Marcel.

Was hatte der denn hier verloren? Der reiche Schnösel hatte sich doch immer nur über mich und meine Freunde lustig gemacht und war voll arrogant durch die Gegend geschlendert. Allerdings sah er jetzt auch anders aus als sonst.

Statt seinem völlig übertriebenen Anzug trug er jetzt eine lockere Jogginghose und ein ganz normales T-Shirt. Auch seine Haare waren nicht mehr so schmierig gegelt sondern nur noch lässig gekämmt.

Insgesamt war er genau die Mischung aus seinem viel zu schicken und seinem komplett verwahrlosten Ich.

Ob der kurzzeitige Verlust seiner Katze zu diesem Wandel geführt hatte? Es hatte ihn die letzten Tage ja schon ordentlich mitgenommen…

„Hallo Luke!“, begrüßte mich Marcel mit einem freundlichen Lächeln: „Ich hab hier einen Osterkorb als kleines Dankeschön von meiner Familie. Darf ich reinkommen?“

Warum kam er damit eigentlich zu mir und nicht zu Tamtam oder Bene?

„Ähm ja“, erlaubte ich ihm etwas verlangsamt und trat einen Schritt zur Seite, sodass er rein konnte. Es war viel zu früh, um mich mit ihm auseinanderzusetzen. Besonders in den Ferien! Das sollte meine idiotenfreie Zeit sein!

„Oh! Geschenke! Dürfen wir reingucken?

Bitte, bitte, bitte!“, kam es nervig von der Seite, meine Cousine Marleen.

Stimmt ja, ganz friedlich wären meine Ferien sowieso nicht geworden.

„Ja, klar“, mit diesen Worten reichte ich den Korb an die kleine Nervensäge weiter. Dann hatte ich vielleicht ein paar Minuten meine Ruhe.

„Hey! Ich will es auch sehen! Lass es mich auch sehen!“, verlangte ihre Schwester Melissa und die Diskussion ging richtig los.

„Wo ist dein Zimmer?“, lud sich Marcel völlig selbstverständlich quasi selbst ein. Wollte er nicht einfach wieder gehen? Abwägend sah ich den Typ an. Eigentlich wollte ich ihn ja nicht in meinem Zimmer haben…

Auf einmal wechselte sein Gesichtsausdruck von freundlich zu eindringlich: „Bitte. Wir müssen dringend reden, unter vier Augen.“

Das wurde ja immer seltsamer… „Ähm. In Ordnung… Hier lang“, ließ ich ihn gewähren und ging mit ihm zusammen zurück nach oben. Missi begrüßte ihn gleich mit einem Fauchen und stellte ihr Fell auf.

Dann sah sie immer so super flauschig aus! Ein kuschliger Schatten.

Aber ich konnte verstehen, warum sie ihn nicht leiden konnte. Trotzdem sagte ich: „Schon in Ordnung, Miss Miaupel.“

„Du bist aber ein süßes Kätzchen“, machte Marcel ihr ein Kompliment und hielt ihr seine Hand zum Schnuppern hin, doch davon ließ sie sich nicht beeindrucken. Wütend fauchte sie noch einmal und zog sich im Rückwärtsgang ein Stück zurück.

„Soll ich ihn auf die Nase fallen lassen?“,

raunte mir Tachy ganz leise zu. Ich schüttelte nur den Kopf. Zuerst wollte ich wissen, was er denn so Wichtiges zu bereden hatte. Mit einer einladenden Handbewegung deutete ich auf meine Zimmertür.

Mitten im Raum blieb Marcel stehen.

Ihm hätte ich ja noch zugetraut, sich einfach irgendwo hinzusetzen, als würde ihm alles hier gehören.

„Also?“, auffordernd hatte ich die Augenbrauen hochgezogen.

„Es geht um meine Katze, um all die Vermissten. Die waren doch nicht einfach so unterm Fußballplatz. Das wäre doch viel früher aufgefallen! Was ist wirklich passiert?“, kam er gleich zur Sache.

Unschuldig zuckte ich nur mit den Schultern:

„Ich weiß nicht, wovon du redest. So war es einfach.“ Ich konnte ihn nicht in das Geheimnis der Anatomie-Magie einweihen, nicht ihn!

„Das haben Bene und Tamtam auch schon gesagt, aber ihr lügt doch! Ihr steckt da irgendwie mit drin!“, unterstellte er mir aufgebracht. Aber es war eine gute Bestätigung, dass ihm meine Freunde auch nicht die Wahrheit gesagt hatten. Wir zogen alle an einem Strang.

„Wir würden nie Leute und Haustiere entführen, nur um als Held dazustehen. Wie sollten wir das auch geschafft haben?“, konterte ich sogar ehrlich. „Ich weiß nicht, wie ihr es gemacht habt oder was genau, aber irgendetwas ist da im Busch. Die seltsamen Ereignisse in der Schule, die schwebenden Gegenstände, die super schnellen und super langsamen Bewegungen… Seit du da bist, passieren immer mehr solcher Dinge“, analysierte er mit zusammengekniffenen Augen.