Lust statt Frust - Erika Berger - E-Book

Lust statt Frust E-Book

Erika Berger

4,8
12,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Die bekannte Moderatorin und Journalistin verrät ihre eigenen Wohlfühlformeln. Angereichert mit zahlreichen Anekdoten aus ihrem eigenen Leben, gelingt Erika Berger so nicht nur ein beschwingter Ratgeber, sondern auch eine unterhaltsame Lektüre.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 245

Veröffentlichungsjahr: 2013

Bewertungen
4,8 (16 Bewertungen)
13
2
1
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Erika Berger

Lust statt Frust

Für Richard, meinen Mann, der mich in jeder Situation verstanden hat.

Erika Berger

Lust statt Frust

Meine Wohlfühlformeln

Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN 978-3-636-06346-5 | Print-Ausgabe

ISBN 978-3-86882-054-6 | E-Book-Ausgabe (PDF)

E-Book-Ausgabe (PDF):© 2009 bei mvgVerlag, FinanzBuch Verlag GmbH, München. www.mvg-verlag.de

Print-Ausgabe:© 2007 bei mvgVerlag, Redline GmbH, Heidelberg.Ein Unternehmen von Süddeutscher Verlag | Mediengruppe www.mvg-verlag.de

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung: Morian & Bayer-Eynck, CoesfeldUmschlagabbildung: Manfred Esser (www.manfredesser.de)Lektorat: Ulrike Kroneck Satz: Redline GmbH, Jürgen EchterDruck: Himmer, AugsburgBindearbeiten: Thomas, AugsburgPrinted in Germany

VORWORT

Es gibt Situationen im Leben, die man nie wieder vergisst und an die man – wenn erst einmal alles überstanden ist – lachend zurückdenkt.

Ich hatte eine solche Situation vor fast genau 15 Jahren. Mein Mann und ich lebten wieder einmal in München. Es war Samstag und Sommer und gnadenlos heiß. Dagegen ist normalerweise überhaupt nichts einzuwenden – nur ich konnte das nicht ertragen. Ich fühlte mich seit einiger Zeit krank und erschöpft, mir war heiß und kalt, ich konnte schlecht schlafen und heulte wegen jeder Kleinigkeit. Ganz abgesehen von meinen unkontrollierten Wutausbrüchen. Um ganz ehrlich zu sein: Ich war auf einmal mit mir selbst nicht zufrieden. Meine Haut war nicht mehr so straff und klar wie früher, und wenn ich genau in den Spiegel geschaut habe, dann konnte ich meine Falten deutlich sehen – ganz abgesehen von den grauen Haaransätzen! Über meinen Busen und meine Oberschenkel will ich im Nachhinein gar nicht mehr reden! Ich gebe zu, ich bin sehr eitel und sehr kritisch, und das alles hat mich zu meinen körperlichen Beschwerden ziemlich herb getroffen.

Was also tun? Klar, in die Apotheke und ein Grippemittel holen, damit ich mich endlich wieder besser fühlte.

In der Apotheke war das übliche Wochenendgedrängel mit Vätern und Kindern, die Pampers-Vorräte fürs Wochenende mussten aufgestockt werden. Endlich wurde ich gefragt: „Und was bekommen Sie, Frau Berger?“ Blöd bin ich mir vorgekommen, mitten im Sommer nach einem Grippemittel zu fragen. Trotzdem habe ich brav meine Beschwerden heruntergeleiert, und die Reaktion kam postwendend: „Geh, Frau Berger, das ist keine Erkältung, das ist das Klimakterium.“

Ich weiß noch, wie die Apothekerin in breitem Bayrisch Frau Beeerger und Kliiimakteeerium sagte. Richtig gemein war das.

Alles war ganz still, ich übrigens auch. Und dann ging es los! Die Väter wollten mich irgendwie trösten und meinten, das sei doch gar nicht schlimm, das würden sie von ihren Müttern kennen und ich würde das schon packen.

Na bravo! So haben mich also meine männlichen Mitmenschen gesehen, schon etwas angegraut und mütterlich. Nicht besonders tröstend.

Klimakterium, das Wort hat sich in mein Hirn eingebrannt. Mein erster Gedanke war: Das stimmt nicht, das bekommen nur die anderen, ich nicht. Mir war nicht bewusst, dass ich mit meinen damals 50 Jahren durchaus diese Zipperlein haben konnte. Und diese eben hinnehmen musste! Musste?

Ich nicht, das war mir sofort klar. Da meine Ärztin in Urlaub war, bekam ich ein homöopathisches Mittel. Ich sollte davon dreimal täglich vier Pillen auf der Zunge zergehen lassen. Zu Hause habe ich dann gleich zweimal so viele genommen, und raten Sie mal, was dann passiert ist? Mir ging es schlagartig gut. Es hat Klick gemacht bei mir im Kopf, und nach einer kurzen Heulphase habe ich angefangen, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass die Wechseljahre ein Tabuthema sind, immer noch, dass Frauen resignieren, dass Ehen nur noch auf dem Papier bestehen und dass die sexuellen Bedürfnisse unbefriedigt bleiben.

„Weil das Los der Frau ist, in den Augen der Männer ein Objekt der Erotik zu sein, verliert sie, alt und hässlich geworden, den ihr in der Gesellschaft zugewiesenen Platz: Sie wird ein Monstrum, das Widerwillen und sogar Furcht erregt.“ Mit diesen Worten beschreibt die französische Schriftstellerin Simone de Beauvoir Geschichte und Gefühle eines Großteils der Frauen der westlichen Industrienationen. Sämtliche Vorurteile des Patriarchats stehen hier in einem Satz. Und der macht uns Frauen alles, aber keinen Mut.

Wissen Sie, ich finde das Wort „Wechseljahre“ absolut idiotisch – es war immer und ist immer noch negativ besetzt. Dabei sind es genau die Jahre, die zu neuen Selbstwertgefühlen verhelfen können, wenn Frauen sie bewusst erleben.

Wechseljahre – das ist doch etwas Positives. Das bedeutet nichts anderes als den Wechsel in ein neues Leben – ein Leben erfüllt mit Glück, mit Lust und mit einer unglaublichen Power. Zu keiner Zeit hat es so viele aktive und attraktive Frauen um die 50 gegeben wie heute.

Vergleichen wir uns mit unseren Großmüttern oder Müttern, so hat sich im Laufe der Jahre für uns Frauen eine ganze Menge geändert, obwohl der Zeitpunkt der Menopause, der Wechseljahre, über Jahrtausende gleich geblieben ist.

Schon 322 v. Chr. berichtet Aristoteles in seiner „Historia Animalium“, dass Frauen ungefähr mit 50 ihre letzte Menstruationsblutung haben. Statistisch gesehen sind die Frauen heute im Durchschnitt 52 Jahre, der Normalbereich der Wechseljahre liegt zwischen 45 und 55. Daran haben weder der soziale und kulturelle Wandel noch die bessere Ernährung und die höhere Lebenserwartung etwas geändert.

Mit der höheren Lebenserwartung bekommen allerdings viel mehr Frauen die körperlichen Folgen des Alterungsprozesses, der teilweise durch den Ausfall der weiblichen Hormone bedingt ist, zu spüren.

Spätestens seit Robert Wilson 1966 in seinem Buch „feminin forever“ die Hormonersatztherapie als Wundermittel gegen alle Altersbeschwerden empfahl, befassen sich Fachleute und Laien mit dem Problem der Wechseljahre.

Dass sich in der Literatur bis zurück in die Antike zwar immer wieder Angaben zum Menopausenalter finden, aber kaum Bemerkungen über die Beschwerden der Wechseljahre, hängt wohl weitgehend mit der Lebenserwartung zusammen.

Im Europa des 17. Jahrhunderts, so wird geschätzt, erlebten nur 28 Prozent der Frauen die Menopause. Heute sind es 95 Prozent. Noch im vorletzten Jahrhundert lag die Lebenserwartung der Frau in Europa bei 45 Jahren, im antiken Rom waren es sogar nur 23 Jahre.

Bereits 1816 vermutete der französische Arzt Gardanne in der ältesten bekannten Studie über die Wechseljahre „La Menespausie“, dass die Beschwerden der Wechseljahre nicht allein psychologisch bedingt seien, sondern die kulturellen Veränderungen die Frauen für die klimakterischen Beschwerden anfällig gemacht hätten. Vor allem für die Symptome der Frauen aus den oberen Schichten sah er die Ursache in den starken gesellschaftlichen Umwälzungen und sozialen Anspannungen in Folge der Französischen Revolution.

Auslösender Faktor für die körperlichen und psychischen Symptome der Wechseljahre ist, wie inzwischen erforscht wurde, das Defizit an Östrogen. Und die typischen Beschwerden kennen wir – Hitzewallungen, Depressionen, Herzrasen und Schlafstörungen. 75 bis 80 Prozent der europäischen Frauen – so belegen es Statistiken – leiden unter den gefürchteten Hitzewallungen.

Ganz anders steht es damit zum Beispiel in Japan: Die japanische Sprache kennt nicht einmal dieses Wort! Und zwei Drittel der Japanerinnen messen der Menopause nur geringe oder gar keine Bedeutung zu.

Verschiedene Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass der gleiche körperliche Prozess von den Frauen in unterschiedlichen Kulturen sehr verschieden wahrgenommen wird. Ganz allgemein gesagt, beschreiben asiatische Frauen die Beschwerden weniger gravierend als Frauen in Europa. Die Vermutung liegt nahe, dass auch die Mehrheit der Frauen in den Entwicklungsländern im Alltag mit weit schwerwiegenderen Problemen zu kämpfen haben. Wer seine Familie nicht ernähren kann, der hat keine Zeit, sich um Hitzewallungen oder Falten im Gesicht zu kümmern!

Völlig im Widerspruch zu diesen einfachen Erklärungen stehen indes Erfahrungen aus Europa und den USA. Hier klagen Frauen in schwierigen sozialen Situationen am meisten über die Wechseljahrprobleme.

Das Beispiel Japan zeigt, dass die unterschiedliche Wahrnehmung der Menopausen-Beschwerden offensichtlich auch andere Gründe hat. Eine maßgebliche Rolle spielt zweifellos die gesellschaftliche und kulturelle Stellung der Frau. Wo den Frauen nach der Menopause mehr Freiheit und eine angesehenere Position zusteht, werden die Wechseljahre nicht als Bestrafung, sondern viel eher als Belohnung empfunden.

1975 hat die amerikanische Anthropologin Marcha Flint in einer Untersuchung über Moslemfrauen in Indien berichtet, die kaum Probleme mit der Menopause kennen. Mussten Frauen vorher verschleiert gehen, konnten sie sich nun unverschleiert zeigen – und sogar mit Männern essen und trinken. Ähnlich wie in islamischen Ländern werden die Frauen auch in vielen afrikanischen Ländern von Tabus und Zwängen ihrer fruchtbaren Jahre befreit.

Die positive Haltung gegenüber der Menopause ist eine mögliche Erklärung dafür, dass diese Frauen kaum über Beschwerden klagen.

Im Grunde wissen wir alle eine ganze Menge über den „Wechsel in ein neues Leben“. Trotzdem verfallen wir immer wieder in Panik und fragen uns: „Was ist es nur, das mir solche Angst macht?“

1 DER UMBRUCH

Wie die Seele reagiert

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Wechseljahre sind keine Krankheit! Aber sie sind eine Zeit der Veränderungen. Und je nach Ausgangslage, Gesundheit und Kraft der Frauen werden diese Jahre unterschiedlich gut bewältigt.

Alle Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Depressionen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Aggressivität und Stimmungslabilität dürfen nicht – wie Männer das so uncharmant bemerken – als „klimakterische Spinnereien“ abgetan werden. Dagegen muss etwas getan werden – und zwar kontinuierlich!

Ich für mich kann jetzt nicht wirklich sagen, was mich mehr irritiert hat: die Veränderung meines Körpers, das Ansetzen von Pölsterchen, wo vorher keine waren, oder die Schwierigkeit, diese wieder loszuwerden; das Erschlaffen der Haut, die früher so schön glatt und rosig war; meine Haare, die auf einmal nicht mehr so glänzten, oder die Nägel, die ständig abgebrochen waren.

Gut, das alles kann man in den Griff bekommen, und ich habe das auch geschafft. Wenn auch mit ziemlichen Mühen. Denn ich bin ein grenzenlos eitler Mensch und, was meine eigene Person angeht, sehr kritisch.

Schlimmer war für mich das Achterbahnfahren meiner Gefühle. Morgens gute Laune, aber dann hat der Besuch meiner Freundin, die nach einem prüfenden Blick völlig harmlos feststellte, dass ich irgendwie abgespannt aussähe, mich in tiefe Verzweiflung gestürzt.

Oder mein unglaublich lieber Fotografen-Kollege, der mir voller Stolz ein riesig vergrößertes Portrait gegeben hat mit den Worten: „Da siehst du wunderschön aus.“ Ich hätte ihn beinahe erwürgt, denn ich habe mich nicht schön gesehen, sondern nur faltig! Gut – es ist nichts passiert. Ich musste mich einfach nur daran gewöhnen, dass man irgendwann „erwachsen“ aussieht. Oder das schlimme Gefühl, von niemandem mehr geliebt oder begehrt zu werden. Mit einem Wort, die Seele leidet unendlich!

Die Krisen der Wechseljahre, die zu körperlichen und noch häufiger zu seelischen Störungen führen können, werden zu Unrecht sehr pauschal als „klimakterische Depressionen“ bezeichnet. Schwere Depressionen, die meist in keinem Zusammenhang mit äußeren Ereignissen stehen – die Medizin nennt sie die „endogenen Depressionen“ –, können natürlich auch in den Wechseljahren auftreten. Sie stehen jedoch nicht in ursächlichem Zusammenhang damit. Sie sind übrigens eher selten!

Häufig sind in dieser Zeit die depressiven Verstimmungen, denn in diesen Jahren können für eine Frau eine ganze Menge negativer Ereignisse zusammenfallen:

Der Partner oder ein anderer enger Verwandter – insbesondere ein Elternteil – stirbt oder wird schwer krank.

Der Tod meines Vaters in dieser Zeit hat mich unheimlich hart getroffen. Mir hat das deutlich gemacht, dass alles sehr schnell enden kann. Ich konnte es lange Zeit nicht begreifen, dass mein Vater, der mich geliebt hat, der mir viel beigebracht hat, der immer für mich da war – auf einmal nicht mehr bei mir war. Dann erkrankte meine Mutter an Krebs – das hat mich völlig aus der Bahn geworfen.

Die Kinder ziehen von zu Hause aus, nabeln sich ab. Ich habe mich von heute auf morgen überflüssig gefühlt und hatte irgendwie eine völlig veränderte Lebenssituation. Ich habe mir lange Zeit Sorgen darüber gemacht, ob die beiden auch wirklich allein zurechtkommen. Wie sich schnell herausstellte, kamen sie ohne mich fabelhaft aus. Experten bezeichnen dies als „empty nest“-Syndrom – Beschwerden also, die daraus resultieren, dass die Frau plötzlich in einem „leeren Nest“ sitzt.

Man wird Großmutter! Du lieber Himmel, war mein erster Gedanke, das macht mich ja älter, als ich bin und als ich sein möchte. Nach sehr langen Überlegungen hat sich dieses Gefühl gelegt. Vor allem dann, als ich mein Enkelkind zum ersten Mal gesehen habe.

Der angespannte Arbeitsmarkt führt zu finanziellen Problemen. Dieser Punkt hat mich selbst nicht betroffen. Aber ich habe durch eine sehr gute Freundin erfahren, was es heißt, unsägliche Zukunftsängste zu haben.

Freunde, die bisher emotionellen Halt gegeben haben, ziehen weg oder haben plötzlich eigene Probleme, die sie zu lösen versuchen. In diesen Jahren musste ich beruflich von Hamburg nach Köln umziehen und habe deshalb meine Freundin zurückgelassen. Daran habe ich sehr lange geknabbert.

Die Ehe endet mit einer Scheidung. Wenn sich dann der Partner auch noch für eine deutlich jüngere Frau entschieden hat, ist die Katastrophe komplett. Denn das zeigt überdeutlich, dass man irgendwie zum alten, ungeliebten Eisen gehört. Das ist mir zum Glück erspart geblieben.

Derartig gravierende Veränderungen haben eine entscheidende Wirkung auf unser Selbstwertgefühl. Man fühlt sich allein gelassen und fängt an, an sich zu zweifeln, man stellt sein Leben und die Zukunft in Frage.

Das sind keine besonders erhebenden Gefühle! Betrachtet man das alles zusammen, was einer Frau in der Lebensmitte so alles widerfahren kann, scheint es fast an ein Wunder zu grenzen, dass es Frauen gibt, die diese Jahre überstehen, ohne in tiefste Depressionen zu fallen.

Dass man diese Traurigkeit nicht einfach ausknipsen kann, ist klar. Es ist auch völlig in Ordnung, sich mal durchhängen zu lassen, zu weinen, zu trauern, sich selbst zu bemitleiden. Aus vielen Gesprächen mit Frauen und auch aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass es in solchen Momenten wunderbar ist, dem eigenen Partner seine Ängste mitteilen zu können.

Viele Frauen, die Kinder haben, werden sich gut daran erinnern, mit welcher Rücksicht und Anteilnahme sich ihre Partner während der Schwangerschaft um sie gekümmert haben. Man wurde bedient und umsorgt. Der hormonelle Wechsel der Schwangerschaft war nicht ohne Spuren zu verkraften – genauso wenig wie jetzt der Umschwung in den Wechseljahren. Genau das muss der Partner jetzt auch wissen. Er muss wissen, wie es uns geht, vor allem, was in uns vorgeht. Wenn das Ende dieser Entwicklungsphase auch kein „sichtbares Ergebnis“ mehr hat, so ergibt sich doch für beide die erfreuliche Gewissheit, in Zukunft keine Verhütungsprobleme mehr zu haben. Männer, die in die biologischen Veränderungen der Frauen mit einbezogen werden, sind oftmals nicht nur verständnisvoller, sondern auch nachsichtiger und fühlen sich mit verantwortlich für das Wohl der Frau und für die Partnerschaft insgesamt.

Fantastisch ist es, wenn man sich vertrauensvoll in die Arme der Familie flüchten kann, die verständnisvoll trösten, zuhören und aufbauen kann. Hier in diesem Nest muss man sich nicht verstellen, man kann ganz einfach über alles reden – und niemand versteht etwas falsch.

Aber nicht alle Frauen sind in der glücklichen Lage, einen Partner oder überhaupt eine Familie zu haben. Es gibt Frauen, die schlicht und ergreifend allein sind, was in jungen Jahren wahrscheinlich kein allzu großes Problem war. Aber jetzt? Jetzt braucht man die gute Freundin, die auch in dieser Situation ist. Mit ihr zu reden tut so gut. Denn mit ihr kommt man irgendwann zu dem Punkt, wo man herzlich über das lachen kann, worüber man gerade noch in Tränen ausgebrochen ist. Sich einer wirklich guten Freundin zu öffnen tut nicht nur der Seele gut, es kann eine Freundschaft ungeahnt vertiefen.

Erstaunlich finde ich, dass es Frauen gibt, die zugeben, eine Freundin niemals um Rat zu fragen, geschweige denn, sich bei ihr auszuheulen. Liegt es vielleicht daran, dass Freundschaften im Erwachsenenalter Mangelware geworden sind? Oder dass man den Schein wahren und bloß keine Schwächen zeigen will? Das ist falscher Stolz, denn kaum etwas verbindet mehr als Vertrauen und Solidarität.

Es gibt Selbsthilfegruppen – übrigens nicht ausschließlich für Singles! Ich finde, es hilft sehr, mit anderen, unterschiedlichen Frauen über die eigene Situation zu sprechen oder an bestimmten Problemen zu arbeiten. Wer jetzt an seinem Wohnort, in seinem Bezirk oder seiner Gemeinde nicht fündig wird, kann sich danach erkundigen bei Volkshochschulen, Gesundheitszentren oder pro familia.

Nicht unwichtig in diesem Lebensabschnitt ist der Psychologe! Frauen, die das Gefühl haben, ohne professionelle Hilfe nicht zum Ziel zu kommen, sollten sich nicht scheuen, diese Hilfe anzunehmen. Der Psychologe kann in Gesprächen die oftmals sehr komplexen Zusammenhänge verschiedener Konflikte erkennen und aufdecken. Im nächsten Schritt geht es ihm darum, negative Verhaltensmuster aufzulösen und neue Verhaltensformen einzuüben. Jede Frau sollte wissen, dass sie Anspruch auf diese Hilfe hat – eine Hilfe, die absolut gar nichts mehr mit der verschrobenen Vorstellung vom „Seelenklempner“ zu tun hat. Eine Psychotherapie sollte nüchtern und wertfrei als Dienstleistung betrachtet werden.

Wenn Sie des Öfteren mit Reizbarkeit, Nervosität, Lustlosigkeit oder gedrückter Stimmung zu tun haben, sollten Sie auf jeden Fall selbstkritisch in sich hineinhorchen und nach realistischen Auswegen oder Möglichkeiten zur Verbesserung Ihrer Situation suchen.

Oft helfen schon mehrere kleine Schritte in die richtige Richtung:

Gegen Nervosität und Reizbarkeit gibt es ein einfaches Mittel, mit dem viele Frauen gute Erfahrungen gemacht haben. Dabei müssen Sie nichts weiter tun, als die Anzahl der geplanten Tagesaktivitäten herabzusetzen. Sie senken damit den Erwartungsdruck an sich selbst und haben weniger Anlass, mit sich einmal nicht ganz zufrieden zu sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Es gibt immer Dinge, die man lassen kann, ohne dass es allzu große Auswirkungen hätte.Es hilft auch, wenn man am besten schon morgens weiß, dass der Tag Erfreuliches bereithält. Es spricht übrigens nichts dagegen, wenn man hier ein bisschen nachhilft – mit einem Kinobesuch, einem selbst gekauften Blumenstrauß, einem neuen Parfum oder Make-up!

Wirksam kann auch eine Körpermassage sein, ein Besuch im Schwimmbad und in der Sauna, das Lesen eines spannenden Buches oder ein bisschen Kerzenschein in der Wohnung.

Schnell beruhigend wirkt eine Dusche zwischendurch, unter der lockernde und entspannende Übungen – besonders im Nackenbereich und mit den Schultern – gemacht werden. Nach einem anschließenden kühlen Guss das Wasser nur abstreifen und noch feucht – ins Badetuch gewickelt – für 15 Minuten ins Bett. Augen schließen und tief atmen!

Bei Niedergeschlagenheit und innerer Leere können sportliche Aktivitäten Wunder wirken. Damit meine ich jetzt keine Höchstleistungen, sondern so einfache Dinge wie z. B. die Benutzung der Treppe statt des Fahrstuhles, die Fahrt mit dem Rad zum Büro oder zum Einkauf. Sie werden schnell merken, wie gut Ihnen solche Kleinigkeiten tun.

Für die Seele wichtig sind Licht und Wärme. In der dunklen Jahreszeit vermeiden Sie bitte trübe Lichtstimmungen in der Wohnung! Ersetzen Sie schwache durch stärkere Lampen und drehen Sie die Heizung einen Strich höher!

Mir ist schon klar, es ist ungewohnt, jetzt endlich etwas für sich selbst zu tun, aber jetzt ist die Gelegenheit da, neuen Interessen und Betätigungen nachzugehen, Reisen zu machen, Sport zu treiben und auch mal bei Wind und Wetter spazieren zu gehen. Dazu fehlte doch immer die Zeit, denn die Familie hatte ja den Vorrang!

Diese Erfahrungen schaffen einen positiven Ausgleich dafür, dass wir in den Wechseljahren oft so starken psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Jetzt müssen wir Ballast abwerfen und den Stress in unserem Leben reduzieren.

Das kann man lernen! Zu allererst sollten Sie lernen, in Ihrem Leben einmal mehr nein zu sagen als zuviel ja. Ein sehr guter und wichtiger Schritt, um der Seele Gutes zu tun. Sie werden merken, dass Sie sich besser und auch glücklicher fühlen.

Nur eines möchte ich hier noch anmerken: Alles braucht seine Zeit – also haben Sie mit sich selbst Geduld. Kleine Schritte führen auch ans Ziel.

Hier ein Frauengespräch über Gefühle, Zweifel und Ängste in den Wechseljahren – und wie das alles doch positiv geschafft wurde:

Christiane (56) hat es sich ziemlich lange überlegt, ob sie über ihre Gefühle Auskunft geben soll oder nicht. „Das ist alles so persönlich, ich weiß auch nicht, ob es jemanden gibt, der das nachvollziehen kann“, hat sie mir am Anfang gesagt. Und dann hat sie doch darüber gesprochen:

„Nein, in Panik bin ich nicht geraten, als meine Periode ganz ausgeblieben ist. Irgendwie war ich erleichtert, wie befreit von einem Übel, das mir immer Probleme gemacht hatte. Mich haben übrigens auch meine ersten grauen Strähnen nie gestört und dass meine Figur nicht mehr die war, die ich mit 20 hatte. Das war mir ebenfalls egal. Für mich war es wichtig, dass mein Mann mich immer noch begehrenswert fand.

Ich glaube, da sind wir Frauen alle gleich – ich habe mich viel kritischer im Spiegel betrachtet, als ich das die ganzen Jahre vorher getan habe. Ich habe peinlichst genau auf mein Gewicht geachtet, manchmal einen Anflug von Traurigkeit erlebt, wenn ich meinen Körper angesehen habe und merkte, dass alles nicht mehr so straff war, wie ich das gewohnt war. Mein Mann hat mir bei meinen Betrachtungen oft zugesehen – unfreiwillig, wie er immer sagte. Er hat mir immer wieder gesagt, dass er mich genauso liebe wie früher und dass er meinen Körper jetzt noch reizvoller fände. Manchmal habe ich ihm das nicht geglaubt, dachte immer, er wolle mich damit nur beruhigen.

Wie auch immer, mit den Äußerlichkeiten bin ich gut zurechtgekommen. Ich habe mit meiner Ärztin lange Gespräche geführt, hatte auch keine Angst vor Hormonen. Sie haben mir gut getan und ich nehme sie immer noch.

Das Einzige, was mich belastet hat und was mich immer noch belastet, ist, dass ich nun keine Kinder mehr bekommen kann, dass ich nun unfruchtbar bin. Ich habe zwei wunderbare Kinder und ich hatte nach zwei schweren Geburten auch die Nase voll, wie man so schön sagt. Und trotzdem bin ich traurig darüber, dass ich nun in einem Alter bin, wo dies alles unwiederbringlich vorbei ist. In meinem Kopf hat sich das festgesetzt: Wenn du einmal keine Kinder mehr bekommen kannst, dann bist du alt.

Natürlich weiß ich, dass das unsinnig ist. Natürlich weiß ich, dass ich nach wie vor die Sexualität genießen kann, und das tue ich ja auch. Trotzdem kommen die dunklen Gedanken in schöner Regelmäßigkeit immer wieder. Meine Ärztin hat gesagt, dass auch diese Gefühle bald vorbei sein werden, dass es für mich aber wichtig ist, diese „Trauerarbeit“ zu leisten. Jetzt, wo ich mit Ihnen darüber rede, muss ich lachen – schließlich bin ich doch jetzt eine Frau in den besten Jahren, die das Leben wahrlich genießen kann. Ich glaube, ich bin mit dieser einzigen Traurigkeit bald durch.“

Henriette (57) erzählt:

„Ich war wie gelähmt, als ich merkte, dass ich mit schöner Regelmäßigkeit nachts aufgewacht bin, mit rasendem Herzklopfen und schweißgebadet. Nein, das darf nicht wahr sein, ich will nicht alt werden, so hämmerte es ununterbrochen in meinem Kopf. Schließlich war ich damals ja erst 48! Ich habe immer sehr viel Wert auf mein Äußeres gelegt, war schlank und stolz auf meinen schönen Busen. Meinen Job hatte ich schon vor Jahren aufgegeben, da mein Mann wollte, dass ich mich ausschließlich um unsere Tochter kümmere. Und um unser Haus und natürlich um ihn.

Ich habe das alles gern getan und mein schönes Leben genossen. Nicht im Traum hätte ich mir vorstellen können, dass meine Ehe jemals langweilig werden könnte – mein Mann und ich haben uns sehr geliebt. Ich sage sehr bewusst „haben uns sehr geliebt“ – denn auf einmal war alles ganz anders. Angefangen hat es mit meiner unbändigen Angst, älter zu werden.

Nach diesen Nächten voller Ängste war ich natürlich am Morgen total unausgeschlafen und dementsprechend schlecht gelaunt. Am Anfang hat mein Mann das noch mit Humor getragen. Bis er eines Tages völlig ausgeflippt ist: ‚Ich möchte mal wissen, warum du nur noch so muffig herumläufst. Keiner tut dir was, und du bist nur gereizt‘, hat er mich angebrüllt. Meine Reaktion darauf waren Tränen. Um mich zu beruhigen, habe ich schon am Vormittag angefangen, etwas zu trinken. Meist einen kleinen Sekt. Die Folgen waren entsetzlich, denn ich bekam Kopfschmerzen, die ich dann mit Tabletten zu bekämpfen versuchte. Also alles in allem ein Teufelskreis, aus dem ich nicht herausgekommen bin. Sex war auch nicht mehr drin. Ich habe ständig Ausreden erfunden. Und irgendwann war ich meinem Mann egal. Ich habe mich nicht mehr richtig gepflegt, die Kontakte zu meinen Freundinnen habe ich abgebrochen. Dass ich wegen meiner Beschwerden einen Arzt aufsuchen sollte, das ist mir gar nicht erst in den Sinn gekommen. Ich habe nur gelitten und war unglücklich.

Dann hatte ich einen Autounfall, als ich einmal bereits mittags stark angetrunken war. Ich kam ins Krankenhaus, und wenn ich mir das heute so überlege, war das meine einzige Chance. Mit Hilfe einer Gesprächstherapie habe ich es geschafft, die Angst vor dem Älterwerden zu überwinden.

Ich nehme jetzt Hormone und es geht mir gut. Ich glaube auch, meine Ehe wurde kurz vor dem Auseinanderbrechen gerettet. Mein Mann sagte mir nämlich ganz ehrlich, dass er sich bereits mit dem Gedanken getragen hatte, sich von mir zu trennen. Ob ich das damals verkraftet hätte – ich weiß es nicht. Ich weiß aber ganz sicher, dass ich auf dem guten Weg bin, mein Alter und die damit verbundenen Probleme zu akzeptieren. Und diesen Rat kann ich nur weitergeben.“

Mathilde (56) ist seit ihrem 38. Lebensjahr Witwe. Ihr Mann kam bei einem Autounfall ums Leben:

„Ich habe seinen Tod nur sehr schwer verwunden. Außer ein paar flüchtigen Bekanntschaften und eher unbefriedigenden sexuellen Abenteuern habe ich mich nicht mehr für Männer interessiert – für Frauen übrigens auch nicht, damit Sie mich jetzt nicht falsch verstehen. Ich habe schöne Reisen gemacht, habe mich um meine Eltern gekümmert und war mit meiner Situation ganz zufrieden. Als die üblichen Beschwerden bei mir anfingen – ich hatte arge Hitzewallungen –, war mir vom Kopf her klar, dass das ein ganz normaler Zustand ist. Dagegen unternommen habe ich nichts. Dann ist meine Mutter an Krebs gestorben und ein Jahr später mein Vater. Ich glaube, er wollte nicht mehr allein weiterleben. Für mich war es eine echte Katastrophe; die liebsten Menschen, die ich hatte, lebten nicht mehr. Was für einen Sinn hatte mein Leben noch?

Ich bin in ein richtiges Depressionsloch gestürzt. Ich habe tagelang geweint, nichts mehr gegessen, aber zwischendurch viel getrunken, um meinen Kummer zu betäuben. Ich selbst habe mich immer mehr gehenlassen. Ich wollte nicht mehr leben und habe versucht, mich mit Tabletten umzubringen. Meine Nachbarn haben mich gefunden – ich bin jetzt so ehrlich –, und im ersten Moment dachte ich: ‚Warum sind die zu früh gekommen?‘ Ich war lange im Krankenhaus, denn mein Körper hat nun wirklich verrückt gespielt. Schlimmer als das war meine seelische Verfassung. Ich war an einem Tag himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt. Ähnliches hatte ich zuletzt in der Pubertät durchgemacht. Ich bin mit der Tatsache, allein zu sein und alt zu werden, nicht fertig geworden.

Der Arzt hat mir dann zu einer Therapie geraten. Zuerst habe ich mich dagegen gewehrt, denn eine Therapie zu brauchen, das war für mich immer gleichbedeutend mit versagt zu haben. Heute weiß ich, dass dieser Schritt für mich die einzige Überlebenschance war. Ich habe das, was mir passiert ist, nicht vergessen, aber aufgearbeitet. Ich bin jetzt zufrieden mit meinem Leben. Ich glaube, es macht mir sogar wieder Spaß zu arbeiten. Ich werde einem älteren Ehepaar den Haushalt führen.

Nein, überschäumend glücklich bin ich nicht, wie das andere Frauen vielleicht sind – aber ich bin wirklich zufrieden.“

„Meine Ehe war nicht mehr besonders glücklich“, erzählt Anna (55).

„Als ich meinen 50. Geburtstag feierte, da wollte ich mich am liebsten von meinem Mann trennen. Die Gründe? Richtige Gründe gab es eigentlich gar nicht. Wir hatten uns auseinandergelebt. Was sicherlich irgendwie normal ist, wenn man fast 25 Jahre alles gemeinsam unternommen hat. Es gab nichts Geheimnisvolles mehr, nichts mehr, was den anderen so richtig überrascht hätte. Und wenn ich jetzt ganz ehrlich bin, mit der Sexualität war es auch ziemlich düster.

Ich habe schon mit 42 Jahren bemerkt, dass meine besten Jahre nun vorüber sind. Meine letzte Periode hatte ich mit 49. Ich war regelmäßig beim Arzt und hatte, wenn ich es mir richtig überlege, keine großen Probleme – jedenfalls nicht körperlicher Art.

Ich habe aber angefangen, die Bilanz meines Lebens zu ziehen. Das Ergebnis war nicht unbedingt berauschend. Mein Sohn war längst erwachsen und kam nur noch nach Hause, wenn er etwas brauchte. Meinen Job als Kosmetikerin hatte ich schon vor Jahren aufgegeben. Warum ich das gemacht habe, weiß ich nicht. Vielleicht hatte ich einfach keine Lust mehr zu arbeiten. Wollte nur noch faul sein. Mein Mann war zwar gleichbleibend nett zu mir. Nett ist der richtige Ausdruck, denn es war alles sehr oberflächlich. Er hatte für mich gesorgt, manchmal glaubte ich, er hätte eine Freundin – dem war aber nicht so. Er war auch faul geworden. Ich hatte ein paar Mal mit ihm gesprochen, und da meinte er immer, wir könnten doch ganz zufrieden sein, wir hätten doch alles, uns ginge es gut.

Darüber musste ich in vielen Nächten grübeln, wenn ich neben meinem schnarchenden Mann lag und mich ungeliebt und überflüssig fand. Ich musste einen Weg finden, um aus diesem langweiligen Leben auszubrechen. Und da kristallisierte sich der Wunsch heraus, mich lieber von meinem Mann zu trennen, als weiterhin ein solch unausgefülltes Leben zu leben.

Schuld daran, dass alles anders gekommen ist, war eine Freundin von mir. Sie sagte mir knallhart: ‚An deiner Misere bist du selbst schuld. Lass dich nicht hängen, mach was. Du könntest doch bei mir arbeiten.‘ Ich muss dazu sagen, dass sie sich vor Jahren mit einem kleinen Kosmetikstudio selbstständig gemacht hatte. Wissen Sie, ich habe nicht lange überlegt! Mein Mann hat das wieder als Laune von einer klimakterischen Zicke abgetan, konnte aber nichts dagegen einwenden.