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LYS der schamanische Adventskalender führt dich durch 24 Tage der Dunkelheit hin zum inneren Licht. Zwischen Rauch, Atem und Stille öffnet sich jeden Tag ein neues Tor zu Weisheit, Ruhe und schamanischer Tiefe. Ein stilles, aber kraftvolles Buch über das Erwachen, das Leuchten und die Rückkehr des Lichts im Herzen des Winters.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 24
Veröffentlichungsjahr: 2026
Einleitung – Die Rückkehr des Lichts
Wie du diesen Kalender nutzen kannst
Tag 1: Der erste Atem des Winters
Tag 2: Die Erde unter meinen Füßen
Tag 3: Der Fluss der Dinge
Tag 4: Der Funke im Dunkel
Tag 5: Das Lauschen
Tag 6: Der Schritt über die Schwelle
Tag 7: Das brennende Herz
Tag 8: Der Blick des Adlers
Tag 9: Die Wunde und der Weg
Tag 10: Der Kreis schließt sich
Tag 11: Der klare Morgen
Tag 12: Die Stimme der Wahrheit
Tag 13: Die Spiegelung
Tag 14: Der Weg durch den Nebel
Tag 15: Das Auge des Sturms
Tag 16: Das Feuer der Nähe
Tag 17: Das Teilen des Brotes
Tag 18: Der Duft des Harzes
Tag 19: Das Lächeln
Tag 20: Der Kreis des Feuers
Tag 21: Der Stein der Ahnen
Tag 22: Der Rauch der Erinnerung
Tag 23: Das Öffnen der Hände
Tag 24: Die stille Sonne
Der Mann, der durch den Rauch kam
Es gibt Zeiten im Jahr, in denen die Welt zu flüstern scheint. Wenn die Nächte länger werden, wenn der Wind die letzten Blätter von den Zweigen löst, wenn Stille zwischen den Tagen wohnt – dann erinnert sich etwas in uns an eine Sprache, die älter ist als alle Religionen: die Sprache des Atems, des Rauchs, des Herzens. Die Sprache des Schamanischen.
Der Advent, wie wir ihn kennen, gilt im Christentum als Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft des Lichts – das Wiedergeburt, Hoffnung und Wärme bedeutet. Doch dieser Gedanke ist viel älter als das Christentum selbst. Lange bevor die Kirchen gebaut wurden, hielten Menschen in der Dunkelheit inne. Sie entzündeten Feuer, sangen Lieder, ehrten Sonne, Erde und Ahnen. Sie wussten: Wenn die Tage kürzer werden, braucht das Licht einen Ort, an dem es überwintern kann – uns. Diese Erkenntnis ist das Herz des Schamanismus.
So gesehen sind Advent und Schamanismus keine Gegensätze, sondern zwei Äste desselben alten Baumes. Beide wurzeln im Staunen über das Leben. Beide sprechen vom Kreislauf des Werdens und Vergehens. Beide wissen, dass Dunkelheit nicht Feind, sondern Lehrmeisterin ist.
Wenn wir den Advent auf schamanische Weise begehen, dann bereiten wir uns nicht nur auf die Geburt eines Kindes im Stall vor, sondern auch auf die Wiedergeburt des Lichts in uns selbst. Wir durchwandern 24 kleine Tore – jedes eine Einladung, bewusster zu werden, zu lauschen, zu fühlen, zu reinigen, zu danken. Wir lernen, dass das Licht nicht „kommt“, sondern immer da war – verborgen unter Schichten aus Lärm, Hast und Vergessen. Das schamanische Ritual, das Räuchern, das bewusste Atmen, das Sprechen mit der Erde – all das sind Wege, die Erinnerung wachzurufen.
