Mallorca
© White Star, Hamburg
DIE AUTORIN
Andrea Weindl, Dr. phil., studierte in Köln und Tucumán/Argentinien Regionalwissenschaften für Lateinamerika. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit der Kultur und Geschichte Spaniens. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin in Köln.
Mallorca
Top 10 & Willkommen
Top 10: Das müssen Sie gesehen haben
Willkommen auf Mallorca
Chronik
Daten zur Geschichte
Stadttour Palma
Ein Rundgang durch Mallorcas Hauptstadt
Palmas Strände
Service-Informationen Palma
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Der Westen
Andratx und Port d'Andratx
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Ses Illetes, Puerto Portals und Portals Nous
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Top 10 & Willkommen
Top 10: Das müssen Sie gesehen haben
A Altstadt von Palma aE–aJ6–11
Die Altstadt Palmas zählt zu den größten und am besten erhaltenen des Mittelmeerraums und verdankt, wie manche meinen, ihre Wiederbelebung vor allem den deutschen Touristen.
© Zipango/Fotolia
Bezaubernd: der Blick auf den Hafen und die Altstadt von Palma
B Deià E6
Das abgeschiedene Dorf, in dem Robert von Ranke-Graves einst seinen berühmten Roman »Ich, Claudius, Kaiser und Gott« verfasste, ist bei Lebenskünstlern und Bohemiens noch ebenso beliebt wie bei Touristen.
© mthaler/iStockphoto
Im Bergdörfchen Deià blüht es selbst auf engstem Raum überall
C Son Marroig E5/6
Den verstaubten Charme einer untergegangenen Epoche atmet das Herrenhaus, das Erzherzog Ludwig Salvator als Hauptwohnsitz diente.
D Fahrt im »Roten Blitz« H6–D7
Die Fahrt in dem historischen Zug von Palma nach Sóller führt durch das schönste Stück der Tramuntana und ist für viele ein unvergessliches Erlebnis.
E Cap de Formentor A14
Am wildromantischen Kap im äußersten Nordosten künden die legendären Winde Mallorcas und das Tosen des Meeres von der unbändigen Gewalt der Natur.
F Pollença B11
Die heimliche Hauptstadt des Nordens gibt sich kunstliebend und weltoffen. Pollença besitzt noch vor Palma die höchste Galeriendichte der Insel.
G Bucht von Alcúdia C–E13–16
Viele Familien ziehen das sichelförmige Halbrund mit den großzügigen, feinen Sandstränden den oft lauten und überfüllten Stränden Palmas vor.
H Artà F16
Inmitten einer herrlichen Landschaft gelegen, lockt das Städtchen mit Lebensart und mittelalterlichem Charme sowie mit den leicht erreichbaren Stränden.
I Cala Figuera N13/14
Der ehemalige Hafen von Santanyí gilt als einer der schönsten der Insel. Die tief ins Küstengestein geschnittene Bucht wird von malerischen Bootsgaragen und Fischerhäusern gesäumt.
J Inca E/F9/10
Im Outlet-Paradies Mallorcas laden sowohl Schuh- und Lederwaren heimischer Fabriken als auch internationale Ketten mit günstigen Preisen zum Shoppen ein.
Willkommen auf Mallorca
Mallorca ist eine Insel mit vielen Gesichtern; von der Natur und der Geschichte genauso geprägt wie von den Menschen – den Mallorquinern und den zahlreichen Einwanderern und Besuchern. Ein Juwel aus Stein, Sand und Humus, so heißt es, sei die Insel im westlichen Mittelmeer. Von der Natur reich beschenkt mit einem hohen, schroffen Bergmassiv im Norden, von dem unzählige Bächlein und Flussläufe Süßwasser in die fruchtbaren Ebenen im Süden und Osten bringen; mit dem saftigen Flachland im Zentrum, dessen rot-sattes Erdreich den mediterranen Fruchtreichtum nährt und ganz nebenbei der Inselmitte ein farbenprächtiges Kleid beschert. Je nach Jahreszeit herrscht dort der zartrosa Ton der Mandelblüte, das Sattgrün von Wiesen und Wäldchen, das Gelbbraun reifer und abgeernteter Kornfelder oder eben das Tiefrot der fruchtbaren Böden vor.
In den schwer zugänglichen Dörfern der Tramuntana findet sich noch heute und selbst in der Hauptsaison die »Insel der Ruhe« des katalanischen Dichters Santiago Rusiñol, die heute genau wie vor hundert Jahren Schriftsteller, Schauspieler und Maler anlockt. Wo steile Felswände schroff ins Meer stürzen, kann man das überwältigende Farbenspiel des Sonnenuntergangs, eine einsame Wanderung durch die Bergwelt der rauen Tramuntana oder eine mittägliche Plauderei bei kulinarischen Spezialitäten genießen.
Auf den Spuren der Vorreiter des Inseltourismus trifft man nicht nur auf illustre Gestalten wie Erzherzog Salvator und Sisi von Österreich, Frédéric Chopin und George Sand, sondern auch auf den verstaubten Charme des 19. Jahrhunderts.
Für Tausende Urlauber werden die Tage an den Stränden Mallorcas, ob an den großzügig geschwungenen Buchten Palmas und Alcúdias oder an den fjordähnlichen Calas des Südostens, zur schönsten Erinnerung des ganzen Jahres. Und trotz des zweifelhaften Rufs als Eldorado des Massentourismus lassen sich immer wieder auch Skeptiker von den Schönheiten der Insel verzaubern. Auch der internationale Jetset feiert die »Perle des Mittelmeers«: in den Yachthäfen des Südwestens, an den nur von der Seeseite aus zugänglichen Buchten der Nordküste und rund um die zahlreichen Landzungen und felsigen Kaps. Und dann ist da natürlich noch nostra Mallorca de sempre, das immerwährende Mallorca des Hinterlandes mit reichen Traditionen, dessen Landschaft, Städte, Klöster und Einsiedeleien bis heute nur wenig durch den Tourismus verändert wurden.
Benvingut! – Herzlich Willkommen!
© Juergen Sack/iStockphoto
Der beschauliche Hafen von Cala Figuera
Stadttour Palma
Ein Rundgang durch Mallorcas Hauptstadt
Vormittag
© Phototom/Fotolia
Wappen von Palma
Kathedrale La Seu – Museu de Mallorca – Arabische Bäder – Sant Francesc – Platz Santa Eulàlia – Ayuntament – Carrer de Colom – Plaça Major – Sant Miquel.
Mittag
Stärkung in einer der Tapasbars an den Eingängen des Mercat de l‘Olivar.
Nachmittag
Teatre Principal – Fundació La Caixa – Santa Magdalena – Carrer de Sant Jaume – Rambla – Plaça del Rei – Passeig des Born – Plaça Drassana – Königsgarten – Almudaina-Palast.
Ciutat, Stadt, nennen die Inselbewohner ebenso schlicht wie stolz ihre Hauptstadt. Seitdem die Römer mit der Gründung der Stadt ihren Sieg über die unbeugsamen Mallorquiner krönten, zeugt Palma von den Wechselfällen der Geschicke der Insel. Hier fließen alle Verkehrsadern zusammen, hier liegt das kulturelle und politische Zentrum und hier eröffnen sich dem aufmerksamen Besucher der Zauber und die Widersprüche der größten Baleareninsel.
Auch wenn nur Weniges aus der Zeit der Römer und Mauren vorhanden ist, zählt die AAltstadt aE–aJ6–11 von Palma zu den größten und am besten erhaltenen des Mittelmeerraums. Jahrhundertelang dämmerte sie vor sich hin, bis sie seit 1998 ein Restaurierungsprogramm aus dem Dornröschenschlaf weckte. Heute präsentiert Palma eine herausgeputzte Altstadt mit schicken Boutiquen, international renommierten Kunstgalerien und Museen. Der Jetset ankert im Yachthafen Porto Pi oder steigt in eindrucksvoll restaurierten Bürgerhäusern der Altstadt ab. Trotz der zahllosen Touristen, die sich im Sommer durch die engen Gassen schieben, spürt man auch dann den besonderen Zauber der Stadt.
© iStockphoto/Best Travel Photography
Arabischer Almudaina-Palast und christliche Kathedrale La Seu
Einen Rundgang beginnt man am besten am höchsten Punkt der Stadt: La Seu aH/aJ8, die Kathedrale, liegt nicht nur im Zentrum der Altstadt, an der Stelle, wo zur Zeit der maurischen Herrschaft die Hauptmoschee stand, sie bietet auch einen spektakulären Blick über die Altstadt und die lang gezogene Bucht von Palma. Jaume I. legte den Grundstein für die Kathedrale in der Silvesternacht 1229, als seine christlichen Truppen Palma erobert hatten. Die Bauarbeiten schritten nur schleppend voran. Ab 1269 begann die Errichtung der Capilla Real, der Königskapelle im Chor, vollendet wurde der Bau schließlich erst 1904 von Antoni Gaudí, der dieser gotischen Kathedrale, die zu den größten Europas zählt, seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückte.