Männergeschichten - Sigrun Casper - E-Book

Männergeschichten E-Book

Sigrun Casper

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Beschreibung

10 kleine Romane über das Liebesleben aus Männersicht. Erzählungen aus der Innenperspektive von Männern, ausgedacht von einer Frau. Laut männlichen Testlesern erstaunlich nahe. Ein Mann erfährt, dass seine Freundin, vor deren Nähe er oft geflohen war, ein Kind von ihm bekommt und sich trennen möchte. Ein anderer Mann hofft auf Sex mit einer neuen Bekannten und bereitet sich vor. Einer liebt Männer. Einer schläft das erste Mal mit einem Mädchen. Ein Mann wird gewalttätig und flieht. Einer lässt sein Liebesleben Revue passieren, während seine Frau schläft. Ein Junge macht sich Gedanken über Hühner und Gott, ein anderer schwärmt – aber nicht für das schönste Mädchen aus der Klasse.

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Seitenzahl: 284

Veröffentlichungsjahr: 2010

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Sigrun Casper,

Männergeschichten

12 Erzählungen

konkursbuch

Verlag Claudia Gehrke

Eine Liebesgeschichte, eine dramatische Begegnung, ein Wendepunkt, erzählt von einer Frau, die sich in die Innenperspektive geliebter Männer versetzt. Ein Mann erfährt, dass seine Freundin, vor deren Nähe er oft geflohen war, ein Kind von ihm bekommt. Ein anderer Mann hofft auf Sex mit einer neuen Bekannten und bereitet sich vor. Einer wird gewalttätig und flieht. Einer liebt Männer und hat eine Begegnung auf der Straße. Einer schläft das erste Mal mit einem Mädchen. Einer lässt sein Liebesleben Revue passieren, während seine Frau schläft. Ein seltsamer Nachbar. Eine Nacht vor einer Hochzeit. Ein Junge macht sich Gedanken über Hühner und Gott. Ein anderer schwärmt - aber nicht für das schönste Mädchen aus der Klasse …

„Mami, woher weißt du das?!", fragte ihr Sohn, nachdem sie ihm eine der Geschichten vorgelesen hatte.

Inhaltsverzeichnis

Titelseite & Klappentext

Die Hühner und Gott

Susanne ist die Schönste

Die Vorbereitung

Die Nacht vor der Hochzeit

Eine Entscheidung

Vater

Die schwebende Last

Doppelbildnis mit Handtasche

Das ruhige Leben

Geschmacksfrage

Irene schläft

Zur Autorin Sigrun Casper

Impressum

Die Hühner und Gott

Aus dem Spalt zwischen den Vorhängen stieg der Lichtstreif in Jans Zimmer. Schneller als ein Schreck huschte er über die Decke, die Wand und den Fußboden zu Jan, der die Luft anhielt. Das war bestimmt Gott. Gott wog nicht mehr als ein Kloß Luft in der Kehle. Und Er hatte nur gewartet, bis es dunkel war. Jan atmete aus und drehte sich zur Wand und wünschte sich einen spannenden Traum.

Manchmal, wenn er in die Wolken schaute, erkannte er einen uralten Mann mit einer silbernen Nasenspitze. Kniff er die Augen lange genug zusammen, sah er den alten Mann sehr aufrecht in einem gepolsterten Stuhl sitzen. Jan blinzelte in die Höhe, unbewegt wie vor einer Eidechse. Nach einer Weile hörte er es flüstern. Verstehen konnte er kein Wort, aber er war zufrieden.

Gott war es auch, der Mutter dazu brachte, den Mund zu verziehen und zu fluchen und ihn zu beschimpfen, wenn er im Diktat wieder eine Fünf gekriegt hatte, weil er so faul war und nicht übte, wenn er die Schule geschwänzt hatte oder abends später als abgemacht nach Hause kam. Wahrscheinlich war es Gott, der ihr dann einredete, sie könnte ihn zur Strafe ruhig mal verhauen. Wenn es nämlich Gott war, der ihr die bösen Worte gab und ihre Stimme schärfte und ihre Hand hart machte, musste Jan nicht eine Sekunde lang daran zweifeln, dass seine Mutter ihn trotzdem mochte. Warum er so schlussfolgerte, konnte er sich nicht erklären. Gott gab sich nicht zu erkennen. Darum blieb Jan nichts weiter übrig, als an Gott zu denken und sich alles Mögliche vorzustellen. Es war zum Beispiel möglich, dass die Menschen Gott in der Kirche einfingen, Ihn in ihren gefalteten Händen festhielten und als Glockenläuten wieder rausließen.

Zwei Mal war Jan in der Kirche mit den lauten Glocken gewesen. Das erste Mal an einem Sonntag, als Bodo mit seinen Eltern weggefahren war und er nach dem Frühstück in der Gegend herumlief und nicht wusste, was er alleine anfangen sollte. Da sah er, dass die Tür der Kirche geöffnet war. Er rannte los und schlüpfte zwischen den Leuten durch und stand auf einmal in dem hohen Kirchenraum. Ehe er es sich anders überlegt hatte, saß er schon am Ende einer Bank und konnte nicht mehr weg. Gott hatte ihn in die Kirche geschoben und hielt ihn fest. Die Bank war hart. Orgelmusik dröhnte, Frauen sangen mit dünnen Stimmen. Der Pfarrer im schwarzen Mantel redete, als wollte er mit seiner Stimme kleine fauchende Tiere bändigen. Gott quasselt nicht, dachte Jan. Die ganze Zeit hielt er die Hände gefaltet. Als er sie voneinander löste, waren sie innen rot. Das zweite Mal war er mit Mutter und Oma in der Kirche, letzten Heiligabend. Oma, die aus Hamburg gekommen war, wollte unbedingt zur Christmesse. Mutter verzog das Gesicht, Jan schwieg. Oma sagte: Es wird ganz wunderbar, ihr werdet sehen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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