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Laufen Sie sich gesund!
Joggen hält Körper und Geist fit, sorgt für Erholung und guten Schlaf und ist ein Anti-Aging-Wunder. Bewegung ist das einfachste und wirkungsvollste Mittel gegen Bewegungsmangel und alle damit verbundenen Krankheiten.
Schnell schleichen sich unbemerkt Fehler in die Lauftechnik ein, die zu körperlichen Beschwerden führen. "Spiraldynamik"® bietet die ideale Gebrauchsanweisung für anatomisch richtiges Laufen - vom Laufanfänger bis zum Profi.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 485
Veröffentlichungsjahr: 2019
Dr. med. Christian Larsen, Sandra Zürchner, Joachim Altmann
1. Auflage 2019
Wahrnehmung
Mobilität
Stabilität
ABC-Übungen
Alltagsübungen
Funktionstraining
Variantentraining
Techniktraining
Runner’s Upgrade
All-in-one-Übungen
1. Kadenz: Schrittlänge
1.1 Lauffrequenz
1.2 Kadenz-Basic
1.3 Kadenz – dynmisch
1.4 Duracell
1.5 Shoe – No Shoe
1.6 Kadenz-Resist
1.7 Leitertraining
1.8 Geländefrequenz
1.9 Turbobeschleuniger
1.10 My Frequency
2. Vorfuß: Quergewölbe
2.1 Quergewölbe-Feeling
2.2 Vorfuß-Hands-on
2.3 Garfiled – Quergewölbe aktiv
2.4 Münzkollekte
2.5 Sternensammler
2.6 Ballfederung
2.7 Zehenkraft
2.8 Storchen-Jogging
2.9 Tapp-tapp
2.10 Low Impact Running
3. Fuß: Längsgewölbe
3.1 Cross-Walking
3.2 Fuß-Hands-on
3.3 Fußspirale mit Theraband
3.4 Fußspirale im Sitzen
3.5 Achtung, fertig, los!
3.6 Spiralfeder-Längsgewölbe
3.7 Seilspringen spiralgefedert
3.8 Skipping in Variationen
3.9 Längsgewölbe im Gelände
3.10 Fußkompass
4. Knie: Beinachse
4.1 Spiegelknie
4.2 Knie-Hands-on
4.3 Beinspirale
4.4 Spurtreue
4.5 Gangwechsel
4.6 Squats
4.7 Treppentempo
4.8 Hopserlauf & Sidestep
4.9 Lokomotive
4.10 Power-Transmission
5. Becken: Stabilität
5.1 Zweibeinstand
5.2 s’Kletter-Gstältli
5.3 Fußmalerei
5.4 Zeitlupenläufer
5.5 Zeitlupen-Treppensteigen
5.6 Bridge
5.7 Halbkniestand
5.8 Schraubverschluss
5.9 Sprinterhüfte
5.10 Upbeat-Running
6. Rumpf: Aufrichtung
6.1 Longissimo
6.2 Air-Squats
6.3 »Lendenhandtuch«
6.4 Diagonal-Atmung
6.5 Zehenspitzen-Rumpfspannung
6.6 Stabilo-Squat
6.7 Prävertebralia
6.8 Crossings
6.9 Torso-Sprint
6.10 Elongation Run
7. Schulter: Lockerheit
7.1 Kleinfingerführung
7.2 Rippen-Mobilizer
7.3 Armschwung-Plus
7.4 Drehsitz
7.5 BWS-Rotation Treppe
7.6 Einrollspirale
7.7 Außenborder
7.8 Double-Helix-Run
7.9 Achter-Lauf
7.10 Hanneke-Drehdehn-Seitlage
8. Kraft: Hüftstreckung
8.1 Hüftstreckung-Prox
8.2 Hüft-Powerstretch
8.3 Hüftstrecker & Pospanner
8.4 SIAS-Ferse-synchron
8.5 Zwei-Stufen-Hüftextender
8.6 Russian Lunges
8.7 Turbo-Back-Kick
8.8 Kickboard-Run
8.9 Bergauf-Lauf
8.10 Springbock
9. Tempo: Beinhub
9.1 Über Stock und Stein
9.2 Hüft-Multiflex
9.3 3-D-Beckentorsion
9.4 Beinhub »Pull«
9.5 Wiesenwandern
9.6 Beinhub »diagonal«
9.7 Beinhub »Coradi«
9.8 Meterstab
9.9 Pre-Stretch
9.10 Hoch das Bein!
10. Gelände: Neigung
10.1 Nasenlänge
10.2 Zuneigung
10.3 Flamingo
10.4 Freier Fall
10.5 Seegangsbalance
10.6 Inklinomatik
10.7 Tellerläufer
10.8 Downhill
10.9 Mutprobe
10.10 Domino-Effekt
Der Mensch ist zum Laufen geboren. Die ersten Schritte stellen einen Meilenstein in seiner Entwicklung dar. In Rekordzeit entwickelt sich das Kind zum »Läufer« – für Kinder ist Laufen die natürlichste Sache der Welt. Als Erwachsene können wir daran anknüpfen. Denn Laufen – in welcher Form auch immer – ist das einfachste und wirkungsvollste Mittel gegen Bewegungsmangel und die damit verbundenen Zivilisationskrankheiten. Die Anatomie des Körpers befähigt uns Menschen zum schnellen Voranschreiten. Nutzen Sie diese Gabe! Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie walken, joggen, rennen oder sprinten – richtig ausgeführt hilft das Laufen Ihrer Gesundheit auf vielerlei Weise.
Persönlich kenne ich den Laufsport aus drei Perspektiven. Als Gesundheitsjogger weiß ich um die Erholung und schlaffördernde Wirkung des leichten Joggens – es erfrischt, hält jung und macht gute Laune. Als Spitzensportler nutze ich die leistungssteigernde Wirkung eines gezielten Lauftrainings – es macht fit und steigert die körperlich-mentale Leistungsfähigkeit. Als Arzt schätze ich die vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen des Laufsports auf Körper und Geist.
Spiraldynamik Dieser Therapieansatz verbindet moderne medizinische Wissenschaft mit dem Naturprinzip der Spirale und ist sozusagen eine Gebrauchsanweisung für anatomisch richtiges Laufen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schnell sich Fehler unbemerkt einschleichen:
Für Lauf-Anfänger gilt: Take it easy! Der Körper braucht genügend Angewöhnungszeit (siehe Kapitel ▶ Trainingseffekte: Superkompensation & Regeneration).
Für ambitionierte Läufer lautet das Motto: Relax more!! Die Leistungssteigerung findet während der Erholungspausen und nicht während des Trainings statt (Superkompensation).
Für Seniorinnen und Senioren gilt: Keep going! Health-Check und professionelle Beratung helfen, Selbständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.
Bei körperlichen Beschwerden gilt: Be smart and patient! Klugheit und Geduld gelten übrigens für jeden Trainingsaufbau, nicht nur bei Beschwerden.
Medical Running Dieser Ansatz schließt die Lücke zwischen »Laufen« und »gesundem Laufen«. Wer anatomisch richtig läuft, läuft schneller (Trainingspläne) und dank frühzeitiger Erkennung individueller Fehlbelastungen auch länger (Laufanalyse). Dieses Buch verdichtet Forschung und praktisches Know-how zu einem wertvollen Ratgeber: Fokus auf das Wesentliche (Lauftechnik), überraschende Erkenntnisse (Flow-Techniken) und konkrete Tipps bei Beschwerden (Medical Solutions).
Churchills viel zitierter Ausspruch »Sport ist Mord« galt gestern, heute wissen wir: »Sport verlängert das Leben.« Und verbessert die Lebensqualität. Häufig werde ich gefragt, ob Spitzensport nicht ungesund sei. Nein! Entscheidend ist, wie ich meinen Sport betreibe – nicht die Belastungsintensität an sich. Um gesund zu trainieren, müssen Sie Ihren Körper ganz bewusst bewegen. Dies gilt für Hobby- und Spitzensportler gleichermaßen. Nur das anatomisch richtige Laufen fördert Ihre Gesundheit ganzheitlich und reduziert Verschleiß- und Verletzungsrisiken.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit Medical Running und hoffe, Sie lernen und verinnerlichen das natürliche und anatomisch richtige Laufen, damit Sie diesen schönen Sport lange und bei bester Gesundheit betreiben können.
Kariem HusseinArzt und Europameister über 400 Meter Hürden
(Abbildung: Cathrin Michael)
Titelei
▶ Die Übungsbox100
Liebe Leserin, lieber Leser,
Runner’s Know-how
Born to run
Lifestyle – Healthstyle: Bewegung ist die beste Medizin
Lauf-Meditation: mentale Stärke und seelische Resilienz
Spiral-Running: anatomisch richtiges Lauftraining
Medical Solutions: Go slow to get far!
Evolution: Homo sapiens – zum Laufen geboren
Die Erfindung des aufrechten Gangs
Die Menschwerdung begann im Fuß
Hardware: Der Körper folgt der Bewegung
Software: Das Gehirn folgt der Bewegung
Sauerstoff: Der Atem folgt der Bewegung
Konstitution und Kondition: Joggen bedeutet Volllast
Ihr Körper: Leichtbaukunst in Perfektion
Übergewicht: Und wenn es schwerer wird?
Konstitution: Individueller Körperbau
Körperbau und Ausdauerleistung
Leistungsfähigkeit: zentrale und periphere Kondition
Motivation: eigene Grenzen überwinden
Faktor Zeit: Geduld ist die Mutter des Erfolgs
Falsche Versprechen – falsche Erwartungen
Leistungssteigerung: einen Gang höher schalten
Trainieren – aber richtig
Trainingseffekte: Superkompensation und Regeneration
Schritt 1: gezielte Trainingsreize
Schritt 2: Leistungsverbesserung während der Regeneration
Schritt 3: Trainingsphysiologie besser verstehen
Schritt 4: Selbst Profiläufer gehen »fremd«
Trainingsprinzipien: für Einsteiger und Fortgeschrittene
Fehlertoleranz: wider den Perfektionismus
Schwankungen und Fehler: Schwankungen sind erwünscht
Das 80:20-Prinzip: gilt im Training wie im Alltag
Laufstrecke: zwischen Naturpfad und Laufband
Laufstil: lieber aktiv als passiv
Aktiver und passiver Laufstil
Vorfußlaufen: elastisch und leichtfüßig, aber …
Lauftempo: Starte langsam … laufe weit!
Sie und Ihr Lauftempo
Experiment: das »Spiel mit dem Fußaufsatz«
Aufgepasst! Die Wirbelsäule bei Tempolauf und Sprints
Abwärts rennen: von Stein zu Stein tänzeln
Erstens: Bremsbelastung reduzieren
Zweitens: möglichst wenig Beugung in den Knien
Drittens: mit Tempo bergab …
Joggen und Immunsystem: nachtaktive Killerzellen
Trainingszustand: Wer fit ist, hat ein fittes Immunsystem
Trainingsintensität: Zu hohe Intensität schwächt das Immunsystem
Joggen & Immunsystem: drei goldene Trainingsregeln
Bauchfett: Die heimliche Entzündung
Optimal ausgerüstet
Natural Running: mit und ohne Schuhe
Laufgefühl: Skischuh versus barfuß
Sensorische Entbehrung lässt Bewegungsprogramme verkümmern
Barfußsport: das Für und Wider
Wissenschaft: dünne Studienlage
Barfuß: ja bitte – aber mit System und Verstand
Barfuß: nein danke – zu schmerzhaft, zu gefährlich
Laufschuhe: Wie fit ist Ihr Turnschuh wirklich?
Support ohne Zwang und ohne Korrektur
Mythos – Sportschuhe schützen vor Verletzung
Raubkatzengang: Leichtfüßigkeit entsteht im Gehirn
Die neue Barfußwelle
Born to run – so natürlich wie möglich!
Natural Running entsteht im Körper, nicht im Schuh
Barfußschuhe: Vibram »Fivefingers«
Minimal Shoes: weiche Landung und harter Abstoß
Einlagen: Extra-Support und Stimulation
Orthopädische Einlagen: nach Maß
Einlagen im Laufsport: Trittsicherheit, Dämpfung, Abrollen …
Hilfsmittel: Taktgeber und Pulsuhr
Musik: Entspannung und Antrieb auf Knopfdruck
Antrieb: Musik steigert das Lauftempo
Tipps für die Praxis
Motivation: Musik steigert Ihre Leistungsbereitschaft
Psyche: Musik steigert die mentale Kraft
Laufanalyse: Auswertung anhand definierter Kriterien
Runner’s Self Check
Laufanalyse
In vier Schritten zur persönlichen Laufanalyse
1. Schritt: Slow-Motion-App downloaden
2. Schritt: Praktische Durchführung
3. Schritt: Die vier Phasen der Laufbewegung
1. Kadenz und Schrittlänge
2. Neigung
3. Aufrichtung Oberkörper
4. Wirbelsäulenlänge
5. Kreuzkoordination
6. Landung des Fußes (Phase 1)
7. Kniebeugung Standbein (Phase 2)
8. Hüftstreckung (Phase 3)
9. Beinhub in der Spielbeinphase (Phase 4)
10. Fußstellung von vorne
11. Spurbreite
12. Standbeinachse von vorne (Phase 2)
13. Fußführung (Phase 4)
14. Beckenstabilität
15. Standbeinachse
16. Rückfuß von hinten
17. Längsgewölbe
18. Vorfuß von oben
Fünf Intensitätsstufen: 5-Gang-Getriebe: langsam, mittel, schnell …
Bio-Marker beobachten
Maximalpuls bestimmen
30-Minuten-Test durchführen
Organ-Check: Alles klar zum Start?
Das Wichtigste in Kürze für Einsteiger
Das Wichtigste in Kürze für Fortgeschrittene
Basics: Kraft und Beweglichkeit
Kraft & Beweglichkeit: Läufer brauchen beides!
Beweglichkeit
Beispiel 1: Fehlende Drehbeweglichkeit oben erzwingt Fehlrotation unten
Beispiel 2: Fehlende Hüftstreckung erzwingt ein Hohlkreuz
Beispiel 3: Flache Böden und feste Schuhe lassen die Füße verkümmern
Stabilität
Beispiel 1: Leichtigkeit im Umgang mit der Schwerkraft erfordert Stabilität
Beispiel 2: Beckenstabilität – Kraft der Mitte
Beispiel 3: Beinachsen – das Knie geradeaus nach vorne
Für jeden Muskel das passende Training
1. Muskelkraft im Gleichgewicht: horizontale Dysbalance, vertikale Disharmonie
2. Haltearbeit und Bewegungsarbeit: Phasische und tonische Muskeln
Beweglichkeitstraining für Läufer: die 6 besten Übungen
1. Wade dehnen: Zeitlupengehen auf der Stelle
2. Rückseite Oberschenkel: Hamstrings dehnen
3. Hüftbeuger und Oberschenkel vorne: Leiste dehnen
4. Glutealmuskulatur hinten: Gesäß dehnen
5. Adduktoren: Adduktoren dehnen
6. Seitdehnung: vom Fuß bis zum Kleinfinger
Krafttraining für Läufer: die 6 besten Übungen
»Kraft ist nicht alles, aber …«: Treppensteigen reicht nicht
Fehlende Muskelkraft: viele Probleme – eine Ursache
Muskelmasse: Durch Übergewicht und im Alter nimmt sie ab.
Verbessern Sie Ihr Kraftniveau
Der Gang ins Fitnessstudio
Ein ausgewogenes Krafttrainingsprogramm
1. Einbein-Krafttraining: Deep Lunges auf der Treppe
2. Zweibein-Krafttraining: Squat Jumps
3. Rumpfkräftigung: 8-Minuten-Übung 360°
4. Rumpfkräftigung 3-D: Langhantelaufleger
5. Druckübung Oberkörper: Push-Liegestütz & Co
6. Zugübung Oberkörper: Pull: Klimmzug & Co
Runner’s Upgrade: Trainingsplan & Übungsbox
Lauftechnik: warum es Übung und Übungen braucht
Lauftechnik in Raum und Zeit
Kinematik – die sichtbare Dimension der Bewegung
Kinetik – die unsichtbare Dimension der Bewegung
Eine gute Lauftechnik bringt konkreten Nutzen
Alles will gelernt sein – nur das Rennen nicht
Lauftechnik ohne Analyse ist wie Segeln ohne Kompass
Schritt für Schritt zum Optimum
Trainingspläne: Einsteiger, Profis, Medical …
Für Einsteiger
Für fortgeschrittene Läufer
Für ambitionierte Läufer
Für Läufer mit Beschwerden
Übung 1.1 Wahrnehmung: Lauffrequenz
Übung 1.2 mobil: Kadenz-Basic
Übung 1.3 stabil: Kadenz – dynamisch
Übung 1.4 ABC-Übung: Duracell
Übung 1.5 Alltag: Shoe – No Shoe
Übung 1.6 Funktion: Kadenz-Resist
Übung 1.7 Variante: Leitertraining
Übung 1.8 Technik: Geländefrequenz
Übung 1.9 Runner’s Upgrade: Turbobeschleuniger
Übung 1.10 All-in-one: My Frequency
Übung 2.1 Wahrnehmung: Quergewölbe-Feeling
Übung 2.2 mobil: Vorfuß-Hands-on
Übung 2.3 stabil: Garfield – Quergewölbe aktiv
Übung 2.4 ABC-Übung: Münzkollekte
Übung 2.5 Alltag: Sternensammler
Übung 2.6 Funktion: Ballfederung
Übung 2.7 Variante: Zehenkraft
Übung 2.8 Technik: Storchen-Jogging
Übung 2.9 Runner’s Upgrade: Tapp-tapp
Übung 2.10 All-in-one: Low Impact Running
Übung 3.1 Wahrnehmung: Cross-Walking
Übung 3.2 mobil: Fuß-Hands-on
Übung 3.3 stabil: Fußspirale mit Theraband
Übung 3.4 ABC-Übung: Fußspirale im Sitzen
Übung 3.5 Alltag: Achtung, fertig, los!
Übung 3.6 Funktion: Spiralfeder-Längsgewölbe
Übung 3.7 Variante: Seilspringen spiralgefedert
Übung 3.8 Technik: Skipping in Variationen
Übung 3.9 Runner’s Upgrade: Längsgewölbe im Gelände
Übung 3.10 All-in-one: Fußkompass
Übung 4.1 Wahrnehmung: Spiegelknie
Übung 4.2 mobil: Knie-Hands-on
Übung 4.3 stabil: Beinspirale
Übung 4.4 ABC-Übung: Spurtreue
Übung 4.5 Alltag: Gangwechsel
Übung 4.6 Funktion: Squats
Übung 4.7 Variante: Treppentempo
Übung 4.8 Technik: Hopserlauf & Sidestep
Übung 4.9 Runner’s Upgrade: Lokomotive
Übung 4.10 All-in-one: Power-Transmission
Übung 5.1 Wahrnehmung: Zweibeinstand
Übung 5.2 mobil: s’Kletter-Gstältli
Übung 5.3 stabil: Fußmalerei
Übung 5.4 ABC-Übung: Zeitlupenläufer
Übung 5.5 Alltag: Zeitlupen-Treppensteigen
Übung 5.6 Funktion: Bridge
Übung 5.7 Variante: Halbkniestand
Übung 5.8 Technik: Schraubverschluss
Übung 5.9 Runner’s Upgrade: Sprinterhüfte
Übung 5.10 All-in-one: Upbeat-Running
Übung 6.1 Wahrnehmung: Longissimo
Übung 6.2 mobil: Air-Squats
Übung 6.3 stabil: »Lendenhandtuch«
Übung 6.4 ABC-Übung: Diagonal-Atmung
Übung 6.5 Alltag: Zehenspitzen-Rumpfspannung
Übung 6.6 Funktion: Stabilo-Squat
Übung 6.7 Variante: Prävertebralia
Übung 6.8 Technik: Crossings
Übung 6.9 Runner’s Upgrade: Torso-Sprint
Übung 6.10 All-in-one: Elongation Run
Übung 7.1 Wahrnehmung: Kleinfingerführung
Übung 7.2 mobil: Rippen-Mobilizer
Übung 7.3 stabil: Armschwung-Plus
Übung 7.4 ABC-Übung: Drehsitz
Übung 7.5 Alltag: BWS-Rotation Treppe
Übung 7.6 Funktion: Einrollspirale
Übung 7.7 Variante: Außenborder
Übung 7.8 Technik: Double-Helix-Run
Übung 7.9 Runner’s Upgrade: Achter-Lauf
Übung 7.10 All-in-one: Hanneke-Drehdehn-Seitlage
Übung 8.1 Wahrnehmung: Hüftstreckung-Prox
Übung 8.2 mobil: Hüft-Powerstretch
Übung 8.3 stabil: Hüftstrecker & Pospanner
Übung 8.4 ABC-Übung: SIAS-Ferse-synchron
Übung 8.5 Alltag: Zwei-Stufen-Hüftextender
Übung 8.6 Funktion: Russian Lunges
Übung 8.7 Variante: Turbo-Back-Kick
Übung 8.8 Technik: Kickboard-Run
Übung 8.9 Runner’s Upgrade: Bergauf-Lauf
Übung 8.10 All-in-one: Springbock
Übung 9.1 Wahrnehmung: Über Stock und Stein
Übung 9.2 mobil: Hüft-Multiflex
Übung 9.3 stabil: 3-D-Beckentorsion
Übung 9.4 ABC-Übung: Beinhub »Pull«
Übung 9.5 Alltag: Wiesenwandern
Übung 9.6 Funktion: Beinhub »diagonal«
Übung 9.7 Variante: Beinhub »Coradi«
Übung 9.8 Technik: Meterstab
Übung 9.9 Runner’s Upgrade: Pre-Stretch
Übung 9.10 All-in-one: Hoch das Bein!
Übung 10.1 Wahrnehmung: Nasenlänge
Übung 10.2 mobil: Zuneigung
Übung 10.3 stabil: Flamingo
Übung 10.4 ABC-Übung: Freier Fall
Übung 10.5 Alltag: Seegangsbalance
Übung 10.6 Funktion: Inklinomatik
Übung 10.7 Variante: Tellerläufer
Übung 10.8 Technik: Downhill
Übung 10.9 Runner’s Upgrade: Mutprobe
Übung 10.10 All-in-one: Domino-Effekt
Runner’s Energy: aufs Essen versessen
Gesunde Ernährung: Was ist das überhaupt?
Die 10 goldenen Regeln
Genießen Sie Ihr Essen!
Naturbelassen und vielfältig
Mehr Biologie, weniger Ideologie
Individueller Stoffwechseltyp
Das richtige Brennstoffgemisch
Zwei-Stunden-Regel: Bekömmlichkeit hat Prio!
Meiden Sie Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte
Mahlzeitenhäufigkeit: Jäger- und Sammlertypen
Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser pro Tag
Passen Sie Ihre Essgewohnheiten an
Für Läufer: Essen ist mehr als nur Brennstoff
Die glorreichen Drei
Kohlenhydrate: Brennstoff für Gehirn und Muskeln
Eiweiße kräftigen und sättigen
Fette schmecken
Ernährung und Sport: Energie und Regeneration
Stoffwechselwunder Körper
Glukoseverbrennung
Fettverbrennung
Menüplan und Trainingsplan abstimmen.
Nach dem Training ist wichtiger als davor
Runner’s Flow: im Einklang mit sich selbst
Die fünf Flows
Flow – Laufen wie auf Wolke 7
Was im Flow-Zustand passiert
Flow-Training in 5 Schritten
Flow 1 | Bewegung: Spiralbewegung und Wellenrhythmus
Flow 2 | Schwerkraft: Upbeat und Faszientraining
Flow 3 | Atmung: zu viel Atmung reduziert Sauerstoffversorgung
Wie viel Atem braucht ein Läufer?
Loblied für das CO2
Nobelpreis für das NO
Nasenatmung
Die Zwerchfellatmung
Flow 4 | Herzschlag: Synchronisation mit Atem und Bewegung
Synchronisation Herz- und Bewegungsrhythmus
Gehen: Füße und Herz im Gleichtakt
Körperrhythmik: Fühlen Sie Ihren Puls, lauschen Sie Ihrem Atem
Puls- und Schrittfrequenz im Laufen
Flow 5 | Bewusstsein: Gedanken und Gefühle ausrichten
Innere Vorbereitung: Starten Sie mit einem positiven Grundgefühl
Erregt und angenehm: Das breite Spektrum der positiven Gefühle
Rechtsverschiebung erwünscht
Regenerationswaldlauf ist Alphatraining
Linke und rechte Hirnhälfte
Medical Solutions – Selbsthilfe für Läufer
12 goldene Regeln für verletzungsfreies Laufen
Metatarsalgie: der schmerzhafte Spreizfuß
Störungen im Gewölbe: Knick-, Platt- und Hohlfuß
Überlastete Sehnen: Tibialis, Peroneus, Achillodynie, Fasziitis …
Misstritt: Sprunggelenk
Beinachsen: O-Beine, X-Beine und schielende Kniescheiben
Überlastete Sehnen: Jumper’s Knee, Läuferknie, Tänzerknie
Verletzungen im Kniegelenk: Meniskus, Kreuz- & Seitenband
Kniearthrose: wenn der Schmerz Sie in die Knie zwingt
Risikofaktoren: Dysplasie, Offset-Störung, Impingement, Streckdefizit
Hüftarthrose: Naturgelenke leben länger
Verlust der Mitte: Beckenschiefstand, Trendelenburg, Hohlkreuz
Hüftsehnen & -muskeln: Traktus, iliotibiales Band, Piriformis & Co
Bandscheiben: Selbsthilfe-ABC für Läuferinnen und Läufer
Facettengelenke & Spinalkanal: Überlastung führt zu Platznot
Flachrücken & Co: allzu gerade ist ungesund
Skoliose: das Geheimnis der einseitigen Kreuzkoordination
Brustkorb: plastische Beweglichkeit fördert die Laufökonomie
Schultern: Hochgezogen und eingeklemmt?!
Kopfhaltung: die Nase zu weit vorne, der Nacken geknickt
Service
Weiterführende Literatur
Adressen
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
Impressum
Abbildung: Claudia Larsen, Zürich |
Tür auf und los! Laufen ist denkbar einfach. Es braucht wenig Ausrüstung: Sportbekleidung und Laufschuhe. Und jeder kann es, in seinem Tempo, auf seine Weise und mit unterschiedlichster Motivation.
Trainieren bedeutet im Klartext: Sie fordern sich! Es braucht relativ wenig Aufwand, um anständige Ergebnisse zu erzielen. Aber: Die Trainingsreize müssen präzise und auf Ihre individuelle Situation abgestimmt sein.
Trainieren mit System
(Abbildung: Andreas Gonseth, Uetikon)
Sich fordern ist nicht gleichbedeutend mit »hängender Zunge« und »klopfendem Puls bis zum Hals«. Aber Ihre Komfortzone müssen Sie schon verlassen. Vielleicht möchten Sie einmal an einem Lauf teilnehmen? Oder einfach nur fit und gesund bleiben? Egal ob Leistung, schneller und länger laufen oder Gesundheit, ökonomisch, elegant und überlastungsfrei, es wird immer darum gehen, etwas zu verändern und zu verbessern. Wer möchte, dass sich körperlich etwas ändert, muss etwas ändern. So einfach ist das. Wer weitermacht wie bisher, bekommt mehr von dem, was er bereits zur Fülle hat.
Beim Training wird Ihr Körper definierten Reizen ausgesetzt. Entscheidend dabei sind die Intensität des einzelnen Reizes und die Abstände zwischen den einzelnen Trainingsreizen. Die Intensität des einzelnen Reizes darf nicht zu hoch ausfallen. Zu hohe Reize überfordern den Körper, dies gilt es insbesondere am Anfang zu vermeiden. Genauso verhält es sich in die andere Richtung: Ein zu geringer Reiz bringt Sie auch nicht weiter. Aus diesem Grund ist die Intensität des jeweiligen Trainings der entscheidende Faktor, der über Ihren Trainingsfortschritt entscheidet. Übrigens: Dieses Prinzip gilt nicht nur im Lauftraining, es gilt genauso im Krafttraining, bei jeder Sportart und auch, wenn Sie ein Musikinstrument oder eine fremde Sprache erlernen wollen. Lernen ist die Kunst, für sich den besten Weg zwischen Unter- und Überforderung zu finden.
Sie kennen es aus dem Leistungssport: das erbarmungslose Credo »Immer schneller, immer weiter, immer höher …«. In ihrer ultimativen Konsequenz bedeutet diese Leistungsphilosophie »Leistungssteigerung auf Kosten der Gesundheit«. Das kann es nicht wirklich sein – oder? Zumindest nicht für 99 Prozent der Menschheit. Für die Mehrheit muss die Devise genau andersherum lauten: Leistung und Gesundheit in einem. Die Gesundheit zu verbessern und gleichzeitig schneller oder länger laufen zu können – diese beiden Aspekte des Laufens gilt es in Einklang zu bringen.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie Ihr Training planen. Klug planen, um genau zu sein. Es gilt, Ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen und gleichzeitig die Belastbarkeit Ihres Bewegungssystems zu verbessern. Für dieses komplexe Wechselspiel gilt die einfache Formel: Ein intelligentes Training besteht aus Belastung und Pausen. Die Belastung verbessert die Leistungsfähigkeit, während die Regenerationspausen zwischen den Trainingseinheiten die Belastbarkeit des Körpers verbessern. Beides will geplant sein, beides will geübt werden. Auf jede Laufbelastung folgt optimalerweise eine ausreichend lange Regenerationszeit.
Brechen Sie zu einer Laufrunde auf, passiert allerhand in Ihrem Körper: In erster Linie wird Ihre Skelettmuskulatur beansprucht. Um die arbeitende Muskulatur mit Energie und Sauerstoff zu versorgen, beschleunigen sich Herzschlag und Atmung. Das gesamte System kommt auf Touren: Nervensystem, Hormone, Energiestoffwechsel … Ihre Muskeln werden mittels Blutzufuhr rundum versorgt. Mit zunehmender Dauer des Trainings werden die Energiespeicher leerer und die Muskeln zunehmend müder. Gleichzeitig verlieren Sie über den Schweiß und Ihre Atmung erhebliche Mengen an Wasser. Ihr Wasserhaushalt wird gefordert. Zu alledem: Muskeln, Bänder, Sehnen und Knochen werden in hohem Maße beansprucht. Durch die beim Laufen wirkenden Stoßbelastungen entstehen in Sehnen, Bändern und Muskeln mikroskopisch kleine Schäden.
Gut geplant folgt auf die Belastung jetzt die Pause. Diese Pause kann – je nach Trainingszustand, Art und Intensität der Belastung – unterschiedlich lange dauern. Ein gut trainierter Läufer benötigt nach einer regulären Trainingseinheit ein paar Stunden oder eine Nacht. Dagegen kann sich die erforderliche Regenerationszeit für den gleichen Läufer nach einem Stadtmarathon auf Asphalt über mehrere Wochen hinziehen. Für einen untrainierten Anfänger hingegen bedeutet bereits eine Stunde Joggen eine erhebliche, weil ungewohnte körperliche Belastung, welche eine mehrtägige bis einwöchige Erholungspause erforderlich macht. Gerade bei Laufanfängern sind Herz und Lunge limitierende Faktoren. Das Herz hämmert, Sie bekommen zu wenig Luft. Solche Negativerfahrungen nach den ersten Laufeinheiten treten häufig auf und können als belastend erlebt werden. Aber – dies sei hier versichert: Das Problem legt sich erstaunlich schnell.
Superkompensation: Das Wunder der Leistungssteigerung Die Regeneration beginnt unmittelbar nachdem Sie aufgehört haben zu rennen. Ihre Energiespeicher und Ihr Wasserhaushalt werden durch Essen und Trinken wieder aufgefüllt. Muskeln, Sehnen und Bänder erholen sich durch Nichtstun. Mikroverletzungen in Muskeln und Sehnen werden vor allem nachts während des Schlafes repariert und wiederhergestellt. Die Wiederherstellung als Folge der Belastung umfasst sämtliche Strukturen und Systeme. Diese Erkenntnis ist wichtig! Die Natur hat es so eingerichtet, dass alles, was gefordert wurde, auch wieder voll regeneriert wird. Ganz schön clever. Im Umkehrschluss gilt: Ihr Körper wird durchs Laufen niemals dauerhaft geschädigt – vorausgesetzt, die Pausen stimmen. Im Gegenteil: Da Ihr Körper ahnt, dass eine ähnliche Belastung früher oder später wieder auf ihn zukommen könnte, legt er Belastungsreserven an. Nach abgeschlossener Regeneration stehen Ihnen alle Körpersysteme in verbesserter Qualität und mit gestärkten Ressourcen zur Verfügung. Der Körper möchte sicherstellen, bei der nächsten Trainingseinheit besser aufgestellt zu sein und mit der Belastung besser klar zu kommen: Ihre Muskeln werden stärker, die Sehnen und Bänder werden belastbarer, die Pumpleistung Ihres Herzens erhöht sich, die Atmung wird ökonomischer, der Fettverbrennungsstoffwechsel kommt leichter in Gang. Dieses Prinzip nennt die Sportwissenschaft »Superkompensation«.
Superkompensation: Erst nach der Regeneration ist es besser als vor der Belastung.
Der nächste Trainingsreiz: Der richtige Moment ist entscheidend So werden Sie – wenn Sie richtig trainieren – schneller und belastbarer. Die Erholung ist für Ihre Laufkarriere entscheidend. Schneller werden Sie nicht während des Trainings, sondern während der Regenerationsphasen. Wohlgemerkt: Schneller werden Sie in den Pausen – nicht beim Rennen.
Auf einen Superkompensationseffekt folgt der nächste. Es geht treppauf: Training, Pause, Training, Pause und so weiter. Sie können jetzt schneller oder weiter laufen – oder gleich schnell mit weniger Anstrengung. Die Crux an der Sache ist: Die Aneinanderreihung vieler Superkompensationseffekte ist einfacher gesagt als getan. Den richtigen Zeitpunkt zu treffen, wann Sie wieder mit dem Training starten können, ist alles andere als einfach. Erfahrung, ein geführtes Trainingstagebuch, ein Trainingsplan oder ein Lauftrainer bieten wertvolle Hilfestellung. Ihr Ruhepuls am Morgen bietet eine praktische und einfache Erstorientierung.
Bio-Monitoring: Ruhepuls am Morgen Die Messung des Ruhepulses am Morgen direkt nach dem Aufwachen – aber vor dem Aufstehen – bietet einen brauchbaren Anhaltspunkt, wie erholt Sie sind. Dazu ist es wichtig, den Ruhepuls morgens über zwei bis drei Wochen zu messen. Ein intensives Training führt zu einem Anstieg des morgendlichen Ruhepulses während einiger Tage. Eine Zunahme von mehr als 5 Schlägen gegenüber Ihrem normalen Ruhepuls deutet auf eine noch nicht vollständige Erholung hin. Sich anbahnende Erkältungen, schlechte Schlafqualität oder schlicht zu wenig Schlaf können ebenfalls für einen erhöhten Ruhepuls am Morgen sorgen. An Tagen mit deutlich erhöhtem Ruhepuls sind harte Laufeinheiten ungünstig.
Pausen einlegen: Ein paar Tage Pause wirken Wunder
