9,99 €
Niedrigster Preis in 30 Tagen: 8,99 €
Dieses Buch kann eine Geheimwaffe der Männer werden, denn der Autor weiß, was weibliche Lust erzeugt. Ian Kerner führt in die besten Techniken des Cunnilingus ein und verrät, wie Männer ihrer Partnerin mit gekonntem Zungenspiel die größte Lust bereiten können. Mit erotischen Details über die weibliche Anatomie, den besten Positionen und wirkungsvollen Verführungstipps lehrt der Sexologe seine Leser die Sprache der Lust.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 282
Veröffentlichungsjahr: 2012
Ian Kerner macht Millionen von Frauen glücklich – denn er zeigt den Männern, wie weibliche Lust funktioniert und was sie dafür tun können. Vor allem räumt er mit dem Irrglauben auf, nur die Penetration könne einer Frau das höchste der Gefühle bescheren. Mit erfrischender Leichtigkeit erklärt er die weibliche Anatomie, geht dem vielbeschworenen Orgasmus auf den Grund und versammelt die erfolgreichsten Techniken der oralen Befriedigung. Leicht nachvollziehbare Illustrationen veranschaulichen seine detaillierten Beschreibungen. Mit diesem unentbehrlichen Handbuch wird jeder Mann zum perfekten Liebhaber!
Ian Kerner, Ph. D., erwarb seinen Doktortitel der Klinischen Sexologie an der American Academy of Clinical Sexologists. Sein Buch Mehr Lust für sie eroberte auf Anhieb die amerikanischen Bestsellerlisten und die deutschen Leser. Mit Mehr Lust für ihn hilft er auch der Damenwelt auf die Sprünge. Der Sexualtherapeut lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen in New York.
Außerdem von Ian Kerner im Programm
Mehr Lust für ihn (auch als E-Book erhältlich)
Ian Kerner
Mehr Lust für sie
Was Frauen beim Sex verrückt macht
Aus dem Amerikanischen von Beate Gorman
Alle Ratschläge in diesem Buch wurden vom Autor und vom Verlag sorgfältig erwogen und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors beziehungsweise des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.
Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen. Der Verlag behält sich die Verwertung der urheberrechtlich geschützten Inhalte dieses Werkes für Zwecke des Text- und Data-Minings nach § 44b UrhG ausdrücklich vor. Jegliche unbefugte Nutzung ist hiermit ausgeschlossen.
© 2005 der deutschsprachigen Ausgabe
Wilhelm Goldmann Verlag, München, in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Str. 28, 81673 München.
© 2004 der Originalausgabe Ian Kerner
Published by arrangement with ReganBooks, an imprint of HarperCollins Publishers, Inc.
Originaltitel: She Comes First
Covergestaltung: UNO Werbeagentur GmbH
Covermotiv: Getty Images/Special Photographers
Illustrationen: Naomi Pitcairn
Redaktion: Eckard Schuster
ISBN 978-3-641-09072-2V004
www.mosaik-goldmann.de
Für meine Frau Lisa
»Man sollte Sie oft küssen,und zwar jemand, der’s versteht.«
CLARK GABLE Vom Winde verweht
»Meine Hauptbeschäftigung war immer die Liebe,auch wenn es nicht den Anschein hatte.«
ALBERT CAMUS
Die Prämisse dieses Buchs ist einfach: Wenn es darum geht, Frauen Vergnügen zu bereiten und sich in der Sprache der Liebe zu unterhalten, sollte Cunnilingus die Muttersprache jedes Mannes sein. So schrieb Lou Paget, die mehrere Bestseller zum Thema Sex verfasst hat: »Sie können die meisten Frauen fragen, und wenn sie ehrlich sind, werden sie zugeben, dass sie ganz heiß werden und den besten Orgasmus erleben, wenn der Partner seine Zunge gut einsetzen kann.«
Doch wie es bei jeder Sprache der Fall ist, müssen Sie mit den Regeln von Grammatik und Stil gründlich vertraut sein, damit Sie sich fließend ausdrücken können und Ihr Thema somit an Farbigkeit und Leben gewinnt. Eines meiner Lieblingsbücher zu diesem Thema ist der Klassiker Elements of Style. Ich glaube, ich hätte den Englischunterricht in der Schule ohne dieses Taschenbuch mit seinen vielen Eselsohren, das ich ständig mit mir herumtrug, nicht überlebt. Die kompetenten Autoren Strunk und White arbeiteten die Bedeutung der Grammatik nicht nur auf verständliche Weise heraus – in ihren Händen wurde diese auch zu etwas Schönem.
Das Buch forderte den Leser auf, »mit Zuversicht zu schreiben und definitive Behauptungen aufzustellen«. Im Sinne dieses zeitlosen Klassikers fasst Mehr Lust für sie Erfahrungsreichtum und Expertise in einem einfachen, unentbehrlichen Regelwerk zusammen. Es stellt die Grundlagen und Philosophie vor, die diesen Regeln zugrunde liegen, und bietet damit den definitiven Ratgeber zur »Grammatik« des oralen Sex. Wenn Sie lernen wollen, wie Sie einer Frau mit Ihrer Zunge jedes Mal zu Wahnsinnsorgasmen verhelfen können, ist dies das richtige Buch für Sie.
Obwohl ich meinen Doktor in klinischer Sexologie gemacht habe, wurde dieses Buch im Prinzip aus der Sichtweise des praktischen Anwenders geschrieben, von jemandem, der Cunnilingus kennt und liebt, der seine Rolle bei der Stimulation der weiblichen sexuellen Reaktion zu schätzen weiß und eine Methode entwickelt hat, mit deren Hilfe Frauen beständig zum Orgasmus gebracht werden können: eine Methode, die aus der Überzeugung herrührt, dass Cunnilingus mehr ist als nur eine sexuelle Aktivität, sondern das Hauptstück einer Philosophie sexueller Befriedigung. Man könnte es auch als den »Weg der Zunge« bezeichnen.
Doch verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich bin kein Casanova oder Don Juan, der eitle Worte zu Papier bringt, um sich wichtig zu machen und zu prahlen – ganz im Gegenteil. Einen Großteil meines Lebens habe ich sehr unter einer sexuellen Dysfunktion gelitten und bin mir der Gefühle von Erniedrigung, Angst und Verzweiflung nur allzu bewusst, die ich erlebte, wenn ich meine Partnerinnen nicht befriedigen konnte. Dieses Buch wurde eher in der ernsthaften Hoffnung geschrieben, dass andere Männer wirksame »sexuelle Gewohnheiten« entwickeln können – Gewohnheiten, die es ihnen zusammen mit ihrer Partnerin ermöglichen, weniger zu leiden, als es bei mir der Fall war, oder diesem Leid vielleicht ganz zu entgehen. So schrieb Tennessee Williams in seinem Schauspiel Die Katze auf dem heißen Blechdach über das Ehebett: »Wenn eine Ehe zugrunde geht, liegt der Grund direkt hier, genau hier!« In diesem Buch erfahren Sie, wie Sie diesem Schicksal entgehen und die Wogen glätten können.
Meine ersten Vorstöße in den oralen Sex waren eine Krücke, ein Ausweg, um meine sexuellen Unzulänglichkeiten zu kompensieren. Damals ging ich von der Annahme aus, dass Cunnilingus für die armen Männer nur die zweitbeste Lösung im Vergleich zu den Freuden und der Großartigkeit von »echtem Sex« sei – wie viele Männer nahm ich es als gegeben hin, dass Geschlechtsverkehr die »richtige Methode« für Paare sei, um den Orgasmus zu erleben. Doch zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass der »Weg der Zunge« dem Geschlechtsverkehr keinesfalls unterlegen war; vielmehr war er überlegen und in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, dass Frauen die beständige, rhythmische Stimulation (wie bei der Masturbation) bekommen, die zum Erreichen eines Orgasmus notwendig ist. Schnell lernte ich, dass oraler Sex echter Sex ist, und als ich später auf ein Exemplar des folgenreichen Hite-Reports, Das sexuelle Erleben der Frau, stieß, las ich zu meiner Beruhigung, dass Frauen oralen Sex als eine ihrer liebsten und aufregendsten Aktivitäten betrachten. Was die Lust angeht, gibt es keine richtige oder falsche Methode, um einen Orgasmus zu erleben – es ist lediglich als falsch anzusehen, dass Frauen ihn weniger brauchen oder weniger zu schätzen wissen als Männer.
In ihrem Artikel »Seien Sie ein Mann: Sechs einfache Vorschläge« lautet der allererste Rat der Sexkolumnistin Amy Sohn: »Der Mann begibt sich in die unteren Gefilde. Ohne Ausflüchte und ohne Zögern.«
Doch wenn er einmal dort unten ist, was soll er dann tun? Die Mehrzahl der Frauen beklagt sich über Männer, die es nicht gerne tun, nicht wissen, was sie tun sollen, oder es einfach nicht gut genug machen. Der Autor Flannery O’Connor hatte Recht: Es ist schwer, einen guten Mann zu finden, speziell jemanden, der es dort unten gut macht. Doch wenn der Cunnilinguist erst einmal über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt, wird er gebührend gewürdigt werden. In ihrem Essay »Lippendienst: Der geschickte Cunnilinguist« lobt die Autorin und Sexkolumnistin Anka Radakovich einen Freund, der sich auf oralen Sex spezialisiert hatte: »Ich wurde ganz von seiner Zunge abhängig und bot sogar an, seine Wäsche zu waschen, wenn er mich besuchen und mich befriedigen würde. Nach zwei Monaten stellte ich ein gerahmtes Foto seiner Zunge auf meinem Schreibtisch auf.«
Es ist an der Zeit, die gewohnten Bahnen zu verlassen und neue Wege zu gehen. Was orale Liebkosungen angeht, sollte jeder Mann Rhett Butlers berühmten Ausspruch gegenüber Scarlett O’Hara (»Man sollte Sie oft küssen, und zwar jemand, der’s versteht.«) zu seinem Mantra machen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ein sehr zurückhaltender Mensch bin. Mir würde es nicht im Traum einfallen, meinen Kampf mit meiner sexuellen Dysfunktion in alle Welt hinauszuposaunen, wenn ich nicht von ganzem Herzen glauben würde, dass dieses Buch einen wichtigen Zweck erfüllt. Ich weiß dies aufgrund der Dinge, die ich gelesen habe, die mir mitgeteilt wurden und die ich aus erster Hand als klinischer Sexologe erlebt habe: Frauen sehnen sich nach oralem Sex und genießen ihn – und sie brauchen ihn. Jeder Sexualtherapeut wird Ihnen bestätigen, dass Frauen sich immer wieder darüber beklagen, beim Penis-Vagina-Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus erleben zu können. Die Lösung lautet nicht einfach »mehr Vorspiel«, wie Zeitschriften es uns oft weiszumachen versuchen, sondern sie besteht vielmehr in der geschickten Erweiterung jener Aktivitäten, die wir mit dem Vorspiel, also der oralen Stimulation, in Zusammenhang bringen, zu vollständigen, voll realisierten Akten des Liebesspiels – die Verwandlung des Vorspiels ins Hauptspiel.
Dieses Buch wendet sich nicht gegen den Geschlechtsverkehr an sich, aber es will allem, was sich außerhalb abspielt, den entsprechenden Rang zuweisen. Sex ist mehr als Penetration – er ist gemeinsam erlebte Lust, und oraler Sex ist besser dazu geeignet, Frauen unter Ausnutzung ihrer sexuellen Anatomie zum Orgasmus zu stimulieren. Dieses Modell schließt den Geschlechtsverkehr nicht aus, sondern unterstützt vielmehr das Hinauszögern der männlichen Befriedigung, bis die Frau ihren ersten (aber hoffentlich nicht letzten) Orgasmus bei einer sexuellen Begegnung erlebt hat – eine Verzögerung, die doppelten Nutzen bringt: die Sicherstellung der weiblichen Befriedigung, während gleichzeitig die Qualität des männlichen Höhepunkts beträchtlich verbessert wird. Dieses Buch tritt ein für das Hinausschieben der Befriedigung, nicht das Hinausschieben des Genusses.
Mehr Lust für sie bietet Männern und Frauen eine zuverlässige Anleitung zu gutem Sex – es ist sozusagen der »Spatz in der Hand« im Gegensatz zur »Taube auf dem Dach«, wie es der Geschlechtsverkehr mit seinem hohen Einsatz darstellt. Es ist an der Zeit, die Lücke im sexuellen Bereich zu schließen und beim Austausch von Lust ausgeglichene Spielbedingungen zu schaffen, wobei Cunnilingus mehr als nur ein Mittel ist, dieses noble Ziel zu erreichen. Vielmehr ist oraler Sex der Eckstein eines neuen sexuellen Paradigmas, das die gemeinsame Erfahrung von Lust, Intimität, Respekt und Befriedigung preist. Zudem ist er eines der größten Geschenke der Liebe, das ein Mann einer Frau machen kann.
In Teil I, »Die Elemente sexuellen Stils«, lernen Sie eine wirksame Philosophie kennen, die Ihre Einstellung zu Sex und Beziehungen prägen und möglicherweise dramatisch ändern wird. Sie lernen,
sich von »Desinformation« frei zu machen und echtes Verständnis für die weibliche Sexualität zu entwickeln,klitoral statt vaginal zu denken und sich auf Stimulation statt Penetration zu konzentrieren, Ihre Befriedigung hinauszuzögern, ohne Ihre Lust zu opfern,das Vorspiel in das Hauptspiel zu verwandeln,den sexuellen Reaktionsprozess der Frau geschickt zu steuern und die Rolle der Klitoris als Kraftquell der Lust zu schätzen,Bewusstsein zu entwickeln, das den oft schwer fassbaren weiblichen Orgasmus ohne den leisesten Zweifel erkennbar und erfahrbar macht.Zudem werden wir wichtige, oft missverstandene Themen wie beispielsweise die »echte« Anatomie der weiblichen Genitalien, Hygiene, Safer Sex sowie den gesellschaftlichen und kulturellen Kontext diskutieren, der unser Denken und Handeln in Bezug auf Cunnilingus gestaltet.
In Teil I, »Die Elemente sexuellen Stils«, geht es also um das Warum von Cunnilingus, während Teil II, »Spielanleitung«, vom Wie handelt. Hier werden bewährte Oraltechniken vorgestellt, die es Ihnen ermöglichen, eine Frau mit Erfolg durch den gesamten sexuellen Reaktionsprozess zu leiten, durch das, was ich als »Spielprozess« bezeichne – Vorspiel, Hauptspiel und Zusatzspiel.
Während sich viele Sexbücher damit begnügen, dem Leser zu vermitteln, was er tun sollte, ist der Autor dieses Buches davon überzeugt, dass das Wann ebenso wichtig ist. Dem Timing kommt besondere Bedeutung zu, und daher zeigt Teil III, »Alles zusammenbringen«, klare Wege für die nahtlose Integration der Techniken in einen einheitlichen Erfahrungsprozess auf, der es Ihnen und Ihrer Partnerin ermöglichen wird, neue sexuelle Höhen zu erreichen.
Über das ganze Buch verteilt sind Illustrationen, Tipps, Übungen, interessante Tatsachen, häufig gestellte Fragen sowie freimütige Antworten der vielen Männer und Frauen, die ich in Bezug auf Sex, Beziehungen, Cunnilingus und ihre persönlichen Vorlieben und Abneigungen befragt habe.
Im Anhang des Buches finden Sie eine Reihe von Kapiteln, die relevante Themen und spezifische Situationen ansprechen.
In seiner Gesamtheit ist Mehr Lust für sie die derzeit gründlichste Abhandlung über die Kunst des Cunnilingus. Sie erfahren nicht nur all die Dinge, die Sie wissen müssen, um die »Grammatik des oralen Sex« zu meistern, sondern es werden auch die dabei auftauchenden Fragen beantwortet.
Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie Sex aus einer anderen Perspektive betrachten, und es wird nichts geben, das Sie nicht wissen, wenn es darum geht, eine Frau mit Ihrer Zunge immer wieder zum Orgasmus zu bringen.
Sie können Mehr Lust für sie ganz nach Belieben lesen, aber wenn Sie Teil I lieber überspringen und sich gleich zu den Techniken in Teil II begeben wollen, sollten Sie sich zuerst ein paar einfache Fragen stellen:
Wussten Sie, dass die Klitoris aus 18 Teilen besteht, die alle eine Rolle bei der »Erzeugung« von Lust spielen? Können Sie sie identifizieren?Wussten Sie, dass die große Mehrzahl der Nervenenden, die zum weiblichen Orgasmus beitragen, sich auf der Oberfläche der Vulva befinden, dass also keinerlei Penetration erforderlich ist, um sie so zu stimulieren, dass es zum Orgasmus kommt?Wie viele verschiedene Arten von Orgasmen kann eine Frau erleben?Können Sie mit absoluter Sicherheit sagen, wo der G-Punkt zu lokalisieren ist? Können Sie andere verborgene Zonen der Lust nennen?Wissen Sie, warum Cunnilingus das beste Mittel ist, um eine Frau so zu stimulieren, dass Sie mehrere Orgasmen erlebt?Wissen Sie, warum der Mann zum Teil für den genitalen Geruch seiner Partnerin verantwortlich ist?Sind Sie sich ganz sicher, dass Ihre Partnerin noch nie einen Orgasmus vorgetäuscht hat, und können Sie eindeutig den Unterschied zwischen einem echten und einem vorgetäuschten Orgasmus erkennen?Wenn Sie irgendeine dieser wichtigen Fragen mit Nein beantwortet haben, möchte ich Sie dazu ermutigen, das Buch von Anfang bis Ende zu lesen. Doch unabhängig davon, wie Sie Mehr Lust für sie lesen werden, ist es ein Buch, auf das Sie unabhängig von Ihrem Erfahrungsniveau immer wieder zurückgreifen können.
Im Sinne von Elements of Style finden Sie hier einige Grundregeln für den Anfang:
1. Lernen Sie, Ironie zu schätzen. Was die menschliche Sexualität angeht, ist das Leben voll davon. Denken Sie nur daran, dass die männlichen und weiblichen Genitalien aus demselben embryonalen Gewebe geformt werden, während die jeweiligen Erregungsprozesse nicht unterschiedlicher sein könnten. Die ersten Herausgeber der Zeitschrift Men’s Health, Stefan Bechtel und Laurence Roy Stains, haben es in ihrem Buch Sex. A Man’s Guide sehr prägnant zusammengefasst: »Untersuchungen zeigen, dass drei Viertel der Männer mit dem Sex innerhalb weniger Minuten fertig sind. Doch Frauen brauchen oft 15 Minuten oder länger, um ausreichend erregt zu werden, sodass sie einen Orgasmus erleben können. Und das sorgt für eine Welt voller Wut, Leid und durch die Luft fliegender Töpfen und Pfannen.«
Aus diesem Grund stehen bei diesem Buch das Hinauszögern der männlichen Befriedigung und die Devise »Sie kommt zuerst« im Mittelpunkt. Die Journalistin Paula Kamen schrieb in Her Way. A Survey of Contemporary Young Women: »Der weibliche Orgasmus gilt nicht mehr als Glücksfall oder Anhängsel, was eine Verlagerung weg von sexueller Schuld dahingehend bedeutet, dass Frauen ihre eigenen Wünsche so verfolgen, wie die Männer es schon immer getan haben.«
Wenn es darum geht, einer Frau Lust zu bereiten, sollten Sie an die alten Worte des taoistischen Meisters Wu Hsien denken: »Der Mann muss die Situation unter Kontrolle halten und ohne übermäßige Eile aus der Vereinigung seinen Nutzen ziehen.«
2. Verwechseln Sie Subjekt und Objekt nicht miteinander. Dies betriff namentlich die Klitoris. Mit ihren 8000 Nervenenden (doppelt so viele, wie der Penis aufweist), der beneidenswerten Fähigkeit, mehrere Orgasmen in einer einzigen sexuellen Begegnung zu reproduzieren, und für keinen anderen Zweck als die Lust ausgelegt, sollte es nicht verwundern, dass Masters und Johnson die Klitoris als »einzigartiges Organ der gesamten menschlichen Entwicklung« bezeichneten. Die Klitoris besteht aus mehr als 18 Bestandteilen, die sowohl sichtbar als auch verborgen und allesamt an der Produktion von Lust beteiligt sind. (Lesen Sie weiter, und Sie lernen, jedes einzelne Teil zu meistern.) Im Widerspruch zu konventioneller Weisheit – zumindest der Art, wie man sie so häufig wie Voltaren-Gel und Schimmel in Männerumkleidekabinen antrifft – ist die Klitoris viel mehr als nur ein »Liebesknopf«. Sie ist ein ausgeklügeltes Netzwerk der Erregung, das über mehr »Hot Spots« verfügt als ein schlafender Vulkan.
3. Die Zunge ist mächtiger als das Schwert. Dies gilt speziell im Hinblick auf die Stimulation der Klitoris. Selbst der US-Pornostar Ron Jeremy mit seinem berühmten 25 Zentimeter langen guten Stück erklärte: »Ich habe mehr Frauen mit meiner Zunge zum Orgasmus gebracht als mit meinem Penis.« Shere Hite, Autorin des Hite-Reports, ging sogar so weit zu behaupten, dass der Geschlechtsverkehr ursprünglich nie dazu gedacht war, Frauen zum Orgasmus zu bringen. Einer der Gründe besteht darin, dass die Klitoris etwa zwei bis drei Zentimeter näher an der Vorderseite des weiblichen Körpers liegt als die Scheidenöffnung. Beim Geschlechtsverkehr kommt der Penis daher oft überhaupt nicht mit der Klitoris in Kontakt.
In Sex. A Man’s Guide zitieren die Autoren eine Studie, in der 98 glücklich verheiratete Frauen ein Sex-Tagebuch führten, in dem sie die Häufigkeit sexueller Aktivitäten und das Befriedigungsniveau vermerkten. Unter allen Aktivitäten, die sie erwähnten, wurde Cunnilingus als die befriedigendste beschrieben. 82 Prozent erklärten, dass sie es als äußerst angenehm empfanden, wenn der Ehemann sie oral befriedigte; die an zweiter Stelle genannte Aktivität – der Geschlechtsverkehr – wurde nur von 68 Prozent als sehr befriedigend bewertet. Die Frauen berichteten, dass sie beim Geschlechtsverkehr etwa zu 25 Prozent einen Orgasmus hatten. Doch beim oralen Sex betrug diese Zahl 81 Prozent. Alex Comfort schrieb in The New Joy of Sex über Cunnilingus: »Man kann Frauen auf diese Weise Dutzende von Orgasmen bescheren, und sie könnten dennoch Lust auf mehr haben.«
4. Aus Fehlern lernen. Im Gegensatz zu den heranwachsenden jungen Männern von Mangaia (einer der Cook-Inseln), die dem Autor Shane Mooney zufolge in den Finessen von Bruststimulation, Cunnilingus und hinausgezögerter Ejakulation unterrichtet werden, um ihren zukünftigen Partnerinnen Lust bereiten zu können, ist unsere westliche Erziehung in dieser Hinsicht leider unvollständig. Als Shere Hite eine Umfrage zu den Oraltechniken von Männern durchführte, beklagte sich der Großteil der Frauen darüber, dass ihre Partner zu grob, zu ungeduldig, zu schnell, zu langsam seien, das Ziel verfehlten oder den Rhythmus zur falschen Zeit änderten. Eine Frau bemerkte sogar: »Ich habe das Gefühl, er wolle meine Klitoris ausradieren.«
Also wirklich!
Doch viele Frauen wissen nicht, dass Männer sich nach Feedback und Anleitung sehnen. Sie wünschen sich Instruktionen, aber die Kommunikation in Sachen Sex ist nicht einfach, und in der Hitze des Augenblicks finden wir oft nicht die richtigen Worte. Sally Tisdale stellte in ihrem Buch Talk Dirty to Me – Eine intime Philosophie des Sex fest: »Wir können nicht richtig erklären, wie Erregung sich anfühlt, was ein Orgasmus ist, und je näher er heranrückt, desto weniger Wert haben Worte und desto unfähiger werden wir, Sprache zu benutzen.«
So wenden wir uns Sexbüchern und Zeitschriften oder, schlimmer noch, schäbigen Pornofilmen und Gesprächen unter Männern zu. Die meisten Bücher über Sex lesen sich wie eine Enzyklopädie – von jedem etwas, aber nicht genug über die Details. Die Betonung liegt auf Bandbreite, ohne dass man tiefer ginge, und Cunnilingus erhält bestenfalls genauso viel Aufmerksamkeit wie die anderen Themen. Wenn es um technische Einzelheiten geht, bieten die meisten Bücher nur ein paar knappe Seiten, und fast alle beschreiben Cunnilingus als einen Aspekt des Vorspiels und nicht als einen in sich vollständigen Prozess. Sie ähneln dicken Kochbüchern, die sich in jeder Kategorie auf ein paar Rezepte beschränken. Doch Cunnilingus ist ein eigenes komplettes Mahl, und es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende von einzigartigen Möglichkeiten, es zu genießen.
Obwohl Mehr Lust für sie für alle Leser – Hetero- oder Homosexuelle, männlichen oder weiblichen Geschlechts – nützlich ist, die mehr über den weiblichen Orgasmus lernen und erfahren wollen, wie dieser beständig durch einfallsreiche Oraltechniken stimuliert werden kann, wurde das Buch in erster Linie für die Herren der Schöpfung geschrieben, die wissen wollen, wie sie zu besseren, sensibleren Liebhabern werden können, und für die Frauen in ihrem Leben, die sich darauf freuen, daraus Gewinn zu ziehen.
Tatsächlich unterscheiden Frauen und Männer sich stark darin, wie sie Dinge über Sex lernen. Im Kinsey-Report, einer berühmten Untersuchung des menschlichen Sexuallebens, hieß es 1953: »Es ist offensichtlich, dass weder junge Mädchen noch ältere Frauen ihre sexuellen Erfahrungen so offen diskutieren, wie Männer es tun.« Seitdem hat sich viel geändert. In einem aktualisierten Kinsey-Report über »sexuelle Bildung« aus dem Jahre 1990 bemerken die Autoren, dass Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren in Bezug auf Kenntnisse im sexuellen Bereich mehr wussten als gleichaltrige Männer. Die Autoren führten die Unterschiede auf »die wachsende Überzeugung der Frauen« zurück, »dass sie ein Recht auf Informationen und zugängliche Veröffentlichungen über die weibliche Gesundheit haben«. Es scheint, dass sowohl die Frauenbewegung als auch die Safer-Sex-Bewegung mit ihrer Klarheit und Offenheit in den letzten 50 Jahren viel zur Erziehung der Frauen in Bezug auf den weiblichen Körper und Sexualität beigetragen haben.
Doch wie sieht es bei den Männern aus?
In meinen Untersuchungen und Gesprächen musste ich feststellen, dass Frauen im Allgemeinen mehr über Sex wussten und eher gewillt waren, sexuelle Dinge frei und offen zu diskutieren. Bei der Beschreibung sexueller Aktivitäten, vor allen Dingen Cunnilingus, waren sich Frauen der qualitativen Aspekte sehr viel stärker bewusst, was auch für die technischen Details im Zusammenhang mit ihrer sexuellen Reaktion gilt. Frauen betonten die Bedeutung von persönlichen Erfahrungen beim Wissenserwerb, bestätigten aber auch, dass ein Großteil der Informationen über Sexualität von Freundinnen und Eltern sowie aus Büchern, Zeitschriften und dem Internet stammten.
Die Männer andererseits waren in Bezug auf sexuelle Dinge nicht so kenntnisreich und beschrieben Aktivitäten wie Cunnilingus eher in technischen, objektivierenden Einzelheiten. Die Männer gaben auch zu, dass sie sich stärker auf Pornografie und Erfahrungen aus erster Hand verließen, wenn es darum ging, Informationen zur weiblichen Sexualität zu erhalten. Sie fühlten sich sehr viel unwohler dabei, sich Rat zu heiklen und sensiblen Themen bei Eltern und Freunden zu holen.
Was kann der Mann also tun, wenn er spezifische, akkurate Informationen darüber sucht, wie der sexuelle Reaktionsprozess der Frau stimuliert werden kann? Die Medien bombardieren uns tagtäglich mit Sex, aber es finden sehr wenige allgemeine Diskussionen über die menschliche Sexualität statt, und noch weniger zielen speziell auf die Männer ab. Ironischerweise erklärten einige Männer, mit denen ich sprach, dass die Fernsehserie Sex and the City mit ihren offenen Diskussionen über oralen Sex, Orgasmen und andere Themen eine Hauptinformationsquelle über die sexuellen Einstellungen und Wünsche von Frauen sei. Andere gestanden, dass Frauenzeitschriften wie Cosmopolitan, die sie insgeheim lasen, für sie aufschlussreich waren und sie dort eine Qualität der Information fanden, die in den Zeitschriften für Männer fehlte.
Ein Mann fasste es so zusammen: »Cosmopolitan und Glamour sind in Bezug auf Sex und Beziehungen viel spezifischer als Männerzeitschriften wie Playboy und Maxim, in denen ständig über Sex, aber nicht über Sexualität geredet wird. Sie sind eher ›eroberungsorientiert‹, statt Rat zu geben, und konzentrieren sich zu sehr auf technische Spielereien, Gewichtheben und eine erfolgreiche Karriere. Men’s Health ist niveauvoller, aber es ist halt nur eine Zeitschrift unter vielen, und selbst dort geht es eher darum, perfekte Bauchmuskeln zu bekommen, als detaillierte Sexualberatung zu geben.«
Unglücklicherweise leiden sowohl Männer als auch Frauen unter diesem Mangel an genauer Information, sodass Männer ihre Zunge wie Pornostars bewegen, sexuelle Stellungen einnehmen, die wenig mit der Stimulation der Klitoris zu tun haben, und im Allgemeinen keine Vorstellung von der weiblichen Anatomie und dem sexuellen Reaktionsprozess haben.
Wenn es darum geht, die »Grammatik« des oralen Sex zu meistern, brauchen wir mehr als ein paar zufällige Tipps aus der neuesten Ausgabe von Cosmopolitan oder Maxim. Wir brauchen ein echtes Regelwerk wie es Elements of Style bietet: fokussiert, prägnant, mit Techniken, die Sinn ergeben, Erläuterungen, die aufschlussreich sind, und mit Methoden, die wirklich funktionieren – ein Buch, das uns dazu inspiriert, unsere eigene, einzigartige Stimme und unseren Sinn für Stil zu entwickeln. Mehr Lust für sie ist dieses Buch.
Egal, ob Sie gerade erst den Weg eines kliterarischen Lebens einschlagen oder bereits ein echtes Mitglied der Kliteraten sind, sollten Sie sich auf das Erlernen der Grammatikregeln vorbereiten und diese mit viel Stil einsetzen.
Meine eigene Erziehung zum »Cunnilinguisten« begann mit einer sexuellen Dysfunktion – ein sich lang dahinziehender Kampf mit der vorzeitigen Ejakulation. Ich war ein hoffnungsloser Fall. Schon der Anblick eines nackten weiblichen Körpers konnte dazu führen, dass ich die Kontrolle verlor, und das Vorspiel führte schnell zum Ende des Spiels. In der Sprache der Liebe brachte ich nicht mehr als die erste Silbe hervor. Ich war mir sicher, dass die Inschrift auf meinem Grab folgendermaßen aussehen würde: »Er kam. Er sah. Und dann kam er wieder.«
Später lernte ich durch das Studium der Schriften des bahnbrechenden Sexualforschers Alfred Kinsey, dass der typische Mann penetrierende Stoßbewegungen im Durchschnitt etwa zweieinhalb Minuten lang durchhält. Das bot mir einen gewissen Trost, aber damals fühlte ich mich schrecklich allein gelassen. Ich fragte mich oft, warum ich »biologisch dazu verflucht« war, so schnell zum Orgasmus zu kommen. Waren es die rudimentären Überreste des evolutionären Kampfes der natürlichen Auslese, als der Mann seinen Samen schnell verbreiten musste, um sicherzugehen, dass sich sein genetisches Material fortpflanzte? Hätte Charles Darwin mir gesagt, dass das, was ich als quälende Schwäche empfand, eigentlich ein Wettbewerbsvorteil im Kampf um das Überleben des Stärksten war? Vielleicht, aber ich empfand es eher als unglückliches Dahinvegetieren.
Heute bin ich davon überzeugt, dass einer der Hauptgründe für die vorzeitige Ejakulation in schlechten Masturbationsgewohnheiten zu suchen ist – wie Jungen lernen, es schnell, verstohlen und umgeben von Tabus und Geheimnistuerei zu tun, statt darin unterrichtet zu werden, es richtig zu machen. Es dauert nicht lange, und der junge Mann ist darauf programmiert, sein Vergnügen schnell zu suchen, und wir alle wissen, dass man schlechte Gewohnheiten nur schwer wieder loswird. Wenn mir vielleicht jemand frühzeitig gesagt hätte, ich sollte beim Masturbieren an den Orgasmus der Frau denken und nicht an den eigenen, wären mir Jahre der Verzweiflung erspart geblieben.
Ich war in sexueller Hinsicht ein Krüppel, und oraler Sex wurde meine Krücke. Wenn ich eine Frau nicht mit dem Penis befriedigen konnte, gelang mir dies mit dem Mund! Ich erinnere mich noch gut an all die Ängste, Vorurteile und Fehler während meiner frühen Erfahrungen in der Collegezeit. Meine ersten Vorstöße in die Welt des Cunnilingus ähnelten denen vieler Männer – zögerlich, vorsichtig, hin und wieder ein paar Leckbewegungen in unteren Gefilden. Ich lernte durch Probieren, aber erkannte schließlich, dass Cunnilingus mehr als nur ein launenhafter oder optionaler Aspekt des Vorspiels ist, sondern vielmehr das Hauptspiel. Es war ein wesentlicher Prozess – mit Anfang, Mitte und Ende –, um eine Frau durch die vielen Stadien der Erregung zu leiten, die schließlich im Höhepunkt kulminierten. Cunnilingus ermöglichte es mir nicht nur, einer Frau umfassend Lust zu bereiten – ich musste mir beim Sex nun auch keine Sorgen mehr machen und konnte ihn stattdessen genießen. Auf diese Weise konnte ich meine Angst ablegen, mehr Selbstkontrolle entwickeln und insgesamt ein besserer Liebhaber werden. Cunnilingus rettete sozusagen mein Sexualleben, und wenn ich an all die Depressionen und den Kummer denke, die ich aufgrund meines Kampfes mit der vorzeitigen Ejakulation hatte, kann ich durchaus behaupten, dass Cunnilingus mein ganzes Leben gerettet hat.
Ich werde nie das erste Mal vergessen, als ich eine Frau mit der Zunge zum Orgasmus brachte. Es war ein Wendepunkt. Ich fühlte mich wie einst der Schriftsteller E. B. White. In seinen Erinnerungen an die ersten Jahre als Schriftsteller in New York beschreibt er, wie es sich anfühlte, sich in einem Restaurant in der 14. Straße zum Abendessen hinzusetzen, die Post durchzusehen und den ersten Scheck für einen Zeitschriftenartikel zu entdecken, den er geschrieben hatte: »Ich kann mich noch an dieses Gefühl erinnern – dass ich es geschafft hatte, dass ich endlich ein Profi war. Es war ein gutes Gefühl, und ich genoss das Essen.«
Dem kann ich nur zustimmen.
Heute bin ich glücklich verheiratet und kann mit Erfolg lieben, aber ich glaube noch immer von ganzem Herzen an den »Weg der Zunge«. Sie ist einfach das für diese Aufgabe am besten geeignete Instrument. Darüber hinaus glaube ich, dass Cunnilingus der intimste, respektvollste und lohnendste Sexualakt ist, dem ein Mann sich hingeben kann. Auch Sally Tisdale schreibt, dass »oraler Sex möglicherweise der stärkste Sexualakt überhaupt ist. Er ist ein Akt der Macht, die aus der verletzbarsten Art von Intimität herrührt.«
Manche bezeichnen oralen Sex als »Mundmusik«, und was mich als Musiker betrifft, bin ich auf dem besten Weg, Perfektion zu erreichen. Aber erst als ich meine Frau kennen lernte, fand ich meine Stradivari – einzigartig, schön und unbezahlbar. Wenn sie meine Violine ist, so bin ich ihr Bogen.
Ich möchte Sie dazu ermutigen, ebenfalls Ihre Stradivari zu finden. Und wenn Sie sie gefunden haben, sollten Sie sie schützen, verehren und ihr treu bleiben, denn dann werden Sie in der Lage sein, sie wie ein Meister zu spielen.
Auch wenn ich allgemeine Techniken vorstelle, ist doch jede Frau anders, und beim Cunnilingus geht es letztendlich um den ultimativen Akt von Kennerschaft und Geben. Das soll nicht heißen, dass man nicht auch durch Zufall viel Spaß haben kann, aber solche Unternehmungen sind nichts anderes als die Beschäftigung mit der Technik ohne weiteren Zweck – Pyrotechnik anstelle von echtem Feuerwerk. Toller oraler Sex bedeutet, dem Rhythmus dessen, was geschieht, zu vertrauen, und sich in einer tieferen, instinktiveren Zone des Ichs zu entspannen. Es ist der gegenseitige Prozess des Loslassens und das Eingehen einer Bindung auf allen Ebenen. Man kann nichts vortäuschen. Man muss mehr sein als nur ein Techniker. Der Cunnilinguist muss die Technik mit all seinen Sinnen und seiner Phantasie erfüllen. Er muss präsent und wirklichkeitserfüllt, er muss mit Körper, Kopf und Geist dabei sein.
E. B. White sagte in einem Interview: »Stil resultiert eher daraus, wie ein Mensch ist, und weniger aus dem, was er weiß. Aber es kann auch ein Vorteil sein, sich einige Hinweise geben zu lassen.«
Mit dieser Anmerkung im Hinterkopf wollen wir uns ans Werk machen.
