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„Mein Äußerstes für Sein Höchstes“ ist eines der bekanntesten und meistgelesenen christlichen Andachtsbücher der Welt. Mit eindringlichen, ehrlichen und herausfordernden Worten ruft Oswald Chambers dazu auf, den Glauben nicht nur zu bekennen, sondern zu leben – kompromisslos, mutig und voller Vertrauen auf Jesus Christus. Jede Andacht führt mitten in den Alltag: dorthin, wo Entscheidungen getroffen, Zweifel überwunden und Glauben praktisch wird. Chambers’ Worte berühren, provozieren und inspirieren – sie laden dazu ein, Gott das Beste zu geben, weil Er selbst uns Sein Höchstes gegeben hat. Dieses Buch hilft jungen und suchenden Christen, ihren Glauben zu vertiefen, sich neu auf Jesus Christus auszurichten und in der Beziehung zu Gott zu wachsen. „Mein Äußerstes für Sein Höchstes“ ist kein bequemes Andachtsbuch – aber eines, das verändert. Nach Oswald Chambers’ frühem Tod im Jahr 1917 sammelte und veröffentlichte seine Frau Biddy seine Vorträge und Notizen. So entstand dieses einzigartige Werk, das bis heute Millionen von Menschen prägt – ein zeitloser Begleiter für alle, die echt glauben und authentisch leben wollen. 365 Andachten voller geistlicher Tiefe und Klarheit Ideal für junge Christen und alle, die ihren Glauben vertiefen möchten Ein moderner Klassiker über Hingabe, Vertrauen und Nachfolge Weltweit eines der einflussreichsten christlichen Bücher
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Seitenzahl: 608
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Mein Äußerstes für Sein Höchstes
Echte Hingabe. Echter Glaube.Echt leben mit Jesus.
Oswald Chambers
© 1. Auflage 2025 ceBooks Verlag Alexander Rempel, Langerwehe
Autor: Oswald Chambers
Übersetzung: Paula Hüni
Lektorat: Felia Schmidt, Caspar Kaufmann
Cover: Caspar Kaufmann
ISBN: 978-3-95893-311-8
Verlags-Seite und Shop: www.ceBooks.de
Kontakt: [email protected]
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JESU CHRISTUSwelcher ist der treue Zeuge und Erstgeborne von den Toten und der Fürst der Könige auf Erden. Der uns geliebt hat und gewaschen von den Sünden mit Seinem Blut, und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und Seinem Vater. Demselben sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.Offenbarung 1, 5-6
Impressum
Dank
Autor
Inhalt
Vorwort zur englischen Ausgabe
Vorwort zur deutschen Ausgabe
1. Januar Lasst uns bei der Sache bleiben
2. Januar Willst du hinausgehen, ohne zu wissen, wohin?
3. Januar Wolken und Dunkelheit
4. Januar Warum kann ich Dir jetzt nicht folgen?
5. Januar Das „Hernach“: das Leben in Seiner Macht
6. Januar Gottesverehrung
7. Januar Vertraut mit Jesus
8. Januar Ist mein Opfer lebendig?
9. Januar Fürbittende Selbstbetrachtung
10. Januar Die geöffneten Augen
11. Januar Was mein Gehorsam gegen Gott andere Menschen kostet
12. Januar Bist du jemals mit Gott allein gewesen?
13. Januar Bist du jemals mit Gott allein gewesen?
14. Januar Von Gott gerufen
15. Januar Wandelst du in Weiß?
16. Januar Die Stimme Gottes
17. Januar Die Berufung des natürlichen Menschen
18. Januar Es ist der Herr!
19. Januar Erleuchtung und Dunkelheit
20. Januar Bist du bereit zu allem?
21. Januar Bedenke, woran Gott Sich erinnert
22. Januar Wohin wende ich mich?
23. Januar Durch Schauen umgewandelt
24. Januar Die überwältigende Aufforderung
25. Januar Lass Raum für Gott
26. Januar Erwäge es noch einmal und weihe Ihm dein Leben
27. Januar Erwäge es noch einmal und denke darüber nach
28. Januar Es ist doch kaum glaubhaft, dass Jesus Christus so verfolgt werden konnte!
29. Januar Es ist doch kaum glaubhaft, dass man so gänzlich unwissend sein konnte!
30. Januar Der schwierige Punkt im Gehorsam
31. Januar Erkennst du deine Berufung?
1. Februar Die Berufung
2. Februar Der Zwang der Berufung
3. Februar Der Kehricht der Welt
4. Februar Die überwältigende Erhabenheit Seiner persönlichen Macht
5. Februar Bist du bereit, geopfert zu werden?
6. Februar Bist du bereit, geopfert zu werden?
7. Februar Niedergeschlagenheit
8. Februar Augenblickliche und bleibende Heiligung
9. Februar Bist du geistlich erschöpft?
10. Februar Hast du eine verkümmerte Vorstellung von Gott?
11. Februar Ist deine Hoffnung auf Gott welk und matt?
12. Februar Muss ich hinhören?
13. Februar Das Hingegebensein im Hören
14. Februar Die Schule des Aufmerkens
15. Februar Soll ich meines Bruders Hüter sein?
16. Februar Die Eingebung der geistlichen Initiative
17. Februar Die Initiative gegen die Niedergeschlagenheit
18. Februar Die Initiative gegen die Verzweiflung
19. Februar Die Initiative gegen des Tages Last und Plage
20. Februar Die Initiative gegen das Träumen
21. Februar Bin ich je für Ihn über mich selbst hinausgehoben worden?
22. Februar Die Schule der geistlichen Festigkeit
23. Februar Der Entschluss zu dienen
24. Februar Die Freude der Aufopferung
25. Februar Die Entsagung im Dienen
26. Februar Kleinliches Misstrauen Jesus gegenüber
27. Februar Die Beeinträchtigung Seines Dienstes
28. Februar Glaubet ihr nun?
29. Februar Was willst du, dass der Herr für dich tue?
1. März Die unausweichbare Frage
2. März Hast du das Weh empfunden, das der Herr uns zufügt?
3. März Der Auftrag, der nicht erleichtert werden kann
4. März Könnte dies auch auf mich zutreffen?
5. März Ist Er wirklich dein Herr?
6. März Mitten in der Erbärmlichkeit und Armseligkeit des Daseins
7. März Unerschütterliche Freude
8. März Die Übergabe unseres Lebens
9. März Die Zeit des Rückfalls
10. März Hab eine Botschaft und sei eine Botschaft!
11. März Schauen
12. März Hingabe
13. März Die Hingebung Gottes
14. März Gehorsam
15. März Die Schule der Unsicherheit
16. März Der Meister fällt das Urteil
17. März Die vorherrschende Leidenschaft des christlichen Arbeiters
18. März Soll ich mich dazu aufraffen?
19. März Abrahams Glaubensweg
20. März Freundschaft mit Gott
21. März Interesse oder Identifizierung
22. März Das brennende Herz
23. März Bin ich fleischlich gesinnt?
24. März Abnehmen zu Seinen Gunsten
25. März Die zarteste Mission auf Erden
26. März Das Schauen durch persönliche Reinheit
27. März Das Schauen durch persönlichen Charakter
28. März Liegt hier nicht irgendein Missverständnis vor?
29. März Die überraschenden Besuche des Herrn
30. März Heiligkeit oder Verhärtung Gott gegenüber
31. März Wachsamkeit oder Heuchelei
1. April Herzlichkeit oder Herzlosigkeit gegen andere
2. April Die Herrlichkeit, die alles übertrifft
3. April Wenn doch auch du erkannt hättest!
4. April Jene Grenzen des Misstrauens
5. April Seine Todespein und unsere Gefolgschaft
6. April Der Zusammenprall zwischen Gott und Sünde
7. April Weshalb werden wir nicht völlig aufgeklärt?
8. April Seine Bestimmung infolge Seiner Auferstehung
9. April Habe ich Ihn gesehen?
10. April Innerer Beschluss in Bezug auf die Sünde
11. April Innere Göttlichkeit
12. April Seine Herrschaft in uns
13. April Was unter solchen Umständen zu tun ist
14. April Geistgewirkte Unbesiegbarkeit
15. April Das Nachlassen der inneren Sammlung
16. April Kannst du herabsteigen?
17. April Alles oder nichts
18. April Bereitschaft
19. April Liegt es nicht in derjenigen Sache, die am wenigsten danach aussieht?
20. April Kann ein Heiliger Gott schmähen?
21. April Tue dem Herrn nicht weh!
22. April Das Licht, das verlöscht
23. April Die Verehrung der Arbeit
24. April Warnung vor geistlicher Ruhmsucht
25. April Zur rechten Zeit oder zur Unzeit
26. April Der höchste Aufstieg
27. April Was begehrst du?
28. April Was du erhalten wirst
29. April Die Gnade der Ungewissheit
30. April Die Spontaneität der Liebe
1. Mai Einsicht nicht Gefühl
2. Mai Ausharren in Geduld
3. Mai Lebendige Fürbitte
4. Mai Stellvertretende Fürbitte
5. Mai Das Gericht durch die unergründliche Liebe Gottes
6. Mai Die Freiheit durch die Unergründlichkeit des Evangeliums
7. Mai Bauen für die Ewigkeit
8. Mai Die Geduld im Glauben
9. Mai Das Trachten nach dem Unerreichten
10. Mai Ergreife die Initiative!
11. Mai Es wird dir nicht ohne weiteres gelingen
12. Mai Mache es dir zur Gewohnheit, keine Gewohnheit zu haben
13. Mai Die Gewohnheit, ein gutes Gewissen zu haben
14. Mai Die Gewohnheit, sich über Unangenehmes zu freuen
15. Mai Die Gewohnheit, eine Gelegenheit zu benützen
16. Mai Die Gewohnheit, reich zu sein
17. Mai Seine Himmelfahrt und unsere Gemeinschaft mit ihm
18. Mai Die Lilien auf dem Feld
19. Mai „Aus der Vernichtung auferstehe ich.“
20. Mai Das Reich des Wirklichen
21. Mai Göttliche Glaubensfolgerungen
22. Mai Dies erklärt alles
23. Mai Untreue aus Vorsorglichkeit
24. Mai Die Freude der Verzweiflung
25. Mai Das Aufgeben des Rechtes an mich selbst
26. Mai Denke so, wie Jesus es lehrte
27. Mai Das lebendige Leben
28. Mai „An jenem Tage werdet ihr Mich nichts fragen.“
29. Mai Ungetrübte Verbundenheit
30. Mai „Ja – aber…!“
31. Mai Gott zuerst
1. Juni Die verhängnisvolle Frage
2. Juni Wovon bist du erfüllt?
3. Juni Das Geheimnis des Herrn
4. Juni Der nie-versagende Gott
5. Juni Gottes Zusicherung
6. Juni Entfalte, was Gott in dich gelegt hat
7. Juni Nicht nachlassen
8. Juni Und nun?
9. Juni Das Beste und das Nächstliegende, was zu tun ist
10. Juni Das Beste und das Nächstliegende, was zu tun ist
11. Juni Wenn wir dort anlangen
12. Juni Wenn wir dort anlangen
13. Juni Wenn wir dort anlangen
14. Juni Raffe dich auf!
15. Juni Raffe dich auf!
16. Juni Was machst du aus diesem Wort?
17. Juni Die Gemütsverfassung, die jede Kritiksucht ausschaltet
18. Juni Überlege nicht, sondern mache dich auf!
19. Juni Das Dienen durch leidenschaftliche Ergebenheit
20. Juni Bist du schon bei diesem „als“ angelangt?
21. Juni Das innere Priesteramt
22. Juni Das unausweichbare Gericht
23. Juni Mit Kummer und Leid vertraut
24. Juni Die Versöhnung unseres Selbst mit der Tatsache der Sünde
25. Juni Das Empfangen unseres Selbst im Feuer des Leides
26. Juni Immer jetzt
27. Juni Der uns umgebende persönliche Schutz Gottes
28. Juni Von Gott ergriffen
29. Juni Anweisung zur Selbstzucht
30. Juni Tue es jetzt!
1. Juli Die unvermeidliche Strafe
2. Juli Die Bedingungen der Jüngerschaft
3. Juli Die Konzentrierung der Sünde auf einen bestimmten Punkt
4. Juli Eins von Gottes großen „Nicht“
5. Juli Mache deine Rechnung nicht ohne Gott
6. Juli Schauen und Wirklichkeit
7. Juli Alle edlen Dinge sind schwer
8. Juli Der Wille zur Treue
9. Juli Die große Prüfung
10. Juli Der geistliche Faulenzer
11. Juli Der Heilige
12. Juli Die geistliche Gemeinschaft
13. Juli Die Kosten
14. Juli Das Rechnen mit dem Verfolgtwerden
15. Juli Der geistliche Ehrbegriff
16. Juli Die Vorstellung von der göttlichen Aufsicht
17. Juli Die Wunderwirkung des Glaubens
18. Juli Das Geheimnis des Glaubens
19. Juli Seine Herrschaft über den Glaubenden
20. Juli Von der Gegenwart Gottes abhängig
21. Juli Das Tor zum Reich Gottes
22. Juli Heiligung
23. Juli Heiligung
24. Juli Veranlagung und Taten
25. Juli Bin ich in diesem Sinne selig?
26. Juli Reinheit
27. Juli Wie wir zur Erkenntnis gelangen
28. Juli Und wenn wir gehorcht haben?
29. Juli Was siehst du in deinen Wolken?
30. Juli Die Schule der Ernüchterung
31. Juli Bis du ganz Sein bist
1. August Noch etwas über Seine Wege
2. August Die Schule der Schwierigkeiten
3. August Der starke Zwang Gottes
4. August Die tapfere Gefolgschaft Gottes
5. August Der alles durchkreuzende Ruf Gottes
6. August Das Kreuz im Gebet
7. August Das Gebet im Haus des Vaters
8. August Das Gebet zur Ehre des Vaters
9. August Das Gebet, das vom Vater vernommen wird
10. August Das Sakrament des Heiligen
11. August Diese Erfahrung muss kommen
12. August Die Ruhe in Gott
13. August Dämpfe den Geist nicht
14. August Züchtigung
15. August Zeichen der Wiedergeburt
16. August Erkennt Er mich
17. August Bist du mutlos geworden in deiner Hingebung?
18. August Warst du je sprachlos vor Kummer?
19. August Selbst-Bewusstsein
20. August Vollständige Verbundenheit
21. August Die Wirkung des Unauffälligen
22. August „Ich … Er aber.“
23. August Gebet als Willensakt und Gebetsstörung
24. August Die geistliche Liste
25. August Die Fruchtbarkeit der Freundschaft mit Ihm
26. August Bist du je in Unruhe?
27. August Lebendige Theologie
28. August Wozu nützt das Beten?
29. August Vertrauen
30. August Gilt meine Überzeugung Christus?
31. August Meine Freude…. eure Freude
1. September Die Bestimmung zur Heiligkeit
2. September Das Sakrament des Opfers
3. September Das Ausgießen der Segnungen Gottes
4. September Sein!
5. September Der wachende Jünger
6. September Die Ausbreitung des lebendigen Lebens
7. September Quellen des Heils
8. September Tue es selbst!
9. September Tue es selbst!
10. September Das Rüstzeug des Reichgottesarbeiters
11. September Das Rüstzeug des Reichgottesarbeiters
12. September Durch geistliche Verworrenheit
13. September Und nach unserer Übergabe?
14. September Einbildungskraft bzw. Eingebung
15. September Was wir meiden müssen
16. September Die göttliche Region religiösen Lebens
17. September Weshalb werden wir versucht?
18. September Seine Versuchungen und unsere Versuchungen
19. September Wirst du weiter mit Jesus gehen?
20. September Die göttliche Lebensregel
21. September Zum Reichgottesarbeiter bestimmt
22. September Der Meister des Reichgottesarbeiters
23. September Das Ziel des Reichgottesarbeiters
24. September Das „Gehe!“ in unserer Vorbereitung
25. September Das „Gehe!“ in unserer Verbundenheit mit dem Herrn
26. September Die untadelige Einstellung
27. September Das „Gehe!“ im Verzichtleisten
28. September Das „Gehe!“ in Bezug auf die bedingungslose Identifizierung mit dem Herrn
29. September Wenn wir uns der Berufung durch Gott bewusstwerden
30. September Der Auftrag, den wir durch die Berufung erhalten
1. Oktober Auf dem Berge der Erhebung
2. Oktober Im Tale der Erniedrigung
3. Oktober Im Tale des Dienens
4. Oktober Ausblick und Wirklichkeit
5. Oktober Degeneration
6. Oktober Regeneration
7. Oktober Versöhnung
8. Oktober Die Ausschließlichkeit Jesu Christi.
9. Oktober Nimm dich zusammen!
10. Oktober Wodurch werde ich wissen?
11. Oktober Und wenn Gott schweigt?
12. Oktober Schritthalten mit Gott
13. Oktober Mutlosigkeit der Individualität und Erweiterung der Persönlichkeit
14. Oktober Das Geheimnis der Berufung des Reichgottesarbeiters
15. Oktober Die Grundlage der Botschaft des Reichgottesarbeiters
16. Oktober Wie der Befehl des Meisters zu verstehen ist
17. Oktober Größere Werke
18. Oktober Die Hingegebenheit des Reichgottesarbeiters
19. Oktober Das unenthüllte Geheimnis
20. Oktober Ist Gottes Wille mein Wille?
21. Oktober Vom Impuls getrieben
22. Oktober Das Zeugnis des Geistes
23. Oktober Ganz und gar nichts
24. Oktober Der Gesichtspunkt
25. Oktober „Ich habe euch erwählt.“
26. Oktober Was ist ein Reichgottesarbeiter?
27. Oktober Die Methode in der Reichgottesarbeit
28. Oktober Rechtfertigung durch den Glauben
29. Oktober Stellvertretung
30. Oktober Glaube
31. Oktober Glaubensprüfungen.
1. November Ihr gehört nicht euch selbst
2. November Autorität und Unabhängigkeit
3. November Ein Leibeigener Jesu
4. November Die Autorität der Wirklichkeit
5. November Teilnehmer an den Leiden Christi
6. November Glaubensprogramm
7. November Die unentdeckte Heiligkeit der Umstände
8. November Die unvergleichliche Macht des Gebetes
9. November Sakramentaler Gottesdienst
10. November „Gehilfen im Evangelium.“
11. November Der höchste Aufstieg
12. November Das verwandelte Leben
13. November Glaube und Erfahrung
14. November Das Auffinden des göttlichen Planes
15. November „Was gehet es dich an?“
16. November Noch immer Mensch!
17. November Das ewige Ziel
18. November Wenn wir in die Freiheit gelangen
19. November „Und wenn Derselbe kommt …“
20. November Gottes Vergebung
21. November Es ist vollbracht
22. November Oberflächlich und tief
23. November Ablenkung von Gott
24. November Richtlinien für unser Streben
25. November Das Geheimnis der geistlichen Zusammenhänge
26. November Die Konzentrierung unserer geistlichen Kraft
27. November Unsere geistlichen Kräfte Gott weihen
28. November Der Segen der Bedürftigkeit
29. November Die Absolutheit Jesu Christi
30. November Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin
1. Dezember Gesetz und Evangelium
2. Dezember Christliche Vollkommenheit
3. Dezember Weder durch Macht noch durch Gewalt
4. Dezember Das Gesetz der Widerstandskraft
5. Dezember Der Tempel des Heiligen Geistes
6. Dezember Der Bogen in den Wolken
7. Dezember Reue
8. Dezember Die unparteiische Macht Gottes
9. Dezember Der Angriff gegen das Natürliche
10. Dezember Die Opferung des Natürlichen
11. Dezember Individualität
12. Dezember Persönlichkeit
13. Dezember Worum wir beten sollen
14. Dezember Das heilige Leben
15. Dezember Vor Gott bewährt
16. Dezember Kämpfen vor Gott
17. Dezember Die Erlösung schafft das Bedürfnis und befriedigt es
18. Dezember Die Erprobung unserer Treue
19. Dezember Worauf wir uns konzentrieren müssen
20. Dezember Das richtige Verfahren in der Arbeit
21. Dezember Religiöse Erfahrung oder Offenbarung
22. Dezember „… außer wenn ihn der Vater zieht.“
23. Dezember Wie kann ich persönlich an der Versöhnung teilhaben?
24. Dezember Das verborgene Leben
25. Dezember Seine Geburt und meine Wiedergeburt
26. Dezember Im Licht
27. Dezember Wo die Schlacht verloren oder gewonnen wird?
28. Dezember Fortgesetzte Umkehr
29. Dezember Abtrünniger oder Jünger
30. Dezember „Und jede Tugend, die wir haben …“
31. Dezember Gestern
Letzte Seite
Oswald Chambers wurde am 24. Juli 1874 in Aberdeen, Schottland, geboren. Im Kreis seiner Brüder und Schwestern verbrachte er eine glückliche Kindheit. Schon als Schüler zeigte er eine außergewöhnliche künstlerische Begabung. Als junger Mann nahm er, nachdem er eine Predigt von Charles H. Spurgeon gehört hatte, Jesus Christus als seinen Erlöser an und wurde in London, wo er damals lebte, ein eifriger Mitarbeiter für Christus.
Da er sich zunächst weiterhin der Kunst widmen wollte, besuchte er die Kunstschule in South Kensington. Mit 18 Jahren erhielt er ein Meisterdiplom für Unterricht und Illustration. Schon damals erkannte Oswald Chambers, dass seine künstlerische Begabung der christlichen Berufung untergeordnet sein musste – sie sollte dienen, nicht herrschen.
Im Jahr 1895 begann er an der Universität Edinburgh ein Studium der Archäologie und Kunstgeschichte. Dort spürte er den göttlichen Ruf, alles hinter sich zu lassen und Jesus Christus nachzufolgen. Das prägte sein weiteres Leben: ein Weg in beständigem Gehorsam und in völliger Hingabe an seinen Herrn. Gott führte ihn schließlich an den Ort, den Er für ihn vorbereitet hatte – nach Dunoon in Schottland –, wo er an der Bibelschule zunächst Schüler und später Lehrer war. Dort blieb er bis 1906. In diesen Jahren erkannte er die zentrale Bedeutung des Heiligen Geistes im Leben eines Gläubigen.
Ein Vers prägte ihn besonders tief:„Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“ (Lukas 11,13)
Es folgten vier prägende Jahre, in denen Gott durch Sein Wort und Seinen Heiligen Geist in die tiefsten Bereiche seines Herzens hineinwirkte. Schließlich kam es zu einem entscheidenden Wendepunkt, an dem Gott Seinen Siegel auf sein Leben legte und ihn in die Welt hinaussandte – als Zeugen durch sein Leben und seine Verkündigung. Dieses Leben der Hingabe an Jesus Christus beschrieb er mit den Worten: „Mein Äußerstes für Sein Höchstes.“
Im Jahr 1911 übernahmen er und seine Frau die Leitung des Bible Training College in London. Viele Männer und Frauen besuchten seine Kurse, in denen sie im Glauben gestärkt, im Verständnis des Wortes Gottes gefestigt und zu einem praktischen Christsein ermutigt wurden. Diese vier Jahre legten den Grundstein für den weitreichenden Segen seines späteren Wirkens.
Während des Ersten Weltkriegs diente Oswald Chambers mit dem CVJM in Ägypten. Gemeinsam mit seiner Frau und einigen Studenten schuf er dort einen Ort der christlichen Nächstenliebe und des geistlichen Trostes. Mit unerschütterlicher Treue machte er den Menschen die Forderungen Jesu Christi deutlich. Wegen seiner großen Hingabe an Gott und seiner Liebe zu den Menschen wurde er sehr geschätzt. Als er im November 1917 unerwartet verstarb, hinterließ er eine große Lücke.
Doch fast alle seine bedeutenden Ansprachen waren von seiner Frau stenografiert worden, sodass dieser hingebungsvolle Dienst fortgesetzt werden konnte – seine Botschaften wurden nach seinem Tod veröffentlicht und wirken bis heute weiter.
David Lambert
Diese täglichen Betrachtungen stammen aus drei verschiedenen Quellen: erstens aus den Bibelkursen, die Oswald Chambers von 1911-1915 an der Bibelschule in Clapham (London) gab; zweitens aus den Ansprachen, die er während der Andachtsstunde an dieser Schule hielt, und drittens aus seinen allabendlichen Ansprachen im Zeltlager des CVJM in Zeitoun (Ägypten).
Die Andachtsstunde an der Bibelschule in Clapham ist im Leben vieler Teilnehmer von einschneidender Bedeutung geworden.
„Die Menschen kehren immer wieder zu den Wenigen zurück, die das geistliche Geheimnis durchschauen, deren ‚Leben mit Christus verborgen‘ ist in Gott. Diese Wenigen vertreten den Glauben vergangener Zeiten, der sich an die Nägel des Kreuzes klammert“ (Robert Murray McCheyne). Dieses Buch wurde aus der Erkenntnis heraus zusammengestellt, dass auch der Verfasser zu denjenigen gehört, zu deren Lehren die Menschen immer wieder zurückkehren werden. Möchte es Tag für Tag den belebenden Hauch und die Erleuchtung durch den Heiligen Geist mit sich bringen!
B.C.
Dieses in seiner Eigenart fast unübersetzbares Buch wurde aus einem Gefühl tiefster Dankbarkeit dem Verfasser gegenüber in die deutsche Sprache übertragen und mit dem Wunsch, dass es mit seiner kompromisslosen Forderung und seiner unerschütterlichen Treue dem Wort Gottes gegenüber noch vielen Menschen zum Segen werden möge.
Es wurde versucht, die Eigenart des Verfassers und die Unmittelbarkeit des gesprochenen Wortes beizubehalten.
Die Bibelzitate sind aus verschiedenen deutschen Übersetzungen entnommen, von denen immer diejenige gewählt wurde, die der englischen Bibelübersetzung am nächsten kam.
Das Wort „Heilige“ bezieht sich – wie bei Paulus – auf alle Menschen, denen die Erlösung zur persönlichen Erfahrung geworden ist.
Das Wort „identifizieren“ wurde nicht überall verdeutscht, da es nicht immer in seinem vollen Umfang wiedergegeben werden kann; es heißt nicht nur „sich gleichstellen“, „gleichwerden“, sondern es hat eher den Sinn von „dasselbe werden“, „eins werden“, „eins gemacht werden“, „eins sein“.
Es empfiehlt sich, die Bibelstellen nachzulesen, da sich der Inhalt einer Seite oft auf den ganzen Zusammenhang bezieht.
Paula Hüni
„Wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern dass mit aller Freudigkeit, gleich wie sonst allezeit, also auch jetzt Christus hoch gepriesen werde an meinem Leib.“ Philipper 1, 20
Mein Äußerstes für Sein Höchstes. „Wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinerlei Stück zuschanden werde.“ Wir werden alle zuschanden werden, wenn wir uns Jesus in der besonderen Sache, die Er von uns verlangt, nicht ausliefern. Paulus sagt: ‚Ich habe den Entschluss gefasst, mein Äußerstes für Sein Höchstes zu sein.‘ Dies zu erreichen ist eine Angelegenheit des Willens, nicht der Vernunft; es handelt sich dabei um die Hingabe des Willens, um eine unbedingte und unwiderrufliche Übergabe in dieser besonderen Sache.
Es ist die übertriebene Rücksichtnahme auf uns selbst, die uns davon abhält, diesen Entschluss zu fassen, obschon wir es so drehen, als ob wir auf andere Rücksicht nähmen. Wenn wir in Betracht ziehen, was es andere kosten wird, wenn wir dem Ruf Jesu folgen, sagen wir Gott damit, dass Er nicht wisse, was unser Gehorsam bedeute. Er weiß es wohl. Bleib bei der Sache. Schließe jede andere Überlegung aus und bleibe mit dieser einen Sache vor Gott: ‚Mein Äußerstes für Sein Höchstes.‘ Ich bin entschlossen, ganz Ihm zu gehören und Ihm allein.
Ich lasse mich durch nichts davon abschrecken, um Seiner Heiligkeit willen mein Leben einzusetzen. „Es sei durch Leben oder durch Tod“1. Paulus hat den Entschluss gefasst, sich durch nichts von der genauen Erfüllung des Willens Gottes abschrecken zu lassen. Gottes Befehl muss sich in unserem Leben zu einer Krise steigern, weil wir auf eine mildere Handlungsweise nicht achten. Er bringt uns zu einem Punkt, wo Er uns auffordert, unser Äußerstes für Ihn zu sein, und wir fangen an zu debattieren; daraufhin führt Er durch Seine Vorsehung eine Krise herbei, in der wir uns zu entscheiden haben – für oder wider –, und von da ab beginnt die „große Scheidung“.
Wenn die Krise für dich in irgendeiner Weise gekommen ist, dann liefere Ihm deinen Willen aus – unbedingt und unwiderruflich.
1 Vers 21
„Er ging hinaus und wusste nicht, wo er hinkäme“ Hebräer 11, 8
Bist du schon einmal in dieser Weise „hinausgegangen?“ Wenn es so ist und dich jemand fragt, was du vorhast, dann kannst du für dein Tun keine logische Begründung anführen. Eine der Schwierigkeiten in der christlichen Arbeit ist die Frage: ,Was gedenkst du nun zu tun?‘ Du weißt nicht, was du tun wirst; das Einzige, was du weißt, ist, dass Gott weiß, was Er tut. Prüfe fortwährend deine Einstellung Gott gegenüber und sieh, ob diese Einstellung ein „Hinausgehen“ aus allem ist, im vollen Vertrauen auf Gott. Es ist diese Haltung, die dich in einem andauernden Wunder erhält – du weißt nicht, was Gott als Nächstes tun wird. Jeden Morgen, wenn du erwachst, soll es ein neues „Hinausgehen“ sein, ein vertrauensvolles Bauen auf Gott. „Sorgt nicht für euer Leben … noch für euren Leib“1, d. h. sorgt nicht für die Dinge, für die ihr gesorgt habt, ehe ihr „hinausgingt“.
Hast du Gott gefragt, was Er vorhabe? Er wird es dir niemals sagen. Gott sagt dir nicht, was Er tun wird; Er offenbart dir, wer Er ist. Glaubst du an einen wunderwirkenden Gott, und willst du in deiner Übergabe an Ihn so weit gehen, dass du nicht mehr auch nur im Geringsten erstaunt bist über irgendetwas, das Er tut?
Nimm an, Gott sei der Gott, als den du Ihn kennst, wenn du Ihm am nächsten bist, – welche Unverschämtheit ist es dann, zu sorgen! Lass deine Lebenshaltung ein fortwährendes „Hinausgehen“ im Vertrauen auf Gott sein, und es wird ein unaussprechlicher Zauber über deinem Leben liegen, der für Jesus eine Befriedigung ist. Du musst lernen, aus deinen Überzeugungen, aus deinem Glaubensbekenntnis, aus deinen Erfahrungen „hinauszugehen“, bis in Bezug auf deinen Glauben nichts mehr zwischen dir und Gott steht.
1 Lukas 12,22
„Wolken und Dunkelheit sind um Ihn her.“ Psalm 97, 2
Ein Mensch, der nicht aus dem Geist geboren ist, wird dir sagen, dass Jesu Lehren höchst einfach seien. Doch wenn wir mit dem Heiligen Geist getauft sind, finden wir „Wolken und Dunkel um Ihn her“. Wenn wir in engere Berührung mit den Lehren Jesu Christi kommen, erhalten wir den ersten Einblick in diese Lage der Dinge. Einzig durch das Licht des Geistes Gottes in unserem Innern wird es uns möglich, Jesu Lehren zu verstehen.
Wenn wir unsere religiösen Gemeinplatzschuhe nie von unseren religiösen Gemeinplatzfüßen genommen haben (wie Mose vor dem feurigen Busch) und nie von all der ungebührenden Familiarität, mit der wir Gott begegnen, frei geworden sind, ist es fraglich, ob wir uns überhaupt je in Seiner Gegenwart befunden haben. Die Menschen, die Jesus Christus gegenüber geschwätzig und familiär sind, gehören zu denen, die Ihn noch nicht kennengelernt haben. Nach der überraschenden Freude und Befreiung, die das Erkennen dessen, was Jesus Christus tut, mit sich bringt, kommt die undurchdringliche Dunkelheit, in der wir zu erkennen suchen, Wer Er ist.
Jesus sagte: „Die Worte, die Ich zu euch spreche (nicht ‚die Worte, die Ich zu euch gesprochen habe‘), sind Geist und sind Leben.“1 Die Bibel bestand für uns aus lauter Worten – Wolken und Dunkelheit –; doch ganz plötzlich werden diese Worte Geist und Leben, weil Christus sie uns unter ganz besonderen Umständen von neuem sagt. Dies ist die Art, wie Gott mit uns spricht, nicht in Träumen und Visionen, sondern durch Worte. Wenn ein Mensch zu Gott kommt, geschieht es durch das höchst einfache Mittel des Wortes.
1 Johannes 6,63
„Petrus spricht zu Ihm: Herr, warum kann ich Dir jetzt nicht folgen?“ Johannes 13, 37
Es gibt Zeiten, in denen wir nicht verstehen, weshalb wir das, was wir gern tun möchten, nicht tun können. Wenn Gott uns vor einen leeren Raum stellt, müssen wir zusehen, dass wir ihn nicht ausfüllen, sondern warten. Der leere Raum mag kommen, um uns zu zeigen, was Heiligung bedeutet, oder er kann auch nach der Heiligung kommen, um uns zu lehren, was dienen heißt. Eile der Führung Gottes nie voraus! Wenn der leiseste Zweifel besteht, ist es nicht Seine Führung. Wenn je Zweifel herrscht, dann lass von deinem Vorhaben ab.
Zunächst mögen wir Gottes Willen klar erkennen, – das Aufgeben einer Freundschaft, das Abbrechen einer Geschäftsverbindung, irgendetwas, von dem wir deutlich fühlen, dass es Sein Wille ist –; doch sollen wir nie dem bloßen Gefühlsimpuls folgen. Wenn wir dies tun, werden wir Schwierigkeiten heraufbeschwören, deren Lösung Jahre beanspruchen kann. Warte, bis Gottes Zeit dafür gekommen ist, und Er wird die betreffende Sache ohne Leid und Enttäuschung vollbringen. Wenn es sich um eine Frage der göttlichen Vorsehung handelt, dann warte, bis Er es fügt.
Petrus wartete nicht auf Gott; er überlegte sich in seinem Sinn, wo die Prüfung an ihn herantreten werde; doch kam sie gerade dort, wo er sie nicht erwartet hatte. „Ich will mein Leben für Dich lassen“1. Seine Erklärung war ehrlich; aber sie kam aus einer Unwissenheit. Jesus antwortete ihm: „Der Hahn wird nicht krähen, ehe du Mich dreimal verleugnet hast“2. Das wurde mit einer tieferen Kenntnis des Petrus ausgesprochen, als wie er sie von sich selbst hatte. Petrus konnte Jesus nicht folgen, weil er sich selbst nicht kannte; er wusste nicht, wessen er fähig war. Die natürliche Hingegebenheit mag gut sein, um uns zu Jesus hinzuziehen und um uns Seine Anziehungskraft fühlen zu lassen; doch wird sie uns nie zu Jüngern machen. Die natürliche Ergebenheit wird Jesus immer irgendwo verleugnen.
1 Johannes 13,37
2 Johannes 13,33
„Wo Ich hingehe, kannst du Mir diesmal nicht folgen; aber du wirst Mir später folgen“ Johannes 13, 36
„Und als Er dies gesprochen hatte, sagte Er zu ihm: Folge Mir!“ Drei Jahre früher hatte Jesus schon einmal gesagt: „Folge Mir!“ und Petrus war Ihm mit Leichtigkeit gefolgt. Die Anziehungskraft Jesu hatte auf ihn gewirkt; er bedurfte damals nicht des Heiligen Geistes zu diesem Schritt. Danach kam er an jenen Ort, wo er Jesus verleugnete, und sein Herz brach. Später erhielt er den Heiligen Geist, und nun sagt Jesus wieder: „Folge Mir!“ Es geht nun keine greifbare Gestalt mehr vor ihm her; es gibt für ihn nichts mehr, außer dem Herrn Jesus Christus. Das erste „Folge Mir!“ enthielt nichts Geheimnisvolles; es handelte sich dabei um ein äußeres Nachfolgen; jetzt ist es eine Nachfolge im inneren Märtyrertum.
Inzwischen hatte Petrus Jesus unter Fluchen und Schwören verleugnet; doch nun war er ans Ende seiner selbst und all seiner Selbstsicherheit gekommen; es war keine einzige Faser mehr an ihm, auf die er sich je wieder verlassen wollte; in seiner Hilflosigkeit war er in der richtigen Verfassung, um von seinem auferstandenen Herrn etwas empfangen zu können. „Er blies sie an und spricht zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!“1. Welche Veränderung Gott auch immer in dir bewirkt haben mag, verlasse dich nie auf sie, baue nur auf eine Person, den Herrn Jesus Christus, und auf den Geist, den Er verleiht.
All unsere Gelöbnisse und Beschlüsse enden in Verleugnung, weil wir nicht die Kraft haben, sie durchzuführen. Wenn wir ans Ende unser selbst gekommen sind – nicht nur in der Vorstellung, sondern in Wirklichkeit –, sind wir fähig, den Heiligen Geist zu empfangen. „Empfangen“ – die Idee ist diejenige des Eindringens. Jetzt gibt es nur noch einen Leitstern in unserem Leben: den Herrn Jesus Christus.
1 Johannes 20,22
„Von da zog er weiter auf das Bergland östlich von Bethel und schlug sein Zelt so auf, dass er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte. Und er baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an.“ 1. Mose 12, 8
Gott verehren heißt, Ihm das Beste geben, was wir von Ihm erhalten haben. Geh sorgfältig um mit dem Besten, was du hast! Jedes Mal, wenn du von Gott eine Segnung empfängst, dann gib sie Ihm wieder zurück als eine Liebesgabe. Nimm dir Zeit, dich vor Gott zu sammeln, und gib Ihm Sein Geschenk in einem bewussten Akt der Lobpreisung wieder zurück. Wenn du es für dich selbst aufhebst, wird es sich in geistliche Fäulnis verwandeln, wie es mit dem Manna geschah, als es aufgespeichert wurde. Gott will nicht, dass wir eine geistliche Gabe für uns behalten; sie muss Ihm wieder zurückgegeben werden, damit Er sie zu einer Segnung für andere machen kann.
Bethel ist das Symbol für die Gemeinschaft mit Gott; Ai ist das Symbol für die Welt. Abraham schlug sein Zelt zwischen den beiden auf. Die tiefe Gemeinschaft, die wir im Stillen mit Gott haben, ist der Maßstab für den Wert unserer öffentlichen Betätigung für Ihn. Ungestüm ist immer unrichtig; es ist immer genug Zeit da, um Gott zu preisen. Doch auch stille Tage mit Gott können zu einem Fallstrick werden. Wir müssen unsere Zelte dort aufschlagen, wo wir dauernd stille Zeiten mit Gott haben können, wie laut und unruhig unser Leben mit der Welt auch sein mag. Es gibt im geistlichen Leben nicht drei verschiedene Stufen – Andacht, freie Zeit und Arbeit. Einige unter uns hüpfen wie geistliche Frösche; sie hüpfen von der Andacht zur freien Zeit und von der freien Zeit zur Arbeit. Nach Gottes Plan sollen die drei vereint sein. Im Leben unseres Herrn waren sie immer vereint. Er eilte nicht, und Er ruhte nicht. Das ist Selbstzucht; wir können es nicht von Anfang an erreichen.
„So lang bin Ich bei euch, und du kennst Mich nicht?“ Johannes 14,9
Diese Worte werden nicht wie ein Tadel ausgesprochen, ja nicht einmal mit Verwunderung. Jesus führt Philippus durch sie weiter vorwärts. Der Letzte, mit dem wir vertraut werden, ist Jesus. Ehe Pfingsten kam, kannten die Jünger Jesus als Denjenigen, der ihnen die Macht verlieh, Dämonen auszutreiben und eine Erweckung herbeizuführen1. Dies war eine wunderbare Verbundenheit; doch sollte es noch zu einer viel innigeren Vertrautheit kommen: „Euch aber habe Ich gesagt, dass ihr Freunde seid.“ Freundschaft ist selten auf dieser Erde. Sie bedeutet Gleichheit im Denken, im Herzen und im Geist. Die ganze Schule des Lebens soll uns einzig und allein dazu befähigen, in diese engste Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Wir haben Seine Segnungen empfangen und kennen Seine Worte; aber kennen wir auch Ihn?
„Es ist euch gut, dass Ich hingehe,“ d.h. dass Er in jene Beziehung zu ihnen tritt, die es Ihm ermöglicht, sie weiterzuführen. Es ist eine Freude für Jesus, wenn sich ein Jünger die Zeit nimmt, in einer innigeren Vertrautheit mit Ihm zu wandeln. Das Fruchtbringen wird immer als Zeichen einer nahen Verbundenheit mit Jesus erwähnt2.
Wenn wir einmal mit Jesus vertraut sind, fühlen wir uns nicht mehr einsam; wir bedürfen keiner Anteilnahme; wir können dauernd geben, ohne feierlich zu erscheinen. Der Heilige, der mit Jesus vertraut ist, wird nie einen Eindruck von sich selbst zurücklassen; er wird nur den Eindruck eines Menschen machen, der Jesus ungehindert gewähren lässt, weil auch der letzte Abgrund seines Wesens durch Ihn ausgefüllt worden ist. Der einzige Eindruck, den ein solches Leben hinterlässt, ist derjenige einer starken, ruhigen inneren Gesundheit, die unser Herr denjenigen verleiht, die mit Ihm vertraut sind.
1 s. Lukas 10, 18-20
2 Johannes 15
„Und Abraham baute einen Altar … und band seinen Sohn Isaak.“ 1. Mose 22, 9
Diese Begebenheit ist ein Bild für den groben Irrtum, den wir begehen, wenn wir denken, Gott verlange letzten Endes von uns, dass wir uns dem Tode opfern. Was Gott verlangt, ist das Opfer durch den Tod, das uns dazu befähigt, zu tun, was Jesus Christus getan hat: nämlich unser Leben hinzugeben. Nicht: ,ich bin bereit, mit Dir in den Tod zu gehen‘, sondern: ,ich bin bereit, mit Deinem Tod identifiziert zu werden1, um mein Leben Gott opfern zu können.‘ Wir scheinen anzunehmen, Gott verlange von uns, dass wir die Dinge aufgeben. Gott reinigte Abraham von diesem Irrtum; und dieselbe Erziehung geht auch in unserem Leben vor sich. Es handelt sich um das Lösen der Bande, die das Leben hemmen; und sobald diese Bande durch unsere Identifizierung mit dem Tode Jesu gelöst sind, treten wir in ein Verhältnis zu Gott, in dem wir Ihm unser Leben opfern können.
Gott legt keinen Wert darauf, dass wir Ihm unser Leben als ein Todesopfer hingeben. Er will, dass wir ein „lebendiges Opfer“ seien und Ihm alle unsere Fähigkeiten und Kräfte überlassen, die durch Jesus Christus gerettet und geheiligt worden sind. Dies ist das Opfer, das Gott angenehm ist.
1 Wenn wir mit Ihm Eins gemacht worden sind in der Gleichheit Seines Todes ... Römer 6, 5.
„Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!“ 1. Thessalonicher 5, 23
„Euer ganzer Geist.“ Das große, geheimnisvolle Werk des Heiligen Geistes vollzieht sich in jenen dunklen Regionen unserer Persönlichkeit, zu denen wir nicht gelangen können. Lies den 139. Psalm1! Der Psalmist fleht: ,Du bist der Gott des frühen Morgens und der Gott der späten Nacht, der Gott der Berggipfel und der Gott des Meeres; doch, mein Gott, meine Seele hat weitere Fernen als die Morgenfrühe, tiefere Dunkelheiten als die Erdennächte, höhere Gipfel als die Bergesgipfel, tiefere Tiefen als alle Meere in der Natur. Du, der Du der Gott all dieser Dinge bist, sei mein Gott! Ich kann die Höhen und die Tiefen meiner Seele nicht erreichen; da sind Beweggründe, die ich nicht aufspüren, Träume, die ich nicht erforschen kann. Mein Gott, erforsche mich!‘
Glauben wir daran, dass Gott viel tiefer in unser Inneres eindringen kann, als wir es selbst können? „Das Blut Jesu Christi macht uns rein von aller Sünde.“ 1. Johannes 1, 7-9. Wenn sich dies nur auf die bewusste Erfahrung bezieht, dann sei Gott uns gnädig. Ein Mensch, der durch die Sünde abgestumpft ist, wird sagen, er sei sich keiner Sünde bewusst. Die Läuterung von der Sünde muss bis in die höchsten Höhen und in die tiefsten Tiefen unseres Geistes gehen, wenn wir „im Lichte bleiben“ wollen, „wie Gott im Lichte ist“; und derselbe Geist, der das Leben Jesu Christi erhalten hat, wird auch das Leben unseres Geistes speisen. Nur wenn wir von Gott mit der wunderbaren Lauterkeit des Heiligen Geistes durchdrungen werden, bleiben Geist, Seele und Leib in unbefleckter Reinheit bewahrt – untadelig in den Augen Gottes – bis Jesus kommt.
Wir lassen unser Inneres nicht in dem Maß, wie es sein sollte, in diesen großen, unverrückbaren Wahrheiten Gottes ruhen.
1 Psalm 139
1Dem Musikmeister, von David ein Psalm. HERR, du erforschest mich und kennst mich;
2du weißt es, ob ich sitze oder aufstehe, du verstehst, was ich denke, von ferne;
3 ob ich wandre oder ruhe, du prüfst es und bist mit all meinen Wegen vertraut;
4 denn ehe ein Wort auf meiner Zunge liegt, kennst du, o HERR, es schon genau.
5 Du hältst mich von hinten und von vorne umschlossen und hast deine Hand auf mich gelegt.
6 Zu wunderbar ist solches Wissen für mich, zu hoch: ich vermag’s nicht zu begreifen!
7 Wohin soll ich gehn vor deinem Geist und wohin fliehn vor deinem Angesicht?
8 Führe ich auf zum Himmel, so wärst du da, und lagert’ ich mich in der Unterwelt, so wärst du dort;
9 nähme ich Schwingen des Morgenrots zum Flug und ließe mich nieder am äußersten Westmeer,
10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich fassen;
11 und spräch’ ich: »Lauter Finsternis soll mich umhüllen und Nacht sei das Licht um mich her!« –
12 auch die Finsternis würde für dich nicht finster sein, vielmehr die Nacht dir leuchten wie der Tag: Finsternis wäre für dich wie das Licht.
13 Denn du bist’s, der meine Nieren gebildet, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
14 Ich danke dir, dass ich so überaus wunderbar bereitet bin: wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl.
15 Meine Wesensgestaltung war dir nicht verborgen, als im Dunkeln ich gebildet ward, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde.
16 Deine Augen sahen mich schon als formlosen Keim, und in deinem Buch standen eingeschrieben alle Tage, die vorbedacht waren, als noch keiner von ihnen da war.
17 Für mich nun – wie kostbar sind deine Gedanken, o Gott, wie gewaltig sind ihre Summen!
18 Wollt’ ich sie zählen: ihrer sind mehr als des Sandes; wenn ich erwache, bin ich noch immer bei dir.
19 Möchtest du doch die Frevler töten, o Gott! Und ihr Männer der Blutschuld, weichet von mir!
20 Sie, die von dir mit Arglist reden, mit Falschheit reden als deine Widersacher.
21 Sollt’ ich nicht hassen, die dich, HERR, hassen, nicht verabscheun, die sich erheben gegen dich?
22 Ja, ich hasse sie mit tödlichem Hass: als Feinde gelten sie mir.
23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
24 Und sieh, ob ich wandle auf trüglichem Wege, und leite mich auf dem ewigen Wege!
„du sollst ihnen die Augen öffnen, damit sie sich von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott bekehren, auf dass sie Vergebung der Sünden und ein Erbteil unter denen erhalten, die durch den Glauben an mich geheiligt worden sind.“ Apostelgeschichte 26,18
Dieser Vers ist die großartigste Zusammenfassung der Werbearbeit eines Jüngers Christi im ganzen Neuen Testament.
Die erste erhabene Wirkung der Gnade wird zusammengefasst in den Worten: „zu erhalten Vergebung der Sünden.“ Wenn es einem Menschen an persönlicher christlicher Erfahrung fehlt, ist es fast immer deshalb, weil er nie etwas empfangen hat. Das einzige Zeichen dafür, dass ein Mensch erlöst ist, besteht darin, dass er etwas von Jesus Christus empfangen hat. Unser Teil ist es, als Arbeiter Gottes den Menschen die Augen zu öffnen, damit sie sich aus der Dunkelheit zum Licht wenden; dies ist jedoch nicht Erlösung, sondern Bekehrung: die Bemühung eines auferweckten menschlichen Wesens. Ich glaube nicht, dass es eine allzu flüchtige Feststellung ist, zu sagen, dass die Mehrheit der Namenchristen zu dieser Art gehört; ihre Augen sind geöffnet, doch haben sie nichts empfangen.
Bekehrung ist nicht Wiedergeburt. (Dies ist einer der vernachlässigten Faktoren in unseren heutigen Predigten.) Wenn ein Mensch wiedergeboren ist, weiß er, dass es geschehen ist, weil er ein Geschenk des Allmächtigen empfangen hat und nicht infolge seines eigenen Entschlusses. Die Menschen machen Versprechungen und unterschreiben Gelübde und sind entschlossen, ganz hindurchzugehen; doch ist dies alles nicht Erlösung. Erlösung bedeutet, dass wir an jene Stelle geführt werden, wo wir etwas von Gott empfangen können durch die Vollmacht Jesu Christi: nämlich die Vergebung der Sünden.
Dann folgt die zweite machtvolle Wirkung der Gnade – „und Anteil bei den Geheiligten“. In der Heiligung gibt der wiedergeborene Mensch sein Recht an sich selbst mit voller Entschiedenheit Jesus Christus hin und identifiziert sich vollständig mit Gottes Interessen an anderen Menschen.
„Sie ergriffen einen, Simon… und legten das Kreuz auf ihn.“ Lukas 23, 26
Wenn wir Gott gehorchen, wird es andere Menschen mehr kosten als uns selbst, und hier kommt für uns ein Stachel hinein. Wenn wir den Herrn liebhaben, kostet uns der Gehorsam nichts, er ist uns eine Lust; doch kostet er diejenigen, die Ihn nicht liebhaben, sehr viel. Wenn wir Gott gehorchen, bedeutet es, dass die Pläne anderer Menschen umgestoßen werden, und deshalb spötteln sie und sagen: ‚Das nennst du Christentum?‘ Wir können dieses Leid verhüten; wenn wir Gott jedoch gehorchen wollen, dann sollen wir es nicht verhüten; wir müssen die anderen diese Kosten bezahlen lassen.
Unser menschlicher Stolz verwahrt sich dagegen, und wir sagen: ‚Ich will niemals von irgendeinem Menschen etwas annehmen.‘ Doch müssen wir es entweder annehmen oder wir müssen Gott ungehorsam sein. Wir haben nicht das Recht, in irgendeiner Hinsicht andere Verhältnisse zu erwarten als diejenigen, in denen Sich auch unser Herr befunden hat1.
Es entsteht eine Stockung in unserem geistlichen Leben, wenn wir sagen: ‚Ich will alles allein tragen.‘ Das können wir nicht. Wir sind in die allumfassenden Pläne Gottes so stark mit hineinverwickelt, dass sofort auch andere Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden, sobald wir Gott gehorchen. Wollen wir unserem Gehorsam gegen Gott, der von uns verlangt, auf unsere Unabhängigkeit zu verzichten, treu bleiben und durch diese Demütigung hindurchgehen, oder wollen wir den anderen Weg einschlagen und sagen: ‚Ich will anderen Menschen kein Leid zufügen‘? Wir können Gott den Gehorsam verweigern, wenn wir wollen, und dies wird sofort eine Erleichterung in der Gesamtlage herbeiführen; doch dann werden wir dem Herrn ein Kummer sein. Wenn wir dagegen Gott gehorchen, wird Er für diejenigen sorgen, die in die Konsequenzen unseres Gehorsams mit hineingezogen werden. Wir haben einfach zu gehorchen und alle Konsequenzen Ihm zu überlassen.
Hüte dich vor der Sucht, Gott vorzuschreiben, welche Geschehnisse du zulassen willst, wenn du Ihm gehorchen sollst.
1 s. Lukas 8, 1-2
„Wenn sie allein waren, erklärte Er Seinen Jüngern alles.“ Markus 4, 34
Unser Alleinsein mit Ihm. Jesus nimmt uns nicht immer allein beiseite, um uns die Dinge auszulegen; Er erklärt sie uns erst dann, wenn wir sie verstehen können. Das Leben anderer Menschen ist für uns bloß wie ein Gleichnis; Gott lässt uns unsere eigene Seele herausbuchstabieren. Dies ist eine langsame Arbeit, so langsam, dass Gott die ganze Zeit und die ganze Ewigkeit dazu braucht, um einen Mann oder eine Frau nach Seinem Plan zu formen. Wir können Ihm dabei nur behilflich sein, indem wir uns von Ihm bei den Beulen und Rissen unseres Charakters anfassen lassen. Es ist erstaunlich, wie unwissend wir über uns selbst sind. Wir erkennen Neid, Faulheit oder Stolz nicht, selbst wenn wir sie sehen. Jesus offenbart uns allen, dass unser Leib ein Tummelplatz war, ehe Seine Gnade in uns zu wirken begann. Wie viele von uns haben gelernt, mutig hineinzuschauen?
Wir müssen die Meinung, dass wir uns selbst verstehen können, loswerden; dies ist die letzte Einbildung, die verschwinden muss. Der Einzige, der uns versteht, ist Gott. Der größte Fluch im geistlichen Leben ist die Einbildung. Wenn wir je einen leisen Schimmer davon bekommen haben, wie wir in Gottes Augen aussehen, werden wir nie mehr sagen: ‚Ach, ich bin so unwürdig‘, weil wir dann wissen, dass wir unwürdig sind – so unwürdig, dass sich gar kein Ausdruck dafür finden lässt. Solange wir von unserer Unwürdigkeit noch nicht ganz überzeugt sind, wird Gott uns immer mehr einengen, bis Er schließlich mit uns allein ist. Wo noch eine Spur von Hochmut oder Einbildung vorhanden ist, kann uns Jesus nichts erklären. Er wird uns durch eine Enttäuschung, in der unsere geistige Eitelkeit verletzt wird, oder durch eine Herzensenttäuschung hindurchführen; Er wird uns ungezügelte Leidenschaften zeigen, – Dinge, von denen wir nie gedacht hätten, dass Er um ihretwillen allein mit uns reden müsse. In Versammlungen und Vorträgen hören wir wohl manches; doch haben wir dann noch keine Erklärung dafür. Dazu kommt es erst, wenn Gott mit uns allein ist.
„Und da Er allein war, fragten sie Ihn…“ Markus 4, 10
Sein Alleinsein mit uns. Wenn Gott uns zu Sich gezogen hat durch Trübsal, Kummer oder Versuchungen, durch eine Enttäuschung, eine Krankheit oder eine unglückliche Liebe, durch eine zerbrochene oder durch eine neue Freundschaft, – wenn Er vollkommen allein mit uns ist und wir wie vom Donner gerührt sind und nicht eine einzige Frage stellen können, dann fängt Er an, uns Erklärungen zu geben. Solange wir Fragen stellen, bekommen wir keine Antwort. Beobachte, wie Jesus Christus die zwölf Jünger lehrt. Es waren immer die Jünger, die bestürzt waren, nicht das außenstehende Volk. Sie stellten Ihm fortwährend Fragen, und Er erklärte ihnen die Dinge immer wieder; aber sie verstanden erst, nachdem sie den Heiligen Geist empfangen hatten1.
Wenn du mit Gott weitergehst, dann ist die Art und Weise, wie Er mit deiner eigenen Seele umgeht, das Einzige, was dir dabei klar ist, und auch das Einzige, was Er dir klarzumachen beabsichtigt. Die Sorgen und Schwierigkeiten deines Bruders sind für dich etwas ganz Unklares. Wir meinen zu verstehen, wo der andere Mensch steht, bis Gott uns ein wenig von der Bosheit unseres eigenen Herzens zu schlucken gibt. Es sind in jedem von uns ganze Gebiete von Halsstarrigkeit und Unwissenheit vorhanden, die durch den Heiligen Geist enthüllt werden müssen, und dies kann nur geschehen, wenn Jesus allein mit uns ist. Sind wir jetzt allein mit Ihm, oder sind wir mit kleinen, törichten Begriffen beschäftigt, mit törichten Unternehmungen ‚im Dienste Gottes‘ oder mit törichten Ideen über unseren Körper? Jesus kann uns nichts erklären, bis wir durch all die lärmenden Fragen des Verstandes hindurchgedrungen und mit Ihm allein sind.
1 Der Helfer aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch über alles (Weitere) belehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14,26
„Wen soll Ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich; sende mich!“ Jesaja 6, 8
Gott richtete Seinen Ruf nicht an Jesaja; Jesaja vernahm die Worte: „Wer will unser Bote sein?“ Der Ruf Gottes ergeht nicht nur an die wenigen Auserwählten; er ergeht an jedermann. Es hängt von der Beschaffenheit meiner Ohren ab, ob ich Gottes Ruf höre oder nicht; und was ich höre, hängt von meiner Veranlagung ab. „Viele sind berufen, wenige aber auserwählt“1, d. h. wenige erweisen sich als die Auserwählten. Die Auserwählten sind diejenigen, die mit Gott in Verbindung getreten sind durch Jesus Christus, wodurch ihre Veranlagung verändert und ihre Ohren geöffnet wurden, so dass sie die stille, feine Stimme vernehmen, die immerfort fragt: „Wer will unser Bote sein?“
Es handelt sich hierbei nicht darum, dass Gott einen einzelnen Menschen herausgreift mit den Worten: ‚Nun gehe du!‘ Gott auferlegte Jesaja keinen starken Zwang; Jesaja lebte in der Gegenwart Gottes und hörte den Ruf; er erkannte, dass es für ihn nichts anderes gab, als freiwillig zu sagen: „Hier bin ich; sende mich!“ Wir müssen uns den Gedanken aus dem Kopf schlagen, dass Gott mit Zwangsmaßregeln und Beweisen komme. Als der Herr Seine Jünger berief, lag kein unwiderstehlicher Zwang von außen vor; die stille, angelegentliche Beharrlichkeit Seines „Folge Mir!“ war an Männer gerichtet, deren Sinne und Kräfte hellwach waren. Wenn wir uns vom Geist Gottes so führen lassen, dass wir Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, werden auch wir etwas Ähnliches hören wie Jesaja – die stille, leise Stimme Gottes – und werden in vollkommener Freiheit sagen: „Hier bin ich; sende mich!“
1 Matthäus 20,16
„Mit Ihm begraben, auf dass … auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ Römer 6, 4
Niemand kann die Erfahrung der völligen Heiligung durchmachen, ohne vorher an einem „weißen Leichenbegängnis“ teilgenommen zu haben, d. h. am Begräbnis seines alten Lebens. Wenn diese Todeskrise nicht stattgefunden hat, bleibt die Heiligung eine bloße Vision. Es muss ein „weißes Leichenbegängnis“ stattfinden, d. h. ein Sterben, auf das nur die eine Auferstehung folgen kann – die Auferstehung in das Leben Jesu Christi. Dieses Leben kann durch nichts überwältigt werden; es ist eins mit Gott und hat den einzigen Zweck, ein Zeugnis für Ihn zu sein.
Hast du deine letzten Tage wirklich erreicht? Gefühlsmäßig hast du sie schon oft erlebt; aber hast du sie auch in Wirklichkeit erlebt? Du kannst nicht in Unruhe an deinem Begräbnis teilnehmen; du kannst nicht mehr aufgeregt sein, wenn du gestorben bist. Sterben heißt aufhören zu sein. Bist du mit Gott einverstanden, wenn Er von dir verlangt, dass du nicht mehr der ernst strebende Christ sein sollst, der du bis jetzt gewesen bist? Wir treiben uns um den Friedhof herum und sträuben uns doch immerfort gegen das Sterben. Wir müssen nicht nur danach streben zu sterben, wir müssen auch wirklich sterben: „in Seinen Tod getauft“1.
Hast du dein „weißes Leichenbegängnis“ schon hinter dir, oder hältst du deine Seele, was die Heiligung anbelangt, zum Narren? Gibt es in deinem Leben einen Tag, der als dein letzter Tag bezeichnet werden kann, einen Tag, zu dem deine Erinnerung in reinem und dankbarem Gedenken zurückkehrt? ‚Ja, damals bei jenem „weißen Leichenbegängnis“ schloss ich einen Bund mit Gott‘
„Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“2. Wenn du erkennst, worin Gottes Wille besteht, wirst du ganz natürlich in die Heiligung hineingehen. Bist du bereit, dieses „weiße Leichenbegängnis“ jetzt durchzumachen? Erklärst du dich einverstanden, wenn Gott sagt, dass dies dein letzter Tag auf Erden ist? Es hängt von dir ab, wann du deine Einwilligung geben willst.
1 Vers 3
2 1. Thessalonicher 4,3
„Und ich hörte die Stimme des Herrn, dass Er sprach: Wen soll Ich senden? Jesaja 6, 8
Wenn wir vom Ruf Gottes sprechen, vergessen wir leicht die Hauptsache, nämlich das Wesen Dessen, Der uns ruft. Da ist der Ruf des Meeres ,,der Ruf der Berge, der Ruf der großen Eiswüste, und diese Rufe werden nur von wenigen gehört. Der Ruf ist der Ausdruck des Wesens, von dem er ausgeht, und wir können den Ruf nur vernehmen, wenn dasselbe Wesen auch in uns ist. Der Ruf Gottes ist der Ausdruck Seines Wesens, nicht des unsrigen. Durch Gottes Vorsehung sind überall feine Einzelstimmchen Seines Rufes für uns am Werk, die außer uns selbst niemand vernimmt; so wird uns in irgendeiner besonderen Angelegenheit Gottes Stimme übermittelt, und es hat keinen Zweck, jemand anders darüber zu befragen. Wir müssen uns diese tiefe Verbundenheit zwischen unserer Seele und Gott erhalten.
Der Ruf Gottes ist nicht das Echo meiner eigenen Natur; meine Neigungen und mein persönliches Temperament werden dabei nicht in Betracht gezogen. Solange ich mein persönliches Temperament berücksichtige und darüber nachdenke, wozu ich mich eigne, werde ich den Ruf Gottes nicht vernehmen. Erst wenn ich mit Gott verbunden bin, befinde ich mich in der Verfassung, in der sich Jesaja befand. Jesajas Seele hatte sich in der furchtbaren Krise, durch die er hatte hindurchgehen müssen, Gott so angepasst, dass er den Ruf Gottes in seiner bestürzten Seele auffing. Gott rief ihn nicht laut; Jesaja hörte Seine Worte: „Wer will unser Bote sein?“ Die meisten von uns haben für nichts anderes ein Ohr als für sich selbst; sie können nicht hören, was Gott sagt. In jenes Gebiet einzutreten, in dem der Ruf Gottes vernommen wird, bedeutet von Grund auf anders zu werden.
„Da es aber Gott wohlgefiel, dass Er Seinen Sohn offenbarte in mir. Galater 1,15. 16
Der Ruf Gottes ist nicht eine Berufung zum Dienen. Meine Deutung Seines Rufes mag eine Berufung zum Dienen sein; d.h. mein Kontakt mit Gott lässt mich erkennen, was ich für Ihn tun möchte. Der Ruf Gottes, der vor allem Sein Wesen kundgibt, ist die Offenbarung Seines Sohnes in mir, „dass ich Ihn unter den Heiden verkündigen solle,“ d. h. Ihn sakramental zum Ausdruck bringe. Dies ist die Berufung meines natürlichen Menschen. Die Berufung zum Dienen ist das Ergebnis meines Gehorsams gegen den von mir wahrgenommenen Ruf Gottes und ist das Echo meiner Identifizierung (Einswerdung) mit dem Wesen Gottes.
Das Dienen ist der Erguss der überströmenden Liebe zu Gott; aber – um in die Tiefe zu gehen – es gibt keine Berufung zum Dienen; dies ist mein eigenes kleines persönliches Teil. Das Dienen ist der natürliche Teil meines Lebens. Gott bringt mich in eine Verbindung mit Sich, in der ich Seinen Ruf verstehen kann, und dann tue ich eine Sache einfach aus Liebe zu Ihm, ganz von mir aus. Gott dienen ist die bewusste Liebesgabe eines Wesens, das den Ruf Gottes gehört hat. Mein Dienst drückt das aus, was meinem Wesen entspricht; Gottes Ruf drückt Sein Wesen aus; daraus folgt, dass, wenn ich Sein Wesen empfange und Seinen Ruf höre, in uns beiden die Stimme unseres ursprünglichen Wesens erklingt und wir beide zusammenarbeiten – der Sohn Gottes offenbart Sich in mir, und ich diene Ihm auf dem gewöhnlichen Weg des Lebens, aus reiner, ehrlicher Hingegebenheit an Ihn.
„Thomas antwortete und sprach zu Ihm: Mein Herr und mein Gott!“ Johannes 20, 28
„Gib Mir zu trinken!“ (Johannes 4,10) Wie viele von uns hängen sich an Jesus Christus und löschen ihren eigenen Durst, während sie doch Ihn zufriedenstellen sollten! Wir sollten nun überströmen, geben bis zum Letzten, anstatt aus Ihm zu schöpfen, damit wir befriedigt werden. „Ihr werdet Meine Zeugen sein“1 – dies bedeutet ein Leben in unbefleckter, kompromissloser, unbestechlicher Hingabe an den Herrn Jesus, eine Befriedigung für Ihn, wo Er uns auch immer hinstellt.
Hüte dich vor allem, was mit der Treue gegen Jesus Christus wetteifert! Der größte Mitbewerber um die Hingabe an Jesus Christus ist der Dienst für Ihn. Es ist leichter zu dienen, als bis zur Neige ausgetrunken zu werden. Der einzige Zweck des Rufes Gottes ist die Befriedigung Gottes, nicht aber die Berufung, irgendetwas für Ihn zu tun. Wir werden nicht ausgeschickt, um für Gott zu kämpfen, sondern um von Ihm gebraucht zu werden in Seinen Kämpfen. Sind wir dem Dienen mehr ergeben als Jesus Christus?
1 Apostelgeschichte 1,8
„Schrecken und große Finsternis überfiel ihn.“ 1. Mose 15, 12
Wenn Gott einem Heiligen eine Erleuchtung gibt, stellt Er ihn gleichsam unter den Schatten Seiner Hand, und es ist die Pflicht des Heiligen, still zu sein und zu lauschen. Es gibt eine Dunkelheit, die aus einem Übermaß an Licht kommt; dann ist es Zeit zu lauschen. 1. Mose 16 ist ein Beispiel für das Lauschen auf guten Rat, wenn es dunkel ist, anstatt zu warten, bis Gott das Licht sendet. Wenn Gott dir eine Erleuchtung gibt und darauf Dunkelheit folgt, dann warte. Gott wird dein Leben mit der Erleuchtung, die Er dir gegeben hat, in Übereinstimmung bringen, wenn du wartest, bis Seine Zeit da ist. Versuche nie, Gott in der Erfüllung Seines Wortes nachzuhelfen! Abraham musste dreizehn Jahre in der Stille sein; aber in diesen Jahren wurde all seine Selbstsicherheit vernichtet; es war ihm nachher nicht mehr möglich, auf seinen Menschenverstand zu bauen. Diese Jahre in der Stille waren nicht eine Zeit des Missvergnügens, sondern des Gehorsams. Pumpe deine Freude und dein Vertrauen nicht künstlich auf, sondern verlasse dich auf Gott1!
Setze ich mein Vertrauen noch irgendwie auf das Fleisch? Oder stehe ich wirklich jenseits von allem Vertrauen auf mich selbst – auf Männer oder Frauen, die Gott dienen, auf Bücher, Gebete und Ekstasen –, setze ich mein Vertrauen nun nicht mehr auf Gottes Segnungen, sondern in Gott Selbst? „Ich bin der allmächtige Gott“2 – El-Schaddai, der Vater-Mutter-Gott. Wir alle werden nur um des einen willen in die Schule genommen: damit wir wissen, dass Gott wirklich ist. Sobald Gott für uns wirklich ist, werden die Menschen zu Schatten. Nichts, was andere Heilige tun oder sagen, kann denjenigen je verwirren, der auf den wirklichen Gott gegründet ist.
1 s. Jesaja 50, 10-11
2 1. Mose 17,1
„Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Johannes 3, 3
Oft sind wir bereit für eine Gebetsversammlung, aber nicht um Schuhe zu putzen.
Von neuem geboren sein aus dem Geist, ist ein unverkennbares Werk Gottes, so geheimnisvoll wie der Wind und so überraschend wie Gott Selbst. Wir wissen nicht, wo es beginnt; es ist verborgen in den Tiefen unseres persönlichen Lebens. Wiedergeboren sein von oben bedeutet ein ununterbrochenes, fortwährendes, ewiges Anfangen, eine immerwährende Frische im Denken, im Sprechen und im Sein, ein dauerndes Überraschtwerden durch die Lebendigkeit Gottes. Mattheit deutet darauf hin, dass etwas in uns nicht mehr mit Gott verbunden ist – ‚ich muss dies tun, sonst wird es nie getan werden‘. Das ist das erste Zeichen von Mattheit. Sind wir in dieser Minute neugeboren oder sind wir matt, – wühlen wir in unserem Kopf nach irgendetwas herum, das wir tun sollten? Die Frische kommt nicht aus dem Gehorsam, sondern vom Heiligen Geist; den Gehorsam müssen wir leisten, damit wir im Licht bleiben, wie Gott im Licht ist.
Wache eifrig über deine Beziehung zu Gott! Jesus betete: „dass sie eines seien gleichwie Wir“1 – nichts zwischen den Menschen und Gott. Halte dein Leben immerzu offen für Jesus Christus; mache Ihm nichts vor! Schöpfst du dein Leben aus irgendeiner anderen Quelle als aus Gott? Wenn du von irgendetwas anderem außer Ihm abhängst, wirst du nie wissen, ob Er noch da ist. Aus dem Geist geboren sein bedeutet viel mehr, als wir im Allgemeinen annehmen; wir erhalten einen neuen Ausblick und bleiben durch das fortwährende Versorgtwerden mit dem Leben Gottes unbedingt frisch und bereit für alles.
1 Johannes 17,11
„So spricht der HERR: Ich denke noch an die Zuneigung deiner Jugendzeit, an deine bräutliche Liebe …“ Jeremia 2, 2
Bin ich noch immer so unmittelbar freundlich gegen Gott, wie ich es früher war, oder erwarte ich nur, dass Gott freundlich gegen mich sei? Bin ich ganz erfüllt von jenen kleinen Dingen, die Gottes Herz erfreuen, oder jammere ich, weil es mir schlecht geht? Es ist keine Freude in einer Seele, die vergessen hat, was Gott gefällt. Es ist etwas Großes, zu wissen, dass Jesus Christus mich braucht: „Gib Mir zu trinken!“1 Wieviel Freundlichkeit habe ich Gott in der vergangenen Woche erzeigt? Bin ich der Ehre Seines Namens treu gewesen in meinem Leben?
