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Gartengenuss frisch auf den Tisch: Das Gartenkochbuch befasst sich mit dem heimischen Obst- und Gemüsegarten in den vier Jahreszeiten. Hier finden Sie für jede Saison köstliche, traditionelle sowie ausgefallene Rezepte aus allen Regionen Deutschlands. Außerdem erhalten Sie interessante Informationen zu Anbau, Pflege und Ernte. Eingestreut sind nützlichen Tipps, die Auskunft geben zu Gesundheit, Geschichte, Lagerung, Verarbeitung sowie fürs Gärtnern und Kochen mit Kindern.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 172
Veröffentlichungsjahr: 2017
Cover
Titel
Vorwort
Aus eigener Ernte
Frühlingsküche
JETZT WIRD’SBUNT
Frühlingskräuter
Mairübchen
Spinat
Spezial: Frühbeete
Bärlauch
Blumenkohl
Löwenzahn
Spezial: Wildkräuter im Garten
Meerrettich
Rhabarber
Salatgurke
Champignons
Spezial: Pilze im Garten
Radieschen
Erdbeeren
Spargel
Holunderblüten
Sommerküche
VITAMINEIN HÜLLEUND FÜLLE
Aprikosen
Zucchini
Karotten
Sommerkräuter
Spezial: Ideen für Kräuterbeete
Tomaten
Erbsen
Grüne Bohnen
Frühlingszwiebeln
Kapuzinerkresse
Spezial: Essbare Blüten aus dem Garten
Pfirsiche
Mais
Kirschen
Rucola/Rauke
Fenchel
Sommersalate
Spezial: Hochbeete für Salate & Co
Beerenobst
Mirabellen
Auberginen
Paprika
Herbstküche
ERNTEUND FARBENPRACHT
Endivie
Feldsalat
Kartoffeln
Äpfel
Maronen
Weintrauben
Spezial: Weinreben im Garten
Hagebutten
Zwiebeln
Pflaumen
Kürbis
Spezial: Kürbisbeet auf dem Kompost
Feige und Kiwi
Brokkoli
Artischocken
Lauch
Quitte
Spezial: Zurück zu alten Obstsorten
Knollensellerie
Mangold
Nüsse
Birnen
Winterküche
KRAFTVOLLDURCHDEN WINTER
Rosenkohl
Steckrüben
Wirsing
Spezial: Kohl im Garten
Rotkohl
Pastinaken
Weisskohl
Grünkohl
Kohlrabi
Rote Bete
Schwarzwurzel
Chicorée
Service
Erntetabelle
Bildnachweis
Impressum
Nach Jahreszeiten zu kochen liegt im Trend – wegen kürzerer Transportwege, der Frische der Produkte usw. Und wenn die verwendeten Zutaten aus dem eigenen Garten stammen, dann schmeckt es auch noch besser!
Obst und Gemüse selbst anzubauen findet wieder mehr Anhänger, zunehmend auch unter jungen Leuten, auf dem Land und immer häufiger in den Städten. Möglichkeiten zum Gärtnern gibt es viele, sei es im eigenen Garten, auf einem gepachteten Stück Acker, im Schrebergarten oder auf kleinstem Raum in Kästen oder Kübeln auf dem Balkon.
Doch was lässt sich anfangen mit den eigenen Ernteerzeugnissen, wie können Sie sie am besten direkt verarbeiten, lagern oder konservieren? Dieses Gartenkochbuch bietet Ihnen eine bunte, nach den Jahreszeiten geordnete Rezeptsammlung einmal quer durch’s Beet. Auch finden Sie darin viele Ideen und Anregungen sowie Anbau-, Pflege- und Erntetipps zu zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, die in den Rezepten verwendet werden. Zusätzliche Themenkästen liefern Ihnen in jedem Kapitel interessante und wissenswerte Informationen zum gesundheitlichen Wert der Pflanzen sowie zahlreiche praktische (Küchen-) Tipps und originelle Ideen zum Thema „Kochen mit Kindern“.
Auch das Gärtnern kommt nicht zu kurz: Viele Hinweise zum Anbau der Hauptzutaten ergänzen die Rezeptideen, außerdem widmen sich Sonderseiten aktuellen Gartenthemen wie Hochbeet, essbare Blüten, Wein kultivieren usw.
Bei der Auswahl der Rezepte wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass sie große und kleine Hobbyköche für die gesunde Gartenküche begeistern und ohne großen Aufwand schnell und einfach zubereitet werden können. Deshalb sind sie für alle geeignet, die sich bewusst und saisonal ernähren möchten.
Guten Appetit!
Erdbeeren im Winter, Trauben im Frühling, Tomaten das ganze Jahr hindurch – wir haben uns längst daran gewöhnt, immer aus dem Vollen schöpfen zu können und zu jeder Jahreszeit eine breite Palette von unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten zu konsumieren, selbst solche, die gerade nicht Saison haben oder in unseren Breiten unter freiem Himmel gar nicht gedeihen.
Seit einigen Jahren ist jedoch ein Umdenken zu beobachten, das eine neue Wertschätzung regionaler Produkte mit sich bringt. Und das nicht ohne Grund: Es gibt gute Argumente dafür, beim Kochen auf heimische, saisonale Obst- und Gemüsesorten zu setzen – am besten aus eigener Ernte.
Sich beim Genuss von Obst und Gemüse nach den heimischen Angeboten zu richten, hat viele Vorteile. Obst- und Gemüsesorten, die regional nach Saison angebaut, kultiviert und geerntet werden, sind frisch, aromatisch, nährstoff- und vitaminreich und v. a. schmecken sie unvergleichlich gut. Nur solche Produkte, die genügend Zeit haben, optimal zu reifen – d.h. im Freiland bei ausreichend Sonnen- und Tageslicht –, weisen auch einen optimalen Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen auf, die für unseren Organismus so gesund und wichtig sind. Bei Produkten, die jenseits der Saison im Gewächshaus gezogen und häufig halbreif geerntet werden, ist der Nährstoffgehalt deutlich geringer. Hinzu kommt ein oftmals erhöhter Nitratgehalt, der auf vermehrten Einsatz von Düngemitteln zurückzuführen ist.
Wer sich also bei seiner Ernährung nach den Jahreszeiten richtet, verwöhnt nicht nur seinen Gaumen mit höchst aromatischen Geschmackserlebnissen, sondern versorgt auch seinen Körper mit den wertvollsten Nährstoffen.
Es ist erst wenige Jahrzehnte her, dass es zur Allgemeinbildung gehörte, zu wissen, was in heimischen Gärten zu welcher Jahreszeit wächst. In den letzten Jahren ist das Interesse daran neu erwacht – viele Menschen beschäftigen sich ganz bewusst damit, welche Produkte wann aus heimischem Anbau verfügbar sind. Sie kaufen entsprechend ein – und nicht nur das: Viele probieren es auch wieder selbst im eigenen Garten aus. Obst und Gemüse selbst anzubauen liegt also voll im Trend. Nicht zuletzt deshalb, weil man bei Produkten aus eigenem Anbau ganz genau weiß, was man isst.
Auch Kinder sind mit etwas Anleitung und Unterstützung für das Gärtnern zu begeistern. Wie schön ist es doch zu sehen, wie im eigenen kleinen Beet nach der Aussaat die ersten Triebe aus der Erde spitzen, die nach und nach zu köstlichem Gemüse heranreifen, das man bisher nur aus dem Supermarkt kannte. Nicht nur für die kleinen Gärtner ist es spannend und lehrreich, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, welches Obst und Gemüse zu welcher Jahreszeit bei uns Saison hat, auch die älteren Generationen entwickeln dabei oftmals ein ganz neues Gespür für die Natur und ihre Schätze. Und seien wir doch mal ehrlich: Ist es nicht viel schöner, sich auf bestimmte Produkte zu freuen und diese dann ganz bewusst zu genießen? Den Spargel im späten Frühling freudig zu erwarten und zu wissen, dass dann schon bald die aromatischen heimischen Erdbeeren heranreifen? Vom Sommer bis in den frühen Herbst hinein ein buntes und vielfältiges Obst- und Gemüseangebot für die unterschiedlichsten Gerichte im eigenen Garten zur Verfügung zu haben und sich dann schon wieder auf die darauffolgende Kürbis- und Weintraubenzeit zu freuen? Und im Winter die herzhaften Kohlgerichte zu genießen, die perfekt in die kalte Jahreszeit passen und Herz und Gaumen erwärmen?
Selbst wer keinen eigenen Garten hat, sondern seine frischen Lebensmittel von Wochenmärkten oder aus dem Supermarkt bezieht, wird beim Einkauf feststellen: Saisonal einkaufen schont den Geldbeutel. Denn heimisches Obst und Gemüse ist aufgrund des großen Angebots zur jeweiligen Hochsaison deutlich preisgünstiger.
Außerdem haben Waren aus der Region den Vorteil, dass sie keine weiten Transportwege hinter sich haben und deshalb bei optimalem Reifezustand geerntet werden konnten. Darüber hinaus ist beim Kauf regionaler Produkte die Transparenz bezüglich der Herkunft größer. Und damit stehen die Chancen gut für ein echtes Vertrauensverhältnis zwischen Verbraucher und Erzeuger. Denn Obst und Gemüse von heimischen Bäumen und Feldern stehen für hohe Qualität und sind in der Regel deutlich weniger nitrat- und pestizidbelastet als entsprechende Waren aus südeuropäischen Ländern oder aus Übersee.
Nicht zuletzt spricht der Umweltgedanke für saisonale und regionale Produkte, denn beim Transport von Lebensmitteln kreuz und quer über den Globus werden enorme Mengen Kohlendioxid ausgestoßen, jenes Gas, das nachweislich den Treibhauseffekt auslöst und zur Erderwärmung beiträgt.
Kochen nach den Jahreszeiten lohnt sich also in vielerlei Hinsicht – dieses Buch bietet Ihnen eine Menge Anregungen dazu!
Wenn die Natur nach der langen Winterpause wieder zum Leben erwacht und die warmen Sonnenstrahlen die ersten grünen Triebe aus der Erde locken, dauert es nicht mehr lange, bis die erste Ernte aus den Frühlingsbeeten ansteht.
Mit frischen Kräutern, zartem Gemüse und Obst hält der Frühling Einzug in unsere Küchen und zaubert farbenfrohe Köstlichkeiten wie Salate, Suppen, Dips und leichte Gemüsegerichte auf den Tisch.
Vor allem die Kräuterküche hat nun Hochkonjunktur. Mit Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, aber auch mit Wildkräutern wie Löwenzahn, Bärlauch, Sauerampfer, Klee und Brunnenkresse lassen sich viele Gerichte im Handumdrehen würzen und verfeinern – und gesund sind sie noch dazu.
Auch das Auge isst natürlich mit: Blüten von Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut oder Kamille bringen fröhliche Farbtupfer in Salate und geben ihnen den letzten Schliff.
Radieschen, Rettich und Mairübchen stehen im Frühjahr wieder auf der saisonalen Speisekarte, ebenso wie junger Spinat, der frisch geerntet zu köstlichen Salaten verarbeitet werden kann.
Zu den absoluten Highlights und Klassikern der Frühlingsküche zählen Erdbeeren, Spargel und Rhabarber, die in allen erdenklichen Zubereitungsvarianten die leckersten Frühlingsmenüs liefern.
Blumenkohl, Kohlrabi und Champignons können nun im Garten geerntet werden, ebenso wie die zarten Holunderblüten, aus denen mit wenig Aufwand köstlicher Sirup und Gelee gewonnen werden können.
Mit dem Frühling halten auch wunderbare frische Kräuter Einzug in die Küche. Mit ihren unvergleichlichen Aromen verfeinern sie Salate, Suppen, Dips und zahlreiche weitere Gerichte – allen voran die traditionelle Frankfurter Grüne Soße.
für 6 Portionen
2EL Balsamico-Essig
1TL mittelscharfer Senf
3–4EL Olivenöl
2EL Wasser
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
3–4EL frische Kräuter fein gehackt (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Kresse)
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Alle Zutaten gut vermischen. Die frischen Kräuter am Schluss unterrühren.
In einem gut verschlossenen Gefäß hält sich das Dressing im Kühlschrank ein paar Tage.
Das Kräuterdressing eignet sich für viele Salatvarianten, sowohl für Blatt- und gemischte Salate als auch für bunte Gemüsesalate. Bei der Kräutermischung kann man ganz nach den eigenen Vorlieben variieren – auch mit Minze und Basilikum schmeckt das Dressing köstlich.
für 4 Portionen
1 Bd. Grüne-Soße-Kräuter (Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch)
4 hart gekochte Eier
1–2 Zwiebeln
200g Schmand
300g Naturjoghurt
3EL Milch
1EL Senf
1TL Zitronensaft
Salz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1 Prise Zucker
Die Kräuter waschen und trocken tupfen.
Die Eier in Scheiben oder Viertel schneiden und die Zwiebeln fein hacken.
Schmand, Joghurt, Senf und Milch vermischen, dann die Kräuter unterrühren und alles mit einem Pürierstab pürieren, bis die Soße grün ist.
Die Zwiebeln unterrühren und mit Pfeffer, Salz, Zucker und Zitronensaft abschmecken.
Variante: Die Eier können auch klein gehackt zusammen mit den Zwiebeln untergehoben werden. So wird die Soße noch etwas herzhafter.
Das schmeckt dazu: Die klassische Beilage zur „Frankfotter Grie Soß“ sind Pellkartoffeln, alternativ können aber auch frisches Baguette oder Vollkornbrot gereicht werden.
Sein Name ist Programm: Das Mairübchen hat ab Mai bis in den Juni hinein Saison in unseren Gärten. Mit seinen hellgrünen Blättern und der strahlend weißen bis violett gefärbten Knolle bringt es auch farblich den Frühling auf den Tisch.
für 4 Portionen
4 mittelgroße Mairübchen
8–10 frische Rübchenblätter
30g frischer Ingwer 25g Butter
1 Schuss Weißwein 1EL Honig
Salz und Pfeffer
Die Mairübchen waschen, dünn schälen und in Viertelstücke schneiden.
Die Blätter waschen, trocken tupfen und in feine Streifen schneiden.
Den Ingwer schälen und fein hacken.
Die Butter in eine Pfanne geben und die Rübchen und den Ingwer darin goldbraun anbraten.
Mit dem Weißwein ablöschen, den Honig dazugeben und die Mairübchen karamellisieren lassen.
Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren mit den gehackten Blättern bestreuen.
Das Mairübchen – auch unter dem Namen „Navette“ bekannt – ist von Kopf bis Fuß genießbar: Nicht nur die Knolle lässt sich roh, gebraten oder gekocht zubereiten, auch die Blätter sind überaus aromatisch und gesund. Klein geschnitten verfeinern sie Salate und Dips. Sie können aber auch wie Spinat gedünstet und als Gemüsebeilage serviert werden. Am zartesten sind die Mairübchenknollen übrigens bei einem Durchmesser von 5–10cm.
für 4 Portionen
3 mittelgroße Mairübchen
150g Naturjoghurt
2EL Crème fraîche
3EL frische, fein gehackte Kräuter (z.B. Kresse, Dill und Schnittlauch)
1 Prise Zucker
1TL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
Die Mairübchen waschen, dünn schälen und in feine Streifen schneiden oder raspeln.
Mit etwas Salz bestreuen, ca. 30 Min. ziehen lassen und die entstandene Flüssigkeit abgießen.
Joghurt, Crème fraîche, Kräuter, Zitronensaft und Zucker verrühren. Alles unter die Mairübchen mischen und das Ganze zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das ursprünglich aus Indien stammende Mairübchen zählt zu den Speiserüben und wurde schon in der Antike als wohlschmeckende Gemüsepflanze geschätzt. Bis die Kartoffel in Europa Einzug hielt und die kleine weiße Rübe immer mehr verdrängte, zählte sie hier lange Zeit zu den bedeutendsten Grundnahrungsmitteln. Mittlerweile ist das Mairübchen wieder häufiger in den heimischen Gärten zu finden und gilt mit seinem leicht süßlichen, an Rettich erinnernden Geschmack als besondere Delikatesse.
Im April beginnt die Erntezeit für jungen Spinat. Als Blatt- oder Rahmgemüse gegart sowie als Zutat in Aufläufen wird er gern verwendet. Aber auch frisch als Salat sind die zarten grünen Blätter ein echter Hochgenuss.
für 4 Portionen
500g junger Spinat
8 Eier
4EL Walnussöl
1EL dunkle Sojasauce
1TL Balsamico-Essig
2EL weißer Sesam, geröstet
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Die Eier hart kochen, abschrecken, schälen und halbieren.
Die Spinatblätter waschen, gut abtropfen lassen und die Stiele entfernen.
Das Walnussöl, die Sojasauce und den Balsamico zu einem Dressing verrühren, nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen, über den Spinat geben und gut mischen.
Die Eierhälften vorsichtig unterheben und den Salat mit Sesam bestreuen.
Variante: Mit 3–4EL körnigem Frischkäse als Zugabe bekommt das Dressing eine cremig-frische Note.
Zur genauen Herkunft des Spinats gibt es keine sicheren Angaben – vermutlich stammt er ursprünglich aus Asien und gelangte im 8. Jahrhundert mit den Arabern nach Südeuropa.
Im 16. Jahrhundert wurde Spinat vermehrt auch in Deutschland angebaut und auf viele Arten zubereitet und verzehrt. Mit dem Aufkommen der Tiefkühlkost in den 1950er-Jahren kam frischer Spinat bei uns immer seltener auf den Tisch – zu groß waren die Vorteile von praktischer Lagerung, langer Haltbarkeit und geringem Volumen. Mit der steigenden Nachfrage nach Biokost erlebt frischer Spinat seit einigen Jahren ein Comeback. Als Salat, in Suppen oder Pfannkuchen ist das gesunde grüne Blattgemüse ein ganz besonderer Genuss – und obendrein ein Garant für Erfolge beim Hobbygärtnern.
Spinat ist ein recht pflegeleichtes Blattgemüse, das ohne großen Aufwand angebaut werden kann. Selbst im Balkonkasten gedeiht er prächtig – vorausgesetzt, die Erde ist nicht zu nass.
Spinat wächst recht schnell und kann bei guter Pflege bis zu fünf Mal geerntet werden. Da seine Wurzeln tief in die Erde reichen, sorgen sie für eine hervorragende Lockerung des Bodens. Aus diesem Grund wird Spinat auf größeren Anbauflächen gern als Vorkultur für andere Gemüsesorten genutzt. Beliebte Sorten, die in Deutschland angebaut werden, sind u.a. der robuste ‘Matador‘, der ‘Clarinet‘ und der mehltauresistente ‘Monnopa‘.
mit Vorsprung in die Gartensaison
Der Herbst ist der beste Zeitpunkt, um Frühbeete für die kommende Gartensaison vorzubereiten, denn im Oktober ist der Boden noch nicht gefroren und kann deshalb einfacher bearbeitet werden als im Frühjahr, wenn es doch noch öfter mal Frost geben kann. So kann man sein Frühbeet ohne große Mühen schon ab Februar bestücken.
Gut durchsiebte Komposterde ist als Grundlage für die neue Jungpflanzengeneration im Frühjahr ideal. Wer aussät, sollte besser spezielle hochwertige Aussaaterde aus dem Fachhandel verwenden.
Ein Frühbeet funktioniert wie ein Gewächshaus, es ist nur kleiner und flacher. Es speichert die Sonnenwärme und macht es darum möglich, schon früh im Jahr Sommerblumen oder langsam wachsende Gemüsesorten (z.B. Kohl, Salat, Tomaten) vorzuziehen. Wer einen Holzkasten als Frühbeet nutzt, hat außerdem den Vorteil, dass dieser schnell wieder abgebaut ist, wenn die jungen Pflanzen in die Beete gesetzt wurden.
Frühbeete können auch noch im Herbst gute Dienste leisten, etwa, um Wintersalate wie Feld- oder Winterkopfsalat darin anzubauen. Und sogar als Lager für Rüben und Kohl sind sie bestens geeignet, wenn man die Ernte frostsicher mit Matten oder Laub vor allzu tiefen Temperaturen schützt. Gegen Mäuse oder andere diebische Gesellen ist ein engmaschiges Drahtgitter hilfreich.
Das Frühbeet sollte idealerweise an einem geschützten, sonnigen Standort aufgebaut werden, denn am Anfang der Saison sind die Tage noch recht kurz. Deshalb gilt: Nutzen Sie das (Sonnen-)Licht so gut wie möglich!
Länglich geschnittene Frühbeete mit einer Fläche von 1–2m2 haben sich bei vielen Hobbygärtnern bewährt – die langgezogene Form deshalb, weil man so vom Rand aus das ganze Beet gut erreichen und bearbeiten kann.
Bausätze für Frühbeete sind in vielen Varianten im Fachhandel erhältlich. Einfache Modelle bestehen aus einem folienüberzogenen Stahlbügelgerüst, das an den Seiten in die Erde eingegraben ist. Ein Nachteil dieser Modelle ist jedoch die schwierige Belüftung.
Bewährt haben sich ganz simple Frühbeete aus Holz: Sie bestehen aus einer stabilen kastenförmigen Konstruktion, die wie ein Pultdach gebaut und mit einem schrägen, aufklappbaren Deckel aus Folie, Plastik oder Glas versehen ist. Idealerweise ist der schräge durchsichtige Deckel zur Sonne hin ausgerichtet. Ein Vorteil eines schrägen Dachs ist, dass das Regenwasser gut ablaufen kann. Ist der Deckel mit Scharnieren am Kasten befestigt, kann man ihn zur Belüftung leicht öffnen und mit einem zwischen Kasten und Deckel geklemmten Holzstück fixieren.
Kaum steigen die Temperaturen im Frühling an, sprießt in halbschattigen Lagen auch schon der erste Bärlauch aus dem Boden. Die intensiv schmeckenden Blätter eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Suppen und Aufläufen sowie für die Herstellung von Pesto, Dips und köstlichen Brotaufstrichen.
für 4–6 Portionen
150g frischer Bärlauch
250ml Olivenöl
50g geröstete Pinienkerne
50g Parmesan
2 Knoblauchzehen Pfeffer und Salz
Die Pinienkerne fein hacken, den Parmesan fein reiben und die Knoblauchzehen mit einer Knoblauchpresse zerdrücken.
Die Bärlauchblätter waschen und trocken tupfen, anschließend in Streifen schneiden und dann mit dem Wiegemesser fein hacken.
Die Masse in eine Schüssel geben und mit den zerkleinerten Pinienkernen, dem Parmesan, dem Knoblauch sowie dem Olivenöl zu einer homogenen Paste verrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und in saubere Gläser abfüllen.
Das passt dazu: Die Bärlauchpaste schmeckt besonders gut auf frischem Baguette oder Vollkornbrot. Auch als Pesto zu Spaghetti ist sie ein Genuss.
50g Butter
100g frischer Bärlauch
1EL Meersalz
Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur weich werden lassen.
Den Bärlauch waschen, gut trocken tupfen, die Stiele entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden.
Die weiche Butter glatt rühren und die geschnittenen Bärlauchblätter sowie das Meersalz untermischen.
Die Butter auf Frischhaltefolie verteilen, darauf zu einer dicken Rolle formen und die Folie schließen.
Die Rolle im Kühlschrank hart werden lassen. Die Butter nach Bedarf und Belieben in Scheiben geschnitten servieren.
Die optimale Erntezeit für Bärlauch reicht – je nach Witterung – von Mitte März bis Mai. Die beste Tageszeit zur Ernte ist der Morgen, wenn der Tau abgetrocknet ist, dann ist der Bärlauch am saftigsten. Die Blätter sollten nicht gepflückt oder gerupft, sondern sorgfältig mit einer Schere abgeschnitten werden – pro Pflanze nicht mehr als zwei. Damit das Aroma voll erhalten bleibt, den Bärlauch am besten in einem Korb oder luftdurchlässigen Stoffbeutel transportieren und unmittelbar nach der Ernte verarbeiten.
Gesund, lecker und für unzählige Rezeptvarianten bestens geeignet – das ist der Blumenkohl! Ob in der deutschen oder der internationalen Küche – das unverwechselbare Kohlgemüse ist eine beliebte und leicht zu verarbeitende Zutat, die viele Gerichte bereichert.
für 4 Portionen
1 Blumenkohl (ca. 600g)
300g Möhren
1 Zwiebel
1EL Margarine
1–2EL Currypulver (indische Mischung)
2TL Gemüsebrühe (als Pulver)
100ml Wasser
200ml Kokosmilch Salz
Den Blumenkohl gründlich waschen und in Röschen zerteilen.
Die Möhren schälen und in Scheiben oder in eine gewünschte Form schneiden.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Die Margarine in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten.
Die Möhren und den Blumenkohl dazugeben, das Curry- sowie das Gemüsebrühepulver hinzufügen und das Gemüse kurz andünsten.
Das Wasser hinzufügen und das Ganze 15
–
20 Min. garen.
Die Kokosmilch dazugeben und alles noch einige Minuten köcheln lassen.
