Mein Herz in Deiner Hand - Briefe an Jesus - Ute Eppich - E-Book

Mein Herz in Deiner Hand - Briefe an Jesus E-Book

Ute Eppich

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2,99 €

Beschreibung

Briefe, wie man sie an einen guten Freund oder geliebten Menschen schreibt. Mit einfachen Worten und sehr persönlich spricht die Autorin in jedem Brief ein Thema an, das gläubige Menschen oft verunsichert oder beschäftigt. 45 Themen wie Vater, Sohn und Heiliger Geist, die Dreieinigkeit, der freie Wille, Jesu Liebe zu uns Menschen und unsere Liebe zu Ihm. Sie schreibt von unserer Schwäche und über die Freude, die aus der Verbindung mit Ihm erwächst. Aus jedem Brief spricht ihre Liebe zu Jesus und jeder Brief ist unterschrieben mit "Deine Ute". Trotz oder gerade wegen der Einfachheit der Sprache und des sehr persönlichen Stils der Autorin ein Buch voller Tiefe und Ernsthaftigkeit. Man spürt, dass ihr dieses große Thema "Liebe zu Jesus" am Herzen liegt.

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Seitenzahl: 103

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Mein Herz in Deiner Hand

Briefe an Jesus

© 2020 Ute Eppich

Autorin: Ute Eppich

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN:

978-3-347-21354-8 (Paperback)

978-3-347-21355-5 (Hardcover)

978-3-347-21356-2 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Inhaltsverzeichnis

Jesus, mein Herr und mein Gott,

Deine und mein

Unser Vater

Vater und Sohn

Deine und unsere Dreiheit

„Ich bin das Licht der Welt!“

Deine Liebe zu uns

Über die Liebe zu Dir

Vergeben

Beten und Bitten

Glauben können

Unser freier Wille

Dein Wille

Unsere Schwäche

Wunder

Danke

Deine Gegenwart

Wie lange dauert die Ewigkeit?

Zwei Welten

„In meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen“

Dein großes Schulhaus

Wirklich in Deinem Sinne?

Unser Verstand

Wunderbar hast Du alles eingerichtet

So ihr Glauben hättet

Schicksal?

Endlichkeit

Viele Wege führen nach Rom

Hochmut

Dein Heiligster Name

Der jüngste Tag oder das Jüngste Gericht

Deine Wiederkunft,

Fremd fühlen

Deine Gnade

Frieden

Unsere Zeit

Unsere kranke Welt

Das laute Leben

Sünden mit Deinen Augen sehen

Verwalter meines Lebens

Abschied nehmen

Freude

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Briefe sollten nicht mit kritischen Korrektur-Augen gelesen werden, denn sie wurden mit dem Herzen geschrieben und waren ursprünglich nicht zum Veröffentlichen gedacht. Um die Authentizität nicht zu zerstören, habe ich sie weitgehend im Originalzustand belassen. Also blicke bitte mit Nachsicht über eventuelle Rechtschreib- oder Kommafehler hinweg.

Mit Dank, Ute Eppich, Dezember 2020

Jesus, mein Herr und mein Gott,

immer wieder beschäftigen sich meine Gedanken mit Dir, sozusagen über und um Dich herum. Aber das meiste ist flüchtig, und wenn ich Gedanken, die mir eine kleine Erkenntnis gebracht haben, nach ein paar Tagen noch einmal aus meiner Erinnerung hervor holen möchte, dann kann ich das oft nicht mehr, kann sie nicht wieder in mir lebendig werden lassen. Sie stecken dann wie in einer Schublade fest, die sich verklemmt hat und nicht mehr öffnen lässt. Denn es sind mehr Gefühle als Gedanken, die mir durchs Herz ziehen, und Gefühle sind nicht nach Belieben abrufbar.

Manchmal durchfahren mich Blitze der Erkenntnis, sie sind aber wie die irdischen Blitze Momentaufnahmen, die schnell wieder ins Dunkel versinken und kein zweites Mal mehr mein Bewusstsein erhellen. Deshalb also will ich, so lange ich es noch in Worte fassen kann, für mich aufschreiben, was mir gedanklich manchmal durchs Herz zieht, bevor es ins Vergessen gerät.

Und außerdem – ich denke doch so gern über Dich nach, und das kann ich beim Schreiben in aller Ruhe … Du brauchst diese Briefe zwar nicht, denn Du weißt ja sowieso, was ich denke. Aber ich brauche sie, um meine sonst so flüchtigen Herzensgedanken auf diese Art für mich selbst zu bewahren.

Ich weiß, dass ich sehr menschlich von Dir und über Dich denke und dieses Denken in Dich hinein projiziere. Die meisten Menschen würden wohl sagen, dass ich naiv bin. Kindlich. Sei‘s drum. Jeder gehe seinen eigenen Weg, der eine hört „kindlichnaiv“ auf die Stimme seines Herzens, der andere auf seinen Verstand. Ich brauche für mich nichts Kompliziertes und keine hochintelligenten Ausführungen, sondern halte mich lieber an die Einfachheit und an „So ihr nicht werdet wie die Kinder …“ Denn das Einfache ist meistens auch das Gute und Wahre. Dein Ausspruch heißt ja nicht, dass wir kindisch werden, sondern einfach nur schlicht glauben und lieben sollen.

Außerdem bin ich kein Theologe, sondern mache mir nur meine eigenen Gedanken über die verschiedensten Themen, aber die reichlich. Und ich werde sie hier auch so aufschreiben, wie sie mir durch Kopf und Gemüt ziehen. Sie sind also nicht vom Verstand geschliffen, sondern aus dem Herzen geschrieben und deshalb auch höchst unvollkommen. Sieh sie also mit milden Augen an und mache mich immer aufgeschlossener für Deine Wahrheiten. Vor allem: Lehre mich, Dich mehr und mehr zu lieben.

Deine Ute

Deine und mein

Jesus, mein Herr, ich nehme an, dass sich kein Mensch Dich so vorstellt wie ich. Jeder hat andere Vorstellungen von Dir, so er denn überhaupt welche hat. Also bist Du so, wie ich Dich in meinem Geist und meiner Seele sehe, mein persönlicher Jesus. Und ich hoffe für mich „dir geschehe nach deinem Glauben.“

Aber es gibt auch noch eine andere tiefere Erklärung. So wie Du in mir lebst durch Deinen göttlichen Geistfunken, so gehörst Du zu mir, so bist du Mein. Wir sollen ja mit unserem Eigenwillen immer mehr abnehmen und Dich dafür immer mehr in uns aufnehmen und wachsen lassen. Sich selbst sowohl in unserem innersten Denken als auch im äußeren Tun hintenan und dafür Dich in den Vordergrund zu stellen, ist in unserer kalten, glaubenslosen Zeit, in der uns tausend Dinge ablenken, sogar sehr schwer und muss ständig geübt werden. Menschen, die im Berufsleben stehen und tagtäglich kämpfen, um die Anforderungen zu erfüllen, werden selten diesen Weg nach innen gehen können.

Doch wenn das eine oder andere menschlich Eigene in uns stirbt, kannst Du den freigewordenen Platz in uns einnehmen, kann Dein göttlicher Geistfunken in uns wachsen und uns erfüllen und uns einmal zu Deinen wirklichen Kindern werden lassen. Bis dahin sind wir nur Anwärter auf den Thron der Kindschaft Gottes.

Schon in Goethes Gedicht „Selige Sehnsucht“ heißt es:

„Und so lang du das nicht hast,

Dieses: Stirb und Werde!

Bist du nur ein trüber Gast

Auf der dunklen Erde.“

Genau das ist doch damit gemeint: Das Eigene absterben und Neues, Göttliches in uns werden lassen.

Und dann meine Unterschrift, „Deine Ute …“ Da Du ein dauerhaft gutes Gedächtnis hast – nicht so ein löchriges wie ich! – kannst Du Dich auch erinnern, wie ich vor Jahrzehnten gedacht habe: Ich möchte gern „Deine Ute“ sein. Ich war noch verhältnismäßig jung damals, jedenfalls im Vergleich zu heute. Und ich bat Dich, mich immer davor zu bewahren, mich je von Dir abzuwenden. Ich wollte mein Leben in Deine Hände geben. Dein sein.

Vergessen habe ich das nie. Aber ich habe in der Zeit zwischen damals und heute auch Zeiten gehabt, in denen ich mich von Dir wieder entfernte oder in denen ich gejammert und gefleht habe. Vermutlich haderte ich auch manchmal mit Dir, dass du mir so viele Probleme, so viel Kummer und Schmerzen wie Felsbrocken auf meinen Lebensweg legtest. Und dankbar war ich gewiss auch nicht immer. Ich war und bin nur ein schwacher Mensch, der so gern gesund und einigermaßen sorglos leben wollte und es noch immer möchte.

Ich hoffe, dass Du mir meine Schwäche verzeihst. Denn wenn ich auch schwach war, jammerte und oft verzweifelte – an Dir habe ich nie gezweifelt.

Ich jedenfalls möchte noch immer und für alle Zeit „Deine Ute“ sein. Aber dazu brauche ich auch Deine Hilfe und Deinen Schutz, denn aus mir heraus schaffe ich schwacher Mensch das nie im Leben. Ja, ich bin schwach und anfällig, auch für das, was mich von Dir abziehen kann …

Deine Ute

Unser Vater

Mein Jesus, wir beten „Vater unser …“, und ich weiß, dass Du für uns auch am liebsten der liebevolle Vater, der für seine Kinder sorgt, sein möchtest. Nicht nur, wenn wir in der Kirche das Vaterunser beten – und das auch oft nur gedankenlos und auswendig gelernt – sondern in unserem alltäglichen Bewusstsein. Im Herzen. Immer. Du möchtest nicht der ferne strenge Gott sein, sondern der Vater aller Menschen. Schließlich bist Du auch unser Schöpfer.

Auch deshalb, nicht nur, aber eben auch, bist du auf die Welt gekommen, damit wir eine Vorstellung von Dir haben können, damit Du uns näherkommen kannst. Denn wer kann sich Gott vorstellen? Er ist vom Gefühl her so unvorstellbar und so sternenweit fern. Aber Dich, Jesus, können wir uns vorstellen, denn Du warst eine Zeitlang Mensch wie wir. Du nimmst gewissermaßen in unserer Vorstellung Gestalt an. Menschengestalt. Du hast ja auch gesagt: Niemand kommt zum Vater denn durch Mich. Darüber lohnt es sich auch, nachzudenken.

Ich denke an die Zeit, als Du auf der Erde lebtest. Damals war wohl das Verhältnis zwischen Kindern und Vätern anders als heute. Damals war der Vater der Ernährer, das immer etwas ernste und Respekt einflößende Familienoberhaupt, das für die Seinen sorgte, sie ernährte und kleidete. Sein Wort war Gesetz. Diese Väter wurden sicherlich geliebt, aber wie ich glaube, eher auf Distanz.

Die meisten der heutigen Väter sind anders, sie spielen mit den Kindern, machen Scherze, lachen und sind sehr nah an ihren Kindern. Lachend kann ich Dich im Geiste nicht sehen, aber lächelnd. Liebevoll lächelnd.

Ich sehe Dich aber auch besonders gern als Tröster, als wunderbarsten liebevollsten Freund, dem ich alles erzählen oder offenbaren kann, der meine tiefsten Geheimnisse kennt, die ich nie einem Menschen offenbaren würde, der bis in den niedersten und dunkelsten Teil meiner Seele blickt und ihn erleuchtet, der versteht und verzeiht. Ich sehe Dich als den Geber aller guten Gaben, als Lebensspender, aber auch – als mein Ziel, meine Sehnsucht, zu der mein Innerstes – meine Seele und mein Geist, der von Dir ausgegangen ist – hinstrebt. Wir sagen auch „heimgegangen“, wenn ein Mensch irdisch stirbt. Das bedeutet: Sein Geist ist dahin gegangen, woher er gekommen ist. Heim. In die Heimat zu seinem Ursprung.

Du bist also meine Zukunft. Aber halt, nicht nur Zukunft, sondern auch Vergangenheit und Gegenwart. Du bist der „Ich war, Ich bin, Ich werde sein.“

Doch in der Gegenwart habe ich Dich leider wahrscheinlich noch immer zu wenig verinnerlicht. Dafür ist die Welt noch zu mächtig in mir. Trotzdem bist Du ständiger Teil von mir und meinem Denken. Dem Kopfdenken und dem Herzdenken. Du bist auch mein Gewissen, die leise Stimme, die mahnt und mir zuflüstert, dass ich vielleicht Unrecht gehabt habe.

Schließlich bist Du auch der allmächtige Gott, Schöpfer allen Lebens und aller Welten und Lebensräume. Du bist die oberste Instanz in uns, um und über uns.

Das alles, mein Jesus, bist Du für mich.

In Liebe, Deine Ute

Vater und Sohn

Mein Herr und mein Gott, wie ist es möglich, dass Du gleichzeitig der Vater und der Sohn bist?

Ein alter deutscher Ausdruck ist Gottvater. Also ist Gott unser aller Vater, und Du der Sohn. Wie viele Menschen werden verunsichert sein und nicht wissen, zu wem sie eigentlich beten sollen. Zu Gott, unserem Vater, oder zu Dir, dem Sohn Gottes? Um keinen von beiden zu beleidigen, beten sie einmal zu dem einen und ein nächstes Mal zu dem anderen. Ich kann natürlich nicht die Weisheit einer allgemein gültigen Antwort in Anspruch nehmen, aber ich habe Vorstellungen von Dir, die jedenfalls für mich gültig sind.

Zuerst fange ich einmal mit Deiner Geburt an. Die meisten Menschen glauben partout nicht an die jungfräuliche Geburt. Sie können es ganz einfach nicht, weil sie keine Vorstellungskraft haben. Sie sagen „Das kann nicht sein!“, weil Zeugung hier auf Erden eben anders stattfindet und sie sich darüber hinaus nichts vorstellen können.

Ich wundere mich immer über ihre Phantasielosigkeit, die nichts, was über unsere irdischen Grenzen und Beschränkungen hinausgeht, für möglich hält. Denn damit sprechen sie Gott auch die Fähigkeit ab, Leben ganz anders, nach Seinem Willen entstehen zu lassen. Sie beschränken Ihn. Gott, der Allmächtige, der Schöpfer Himmels und der Erde, Schöpfer allen Lebens, aller Weltalle und aller Materie soll kein Kind auf geistigem Wege, also ohne Zutun eines Mannes, zeugen können?! Er kann zwar sonst alles, aber das nicht?! Wer will sich wohl anmaßen, beurteilen zu können, was Er kann und was nicht. Wer wagt es, Ihm Grenzen zu setzen, Ihn so klein zu machen wie wir es sind und Ihn in unsere beschränkten Vorstellungen zu pressen?

Nun, ich bin wieder so naiv zu glauben – oder habe genug Phantasie, es mir vorzustellen – dass Gott sich auf rein geistigem Wege selbst in Maria, dem unschuldigen, blutjungen Mädchen zeugte. Er ließ ein Kind in ihr wachsen, und Maria, die eine hohe Aufgabe zu erfüllen hatte, brachte einen Sohn zur Welt. Dieser Sohn war menschlich und göttlich zugleich. Du, mein Jesus, Gott von Ewigkeit und in alle Ewigkeit, wurdest hier auf dieser kleinen, dunklen Erde geboren. In Dir lebte der göttliche Geist-Vater und gleichzeitig warst Du Sohn, weil Du eine menschliche Seele angenommen hattest.