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Menschen funktionieren nicht - Menschen leben! Sie führen ein buntes Leben mit Höhen und Tiefen. Agata Danis, eine der erfolgreichsten Coaches in Österreich, zeigt anhand von Geschichten aus ihrem Coaching-Alltag, wie man aus verschiedenen Lebenskrisen lernen und als Gewinner hervorgehen kann. Mit einem "Mehr" an Achtsamkeit, emotionaler Intelligenz, Empathie und Selbstwahrnehmung wird das Leben wesentlich lebenswerter. Sie werden sich in diesen Geschichten wiederfinden, weil es um alltägliche Fragen der beruflichen Herausforderungen geht, um Liebeskummer und auch um Gesundheit. Wie können auch Sie Erfolg und Erfüllung verbinden, Lebensfreude finden, mit Veränderungen im Leben umgehen?
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Seitenzahl: 114
Veröffentlichungsjahr: 2015
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Widmung
Vorwörter
Mag.a Alexandra Reinagl
Claudia Maurer und Shi Xing Mi, Shaolin
Einleitung
Eigencoaching über die Gesundheit
Mein innerer Wolf
Fazit – Ein Leben voller Lebensfreude
Coaching-Geschichten über den Erfolg
Der unsichtbare Weg
Fazit – Mach das Beste daraus
Nuss und Honig
Fazit – Erfolg mit Erfüllung
Optimale Strukturen
Fazit – Eine glückliche Stimmung als Strategie
Multikulti Chefsessel
Fazit – Gemeinsamkeiten verbinden
Zwei Seiten einer Medaille
Fazit – Ich laufe nicht mehr auf Autopilot
Mitten im Chaos
Fazit – Mitgefühl statt Mitleid
Coaching-Geschichten über die Liebe
Ich bin eine Schokoladentorte
Fazit – Ich bin liebenswert
Die geschlossene Tür
Fazit – Danke für die gemeinsame Zeit
Bisserl Spaß
Fazit – Der Weg zu sich selbst
Dank
Literatur
Über die Autorin
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
© 2015 novum Verlag
ISBN Printausgabe: 978-3-99048-998-7
ISBN e-book: 978-3-99048-999-4
Lektorat: Claudia Matusche
Umschlagfoto: Sabine Klimpt
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
www.novumverlag.com
Widmung
Dieses Buch ist meinen Söhnen Andreas und Gabriel und all meinen Begleitern gewidmet, die dazu beigetragen haben, es entstehen zu lassen.
Und ich widme es dir, mit grenzenlosem Vertrauen, dass du den Weg aus dem Gefühlschaos ins Glück, Lebensfreude und innere Zufriedenheit findest.
Vorwörter
Mag.a Alexandra Reinagl
Erst seit ich Managementfunktionen bekleide, beschäftige ich mich mit Managementcoaching. Ich glaube, das liegt daran, dass man auf der Ebene des Managers bzw. der Geschäftsführerin in einer einsamen Position ist. Ein ehrliches und konstruktives Feedback ist fast nicht zu bekommen. Wie auch? Die geführten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hüten sich und die Gleichgestellten haben manchmal keinen Grund zur Ehrlichkeit. Da ich ein reflektierender Mensch bin, war das für mich keine zufriedenstellende Situation. Gerade als oberste Führungskraft hat man eine absolute Vorbildwirkung. Also braucht man einen ehrlichen Begleiter, einen Menschen, der einem einen Spiegel vorhält, bei dem das Feedback auch weh tun kann, da es geschulte Leute abgeben. So kam ich erstmals dazu: Ich wollte mich weiterentwickeln als Führungskraft und wissen, wie ich wirke.
Vor ca. dreieinhalb Jahren kam aber dann eine neue Situation dazu, die der Begleitung eines professionellen Coaches bedurfte. Ich stand vor einer weitreichenden Entscheidung: Ich sollte von einem mittelständischen Unternehmen in einen Großkonzern wechseln. Ich hatte das Gefühl, einen Golfball gegen einen Medizinball einzutauschen. Ich stieß somit auf Frau Dr. Danis, deren Fachkompetenz genau auf meine damaligen Bedürfnisse passte. Ich kann nur jeder und jedem empfehlen, sich in derartig schwierigen Veränderungen von einem Coach begleiten zu lassen. Es ist nicht zu unterschätzen, dass positive Nachrichten genauso aus der Komfortzone herausreißen wie negative. Entscheidend ist der erste Termin, im Zuge dessen sich herausstellt, ob Coach und Coachee zusammenpassen. Wir haben nahezu 18 Monate zusammengearbeitet und ich empfand das Coaching ähnlich einer Starthilfe – es ging vielfach leichter, sich die richtigen Fragen zu stellen und darauf die passenden Antworten zu finden. Abgesehen davon lernt man immer wieder etwas Neues über sich selbst.
Jede Führungskraft, die sich ihrer Vorbildwirkung bewusst ist, und jeder Mensch ganz generell, der an der Wahrnehmung seines Umfeldes interessiert ist, sollte sich – zumindest für eine Zeit – coachen lassen. Schließlich steckt doch in jeder/m der Wunsch, ein besserer Mensch zu werden.
Mag.a Alexandra Reinagl
Geschäftsführerin der Wiener Linien
Oktober 2014
Claudia Maurer und Shi Xing Mi, Shaolin
Coaching ist ein Entwicklungsprozess, in dem ein Coach seinem Cochee/Klienten auf seiner Reise zu seinem beruflichen oder privaten Lebensziel begleitet.
Für Agata Danis haben Menschen die Freiheit, Überzeugungen, Wahrnehmungen und Gefühle zu ändern, dabei ist sie ein kompetenter Wegbegleiter.
In diesem Prozess ist der Weg, um neue Lösungen zu entdecken, von Bedeutung. Oftmals ist er verbunden mit nachhaltigen Veränderungen, bei denen innere Blockaden, Konditionierungen, Gedankenfallen bewusst überwunden oder akzeptiert werden müssen.
Das Buch nimmt die Scheu vor einem Coaching, denn ein Coach ist wie ein Sparringspartner, er trainiert ziel- und lösungsorientiert. Die Autorin stellt Coaching-Übungen vor und gibt einen Einblick hinter die Kulisse einer Coachingstunde.
„Der Mensch funktioniert nicht, der Mensch lebt“ ist die Botschaft von Agata Danis.
Der Leser erfährt viel aus dem Reichtum ihrer beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit dem Umgang mit Herausforderungen, Lebenskrisen und Veränderungen.
Es ist heute enorm wichtig, im Arbeitsalltag gelassen auf Herausforderungen und Stresssituationen zu reagieren, auf diesem Gebiet arbeiten auch wir als Trainerteam seit vielen Jahren in unseren Seminaren „Business meets Spirit“ in denen wir ein Denk- und Handlungskonzept vermitteln, das auf der jahrtausendalten Weisheit der Shaolin Mönche, verbunden mit innovativen Coachingtools, basiert.
„Mein innerer Wolf“ von Agata Danis ist ein brillantes Buch, zum Thema Achtsamkeit und qualifiziertes Coaching, das wir mit großem Interesse gelesen haben und auch erfolgreichen Managern und Führungskräften als Lektüre sehr empfehlen.
Claudia Maurer und Shi Xing Mi, Shaolin – Autoren von „Gib nicht ALLES, gib das RICHTIGE, Shaolinstrategien für Manager“
November 2014
Einleitung
Wir leben in einer Welt, in der hoher Wettbewerbsdruck und massive Erwartungshaltungen zum Alltag gehören. Auf der rationalen Ebene sind logisch-analytisches und wirtschaftliches Denken und schnelle Entscheidungsfindung unerlässlich. Auf der emotionalen Ebene brauchen wir Stressresistenz, Gelassenheit und Überzeugungskraft. Wie soll das gehen?
In der westlichen Kultur wird die Zukunft durchgeplant. Ungewissheiten werden so weit wie möglich minimiert. Dies geschieht, weil wir Angst vor dem Unbekannten und Unvorhersehbaren haben. Aber auch durch strukturiertes Vorausdenken können wir nicht sämtliche Ängste eliminieren. Deshalb haben wir Strategien entwickelt, um mit diesen Gefühlen umzugehen.
Wir unterdrücken Angst und Unzufriedenheit, um weiterhin funktionieren zu können. Das Problem dabei ist, dass sich Gefühle nicht selektiv betäuben lassen. Gemeinsam mit den Ängsten, Verletzungen und Enttäuschungen verlieren wir leider oft auch die Wahrnehmung für unsere positiven Gefühle wie Lebensfreude, Kreativität und Vitalität. Wenn man länger in diesem unterdrückten Zustand agiert, schwinden der Glaube an sich selbst und die Lebenskraft.
Durch ständiges Grübeln über die Ereignisse in der Vergangenheit oder Zukunft gönnen wir unserem Geist keine Ruhepause. Wir haben es nicht gelernt unser „Kopfkino“ auszuschalten. Wir erledigen unsere Aufgaben automatisch, laufen oft auf Autopilot wie Roboter und merken nicht einmal, dass wir die Gegenwart, das „Hier und Jetzt“, nicht bewusst erleben. Wo bleibt unsere Selbstwirksamkeit, Präsenz und Lebensfreude?
Man muss deshalb verstehen: Der Mensch funktioniert nicht – der Mensch lebt! Er lebt ein buntes Leben, mit Höhen und Tiefen. Coaching bietet eine Möglichkeit, das zu begreifen, die inneren Blockaden zu erkennen, die Selbstwahrnehmung zu aktivieren und eine positive Zukunftsvision zu erarbeiten.
Im Leben dreht sich meistens alles um Liebe, Gesundheit und Erfolg – und darum geht es auch in meinen Geschichten. Die Klienten und Klientinnen, von denen ich erzähle, stehen stellvertretend für uns alle. Sie werden sich in diesen Geschichten sicherlich auch wiederfinden, weil es um Fragen der beruflichen Herausforderungen geht, um Liebeskummer, Gesundheit, darum, Erfolg und Erfüllung zu verbinden, Lebensfreude zu finden, mit Veränderungen im Leben umgehen zu können.
In zehn authentischen Geschichten aus meinem Coaching-Alltag zeige ich, wie man berufliche und private Krisensituationen bewältigen kann und wie meine Art zu Coachen funktioniert. Die Coachees haben die Möglichkeit und die Freiheit ihre Überzeugungen, Wahrnehmungen und Gefühle zu ändern; ich bin der Wegbegleiter.
In den Geschichten zeige ich Wege aus dem Gefühlschaos nach dem Motto „From Misery to Majesty“. Anhand der Fallbeispiele erfahren Sie, wie Sie:
• in Achtsamkeit leben können, was Achtsamkeit bewirkt
• Ihre Gedanken und Gefühle bewusst wahrnehmen
• Ihre alten Konditionierungen, Gedankenfallen loslassen, den eigenen Weg finden können
• eine positive Zukunftsvision erarbeiten
• mit Veränderungen umgehen können
• Ihr Selbstwertgefühl stärken
• Erfolg und Erfüllung verbinden
Meine Krankheit und vor allem mein Weg zur Genesung, die ich in der Geschichte „Mein innerer Wolf“ erzähle, hat mich geprägt und meinen Zugang zur Problemlösung sehr verändert. Ich habe es mit Hilfe der Achtsamkeitsübung gelernt, mein „Kopfkino“, das ständige Grübeln und Nachdenken, auszuschalten.
Jon Kabat-Zinn, der Entwickler der weltweit bekannten Methode „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (MBSR), definiert Achtsamkeit als „eine bestimmte Form von Aufmerksamkeit, die sich auf den gegenwärtigen Augenblick bezieht und diesem, ohne zu werten, gegenübersteht“. (Kabat-Zinn, 2009; 18)
Mit der Achtsamkeitsübung habe ich für mich einen Weg gefunden auch in Krisensituationen ruhiger und gelassener zu werden. Während der Meditation konnte ich beobachten, wie meine Gedanken entstehen. Ich habe erfahren, wie befreiend es ist, wenn man den eigenen Gedanken und Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern sie einfach lenken kann, statt sich lenken zu lassen. Wenn wir leidvolle Gefühle wie Angst, Verzweiflung, Trauer erleben, haben wir das Potenzial und die Freiheit diese Gefühle bewusst wahrzunehmen und loszulassen. „Üben wir Achtsamkeit, lassen wir die Gedanken los. Wir öffnen uns dem Wohlbefinden. Wir halten nicht länger fest, sondern treten ein in den Strom aus klarer Energie.“ (Han Shan, 2011; 185)
Als systemischer Coach bin ich ziel- und lösungsorientiert, aber in mein Coaching fließen auch Entspannungstechniken wie die Achtsamkeits-Übung, Meditation, Hypnotherapie oder aktive Imagination ein.
Durch das Praktizieren der Achtsamkeitsmethoden haben sich meine soziale Kompetenz, Intuition, Empathie und die Beziehungs- und Prozessqualität zwischen mir und meinen KlientInnen vertieft. „Die Coach-Klient-Beziehung ist erwiesenermaßen ein, wenn nicht „der“ zentrale Wirkfaktor im Coaching. Eine geschulte und aktiv praktizierte Achtsamkeit fördert die Beziehungsqualität und hat gleichzeitig Modellfunktion für den Klienten. Ist ein Coach bereit, Achtsamkeitsmethoden als weit mehr als Entspannungstools zu betrachten, begibt er sich selbst auf einen herausfordernden Entwicklungsweg. Ein Weg, der beim Coach selbst zur Stärkung persönlicher und fachlicher Ressourcen führt.“ (Goldstein & von Schumann, Coaching-Newsletter von Christopher Rauen, 2014–04; Achtsamkeit im Coaching – Teil 2)
Es ist faszinierend zu erleben, wenn während der Coaching-Gespräche ein kleiner Anstoß ausreicht, dass sich Coachees aus vermeintlich hoffnungslosen Situationen befreien. Ich muss sie manchmal nur bis zur nächsten Kurve begleiten und sie sehen den Weg wieder vor sich. Viele dieser Geschichten sind es wert, aufgeschrieben zu werden, denn sie können anderen Menschen in ähnlichen Situationen Hoffnung und Hilfe geben.
Ich unterstütze meine Klienten und Klientinnen dabei:
• ihre Gedanken und Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern wahrzunehmen und sich dabei nicht in leidvollen Gefühlen zu verlieren
• sich ihrer inneren Blockaden, Konditionierungen, Gedankenfallen, Vorlieben oder Abneigungen bewusst zu werden
• alles, was sie in ihrer Entwicklung hindert, loslassen zu können
• mit Hilfe von Achtsamkeit ihre emotionale Intelligenz zu verbessern
• Gelassenheit, Lebensfreude, Glück und Kreativität zu leben.
Das Buch bietet praktikable Lösungen für Probleme im Berufsalltag und im Privatleben. Es nimmt die Scheu vor Coaching, weil es konkrete Fälle aufzeigt, Coaching-Übungen vorstellt und damit einen Blick hinter die Kulissen einer Coachingstunde bietet. Darüber hinaus gibt das Buch Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Geschichten sind authentisch aus meinem Coaching-Alltag. Alle Angaben sind so verändert, dass die Menschen nicht wiederzuerkennen sind und ihre Anonymität gewahrt bleibt. Meine Klienten und Klientinnen waren mit der Publikation in dieser veränderten Form einverstanden.
Zwei Punkte waren mir beim Schreiben besonders wichtig:
• An Beispielen zeigen, wie man aus verschiedenen Lebenskrisen und Herausforderungen lernen und als Gewinner hervorgehen kann.
• Aufmerksam machen, dass mit einem „Mehr“ an Achtsamkeit, emotionaler Intelligenz, Empathie und Selbstwahrnehmung das Leben wesentlich lebenswerter wird.
Ich wünsche Ihnen viel Lesevergnügen bei den Coaching-Geschichten, viel Erfolg bei der Durchführung der Übungen und ein Leben voller Lebensfreude!
Ihre Agata Danis
Eigencoaching über die Gesundheit
Die zwei Wölfe (Indianische Geschichte) Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt. Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen. Einer ist böse. Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lüge, der falsche Stolz und das Ego.Der andere ist gut. Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.“ Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“ Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“
(Quelle unbekannt)
Mein innerer Wolf
Im Mai 2013 hatte ich eine Gallenblasen-Operation, nach der es mir gleich im Anschluss sehr gut ging. Zwei Wochen später, als ich meine Operation daher schon fast vergessen hatte, rief mich eine Ärztin aus dem Krankenhaus an und teilte mir mit, dass der pathologische Befund meiner Gallenblase ein follikuläres Lymphom in der Gallenblasenwand ergeben hätte.
Eigentlich hätte es damals ein schöner Tag und eine besonders schöne Woche werden sollen. Denn mein älterer Sohn, der seit einem Jahr in den USA lebt, kam an diesem Tag in Wien an. Ich hatte mich auf seinen Besuch sehr gefreut. Leider verlief dann alles anders als geplant. Das Erste, was er hier erlebte, war dieser Anruf. Danach googelte er sofort den Begriff follikuläres Lymphom und wurde ganz blass und still. Seinem Gesichtsausdruck war abzulesen, dass es nichts Gutes bedeuten konnte. Es bedeutet tatsächlich nichts Gutes: Es ist Krebs, der in vier Stufen verläuft. Stadium drei und vier sind nicht mehr heilbar.
Ich war wie gelähmt. Wie schützt man seine Kinder vor solchen Nachrichten? Wie sage ich es meinem jüngeren Sohn? Wie werden sie mit meiner Krankheit umgehen? Wie werde ich damit umgehen?
Und überhaupt, was tut man, wenn man erfährt, dass man in seinem Körper ein bösartiges Geschwür hatte, das nur durch Zufall gerade entfernt werden konnte? Ist es eine gute Nachricht? Weil ich es nicht mehr habe? Oder ist es eine schlechte Nachricht? Habe ich es vielleicht schon überall?
Ich kann mich nicht mehr ganz genau an mein Telefongespräch mit meiner Ärztin erinnern, ich weiß aber noch, dass ich zu ihr sagte: „Ich entscheide mich für das Best-Case-Szenario, der Chirurg hat die Gallenblase entfernt und damit alles rausgeschnitten.“
Aber war es tatsächlich so? Es folgten Tage der Unsicherheit, das Warten auf verschiedene Untersuchungen und dann auf die Ergebnisse.
Was kann ein Coach in so einem Fall tun? Eigencoaching!
