Mein kleiner Stadtgarten - Silvia Appel - E-Book

Mein kleiner Stadtgarten E-Book

Silvia Appel

0,0
8,49 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Verwandeln Sie triste Grünstreifen in bunte Blumenwiesen, den eigenen Innenhof in einen gemütlichen Nachbarschaftsgarten oder Abstellflächen in kleine Oasen! Mit frischen Ideen zur Gestaltung und vielen Tipps aus eigener Erfahrung macht Garten-Bloggerin Silvia Appel Sie in null Komma nichts zum Stadtgärtner. Und das beste daran: Urban Gardening steckt an! Mit einem Parkplatz nur für Blumen, grünen Fassaden oder einem üppig bepflanzten Hauseingang steigern Sie nämlich nicht nur Ihre eigene Lebensqualität, sondern inspirieren auch andere dazu, Ihren gemeinsamen Lebensraum ein bisschen grüner zu machen. Lassen Sie sich begeistern und fangen Sie an – am besten direkt vor der eigenen Haustür!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 68

Veröffentlichungsjahr: 2019

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Silvia Appel

Garten Fräulein

MEIN KLEINER

STADTGARTEN

Grünes für Vorgarten, Hinterhof, Balkon und Handtuchgarten

Vorwort

DER DUFT VON MEDITERRANEN KRÄUTERN, der Ihnen auf dem Weg zur Arbeit um die Nase weht, eine leuchtend-bunte Blumenpracht auf dem Grünstreifen entlang der Hauptstraße, die Sie täglich befahren, und frisch geerntete Tomaten auf dem Tisch – um Sie herum ist alles grün! Das klingt eher nach idyllischem Landleben als nach grauer Großstadt? Dass diese grüne Idee keine Utopie bleiben muss und in manchen Städten sogar schon zur Realität geworden ist, möchte ich Ihnen in diesem Buch zeigen.

Zwischen Beton und Asphalt kann durch ein paar kleine Veränderungen im Handumdrehen ein urbaner Dschungel entstehen. Die Sehnsucht nach Rückzugsorten, Ruhe, Entspannung und mehr Gemeinschaft lässt sich durch vielfältige Urban-Gardening-Aktivitäten auf einfache Weise umsetzen. Gärtnern auf der Baumscheibe, im Innenhof oder auf dem Balkon, im Gemeinschafts- oder Schrebergarten – alles ist möglich.

Jede Menge Inspirationen und einfache Bastelanleitungen für tolle DIY-Projekte werden Sie für das urbane Gärtnern begeistern. Ganz gleich, ob Sie passionierter Hobbygärtner oder blutiger Anfänger sind – jeder ist willkommen! Das Schönste am Urban Gardening ist, dass dabei die unterschiedlichsten Menschen zusammenfinden und gemeinsam das Stadtbild, das Klima und ihr eigenes Leben verändern.

Lassen Sie sich von den vielseitigen Ideen und Möglichkeiten anstecken! Wagen Sie das Abenteuer Stadtgarten, selbst wenn es zunächst nur mit einem Kräutertopf auf dem Fensterbrett beginnt! Jedes Kraut zählt auf dem Weg zur grünen Stadt!

Inhalt

Vorwort

Die Stadtgarten–Basics

Sehnsucht nach Grün statt Grau

Die grünen Grundsteine

Erde und Mulch

Durstige Stadtbewohner

Kreative Wohnräume für Citypflänzchen

Schutzmaßnahmen – save me

Vogelschreck-Mobile

Gärtnern direkt am Haus

Begrünte Häuser

Ein grünes Willkommen

Vor der Tür …

… und vor dem Fenster

Die grüne Mitte – der Innenhof

Was hängt denn da? Vertikale Beete

Die Wand lebt: grüne Fassaden

Ein Parkplatz nur für Blumen

Hoch hinaus – das Dach als grüne Oase

Das grüne Zimmer im Freien

Provence-Feeling

Ein grünes Reich – der eigene Garten

Vogeltränke

Gärtnern im öffentlichen Raum

Nicht nur für Aktivisten

Baumscheiben

Grünstreifen und Verkehrsinseln

Parking Day

Grüne Hingucker

Samenbomben

Gärtnern in der Gemeinschaft

Mehr Spaß im Team

Im urbanen Gemeinschaftsgarten

Interkulturelle Gärten

Auf dem Acker

Im Schrebergarten

Vogelhäuschen

Die Stadtpflanzen

Die richtige Pflanze für jeden Bereich

Blumige Grüße

Kletterkünstler

Grünes fürs Dach und für kreative Gefäße

Essbares für Beete, Kübel und Kisten

Mediterrane Kräuterträume

Die Stadt als Garten entdecken

Der Garten ist überall

Ab in den Park

Cafés und Läden

Pflanztöpfe aus Beton

Stadtfriedhof

Grüne Ecken mit Essbarem

Service

Zum Weiterlesen

Die Autorin

Bildnachweis

Impressum

Die Stadtgarten–Basics

Es gibt nichts, was sich nicht bepflanzen lässt – selbst ein ausgedienter Kassettenrekorder wird zum Hingucker.

Sehnsucht nach Grün statt Grau

DIE SEHNSUCHT DER STADTBEWOHNER NACH ETWAS GRÜN scheint voller Widersprüche zu sein. Immer mehr Menschen zieht es in die Städte, während die ländlichen Regionen zunehmend mit Strukturproblemen zu kämpfen haben. Auf der einen Seite wird das Landleben regelrecht glorifiziert, man träumt von einem eigenen Bauernhaus, der eigenen Ernte, von Natur und Weite, auf der anderen Seite schätzt man es aber auch, die komplette Infrastruktur im Alltag in unmittelbarer Nähe zu haben. Um alles unter einen Hut zu bekommen, gibt es immer mehr Menschen, die sich das Land einfach in die Stadt holen. Dabei wird viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, auf ökologische Herkunft der Lebensmittel und auf Achtsamkeit im Umgang mit den wertvollen Ressourcen. Grüner und gesünder sollen die Metropolen werden, das Grau soll natürlichen bunten Oasen weichen.

Ein großer Trend, der diesem Bedürfnis entsprungen ist, zunehmend Verbreitung findet und die großen Städte zukünftig stark und nachhaltig verändern wird, heißt „Urban Gardening“ – Gärtnern in der Stadt. Die Sehnsucht nach Grün statt Grau findet immer mehr Anhänger, die – einzeln oder im Zusammenschluss mit anderen – im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas verändern wollen. Diese grünen Pioniere sind es, die für die besonderen Ecken zwischen den Häuserschluchten sorgen. Jede Blume am Straßenrand und jeder bunt bepflanzte Balkon ist ein Schritt auf dem Weg zu einer grünen Stadt!

Leere Konservendosen lassen sich als originelle Pflanzgefäße weiterverwenden.

Die grünen Grundsteine

WER SICH IN DER STADT ALS HOBBYGÄRTNER VERSUCHEN MÖCHTE, sollte im Vorfeld ein paar Kleinigkeiten beachten. Direkt auf dem Grünstreifen vor dem Haus oder im Gemeinschaftsbeet im Innenhof Gemüse zu kultivieren, setzt ein paar andere Garten-Basics voraus, als man sie für den Anbau im herkömmlichen Gartenbeet braucht. Was gilt es alles zu beachten, wenn man beim Gärtnern nicht die altbekannten Wege beschreiten will? Ein paar rechtliche Dinge im Blick zu haben, kann nicht schaden – schließlich ist nicht alles erlaubt, nur weil man die Stadt mit etwas Grün ein bisschen schöner macht. Aber auch so essenzielle Dinge wie das Vorhandensein eines Wasseranschlusses sind im Vorfeld zu prüfen. Das mag zunächst etwas langweilig und banal klingen, sollte aber einen ambitionierten Gärtner nicht abschrecken. Am besten ist es, sich im Vorfeld bei einem Stadtspaziergang inspirieren zu lassen und sich Ratschläge und Erfahrungsberichte von anderen Stadtgärtnern oder einer etablierten Urban-Gardening-Gruppe in der Umgebung zu holen. Solche Initiativen geben in der Regel gern ihre Erfahrungen an andere Hobbygärtner weiter.

Mehr als ein paar Töpfe braucht es nicht, um mit dem Garten in der Stadt zu starten.

Mulch hat den Vorteil, dass das Gießwasser länger in der Erde gespeichert werden kann.

Mit der richtigen Erde gedeiht fast alles im Stadtgarten.

Erde und Mulch

SELBST WER DAS GLÜCK HAT, EIN EIGENES BEET ZU BESITZEN, braucht über kurz oder lang frische Erde. Auf einem ausgezehrten Boden im Vorgarten sorgt eine Schicht frischen Komposts gleich für schnelleres Wachstum. Die Baumscheibe braucht ebenfalls erst einmal eine Frischekur aus nährstoffreichem Substrat, und die dekorativen Kübel und Kästen müssen sowieso gefüllt werden. Also auf ins Gartencenter! Dort hat man die Qual der Wahl, denn das Angebot an unterschiedlichen Erden ist riesig. Am besten nimmt man eine Bio-Universalerde, dazu etwas Komposterde und Rindenmulch, um das Bodenleben zu verbessern und dem schnellen Austrocknen vorzubeugen. Gerade an solchen Stellen, die nicht häufig gegossen werden können, kann Mulchen wahre Wunder bewirken, denn das Wasser verdunstet unter einer Mulchschicht nicht so schnell und kann länger im Boden gespeichert werden. Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, im städtischen Kompostwerk einen Anhänger voll Erde aufladen zu lassen. Vor allem für große Flächen oder das Befüllen von Hochbeeten bietet sich diese Variante an.

Mein Tipp

Hin und wieder braucht man etwas mehr Substrat – und das ist nicht immer günstig, denn gute Erde hat ihren Preis. Manchmal lassen sich Kosten einsparen, wenn man direkt bei einem Erdenhändler nach einer Lieferung fragt.

Gießen, gießen und nochmals gießen lautet das Motto im Stadtgarten.

Durstige Stadtbewohner

EINE REGENTONNE AUF DEM BALKON ODER DIREKT AUF DEM GRÜNSTREIFEN SIEHT MAN EHER SELTEN. Die große Herausforderung beim Citygärtnern ist die ausreichende Wasserversorgung. Mögliche Orte für einen neuen Garten sind schnell gefunden, doch ob dort auch eine regelmäßige und unkomplizierte Bewässerung gewährleistet werden kann, ist eine andere Frage. Im Kleingarten oder auf dem Balkon stellt die Wasserversorgung kein Problem dar. Beim Innenhof wird es da schon etwas schwieriger, denn wer hat schon Lust, die Gießkannen von den oberen Stockwerken hinunterzutragen! Hier sollte abgeklärt werden, ob man nicht im Außenbereich ein Wasseranschluss legen kann. Eine andere Möglichkeit wäre, sich mit den Nachbarn aus dem Erdgeschoss auf eine Lösung zu einigen. Ein Wasserzähler könnte hier hilfreich sein, oder aber man kommt überein, den Innenhof zusammen als Hausgemeinschaft zu bewirtschaften und die Ernte zu teilen.

Bei Flächen mitten in der Stadt, die nicht regelmäßig gegossen werden können, ist es grundsätzlich ratsam, auf Pflanzen zu setzen, denen Regenwasser ausreicht. Vor allem mediterrane Kräuter wie Lavendel oder Thymian schätzen die Trockenheit. Auch Zierpflanzen wie Hauswurze oder Mauerpfeffer mögen eher die trockenen Böden und wollen lieber weniger als zu viel gegossen werden. Wichtig ist es, nur Pflanzenarten gemeinsam in einem Topf zu ziehen, die auch ähnliche Ansprüche an die Wasser- und Nährstoffversorgung haben. Sonst entsteht schnell ein Ungleichgewicht, und ein Topfbewohner wird unglücklich. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass nur die Erde mit Wasser in Berührung kommt und die Pflanze selbst möglichst verschont bleibt. Die wenigsten Pflanzen mögen eine direkte Dusche, und noch dazu finden bestimmte Krankheiten (z.B. Pilze) auf feuchten Blättern einen guten Nährboden.