Mein Weg zu dir - Virginia Satir - E-Book

Mein Weg zu dir E-Book

Virginia Satir

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Beschreibung

Kontakte liebevoll gestalten

Je besser wir in Kontakt mit uns selbst sind und je klarer wir unsere Botschaften senden, umso offener sind wir für unser Gegenüber und können sicher sein, richtig verstanden zu werden.

Die renommierte Familientherapeutin Virginia Satir zeigt in ihrem erfolgreichen Buch, wie wir Kontakt zu anderen finden und diese Begegnungen liebevoll und befriedigend gestalten.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Inhaltsverzeichnis

EinleitungMein Weg zu dirMeine persönlichen Ziele Ich bin ich Die fünf Freiheiten Kongruenz Energie hat viele Gesichter Den Weg freiräumen Das Entdecken alter Regeln Das Leben mit Katastrophenerwartungen Meine Vergangenheit Das Kennenlernen unserer Reizworte Unsere Annahmen Was weiß ich von mir? Du besitzt bereits alles, was du brauchst Der Gebrauch der Sinne Die Bedeutung der Worte Für viele Menschen ist das Sprechen eine Gewohnheitssache ... Die meisten von uns sprechen Kurzschrift Unsere Kanäle Eine kleine Zusammenfassung Die fünf Freiheiten leben Danksagung Über die AutorinCopyright

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden!

Ich glaube, das größte Geschenk, das ich von jemandem bekommen kann, ist, dass er mich sieht, mir zuhört, mich versteht und mich berührt.

Das größte Geschenk, das ich einem anderen Menschen machen kann, ist, ihn zu sehen, ihm zuzuhören, ihn zu verstehen und ihn zu berühren. Wenn das gelingt, habe ich das Gefühl, dass wir uns wirklich begegnet sind.

Einleitung

Seit fünfzig Jahren reise ich durch die Welt. In dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit, tausenden von Menschen zu begegnen, die unterschiedlichste Lebenswege gegangen sind. Viele dieser Menschen kamen, weil sie Hilfe bei ihren Lebensproblemen suchten oder weil sie lernen wollten, wie sie anderen Menschen bei ihren Problemen helfen könnten. Oft wurde mir gesagt: »Virginia, du hast mir geholfen, so viel Gutes für mich selbst zu finden. Könntest du nicht einmal aufschreiben, wie du das gemacht hast?«

Nachdem ich dies nun so oft gehört habe, kann ich diese Bitte wohl nicht länger ignorieren. Ich fühle mich sehr geehrt durch diese Anerkennung. Gleichzeitig spüre ich eine Ehrfurcht vor der Unermesslichkeit dieser Aufgabe. Erinnerungen steigen auf an die vielen Stunden, Tage und Nächte, die ich mit Menschen verbracht habe. Damit sie die Veränderungen erreichen konnten, die sie sich wünschten, war es auch nötig, sie auf mögliche Risiken vorzubereiten. Ich erinnere mich an die Vorsicht und die Geduld, mit der ich vorgehen musste, um ihren Selbstwert im Verlauf des Prozesses nicht zu verletzen, während sie den Schmerz und die Unsicherheit erlebten, die oft zu Veränderungen dazugehören.

Ich weiß, dass Bücher keine Menschen ersetzen können. Gleichzeitig weiß ich aber auch, wie oft mir ein spezielles Buch zu einer ganz bestimmten Zeit, in der ich gerade in einer entsprechenden Stimmung war, neue Perspektiven eröffnet hat, aus denen sich dann für mich wieder Neues ergeben hat.

So einfach und direkt, wie ich dieses Buch geschrieben habe, mag es dem einen oder anderen vielleicht ähnlich gehen. Ich habe ein Gerüst aufgezeichnet, welches das enthält, was meiner Meinung nach für jeden von uns möglich sein könnte. Du als Leser magst es so ausschmücken, wie es für dich passt.

Virginia Satir

Alles, was ich hier anbiete, ist vor dem Hintergrund einer allgemein menschlichen Erfahrung zu verstehen. Wir alle kommen als Säugling zur Welt und stammen von einer bestimmten Frau und einem bestimmten Mann ab. Vom Augenblick der Geburt bis zum heutigen Tag hat jeder unzählige Erfahrungen gesammelt, die wir als unsere Vergangenheit mit uns herumtragen. Alles, was du bisher getan hast, hat im Prinzip funktioniert. Die Frage, die sich wiederholt stellt, ist: Welchen Preis hast du dafür bezahlt. Und: Könnte der Preis geringer sein?

Mein Weg zu dir

Kontakt herzustellen ist kein Spiel, bei dem es darum geht, deinen Standpunkt einmal durchzusetzen, um dann für den Rest des Lebens damit glücklich zu sein. Es ist vielmehr eine Möglichkeit, sich ehrlich mit menschlichen Problemen und Sorgen auseinander zu setzen und sie angemessen mitzuteilen. Dieser Weg bewahrt dir deine Integrität, fördert deine Selbstachtung und wird auf Dauer deine Beziehungen zu dir und zu anderen stärken.

Es ist eine lebenslange Suche, diese Art Weisheit zu entwickeln. Dazu brauchen wir viel Geduld. Selbsterkenntnis und Kontakt zu anderen sind die Schlüssel auf dieser Suche. Je besser der Kontakt zu uns selbst und zu anderen ist, desto eher fühlen wir uns geliebt und geschätzt, sind gesund und lernen, unsere Probleme noch zufriedenstellender zu lösen. Meinen Versuch, diese Ziele zu erreichen, habe ich in einem Gedicht »Meine persönlichen Ziele« ausgedrückt.

Meine persönlichen Ziele

Ich möchte dich lieben, ohne mich anzuklammern;Dich schätzen, ohne dich zu bewerten;Mit dir zusammen sein,ohne deine Grenzen zu verletzen;Dich einladen, ohne von dir zu fordern;Dich verlassen, ohne Schuldgefühle zu bekommen;Dich kritisieren, ohne anzuklagen;Dir helfen, ohne dich zu beleidigen.

Wenn ich das Gleiche auch von dir bekommen kann,dann können wir uns wirklich begegnenund uns gegenseitig bereichern.

Zu einer Begegnung gehören zwei Personen und drei Aspekte: jede Person im Kontakt mit sich selbst und beide im Kontakt miteinander.

Schauen wir uns einmal ein vertrautes Bild an.

Gesprochene Worte: Was hast du denn schon wieder?

Gedanken: Meine Güte, so niedergeschlagen, wie sie dreinschaut, habe ich wohl wieder irgendetwas falsch gemacht. Wenn sie mich wirklich lieb hätte, würde sie niemals so schauen ...

Gesprochene Worte: Nichts ...

Gedanken: Ich fühle mich miserabel. Ihm ist das ja wohl völlig egal. Wenn er mich wirklich lieben würde, wüsste er doch, was mit mir los ist, und bräuchte nicht zu fragen.

Was meinst du, wie es den beiden wohl in einer Stunde miteinander geht?

Diese gesprochenen Worte sind ein typisches Beispiel dafür, wie Kontakt zwischen zwei Menschen oft aussieht. Ich habe diesen Dialog auf meinen Reisen in allen Kulturen und Schichten beobachtet. Deshalb nehme ich an, dass dies ein universell verwendetes Kommunikationsmuster ist. Nicht, dass wir damit bereits geboren werden, es zeigt nur, was wir im Laufe der Zeit gelernt haben. Die Tatsache, dass wir diese Kommunikationsform gelernt haben, heißt aber auch, dass wir sie jederzeit verändern können. Die entscheidende Frage dabei ist, ob wir bereit sind, etwas Neues zu lernen.

Im ersten Bild enthalten die Worte wenig hilfreiche Informationen, sie wirken eher wie ein Angriff, und nicht wie ein hilfreicher Kontakt. Das dazugehörige Gefühl jeder Person scheint völlig anders zu sein als das, was sie sagt. Alle beide scheinen sich einsam zu fühlen, zurückgewiesen und hilflos, ohne allzu viel Hoffnung, dass sich daran etwas ändern wird.

ENDE DER LESEPROBE

Übersetzung aus dem Amerikanischen: Reinhild Rillig, München. Die Originalausgabe erschien unter dem Titel »Making Contact« bei Celestial Arts, Berkeley, California.

8. durchgesehene Auflage 2007 © 1976 by Virginia Satir © 1989 für die deutsche Ausgabe Kösel-Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH Umschlag: Kaselow Design, München Umschlagfoto: Mauritius Illustrationen: Mathias Hütter, Schwäbisch Gmünd

eISBN 978-3-641-17141-4

www.koesel.de

www.randomhouse.de