Meine Basenernährung - Imke Kleinert - E-Book

Meine Basenernährung E-Book

Imke Kleinert

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Beschreibung

In Balance mit basischer Ernährung!

Gemüse und Obst sind basisch und sehr gesund. Und wir sollten viel mehr davon essen als von sauer machenden Lebensmitteln wie Fleisch, Zucker, Weißmehl und Co. Wir wissen das, und doch fällt es schwer, es in die Tat umzusetzen. Mit diesem Buch gelingt der Einstieg ganz leicht, denn Ernährungscoach Imke Kleinert begleitet und motiviert mit ihren Erfahrungen und vielen praktischen Tipps.

  • Einsteigerwoche ruckzuck: Das 7-Tage-Programm mit mehr als 60 blitzschnellen Rezepten für alle, die einen kompakten Start in die Basenernährung möchten.
  • Umstellung light: Kleine Schritte statt alles umkrempeln. Von cremiger Matcha Latte bis gesunde Natursüße - es geht auch ohne Kaffee, Zucker und Co.
  • Schönheit pur: Essen Sie sich einfach schön! Lästige Zellulite bekommen Sie auch ohne exzessiven Sport in den Griff.

Für Ihr neues, leichtes Lebensgefühl.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 187

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Meine Basenernährung

Entdecke das neue Lebensgefühl voller Energie und Leichtigkeit

Imke Kleinert

1. Auflage 2018

Hallo und willkommen,

vielleicht geht es dir gerade ähnlich wie mir vor ein paar Jahren: Ich fühlte mich ständig schlapp und müde, selbst wenn ich ausreichend geschlafen hatte. Auch versuchte ich mein früheres Wohlfühlgewicht wiederzuerlangen, wofür mir kurzfristige Diäten aber nicht der richtige Weg schienen. Möchtest du schon länger gesünder und bewusster leben, aber du kriegst langfristig die Kurve einfach nicht? Glaub mir, es ging mir genauso. Und heute fühle ich mich so wohl und ausgeglichen wie nie zuvor. Denn seit einigen Jahren esse ich basenreich und die Ernährungsumstellung hatte nicht nur Auswirkungen auf meinen Körper, sondern auch auf meine Stimmung und meine innere Ausgeglichenheit. Nebenbei hat sich mein Hautbild verbessert, Haare und Fingernägel sind kräftiger geworden und ich habe an den richtigen Stellen abgenommen.

Auch wenn ich jetzt meinen Weg gefunden habe, gibt es trotzdem immer wieder Ausnahmen. Aber sie kommen sehr viel seltener vor als früher. Denn im Laufe der Umstellung verändert sich das Verlangen, und was früher unverzichtbarer Bestandteil meiner Ernährung war, hat für mich heute weitaus weniger Reiz.

In diesem Buch möchte ich meine Erfahrungen mit einer basenreichen Ernährung mit dir teilen, die mir so viel Leichtigkeit und neue Energie gebracht hat. Ich bin sicher, dass es dir bald ebenso ergehen wird! Und was die Umstellung angeht, so kannst du unbesorgt sein: Denn ich ernähre mich nicht rein basisch, sondern mit überwiegend basenreichen Lebensmitteln.

Die basische Ernährung ist heute eine Säule meines Lebens und ein wichtiger Baustein, den ich nicht mehr missen möchte. Da es im Leben jedoch immer um Ausgleich geht, gehören Themen wie Bewegung und Entspannung ebenfalls zu einer basischen Lebensweise. Daher bekommst du auch Empfehlungen für basische Körperpflege und mehr Achtsamkeit im Alltag. Diese Tipps helfen dir, in ein ausgeglicheneres Leben reinzukommen und, wenn du willst, auch dabeizubleiben. Ich freue mich, dich dabei begleiten zu dürfen.

Köln, im November 2017

Imke Kleinert

Inhaltsverzeichnis

Hallo und willkommen,

Teil I Die basische Welt entdecken

1 Basenernährung – die Basics

1.1 Wie es mir erging

1.1.1 Mehr Leichtigkeit, mehr Energie

1.1.2 Gute Laune kommt aus dem Bauch

1.2 Saure und basische Lebensmittel

1.2.1 Im Labyrinth der Basentabellen

1.2.2 Lebensmitteleinteilung für Einsteiger

1.3 Die fünf wesentlichen Säurebildner

1.3.1 1. Zucker

1.3.2 2. Weizen, konventionelles Getreide

1.3.3 3. Tierische Produkte

1.3.4 4. Kaffee, Alkohol und Softgetränke

1.3.5 5. Industriell verarbeitete Produkte mit Zusatzstoffen

1.3.6 Säurebildner durch unsere Lebensweise

1.4 Deine ersten Schritte in Richtung basisch

1.4.1 Was wird sich verändern?

1.5 Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße – alles erlaubt

1.5.1 Fette in der basenreichen Ernährung

1.5.2 Kohlenhydrate

1.5.3 Eiweiße

Teil II Wie die Umstellung funktioniert

2 Anfangen, aber wie?

2.1 Dein bisheriger saurer Alltag

2.1.1 Ein Teufelskreis – das Verlangen nach mehr

2.1.2 Zu wenig Bewegung und Stress machen sauer

2.1.3 Körperpflege mit chemischen Zusatzstoffen

2.2 Dein basischer Alltag

2.3 Basisch fit durch den Tag

2.3.1 Morgens

2.3.2 Mittags und nachmittags

2.3.3 Abends

2.3.4 Basisch im Büro und unterwegs

2.3.5 Auswärts essen? Kein Problem!

2.3.6 Lass dir Zeit

2.4 Bewegung hilft bei der Entgiftung

2.4.1 Körpertraining

2.4.2 Konditionstraining

2.5 Basische Körperpflege und Anwendungen

2.5.1 Basische Pflegeprodukte leiten Säuren aus

2.5.2 Basenbäder helfen auch beim Abnehmen

2.6 Vorbereitungen und Einkauf

2.6.1 Saisonales Obst und Gemüse

2.6.2 Obst und Gemüse in Bio-Qualität

2.6.3 Basische Vorräte

2.6.4 Ratzfatz zubereiten mit den besten Küchenhelfern

2.6.5 Wo findest du deine basenreichen Lebensmittel?

2.6.6 Was du beim Einkaufen beachten solltest

2.7 Basenreiche Lebensmittel von A bis Z

2.7.1 Buchweizenbrot und Brote aus Keimlingen

2.7.2 Brotaufstrich

2.7.3 Erdmandeln

2.7.4 Getränke

2.7.5 Gewürze

2.7.6 Ghee

2.7.7 Glutenfreie Pflanzen

2.7.8 Lupinen

2.7.9 Nudeln

2.7.10 Nussmus

2.7.11 Overnight Oats

2.7.12 Pflanzengranulat

2.7.13 Pfeilwurzelstärke

2.7.14 Snackriegel oder auch Energieriegel

2.8 Süßigkeiten und Knabbereien

2.8.1 Chips

2.8.2 Eis

2.8.3 Kokoskugeln oder Energieriegel

2.9 Superfoods – Energiespender

2.9.1 Brokkoli

2.9.2 Gerstengras

2.9.3 Hagebutte

2.9.4 Wildpflanzen

2.9.5 Chia-Samen

2.9.6 Goji- und Acai-Beeren

2.10 Basenreiche Alternativen auf einen Blick

Teil III Die Einsteigerwoche

3 Sieben basenreiche Tage

3.1 Meine Basenwoche: Rezepte und Tipps

3.1.1 Tag 1

3.1.2 Tag 2

3.1.3 Tag 3

3.1.4 Tag 4

3.1.5 Tag 5

3.1.6 Tag 6

3.1.7 Tag 7

3.1.8 Hinweise zu den Rezepten

3.2 Frühstücksrezepte

3.3 Rezepte für mittags und abends

3.4 Rezepte für Snacks

3.5 Eine Alternative: Einstieg »light« über einen Monat

3.5.1 Erste Woche

3.5.2 Zweite Woche

3.5.3 Dritte Woche

3.5.4 Vierte Woche

3.6 Einstieg »light« über eine Woche

3.6.1 Tag 1

3.6.2 Tag 2

3.6.3 Tag 3

3.6.4 Tag 4

3.6.5 Tag 5

3.6.6 Tag 6

3.6.7 Tag 7

Teil IV Basisch fit und schön

4 Beauty und Entspannung durch basische Körperpflege

4.1 Hautprobleme und ihre Ursachen

4.1.1 Falsche Ernährung und Stress können unserer Haut schaden

4.1.2 Entgiftung von innen erfordert etwas Geduld

4.1.3 Wie gehst du am besten vor?

4.1.4 Was hilft dir, deinen Darm aufzubauen?

4.2 Iss dich schön

4.2.1 Vitamin C

4.2.2 Silizium

4.2.3 OPC aus Traubenkernextrakt

4.3 Schönheit kommt von innen

4.3.1 Schönes Haar

4.4 Schönheitsbooster – die Top Five

4.4.1 Avocado

4.4.2 Banane

4.4.3 Leinsamen

4.4.4 Ackerschachtelhalm (Zinnkraut)

4.4.5 Roher Kakao

4.5 Wie wichtig ist das Deo?

4.5.1 Stress und falsche Ernährung bringen uns ins Schwitzen

4.6 Spezialbäder befreien von Säuren

4.7 Gesichts- und Körperpflege

4.7.1 Kokosöl

4.7.2 Sheabutter

4.7.3 Reines Aloe-Vera-Gel

4.7.4 Kernseife und Naturseifen

4.7.5 Heilerde

4.7.6 Rizinusöl

4.8 Die drei Säulen der Säure-Basen-Balance

Autorenvorstellung

Sachverzeichnis

Impressum

Teil I Die basische Welt entdecken

1 Basenernährung – die Basics

Du willst endlich etwas für dich tun – dich gesünder ernähren, dich fit und attraktiv fühlen? Der Weg dahin ist ganz leicht, wenn du auf eine gute Säure-Basen-Balance achtest.

1 Basenernährung – die Basics

Zeit für einen Neustart! Doch bevor du anfängst, solltest du dich zunächst mit ein paar nützlichen Informationen zu einem basischen Lebensstil vertraut machen.

Um dir zunächst einen kleinen Einblick und ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie es um die Säure-Basen-Balance in deinem Leben bestellt ist, habe ich auf Seite 11 ein paar Fragen zu möglichen Säurebildnern in deinem Alltag zusammengestellt – das können Nahrungsmittel sein oder auch Lebensumstände, die zu Säurebildung in deinem Körper führen. Mir selbst war früher gar nicht bewusst, dass nicht nur durch Joghurt, tierische Milch in meinem Müsli oder Parmesan im Salat, sondern auch infolge von Stress sowie durch die Anwendung industriell hergestellter Kosmetikprodukte eine erhebliche Menge an Säurebildnern und Giften in meinem Alltag vorkam.

Wir alle kennen es: Phasen oder Momente in unserem Leben, in denen wir richtig »sauer« sind oder uns einfach »ausgelaugt« fühlen. Diese so dahingesagten Redewendungen können ganz konkret auf einen gestörten Säure-Basen-Haushalt, auf das Fehlen von Basen bzw. Mineralien hinweisen – was letztlich die Ursache dafür sein kann, dass du gereizt bist, dich erschöpft und müde fühlst oder unter dem ein oder anderen im Fragebogen angeführten Symptom leidest. Sollten diese Symptome in ausgeprägter Form bei dir auftreten, ist es natürlich ratsam, dass du dich an deinen Arzt oder Heilpraktiker wendest. Denn bei schwereren gesundheitlichen Problemen reicht eine Ernährungsumstellung nicht aus. Zudem empfehle ich dir grundsätzlich, alle Maßnahmen, die du im Zuge deiner Ernährungsumstellung vornehmen möchtest, zunächst mit deinem Arzt oder Heilpraktiker zu besprechen.

1.1 Wie es mir erging

Vor vielen Jahren hatte ich nicht nur mit allgemeiner Abgeschlagenheit zu tun, sondern auch mit Hautproblemen und leichtem Übergewicht. Die Fettpölsterchen an Hüften und Bauch wurde ich einfach nicht los – vielleicht kennst du das ja. Aber was hat das nun mit der basischen Ernährung zu tun? Ganz einfach: Dein Körper nutzt einerseits Basen zur Neutralisation der Säuren, andererseits lagert er Wasser und Fett ein, um Säuren zu binden bzw. zu verdünnen und damit unschädlich zu machen – wir nehmen zu. Wassereinlagerungen und Übergewicht sind nur zwei der harmloseren Folgen von zu vielen Säuren. Und solange unser Körper mit dieser Übersäuerung zu kämpfen hat, wird er Fett und Wasser nicht freigeben und wir bleiben auf unseren überflüssigen Pfunden sitzen.

Oftmals werden dann verbissen Kalorien gezählt oder exzessive Sporteinheiten in einen Diätplan integriert, statt dem Körper durch basische Ernährung, angemessene Bewegung und entspannte basische Bäder das Abnehmen zu erleichtern. Die meisten Diäten und Abnehmprogramme sind einseitig (z. B. Kohlsuppendiät, FdH, extrem viel Sport) und setzen nicht bei den eigentlichen Ursachen des Übergewichts an. Trotz Kalorienreduktion oder viel Sport nehmen viele an ihren Problemzonen nicht ab. Eingelagerte Schlacken (neutralisierte Säuren), die z. B. zu Cellulite an Oberschenkeln führen können, wirst du nur schwer mit einer Kalorienreduktion verringern und ungeliebte Pölsterchen werden mit exzessiven Sporteinheiten nicht vollends verschwinden. Gerade auch bei zu viel Sport entstehen im Körper zusätzlich Säuren. Auch ist eine sehr eiweißreiche, d. h. säurelastige Ernährung mit viel Joghurt, Fleisch, Käse und Quark eher kontraproduktiv und kann sich äußerlich in Form eines schlechten Hautbildes und durch Cellulite bemerkbar machen.

1.1.1 Mehr Leichtigkeit, mehr Energie

Letztendlich hat mir die Kombination von basenreicher Ernährung mit angemessener täglicher Bewegung und einer Ausleitung von Säuren und Giften durch basische Bäder wieder zu meinem Wohlfühlgewicht verholfen. Gleichzeitig verbesserte sich mein Hautbild entscheidend – womit ich so gar nicht gerechnet hatte. Das Bindegewebe wurde straffer, die Haut klarer und reiner. Durch die basischen Bäder können Säuren umgehend aus dem Körper geleitet werden (toll fürs Bindegewebe!). Ein gesundes Körpergewicht und eine schöne Haut sind für mich die angenehmen Nebeneffekte einer basenreichen Ernährung und basischen Lebensweise. Probiere es einfach aus, es funktioniert bestimmt auch bei dir!

1.1.1.1Schokolade macht nicht immer glücklich

Nachdem ich einige Kilos verloren und sich mein Hautbild deutlich verbessert hatte, war ich aber am meisten verblüfft, wie sehr die basische Ernährung meine Stimmung beeinflusst hat. Mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt wirst du dich also bald nicht nur körperlich, sondern auch geistig viel besser und wacher fühlen. Viel zu häufig wird der Einfluss der Ernährung auf unsere Psyche unterschätzt. Schokolade macht doch glücklich, denkst du jetzt vielleicht? Richtig. Allerdings in diesem Falle nur kurzfristig, denn ungesundes Essen wie z. B. Schokolade kann langfristig durchaus ins Gegenteil umschlagen. Eine durch säurelastige Ernährung gestörte Darmflora kann auch unser Denken, Verhalten und Befinden beeinflussen. Kennst du das Gefühl nach einer schwer verdaulichen Mahlzeit, dass du nicht richtig denken kannst und nicht klar im Kopf bist (im Englischen auch »brain fog« genannt)?

Den wenigsten ist bekannt, dass Lustlosigkeit und Antriebsschwäche auch körperliche Ursachen haben können, also z. B. an einem ungesunden Darm liegen können. Wie ist das zu erklären?

Die Banane ist ein idealer basenreicher Snack für zwischendurch.

1.1.2 Gute Laune kommt aus dem Bauch

Genau wie wir Nervenzellen im Gehirn haben, umgeben auch mehrere Millionen Nervenzellen unseren Darm. Somit ist naheliegend, dass dieser auch Einfluss auf unsere Stimmung haben könnte. Das Glückshormon Serotonin ist dir sicherlich bekannt. Wusstest du, dass ca. 97 Prozent des Serotonins im Darm produziert werden? Dein Bauch lenkt deine Laune! Das heißt für uns, dass alles, was gut für unsere Darmflora ist, zu einer positiven Grundstimmung und mehr innerer Ausgeglichenheit beiträgt. Basenreiche Ernährung, nämlich der Verzicht auf herkömmliches Getreide, auf industriell verarbeitete Lebensmittel und Industriezucker bei gleichzeitigem Verzehr von Obst und viel grünem Gemüse, spielt hier eine entscheidende Rolle.

1.1.2.1 Bleib gesund!

Zur basischen Ernährung habe ich auch von meinen Lesern viele Erfahrungswerte bekommen. So wurde etwa von Verbesserungen bei Rheuma berichtet oder, nach einer sechswöchigen Umstellung auf die basische Ernährung, von einer erheblichen Besserung bei Arthroseschmerzen. Wenn dein Körper permanent mit Säuren überlastet wird, gerät das Säure-Basen-System aus der Balance und die überschüssigen Säuren lagern sich u. a. im Bindegewebe und in den Knorpelschichten ab. Und wenn der Organismus dann damit beginnt, seine Mineralstoffreserven in den Knochen und Zähnen anzugreifen, um damit die Säuren zu neutralisieren, kann dies langfristig Osteoporose und weitere Erkrankungen wie Gicht und Rheuma, Durchblutungsstörungen oder Herzbeschwerden begünstigen. Warum warten, bis es fünf vor zwölf ist, wenn wir doch alle Möglichkeiten haben vorzubeugen, um uns weiterhin gut zu fühlen?

Was kann dir die basische Ernährung ganz allgemein bringen? Bei mir persönlich hat sich mein Wohlbefinden in vielerlei Hinsicht entscheidend verbessert. Diese gesundheitlichen Veränderungen sind:

mehr Energie

mein Wohlfühlgewicht

frischere Haut

kräftigere Haare

festere Fingernägel

guter Stoffwechsel

Ausgeglichenheit

guter Schlaf

gesundes Sättigungsgefühl

Stärkung meines Immunsystems

Mit diesen Ergebnissen hat mich die Umstellung auf basische Ernährung überzeugt. Als ich mit der Ernährungsumstellung anfing, wusste ich allerdings noch nicht sehr viel darüber und mir war auch nicht richtig klar, was sich überhaupt hinter den Begriffen »sauer« und »basisch« versteckt. Daher möchte ich hier für dich auch erst mal Licht ins Dunkel bringen.

1.2 Saure und basische Lebensmittel

Häufig besteht besonders bei den Begriffen »sauer« und »basisch« ein Verständnisproblem. Ist es doch auf den ersten Blick unlogisch, dass sauer schmeckende Lebensmittel basisch wirken sollen. So sind Lebensmittel wie z. B. Zitrusfrüchte zwar sauer im Geschmack, werden aber trotzdem häufig als basisch bezeichnet. Warum? Gemeint ist damit ihre basenbildende Eigenschaft. Die Zitrone schmeckt sauer, wird jedoch basisch verstoffwechselt. Die Zitrone liefert unserem Körper wichtige Vitamine und basisch wirkende Mineralstoffe, die Zitronensäure hingegen wird in unseren Zellen abgebaut und gelangt nicht in den Blutkreislauf.

Somit sind bei einer basenreichen Ernährung nicht der Zustand und der Geschmack eines Lebensmittels ausschlaggebend (süß/sauer), sondern lediglich die säurebildende oder basische Wirkung im Körper. Bei einer basischen Ernährung geht es allerdings nicht darum, säurebildende Lebensmittel nun rigoros zu meiden, sondern um die richtige Säure-Basen-Balance. Oft essen wir zu viele Nahrungsmittel, die vorwiegend Säuren bilden, aber wenig basische Mineralien enthalten. Basische Mineralien sind u. a. Kalzium, Magnesium, Eisen und Kalium, die in begrenzter Menge in unserem Körper vorhanden sind und von ihm nicht allein wiederhergestellt werden können. Sie müssen daher über die Nahrung zugeführt werden. Säuren kann unser Körper jederzeit selbst produzieren. Sie entstehen u. a. bei der Verstoffwechslung von Lebensmitteln, der Einnahme von Medikamenten oder durch Stress.

Säurebildner sind vor allem Lebensmittel, die säurebildende Mineralien wie Phosphor, Schwefel und Jod enthalten, welche in deinem Körper zu Säuren verstoffwechselt werden. Schwefel wird zum Beispiel zu Schwefelsäure verstoffwechselt, Phosphor zu Phosphorsäure.

Unser Körper benötigt bei einer kontinuierlichen Säureüberflutung durch zu viele Säurebildner (z. B. Fast Food, Softdrinks, Kaffee, tierische Produkte, Extremsport) sehr viele Mineralstoffe, um diese Säuren zu Salzen zu neutralisieren. Andernfalls könnte die Säure unsere Organe schädigen. Im Gegensatz zu Säuren kann, wie bereits erwähnt, der Körper keine Vitamine und basische Mineralien selbst produzieren, sondern muss diese zugeführt bekommen. Stehen unserem Körper jedoch zu wenig Nährstoffe aus der Ernährung zur Verfügung, greift er möglicherweise auf unsere körpereigenen Mineralstoffdepots zurück (Haarboden, Knochen) und Haarverlust und brüchige Fingernägel sind nur einige der ersten Anzeichen des daraus resultierenden Mineralstoffmangels. Auch Wasser und Fett können herangezogen werden, um die gefährlichen Säuren zu binden bzw. zu verdünnen und somit deinen Körper zu schützen.

Zu den möglichen Anzeichen von zu vielen Säuren im Körper gehören:

Migräne

Allergien

Antriebsschwäche/Erschöpfung

Cellulite

Häufige Erkältungen

Hautprobleme

Konzentrationsstörungen

Muskelverspannungen

Rückenschmerzen

Brüchige Fingernägel und/oder Haarausfall

Arthrose oder Gicht

Krampfadern

Übergewicht

Hitzewallungen

Säuren verbrauchen also viele basische Mineralien (wie Magnesium und Kalium), um neutralisiert zu werden. Daher kann eine stark säurebildende Ernährung schneller zu einem Mangel an wertvollen Nährstoffen führen. Die neutralisierten Säuren werden in Form von Salzen im Bindegewebe und in den Muskeln abgelagert und auch häufig als Schlacken bezeichnet. Schlacken bezeichnen im allgemeinen Sprachgebrauch sehr häufig die abgelagerten Neutralsalze aus Säuren und Basen. Mit einer ungesunden Ernährung kommt es daher tendenziell schneller zu einem Verlust an wichtigen Vitalstoffen, was wiederum zu weiteren Störungen im Organismus führen kann. Einige Experten bezeichnen die Folgen dieser Entmineralisierung als Strukturschäden, die sich u. a. durch Haarverlust, allgemeine Erschöpfung und Karies bemerkbar machen können.

Wenn du beginnst, dich basenreich zu ernähren, wirst du in deinem Umfeld vielleicht öfter kritische Stimmen hören, die behaupten, dass es überhaupt keine Übersäuerung gibt. Die unterschiedlichen Meinungen sind darauf zurückzuführen, dass Übersäuerung häufig unterschiedlich definiert wird. Zum besseren Verständnis: Unsere Körperflüssigkeiten (z. B. Blut, Speichel, Magensäure) weisen einen unterschiedlichen pH-Wert auf. Der pH-Wert gibt den Säuregrad dieser verschiedenen Körperflüssigkeiten an. Dabei steht »pH« für die Konzentration der Wasserstoffionen – »potentia hydrogenii«. Ein pH-Wert unterhalb von 7 zeigt Säuren an, während pH-Werte über 7 Basen kennzeichnen. Einen Wert von exakt 7 nennt man pH-neutral. Unser Blut hat einen basischen pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45, der konstant gehalten werden muss, damit unser Körper am Leben bleibt.

Und hier liegt meistens das Missverständnis: Aus medizinischer Sicht liegt eine Azidose (Übersäuerung) vor, wenn der pH-Wert des Blutes unter 7,37 fällt. Naturheilkundler hingegen setzen häufig den Begriff Übersäuerung bereits ein, wenn es um die ersten möglichen Folgen von zu vielen Säuren geht – wie z. B. Haarausfall, brüchige Fingernägel, Migräne oder Müdigkeit –, der pH-Wert des Blutes aber noch im Gleichgewicht ist. Oftmals wird hier auch gerne von Verschlackung und einer damit verbundenen Entmineralisierung gesprochen.

Rezept für einen Wildkräutersmoothie

Um meinen Körper kontinuierlich mit genügend Vitaminen und Mineralien zu versorgen, mixe ich mir immer mal wieder einen leckeren Smoothie mit Wildkräutern, die besonders viele Nährstoffe enthalten. Dafür gebe ich ein halbes Bund Petersilie, eine Handvoll Wildkräuter (z. B. Löwenzahn oder Giersch), eine Birne, einen Apfel, einen Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft und 250 ml stilles Wasser zusammen in den Mixer und zerkleinere alles.

Wildkräutersmoothie

1.2.1 Im Labyrinth der Basentabellen

Wenn du dich mit der basischen Ernährung noch nicht auskennst, möchtest du dich am Anfang vielleicht an einer Basentabelle orientieren, die dir eine Übersicht über die einzelnen Lebensmittel gibt. Hier wirst du im Netz auf unterschiedliche Angaben und Basentabellen stoßen. Dies liegt u. a. daran, dass bei einigen Listen nur säure- und basenbildende Lebensmittel mit ihrem jeweiligen pH-Wert aufgeführt und bei anderen z. B. auch sogenannte »gute« und »schlechte« Säurebildner unterschieden werden. Doch was sind eigentlich gute und schlechte Säurebildner?

Schlechte Säurebildner sind beispielsweise industriell bearbeitete Lebensmittel wie Chips, da bei ihnen die säurebildende Wirkung viel größer als die gesundheitsförderliche ist. Diese Nahrungsmittel enthalten fast ausschließlich leere Kalorien und nur wenige oder keine Nährstoffe. Dadurch werden dem Körper zusätzliche basische Mineralien entzogen.

Gute Säurebildner sind natürliche Lebensmittel, wie z. B. Rosenkohl, die den Körper trotz der in ihnen enthaltenen Säuren oder säurebildenden Eigenschaft mit überdurchschnittlich vielen Vitalstoffen versorgen, ihn aber nicht mit künstlichen Zusatzstoffen belasten. Gute Säurebildner gelten somit dank ihrer Mineralstoffe und Vitamine als gesund und wichtig für den Körper. Zu ihnen gehören, je nach Tabelle, außer Rosenkohl etwa Soja, Nüsse, Hülsenfrüchte und Knoblauch. Integriere also die guten Säurebildner aus Basentabellen auf jeden Fall in deinen Speiseplan, wenn du sie verträgst, und versuche im ersten Schritt die schlechten weitestgehend zu meiden.

Bei der basenreichen Ernährung geht es um einen bewusste, reduzierte Aufnahme säurebildender Lebensmittel, sodass unser Körper diese noch verarbeiten kann. Es geht nicht darum, Säurebildung kategorisch zu vermeiden.

1.2.1.1 Proteinhaltige Lebensmittel sind säurebildend

Grundsätzlich kannst du dir merken, dass Nahrungsmittel mit Eiweißgehalt generell Säurebildner sind. Je mehr Eiweiß, desto ausgeprägter die säurebildende Wirkung. Beim Abbau der im Eiweiß enthaltenen Purine entsteht Harnsäure. Pflanzliches Eiweiß ist dabei leichter zu verstoffwechseln als tierisches und enthält weniger Purin. In diesem Zusammenhang sind besonders Sahne und Soja häufig diskutierte Themen hinsichtlich ihrer Zuordnung in den Basentabellen. Sahne hat im Verhältnis zu Milch und Joghurt viel Fett, aber wenig Eiweiß. Bei einigen Fachleuten wird sie daher als basisch oder neutral bezeichnet. Sahne schadet aufgrund der geringen Säurebildung also nicht, ist aber auch nicht hilfreich bei der Entgiftung. Auch der Proteinlieferant Soja ist als Säurebildner umstritten. Manche setzen Sojaeiweiß mit Lupineneiweiß gleich, das nur in geringen Mengen Purine enthält und daher kaum säurebildend ist (im Vergleich zu tierischen Eiweißquellen). Daher gehört Soja bei manchen Experten zu den basischen Lebensmitteln und findet sich auch in einigen basischen Speiseplänen.

1.2.2 Lebensmitteleinteilung für Einsteiger

Um dir deinen Einstieg zu erleichtern, möchte ich dir die Einteilung zeigen, wie ich sie für mich im Alltag lebe. 80 Prozent meiner Lebensmittel sind basenüberschüssig und 20 Prozent können aus natürlichen säurebildenden Lebensmitteln bestehen. Mit ihnen können jeweils neutrale Lebensmittel kombiniert werden, die weder säurebildend noch basisch wirken. Zu den neutralen Lebensmitteln gehören hochwertige Fette und Öle wie Kokosöl, Leinöl, Hanföl, Olivenöl, Rohmilchbutter oder, in geringer Menge, Sahne.

Folgende Säurebildner solltest du meiden: Tierische Milchprodukte wie Quark, Joghurt und Käse, Fertigprodukte wie Fast Food, Industrieprodukte und Dosengerichte, konventionelle Getreideprodukte, Weizenprodukte, Zucker, Kochsalz, synthetische Süßstoffe, Geschmacksverstärker, raffinierte und gehärtete Fette, Alkohol, Softgetränke, Kaffee, Mineralwasser.

 Lebensmitteleinteilung für Einsteiger

Basenreiche Lebensmittel (80%)

Gesunde säurebildende Lebensmittel (20%)

Obst

Nüsse

Gemüse

Samen, Ölsaaten

Salate

Konjak- oder Buchweizennudeln

Kartoffeln

Ur-Getreide

Avocados

Haferflocken

Keimlinge

Hirse

Sprossen

Quinoa

Mandeln

Amaranth

Trockenfrüchte

Buchweizen

Kräuter

Mais

Hülsenfrüchte

roher Kakao

pflanzliche Proteinpulver

Honig

grüne Smoothies

Matcha-Tee

basische Kräutertees

grüner Tee

stilles, mineralarmes Wasser (z. B. mit Zitrone oder Minze)

Rohkost-Kakao

pflanzliche Drinks (Reisdrink, Haferdrink ohne Zusatzstoffe)

1.3 Die fünf wesentlichen Säurebildner

Du kannst die Säurebildner unter den Lebensmitteln, die du besser meiden solltest, in fünf Hauptgruppen einteilen:

Zucker

Weizen (Achtung, auch in Saucen oder Rahmspinat enthalten)/konventionelles Getreide

Fisch, Fleisch/tierische Milchprodukte (Milch, Joghurt, Käse)

Kaffee, Alkohol, Softdrinks

Industriell verarbeitete Produkte mit Zusatzstoffen

1.3.1 1. Zucker

Meiden solltest du auf jeden Fall raffinierte Kohlenhydrate, herkömmliche Süßigkeiten und Produkte mit zugesetztem, industriell verarbeitetem Zucker. Zucker ist ein starker Säurebildner und verursacht nicht nur Karies, sondern kann durch seine säurebildende Wirkung auch zu einem Mineralstoffverlust führen. Ich meine hier lediglich den vielen Produkten zugesetzten raffinierten Zucker, nicht jedoch Fruchtzucker in Form von ▶ Obst.

1.3.2 2. Weizen, konventionelles Getreide

Konventionelles Getreide findet sich wegen seiner säurebildenden Eigenschaft durch die in ihm enthaltenen Mineralstoffe Phosphor und Schwefel ebenfalls nicht in einer basenreichen Ernährung. Hinzu kommt infolge von Überzüchtung ein sehr hoher Glutengehalt, der sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken kann. Die einzige Ausnahme ist gekeimtes Getreide, da durch den Keimprozess Nährstoffe auf- und ungesunde Stoffe abgebaut werden. Statt Getreide kannst du Pseudogetreide, z. B. ▶ Buchweizen, Quinoa oder Amaranth in Maßen verzehren.

1.3.3 3. Tierische Produkte

Tierische Produkte enthalten viel lebenswichtiges Eiweiß, jedoch auch Purine, die zu Harnsäure verstoffwechselt werden, und schwefelhaltige Aminosäuren, die zu Schwefelsäure in unserem Körper führen. Somit gehören tierische Produkte zu der Gruppe der Säurebildner. Fisch und Fleisch aus der Gruppe der tierischen Produkte zählen in einigen Tabellen zu den schlechten, in anderen noch zu den guten Säurebildnern.

Ich habe beide zu Beginn meiner Ernährungsumstellung noch ein- bis zweimal pro Woche in den Speiseplan integriert. Es kommt letztlich immer auf ein ausgewogenes Verhältnis von Fleisch und Gemüse an. Oft essen wir mehrmals die Woche viel Fleisch mit Gemüse als Beilage statt, umgekehrt, viel Gemüse mit wenig Fleisch. Mittlerweile esse ich, schon aus ethischen Gründen, allerdings fast gar kein Fleisch mehr (maximal ein- oder zweimal im Jahr). Der heutige Massenkonsum dieser Lebensmittel kann nur mit Massentierhaltung sowie Medikamenteneinsatz ermöglicht werden, was mir zu denken gab. Der Einsatz von Antibiotika zum Beispiel begünstigt die Bildung antibiotikaresistenter Keime. Diese Keime können beim Menschen zu Infektionen und sogar Blutvergiftungen führen. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2011 des Bundesinstituts für Risikobewertung wurden in 42 bzw. 22 Prozent der Proben von Puten- und Hähnchenfleisch multiresistente Keime gefunden. Macht das Lust auf mehr?