5,99 €
Die besten Plätzchen aus meiner Zeit und die besten Plätzchen meines Vaters habe ich jetzt in diesem Buch verewigt. Damit jeder sie nachbacken kann. Plätzchen sind meine Passion. Sie sind die größte Kunst des Backens. Kleine Happen, in denen sich Aromen konzentrieren. Plätzchen passen eigentlich zu jeder Jahreszeit. Kleine süße Häppchen kann man immer genießen. Egal ob zum Aperitif, nach dem Essen oder zum Kaffee, ein kleines Plätzchen ist immer die richtige Wahl.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 42
Veröffentlichungsjahr: 2025
Kuş Yuvası Kurabiyesi
Copete aus der Basilicata
Amaretti di Verona
Biscotti del pescatore
Schlangenkonfekt
Knuspertannen
Antakya Kömbesi
Nougatkekse
Dubai-Style-Plätzchen
WUB-Plätzchen
Frankfurter Kränzchen
Vanillekipferl wie die Sterneköche
Die Rezepte meines Vaters
Mandellmakronen
Zimtsterne
Schokolade-Sterne
Mandelbögen
Anisschnitte
Vanillehörnchen
Dreiecke
Schokolade-Stängel
Krokant
Mandelsplitter
Temperieren von Kuvertüre
Tütchen selber falten – so geht’s:
Türkische Vogelnest-Plätzchen
Diese türkischen Plätzchen sind eigentlich ganz einfach herzustellen, man braucht allerdings eine besondere Tülle zum Aufspritzen (Spaghetti- oder Mehrlochtülle, im Fachhandel oder Internet). Der Aufwand lohnt sich, denn die Kakaoplätzchen sehen nicht nur hübsch aus, sondern schmecken durch die leichte Säure des Joghurts auch fein und aromatisch. In der Türkei legt man noch kleine Zuckereier ins Nest. Auch wenn man dort Ostern nicht feiert - bei uns würden die Nestchen gut zum Osterfest passen.
Rezept für ca. 90 Stück:
250 g
Butter
60 g
Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
150 g
Puderzucker
3 g
Vanillepulver (1 gestr. TL)
70 g
Joghurt (griechischer mit 10 %)
40 g
Speisestärke
25 g
Kakaopulver
450 g
Weizenmehl (Type 405 o. 550)
Ganache:
50 g
Sahne
50 g
Nougat
50 g
Zartbitterkuvertüre, klein gehackt
Zubereitung :
Wichtig ist, alles vorher abzuwiegen und bereitzustellen, denn wenn die Masse fertig angerührt ist, wird sie, je länger sie steht, immer fester. Dadurch wird es immer anstrengender, sie aufzuspritzen.
Ich wärme die Butter ein wenig an, anschließend gebe ich Öl, Zucker und Vanillepulver dazu und rühre alles schön cremig. Dann mische ich den Joghurt unter.
Zum Schluss siebe ich Speisestärke, Kakaopulver und Mehl und rühre alles kurz unter.
Jetzt gebe ich meine Masse in einen Spritzbeutel mit einer Spaghetti-Tülle und spritze kleine Nester auf mit Backpapier ausgelegte Bleche. Es gibt ca. drei Bleche. Dann drücke ich noch ein Loch in die Mitte eines jeden Plätzchens und backe meine Vogelnestchen bei ca. 175 °C im vorgeheizten Ofen (Umluft) für 8 – 12 Minuten.
Wenn sie abgekühlt sind, gebe ich in jedes Nest noch einen Klecks von meiner Ganache. Für die Ganache koche ich zuerst die Sahne auf und rühre dann den Nougat und die Zartbitterkuvertüre unter. Ich rühre so lange um, bis alles aufgelöst ist, dann nehme ich meinen Topf vom Herd und lasse die Ganache etwas abkühlen, bevor ich die Plätzchen damit fülle.
Tipp:Bei Spritzgebäck sollten alle Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie Zimmertemperatur haben. Denn wenn die Masse mit zu kalten Zutaten angerührt wird, zieht sie sehr schnell an, d. h. sie wird fester, bis man sie nicht mehr spritzen kann. Mehl etc. am Schluss nur kurz unterrühren, denn je länger man mit dem Mehl rührt, desto zäher wird die Masse. Wer keine Spezialtülle hat, kann die Masse auch durch eine Kartoffelpresse drücken und dann kleine Häufchen aufs Blech legen. Wenn die Masse zu fest zum Spritzen ist, einfach mit einem Löffelchen kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Jetzt ein Loch in die Mitte drücken und backen.
Was in der Toskana die „Brutti ma buoni“ sind, sind in der Basilicata die Copete. Allerdings werden sie nicht wie diese mit Haselnüssen, sondern mit Mandeln gebacken. Schnell und einfach gemacht, aber trotzdem sehr guad.
Rezept für ca. 90 Stück:
180 g
gestiftelte Mandeln
90 g
Eiweiß (3 Stück)
300 g
Puderzucker
3 g
abgeriebene Zitronenschale (1 gehäufter TL)
30 g
gestiftelte Mandeln zum Bestreuen
Zubereitung:
Zuerst röste ich die Mandeln leicht hellbraun in einer Pfanne ohne Fett.
Während sie abkühlen, schlage ich das Eiweiß mit der Hälfte des Puderzuckers zu einem festen Schnee. Dann schlage ich den restlichen Puderzucker nach und nach unter.
Zum Schluss gebe ich die gestiftelten Mandeln und die abgeriebene Zitronenschale dazu.
Jetzt setze ich mit einem Löffel kleine Flöckchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Mit den restlichen Mandeln bestreue ich nun meine italienischen Plätzchen.
Bei ca. 160 °C (Umluft) im vorgeheizten Ofen für ca. 8 – 10 Minuten werden die Copete schön hell ausgebacken.
Diese Amaretti werden in der Pasticceria Flego in Verona gebacken. Sie sind ein außen knuspriges, aber innen schön weiches Mandelgebäck. Die Zitronenschale verleiht den Plätzchen ein feines Zitronenaroma. Die Amaretti sollen durch ihre halbrunde Form die Bögen der berühmten Arena nachbilden. So backen wir das bekannteste Denkmal und Wahrzeichen der Stadt als Plätzchen nach.
Rezept für ca. 70 Stück:
500 g
Marzipanrohmasse
130 g
Puderzucker
120 g
Zucker
60 g
Eiweiß (2 Stück)
1 Prise
Vanillepulver
10 g
abgeriebene Zitronenschale (3 gehäufte TL)
ca. 120 g gehobelte Mandeln zum Rollen Puderzucker zum Stauben
Zubereitung:
Zuerst verknete ich alle Zutaten in einer Schüssel.
Dann verteile ich die gehobelten Mandeln auf dem Tisch und forme aus der Marzipanmasse mehrere Rollen, die ich in den Mandeln rolle.Wenn euch jetzt die Masse zu klebrig erscheint, dann kann ich nur sagen, das ist schon richtig so. Deshalb rollen wir sie ja in den gehobelten Mandeln.
