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Zum Buch „Mensch – wie weiter? Ein Kompass für menschliche Gesellschaften“ 15,5 x 22 cm, 396 Seiten, Paperback Ständig beobachten wir um uns herum Katastrophen aller Art wie Krankheiten, Kriege, Terror, Flüchtlinge, Klimawandel und vieles mehr. Sind diese in unserer modernen Welt auf dem Vormarsch? Die meisten werden durch uns Menschen selbst verursacht. Das Biowesen Mensch steuert sich offenbar immer schlechter. Jeder ist ein Teil der Menschheit und trägt damit zu deren Schicksal bei. Was ist Ihr Anteil daran? In diesem Buch erfahren Sie unter anderem o wie sich der Mensch steuert, o wie wir uns besser steuern können damit unser privates Leben sowie das unserer Gruppen und Staaten glücklicher und friedlicher verläuft, o was das für die wichtigsten Bereiche unserer Gesellschaften – Religionen, Wissenschaften, Politik, Parteien, Beziehungen, Kultur, Gesundheit, Arbeitsleben, Konsum, Finanzen und mehr bedeuten würde und o wie wir uns verhalten müssten, um zum Überleben des Menschen beizutragen.
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Seitenzahl: 702
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Allen Lebewesen gewidmet
Zum Umgang mit diesem Buch
Über mich, den Autor
Vorwort
Übersicht und Gliederung
Kapitel 1 Verkehrte Menschheit
1a Verkehrtes in unserer Welt
1a1 Religionen
1a2 Wissenschaften
1a3 Gemeinwesen
1a3a Politik
1a3a1 Parteien
1a3a2 Bürgerbeteiligungen
1a3a3 Sicherheit
1a3b Mobilität
1a3b1 Auto
1a3b2 Bus und Bahn
1a3b3 Flugzeug
1a3b4 Fahrrad
1a3c Beziehungen
1a3d Kultur
1a3d1 Bildung
1a3d2 Medien
1a3d3 Theater
1a3d4 Literatur
1a4 Gesundheitswesen
1a4a Ungesunde Lebensweise
1a4b Schlechtes Versicherungssystem
1a4c Mühsames Lebensende
1a5 Wirtschaftssysteme
1a5a Konsum
1a5b Energie
1a5c Geld
1a6 Umweltbewegungen
1b Schäden und Folgen des verkehrten Verhaltens
1b1 Die Schäden in der Umwelt
1b1a Schadgase in der Luft
1b1b Gifte an vielen Stellen
1b1c Abfälle gut verteilt
1b1d Atomkraftwerke
1b1e Gefährliche Waffen
1b1f Gefahren aus der Biologie
1b1g Der Verkehr als Plage
1b1h Weitere schädliche Strahlungen
1b2 Die Folgen
1b2a Die Folgen für die Erde
1b2a1 Die Folgen für die Atmosphäre
1b2a2 Die Folgen für die Gewässer
1b2a3 Die Folgen für die Böden
1b2b Die Folgen für die Menschen
1b2b1 Hungersnöte
1c2b2 Krankheiten
1b2b3 Soziale Auflösungen
1b2b4 Kriege
1b3 Die Verursacher der Schäden
1c Die nicht vermeidbaren Gefahren
Kapitel 2 Wie funktioniert das Leben und wie der Mensch?
2a Unser Steuerungsorganismus ist ein Ergebnis der Evolution
2b Die Grenzen unseres Steuerorganismus
2c Wir verstehen nur einige Funktionen unseres Hirns
2c1 Die Sicht der Hirnforschung
2c2 Hirnkonstrukte
2c2a Hirnkonstrukte in der Technik
2c2b Hirnkonstrukte in anderen Bereichen
2c3 Wie funktioniert Kreativität?
2d Der Mensch ist ein komplexes System
2e Analogie zum Computer
2f Unser Verstand: Was kann er und was nicht?
2g Wie steuert uns unsere Psyche?
2g1 Beim Individuum
2g2 Bei der Population
2g3 Geist und Seele
2g3a Geist
2g3b Seele
2g4 Hinderliche Ausprägungen der Psyche
2h Unsere Programme für unser Nichtwissen
2h1 Religionen - frühe Programme fürs Nichtwissen
2h2 Die Philosophie als Nachfolgeprogramm
2h3 Die Esoterik spekuliert zu Recht
2h4 Lebensregeln
2h5 Die Kunst schafft neue Einsichten
2j Wie steuern sich die Populationen?
2j1 Individuen und Population
2j2 Das Verhalten von Populationen
Für die Menschheit wird es wichtig sein, sich die richtige „Gruppen-Psyche“ anzueignen damit sie als Gesamt-Population überleben kann
2j3 Kommunikation zwischen Menschen
2j4 Das Schulz-von-Thunsche Kommunikationsmodell
2j5 Hirnkonstrukte und Populationen
2j6 Wissenschaften und Populationen
2k Meine Steuerprogramme kenne ich am besten
Kapitel 3 Was macht der Mensch falsch?
3a Steuert sich der Mensch denn falsch?
3b Wie steuert sich der Mensch falsch?
3b1 Der Mensch verwendet zu viele unerprobte Hirnkonstrukte
3b2 Der Mensch überfordert seinen Verstand
3b3 Viele Steuerprogramme des Menschen sind veraltet
3c Die Folgen
3c1 Ungenügende geistig-seelische Weiterentwicklung
3c2 Verkennen des Wirkens der Evolution
3c3 Verkennen der Rolle der Population
3c4 Missachtung der Umwelt als Lebensgrundlage
3c4a Überbevölkerung durch unkontrollierte Fortpflanzung
3c4b Fehlsteuerungen
3c4c Begrenztheit des Steuerorganismus
3c4d Was ist dran am Noah-Mythos?
3c5 Vernachlässigung des Friedens
Kapitel 4 Die Auswirkungen
4a Die Auswirkungen der Steuerungs-Schwachstellen
4a1 Das Versagen der Alt-Religionen
4a1a Die Alt-Religionen sind erstarrt und unbeweglich
4a1b Fehlleistungen der Religionen
4a1b1 Das Christentum - nicht auf der Höhe der Zeit
4a1b2 Der Islam - auch stecken geblieben
4a1b3 Der Buddhismus - neben dem Leben
4a1b4 Andere Religionen - auch wenig Licht
4a2 Die Wissenschaften - Gefangene der Gesellschaften
4a2a Hirnkonstrukte
4a2b Begrenzte Leistungsfähigkeit des Verstands
4a2c Veraltete Steuerprogramme
4a3 In den Gemeinwesen herrscht das Alte
4a3a Das Machtgefüge ist bestimmend
4a3b Die Gesetzeslage soll unvollkommen sein
4a3c Die Gesetze werden nicht richtig angewendet
4a3d Ethik und Moral sind vernachlässigt
4a3e Die Daseinsvorsorge - unterbelichtet
4a4 Das Gesundheitswesen - ein Krankheitswesen
4a5 In der Wirtschaft dominiert die Kurzsichtigkeit
4a6 Die Umweltbewegungen sind zu sehr verstrickt
4b Die Auswirkungen der psychischen Fehlhaltungen
4b1 Ungenügende geistig-seelische Weiterentwicklung
4b1a In den Religionen
4b1b In den Wissenschaften
4b1c In den Gemeinwesen
4b1c1 Unzeitgemäße Verhaltensweisen
4b1c1a Ethik und Moral zu schwach
4b1c1b Bürger und Gemeinwesen ungleich
4b1c2 Beispiele für negative Folgen
4b1c2a Rückständige Politik
4b1c2b Überbordender Verkehr
4b1c2c Beschädigte Beziehungen
4b1c2d Erziehung im Sinne der Tradition
4b1c2e Das Sterben ist zum Problem geworden
4b1d Die ungesunden Gesundheitswesen
4b1d1 Die meisten Menschen leben ungesund
4b1d2 Die Populationen leben auch nicht besser
4b1e Zerstörerische Wirtschaftssysteme
4b1f Zu schwache Umweltbewegungen
4b1f1 Allzu menschliche Schwächen
4b1f2 Ängste um den Bestand der Organisation
4b1f3 Kosmetische Aktionen
4b1f4 Ungenügender philosophischer und ethischer Unterbau
4b1f5 Dummheit oder Einflüsse von außen?
4b1f6 Fazit
4b2 Der Mensch hat das Wirken der Evolution nicht erkannt
4b2a In den Religionen
4b2b In den Wissenschaften
4b2b1 Dominanz der Religionen
4b2b2 Dominanz von Wirtschaft und Politik
4b2b3 Schwache Geisteswissenschaften
4b2b4 Fluch der Wissenschaften
4b2c In den Gemeinwesen
4b2d In den Gesundheitswesen
4b2e In den Wirtschaftssystemen
4b2f Bei den Umweltbewegungen
4b3 Der Mensch hat die Rolle der Population verkannt
4b3a In den Religionen
4b3b In den Wissenschaften
4b3c In den Gemeinwesen
4b3d In den Gesundheitswesen
4b3e In den Wirtschaftssystemen
4b3f Bei den Umweltbewegungen
4b4 Der Mensch missachtet die Umwelt als seine Lebensgrundlage
4b4a In den Religionen
4b4b In den Wissenschaften
4b4c In den Gemeinwesen
4b4d In den Gesundheitswesen
4b4e In den Wirtschaftssystemen
4b4f Bei den Umweltbewegungen
4b5 Der Mensch hat den Frieden vernachlässigt
4b5a In den Religionen
4b5b In den Wissenschaften
4b5c In den Gemeinwesen
4b5d In den Gesundheitswesen
4b5e In den Wirtschaftssystemen
4b5f Bei den Umweltbewegungen
Kapitel 5 Wie sollte sich der Mensch steuern?
5a Warum der Mensch überleben sollte
5b Die Diagnose
5b1 Das heutige Leben ist zu komplex geworden
5b2 Die Steuerprogramme sind veraltet
5b2a Die Hirnkonstrukte sind nicht angepasst
5b2b Wesentliche Teile der Psyche sind veraltet
5c Die Therapie
5c1 Die Evolution als grundlegendes Hirnkonstrukt
5c1a Die Funktionen der Religionen
5c1b Die Vereinbarungen über das Ungesicherte
5c1d Sinn und Ziel des Lebens
5c1e Die Überlebens-Religion als zeitgemäßer Ansatz
5c2 Die Umwelt als Lebensgrundlage achten
5c3 Climate Engineering ist keine Alternative
5c4 Das Individuum muss sich als Teil der Population verstehen
5c4a Die geistig-seelische Weiterentwicklung
5c4b Wie die Steuerprogramme angepasst werden können
5c4b1 Die Psyche der Individuen anpassen
5c4b2 Die „Psyche“ der Population anpassen
5c4b3 Sich auf seine begrenzte Steuerfähigkeit einstellen
5c4b4 Der Mensch muss seine Hirnkonstrukte anpassen
5c4c Ethik und Moral leben
5c4c1 Geschichtliche Entwicklung der Ethik
5c4c2 Was soll mit Ethik und Moral erreicht werden?
5c4c2a Ethik und Moral aus reinem Eigennutz
5c4c2b Das Überleben ist ein Menschenrecht
5c4c2c Ethik und Religion
5c4c2d Interessenkonflikte
5c4c2e Die geistig-seelische Weiterentwicklung
5c4c3 Die Rawlssche Ethik
5c4d Die Grundzüge einer Überlebensethik
5c4d1 Die Überlebensaxiome
5c4d1a Das Überlebensaxiom # 1 - Entwicklung
5c4d1b Das Überlebensaxiom # 2 - Evolution
5c4d1b1 Überlebensaxiom # 2A - Umwelt:
5c4d1b2 Überlebensaxiom # 2B - Population:
5c4d1c Das Überlebensaxiom # 3 - Friede
Kapitel 6 Eine Überlebensmoral für die Praxis
Überlebensgebote und Verhaltensregeln
6a Das Überlebensgebot ÜG1 Die Weiterentwicklung
6a1 Die Religion bleibt die Grundlage
6a2 Die Wissenschaften stellen einen Bezug zur Realität her
6a3 Die Gemeinwesen müssen sich neu erfinden
6a4 Die Gesundheitswesen müssen sich reformieren
6a5 Die Wirtschaftssysteme müssen den Menschen dienen
6a6 Die Umweltbewegungen müssen stärker werden
6b Das Überlebensgebot ÜG2 - Sich in die Evolution einfügen
6b1 Das Überlebensgebot ÜG 2A - Die Umwelt achten
6b1a Das Überlebensgebot ÜG2A1 - Die Umwelt nicht weiter schädigen
6b1a1 In den Religionen
6b1a2 In den Wissenschaften
6b1a3 In den Gemeinwesen
6b1a4 In den Gesundheitswesen
6b1a5 In den Wirtschaftssystemen
6b1a6 Bei den Umweltbewegungen
6b1b Überlebensgebot ÜG2A2 - Die Umwelt reparieren
6b1a7 Die Aufgaben
6b2 Das Überlebensgebot ÜG2B - Die Population stärken
6b2a Die Verhaltensregeln
6b2b Die Bedeutung für die ausgewählten Bereiche
6b2b1 Religionen
6b2b2 Wissenschaften
6b2b3 Gemeinwesen
6b2b4 Gesundheitswesen
6b2b5 Wirtschaftssysteme
6b2b6 Umweltbewegungen
6c Das Überlebensgebot ÜG3 Friede machen
6c1 Die Verhaltensregeln
6c2 Die Forderungen an die Gesellschaftsbereiche
6c2a Religionen
6c2b Wissenschaften
6c2c Gemeinwesen
6c2d Gesundheitswesen
6c2e Wirtschaftssysteme
6c2d Umweltbewegungen
6d Ein kritischer Vergleich mit dem Dekalog
Kapitel 7 Die Umsetzungen
7a Grundsätzliche Überlegungen
7a1 Die Menschheitsaufgabe
7a2 Der Mensch muss sein Verhalten ändern
7a2a Das Gute weiter entwickeln
7a2b Das derzeitige gefährliche Verhalten beenden
7a2c Die Ziele des angestrebten Verhaltens
7a2d Das Vorgehen
7a3 Wie könnten wir das neue Verhalten erreichen?
7a3a Die Vorgehensweise
7a3b Welche Hindernisse sind zu überwinden?
7a3c Auswirkungen im Versagensfall
7b Das Vorgehen in den ausgewählten Gesellschaftsbereichen
7b1 Das Vorgehen in den Religionen
7b1a ÜG1 - Religionen und Weiterentwicklung
7b1a1 Die Überlebensreligion (ÜR) als Grundlage
7b1a2 Kommunikation mit den Anderen
7b1b ÜG2A1 - Religionen und Umweltschädigung
7b1c ÜG2A2 - Religionen und Umweltreparatur
7b1d ÜG 2B - Religionen und Stärkung der Populationen
7b1e ÜG 3 - Religionen und Friede
7b2 Das Vorgehen in den Wissenschaften
7b2a ÜG1 - Wissenschaften und Weiterentwicklung
7b2b ÜG2A1 - Wissenschaften und Umweltschädigung
7b2c ÜG2A2 - Wissenschaften und Umweltreparatur
7b2d ÜG2B - Wissenschaften und Stärkung der Populationen
7b2e ÜG3 - Wissenschaften und Friede
7b3 Das Vorgehen in den Gemeinwesen
7b3a ÜG1 - Gemeinwesen und Weiterentwicklung
7b3a1 Das Ziel der Überlebensethik
7b3a2 Erziehung und Bildung ausrichten
7b3a3 Politik und Parteien gestalten
7b3a4 Geeignete Führungsstrukturen schaffen
7b3a5 Bürgerbeteiligungen stärken
7b3a6 Stabile und gelingende Beziehungen anstreben
7b3a7 Integration aller Mitglieder der Gemeinwesen
7b3a8 Innere und äußere Sicherheit schaffen
7b3a9 Geeignete Durchsetzungsmittel finden
7b3a10 Den Erfolg kontrollieren
7b3a11 Die Kommunikation mit Anderen
7b3b ÜG2A1 - Gemeinwesen und Umweltschädigung
7b3b1 Die Aufgaben der Politik
7b3b1a Neue Entwicklungen prüfen
7b3b1b Mit Steuern steuern
7b3b1c Umweltzerstörerische Waffen kontrollieren
7b3b2 Den Kulturbereich motivieren
7b3b3 Die Kommunikation mit Anderen
7b3b4 Die Wirtschaftssysteme regulieren
7b3b4a Erneuerbare Energien
7b3b4b Nachhaltige Ernährung
7b3b4c Umweltverträgliche Mobilität
7b3c ÜG2A2 - Gemeinwesen und Umweltreparatur
7b3d ÜG2B - Gemeinwesen und Stärkung der Population
7b3d1 Fortpflanzung
7b3d2 Aufzucht des Nachwuchses
7b3d3 Umgang unter den Individuen
7b3d4 Politik
7b3e ÜG3 - Gemeinwesen und Friede
7b4 Das Vorgehen in den Gesundheitswesen
7b4a ÜG1 - Gesundheitswesen und Weiterentwicklung
7b4a1 Entstehen und Vergehen akzeptieren
7b4a2 Eigenverantwortung übernehmen
7b4a3 Umgang mit den Unwilligen
7b4a4 Kommunikation mit anderen Bereichen
7b4b ÜG2A1 - Gesundheitswesen und Umweltschädigung
7b4c ÜG2A2 - Gesundheitswesen und Umweltreparatur
7b4d ÜG2B - Gesundheitswesen und Stärkung der Populationen
7b4e Gesundheitswesen und Friede
7b5 Das Vorgehen in den Wirtschaftssystemen
7b5a ÜG1 - Wirtschaftssysteme und Weiterentwicklung
7b5a1 Das bedingungslose Grundeinkommen
7b5a2 Reichtum, Herrschaft und Macht
7b5a3 Die Kommunikation mit Anderen
7b5b ÜG2A1 - Die Umwelt nicht weiter schädigen
7b5b1 Konsum
7b5b2 Energie
7b5b3 Geld
7b5b4 Kommunikation mit anderen Gesellschaftsbereichen
7b5c Wirtschaftssysteme und Umweltreparatur
7b5d Wirtschaftssysteme und Stärkung der Population
7b5e Wirtschaftssysteme und Friede
7b6 Das Vorgehen bei den Umweltbewegungen
7b6a ÜG1 Umweltbewegungen und Weiterentwicklung
7b6b ÜG2A1 - Umweltbewegungen und Umweltschädigung
7b6c ÜG2A2 - Umweltbewegungen und Umweltreparatur
7b6d ÜG2B - Stärkung der Population
7b6e ÜG3 - Umweltbewegungen und Friede
7c Was kann ich tun?
7c1 Standortbestimmung
7c2 Das weitere Vorgehen
Kapitel 8 Die wünschenswerten Auswirkungen
8a In den Religionen
8a1 Religionen und Weiterentwicklung
8a2 Religionen und Umweltschädigung
8a3 Religionen und Umweltreparatur
8a4 Religionen und Populationen
8a5 Religionen und Friede
8b In den Wissenschaften
8b1 Wissenschaften und Weiterentwicklung
8b2 Wissenschaften und Umweltschädigung
8b3 Wissenschaften und Umweltreparatur
8b4 Wissenschaften und Populationen
8b5 Wissenschaften und Friede
8c In den Gemeinwesen
8c1 Gemeinwesen und Weiterentwicklung
8c1a Öffentlicher Sektor
8c1b Kulturbereich
8c1c Integrationsprozesse
8c1d Innere und äußere Sicherheit
8c1e Sinnvolle Mobilität
8c2 Gemeinwesen und Umweltschädigung
8c2a Gesetzgebung
8c2b Wirtschaftsprozesse reguliert
8c2b1 Erneuerbare Energien
8c2b2 Nachhaltige Ernährung
8c2b3 Umweltverträgliche Mobilität
8c2b3a Schiff
8c2b3b Fahrrad
8c2b3c Auto
8c2b3d Bahn und Bus
8c2b3e Flugzeug
8c3 Gemeinwesen und Umweltreparatur
8c4 Gemeinwesen und Populationen
8c5 Gemeinwesen und Friede
8d In den Gesundheitswesen
8e In den Wirtschaftssystemen
8e1 Wirtschaftssysteme und Weiterentwicklung
8e2 Wirtschaftssysteme und Umweltschädigung
8e3 Wirtschaftssysteme und Umweltreparatur
8e4 Wirtschaftssysteme und Populationen
8e5 Wirtschaftssysteme und Friede
8f In den Umweltbewegungen
Schlusswort
Anhang
A Literaturverzeichnis
A1 Erwähnte Bücher
A2 Sonstige Autoren
B Abkürzungen
C Übersicht über die Verhaltensregelungen
D Website des Autors
E Buchbestellung
F Spenden
Es ist angebracht, das Buch von Anfang an zu lesen. Wer sich jedoch bereits mit einzelnen Themen auskennt kann auch dort einsteigen.
Da sich das Buch mit den höchst komplexen Themen des menschlichen Lebens befasst halte ich es für sinnvoll, mit einer deutlichen vertikale Untergliederung zu arbeiten. Mit der von mir gewählten Aufzählung ist der jeweilige Bezug schon daraus jederzeit nachvollziehbar. Der Leser weiß jederzeit, auf welcher Ebene der Untergliederung er sich befindet. Beispiel:
Kapitel, oberste Ebene:5
1. Unterebene:
5a
2. Unterunterebene:
5a1
3. Unterunterunterebene:
5ala usw.
2. Unterebene:
5b usw.
Im Text sind wichtige Stichworte bisweilen fett gedruckt. Damit will ich dem Leser das Verständnis erleichtern.
Allgemein verwende ich im Text die männliche Form. Damit soll auch die weibliche Form eingeschlossen sein. Zwar dokumentiert sich hierin unsere Jahrtausend Jahre alte patriarchalische Tradition. Damit muss ich aber leben. Sonst wäre das Schreiben zu aufwändig. Etwa der Ansatz der Grünen mit dem I wie in “LeserIn” wäre zwar machbar aber „...seine/ihre....” im weiteren Verlauf macht es wieder kompliziert und schwer lesbar.
In Absätzen bringe ich häufig Beispiele oder Erläuterungen zu dem vorher Gesagten, Aussagen zeitgenössischer Mitmenschen zu den gerade behandelten Themen. Es handelt sich dabei oft um sogenannte Tatsachenbeobachtungen im Sinne der Soziologie. Möglicherweise haben Sie, der Leser, Ähnliches beobachtet. Manchmal gebe ich in kursiver Schrift dazu einen persönlichen Kommentar.
Wenn ich Verhältnisse und Zustände in den Gesellschaften beschreibe meine ich vorwiegend die in Deutschland. Wenn andere Länder gemeint sind benenne ich das.
Die in <> enthaltenen Buchstaben verweisen auf die im Literaturverzeichnis genannten Werke der Autoren. Dort sind auch die Lebensdaten der Autoren angegeben. Im Literaturverzeichnis sind ferner noch sonstige, im Text angesprochen Autoren benannt. Außerdem kennzeichne ich so weitere Quellenangaben.
Im Anhang finden Sie weitere wichtige Informationen.
1936 kam ich in Mainz auf die Welt. Mein Vater war Eisenbahner im mittleren Dienst, meine Mutter gelernte Hutmacherin und Hausfrau. Nach dem Abitur studierte ich Maschinenbau an der TH Darmstadt von 1957 bis 1962 und arbeitete nach dem Diplom 32 Jahre in der deutschen und zwei Jahre in der US-amerikanischen Industrie. Später machte ich mich als beratender Ingenieur selbständig. Dann zog ich mich aus meinem Beruf zurück, um mich den Themen zuzuwenden, die mich viel eher interessierten: Ich baute meine Modelleisenbahn fertig, lernte Keyboard spielen, fing an zu malen, intensivierte meine sportlichen Aktivitäten und wandte mich den Umweltbewegungen und der Politik zu. Meine dort gemachten Erfahrungen führten mich zu den Themen, die ich in diesem Buch bearbeite. Ich habe zwei Töchter.
2016
Nach Ende meiner Berufstätigkeit als Ingenieur engagierte ich mich in Umweltschutzverbänden und in der Politik. Dabei wurde mir immer klarer, dass die meisten Menschen - etwa mit ihrem Konsum, Autofahren, Fliegen, Fleischverzehr usw. sich, ihre Mitmenschen sowie ihre Umwelt auf unglaubliche Art und Weise schädigen. Ich befürchte, dass sie langfristig damit sogar ihre Lebensbedingungen zerstören und so das Überleben der Spezies Mensch gefährden. Als Maschinenbau-Student hätte ich nie gedacht, dass sich der angebliche Fortschritt, dem ich mich widmen wollte, später als das große Unglück für die gesamte Menschheit herausstellen sollte.
Ich überlege in diesem Buch wie es mit dem Menschen auf der Erde angesichts der globalisierten Probleme weiter könnte. Deshalb die Frage im Buchtitel – Mensch - wie weiter? Sie richtet sich an alle Menschen auf dieser Erde denn wir alle tragen zu der jetzigen Situation bei. Als ausgebildeter Ingenieur versuche ich, die Lage mit meinen naturwissenschaftlichen Kenntnissen zu erfassen, zu beschreiben und möglichst praktikable Lösungen zu erarbeiten.
Ich bemühe mich, von gesicherten und allgemein anerkannten Fakten - wie etwa der Evolution, die jedermann leicht nachvollziehen kann - auszugehen und rational zu argumentieren. Als Mensch die Situation der Menschheit zu erfassen ist sicher schwierig weil ich selbst darin verwickelt bin und ich wie alle Menschen natürlichen Einschränkungen unterworfen bin. Aber: „Dem Inschenör ist nichts zu schwör“; Dieser Spruch hing damals in der Hochschule. Mit dieser Devise gehe ich diese Aufgabe an. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern zu diesem Thema schließe ich meine Überlegungen mit konkreten Empfehlungen für das Verhalten jedes Menschen als Individuen in den menschlichen Gesellschaften ab. Ich sehe angesichts der zunehmenden Bedrohungen die Hauptaufgabe für die Menschen darin, das Überleben ihrer Spezies zu sichern. Ich stelle einen Kompass hierfür zur Verfügung.
Wie ich dies tue hängt mit auch mit meiner Prägung zusammen. Meine Erfahrung aus dem "Zweiten Weltkrieg" spielt hier sicher mit. Ich war zwar erst neun Jahre alt als dieser Krieg mit einer totalen Katastrophe endete. Bei mir ist die uneinsichtige Haltung der Mehrheit der allermeisten Deutschen in Erinnerung geblieben; Sie hatten für sich selbst – aber etwa auch für diejenigen, die sich widersetzt hatten - dieses schlimme Schicksal letztlich selbst erwirkt und starrköpfig bis zum Schluss ausgehalten. Erst als die Alliierten ihnen die Waffen aus den Händen schlugen mussten sie aufgeben. Damals gab es eine oppositionelle Minderheit – etwa die "Weiße Rose" - über welche jedoch die Mehrheit mit brachialer Gewalt hinweg gegangen war. Auch heute leidet wieder eine Minderheit – nämlich diejenigen, die sich nicht an der Zerstörung beteiligen wollen sowie Viele in den vom Konsumwahn betroffenen Völkern – unter der heutigen Mehrheit der Umweltzerstörer.
Diese Erfahrung erklärt vielleicht, dass ich nicht dem „Mainstream“ folge. Als Ingenieur muss ich grundlegende Fehler in meiner Konstruktion vermeiden; Sonst hätten sie nie funktioniert. Dazu muss ich die möglichen schwierigen Szenarien ansehen, ohne mich als „Schwarzseher“ zu sehen - wie mir manche vorhalten mögen.
Heute wissen wir um die schlimmen Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs. Das Ergebnis des heutigen Fehlverhaltens wissen wir noch nicht. Wollen wir etwa warten bis die Flüchtlinge in unsere Häuser und Wohnungen „gespült“ werden? Viele Warnungen und Hinweise der Minderheit verhallten bisher bei den meisten Mitmenschen ungehört. Sie - die eigentlichen Verursacher - leben offensichtlich ihre Schädigungsprogramme einfach weiter. Selbst in Umweltgruppen (BUND, Greenpeace, ADFC, VCD, Lokale Agenda) oder Parteien (FDP, Grüne) fehlte bei Vielen ein ausreichendes Umweltbewusstsein.
Deshalb begann ich, für mich selbst herauszufinden ob es auch in unserer Gesellschaft möglich sei, umweltverträglich zu leben. Ich reduzierte meinen Konsum, ernährte mich vegetarisch, schaffte das Auto ab, flog nicht mehr, heizte mit Holz, fuhr vorwiegend Fahrrad oder nutzte Bahn und Bus. Mein geologischer Fußabdruck („geological footprint“ – den Platz, den ich auf der Erde benötige) reduzierte sich beträchtlich. Es ist also möglich.
Obwohl ich ursprünglich von der Umweltzerstörung ausgegangen war bin ich bei der Arbeit an diesem Buch darauf gestoßen, dass viele andere wesentliche Bereiche des Lebens mit betroffen sind und ich diese deshalb mit betrachten muss. Ich bin dafür zwar kein Fachmann aber ich habe bisher auch noch keinen „Fachmann“ gefunden, der mir erschöpfende Auskunft auf meine Fragen geben konnte. Also muss ich selber Antworten finden.
Nur ein Teil der anstehenden Probleme kann mit wissenschaftlichen Methoden betrachtet werden. Für den restlichen Teil braucht die Menschheit aber jetzt schon einen Ansatz, der ihr Überleben sicher stellt. Ich versuche, diesen intuitiv zu ermitteln. Meine Antworten auf die äußerst komplexen Fragen stellen deshalb auch „nur“ meine persönliche Sicht dar. Und dies mögen zwangsläufig manchmal auch einseitig, pointiert oder gar polemisch sein. Eine solche Sicht mag ungewohnt sein und könnte bei manchen Lesern Widerspruch hervorrufen; Insbesondere wenn ich mich traue, auch die Widersprüche in den Lesern selbst anzusprechen.
Wenn etwa jemand sich etwa als Tierliebhaber oder Tierschützer bezeichnet, jedoch sich durch seinen Fleischverzehr an massenhafter Tierquälerei beteiligt, erlaube ich mir, seine widersprüchliche Haltung in Frage zu stellen.
Es könnte sein, dass auch Sie, der Leser, sich über meine Vorhaltungen ärgern. Dann hilft es Ihnen jedoch wenig, auf mich zu schimpfen. Vielmehr könnten Sie diese Informationen über sich selbst dazu nutzen, an sich selbst zu arbeiten und dadurch besser in Ihrem Leben zurecht zu kommen. Spüren Sie in sich hinein und finden sie heraus wie Sie selbst „ticken“. Können Sie die Gefahren, sich und andere langfristig zu schädigen oder gar umzubringen erkennen?
Warnungen vor den langfristigen Folgen der heutigen Lebensweise gibt es auch heute genügend; Der Club of Rome etwa warnte schon in den 1960er Jahren vor den Grenzen des Wachstums. Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), viele Wissenschaftler und Intellektuelle und viele Umweltbewegungen warnen ständig vor den menschengemachten, schädlichen Einflüssen auf unsere Lebensbedingungen und deren Folgen. Die Umweltbewegungen weisen auch schon lange auf die Gefahren hin. Die Warnungen und Hinweise verhallen offenbar bei den meisten Mitmenschen ungehört.
Wie ordne ich dies ein? Wie bin ich davon betroffen und wie gehe ich damit um? Und kann die Menschheit mit den von ihr angerichteten Schäden an ihren Lebensbedingungen langfristig überleben? Deshalb meine Frage im Buchtitel – Sind wir noch zu retten?
Das Buch richtet sich grundsätzlich an alle Menschen – Normalverbraucher, Politiker, Heiler, Manager, Reiche, Arme und Verbrecher aller Art. Nur gemeinsam können wir Menschen die drohende Katastrophe des Untergangs der Spezies Mensch aufhalten. Wir alle sind Menschen und Jeder muss seinen Anteil an der Verantwortung annehmen. Dafür hat Jeder seinen Steuerorganismus. Wenn dann alle Menschen - wie viele andere Arten auch – ausgestorben sein sollten wird ja Friedhofsruhe herrschen; Das schwebt mir nicht vor. Die schlimmen Erfahrungen, die die Menschen bisher mit Kriegen und Unruhen gemacht haben, sollten sie jedoch eigentlich dazu bringen, sich mit aller Kraft gegen das Unheil zu stemmen.
Bei der Fülle der Informationen muss dieses Buch zwangsläufig komprimiert sein. Dabei habe ich leider die positiven Seiten der Menschen ausklammern müssen da dies den Rahmen dieses Buches gesprengt hätte. Ich konzentriere hier mich auf das Überleben des Menschen. Denn wenn er untergegangen ist hilft ja auch alles Positive nicht mehr.
Ich schreibe dies in der Hoffnung, andere für eine nachhaltigere Lebensweise zu motivieren. Denn wenn sich nur einer ändert hat er keine Chance. Wenn das aber die meisten oder gar alle machen würden sähe dies das schon anders aus. Ich möchte nicht einfach zusehen, dass die Mehrheit mich mit in den Abgrund zieht. Der Begriff Mehrheit bezieht sich hier auf diejenigen Menschen, die sich auf diesem Planeten so selbstzerstörerisch verhalten.
Da Manuskript zu diesem Buch hatte ich im Januar 2016 den wichtigsten 29 Verlagen für entsprechende Sachbücher in Deutschland angeboten. Aber keiner wollte es veröffentlichen. Also tat ich dies selbst und deswegen liegt es Ihnen jetzt vor. Obwohl das Buch zu den aktuellen Problemen in Deutschland und der auf der Erde Stellung nimmt und Lösungen aufzeigt wurde seine Aktualität zumindest von diesen Lektoren nicht erkannt. Ist unser kulturelles System dazu nicht in der Lage? Diese Frage schließt sich nahtlos an die Fragen dieses Buches an. Arbeitet das System richtig? Oder wollen die Mächtigen, für welche die Lektoren ja arbeiten, solche „Botschaften“ nicht hören? Will unser „System“ keine neuen Ideen? Oder ist der Profit wichtiger als der Zustand der Gesellschaft? Gehört dieses Buch also zu einer Art Untergrund-Literatur wie viele sie aus totalitären Staaten kennen? Zum Glück bin ich noch (?) frei und nicht etwa im Gefängnis.
Ich wünsche mir, dass ich mit diesem Buch meine Erfahrungen und meine Ideen weiter geben kann.
„Die Menschen sterben – aber ihre guten Taten leben weiter“
(Galina Schatalova)
Zum besseren Verständnis des Buches nenne ich die wichtigsten Thesen und Schlussfolgerungen:
Der Mensch ist ein biologisches Wesen und funktioniert nach naturwissenschaftlichen Gesetzen
Mit den Naturwissenschaften können wir nicht erklären wie unsere Welt mit den Naturgesetzen entstanden ist. Wir können jedoch versuchen, diese Gesetzmäßigkeiten zu verstehen und uns entsprechend verhalten
Die meisten Menschen steuern sich so, dass sie die Lebensbedingungen für sich und vieler anderer Mitlebewesen schädigen; Langfristig so, dass die Spezies Mensch aussterben kann. Dies wird in vielen Bereichen des privaten Lebens und des Zusammenlebens in den Gesellschaften sowie der Gesellschaften auf der Erde täglich deutlich
Die wichtigsten Steuerprogramme sind in der Psyche enthalten. Sie sind jedoch vielfach veraltet und steuern die Menschen in der heutigen Zeit nicht mehr richtig
Die Lebensverhältnisse in den heutigen Zeiten unterscheiden sich von den früheren dadurch, dass sie durch den Menschen selbst – etwa durch die Globalisierung – sehr komplex geworden sind und sie niemand mehr überblickt; Das erschwert eine richtige Steuerung
Meine Diagnose: Der Mensch hat sich dieser Entwicklung nicht genügend angepasst. Er ist im Zuge der Evolution entstanden und so vor allem auf die Bedingungen seiner Entstehungszeit ausgerichtet. Da er sich nicht genügend auf die heutige Zeit eingestellt hat „schwimmt“ er nicht mehr der Evolution mit. Dies zeigt sich in seiner ungenügenden geistig-seelischen Entwicklung. Er bekommt nicht mehr richtig mit wie er sich eigentlich verhalten müsste. Er zerstört die Umwelt – und damit seine Lebensbedingungen -, verkennt die Rolle der Populationen sowie die Bedeutung des Friedens
Meine Therapie: Den geistig-seelischen Zustand des Menschen möglichst rasch so weit verbessern, dass er wenigstens als Spezies auf der Erde überleben kann. Dies sollte möglichst für alle Menschen geschehen da jedes Individuum einen Steuerorganismus hat
Die Regeln für das Zusammenleben von Individuen und Populationen werden als Ethik bezeichnet, die dann etwa in die Gesetzgebung einfließt. Diese Regeln sollten in einem ersten Schritt so beschaffen sein, dass sie wenigstens das Überleben der Spezies sicher stellen. Ich nenne diese die Überlebensethik
Die Überlebensethik enthält Regeln für die geistig-seelische Weiterentwicklung, den Erhalt der Umwelt und - falls erforderlich und möglich – die Wiederherstellung einer intakten Umwelt, die Stärkung der Populationen sowie die Herstellung und den Erhalt von Frieden auf der Erde
Darauf aufbauend habe ich Verhaltensregeln für jeden Menschen für die wichtigen Gesellschaftsbereiche Religionen, Wissenschaften, Gemeinwesen, Gesundheitswesen, Wirtschaftssysteme und Umweltbewegungen formuliert
Alle überlebenswillige Menschen sind angehalten, diese Verhaltensregen umzusetzen; Für sich und möglichst gemeinsam sowohl in ihren eigenen Gruppen als auch in den übergreifenden Gruppen bis hin zu den Nationalstaaten erdweit.
Im Buch bin ich wie folgt vorgegangen:
Ich betrachte zunächst das Leben der Menschen mit den alltäglichen Katastrophen von Individuen und Populationen. Dann blicke ich auf die Gefährdungen, die sich für die Spezies Mensch durch ihre Aktivitäten ergeben. Ich sehe, dass die Menschen etwa ihre Lebensbedingungen durch Waffen, Gifte, Verschmutzungen, Kriege usw. zerstören. Ich schließe daraus, dass sich der Mensch falsch steuert. Sein Steuerorganismus scheint in der von ihm geschaffenen Welt überfordert zu sein.
Ich erkläre mir dies so, dass der Mensch als biologisches Wesen die Sphäre, in der er sich entwickelt hat und die für ihn die richtigen Lebensbedingungen bietet, dermaßen verändert hat, dass er nicht mehr darin zurecht kommt.
Meine philosophische und spirituelle Grundlage dieser Erklärung geht von uns unbekannten Kräften aus – im Folgenden „Hohe Mächte“ anstatt „Gott“ genannt - welche die Bedingungen für das Leben im Weltall und auf der Erde geschaffen haben. Uns Menschen bleiben dennoch genügend Freiheitsgrade für ein in diesem Rahmen weitgehend selbst bestimmtes Leben. Wir sollten den „Gott“ neu sehen. Der Gottesbegriff der Alt-Religionen ist durch das heutige Wissen überholt.
Deshalb lauten meine Schlussfolgerung und Diagnose wie folgt: Der Mensch erwirkt sich sein Schicksal als Individuum und in der Population und Erdbevölkerung weitgehend selbst. Seine Psyche stammt jedoch aus vorheriger Zeit und verwehrt ihm sehr oft die richtige Erkenntnis und die daraus folgenden Handlungen in den heutigen Situationen. Der Mensch hat sich unkontrolliert entwickelt und deshalb sind seine heutigen Fähigkeiten unterentwickelt und nicht ausreichend.
Darauf aufbauend lautet meine Therapie: Um sich richtig steuern zu können muss der Mensch die Gesetze der Hohen Mächte anerkennen und beachten. - Die Hohen Mächte haben ihm etwa keine Betriebsanleitung mitgegeben, in der Sinn unseres Lebens enthalten ist, nach dem sie sich ausrichten könnten. Er könnte sich helfen und dafür Hirnkonstrukte entwickeln und danach leben. Er muss anhand der Ergebnisse entscheiden ob er sie eventuell verändern müsste. Ein Hirnkonstrukt wäre etwa: Überleben und sich weiter entwickeln. Ein Ziel sollte etwa sein, die Gefährdungen für ein Überleben zu beseitigen.
Aus diesen Thesen ergeben sich etwa die folgenden Vorstellungen für eine Umsetzung in der Praxis:
Jeder Mensch sollte sich grundsätzlich geistig-seelisch so weit entwickeln, dass er versteht, sich in die Evolution einzufügen. Die Evolution hat Jedem einen Steuerorganismus zugeteilt; Deshalb ist auch jeder mit verantwortlich dafür was die Menschen bewirken. Wer dazu nicht in der Lage ist – weil er etwa zu jung, zu alt oder behindert ist – muss die Entscheidungen der dazu befähigten Menschen akzeptieren. Demnach muss Jeder die Umwelt und die Populationen achten und in Frieden mit der Um - und Mitwelt leben.
Das neue Verhalten und die neue Lebensweise könnten etwa durch eine Erziehung und Weiterbildung in allen Lebensstufen erreicht werden. Sie soll dazu führen, dass die bestimmenden Systeme und die sich daraus ergebenden Verhaltensweisen der Menschen entsprechend gestaltet werden.
Für die Verhaltensweisen schlage ich 33 positiv formulierte Verhaltensregeln vor, die für alle Menschen auf der Erde gelten und deshalb erdweit vereinbart werden müssen. Diese Regeln sollen entsprechende Veränderungen in allen Lebensbereichen wie etwa Religion, Wissenschaften, Gesellschaften (mit Politik, Parteien, Bürgern, Verwaltung, Justiz), Gesundheitswesen, Wirtschaftssystemen usw. bewirken.
Jeder Mensch muss sich nach der hier formulierten Ethik verhalten wenn er langfristig überleben sowie sich weiter entwickeln will. Ich nenne sie Überlebensethik. Nach diesen Vorstellungen kann sich jeder Mensch nicht mehr beliebig verhalten („nach seiner Fasson selig werden“, Friedrich der Große). Die Messlatte für seine Lebensweise und sein Verhalten ist jetzt das Überleben der Menschheit
Ich erläutere welche Veränderungen sich ergeben würden und beschreibe wie sich diese in der Zukunft auswirken könnten.
Die beschriebenen Zusammenhänge sollten zumindest diejenigen Menschen interessieren, die daran interessiert sind, sich und ihren Mitmenschen ein positives Schicksal zu erwirken. Dies dürfte besondere Anstrengungen für alle Menschen erforderlich machen: Für diejenigen, die sich dieser Aufgabe stellen, aber auch für diejenigen, die sich dem verweigern und weiter auf den Untergang der Menschheit hinarbeiten. Unabhängig davon sind alle von den laufenden Entwicklungen betroffen.
Mit meiner durchgängigen Betrachtungsweise von den spirituellen Grundlagen bis zu den Vorschlägen für das alltägliche Leben aller Menschen in allen Bevölkerungsgruppen auf der Erde beschreite ich Wege wie ich sie bisher noch nirgends entdeckt habe.
In diesem Kapitel beschreibe ich wie verkehrt sich die meisten Menschen auf der Erde meiner Meinung nach verhalten. Sie bewegen sich abseits der „richtigen“ Wege. Richtige Wege würden die Menschen zum Glück und nicht in den Untergang führen; Die meisten der heutigen Wege führen letztlich ins Unglück. Anstatt einer geistig-seelischen Weiterentwicklung – wie sie die Evolution zumindest vorgezeichnet hat und wie sie in der Menschheitsgeschichte auch zu beobachten ist - widmen sich die Meisten nur dem Konsum. Dieser heutige, rücksichtslose Raubtier-Konsum gefährdet zudem über die zunehmende Umweltzerstörung die Lebensbedingungen der gesamten Menschheit und damit letztlich sogar deren Fortbestehen auf der Erde.
Zitat eines Mitmenschen: „Die Menschheit wird halt untergehen“.
Dieser Mensch denkt aber gar nicht daran, sein schädliches Verhalten - etwa Auto fahren, in Urlaub fliegen usw. - zu verändern. Ich schließe daraus, dass er die damit verbundenen Gefahren nicht erkennt oder nicht erkennen will oder kann.
Um meine Feststellungen zu verdeutlichen, berichte ich über Alltägliches aus einigen Gesellschaftsbereichen, die mir unter den obigen Gesichtspunkten auffallen und die ich als falsch und schädlich - kurz „verkehrt“ - betrachte. Sie sind so alltäglich, dass sie einem kaum mehr auffallen; Die Meisten finden diese ganz normal.
Ich arbeite hier mit sogenannten Tatsachenbeobachtungen wie dies Wissenschaften wie Philosophie und Soziologie tun. Daraus leite ich etwa mit Hilfe der Psychologie im weiteren Verlauf meine Stellungnahmen und Schlussfolgerungen ab.
Zudem beschreibe ich Stellungnahmen meiner Mitmenschen dazu. Der Ausdruck „verkehrt“ scheint mir auch insofern ganz treffend zu sein weil gerade der heutige Verkehr ganz wesentlich zur Gefährdung beiträgt.
Der Mensch verkehrt falsch. Dass auch der sogenannte „Geschlechts-Verkehr“ heute nicht mehr so richtig funktioniert passt ebenfalls in dieses Bild. Das Verkehrsmittel des heutigen Menschen ist das Auto. Dies wird zumindest von vielen Männern besser gehegt und gepflegt als etwa ihre Frau; Dafür werden Großteile des Einkommens aufgewendet. Bei den Normalmenschen ist es ein Statussymbol. So drehen sich ein Großteil der Gespräche um das Auto. Reiche Menschen haben natürlich Yachten, Flugzeuge und dergleichen zusätzlich; Sie sind ansonsten nicht anders.
Dass viele Menschen verkehrt ticken wird auch daran deutlich, dass sie oft etwas ganz anderes tun als sie sagen.
Zitat: „Wir dürfen unseren Kindern keine kaputte Erde hinterlassen“.
Aber die meisten dieser Menschen bewirken etwa durch ihre konsumorientierte Lebensweise gerade dies.
In diesem Kapitel verwende ich oft Zitate, die ich bei anderen Menschen gehört habe. Diese Tatsachenbeobachtungen können jederzeit überprüft werden. Sie, der Leser, haben sicher häufig solche oder ähnliche auch gehört. Zu jedem Zitat erläutere ich - in Kursivschrift - was mir daran auffällt. Je weiter der Leser im Buchtext voran kommt, desto eher kann er diese dann selbst bewerten und einordnen.
Das Gute am Menschen ist offensichtlich nicht gut genug sonst würde sich der Mensch nicht so in Gefahr bringen. Deshalb konzentriere ich mich hier auf die Schattenseiten des Menschen, die dafür verantwortlich sind. Ich nehme in Kauf, dass das Gute in diesem Buch leider zu kurz kommt.
Zur Verdeutlichung meiner Vorstellungen sowie zur Konzentration auf das Wesentliche habe ich einige Gesellschaftsbereiche ausgewählt, die ich für besonders wichtig halte. Diese sind Religionen, Wissenschaften, Gemeinwesen, Gesundheitswesen, Wirtschaftssysteme und Umweltbewegungen. (Ich habe die Mehrzahlform gewählt weil es auf der Erde sehr verschiedene Ausprägungen davon gibt).
Die Anzahl der Bereiche muss zwangsläufig begrenzt sein da nicht nur der Umfang dieses Buches begrenzt ist sondern auch meine Leistungsfähigkeit. Die Themen sind so komplex, dass ich sie hier nur anreißen kann. Letztlich müssen die Lösungen von den Menschen in den Gesellschaften erarbeitet werden. Die genannten Bereiche werde ich auch in den übrigen Kapiteln in dieser Reihenfolge behandeln.
Ich halte die ausgewählten Gesellschaftsbereiche aus den im Folgenden genannten Gründen für aussagefähig.
Religionen
Die Religionen gelten schon seit Urzeiten als der wichtigste Bereich der Gesellschaften. Die Menschen spürten, dass sie für das was sie nicht wussten – etwa wo komme ich her und wo gehe ich hin – unbedingt eine Erklärung brauchten, mit der sie leben konnten. Die Vorstellungen der Religionen entwickelten sich vom handfesten Glauben an Naturgeister zu immer komplexeren und abstrakteren Vorstellungen wie etwa der Dreifaltigkeit des Christentums. Diesen Mächten schrieben sie gewaltige Kräfte zu. Sie sahen diese als verantwortlich für die Erschaffung der Welt und des Lebens an und versuchten – etwa mit Ehrungen, Opfern usw. - mit den ihnen unbekannten Kräften umzugehen. Dahinter stand nicht nur der Wunsch, das Leben immer besser verstehen zu können sondern auch von den Geistern, den Göttern oder „Gott" Vorteile für sich zu erhalten. Insofern halte ich die Religionen für prägend und nenne sie hier zuerst.
Wissenschaften
Wissenschaft arbeitet grundsätzlich mit rationalen, überprüfbaren, plausiblen und nachvollziehbaren Hypothesen und Argumenten. Damit versuchen die Menschen ihren Verstand so einzusetzen, dass die Unsicherheit infolge des Nichtwissens durch Sicherheit infolge von Wissen ersetzt wird. Dies hat sich als sehr erfolgreich heraus gestellt wie etwa die Technik als angewandte Wissenschaft mit ihrem Siegeszug um die Welt gezeigt hat. Dass sich deren Ergebnisse mittlerweile allerdings auch als äußerst bedrohlich heraus gestellt haben, liegt mehr an ihrer falschen Anwendung.
Gemeinwesen
Die Populationen leben von Natur aus - biosoziologisch gesehen – in politisch organisierte Gesellschaften. „Gesellschaft“ ist ein Begriff der Soziologie für eine abgegrenzte Anzahl von Personen, die als sozial Handelnde miteinander verknüpft leben <laut Wikipedia>. Sie organisieren sich in unterschiedlichen Gemeinwesen in allgemeiner, öffentlicher Gemeinschaft. Alle hier behandelten Bereiche sind ja Bereiche der menschlichen Gesellschaft und der Gemeinwesen. Deshalb wird beim Blick auf deren Zustand am ehesten deutlich welche Probleme vor allem im Zusammenleben der Individuen und der Populationen bestehen und wie sich diese auf das Ganze - die Umwelt, die Mitwelt und die Menschen selbst -auswirken.
Gesundheitswesen
Der Mensch als biologischer Organismus ist von seinen Lebensbedingungen wie etwa Temperatur, Nahrungsquellen, Schutz vor Beschädigungen und Tod usw. abhängig. Darüber hinaus beeinflusst er durch sein persönliches Verhalten wie Ernährung, Bewegung, Einstellung usw. seinen Körper und seine Gesundheit. Aus dem Umgang mit der Gesundheit bzw. der Krankheit sowie dem Gesundheitszustand der Individuen in der Gesamtheit lassen sich viele Rückschlüsse auf sein Steuerungsverhalten ziehen. Die Konzepte und die Anwendung der Gesundheitssysteme beleuchtet zudem gut den diesbezüglichen Zustand der Gemeinwesen.
Wirtschaftssysteme
Jeder tritt tagtäglich als Verbraucher auf und beteiligt sich so am Wirtschaftskreislauf. Seine Lebensweise – etwa als Veganer, Vegetarier oder Carnivore (Fleischesser), Autofahrer usw. – und seine diesbezüglichen Entscheidungen beeinflussen wesentlich die Verhältnisse bei Produzenten und Verteilern. Die Verbraucher bestimmen damit letztlich unsere Lebensverhältnisse und die gesamte Lebenswelt. Vor allem die schädlichen Wirtschaftsprozesse haben ganz wesentlich zum heutigen, schlimmen Zustand von Umwelt und Gesellschaften geführt. Deshalb betrachte ich dieses Gebiet unbedingt mit.
Umweltbewegungen
Umweltbewegungen im heutigen Sinn sind noch relativ jung - wenn ich nicht die Verfasser der Bibel, die etwa von der Bewahrung der Schöpfung sprachen, mit dazu rechne. Sie entstanden erst nachdem Bewegungen wie der Club of Rome in den 1960er Jahren die Gefährdung der Erde durch das Wirken der Industriegesellschaften thematisiert hatten. In Deutschland gründeten sich später etwa Nabu (Naturschutzbund Deutschland), BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland), ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), VCD (Verkehrsclub Deutschland) sowie die Grünen. Wenn deren Ziele auch noch lange nicht erreicht sind so haben sie doch wesentlich zur Verschiebung der öffentlichen Meinung hin zu mehr Umweltbewusstsein beigetragen. Die herrschenden Kräfte hatten von Anfang an die Notwendigkeit von aktivem Umweltschutz bestritten. Auch heute noch bewegen sie sich ganz zögerlich in diese Richtung.
Bei meiner Mitarbeit in diesen Gruppen habe ich allerdings feststellen müssen, dass viele wohlmeinende Aktivisten selbst noch nicht mit den anstehenden Problemen – etwa den eigenen Konsum oder die Zusammenarbeit in der Gruppe – zurecht kommen und so nicht genügend wirken können. Sie wehren sich hartnäckig, etwa gegen die in unserer Gesellschaft offen sichtbaren Fehlverhalten der Menschen wie etwa Autofahren, Fliegen, Fleischverzehr u.a. konkret Stellung zu beziehen und die Konsumenten direkt anzusprechen. Solange selbst die potentiellen Vorreiter einer Wende zu einer nachhaltigen Lebensweise noch so viel Schwierigkeiten mit sich selbst haben brauchen wir uns über den aktuellen, unbefriedigenden Stand nicht zu wundern. Deshalb halte ich es für wichtig, gerade diesen Bereich mit zu betrachten.
Täglich erfahren wir aus den Medien über die Folgen der Erderwärmung wie immer stärkere Stürme, Überschwemmungen, Anstieg des Meeresspiegels und wir sehen Bilder von den Schäden, von Gletscher- und Polareisschmelze sowie von Flüchtlingen, die ihr Leben riskieren, um dem Jammer zu entgehen. Nicht zu vergessen die täglichen Horrormeldungen über Kriege, Verbrechen, Wirtschaftskatastrophen usw.
Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) sowie viele Wissenschaftler, Intellektuelle und Umweltbewegungen warnen vor den menschengemachten, schädlichen Einflüssen auf unsere Lebensbedingungen und deren bedrohliche Folgen.
Aber erstaunlicherweise leben die meisten Menschen weiter wie bisher: Unbeirrt konsumieren sie, fahren weiter wie verrückt Auto, fliegen in Urlaub, essen Fleisch aus Massentierhaltungen usw. Sie sehen gar nicht ein warum sie ihr schädliches Verhalten aufgeben sollten. In Gesprächen höre ich dann etwa:
„Wie soll ich denn zur Arbeit kommen“,
„Ich möchte aber fremde Länder kennen lernen“,
„Ich lasse mir mein Grillsteak nicht verbieten“,
„Du kannst nicht beweisen was in der Zukunft passiert“ usw.
Diese Menschen blenden nicht nur die möglichen Schäden aus sondern nehmen diese sehenden Auges sogar in Kauf. Sie wollen offensichtlich warten bis die Schäden eingetreten sind auch wenn dies in den nächsten Generationen sein wird. Und was tun sie dann? Eine solche Haltung halte ich für unverantwortlich und nicht erwachsen. Was kann ich denn dafür; Ich kann sowieso daran nichts ändern. Hier fehlt vollkommen die Einsicht über die eigene Mitwirkung.
Selbst die Eliten gehen mit schlechtem Beispiel voran. Die angeblichen „Klimaschützer“ treffen sich umweltschädigend mit dem Flugzeug zu weltweiten, leider ergebnislosen Konferenzen. Mittlerweile dürfte den Meisten von ihnen auch klar geworden sein, dass das ursprüngliche Ziel einer Begrenzung des Temperaturanstiegs auf angebliche unverfängliche 2 Grad C illusorisch geworden ist. Die Erde steuert nämlich auf eine viel stärkere Erwärmung zu. Deren Folgen sind noch gar nicht mit Sicherheit genau abzusehen da unser Wissen über die komplexen Zusammenhänge in den Ökosystemen dafür nicht ausreicht. Wir müssen aber damit rechnen, dass sie wahrscheinlich höchst gefährlich sein werden. Westeuropa bleibt möglicherweise zunächst noch einigermaßen verschont; Doch die langfristigen Folgen werden auch uns treffen; Vielleicht schlimmer als im 2.Weltkrieg.
Die Deutschen unter den Nazis hatten nicht an das gedacht was auf sie zukommen würde als sie ihrem „Führer“ noch in Massen zujubelten. Sie hielten zudem brav bis zum Schluss aus. Erst als ihnen die alliierten Sieger die Waffen aus den Händen schlugen mussten sie aufhören.
Unter diesen Gesichtspunkten bezeichne ich die heutige weltweite selbstzerstörerische Lebensweise besonders der wohlhabenden Gesellschaften als vollkommen kontraproduktiv.
Der Sozialpsychologe Harald Welzer, (*1958), <b>, bezeichnet unsere Lebensweise gar als idiotisch. Nur Kranke und Verrückte setzten sich etwa den Goldenen Schuss oder schädigen sich durch Rauchen, Alkohol, Völlerei usw.
Die selbstzerstörerische Lebensweise schädigt aber auch diejenigen Menschen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - an dem Konsumwahn gar nicht beteiligen können oder wollen. Die Zerstörung der Umwelt trifft alle.
Es mag ja jeder sich selbst schädigen wie er will; Aber wenn er auch Andere damit schädigt oder gar mit in den Abgrund reißt ist dies ein krimineller Akt wie Totschlag oder Mord. Wenn die Mehrheit dies dennoch tun will habe ich zumindest das Recht, mich dagegen wehren zu dürfen. Dies will ich mit diesem Buch tun und möglichst andere Gleichgesinnte ermuntern, es mir gleich zu tun.
Die jüdische Religion ist seit über drei Jahrtausenden die Urmutter der anderen abrahamitischen Religionen Christentum und Islam. Die von ihnen geprägten Gesellschaften haben mit ihren Vorstellungen jedoch wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Menschheit jetzt am Rand des Untergangs befindet. Sie sind zudem weit davon entfernt, ihre angestrebten Ziele – wie etwa Frieden und Liebe – zu erreichen. Schon die frühe Geschichte macht das schlimme Ergebnis deutlich.
Wie aus dem Alten Testament hervorgeht hatten sie „mit Gottes Hilfe“ bedenkenlos etwa andere Gruppen ausgelöscht. Dass später die deutschen Nationalsozialisten dies mit den Juden ebenso gemacht hatten darf da nicht wundern; Auch wenn ich dies scharf verurteile. Heute führen sich die Israelis in dem von ihnen besetzten Land auch wie „Herrenmenschen“ auf. Was ist das für ein schizophrenes Verhalten? Es entwertet zugleich die berechtigten Klagen der Juden gegen das was ihnen angetan wurde.
Es ist bekannt, dass die Katholische Kirche in früheren Zeiten für allerschwerste Verbrechen wie Kreuzzüge, Inquisition, Ketzerverfolgung, Hexenverbrennungen usw. verantwortlich war. Sie hat sich bis heute dafür noch nicht einmal entschuldigt. Sie zieht heute noch wegen ihrer verqueren Sexualmoral etwa gegen Geschiedene und Homosexuelle zu Felde, anstatt ihrer eigenen Lehre - etwa dem Liebesgebot Christi - zu folgen. Mit dem neuerlichen sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester hat sie gezeigt, dass ihre Lehre schwere Mängel haben muss.
Sie verhindert zudem die aktive Beteiligung von Frauen und anderen Laien am Leben der Kirche. Das Miteinander der zölibatär lebenden Junggesellen ist zudem alles andere als liebevoll wie die Berichte über das Machtgerangel im Vatikan zeigen. Ich verstehe nicht, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder immer noch in die Obhut solcher Menschen geben. Und dennoch unterstützen nach wie vor rund 26 Mio. Mitglieder in Deutschland diese schreckliche Institution. Der IS praktiziert heute wieder Ähnliches. Diese Kirche erinnert eher an eine kriminelle Vereinigung als an eine „moralische Anstalt“. Ist dies nicht in höchstem Maße verkehrt?
„Was soll ich denn machen wenn mich kein Pfarrer beerdigt?“.
Dieser Mensch ist vollkommen eingefügt in die kirchliche Struktur und weiß noch nicht einmal, dass dieses Ritual auch von Anderen vollzogen werden kann.
„Ich will kirchlich heiraten - sonst ist das keine richtige Heirat"
Bei diesem Mensch ist etwa die Liebe nicht so wichtig. Wichtig ist vor allem die Meinung der Anderen.
Die Evangelische Kirche ist zwar weit aufgeschlossener als die KK aber dennoch ist auch sie nicht frei von moralischen Verirrungen. Dies zeigen etwa der Antijudaismus der Reformatoren, der hohe Anteil derjenigen Protestanten, die mit den Nazis zusammenarbeiteten, die oft unmenschlichen „Erziehungsmethoden“ in einigen Heimen usw. Die grundsätzlichen, spirituellen Vorstellungen über "Gott" sind bei Katholischen und Evangelischen gleich unrealistisch.
Der Islam – obwohl jünger – ist keineswegs fortschrittlicher als die christlichen Kirchen. Fast alle Gruppierung unterdrücken und töten bedenkenlos Andersdenkende und setzen ihren Willen mit brutalen Mitteln – siehe A1 Qaida, IS, Taliban, Scharia, Vergewaltigungen, Ehrenmorde usw. - durch. Verhüllte Musliminnen in unserer Gesellschaft demonstrieren täglich auch bei größter Hitze die Rückständigkeit ihrer Religion und ihrer eigenen Stellung.
Der Buddhismus ist zwar einen anderen Weg gegangen. Er kennt etwa keinen Schöpfergott und vermeidet die damit verbundenen Probleme wie die Theodizee. Seine Gleichgültigkeit gegenüber dem realen Leben nimmt ihm letztlich jedoch die Kraft, sich an der Entwicklung der Menschen und der Gesellschaften zu beteiligen. Die von ihm geprägten Gesellschaften sind jedenfalls auch nicht besser dran als die anderen.
Wie der Religionswissenschaftler Hartmut Zinser (*1944), <a>, beschrieben hat haben alle hier genannten Religions-Richtungen trotz anderslautender Worte vielfach der Gewalt sogar gezielt eingesetzt und tun dies noch heute. Sie sind keine Leuchttürme der Ethik und schon gar keine Vorbilder. Sie sind in ihren Vorstellungen festgefahren und haben keine passenden Antworten auf unsere Zeit.
Dass es dennoch genügend Unterstützer - „Gläubige“ - gibt, verdeutlicht nur den ungenügenden Stand der geistig-seelischen Entwicklung der Menschheit.
Die Wissenschaften dienen angeblich dem Fortschritt. Dazu zählen aber auch schädliche Dinge wie Autos, Flugzeuge, Atombomben, Gifte usw. Sie haben zwar für viele Menschen erhebliche Vorteile gebracht doch ist mittlerweile klar, dass der vorgebliche Fortschritt unsere Zivilisation bedroht. Allein die nuklearen Katastrophen wie die Atombomben-Abwürfe in Hiroshima oder Nagasaki oder die Reaktorkatastrophen in Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima sind deutliche Warnsignale für fehlgeleitete Wissenschaften. Die meisten Menschen unterstützen selbst in demokratisch organisierten Staaten die angeblich „fortschrittlichen“ Produkte als Konsumenten ohne Rücksicht auf die Folgen bedenkenlos. Das kann ich nur als „verkehrt“ bezeichnen.
Viele beziehen etwa trotz der Gefahren Atomstrom. Den Zehntausende von Jahren lang strahlenden Atommüll muten sie ihren Kindern und Kindeskindern trotz gegenteiliger Beteuerungen zu.
„Wir dürfen doch nicht auf Kosten unserer Kinder leben“
Aber gerade das tun sie damit.
„Atomstrom ist die preiswerteste Energie“
Von dieser offensichtlichen Lüge der einschlägigen Industrie und der sie unterstützenden Politiker lassen sich viele Menschen gerne täuschen. Was stimmt mit ihnen nicht?
Viele Wissenschaftler leben trotz besseren Wissens meistens ebenso schädlich wie die Anderen. Vielleicht spekulieren sie wie diese dar, dass sich plötzlich alles von selbst löst und in Wohlgefallen auflöst.
„Den Wissenschaftlern wird schon etwas einfallen, um unsere Erde doch noch zu retten“ glauben Viele.
Diese Menschen machen sich jedoch etwas vor. Denn woher wollen sie das wissen? Oder nehmen sie das Risiko billigend in Kauf? Die Nazis und ihre Unterstützer träumten auch bis zuletzt von den "Wunderwaffen" und dem "Endsieg".
Viele Wissenschaftler arbeiten in Bereichen, deren schädliche Folgen auch sie treffen könnten; Etwa in der Waffenindustrie, Chemie, Gentechnik usw. Schließen sie vor den Ergebnissen die Augen? Möglicherweise reden sie sich ein:
„Wir Wissenschaftler dienen dem Fortschritt“
Wie kann ein solcher Mensch angesichts der offensichtlichen Gefahren noch so reden; Für mich ist er verkehrt dran.
Ich bin immer wieder erstaunt darüber wie sich offensichtlich fähige Wissenschaftler zurückhalten wenn es um die Konsequenzen ihrer Wissenschaften geht. Als Beispiel möchte ich hier den Historiker Ian Morris, (*1960), <c>, anführen.
In seinem Buch beschreibt er etwa das Treibhaus Erde, in dem die Naturphänomene Anstieg der Meeresspiegel, Wetterextreme, Waldbrände usw. die Menschen bedrohen. Er sieht Hungersnöte, Staatszerfälle, Wanderbewegungen und Seuchen auf uns zu kommen und befürchtet sogar eine „Weltendämmerung“ (das Ende der Zivilisation). Er empfiehlt, nicht alle Kohlenwasserstoffe zu verbrauchen und das "global weirding" (eine globale Verschlechterung) zurückzudrängen. Die Weltbevölkerung wachse immer noch und deshalb sei es schwierig, eine einfachere Lebensweise durchzusetzen da es insbesondere immer mehr reiche Menschen gäbe.
Wie aber konkret gegengesteuert werden könnte oder warum sich der Mensch so steuert sagt er nicht.
Aus den zahlreichen Facetten habe ich aus den Gemeinwesen die folgenden Bereiche herausgegriffen, an denen ich meine Beobachtungen verdeutlichen möchte:
Politik (Parteien, Bürgerbeteiligung, Sicherheit)
Mobilität (Auto, Bus und Bahn, Flugzeug, Fahrrad)
Beziehungen Kultur (Erziehung, Bildung, Medien, Theater, Literatur)
Wirtschaft (Konsum, Energie, Geld)
Hierauf gehe ich im Folgenden näher ein.
Politik sei ein schmutziges Geschäft – sagen manche. Andere erwarten von ihr, dass sie ihre Probleme zur Zufriedenheit löse; Dafür würden die Politiker ja bezahlt. Und wenn irgendwelche Schwierigkeiten auftauchen machen diese Menschen dann "die Politik" verantwortlich. Ihre Mitwirkung - und damit Verantwortung – nehmen sie nicht wahr. Sie verhalten sich wie Kinder.
"Ich habe doch das Recht, Auto zu fahren. An den Staus sind die Politiker schuld; Die haben mal wieder geschlafen und nicht genügend Straßen gebaut" ist eine oft geäußerte Meinung.
Aber die Partei, die dafür Gelder haben will, wählt dieser Bürger eher nicht. Er will ja möglichst wenig Steuern zahlen. Diese "Volksmeinung" ist so widersprüchlich wie verkehrt.
Gerade in den Demokratien spiegelt sich sehr deutlich wider, dass die Menschen weder gut mit sich noch mit ihrem Schicksal umgehen können. Eigentlich könnten sie über die Parteien und die Wahlen die Weichen in die von ihnen gewollte Richtungen lenken. Tatsächlich sind jedoch viel zu wenig Menschen politisch aktiv und genügend informiert, um sich ein einigermaßen fundiertes Urteil bilden zu können. Nur etwa 2 % der Deutschen sind überhaupt Mitglied in einer Partei und noch weniger nehmen aktiv teil. Die Wahlbeteiligungen werden immer kleiner.
Ihre Informationen erhalten die Meisten mehr oder weniger zufällig aus den Unterhaltungs-Kanälen oder – Blättern. Meist fehlt es zudem an der nötigen Motivation und den Fähigkeiten, sich zu informieren oder gar zu engagieren. So bleiben die alten Vorstellungen und Strukturen erhalten und starke Gruppen können über Macht, Medien und Werbung unverhältnismäßig viel Einfluss zu ihrem eigenen Vorteil ausüben.
„Die da oben machen doch mit uns was sie wollen“.
Doch wenn die Mehrheit bei der Wahl anders gestimmt hätte wäre die Situation eine andere.
„Da kann ich als Einzelner doch gar nichts bewirken“.
Das ist zwar zunächst nicht falsch. Aber dieser Mensch glaubt offensichtlich, dass er quasi nur als „Kaiser von Deutschland“ Einfluss ausüben könnte. Dabei ist doch ganz klar, dass er als Teil der Verbraucher mit Konsum, Autofahren, Fliegen, Heizen usw. letztlich den gefährlichen Zustand mit verursacht. Also auch hier wieder: Diese Menschen ticken verkehrt.
Entsprechend hoch ist die sogenannte Politik(er)verdrossenheit. Es sind vor allem diejenigen verdrossen, die sich mit den wirklichen Problemen in den Gesellschaften gar nicht befassen wollen oder können und stattdessen einen Sündenbock für ihre Unfähigkeit und ihr Nichtstun vorschieben.
"Wozu brauchen wir so viel Politiker und Beamte?" fragen Viele.
Aber die wenigsten Menschen haben überhaupt eine Ahnung davon welch umfangreiche und schwierige Arbeiten in einem Staatswesen anfallen. Sie wollen sich mit so etwas gar nicht befassen sondern gehen lieber ihrem eigenen Vergnügen nach. Auch hier wieder das Verkehrte: Es lieber auf einen Sündenbock schieben als selbst etwas zu tun.
Die leider ungerechtfertigte Überversorgung von Politikern und Beamten im Vergleich zu den meisten anderen Arbeitnehmern hat viel dazu beigetragen.
Für die Meisten ist es offensichtlich einfacher, auf die Sündenböcke zu zeigen als selbst etwas dagegen zu unternehmen – etwa durch eine Mitarbeit in entsprechenden Organisationen. Man zeigt lieber auf die angeblich nicht mehr weiße Weste des Anderen. Aber wie „sauber“ ist denn eigentlich die eigene Weste? Ist das Hinterziehen von Steuern - Geld in „Steuerparadiesen“, Deals mit Regierungen, Schwarzarbeit, geschönte Steuererklärung usw. - denn „sauber“? Ladendiebstähle und Mitnahme von Firmeneigentum sind häufig auch bei den unteren Schichten häufig zu beobachten. So ist es nicht verwunderlich, dass viele denken:
“Politiker sind käuflich, dumm und nur auf ihren Vorteil bedacht“.
Dabei trifft dies leider auch auf viele andere Menschen zu. Wieso sollten gerade Politiker anders sein? Es gibt jedoch viele Menschen, die sich ehrenamtlich und mit Herzblut für Politik und ihre Mitmenschen einsetzen.
„Das machen doch alle“.
Dieser offensichtliche Unsinn offenbart die verkehrte Sicht dieses Menschen.
„Ich schenke dem Staat nichts“.
Dieser Mensch will seine Pflicht nicht erfüllen und verlangt, dass andere für ihn bezahlen sollen; Auch hier wieder verkehrte Welt.
„Der Staat nimmt uns aus“.
Aber die meisten dieser Menschen verlangen gleichzeitig vom „Staat“, dass er alles in Ordnung halten soll. Sie wollen ihm aber dafür am liebsten gar keine Steuern zahlen. Derartige widersprüchliche Haltungen sind leider weit verbreitet.
Der angebliche „Souverän“, nämlich das Volk, weiß offensichtlich noch nicht einmal was das ist. Es will geradezu betrogen werden. Denn sonst müsste es etwa seine Lebensweise ändern und selbst seinen Beitrag leisten.
Deshalb können die Parteien, Regierungen und Verwaltungen mit Billigung der Justiz Gesetze verabschieden, anwenden und durchsetzen, die vor allem der Machtelite dienen; Das sieht man etwa an unserer Steuergesetzgebung. Diese Gesetze haben etwa einseitig die kleinen Leute im Visier.
Die kleine Verkäuferin wird etwa wegen eines 1€-Bons entlassen aber die Großen verschieben ihr Geld in andere Firmen oder Länder und hinterziehen Steuern in Millionenhöhe. Das ist doch höchst ungerecht und damit verkehrt.
So verwundert es auch nicht, dass etwa die Korruption nur unzureichend bekämpft wird. Die Parteien selbst verhindern etwa strengere Regeln und Überwachung.
Seltsam finde ich auch das wenig engagierte Verhalten der in der Justiz tätigen Beamten. Sie entscheiden mehr oder weniger routiniert aufgrund einer zweifelhaften Gesetzeslage. Sie brauchen ja auch für die Folgen ihrer Entscheidungen keine Verantwortung zu übernehmen. Das halte ich auch für verkehrt.
Die führenden „Eliten“ - etwa in Parteien und Verwaltungen - haben unser Gemeinwesen nicht für die Herausforderungen – etwa den Flüchtlingszustrom - fit gemacht.
Nur die Parteien dürfen Bewerber für die Abgeordnetensitze in den Parlamenten unserer indirekten Demokratie aufstellen. Zudem werden aus aus ihren Reihen die wichtigen und finanziell interessanten Posten in Regierungen und Verwaltungen besetzt. Deshalb sind sie zum Einfallstor von Lobbyisten aller Art geworden, die vor allem auf den Vorteil der von ihnen vertretenen Gruppe - wie Industrien, Gewerkschaften, Beamtenbund usw. - und weniger auf das Interesse der Allgemeinheit bedacht sind. Dabei geht es um Interessen und oft ziemlich handfest und unfair zur Sache. So ist die Mitarbeit in den Parteien leider nur etwas für Hartgesottene und nur Wenige - im Vergleich zur Gesamtbevölkerung - beteiligen sich.
Die andere laut Gesetz wichtige Aufgabe der Parteien, die Meinungsbildung, tritt so immer weiter in den Hintergrund. Wer liest schon etwa die vor den Wahlen verteilten „Grundsatzprogramme“? Die Meinungsbildung erfolgt stattdessen auf anderen Kanälen – etwa durch die Werbung der Industrie oder die öffentlich-rechtlichen Medien, die wiederum von den Parteien dominiert sind. Andere Gruppierungen wie Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Bürgerinitiativen und Vereinigungen aller Art tragen oftmals mehr als die Parteien zur Meinungsbildung bei; Sie haben jedoch praktisch keine Mitbestimmungsrechte.
Dass das linke Lager – vor allem SPD und Linke – so miteinander zerstritten ist, spricht auch nicht gerade für deren Weitsicht. Sie hätten derzeit mit den Grünen zusammen eine Mehrheit, verzichten aber darauf, ihren Zielen in einer eigenen Regierung näher zu kommen und ermöglichen so ihren Gegnern, Punkte zu machen. Also auch hier: Verkehrte Welt.
Für mich ist dies leider ein realistisches Spiegelbild unserer „verkehrten“ Gesellschaft: Die Menschen gehen weder gut mit sich selbst noch gut miteinander um. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Parteien ebenfalls nicht gut miteinander umgehen. Die eigene macht angeblich immer alles richtig; Die anderen sind immer die „Doofen“. Dass so die Parteien für sich und ihr Gemeinwesen wenig Gutes erwirken können liegt auf der Hand.
Die Parteien wollen angeblich immer „die Bürger beteiligen“ wie sie immer wieder betonen; Sie möchten ja möglichst „volksnah“ sein. Dies wird jedoch durch eine große Kluft zwischen dem Volk, das offiziell der Souverän ist, und den Parteien verhindert. Einerseits will und kann das Volk sich meist nicht mit den schwierigen Fragen des politischen Alltags befassen und belasten. So erscheint etwa bei Anhörungen zu Bebauungsplänen kaum ein Bürger. Andererseits haben die politisch aktiven Menschen aus den Parteien und in den Verwaltungen durchaus große Mühe, die anstehenden Probleme zu bearbeiten und Lösungen zu finden. Die Probleme sind zahlreich und oft noch komplex. Das macht das häufig zu beobachtende Zögern einerseits durchaus nachvollziehbar. Andererseits entstehen dann durch die fehlende Beteiligung aller Betroffenen schlechte Lösungen wie sich etwa bei Großprojekten wie Stuttgart 21, Berliner Flughafen oder Elbphilharmonie in Hamburg zeigte. Auch hier also: Verkehrte Welt.
Ein Beispiel für die mangelnden Fähigkeiten der Parteien, die Bürger zu beteiligen, erlebte ich in Saarbrücken. Aufgrund der von Helmut Kohl 1979 in Rio unterzeichneten „Agenda 21“ mit dem Ziel, Umwelt, Wirtschaft und Soziales auf der Erde zu verbessern, rief die SPD 1999 in Saarbrücken die Bürger zur Beteiligung an einer „Lokalen Agenda 21“ auf. Es waren auch einige Hundert Menschen interessiert. Aber Verwaltung und Parteien konnten mit den Ergebnissen wenig anfangen und der Prozess endete im Nichts. Die (SPD -) Oberbürgermeisterin weigerte sich sogar, den zugesagten Abschlussbericht dazu zu veröffentlichen. Auch CDU und Grüne, die sich gerade in einer Koalition befanden - konnten damit nichts anfangen obwohl gerade die Grünen immer eine stärkere Bürgerbeteiligung gefordert hatten. Letztlich wollten sie sich dem Problem nicht stellen. Also auch hier: Verkehrte Welt; Den Worten folgten keine Taten.
Ähnliche Widerstände gibt es bei den Parteien auch gegen Volksbegehren und Volksentscheide. Eine direkte Demokratie kann sich offenbar niemand richtig vorstellen. Dazu sind die meisten Menschen aus meiner Sicht heute noch zu wenig entwickelt.
Verständlicherweise streben die meisten Menschen nach Sicherheit. Sie wollen möglichst keine Angst verspüren. Dabei hat die Angst vor dem Verlust des Lebens oder anderen Gefahren durchaus ihre Berechtigung. Sie hat sicher dazu beigetragen, dass der Mensch überhaupt überlebt hat. Im Vergleich zu früher müsste sich der Mensch heute eigentlich viel sicherer fühlen. Er wird ja auch immer älter; Hat also bessere Überlebenschancen. Der amerikanisch-kanadische Evolutionspsychologe Steven Pinker (*1954), <d>, hat festgestellt, dass die Gewalt auf der Erde - auf die Bevölkerungszahlen umgerechnet – ständig noch zurück geht.
Aber dennoch ist offensichtlich das Gefühl von Unsicherheit weit verbreitet. Viele bemängeln eine zu geringe innere Sicherheit und fürchten sich etwa vor Kriminalität durch Überfälle, Schlägereien, Einbrüche, Diebstähle usw. Diese Gefühle werden insbesondere durch den Zuzug Flüchtlings noch bestärkt.
"Es gibt zu wenig Polizisten".
Aber hinter Jeden einen Polizisten zu stellen kann doch auch nicht funktionieren. Die Menschen setzen sich auch ohne zu zögern in ihr Auto obwohl die Gefahr, dort getötet zu werden oder selbst zu töten wesentlich höher ist als etwa durch Kriminalität.
„Die Steuern werden immer höher; Der Staat nimmt uns aus“.
Sie selbst wollen doch auch bezahlt werden. Sollen also etwa die Polizisten umsonst arbeiten? Oder sollen nur die „Anderen“ gefälligst ihre Steuern bezahlen – man selbst aber keine?
Bezeichnenderweise werden immer wieder diejenigen Parteien gewählt, welche die Polizei aus finanziellen Gründen immer weiter reduzieren obwohl sie im Wahlkampf mehr Polizeipräsenz angekündigt hatten. Und wahrscheinlich hat auch derjenige, der sich gerade beschwert, auch wieder so gewählt. Reden und Handeln klaffen wieder auseinander; Verkehrte Menschheit.
Erstaunlicherweise haben die Menschen viel weniger Angst vor den größeren Gefährdungen etwa durch Krankheiten infolge falscher Ernährung und Bewegungsmangel oder vor Krebs oder vor Unfällen im Verkehr oder im Haus. Die Wahrscheinlichkeit von derlei Schäden ist statistisch viel höher als durch die oben genannten Gefährdungen. Hier zeigt sich, dass die meisten Menschen die Realität verzerrt wahrnehmen.
Grundsätzlich wird bei den meisten Menschen die Kleinkriminalität
