MERIAN Reiseführer Hamburg - Marina Bohlmann-Modersohn - E-Book
SONDERANGEBOT

MERIAN Reiseführer Hamburg E-Book

Marina Bohlmann-Modersohn

0,0
15,99 €
Niedrigster Preis in 30 Tagen: 12,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Mit dem MERIAN Reiseführer Hamburg wissen Sie immer, worauf es wirklich ankommt. MERIAN zeigt die Stadt in all ihrem Reichtum: die charakteristischen Sehenswürdigkeiten und alles, was Sie darüber hinaus ebenfalls nicht verpassen sollten. So machen Sie mehr aus Ihrer Reise. MEHR ERLEBEN: Dank wertvoller Tipps sind Sie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort, für unvergessliche Augenblicke. – MEHR GENIESSEN: Ausgesuchte Adressen und Empfehlungen führen Sie zu einmaligen Hotels, urtypischen Restaurants, feinen Traditionsgeschäften und kulturellen Highlights. – MEHR SEHEN: Spannende Geschichten geben erstaunliche Einblicke in die Stadt und liefern vertiefende Hintergründe. Mit Extra-Faltkarte zum Herausnehmen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 216

Veröffentlichungsjahr: 2020

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Unsere eBooks werden auf kindle paperwhite, iBooks (iPad) und tolino vision 3 HD optimiert. Auf anderen Lesegeräten bzw. in anderen Lese-Softwares und -Apps kann es zu Verschiebungen in der Darstellung von Textelementen und Tabellen kommen, die leider nicht zu vermeiden sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2020

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2020

MERIAN ist eine eingetragene Marke der GANSKE VERLAGSGRUPPE.

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Ihre Meinung ist uns wichtig. Bitte schreiben Sie uns:

GRÄFE UND UNZER VERLAG

Postfach 86 03 66, 81630 München, www.merian.de

Leserservice:

[email protected]

Tel. 00800/72 37 33 33 (gebührenfrei in D, A, CH)

Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–16 Uhr

Verlagsleitung: Grit Müller

Verlagsredaktion: Susanne Kronester

Autorin: Marina Bohlmann-Modersohn

Redaktion: bookwise GmbH

Bildredaktion: Dr. Nafsika Mylona

Schlussredaktion: Karin Leonhart

Reihengestaltung: Independent Medien Design, Horst Moser, München

Kartografie: Huber Kartographie GmbH für Gräfe und Unzer Verlag GmbH

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska, Renate Hutt

ISBN 978-3-8342-3135-2

1. Auflage 2020

GuU 3135-2 4_2020_2

Bildnachweis

Titelbild (Hamburg, Speicherstadt at sunrise), Getty Images: Westend61

action press: TUCK, JAY > | akg-images: >, arkivi > | AWL Images: Holger Weitzel >, Cahir Davitt > | dpa Picture-Alliance: Axel Heimken >, >, Angelika Warmuth >, Maurizio Gambarini > | Fotolia: armvector > | G. Pietsch: (CC BY-SA 3.0) > | gemeinfrei: >, >, > | Getty Images: Gamma-Keystone >, ullstein bild > | GlowImages: Christian Ohde/imagebroker > | Hotel Hafen Hamburg: Stefan Karstens > | HUBER IMAGES: Reinhard Schmid >, >, >, >, >, Christian Bäck >, >, >, Maurizio Rellini >, Jürgen Busse >, Guido Cozzi > | imago: Angerer/Hoch Zwei Stock >, >, epd >, Kai Bienert >, STPP >, stock&people >, >, > | imago images: United Archives >, Carsten Dammann >, Future Image > | INTERFOTO: Friedrich > | Jalag: Ingo Wandmacher >, h & d zielske >, Gerald Hänel/GARP >, >, Walter Schmitz >, Philipp Koschel >, Anna Mutter >, Isabela Pacini > | laif: Jörg Modrow >, >, >, >, Frank Siemers >, >, Christian Kerber >, Bernd Jonkmanns >, Dieter Zinn > | Look: Helge Bias >, Fritz Dressler >, age fotostock >, Arnt Haug >, Walter Schiesswohl >, > | mauritius images: Manfred Habel >, Monica Gumm/White Star >, foodcollection >, blickwinkel >, Dirk Renckhoff/Alamy >, Cordelia Ewerth/imageBROKER >, Rainer Waldkirch >, Canetti/Alamy >, Ohde/Alamy >, Ingo Boelter > | OI-10-x.aia: (CC BY 3.0) > | plainpicture: Peer Hanslik >, Kerstin Bittner/Westend61 >, Jérome Gerull >, > | privat: > | seasons.agency: Hänel, Gerald >, Anna Mutter >, GourmetPictureGuide >, Jalag/Zielske, H. u. D. >, Lukas Larsson/Jalag >, GourmetPictureGuide >, > | shutterstock: powell’sPoint >, nattawit.sree >, r.classen >, Thorben Ecke > | VISUM: Christoph Keller > | www.bridgemanart.com >

Unser E-Book enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Im Laufe der Zeit können die Adressen vereinzelt ungültig werden und/oder deren Inhalte sich ändern.

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung ohne Zustimmung von Gräfe und Unzer ist unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Daten und Fakten für dieses Werk wurden mit äußerster Sorgfalt recherchiert und geprüft. Wir weisen jedoch darauf hin, dass diese Angaben häufig Veränderungen unterworfen sind und inhaltliche Fehler oder Auslassungen nicht völlig auszuschließen sind. Für eventuelle Fehler oder Auslassungen können Gräfe und Unzer, die ADAC Medien und Reise GmbH sowie deren Mitarbeiter und die Autoren keinerlei Verpflichtung und Haftung übernehmen.

Bei Interesse an maßgeschneiderten B2B-Produkten: Roswitha Riedel, [email protected]

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir freuen uns, dass Sie sich für diesen MERIAN Reiseführer entschieden haben. Unsere Autoren und Autorinnen sind für Sie unterwegs und recherchieren sehr gründlich, damit Sie mit aktuellen und zuverlässigen Informationen auf Reisen gehen können. Dennoch lassen sich Fehler nie ganz ausschließen. Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Verlag keine Haftung übernehmen kann.

DIE THEMEN DER STADT

Per Schiff in die Neue Welt: »Auf nach Amerika« >

Prominente Grabmalgalerie und Oase der Ruhe: Der Ohlsdorfer Friedhof >

Stolzer Kaufmannsgeist: Kontorhausviertel >

Hamburgs Bühnen: Ein dämonischer Mephisto und »Draußen vor der Tür« >

Auf den Spuren eines bedeutenden Bildhauers: Ernst Barlach (1870–1938) >

»Ich bin gerne in Hamburg. Die Panik ist hier schließlich gewachsen«: Udo Lindenberg >

Am Anfang war eine Marienkapelle: »Auf den Dom gehen« und dort ein riesiges Volksfest feiern >

Hamburg – Brauhaus der Hanse: Von Bierbrauern und Heringsbändigern >

»Der Mond ist aufgegangen«: Ein frommer Pastorensohn reimt das schönste Lied der Romantik >

Hamburger Kunsthalle: »Meine Herren, malen Sie hamburgische Landschaft« >

Ballettstadt Hamburg: Tanz, Hamburg, tanz! >

Die Elbphilharmonie: Vom Kaffeelager zum Konzerthaus – ein langer Weg >

Medienstandort Hamburg: Von spitzen Federn und streitbaren Verlegern >

Tierpark Hagenbeck: Menschen, Tiere, Sensationen >

Hamburgs Hafen: Speicher, Schiffe, Möwen und »Der König der Löwen« >

Aby Warburg: »Jude von Geburt, Hamburger im Herzen, im Geiste Florentiner« >

Nach britischem Vorbild: Ruderboote, Polopferde und eine berühmte Galopprennbahn >

ZEICHENERKLÄRUNG

MERIAN Top 10

MERIAN Empfehlungen

Im Vorbeigehen entdeckt

PREISKLASSEN

Preise für ein Doppelzimmer mit Frühstück:

Preise für ein dreigängiges Menü:

€€€€

ab 200 €

€€€€

ab 100 €

€€€

ab 150 €

€€€

ab 70 €

€€

ab 100 €

€€

ab 30 €

bis 100 €

bis 30 €

STADTTEILE

1. INNENSTADT

Übersichtskarte

Rings um das repräsentative Rathaus reihen sich edle Einkaufsstraßen sowie überdachte Passagen, und an der beliebten Promenade Jungfernstieg fasziniert der Blick auf die Binnenalster.

2. SPEICHERSTADT UND HAFENCITY

Übersichtskarte

Stolze Backsteinspeicher und moderne Stahlbauten, Büros und Wohnungen mit großen Fenstern sowie Blick auf die Elbe.

3. ST. PAULI

Übersichtskarte

Kaschemmen und Sexshops, Stripshows und schrilles Kabarett, schicke Restaurants, Bars und Clubs – im Rotlichtviertel um die Reeperbahn kontrastieren die Welten.

4. SCHANZENVIERTEL, KAROLINENVIERTEL UND EIMSBÜTTEL

Übersichtskarte

Zwischen Schulterblatt, Marktstraße und Weidenallee siedeln alternative Läden, kleine Szenecafés und hippe Restaurants. Raubeinig, gezähmt und gutbürgerlich liegen hier dicht beieinander.

5. ALTONA UND OTTENSEN

Übersichtskarte

Rathaus, Museum, eine Promenade mit klassizistischen Villen, das Tuten der Schiffshörner ganz nahe … Zu Altona gehört das alte Industrieviertel Ottensen mit dem lebendigen Spritzenplatz in der Mitte.

6. ROTHERBAUM, HARVESTEHUDE UND EPPENDORF

Übersichtskarte

In diesen Vierteln präsentiert sich die Stadt von ihrer wohlhabenden Seite: weiße Villen, exklusive Ruderclubs rund um die Alster, großzügige Altbauwohnungen im Jugendstil.

7. ST. GEORG, UHLENHORST UND WINTERHUDE

Übersichtskarte

Um das Grandhotel Atlantic in St. Georg lebt Hamburgs Gay Community, und wer würde nicht gern an der »Schönen Aussicht« in Uhlenhorst wohnen?

MEIN HAMBURG

Pulsierende Metropole am Wasser mit drittgrößtem Hafen Europas, verwunschene Idylle auf den Kanälen der Alster und Kreuzfahrtträume, höchster Kulturgenuss, Klassik, Rock und ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot – das boomende »Tor zur Welt« bietet dem Zusammenspiel der Gegensätze von Tradition und Moderne viel Raum zur Entfaltung.

»Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?« Du, Hammonia, kein Zweifel, du bist die Schönste!

Wolkenloser Himmel über dem Alsterfleet, auf den kleinen Wellen tänzelt zartes Sonnenlicht, eine milde Brise sorgt für klare Luft. Bühne frei für die Parade der Alsterschwäne! Ein Blick auf das Rathaus. Wie überreich verziert die Renaissancefassade unter seinem grünen Dach, wie hanseatisch würdevoll sein hoher Turm. Hier schlägt das politische Herz des protestantisch-liberalen Stadtstaats Hamburg.

Nur wenige Schritte, und man steht auf dem Jungfernstieg, eine Promenade, die Noblesse wie auch heitere Kurortstimmung ausstrahlt: mit dreireihiger Lindenallee und breiten Freitreppen zum quadratischen Becken der Binnenalster, mit Schiffsanlegern, Cafés und stolzen Gründerzeitpalästen aus hellem Sandstein.

Die Hanseaten reden von der »City«, wenn sie die Innenstadt meinen, den Kern der Zwei-Millionen-Metropole mit seinen Kolonnaden und Arkaden im klassizistischen Stil, vielen glasüberdachten Passagen und den exklusiven Straßen Neuer Wall, Große Bleichen und Ballindamm.

Jenseits der Kennedybrücke und der behäbigen Lombardsbrücke liegt die Außenalster. Gemächlich tuckern die rot-weißen Fährschiffe über das weite Bassin mit den zahlreichen Bootsanlegern. An seinen Ufern siedeln Konsulate in repräsentativen Großbürgervillen, welche von weitläufigen, schön angelegten Gärten umgeben sind.

Das Schöne an Hamburg ist, dass es so viele unterschiedliche Viertel hat. Dass es so reich an Grün ist und durch das Wasser geprägt wie keine andere Metropole in Europa. Dass es Fleete, Flüsse und Kanäle durchziehen und dass es hier mehr Brücken gibt als in London und Venedig zusammen und so schöne lange Strände wie in Barcelona.

Der Strom, der die Nordsee mit der City verbindet, heißt Elbe. Sie teilt sich im Südosten in Norder- und Süderelbe, ihre Arme umfassen die Hafen- und Industriegebiete, um sich bei Hamburg-Altona zu einem Großschifffahrtsweg zu vereinen.

Einst die verruchte Heimat der Matrosen, symbolisiert die Metropole mit ihrem Superstadtteil HafenCity heute Hamburgs Boom als Dreh- und Angelpunkt der internationalen Warenströme zwischen Asien, dem Ostseeraum und Mitteleuropa. Und silbern glänzend reckt sich mitten im Hafen die Elbphilharmonie in den Himmel – Hamburgs neues Wahrzeichen und die neue Liebe der internationalen Musikwelt.

Mit dem Elbe-Boulevard zwischen der Elbphilharmonie und den Landungsbrücken wurde 2019 eine Hochwasserschutzanlage eröffnet, die dem Flutschutz dienen und gleichzeitig Flaniermeile sein soll.

© privat

Marina Bohlmann-Modersohn, seit Kindheitstagen Elbe und Alster aufs Engste verbunden, studierte in Paris und arbeitete dort viele Jahre als Reisejournalistin und Autorin, bevor es sie wieder in Hamburgs Nähe zog, aus der sie fasziniert zusehen kann, wie rasant diese wunderschöne Stadt am Wasser wächst und immer mehr Menschen willkommen heißt.

DER ERSTE BLICK AUF HAMBURG

© AWL Images: Holger Weitzel

Über 130 m ragt der Kirchturm der evangelischen Hauptkirche St. Michaelis im Zentrum der Stadt in die Höhe.

0 MERIAN TOP 10

Das sind sie – die Sehenswürdigkeiten, für die Hamburg weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist.

© laif: Jörg Modrow

Beschaulicher Blick auf die vorbeigleitenden Segelboote: An der Außenalster kann man manchmal kaum glauben, inmitten einer Zwei-Millionen-Metropole zu sein.

1 Alster

Ein kleines Flüsschen, gestaut zu zwei Seen: Hamburgs »Festsaal« Binnenalster mit der Wasserfontaine und die von viel Grün gesäumte Außenalster prägen das Bild der Stadt. >

2 Hamburger Kunsthalle und Galerie der Gegenwart

Von der Spätgotik über die Romantik bis zum Expressionismus und einer reichen Sammlung zeitgenössischer Kunst –acht Jahrhunderte Kunstgeschichte unter einem Dach. >

3 St. Michaelis

Der barocke Michel ist die jüngste der fünf Hamburger Hauptkirchen – sein Turm als kuppelbekrönter Rundtempel über einem würfelförmigen Uhrgeschoss ist weithin sichtbar. Genau 499 Stufen führen in die Höhe, und von dort ist der Blick über die Stadt atemberaubend. >

4 Speicherstadt

In dem denkmalgeschützten Backsteinensemble, Kern des Freihafens und UNESCO-Weltkulturerbe, lagern Kaffee, Tee und Orientteppiche. >

5 HafenCity

Aus Europas größtem Stadterweiterungsprojekt am Wasser ist ein lebendiger Stadtteil mit Universität, Schulen und vielen Wohnquartieren geworden. >

6 Elbphilharmonie

Wie eine gläserne Welle erhebt sich das extravagante Konzerthaus auf einem ehemaligen Kaispeicher und erstrahlt als Hamburgs neues Wahrzeichen. >

7 Reeperbahn

Auf relativ kleinem Raum konzentriert sich rund um den »Kiez« eine Vielfalt uriger Kaschemmen, schriller Kabaretts und angesagter Clubs. >

8 Övelgönne

Feiner Sandstrand und eine frische Brise: Die pittoreske Lotsen- und Kapitänssiedlung mit ihren Gärtchen sowie dem begehrten Kiosk »Strandperle« liegt direkt am Ufer. >

9 Planetarium

Sonne, Mond und Sterne – Hamburgs hochmodernes Sternentheater, das 3-D-Bildwelten mit 3-D-Sound verbindet, macht selbst bei Nieselregen den Blick ins All möglich. >

! Blankenese

Durch den südländisch anmutenden Villenvorort am Elbhang im Westen der Stadt führen Hunderte steinerner Treppen, und am Flussufer locken Promenade und Strand. >

0 MERIAN EMPFEHLUNGEN

Ungewöhnliche Perspektiven, charmante Orte und feine Details versprechen besondere Augenblicke.

© HUBER IMAGES: Reinhard Schmid

Die Cafés in den Alsterarkaden bieten eine schöne Sicht auf das Rathaus.

1 Alsterarkaden

Wassernah und strahlend weiß flankieren sie den Rathausplatz – hier wirkt die Hansestadt ganz venezianisch. >

2 Großneumarkt

Das »Dorf zu Füßen des Michel« mit Wochenmarkt unter Linden und vielen Kneipen, kleinen Läden und Cafés lädt zum Verweilen ein. >

3 KomponistenQuartier

Hinter den Fassaden einer Reihe althamburgischer Bürgerhäuser wird die Musikgeschichte der Stadt lebendig. >

4 Bach-Konzerte in St. Michaelis

Die Konzerte sind ein musikalisches Erlebnis in Hamburgs prachtvollem Barockbau. >

5 Café Entenwerder 1

Wellengeplätscher und warme Sonnenstrahlen: Die Hamburger nehmen am liebsten das Fahrrad, um Kaffee und Kuchen auf einem Ponton in der Norderelbe zu genießen. >

6 St.-Pauli-Landungsbrücken

Was für ein Gewimmel auf dem berühmten Wasserbahnhof! Fährschiffe und Rundfahrtbarkassen legen an und ab. >

7 BallinStadt

Das Museum im Hafen erinnert an das Schicksal von Millionen Auswanderern. >

8 Jüdischer Friedhof

Mit seinen kulturhistorisch wertvollen Steinen gehört er zu den weltweit bedeutenden jüdischen Begräbnisstätten. >

9 Isemarkt

Unter der Hochbahn in Hamburg-Eppendorf trifft sich halb Hamburg zum Klönschnack zwischen Bergen von Äpfeln, Käse, Fisch, Blumen und allerlei brauchbarem Kleinkram. >

! Literaturhaus

Hier trifft man sich in einem klassizistischen Festsaal mit Wiener Kaffeehausatmosphäre zum opulenten Frühstück. >

@ Hansa-Theater

Jongleure, Kabarettisten und Magier – das Haus von 1894 sorgt für Sensationen. >

# Jenisch-Haus

Hanseatische Wohnkultur in wunderschönem Park an der noblen Elbchaussee. >

$ Restaurant Seven Seas

Den 75 m hohen Süllberg oberhalb des Treppenviertels Blankenese krönt das Gourmetrestaurant Seven Seas mit einzigartiger Aussicht. >

HAMBURG KOMPAKT

Bevölkerung

Hamburg ist mit fast 2 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Bundesrepublik. Der Anteil ausländischer Bürger, hauptsächlich Türken, Polen und Afghanen, liegt bei etwa 16 %. Das Hamburger Umland – Metropolregion – wird von mehr als 5 Mio. Menschen bewohnt.

Internet

www.hamburg.de

Klima (Mittelwerte)

Kunst und Kultur

Mit zahlreichen bedeutenden Theatern, berühmten Konzerthäusern, einem renommierten Opernhaus und über 60 Museen und Galerien ist Hamburgs Kulturlandschaft enorm vielfältig und facettenreich sowie als Deutschlands Musicalhauptstadt ein höchst attraktiver Anziehungspunkt für den internationalen Tourismus.

Lage und Geografie

Hamburg, das sieben Bezirke und 104 Stadtteile hat, ist eine Stadt am Wasser. Sie liegt an der Mündung der beiden kleinen Flüsse Alster und Bille in die Elbe, die 110 km weiter nordwestlich in die Nordsee fließt. Die beiden Ufer der Elbe werden durch die Elbbrücken sowie den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Im Norden grenzt Hamburg an Schleswig-Holstein, im Süden an Niedersachsen. Apropos Brücken: In Hamburg gibt es, man kann es nicht glauben, mehr Brücken als in Venedig und Amsterdam, nämlich insgesamt 2500. Sie überspannen die vielen Fleete und kanalartigen Flussarme, die Hamburg durchziehen. Doch es ist nicht nur das viele Wasser. Hamburg ist auch eine ausgesprochen grüne Stadt, auf deren Gesamtfläche von 755 km² sich mehr als 1460 Parks und Grünanlagen verteilen sowie über 250.000 Bäume die Straßen und Alleen säumen.

Nahezu 10 % der Stadtgebietsfläche entfallen auf den Hamburger Hafen. Dieser ist nach Rotterdam und Antwerpen Europas drittgrößter Hafen sowie der größte Seehafen Deutschlands und prägt das Gesicht der Stadt. Riesengroße Containerfrachter ziehen Tag für Tag an den Villen und Parks der feinen Elbvororte vorbei, um ihn anzulaufen, Tausende von Seeschiffen aus aller Welt machen jährlich an den Kais fest, darunter auch der stets bejubelte Kreuzfahrtriese »Queen Mary 2«. Dutzende Barkassen sowie Fähren bringen die Hafenarbeiter zu ihren Werksgeländen und Hamburgs Gäste zu den Musicaltheatern. Attraktive Anziehungspunkte sind die moderne HafenCity mit dem im Jahr 2017 eröffneten Konzerthaus Elbphilharmonie, wie die Kirche St. Michaelis Wahrzeichen der Hansestadt, und die historische Speicherstadt, die seit 2015 neben dem benachbarten Kontorhausviertel im Stil des Backsteinexpressionismus Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist.

© Jalag: Ingo Wandmacher

Hier gibt es Hering, aber auch vieles mehr: Stand auf dem Fischmarkt von St. Pauli.

Das Zentrum Hamburgs wird von der Binnen- und Außenalster geprägt sowie von einem See, der durch die Stauung des Flusses Alster kurz vor seiner Mündung entstand. Getrennt werden die beiden Becken durch die Lombards- und die Kennedybrücke. Neben dem Zentrum mit seiner Uferpromenade Jungfernstieg, mit dem Rathaus und den vier Hamburger Hauptkirchen, den vielen Einkaufsstraßen sowie den glasüberdachten Passagen, in denen man, vor Regen sicher, durch die gesamte City spazieren kann, locken die beliebten Viertel St. Georg, Winterhude und Eppendorf mit angesagten Restaurants und flotten Läden, im Schanzenviertel sowie auf St. Pauli konzentriert sich in den zahlreichen Kneipen, Varieté-Theatern, Clubs und Bars das nächtliche Leben der Stadt.

Politik und Verwaltung

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist ein Stadtstaat, ist also Gemeinde und Bundesland zugleich. Rechtliche Grundlagen sind das Grundgesetz sowie die Verfassung der Freien und Hansestadt. Das Landesparlament (Bürgerschaft) wählt die Regierung (Senat). Aus seinen Reihen werden der Erste und der Zweite Bürgermeister gewählt.

Religion

Seit der Reformation ist Hamburg eine evangelisch-lutherisch (27 %) geprägte Stadt, aufgrund ihrer Situation als Hafenstadt ist sie jedoch besonders offen gegenüber anderen Konfessionen. 11 % der hamburgischen Bevölkerung sind katholisch, 62 % gehören anderen Religionen an oder sind konfessionslos.

Bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 lebten 16.937 Juden in Hamburg. Am Ende des Zweiten Weltkriegs waren es nur noch 647 Juden. Die Namen der Ermordeten auf mehr als 1000 goldglänzenden Stolpersteinen im Straßenpflaster erinnern an das jüdische Leben in »Klein Jerusalem« im Grindelviertel.

Sprache

In Hamburg wird Hochdeutsch gesprochen, oft auch Hamburger Platt; der spezifisch hamburgische Dialekt heißt Missingsch und ist eine Sprachmischung aus Platt- und Hochdeutsch.

Wirtschaft

Hamburg gehört zu den reichsten und teuersten Städten Deutschlands. Die wirtschaftliche Bedeutung der stets wachsenden Hafenstadt liegt über dem Durchschnitt. Mit Airbus und der Lufthansa hat Hamburg zwei Unternehmen von Weltruf, auch sind drei international bekannte Marken an der Elbe zu Hause: Montblanc (edles Schreibgerät), Nivea (Beiersdorf AG) und Steinway (Konzertflügel). Mit den Verlagshäusern von »Spiegel«, »Die Zeit«, »Jahreszeiten Verlag«, »Gruner + Jahr« u.a. sowie dem öffentlich-rechtlichen Sender NDR ist Hamburg einer der wichtigsten Medienstandorte der Bundesrepublik.

Die Attraktivität der grünen Metropole am Wasser wirkt sich natürlich auch auf die Immobilienpreise aus. Der Markt für Luxusimmobilien wächst. In Hamburg werden in der HafenCity die höchsten Preise für Eigentumswohnungen gezahlt, die meisten Luxuswohnungen finden um die Alster in Rotherbaum Harvestehude, Winterhude und in den Elbvororten ihre solventen Käufer.

Für leidenschaftliche Diskussionen sorgt in der Hansestadt indes die Frage, wie es mit »ihrem« Hafen weitergeht, denn der steht unter Konkurrenzdruck. Nach langem Ringen haben Stadt und Hafenwirtschaft beschlossen: Das Projekt »Elbvertiefung« wird trotz heftigen Widerstands von Politikern und Umweltverbänden realisiert. Bagger sollen dafür sorgen, dass in Zukunft auch ein voll beladener Containerriese mit 16 m Tiefgang den Hamburger Hafen erreichen kann – die Fahrrinne der Elbe war bisher nur 12 m tief.

PER SCHIFF IN DIE NEUE WELT

»Auf nach Amerika«

Sie kommen zu Tausenden – zu Fuß, auf dem Flussschiff oder mit der Bahn, und kaum reichen die Notunterkünfte, sie alle unterzubringen. Denn auf einen Platz an Bord eines Überseeschiffs muss man warten, tage-, oft wochenlang.

Was zwischen 1850 und 1934 nahezu fünf Millionen Menschen, darunter fast eine Million osteuropäischer Juden auf der Flucht vor den Progromen im zaristischen Russland, an die Elbe treibt, ist die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und sozialer Sicherheit – im »Land der Verheißung« auf der anderen Seite des Atlantiks wartet angeblich das Glück.

»Columbia« und »Normannia« heißen die häufig überfüllten Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie Hapag, die Hamburg regelmäßig in Richtung New York verlassen.

Doch bald schon leidet Hamburgs Ruf als Auswandererhafen. Die sozialen Verhältnisse in der Hansestadt sind zu dieser Zeit nämlich katastrophal, und in den Hafengebieten sieht es besonders schlimm aus: mangelnde Hygiene, miserable Unterkünfte, unwürdige Arbeitsbedingungen. Als 1892 die Cholera ausbricht und in wenigen Tagen den gesamten Hafenbetrieb lahmlegt, ist die Verzweiflung groß. Die Seuche führt dazu, dass die USA einen Einwanderungsstopp verhängen.

Am Ballindamm, der am Ufer der Binnenalster liegt, steht das stattliche Kontorhaus der Hapag-Reederei. »Mein Feld ist die Welt« ziert in goldenen Lettern der bekannte Wahlspruch hanseatischer Kaufleute den marmornen Aufgang zur Ballinhalle. Stolz wie ein Schwan »liegt« dort die »Imperator«, in Hamburg gebaut und 1912 vom Stapel gelaufen. Sie ist mit Platz für 4200 Passagiere und 1180 Mann Besatzung ein schwimmendes Statussymbol des aufstrebenden deutschen Kaiserreichs.

Um diese Zeit befindet sich das Hamburger Schifffahrtsunternehmen auf dem Gipfel des Erfolgs und sein 42-jähriger Generaldirektor Albert Ballin (1857–1918) auf dem Höhepunkt seiner Karriere – die Tatsache, dass er der Sohn eines jüdischen Einwanderers ist, steht seinem wirtschaftlichen Aufstieg im toleranten Hamburg nicht im Weg. Schließlich herrscht an der Elbe seit 1860 Glaubensfreiheit für alle.

Als größte Reederei der Welt unterhält die Hapag Liniendienste zu fast allen Kontinenten, und abgesehen von der Reederei Norddeutscher Lloyd im nahen Bremen muss sie keine Konkurrenz fürchten.

In Ballins elegantem Büro am Ballindamm laufen alle Fäden des Unternehmens zusammen. Hier treffen sich Aufsichtsratsmitglieder und Werftbesitzer, Kaufleute und Bankiers, um Gespräche zu führen und Strategien zu entwickeln. Kern der rentablen Passagierschifffahrt ist die Beförderung europäischer Emigranten nach Amerika. Und weil es immer mehr werden, muss ein Auffanglager her. So lässt Ballin auf der Elbinsel Veddel, fernab vom städtischen Treiben, die Auswandererhallen bauen, mit eigenem Eisenbahnanschluss, mit Straßen, Plätzen und einer Kirche, mit Schlaf- und Wohnpavillons, Wasch- und Sanitäreinrichtungen, Speisehalle und Krankenstation. Doch bald schon werden zusätzliche Unterkünfte benötigt, es wird ein Block mit getrennten Küchen und Speiseräumen für Juden und Christen gebaut. Jetzt können auf 25.000 Quadratmetern bis zu 5000 Menschen untergebracht werden.

Auf der Elbinsel Veddel an der Stelle der Auswandererhallen erzählt das Museum BallinStadt (>) die Geschichte der Menschen, die dem Ruf »Auf nach Amerika« folgten.

© akg-images

Der Kupferstich von Johann Georg Ringlin (1691–1761), koloriert von Friedrich Bernhard Werner, zeigt Hamburg um 1750.

GESCHICHTE

Alles begann im 9. Jahrhundert mit einer Fluchtburg am nördlichen Elbufer. Zollfreiheit und reger Handel machten aus der »Hammaburg« eine blühende Hafen- und Hansestadt, die sich gegen Wikinger, Großbrände, Sturmfluten und Cholera zu wehren verstand und die in Zukunft immer weiter wachsen will.

Vom 9. bis zum 12. Jahrhundert

Im Herzen der Stadt liegt Hamburgs älteste Brücke. Sie führt über das innerstädtische Nikolaifleet, und ihre beiden Statuen repräsentieren die von ihr verbundenen Gebiete: Der heilige Ansgar ließ um 820 eine Missionskirche in der karolingischen »Hammaburg« bauen und gründete das Bistum Hamburg. Graf Adolf III. zu Holstein legte 300 Jahre später neben der bischöflichen Siedlung eine Kaufmannssiedlung an, und als im Jahr 1216 die beiden Siedlungen zusammengeschlossen wurden, markierte dies den Beginn der Entwicklung Hamburgs zu einer Stadt.

13. Jahrhundert

Wenn nur das expansionslüsterne Dänemark nicht so furchtbare Probleme machte! Nach 1201 hält es Hamburg für nahezu drei Jahrzehnte besetzt. Darüber hinaus treiben Seeräuber auf der Nord- und Ostsee ihr Unwesen. Wie zu einer Lösung kommen? Sich zusammenschließen. So entsteht ab 1230 aus einem Verbund einzelner Kaufleute der politisch und wirtschaftlich mächtige Handelsbund »Hanse«.

Endlich holt Hamburg zum bewaffneten Schlag gegen die raubenden Geschwader aus: Bei den erbitterten Kämpfen auf offener See kommen über 40 Piraten um. Am 20. Oktober 1401 rollen auf dem Großen Grasbrook 31 Köpfe – auch der des Hauptganoven Klaus Störtebeker.

1529

Im Zuge der Reformation wird Hamburg lutherisch. Um 1600 strömen aus ganz Europa Glaubensflüchtlinge in die »kaiserlich freye Reichsstadt«. Neue Handelsströme sorgen für enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit mehr als 500 Brauhäusern wird die Stadt als »Brauhaus der Hanse« gerühmt. Die Künste blühen. Dabei leben die Menschen unter hygienisch katastrophalen Verhältnissen. In den Straßen türmt sich der Dreck, Abfälle und Fäkalien landen in den Fleeten, wo Wäsche gewaschen und zugleich Trinkwasser geschöpft wird. Kein Wunder, dass hier die Pest wütet, dass Pocken und Typhus die Menschen dahinraffen.

1770

Hamburg ist im 18. Jahrhundert nicht nur ökonomisches Zentrum, sondern auch kulturell bedeutend. Mit Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach werden zwei der bedeutendsten Komponisten als Musikdirektoren an die Elbe berufen. Die Dichter Friedrich von Hagedorn und Friedrich Gottlieb Klopstock halten sich dort auf, Gotthold Ephraim Lessing schreibt seine »Hamburger Dramaturgie«, und während eines Spaziergangs an der Alster trifft Johann Gottfried Herder den jungen Poeten Matthias Claudius.

1842

1806 hatten Napoleons Truppen die Stadt besetzt und sie erst 1814 wieder geräumt – die Hansestadt war wirtschaftlich so gut wie ruiniert, der Hafen verödet, die Arbeitslosigkeit gestiegen. Und dann wird die Stadt mit dem »Großen Brand« von der größten Katastrophe heimgesucht: Im Mai 1842 fängt in der Deichstraße ein Speicher Feuer, frisst sich durch die eng bebaute Altstadt, die innerhalb von nur vier Tagen fast zerstört ist. 20.000 Hamburger sind obdachlos, 51 Menschen sterben.

1888

Als Hamburg, um 1850 mit dem größten Hafen in Europa, 1871 Teil des Deutschen Kaiserreichs wird, ist die Anlage eines Freihafens notwendig. Doch auf dem dafür vorgesehenen Gelände leben rund 24.000 Menschen. Sie werden umgesiedelt, damit man mit dem Bau der Speicherstadt beginnen kann. Ihr erster Abschnitt ist 1888 fertig. Dabei sind die hygienischen Verhältnisse im Hafen so schlecht, dass 1892 die Cholera ausbricht. 8000 Menschen fallen der Seuche zum Opfer.

Erster und Zweiter Weltkrieg

Hamburg ist Millionenstadt und liegt mit einem der größten Welthäfen auf Platz drei hinter London und New York. Doch alle Hoffnungen auf ein ungebremstes Wirtschaftswachstum schwinden mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs dahin. 40.000 Hamburger Soldaten fallen. Der Versailler Vertrag ordnet die Ablieferung der nahezu gesamten hanseatischen Handelsflotte an. Nach Kriegsende wird das erste demokratisch gewählte Parlament eröffnet, die Stadt erhält eine parlamentarisch-demokratische Verfassung mit Senat und Bürgerschaft. Während der Weimarer Republik regieren Sozialdemokraten sowie Liberale.

Der Weg in die Hitler-Herrschaft vollzieht sich auch an der Elbe so konsequent wie blutig. »Operation Gomorrha« heißt der vernichtende Großangriff britischer und amerikanischer Bomber auf Hamburg am 3. August 1943. In den Konzentrationslagern Fuhlsbüttel und Neuengamme werden politische Gegner inhaftiert, allein in Neuengamme und seinen Außenlagern kommen 55.000 Menschen um. Fast 8000 Hamburger jüdische Bürger werden ermordet.

© Getty Images: Gamma-Keystone

Bei der Sturmflut im Februar 1962 verloren viele Hamburger ihr Hab und Gut.

Februar 1962