Miese Krise. Midlife Crisis leicht gemacht - Marie Phillips - E-Book

Miese Krise. Midlife Crisis leicht gemacht E-Book

Marie Phillips

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Beschreibung

Dein Leben ist kein Ponyhof? Dir geht einfach alles auf den Zeiger! Deine Chefin. Deine Meetings. Deine olle Küche. Deine Freizeitgestaltung (es gibt keine). Deine spießige Tochter. Dein Mann!? Wie konntest du eigentlich hier landen? Und wie wäre es, wenn es ganz anders wär? Probier's aus! Sag deiner Chefin, dass ihre langweiligen Meetings pure Zeitverschwendung sind! Renn raus aus dem Büro auf die Straße! Oder wandere gleich ganz aus. Lass dir ein Tattoo stechen. Kauf dir ein Motorrad. Angel dir ein heißes Date. Scheidung oder Paartherapie. Wellness oder Selbsterfahrung? Oder mach mal wieder ((KURSIV))richtig((KURSIV ENDE)) Party … 155 Entscheidungen bringen dich durch die Krise – du bestimmst, wie es weitergeht! (In diesem Buch komplett risikofrei und ohne Nebenwirkungen.)

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Seitenzahl: 103

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Marie Phillips

Miese Krise

Midlife Crisis leicht gemacht

 

 

Aus dem Englischen von Elisabeth Mahler

 

Über dieses Buch

Dein Leben ist kein Ponyhof?

 

Dir geht einfach alles auf den Zeiger! Deine Chefin. Deine Meetings. Deine olle Küche. Deine Freizeitgestaltung (es gibt keine). Deine spießige Tochter. Dein Mann!? Wie konntest du eigentlich hier landen? Und wie wäre es, wenn es ganz anders wär?

Probier’s aus! Sag deiner Chefin, dass ihre langweiligen Meetings pure Zeitverschwendung sind! Renn raus aus dem Büro auf die Straße! Oder wandere gleich ganz aus. Lass dir ein Tattoo stechen. Kauf dir ein Motorrad. Angel dir ein heißes Date. Scheidung oder Paartherapie. Wellness oder Selbsterfahrung? Oder mach mal wieder richtig Party …

 

155 Entscheidungen bringen dich durch die Krise – du bestimmst, wie es weitergeht! (In diesem Buch komplett risikofrei und ohne Nebenwirkungen.)

Vita

Marie Phillips ist die Autorin des internationalen Bestsellers «Götter ohne Manieren», der in 20 Sprachen übersetzt und auch verfilmt wurde. Ihr zweiter Roman «The Table of Less Valued Knights» stand 2015 auf der Longlist für den Baileys Women's Prize for Fiction. Geboren 1976 in London, studierte die Autorin Sozialanthropologie an der University of Cambridge. Danach absolvierte sie ihren MA in Visueller Anthropologie an der University of Manchester, arbeitete als Rechercheurin für TV-Dokumentationen und schrieb für hochkarätig besetzte Serien der BBC.

 

Elisabeth Mahler studierte unter anderem Englischsprachige Literatur und Literarisches Übersetzen. Mitten in der Corona-Krise erhielt sie den Auftrag, «Miese Krise» zu übersetzen. Im Zuge der Recherchen meldete sie sich bei einem gewissen Online-Dating-Portal an und wischte sich so (ganz nebenbei) ins Glück. Zusammen mit ihrer großen neuen Liebe lebt die Übersetzerin in München.

Impressum

Die Originalausgabe erschien 2019 unter dem Titel «Create Your Own Midlife Crisis» bei Souvenir Press/Profile Books Ltd., London.

 

Veröffentlicht im Rowohlt Verlag, Hamburg, Juni 2021

Copyright © 2021 by Rowohlt Verlag GmbH, Hamburg

«Create Your Own Midlife Crisis» Copyright © 2019 by Marie Phillips

Redaktion Kathrin Jurgenowski

Covergestaltung zero-media.net, München

Coverabbildung FinePic®, München

ISBN 978-3-644-00786-4

 

Schrift Droid Serif Copyright © 2007 by Google Corporation

Schrift Open Sans Copyright © by Steve Matteson, Ascender Corp

 

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt, jede Verwertung bedarf der Genehmigung des Verlages.

 

Die Nutzung unserer Werke für Text- und Data-Mining im Sinne von § 44b UrhG behalten wir uns explizit vor.

Hinweise des Verlags

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Alle angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf die Printausgabe.

 

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www.rowohlt.de

Es war mitten in unsrem Leben

Da fand ich mich in einem finstren Wald

Denn ich war abgekommen vom rechten Weg.

Dante Alighieri, Die Göttliche Komödie

Dieses Buch ist anders als alle anderen. Vor allem ist es anders als die mit einem Autor im Impressum. Denn hier folgst du nicht einer vorgegebenen Handlung – nein, DU selbst entscheidest über dein Schicksal.

Du bist eine Frau in den allerbesten Jahren. Du hast einen Mann und eine Tochter. Du bist beruflich erfolgreich – und trotzdem ist da dieses nagende Gefühl, dass etwas fehlt.

Um den Weg in diesem riskanten Labyrinth des Lebens zu finden, benötigst du all deine Intelligenz und deinen ganzen Einfallsreichtum. Denn an jeder Ecke lauern GEFAHREN.

Mit dem verheirateten Kollegen sexten?

Ein ganz kleines Tattoo stechen lassen?

Mit deiner Mutter clubben gehen?

Nach Brasilien abhauen?

DEINE ENTSCHEIDUNG.

Du hast nichts zu verlieren! (Außer deiner Ehe, deiner Karriere und deiner Selbstachtung …)

1

Es ist Freitagmorgen. Du sitzt in einem Meeting. Seit 472 Jahren, sagt dein Gefühl. Seit genau 19 Minuten, sagt deine Uhr. Also jetzt noch eine Stunde und 41 Minuten. Deine Chefin Cheryl präsentiert eine Verkaufsstrategie, zu der es schon sieben andere Meetings gab und die sowieso bis zur Unkenntlichkeit umgestrickt wird, sobald die Chefin von der Chefin sie in die Finger kriegt. Links von dir schnieft die Nachwuchsführungskraft Riesenmengen an Rotz hoch und klingt dabei wie ein Elefant, der Sirup aufsaugt. Rechts von dir sitzt der Schöne Russell, den du auf einem Betriebsausflug beinahe geküsst hättest, ehe dir wieder eingefallen ist, dass ihr beide verheiratet seid. Aber nicht miteinander. Der Schöne Russell unterdrückt ein Gähnen und checkt unter dem Tisch sein Handy. Als er aufsieht, treffen sich eure Blicke.

Du willst dem Schönen Russell eine Nachricht schreiben? Lies weiter bei Kapitel 132.

Lieber deiner Chefin mitteilen, dass dieses Meeting die reinste Zeitverschwendung ist? Dann blättere zur 4.

Wenn du der Nachwuchsführungskraft ein Taschentuch anbieten möchtest: 83.

2

«Und was machst du so?», fragt der gepiercte Kiffer. Er spricht mit brasilianischem Akzent.

Du berichtest recht ausführlich von deinem langweiligen Bürojob, den du jetzt hinter dir lässt, um nach Brasilien abzuhauen. Währenddessen schläft die sehr kleine, sehr alte Dame neben dir ein.

«Und du?», fragst du schließlich.

«Ich bin Schamane.»

Jetzt ist dir etwas peinlich, dass du eben so detailliert über Excel-Tabellen referiert hast.

Der Kiffer erklärt, dass er im Regenwald des Amazonas Ayahuasca-Zeremonien für Touristen veranstaltet (er sagt nicht «Touristen», er sagt «anspruchsvolle Reisende»). «Ein spirituelles Erlebnis», sagt er. «Ein echtes Ritual sozusagen. Du kannst umsonst mitmachen, wenn du mir dafür Excel beibringst. Mit der Buchhaltung hab ich ein bisschen Probleme, weil ich meistens stoned bin.»

Vielleicht war das ganze Excel-Blabla doch keine so schlechte Idee.

Um das Angebot des Schamanen anzunehmen, blättere zur 118.

Du willst dich lieber allein in Brasilien durchschlagen? Dann weiter bei Kapitel 152.

3

«Nein, danke», sagst du zu deinem Vater.

«Warum nicht?», fragt er. «Das wird lustig, dann sind wir Partner.»

Du gehst im Kopf alle möglichen Antworten durch. Dass du keine Tattoos magst. Dass du vielleicht mit einem Tattoo albern aussiehst, wenn du älter bist. Dass es wehtun könnte. Aber das kannst du alles nicht zu deinem Vater sagen, der hat sich ja gerade erst selbst tätowieren lassen.

«Also gut», antwortest du.

«So kenne ich meine Tochter!»

Das kommt auf die Liste der Dinge, die du wirklich nie tun wolltest, aber zu denen dich dein Vater im Laufe der Jahre überredet hat: Leber essen, im Februar in der Nordsee schwimmen und mit dem Sohn seines Kollegen essen gehen.

Weiter bei Nr. 148.

4

Zitternd stehst du auf. Deine Chefin hält inne und drückt die Kappe auf den Marker, mit dem sie gerade eine völlig sinnfreie Skizze gemalt hat. Mit einem erstaunlich lauten Klicken rastet die Kappe ein.

«Ja?», sagt sie.

«Cheryl», setzt du an. «Ich glaube, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass mir gleich das Hirn zu den Ohren rausläuft, wenn ich noch eine Sekunde länger in diesem Meeting sitzen muss.»

«Für mich spricht sie nicht!», sagt die Nachwuchsführungskraft.

«Weil dir das Hirn schon aus der Nase läuft», antwortest du.

«Geht es dir nicht gut?», fragt dich Cheryl.

Geht es dir nicht gut? Das ist eine berechtigte Frage. Dein Mann sagt schon länger, dass du zu viel arbeitest und auf einen Burnout zusteuerst. Vielleicht ist das ein Burnout. Oder vielleicht hängt dir einfach dein Job zum Hals raus.

Um dich bei deiner Chefin zu entschuldigen: 136.

Lieber deiner Chefin sagen, wo sie sich ihren Job hinschieben soll? 24.

5

Der Schöne Russell steht auf. «Ich muss einen Fall von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz melden», sagt er.

Er überreicht deiner Chefin sein Handy mit dem Oben-ohne-Bild. Die guckt auf das Display und wird blass. Während du wartest, was jetzt kommt, fällt dir auf, dass deine Chefin oben ohne wahrscheinlich deutlich besser abschneidet als du.

«Ich glaube, wir beide unterhalten uns in meinem Büro weiter», sagt deine Chefin zu dir. «Die anderen können gehen. Agatha schickt einen neuen Termin für das Meeting.»

Die schniefende Nachwuchsführungskraft und der stellvertretende Marketingleiter deuten heimlich ein High-Five an. Die haben sich bestimmt nur liebgewonnen wegen ihrer mangelhaften Nasen, denkst du.

Deine Chefin geht dir voran zu ihrem Büro. Du folgst ihr. Für einen Moment kommt dir die verrückte Idee, dass du einfach rausrennen könntest. Raus auf die Straße. Aber das wäre völlig gaga. Wer flieht schon aus dem Büro und rennt auf die Straße?

Du willst aus dem Büro und auf die Straße rennen? Lies weiter bei 142.

Um deiner Chefin in ihr Büro zu folgen: Kapitel 26.

6

«Da liegst du komplett daneben», tippst du.

Sekunden später kommt die Antwort. «Nein, DU bist daneben!»

Wenn du die Sache auf sich beruhen lassen willst, lies weiter bei 110.

Um zu antworten, geh zur 114.

7

Deine Chefin labert immer noch. Aber du hörst ihr noch weniger zu als sonst, weil du auf eine Antwort von deinem Mann wartest.

Wirf eine Münze!

Kopf? Weiter bei 107.

Oder Zahl: 131.

8

Du brauchst doch keinen Vermögensberater! Das kriegst du ja wohl selbst hin. Kann doch nicht so schwer sein. Du recherchierst noch ein bisschen weiter, dann legst du dein ganzes Geld in einer Währung namens «Gull-E-Ball» an.

Du bekommst regelmäßige E-Mail-Updates, dass der Wert deines Investments immer weiter wächst. Dein Mann kündigt seinen Job, und ihr überlegt, eure Tochter von der Schule zu nehmen und ein Jahr um die Welt zu reisen. Nach einer Weile wirst du extravagant: Du bringst die Sachen für die Reinigung zur Reinigung, statt sie einfach in den Wollwaschgang zu stopfen und aufs Beste zu hoffen.

Als es an der Zeit ist, deine Gull-E-Balls zu Geld zu machen, ist die Website weg. Den einzigen Beweis, dass es Gull-E-Balls jemals gab, findest du in einem Forum auf Reddit zum Thema «plumpe Betrugsmaschen».

Keiner von euch hat einen Job. Euer Geld ist futsch. Immerhin begrüßt man dich in der Reinigung jetzt mit Namen. Trotzdem fragst du dich, wie du hier gelandet bist.

9

Du rasierst dir eine Glatze. Es sieht grauenhaft aus. Dein Schädel hat lauter knubbelige Dellen und Beulen, als wäre er aus Ton und der Töpfer hätte seine Tonreste einfach draufgebatscht und dann ein bisschen flachgedrückt.

Du siehst aus wie ein mittelaltes Sinéad-O’Connor-Double, nur ohne die Megastimme oder das komplizierte Verhältnis zum Papst. Du frierst am Kopf. Du fragst dich, wie du hier gelandet bist.

10

Du gehst zu LinkedIn, aber es dauert ewig, bis du alle Exfreunde von der Personen-die-Sie-vielleicht-kennen-Seite entfernt hast. Du gibst auf und schließt LinkedIn.

Um Tricks zum Reichwerden zu suchen, geh zur 99.

Du gibst das Ganze auf und scrollst dich lieber durch Twitter? 123.

11

Du folgst dem Sexsklaven in ein Séparée. Es riecht nach billigem Raumspray und danach, was das Raumspray überdecken soll. In einer Ecke liegt eine Kunststoffmatratze. Daneben eine Feuchttücherbox, von der dich ein Baby anlächelt. Darunter klebt ein Schild mit der Aufschrift: Alle Ausscheidungen bitte entfernen.

«Okay, super», sagt der Sexsklave. «Hilf mir mal aus dem Anzug.»

Du machst den Reißverschluss auf und ziehst ihm die Maske vom Kopf. Moment mal, den kennst du doch!

Wirf eine Münze!

Kopf? Blättere zur 137.

Zahl? Weiter bei 48.

12

Du schlägst deinem Mann eine Verabredung auf neutralem Boden vor. Ihr trefft euch in einem Pub, in dem früher alte Männer die Wettzeitung gelesen haben, aber heute wählen hier Menschen mit geometrischen Frisuren zwischen 60 Sorten Gin. Ihr seid beide der Meinung, dass es drastische Maßnahmen braucht, um eure Ehe zu retten.

Ihr wollt eure Schwierigkeiten mit Hilfe einer Paartherapie angehen? Lies weiter bei 139.

Um euren Ehestress zu verdrängen, könntet ihr euch ein tolles gemeinsames Projekt suchen! Die Küche schreit seit Ewigkeiten nach einer Renovierung – das ist die Gelegenheit! Weiter bei 73.

13

Du betrittst den Yoga-Raum. Am Kopfende stehen eine Buddha-Statue und eine Kerze, die nach Badreiniger riecht. Alle tragen Marken-Athleisure-Klamotten. Du nicht. Du hast ein T-Shirt und Leggings an, in denen du (manchmal) joggst, (manchmal) putzt und (oft) auf dem Sofa fernsiehst.

Der Lehrer ist außergewöhnlich behaart. Nur seine Augen, die Mini-Shorts und das Muscle Shirt sind nicht behaart. Er testet das Headset: «Eins, zwei. Eins, zwei. Namaste. Namaste.» Dann beginnt die Stunde.

«Nimm den Lotus-Sitz ein. Atme tief ein und wieder aus. Jetzt leg deinen Fuß auf dem Ellbogen ab. Dann auf der Schulter. Und jetzt bring ihn langsam hinter den Kopf.»

Wirf eine Münze!

Kopf? Weiter bei Nummer 121.

Bei Zahl lies weiter bei 155.

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