MILF Begierde - Bernadette Binkowski - E-Book

MILF Begierde E-Book

Bernadette Binkowski

0,0
9,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Du weißt, dass es falsch ist. Und genau deshalb kannst du nicht aufhören... In MILF Begierde geraten Frauen, die ihr Leben im Griff haben, in Situationen, die ihnen alles aus der Hand reißen. Ein Blick wird zu viel. Eine Berührung bleibt nicht folgenlos. Und plötzlich ist da dieses Kribbeln, das sich nicht mehr wegdenken lässt. Sie sollten Abstand halten. Sie sollten Nein sagen. Tun sie aber nicht. Ob verbotene Nähe, gefährliche Anziehung oder der Moment, in dem alles kippt – diese Geschichten drehen sich nicht um Regeln. Sondern darum, sie zu brechen. Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 191

Veröffentlichungsjahr: 2026

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Impressum

Titelseite

Disclaimer

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 1: Neuanfang

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 2: Eine verpasste Gelegenheit

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 3: Ein undichtes Dach

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 4: Nur Freunde

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 5: Ein Versuch ist es wert

Die MILF und der Sohn der Nachbarn – Kapitel 1: Allein zu Hause

Die MILF und der Sohn der Nachbarn – Kapitel 2: Wir sollten das nicht tun

Die MILF und der Sohn der Nachbarn – Kapitel 3: Ein letzter Besuch

Der beste Freund meines Sohnes – Kapitel 1: Fahrdienste

Der beste Freund meines Sohnes – Kapitel 2: Ich habe von dir geträumt

Der beste Freund meines Sohnes – Kapitel 3: Der letzte Schritt

Ein Fitnesscoach für die MILF – Kapitel 1: Zeit für Training

Ein Fitnesscoach für die MILF – Kapitel 2: Annäherung

Ein Fitnesscoach für die MILF – Kapitel 3: Seine Wohnung

Ein Fitnesscoach für die MILF – Kapitel 4: Scheiß auf die Regeln

Ein heißer Babysitter für die MILF – Kapitel 1: Ein ganz normaler Abend

Ein heißer Babysitter für die MILF – Kapitel 2: Probier es doch mal aus

Ein heißer Babysitter für die MILF – Kapitel 3: Distanz

Ein heißer Babysitter für die MILF – Kapitel 4: Die Wahrheit

© 2026

like-erotica

likeletters Verlag

Inh. Martina Meister

Sandgasse 19

63739 Aschaffenburg

www.like-erotica.de

[email protected]

like-erotica ist ein Imprint des likeletters Verlages.

 

Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet.

Die Personen sind alle über 18 und wie der Inhalt frei erfunden.

Alle Rechte vorbehalten.

 

Autorin: Bernadette Binkowski

Cover: Midjourney/Canva

 

ISBN: 9783689793548

 

Teilweise kam für dieses Buch bzw. die Bilder künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Texte (und/oder Illustrationen) wurden dabei von der Autorin inhaltlich bearbeitet und weiterentwickelt.

 

MILF Begierde

 

Fünf prickelnde Kurzgeschichten

 

Bernadette Binkowski

Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.

Alle dargestellten Personen und Handlungen sind frei erfunden. Sämtliche sexuellen Handlungen erfolgen einvernehmlich und freiwillig.

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 1: Neuanfang

Elaine Miller stand in der Mitte ihres neuen Wohnzimmers, die Hände in die Hüften gestemmt, und ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. Mit ihren 39 Jahren war sie eine Frau, die das Leben nicht immer sanft behandelt hatte – doch das hier, dieses alte, leicht heruntergekommene Haus am Stadtrand, sollte ein Neuanfang sein. Ihr dunkelblondes Haar, leicht gewellt und meistens zu einem lockeren Dutt gebunden, fiel ihr heute in Strähnen ins Gesicht, als sie den Kopf schüttelte. Die grünen Augen, die sonst so viel Wärme ausstrahlten, wirkten heute müde, aber entschlossen. Ihr Körper, kurvig und doch durch regelmäßiges Yoga athletisch, steckte in einer alten Jeans und einem weiten T-Shirt, das sie schon seit Jahren besaß. Die Scheidung von ihrem untreuen Ehemann hatte Spuren hinterlassen – nicht nur in ihrem Herzen, sondern auch in der Art, wie sie sich selbst sah. Früher hatte sie sich als starke, unabhängige Frau gefühlt, doch jetzt, in diesem leeren Haus, fragte sie sich manchmal, ob sie überhaupt noch wusste, wer sie war.

 

Neben ihr stand ihre achtjährige Tochter Lena, deren hellblondes, glattes Haar im Sonnenlicht fast weiß leuchtete. Die blauen Augen des Mädchens funkelten vor Aufregung, während sie mit ihren kleinen Händen über die abblätternde Tapete strich. «Mama, das Haus ist ja riesig!», rief sie begeistert und drehte sich im Kreis. «Hier können wir so viel machen! Und guck mal, da hinten ist ein Garten!» Elaine lächelte, als sie sah, wie ihre Tochter vor Freude strahlte. Lena war ihr Sonnenschein, der einzige Grund, warum sie in den letzten Monaten nicht völlig den Mut verloren hatte. Doch während Lena von Abenteuern träumte, spürte Elaine ein leichtes Ziehen in der Brust. Wird das hier wirklich funktionieren?

 

Die Umzugskartons stapelten sich in der Ecke, und der Geruch von Farbe und Staub hing in der Luft. Das Haus war charmant, mit seinen hohen Decken und den alten Holzdielen, aber es war auch klar, dass es Arbeit brauchte. Ein wackeliges Regal in der Küche drohte jeden Moment zusammenzubrechen, die Wände waren an einigen Stellen fleckig, und der Garten draußen sah aus, als hätte ihn seit Jahren niemand mehr betreten. Elaine seufzte. Sie hatte gewusst, dass das Haus renovierungsbedürftig war, aber jetzt, wo sie hier stand, fühlte es sich plötzlich überwältigend an. Vielleicht hätte ich doch etwas Moderneres nehmen sollen, dachte sie, während sie mit den Fingern über die raue Oberfläche des Regals strich.

 

Draußen hörte sie das Geräusch eines Motors, der langsam näher kam. Ein Blick aus dem Fenster zeigte ihr einen jungen Mann, der von einem alten Motorrad stieg. Er war groß, mit breiten Schultern und muskulösen Armen, die sich unter seinem engen T-Shirt abzeichneten. Sein schwarzes Haar war kurz geschnitten, und als er sich umdrehte, konnte sie seine dunkelbraunen Augen sehen, die neugierig in ihre Richtung blickten. Elaine spürte, wie ihr Herz einen kleinen Sprung machte. Der Handwerker, erinnerte sie sich. Der Handwerker, der ihr empfohlen wurde. Sie hatte nicht erwartet, dass er so attraktiv sein würde.

 

Michael Bauer, 26 Jahre alt, war in dieser Nachbarschaft aufgewachsen. Er kannte jedes Haus, jeden Garten, jeden Baum. Sein Körper war durch jahrelange körperliche Arbeit gestählt – schlank, aber mit einer Kraft, die sich in jeder Bewegung zeigte. Er hatte ein offenes Lächeln, das sofort Vertrauen weckte, und eine lässige Art, die Menschen in seiner Nähe entspannte. Doch hinter dieser lockeren Fassade steckten ein scharfer Verstand und ein tiefes Verständnis für die Menschen um ihn herum. Als er Elaine und ihre Tochter vor dem Haus stehen sah, spürte er sofort, dass hier etwas Besonderes war. Nicht nur, weil das Haus renovierungsbedürftig war, sondern weil er in Elaines Augen eine Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke sah, die ihn neugierig machte.

 

«Hallo!», rief er, während er auf sie zuging. «Ich bin Michael, Ihre Maklerin Rachel hat mich geschickt.» Seine Stimme war tief und warm, und Elaine spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Reiß dich zusammen, ermahnte sie sich selbst. «Elaine», antwortete sie und streckte ihm die Hand entgegen. «Und das ist meine Tochter Lena.» Lena winkte begeistert. «Hallo, Michael! Kannst du uns helfen, das Haus schön zu machen?» Michael lachte, ein warmes, ansteckendes Lachen. «Na klar, das ist mein Spezialgebiet. Ich hab gehört, dass das Regal in der Küche wackelt – soll ich das mal reparieren?»

 

Elaine zögerte. Sie war nicht gewohnt, Hilfe anzunehmen, besonders nicht von einem Fremden. Doch das Regal sah wirklich aus, als würde es jeden Moment zusammenbrechen, und sie hatte keine Ahnung, wie man so etwas reparierte. «Das wäre wirklich nett», sagte sie schließlich. «Ich bin nicht besonders handwerklich begabt.» Michael grinste. «Kein Problem, ich mach das schon. Wo ist das Werkzeug?» Elaine führte ihn in die Küche, wo das Regal tatsächlich bedrohlich schief hing. Während Michael sich bückte, um es zu begutachten, konnte Elaine nicht anders, als ihn zu beobachten. Seine Arme waren muskulös, die Adern traten leicht hervor, als er die Schrauben festzog. Wie kann jemand in seinem Alter so männlich aussehen?, dachte sie und spürte, wie ihr Gesicht warm wurde.

 

Michael bemerkte ihren Blick und hob den Kopf. «Alles in Ordnung?», fragte er mit einem leichten Lächeln. Elaine errötete. «Ja, ja, ich bewundere nur deine Geduld.» Michael lachte. «Geduld ist wichtig, wenn man mit Holz arbeitet. Vor allem, wenn es so alt ist wie das hier.» Er klopfte gegen das Regal, das jetzt wieder fest an der Wand hing. «Fertig. Jetzt sollte es halten.» Elaine strich mit den Fingern über die Oberfläche. «Danke. Das ist wirklich …» Sie suchte nach den richtigen Worten. «… sehr nett von dir.» Michael zuckte mit den Schultern. «Kein Problem. Ich helfe gern. Und wenn du noch mehr Hilfe brauchst – ich bin da.» Seine dunkelbraunen Augen hielten ihren Blick fest, und für einen Moment war die Luft zwischen ihnen elektrisch geladen.

 

Lena, die die ganze Zeit neugierig zugesehen hatte, sprang plötzlich auf. «Michael, kannst du mir ein Vogelhäuschen bauen? Bitte?» Michael drehte sich zu ihr um und lächelte. «Klar, das ist kein Problem. Ich bringe morgen alles mit, was ich brauche.» Lena klatschte begeistert in die Hände. «Juhu! Mama, hast du gehört? Michael baut mir ein Vogelhäuschen!» Elaine lächelte, aber innerlich spürte sie eine leichte Unsicherheit. Ist das wirklich eine gute Idee? Er ist so nett, aber … Sie schüttelte den Gedanken ab. «Das ist sehr lieb von dir», sagte sie zu Michael. «Aber du musst dich nicht verpflichtet fühlen.» Michael stand auf und wischte sich die Hände an seiner Jeans ab. «Ich fühle mich nicht verpflichtet. Ich mache das gern.» Seine Stimme war sanft, aber bestimmt, und Elaine spürte, wie etwas in ihr nachgab.

 

Als Michael später ging, blieb Elaine in der Küche stehen und starrte auf das nun stabile Regal. Was war das gerade?, fragte sie sich. Sie hatte sich geschworen, nach der Scheidung vorsichtig zu sein, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. Doch Michael hatte etwas an sich, das sie nicht ignorieren konnte. Seine Freundlichkeit, seine Geduld, die Art, wie er Lena ansah – als wäre sie das Wichtigste auf der Welt. Sie seufzte und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Vielleicht ist es einfach nur nett gemeint. Vielleicht sollte ich aufhören, alles zu analysieren.

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 2: Eine verpasste Gelegenheit

In den folgenden Tagen wurde Michael zu einer festen Größe in Elaines und Lenas Alltag. Er kam vorbei, um den Garten umzugraben, reparierte den undichten Wasserhahn im Badezimmer und brachte sogar frisches Gemüse aus seinem eigenen Garten vorbei. Elaine war dankbar, aber auch zunehmend nervös, wenn er in ihrer Nähe war. Jedes Mal, wenn er lächelte, spürte sie ein Kribbeln im Bauch, und jedes Mal, wenn er sie berührte – sei es nur, um ihr ein Werkzeug zu reichen –, zuckte sie leicht zusammen. Das ist lächerlich, dachte sie eines Abends, als sie allein auf der Veranda saß. Er ist nur ein Nachbar. Ein netter Nachbar.

 

Doch dann, an einem warmen Sommerabend, als Lena schon schlief, klopfte es leise an der Tür. Elaine öffnete und fand Michael auf der Schwelle, eine Flasche Wein in der Hand. «Ich dachte, du könntest vielleicht Gesellschaft gebrauchen», sagte er mit einem leichten Lächeln. Elaine zögerte, aber dann trat sie zur Seite. «Komm rein.» Die beiden setzten sich auf die Veranda, und Michael schenkte ihnen zwei Gläser ein. Die Stimmung war entspannt, aber Elaine spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Was mache ich hier eigentlich?

 

Michael erzählte von seiner Kindheit in der Nachbarschaft, von den Streichen, die er und seine Freunde als Kinder gespielt hatten, und von den alten Bäumen, die er als Junge erklettert hatte. Elaine hörte fasziniert zu, während sie an ihrem Wein nippte. Es war lange her, dass sie sich so lebendig gefühlt hatte. «Und du?», fragte Michael schließlich. «Wie bist du hier gelandet?» Elaine zögerte. Sie hatte nicht vor, ihm ihre ganze Lebensgeschichte zu erzählen, aber irgendetwas in seinen Augen ließ sie ehrlich antworten. «Ich habe mich scheiden lassen», sagte sie leise. «Mein Ex-Mann war nicht treu.» Michael nickte langsam. «Das tut mir leid.» Seine Stimme war sanft, und als er ihre Hand berührte, spürte Elaine einen elektrischen Schlag.

 

Sie zog ihre Hand nicht weg. Stattdessen ließ sie sie dort liegen, spürte die Wärme seiner Haut, die Rauheit seiner Finger. Es war nur eine kleine Berührung, aber sie fühlte sich an wie ein Versprechen. Was tue ich hier?, fragte sie sich wieder. Doch dann sah sie in Michaels Augen, und alles andere schien unwichtig. «Elaine», flüsterte er, und sein Daumen strich sanft über ihren Handrücken. Sie spürte, wie ihr Atem schneller ging. Ich sollte das nicht zulassen. Ich bin nicht bereit. Doch ihr Körper gehorchte ihr nicht. Sie lehnte sich leicht zu ihm hin, und für einen Moment dachte sie, er würde sie küssen.

 

Doch dann zog Michael sich zurück. «Es ist spät», sagte er leise. «Ich sollte gehen.» Elaine nickte, aber in ihrem Inneren tobte ein Sturm. Warum hat er das getan? Warum hat er mich nicht geküsst? Als Michael aufstand, blieb sie sitzen, die Hände um ihr Weinglas geklammert. «Danke für den Wein», sagte sie leise. Michael lächelte, aber es war ein trauriges Lächeln. «Gute Nacht, Elaine.» Und dann war er weg, ließ sie allein mit ihren Gedanken und dem seltsamen Gefühl der Leere, das sich in ihrer Brust ausbreitete.

 

Ein paar Tage später bat Elaine Michael, ihr beim Streichen der Wohnzimmerwände zu helfen. Die Farbe war alt und blätterte ab, und sie wollte dem Raum einen frischen Anstrich geben. Michael kam mit Pinseln, Farbe und einem Lächeln, das Elaine sofort nervös machte. «Ich dachte, wir fangen mit der Decke an», sagte sie und reichte ihm eine Rolle. «Ich bin nicht besonders gut darin, aber ich versuche es.» Michael lachte. «Keine Sorge, ich zeig dir, wie es geht.» Die beiden arbeiteten Seite an Seite, und die Stimmung war locker. Michael machte Witze, und Elaine lachte herzlich – etwas, das sie seit ihrer Scheidung nicht mehr oft getan hatte.

 

Als Elaine auf der Leiter stand, um die Decke zu streichen, rutschte sie plötzlich ab. Sie spürte, wie sie das Gleichgewicht verlor, und für einen Moment dachte sie, sie würde fallen. Doch dann spürte sie starke Arme, die sie auffingen. Michael hielt sie fest, und für einen Augenblick waren sie sich so nah, dass Elaine seinen Atem auf ihrem Gesicht spürte. Ihr Herz begann zu rasen, und sie blickte in seine dunkelbraunen Augen, die sie intensiv musterten. Er wird mich küssen, dachte sie. Jetzt. Gleich. Und sie wollte es. Sie wollte es so sehr.

 

Doch dann zuckte Michael zurück. «Alles in Ordnung?», fragte er und ließ sie langsam los. Elaine spürte, wie ihre Wangen brannten. Warum hat er mich nicht geküsst? «Ja», stammelte sie. «Danke.» Michael nickte, aber sein Blick war jetzt distanziert. «Ich … ich sollte gehen.» Elaine spürte, wie Enttäuschung in ihr aufstieg. Es ist besser so, sagte sie sich. Ich bin nicht bereit für eine neue Beziehung. Doch als Michael die Tür hinter sich schloss, blieb sie allein in dem halb gestrichenen Wohnzimmer zurück, und das seltsame Gefühl der Leere kehrte zurück.

 

Sie berührte ihre Lippen, als könnte sie dort noch den Hauch von Michaels Atem spüren. Was ist nur los mit mir?, fragte sie sich. Draußen hörte sie das Geräusch seines Motorrads, das langsam leiser wurde. Und ein Teil von ihr wünschte sich, er wäre noch da.

 

Der Regen begann als ein leises Trommeln gegen die Fenster, kaum hörbar über dem Summen der Gedanken in Elaines Kopf. Sie stand noch immer in der Mitte des halb gestrichenen Wohnzimmers, die Finger leicht an ihre Lippen gepresst, als könnte sie so die Erinnerung an Michaels Nähe festhalten. Das Motorradgeräusch war längst verklungen, doch die Stille, die zurückblieb, fühlte sich schwerer an als zuvor. Sie schüttelte den Kopf, als wollte sie die Bilder vertreiben – seine Hände an ihrer Taille, sein Atem so nah, dass sie die Wärme spürte. Warum hat er gezögert? Die Frage brannte in ihr, doch sie weigerte sich, sie laut auszusprechen.

 

Draußen wurde das Prasseln des Regens lauter, als würde der Himmel seine Last endlich loswerden wollen. Elaine seufzte und strich sich eine lose Haarsträhne aus dem Gesicht. Die Farbeimer standen noch offen, die Pinsel lagen unordentlich auf dem Boden, und die Leiter lehnte immer noch an der Wand, als wäre sie ein stummer Zeuge dessen, was fast passiert wäre. Sie bückte sich, um die Pinsel einzusammeln, doch ihre Hände zitterten leicht. Reiß dich zusammen, ermahnte sie sich. Es war nur ein Moment. Ein verdammter Moment. Doch selbst als sie die Pinsel unter fließendem Wasser abspülte, spürte sie noch immer das Echo seiner Berührung.

 

Die MILF und ihr Handwerker – Kapitel 3: Ein undichtes Dach

Das Klingeln des Telefons riss sie aus ihren Gedanken. Sie trocknete sich schnell die Hände an ihrer Jeans ab und griff nach dem Hörer. «Hallo?» Ihre Stimme klang fremd, als gehörte sie nicht ihr. «Mama?» Lenas fröhliche Stimme drang durch die Leitung, und Elaine spürte, wie sich etwas in ihr entspannte. «Alles in Ordnung bei dir, Schatz?» «Ja! Wir haben gerade Pizza gemacht, und Sarahs Mama hat gesagt, ich darf morgen noch bleiben, wenn du einverstanden bist.» Elaine lächelte unwillkürlich. «Natürlich, mein Schatz. Viel Spaß.» Als sie auflegte, fühlte sich das Haus plötzlich noch leerer an. Sie blickte zum Fenster hinaus, wo der Regen in dicken Tropfen gegen die Scheiben schlug. Perfektes Wetter für einen gemütlichen Abend, dachte sie ironisch. Doch dann erinnerte sie sich an das Dach. Das alte Haus hatte schon bei leichten Schauern undichte Stellen gezeigt.

 

Sie griff nach ihrem Handy und wählte Michaels Nummer, bevor sie sich selbst davon abhalten konnte. Es klingelte nur zweimal, bevor er abhob. «Elaine?» Seine Stimme war tief, fast ein wenig rau, und sie spürte, wie ihr Magen einen kleinen Satz machte. «Hi. Ähm … ich wollte nur fragen, ob du vielleicht nochmal einen Blick auf das Dach werfen könntest. Bei dem Regen …» Sie biss sich auf die Lippe. Klingt das zu verzweifelt? Doch Michael schien ihre Besorgnis nicht zu bemerken. «Ich bin schon unterwegs», sagte er nur. «Bin in fünf Minuten da.»

 

Als Elaine die Haustür öffnete, stand Michael bereits vor ihr, das Regenwasser glänzte auf seinen dunklen Haaren, und seine Jacke war an den Schultern dunkel vor Nässe. Er lächelte, doch seine Augen musterten sie aufmerksam, als wollte er herausfinden, ob sie noch immer an den Moment auf der Leiter dachte. «Ich dachte, ich schau mal nach dem Rechten», sagte er und trat ein, ohne auf eine Einladung zu warten. Elaine schloss die Tür hinter ihm und spürte, wie die Wärme seines Körpers die kühle Luft zwischen ihnen vertrieb. «Danke», murmelte sie. «Ich … ich mache mir nur Sorgen um das Dach.»

 

Michael zog seine Jacke aus und hängte sie an den Haken neben der Tür. «Kein Problem. Ich schau mir das schnell an.» Er ging vor ihr die Treppe hinauf, und Elaine konnte nicht anders, als auf seine breiten Schultern zu starren, die sich unter dem engen T-Shirt abzeichneten. Oben angekommen, öffnete er die Luke zum Dachboden und kletterte hinauf. Elaine blieb unten stehen, die Hände nervös ineinander verschränkt. Sie hörte, wie er oben herumlief, dann ein leises Fluchen. «Ein paar Ziegel sind locker», rief er nach unten. «Ich repariere das schnell, aber …» Er zögerte. «Es könnte sein, dass es heute Nacht noch schlimmer wird. Vielleicht sollte ich bleiben, nur für den Fall.»

 

Elaine spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Allein mit ihm? Die ganze Nacht? «Das … das ist nicht nötig», sagte sie schnell. «Ich meine, ich komme schon klar.» Doch Michael war bereits wieder unten und blickte sie mit diesem intensiven Blick an, der ihr das Gefühl gab, als könnte er direkt in sie hineinsehen. «Elaine», sagte er leise. «Ich lasse dich nicht allein, wenn das Dach undicht wird. Nicht bei dem Sturm.» Seine Stimme ließ keinen Widerspruch zu, und irgendwie war sie erleichtert. «Okay», flüsterte sie. «Aber … aber du kannst nicht die ganze Nacht auf dem Dachboden verbringen.»

 

Michael grinste plötzlich, und die Spannung zwischen ihnen lockerte sich ein wenig. «Ich dachte eher an die Couch. Oder …» Er blickte sie an, und sein Grinsen wurde breiter. «Oder du bietest mir einen Kaffee an, und wir warten gemeinsam, bis der Sturm vorbei ist.» Elaine spürte, wie ihre Wangen heiß wurden. Das ist eine schlechte Idee. Eine wirklich schlechte Idee. Doch dann nickte sie. «Kaffee klingt gut.»

 

Die Küche war klein, aber gemütlich, und das Licht der Deckenlampe warf warme Schatten an die Wände. Elaine füllte den Wasserkocher und versuchte, ihre Hände ruhig zu halten. Michael lehnte gegen den Türrahmen, die Arme vor der Brust verschränkt, und beobachtete sie. «Du siehst aus, als würdest du jeden Moment davonlaufen», sagte er plötzlich. Elaine drehte sich zu ihm um, die Augenbrauen hochgezogen. «Was?» Michael zuckte mit den Schultern. «Du bist nervös. Das merke ich.» Elaine seufzte und lehnte sich gegen die Arbeitsplatte. «Vielleicht bin ich das», gab sie zu. «Ich bin nicht … ich meine, ich bin nicht daran gewöhnt, dass jemand so …» Sie brach ab, unsicher, wie sie es ausdrücken sollte.

 

«So was?», hakte Michael nach, und sein Blick wurde weicher. Elaine spürte, wie ihr die Worte im Hals stecken blieben. So aufmerksam. So präsent. So verdammt attraktiv. Stattdessen sagte sie: «So hilfsbereit.» Michael lachte leise. «Das ist alles?» Elaine zuckte mit den Schultern, doch ihr Lächeln verriet sie. «Vielleicht.» Der Wasserkocher begann zu pfeifen, und sie drehte sich um, um den Kaffee zuzubereiten. Michael trat näher, bis er direkt hinter ihr stand. Sie spürte die Wärme seines Körpers, ohne dass er sie berührte, und ihr Atem stockte. «Elaine», sagte er leise, und seine Stimme war so nah, dass sie die Vibration in ihrer Brust spürte. «Ich bin nicht nur hilfsbereit. Ich bin auch interessiert.»

 

Elaine erstarrte. Interessiert. Das Wort hing zwischen ihnen, schwer und unausgesprochen. Sie drehte sich langsam um, die Hände immer noch um die Kaffeetassen geklammert. «Interessiert», wiederholte sie. Michael nickte, sein Blick fest auf sie gerichtet. «Ja. Schon seit dem ersten Tag.» Elaine spürte, wie ihr Herz gegen ihre Rippen hämmerte. Das kann nicht sein. Das darf nicht sein. Doch dann erinnerte sie sich an die Art, wie er sie auf der Leiter angesehen hatte. An die Art, wie er ihre Hand gehalten hatte, als sie ihm von ihrer Scheidung erzählt hatte. «Warum hast du dann nicht …», begann sie, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken.

 

Michael trat noch einen Schritt näher, bis ihre Körper sich fast berührten. «Weil ich nicht wusste, ob du bereit bist», sagte er leise. «Weil ich nicht der Typ bin, der einfach …» Er brach ab, und Elaine spürte, wie ihr die Luft wegblieb. Der Typ, der einfach was? Doch bevor sie fragen konnte, zuckte ein Blitz über den Himmel, und im nächsten Moment erlosch das Licht. Die Küche versank in Dunkelheit, und Elaine spürte, wie ihr Herz einen Schlag aussetzte. «Scheiße», murmelte sie. Michael lachte leise. «Keine Sorge. Ich bin ja da.» Seine Hand fand ihre, und er zog sie sanft aus der Küche. «Komm. Wir setzen uns ins Wohnzimmer. Da sind noch Kerzen.»

 

Das Wohnzimmer war in ein warmes, flackerndes Licht getaucht, das die Schatten an den Wänden tanzen ließ. Elaine saß auf dem Sofa, die Knie an die Brust gezogen, während Michael eine Kerze auf den Couchtisch stellte. Der Regen prasselte unaufhörlich gegen die Fenster, und das Haus knarrte leise, als würde es unter der Last des Sturms seufzen. Elaine beobachtete Michael, wie er sich neben sie setzte, und spürte, wie die Spannung zwischen ihnen wieder anstieg. Was mache ich hier eigentlich? Die Frage brannte in ihr, doch sie wagte nicht, sie auszusprechen.