Mit Gott in Afrika - Heide Nyaga - E-Book

Mit Gott in Afrika E-Book

Heide Nyaga

0,0
2,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Mit Gott in Afrika - Endlich in JESUS CHRISTUS nach Hause gekommen; ICH bin das Leben, sagt ER, JESUS CHRISTUS. Ja, und das ist das ZIEL: LEBEN MIT IHM; IN EWIGKEIT, AMEN. Ich musste sehr weit gehen, nach Ostafrika, musste alles hinter mir lassen, bis ich endlich begriff, dass der Frieden mit GOTT das Kostbarste im Leben überhaupt ist, und ich diesen Frieden mit GOTT tatsächlich fand. Dieses Buch ist mein Aufruf, GOTTES Stimme ernst zu nehmen. Es steht zu viel auf dem Spiel, nämlich das ewige Leben, wenn wir dies nicht tun.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 168

Veröffentlichungsjahr: 2021

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



… Und wen dürstet, der komme;und wer da will,der nehme das Wasser des Lebens umsonst.Offenbarung 22, 17b

Heide Nyaga

Mit Gott in Afrika

Rettungsfahrplan für die Seele

© 2021 Heide Nyaga

Umschlaggestaltung: Heide Nyaga,

Umschlagfotos: Betty Ellis

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN:

978-3-347-33522-6 (Paperback)

978-3-347-33523-3 (Hardcover)

978-3-347-33524-0 (E-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d- nb.de abrufbar.

Vorwort

Je undurchschaubarer das Leben wird, je widersprüchlicher die Regeln, die von außen auf uns einprasseln, desto mehr sehnen wir uns nach Vereinfachung. Wir alle tragen das Verlangen nach Richtlinien in uns, die klar aus dem Dickicht der Verbote und Gebote hervortreten.

Der menschliche Verstand neigt sogar selbsttätig dazu, Ordnung zu schaffen, indem er hereinflutende Informationen sortiert, sie in Fächer einordnet, die von „beliebt“, „bevorzugt“, über „bedrohlich“, bis „unakzeptabel“ reichen. Es gibt eine Instanz in uns, die Informationen verwirft oder akzeptiert, also abnickt oder entsorgt. Ja, so wunderbar sind wir gemacht, dass Mechanismen in uns am Werk sind, die – scheinbar ganz ohne unser Zutun – dafür sorgen, dass unsere, einmal als wahr angenommene, Realität nicht ins Wanken gerät.

Leicht einzusehen ist, dass dieser innere Ordnungstrupp sowohl als auch zu unserem Gedeih und Verderb werkeln kann. Je nachdem, ob wir grundsätzlich in schädlichen Meinungen festgefahren oder noch zu unserem Besten beeinflussbar sind. Interessant, weil durchaus folgerichtig ist die Beobachtung, dass Menschen, die ihr Denken nie überprüfen, weil für sie „Überprüfung“ nicht Prüfen und Verknüpfen der Inhalte, sondern nur ein Beharren auf Mitschwimmen im allgemein gültigen Fahrwasser bedeutet, sehr viel beeinflussbarer sind, als sie selbst es für möglich hielten.

Ein Denken, angekoppelt an den „Hauptstrom der Meinungen“, wechselt also jederzeit die Richtung ausgerechnet derjenigen, die zugleich felsenfest vom Gegenteil, ihrer „Standhaftigkeit“ nämlich, überzeugt sind. Standhaft sind sie dabei lediglich in ihrer Gewohnheit des Richtungswechselns. Sie gibt ihnen die Illusion, „frei zu sein“, „ihr eigenes Leben zu leben“, etcetera. Doch ist ein Chamäleon wirklich frei, nur weil es sich automatisch anpassen kann? Es ist doch, ohne es zu merken, nicht von „eigenen“ Meinungen, sondern von außen bestimmt. Tut denn ein Stöckchen, in den Fluss geworfen, was es will? Oder nicht vielmehr genau das, was der Fluss vorgibt? So auch Menschen. Je nachdem, was die offiziell verkündeten Werte gerade so vorgeben, schwanken sie beträchtlich, wie ein Wolkenkratzer es tut, unmerklich, aber doch, je nach dem herrschenden Wind. Nur so lässt sich leicht nachvollziehen, dass heute ein Rock die Knie bedecken „muss“, zur nächsten Saison Frauen jedoch „freiwillig“ viel mehr als nur die Knie der Öffentlichkeit präsentieren „müssen“. Die Modebranche lebt also davon, dass Menschen beeinflussbar sind; so unbeständig sind, dass sie ihre Werte von heute auf morgen über Bord werfen. Moment mal -, Werte? Welchen Werten folgt ein Mensch, der gleichzeitig um die Kurzlebigkeit der Mode „weiß“, ihr aber dennoch klaglos gehorcht? Richtig. Er folgt einem „Diktat“. Er tut etwas, das er, wäre er nicht in Trance, also seiner selbst durchaus mächtig, niemals täte. Das Mode-Beispiel ist auf alle Bereiche des Lebens übertragbar. Menschen mögen demzufolge nichtige Richtlinien. Sie unterwerfen sich ihnen „freiwillig“. Gar zu gerne werden solche Maßstäbe zum Lebensmittelpunkt erhoben, um den sich alles dreht. Zum materiellen Nutzen weniger, werden Menschen im Tiefschlaf gehalten. Aufwachen ist demgemäß also nur der Freiheit ein wahrer Wert.

Sich in Nichtigkeiten zu verlieren, ist also eine der Arten von „Vereinfachung“ komplexer, tiefgreifender Zusammenhänge. Doch kann ein Strohhalm, wenn es darauf ankommt, kein zuverlässiger Anker sein. Die Bibel lehrt uns, dass der Tag kommen wird, an dem es „darauf ankommt“, woran wir glauben. Woran wir glauben, ist das, woran wir uns festhalten. Dieses entscheidenden Tages wegen, an dem zählen wird, ob es Sand oder ein Fels ist, auf den wir bauten, brauchen wir Rettung. Rettung aus unserer Beliebigkeit, die sich mal dieses, mal jenes zum Halt erkürt. Wir brauchen Errettung aus der Sünde, die uns dazu, Nutzlosem zu folgen, verführt. Und Rettung vom Tode, in den die Sünde unweigerlich mündet. Wenn wir die Umstände unserer Zeit so betrachten, einer Zeit, in der „alles gleichrangig möglich ist“, drängt sich das Bild von Sodom und Gomorrha regelrecht auf. Und, so wir das Elend, die Verlorenheit der Menschen überhaupt erkennen, angesichts des offensichtlichen Schlamassels, müsste uns bang werden über der Frage: Sind wir denn noch zu retten?

Ja. Denn es gibt IHN. Und wir brauchen nichts so dringend wie IHN, „UNSEREN RETTER“. Unschwer lässt sich erkennen: Sturm zieht auf, den wir Menschen von heute, ebenso wie die Menschen von Sodom und Gomorrha ohne IHN nicht werden überstehen können. Wir sollten uns Augen wünschen, die über das irdische Leben hinausblicken wollen. Nur mithilfe neuer Augen werden wir den Blick hinaus über den Horizont unserer selbstumkreisenden Gedanken richten können und es begreifen:

Dass das Leben, das endliche, nicht unendlich ist. Dass es „NICHTS“ ist, ein „HAUCH“, nichts ist im Vergleich zur EWIGKEIT MIT GOTT, für die NUR ER Wegbereiter ist:

JESUS CHRISTUS. Nur Dein Glauben an IHN und dass ER für Deine Sünden gestorben und wiederauferstanden ist, wird Dich zu Gott in das ewige Leben bringen.

Kenia, im November 2020

Was als Brief begann, daraus ist ein kleines Buch geworden. Es richtet sich, wie all meine Briefe auch, an Freunde, Bekannte, Verwandte, Menschen die nur kurz meinen Weg „Kreuz“ten, an alle, die mir am Herzen liegen, darunter auch an Dich; denn IHM sind ALLE wichtig. ER liebt ALLE Menschen, auch DICH und ER will, dass Du dies weißt. Ich wollte, auch dem gehorchend, was ER will, Dir bezeugen, dass es durch ein Leben ohne IHN kein Entrinnen der ewigen Verdammnis gibt. Ich sage dies ganz ernstmeinend, dass es die Klarheit dieses Wissens war, nach der ich mich früher in meinem Leben so sehr gesehnt hatte. Mich hat

JESUS CHRISTUS, unser Retter, letztlich erreicht. Nimm auch Du die Botschaft unbedingt an! Eine wichtigere wird es nie geben.

Gnade und Friede,

Von Gott dem Vatter, und unserm Herrn Jesu Christo

Dieser Segensspruch bildet die Überschrift auf der ersten Seite einer alten Bibel. Sie ist ein Geschenk.

Ein lieber Bruder aus dem Schwarzwald hat sie mir anlässlich seines Besuches hier in Ostafrika überreicht. Ich habe einige Bibeln zum täglichen Gebrauch, aber diese ist die erste, wirklich alte, Bibel. Er hatte sie in einem Berliner Antiquariat aufgestöbert und gleich an mich gedacht. Ich war so gerührt, ja, erstens, weil er mir damit eine Freude machen wollte, zweitens hat mein Herz aber bereits beim Genuss des Vorwortes vor Freude gehüpft. Allein der Umstand, dass es diese Einführung gibt, in der dem Leser dieses Buch als unvergleichlich kostbar, wärmstens ans Herz gelegt wird, ergriff mich sehr. Wo findet man solche Geleitworte heutzutage noch? Ja, wo findet man noch eine Bibel in der Auslage eines Buchladens? Vergeblich hielt ich in meiner Heimatstadt im Salzburger Land Ausschau nach ihr. In einem Buchladen, direkt neben der Stadtkirche gelegen, fand ich – keine. Sogar die Bestellung gestaltete sich schwierig. Man merkte der Verkäuferin an, dass das wichtigste Buch, das es gibt, das Vermächtnis des lebendigen Gottes für seine geliebten Kinder, Neuland für sie war.

Umso verständlicher ist meine Begeisterung gegenüber der großen Wertschätzung für Gottes Wort, die aus den ersten, sorgsamen, respektvollen, liebevollen Zeilen der alten Heiligen Schrift spricht.

Als „Vorrede“ betitelt steht in dieser Bibel aus dem Jahr 1736, die ein Vater für seine Tochter anfertigen ließ, unter anderem folgendes:

Das soll ja alle Christen ernstlich vermögen, daß sie die Bibel sich anschaffen, und stets bei Händen haben. Hat der grosse Alexander die Schriften Homeri stets bei sich geführet, und daraus sich ergötzet, ja des Nachts sie unter sein Haupt=Küssen geleget; Wie sollte nicht ein rechter Christ die Bibel stets bey sich haben, die ihne wahrhafftig weis machen kan zur Seligleit? Gewiß, wer nur einmal an das Bibel=Lesen sich gewöhnet, wird finden, daß er davon unaussprechliche Vergnügung schöpffen wird; denn sie ist gleich einer wohlbestellten Apotheke, darin Arzneyen wider alle Anliegen der Seelen zu finden: Sie ist eine reiche Quell, die an Lehr und Trost nimmer mag erschöpffet werden. Sie ist ein zierlicher Lust=Garten, daraus man manche schöne Blumen abbrechen und sich damit erquicken kan. Sie ist die rechte Regul und Richtschnur, darnach man in Lehr und Leben sicherlich sich richten kan. Sie ist ein gewisser Probier=Stein, daran man die selig= machende Lehr von den Irrthümmern unterscheiden kan.

Sie ist eine andere Harffe Davids, die den Geist der Traurigkeit verjaget, das wohl manche fromme Seele rühmen kan: HERR, wo dein Wort nicht wäre mein Trost gewesen, ich wäre vergangen in meinem Elend. Ps 119

Es folgt eine Ermahnung, seine Kinder im Wort zu erziehen:

Sonderlich können die Eltern nichts besseres tun, als daß sie ihren Kindern beyzeiten die Liebe zur Heil. Schrift einpflanzen, und so bald sie tüchtig sind, sie gewöhnen darinn zu lesen, damit sie in der Jugend in Sachen des Heyls einen satten Bericht erlangen, das kommt ihnen hernach in ihremganzen Leben wohl zu statten, und können sie damit auch sich beschützen, wann sie in die Fremde kommen unter die Widerwärtige und Falsch=Gläubige; Ja, wie manches liebes Mutter=Kind, ist vermittelt fleißiger Ablesung Heiliger Schrifft durch Gottes Gnad zurück gehalten worden, daß es der Verführung der letzten Zeit sich nicht hat theilhafftig gemacht, und mit andern nicht hingelaufen in dasselbe wüste und unordentliche Welt=Wesen.

Abschließend liest man:

Der liebe himmlische Vater heilige uns alle in der Wahrheit, und lasse uns die Ablesung der Heiligen Schrift seyn eine Kraft Gottes zur Seligkeit, und ein Geruch des Lebens zum Leben!

So wünschet und bettet

Basel, den 1sten Merzen Anno 1736

Hieronymus Burckhardt,

Heilige Schrift Doctor.

Diener am Heiligen Wort Gottes in der Kirchen zu Basel (Hieronymus Burckhardt war ein reformierter Schweizer Theologe und Hochschullehrer, geb. 30. Mai 1660, gest. 7. Mai 1737)

Was es ist, das mich an diesen Zeilen so beflügelt, weiß ich wohl zu sagen. Es ist derselbe, der zeitlose, ewige Geist, der jene beseelt, die in der Bibel wie in einer unerschöpflichen Apotheke wandeln, die die besten Arzneien birgt. Und ebendieser Geist hat mich in meiner Kindheit gelehrt, das – wie Hieronimus Burckhardt es sagte, - „wüste und unordentliche Weltwesen“ zu erkennen. Und wenn ich doch „hinlief“, so bin ich doch vor dem unsagbar Schlimmsten bewahrt worden! - Verschluckt zu werden vom Weltentrubel und das Heil leichtfertig zu verspielen. Ja, es gab eine Zeit, zu der ich „Das Buch“, die „Heilige Schrift“ so sah, wie es ihr schlimmster Feind tut. Satan, der Widersacher. Ich wusste damals noch nicht, dass er alles daransetzt, uns die Wahrheit madig zu machen. Diesen Irrtum durfte ich – Gott sei es gedankt – rechtzeitig erkennen. Mein Buch bezeugt, dass es derselbe Heilige Geist war, der mich aufrüttelte und belehrte, der mich auch damals erfasst hatte, sobald meine Großmutter die Heilige Schrift zur Hand nahm, sie aufschlug und mir daraus vorlas.

Wenn ich an JESUS denke, meine ersten Begegnungen mit IHM, fühle ich mich auf die sichere Insel meiner Kindheit, in das altmodisch anheimelnde Wohnzimmer meiner Großmutter versetzt. Sehe sie, das lange Haar in einen Knoten gefasst, in weißer, gestärkter Küchenschürze vor mir, und es steigt mir der Duft ihres gedeckten Apfelkuchens herauf. Köstliche süß-saure Boskop-Äpfel, geerntet vom eigenen Baum, auf Mürbteig. Gedeckt und mit Zitronenglasur. Schnitt sie den, auf der, zum Kaffeeservice gehörenden Porzellanplatte servierten Kuchen an, floss einem schon das Wasser im Munde zusammen. So intensiv entfaltete sich der Duft nach Äpfeln, Zitrone, Vanille und Zimt. Das Prachtstück solider norddeutscher Backkunst wurde mit reichlich Sahne serviert. Aber das ist es längst nicht. Diese sinnliche Eingebung bildet nur den irdischen Rahmen, die Landebahn meiner Erinnerungen; die Orientierungshilfe. Sodass ich mich zweifelsfrei dorthin versetzt fühle, wo damals in meinem Leben dieses Wort, dieser Name „JESUS“, das ganze Zimmer geradezu so erhellt hatte, wie ich mir das als Kind immer ausgemalt hatte, es sein müsste, wenn SEIN Flügel den Raum streifte.

Das Abendlied, das „sie“, Oma, mir sang. „Breit aus die Flügel beide, oh JESU, meine Freude!“ Und ER alles in Licht tauchte. Jetzt, in der Erinnerung daran, ist es nachgerade so, als ob meine afrikanische Gegenwart sich mit jener dort im norddeutschen Wohnzimmer verbindet und eine einzige wird.

Afrikanische Sonne ist grell. Sie ruft unweigerlich Tränen in den Augen hervor. Und doch entspannt bei SEINEM Namen das Auge urplötzlich sich, als hätte jemand einen Lichtschalter gedrückt, einen Wechselschalter in eine andere Welt. Einen Schalter für mildes, warmes, weiches, zärtlich einhüllendes Licht. JESUS!

Man muss wissen, ich bin kein schwärmerischer Mensch. Ich sammle keine Heiligenbildchen, nein. Sie sind mir ein Gräuel. Wie das, was sich in gewissen Kirchen und Kreisen des Menschen bemächtigen möchte. DAS ist nicht GOTT! Davon halte ich mich fern. Etwas in mir ist stets da, das mich von „so etwas“ abhält. Vielleicht ist es ja sogar diese klare Reinheit, diese -, so widersprüchlich ist es am besten gesagt -, „milde Strenge“, die Oma umgab. Klarheit, Wahrheit. Mein Leitbild. Das keine Götter neben dem EINEN duldete.

Und doch habe ich in meiner Vergangenheit so manches nicht als einen falschen Gott erkannt. Zu gut ist die Tarnung, in die er, Satan, sich hüllt. Davor warne ich heute die vielen, die sich des Einflusses gewollter Indoktrinationen in eine gewisse, schädliche Richtung nicht gewahr sind, sie hingegen den von ihnen scheinbar selbst gewählten, mit GOTTES vorgeschriebenem Weg vertauschen. Ihre eigenwilligen Wege, die sie in das Verderben leiten, zur „Erleuchtung“, ins „Nirvana“, in die „ewige Wiederkehr der Reinkarnation“ -, ja, alle Wege in die Selbstauflösung wie auch die in die Selbstverwirklichung, „Selbstbestimmung“ sind Wege, die die Menschen lehren, das Falsche zu vergöttern, die sie lehren, sich selbst zu vergöttern, die sie aber nicht zu GOTT bringen. Im Gegenteil öffnen sie damit Tür und Tor zu ewiger Verdammnis. In der Hölle.

Kein religiöser „Zauber“ darf geduldet werden, nichts Derartiges erlaubt GOTT. Wenn mir also das Geschilderte zu meiner Oma fast schwärmerisch zu schreiben einfällt, dann deswegen, weil es wahr ist und sich anders nicht sagen lässt. Als etwas, das mir als eine unübersehbare Tatsache geschah, in der zwei Welten IN meiner Oma zusammenkamen. KEINE Fälschung! Die Welt meiner Oma, deren Glaube trotz schwerster Kriegserfahrungen, obwohl ihr Körper zerbrechlich erschien, nicht gebrochen war, war echt. Der Glanz, der ihre Augen erhellte, war nicht nur nicht erloschen, sondern zeugte von dieser anderen Welt, zeugte von der Überwindung des Leids. Sie war nicht eine esoterische Lichtgestalt. Die weit weg vom Leid, abgetrennt zu sein schien vom Bösen. Ätherisch schwebend. Eine derjenigen, vor denen man sich hüten sollte. Nein, sie war DURCH Leid gegangen, durch es geworden, denn sie war nicht allein gegangen, sondern mit IHM. Ihrem Heiland. Hatte sich von GOTTES WORT formen lassen. Frei von Pathos, frei von überirdisch verblendendem Glanz, war sie. Sie war das, wonach heutzutage so viele streben, es aber nicht finden. Sie selbst? Ja und nein. Die „Welt“ hatte sie abgestreift. Nur das Wesentliche blieb. Nur? Eine berechtigte Frage, denn sie war stets heiter, als beschwerte kein irdisches Gewicht ihre frühzeitig gealterte Gestalt. Gebeugt -, ja. Aber es lag die Gewissheit von etwas Großem in ihrer Beugung. Demütigkeit. Diese Demut vermittelte ihre Haltung; nicht als etwas gewaltsam Erwirktes, sondern wie die Erinnerung an ein Gebot. Eine alte Frau, herausgehoben aus der Welt, gleich ihrem HERRN geworden durch das, was sie gekostet hatte. Was ihr tägliches Brot gewesen. SEIN WORT. Lebendiges Wasser verströmte sie.

„Weise mir, HERR, DEINEN Weg, dass ich wandle in DEINER Wahrheit, erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich DEINEN Namen fürchte.“ Das war eines ihrer Gebete gewesen, die sie, einleitend ihr persönliches Flehen zu GOTT, zum Heiland, getan hatte. Jeden Morgen, jeden Abend. Ich weiß noch, wie ich, beeindruckt von der Unerschütterlichkeit ihres Glaubens durch irdische Prüfungen, die ihr auferlegt waren, sie damals öfter von der Seite ansah, ganz gewahr, dass etwas anders war mit ihr, besonders. Über all die Jahre hinweg hat sich dieser Eindruck von ihr stets gehalten.

Sie unterschied sich deutlich von denen, deren Streben nichts anderem gilt als:

Ich will eigentlich nur in Ruhe mein Leben leben und kann auf alles, was mich dabei stört, verzichten.

Ich glaube, ich habe ein Recht darauf.

Dies ist das Glaubensbekenntnis der meisten Menschen auf Erden.

Was? - So einfach machen die sich das?

Ja. - Nur, dass es eben nicht einfach ist zuzugeben, dass man sich dennoch Ärger, massenhaft Ärger, an Land zieht. Der dann das Leben stört. Seltsam, dass sie vom größten Ärger, der allen bevorsteht, die JESUS CHRISTUS nicht annehmen, der ewiglich anhalten wird, nichts wissen wollen.

Es gibt solche Momente, die sich unauslöschlich dem Leben aufprägen. Wie gut, wenn es solche sind, die einerseits von Gewissensnot und andrerseits DEM EINEN, der alle Schuld vergibt, handeln. Oma kommt mir da schon wieder in den Sinn. Wie ich, da war ich grade mal fünf und wurde zum Einkaufen geschickt, unerlaubt Kaugummi vom Restgeld gekauft hatte. Je näher ich dem Zuhause kam, desto unbehaglicher war mir gewesen. Wohin mit dem Kaugummi im Mund? Ich spuckte ihn aus. Ich warf das Papier hinterher. Oma hatte es vom Fenster aus aber gesehen. Ich blickte hinauf, sie ernst herunter auf mich. Ich lief die Treppe hoch. Sie sagte nichts, sie blieb mir gegenüber stumm. Stattdessen………

Mich sehnend nach Schelte, stand ich betreten vor ihr und fragte sie schließlich, als ich es nicht mehr aushielt, „Oma, was machst du?“ „Ich bete für dich, Kind“, antwortete sie. „Ich lege bei unserem Heiland ein Wort für Dich ein.“ Mir kommen die Tränen, während ich es jetzt erinnere. Ihre Sanftheit hat bei mir die tiefst möglichen Spuren hinterlassen, die Art Spuren, die auf den EINEN zustrebten, dessen Name ich später, sehr viel später, am Strand des Indischen Ozeans, in den Sand geschrieben fand.

Wer JESUS wirklich war, das wusste ich damals noch nicht. Er hatte sich mir noch nicht durch die Wiedergeburt offenbart gehabt. Und doch meinte ich IHN zu kennen und habe ich mich eine „Christin“ genannt.

Und als die Flut hereindrängte mit Macht und ich, die ich mich im Sand niedergelassen hatte, aufstand, den Rückzug antrat und mitansehen musste, wie das Meer den Namen des EINEN vor mir verschlang, war es, als würde Oma neben mir stehen, mir den Arm um die Schultern legen und mit Bestimmtheit sagen: „ER ist das Alpha und Omega, ER vergeht nie.“ Ja, so war sie. Entschlossen, nie wankend, wenn sie von dem Fels zeugte, an den sie sich hielt.

Ich weiß noch, wie ich danach das Häuschen am Strand betrat, mein kleines Stück Heimat im fremden Land, dieses Ziehen im Herzen, das fortan nicht mehr aufhörte.

Das ganz Große, das Wunderbarste wurde mir zuteil: JESUS ist gekommen. ER hat mich aufgelesen. Die Zeit ist weiter fortgeschritten, fast unmerklich, es ist aber viele Jahre später und ich habe längst schon das Haus am Sandstrand verlassen. Ich war wieder dem Ruf gefolgt. GOTT hat für jeden eine spezielle Art zu rufen. Kennst Du die Deine? Der Ruf ist unverkennbar und klar.

Kaum, dass ich mich etabliert, mich an das Fremde gewöhnt hatte, musste ich weiterziehen. Wollte ich es auch? Ja, ich wollte es auch.

Denn einfach leben wollen, ohne gestört zu werden, das war nichts für mich. Das war doch kein Leben. War es doch auch für die, die es so wollten, bloß Illusion. Ich musste an die vergehenden Schaumkronen denken. Sie schmücken die Wellen, kurz nur. Sie verlöschen. Alles nur Haschen nach Wind.

Nachdem mein Herz endlich bereit gewesen war für das, worum es bei der „Sehnsucht nach dem echten Leben“ wirklich ging, nämlich einzig um Sündenerkenntnis, Vergebung, Erlösung und ewiges Leben, durch unseren HERRN JESUS CHRISTUS, fing die Zeit an, schneller zu laufen. Für mich war und ist sehr wohl wahrnehmbar, das Vergehen dieser Art Zeit heutzutage. Der Zeit, die eine andere ist, als sie es damals noch war. DAMALS – früher meinte man damit „vor fünfzig, vor hundert Jahren“. Heute ist DAMALS: ERST GESTERN. Erst gestern noch, da waren wir – anscheinend – frei gewesen.

Viele, denn sie ist geschickt eingefädelt, merken ihre Unfreiheit gar nicht. Sie halten sie, unter dem Vorwand der Fürsorge und Rücksicht auf die Gesundheit, für selbstgewählt, wähnen sich nach wie vor in FREIHEIT.