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Der Zauberer Aenroc wurde seiner Zauberkräfte beraubt und ist auf der Suche nach dem magischen Kristall, um sich an seinen Feinden zu rächen. Auf der Suche nach dem Hütern des magischen Kristalls verliert er auch noch seine letzten Gefährten und ist einer Bestie hilflos ausgeliefert. Wird Aenroc sie besiegen können und den magischen Kristall finden, um seine Rache zu vollenden?
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Henrik Quedburg
Mit List und Tücke
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Mit List und Tücke
Impressum neobooks
Nur langsam ging es durch die dichtgewachsenen Büsche voran. Stacheln nahmen die drei jungen Männer gefangen und rissen Löcher in ihre Kleidung, wenn sie versuchten sich zu befreien.
Verzweiflung machte sich unter ihnen breit. Wie lange sollte das noch gehen? Gab es einen Ausweg aus diesem Gestrüpp?
„Man könnte meinen, selbst die Bäume und Sträucher haben sich gegen uns verschworen“, sagte der jüngste.
„Du hast es bald geschafft, Corneb. Ich sehe schon das Ende des Gestrüpps“, erwiderte der Anführer.
Er führte einen langen Stab mit sich, an dessen Spitze ein Kristall eingefasst war.
„Glaubst du wirklich, dass wir hier die Bitzwahnen finden werden? Wir haben sämtliche Höhlensysteme auf allen Inseln durchsucht, aber nichts gefunden. Vielleicht sind sie bereits ausgestorben.“
Bitzwahnen, diese Bezeichnung für das Zwergenvolk benutzte kaum noch jemand. Sie waren seit vielen Zeiten unter dem Namen ihres früheren Beschützers bekannt.
„Ich bin mir sicher, dass das Waari-Volk hier ist. Allein dieses Dornengestrüpp spricht dafür; sie können nur hier sein. Hab ein wenig Geduld, Trebor.“
„Nun gut, Aenroc, ich hoffe, du hast recht.“
Ein laut ratschendes Geräusch erklang, als Trebor seinen Ärmel von einem widerspenstigen Ast befreite.
Bevor er einen Fluch über die Lippen brachte, bemerkte er, daß er auf einer freien Fläche stand. Das Gestrüpp lag hinter ihnen.
Ein freier Platz erstreckte sich vor den drei Männern und gab den Blick frei auf einen Höhleneingang.
„Wir haben es geschafft“, sagte Corneb euphorisch und wollte zum Eingang stürmen.
„Halt!“, rief Aenroc ihn zurück.
„Was ist denn?“
Doch ihr Anführer gab keine Antwort, sondern machte ein Zeichen, dass sie still sein sollten.
Da hörten sie es auch: Ein Kratzen und Scharren, das sich langsam näherte.
„Was ist das?“, wollte Trebor wissen.
„Ich weiß es nicht. Aber sicherlich nichts Gutes. Halten wir uns bereit.“
Corneb und Trebor traten vor Aenroc und zogen ihre Schwerter. Vorsichtig bewegten sie sich vorwärts, dabei beobachteten sie genau ihre Umgebung.
Kurz bevor sie den Höhleneingang erreicht hatten, hörten sie ein lautes Fauchen.
Corneb und Trebor wirbelten herum, ihre Augen vergrößerten sich, als sie der Bestie gewahr wurden, die sich hinter ihrem Freund befand.
„Lauf in die Höhle, Aenroc“, befahl Trebor mit einem Unterton in der Stimme, der keinen Widerspruch duldete.
Der Angesprochene wusste nicht, wie ihm geschah, als Trebor ihm einen Schubs gab und er in die Höhle stolperte.
„Lauf tiefer in die Höhle. Ich weiß nicht, ob wir dieses Untier besiegen können.“
Starr vor Angst, lief Aenroc immer weiter, bis es so dunkel war, dass er die Umrisse des Ganges nicht mehr erkennen konnte.
Er blieb stehen und lauschte. Von draußen drangen schreckliche Geräusche an sein Ohr. Trebor und Corneb waren erfahrene Krieger, die nicht so leicht zu besiegen waren. Doch was er hörte, machte ihm Angst. Diese Bestie schien mächtiger zu sein, als die beiden gedacht hatten.
Ein grauenhafter Schrei drang an sein Ohr. Dieser hatte nichts elmisches mehr an sich. War das Corneb? Aenroc mochte sich nicht vorstellen, was sich draußen tat. Doch die grauenhaften Geräusche waren Erklärung genug. Die Bestie musste seinen Freund bei lebendigem Leib verspeisen.
Er musste wenigstens Trebor zu Hilfe kommen. Langsam setzte er einen Fuß vor den anderen, bis er stehen blieb.
