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Aneba leidet unter der Herrschaft des Bösen. Die Mehrheit der Bewohner hat sich geflüchtet und lebt verborgen im Untergrund. Sechs Reiter verlassen die Festung des Zauberers Aenroc. Sie sind dazu bestimmt worden, den Elmen zu finden, der sie laut Prophezeiung von der Schreckensherrschaft befreien soll. Fünf Jäger, die im Wald unterwegs sind. Einer von ihnen soll Aneba und seine Bewohner retten. Doch bevor die sechs Reiter ihren Auftrag erfolgreich beenden können, tauchen die gefürchteten Sklavenjäger auf. Wenn sie alle nicht in den Kampfesarenen enden wollen, müssen sie ihre Gegner besiegen. Ein schier aussichtsloses Unterfangen. Denn die Häscher Eurivas sind mit Mächten im Bunde, die sie unverwundbar machen...
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Seitenzahl: 29
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Henrik Quedburg
Sechs Reiter
Eine Aneba-Kurzgeschichte
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Sechs Reiter
Impressum neobooks
Die Sonne schien auf die vertrockneten Bäume des einst so prächtigen Arlingowaldes. Kein Geräusch war zu hören. Der Wald wirkte wie ausgestorben, als würden keine Tiere in ihm leben.
Die Alten erzählten den Nachgeborenen Geschichten über diesen Wald, von blühenden Blumen und prachtvollen Bäumen. Dicht an dicht hatten sie gestanden und kaum ein Sonnenstrahl drang durch ihr Blätterdach auf den Waldboden. Verschiedene Wildarten waren zahlreich anzutreffen gewesen. Scheu hatten sie keine gezeigt, denn niemand war hinter ihrem Fleisch her gewesen. Friedlich hatten sie leben können.
Als die Zeiten schlechter wurden, änderte sich ihr Verhalten. Nur in der Nacht kam das Wild noch an die wenigen Wasserstellen, ließen sich des Tags kaum blicken. Die Hirsche, Wildschweine, Hasen und Kaninchen waren scheu geworden, seitdem die Elmen alle Lebewesen des Waldes jagten. Auch wenn den Bewohnern Anebas das Wild immer heilig gewesen war, weshalb sie es nicht jagten, blieb ihnen nun keine andere Möglichkeit, um ihr Überleben zu sichern. Sie haderten mit ihrem Schicksal, doch was sollten sie tun? Gegen die Macht, die nun herrschte, konnten sie sich nicht wehren.
Je mehr Zeit ins Land ging, desto rascher verging die Pracht des Arlingowaldes. Die Bäume wuchsen nicht mehr, trieben keine Blätter aus - sie starben. Ihre Gerippe zeugen noch heute von der Schönheit des einstigen Laubwaldes. Moose und Flechten überzogen die Rinden, wucherten und machten sich in jedem Winkel breit. Nadelgehölze brachen aus dem Boden hervor und wuchsen in die Höhe. Ihre Samen hatten Jahrhunderte in der Erde gelegen bis sie keimten und ausschlugen. Eine neue Schönheit begann sich auszubreiten. Lange hielt die Fülle nicht an. Einige Nadelbäume konnten sich behaupten, während den anderen das gleiche bestimmt war wie zuvor den Laubgehölzen. Ein Fluch schien über dem Wald zu liegen und doch mussten ihn die Elmen weiterhin nach Nahrung durchstreifen, wollten sie nicht verhungern.
Eine Gruppe aus fünf bewaffneten Elmen schlich sich leise und vorsichtig zwischen den Baumgerippen hindurch. Es waren Jäger auf der Suche nach Wild, doch die Gegend war so leblos wie die Bäume selbst. Sie waren seit Stunden unterwegs und noch kein einziges Lebewesen war ihnen begegnet.
Da sauste ein Pfeil am Kopf eines grün gekleideten Elmen vorbei.
Verschreckt drehten sich alle um. Von Ferne sahen sie eine Staubwolke sich nähern und vernahmen immer lauter werdendes Hufgetrampel.
Der Schreck ließ sie erstarren. Nur für einen Augenblick, dann hatten sie die Gefahr erkannt. Die Angst stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Diese Situation hatten sie immer gefürchtet und so gut es ging, verdrängt. Was sollten sie tun?
“Lauft! Das sind die Häscher Eurivas. Wir müssen ihnen entkommen!“, rief Ludris, der Älteste der Gruppe.
Die fünf Elmen begannen zu laufen.
Sechs Reiter verließen ein Schloss, das einer Festung glich. Sie hatten die Order bekommen, die ehemaligen Bergwerke aufzusuchen. Ihr Auftrag barg viele Gefahren, sodass nur die tapfersten und mutigsten Krieger ausgesucht worden waren. In ihren Händen lag es, das alte Geschlecht der Elmen zu retten.
Der Weg zu den Bergwerken war beschwerlich für Ross und Reiter. Die Wege schmal, die Umgebung dicht mit Bäumen und Gebüsch bewachsen, dass der Feind erst gesehen wurde, wenn es zu spät war. Nur langsam kamen sie voran. Vorsichtig waren sie, hielten ständig Ohren und Augen offen. Sollten sie nur ein Geräusch überhören, könnte es ihren Tod bedeuten.
