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Vom Rollstuhl aufs Einrad. Glücklich trotz Hindernissen. An die Spitze aus eigener Kraft. Lieber unglaublich gesund als unheilbar krank! Mein Weg vom Rollstuhl aufs Einrad und zum erfolgreichen Blindensportler Ski Alpin!MS natürlich stoppen!
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Cover
Inhaltsverzeichnis
Titelseite
Einführung
Einleitung
Hinweis
Hauptteil
Hauptteil
Hauptteil
Nachwort
Schlussschrift
Gernot
Morgenfurt
Mit PLAN B
zum ERFOLG !
Vom Rollstuhl aufs Einrad und
mit MS zu den Paralympics.
Glücklich trotz Hindernissen –
an die Spitze aus eigener Kraft
Lieber „unglaublich gesund“
als „unheilbar krank“!
Wie ich Multiple Sklerose (MS) stoppen konnte und ein erfolgreicher Para Sportler (Ski Alpin) wurde!
2. Auflage 2019 / ebook - Ausgabe
© 2017-2019 Gernot Morgenfurt
Alle Rechte vorbehalten.
Gernot Morgenfurt hat dieses Buch ohne professionelle Hilfe, selbst verfasst.
A-9762 Weißensee, Techendorf 34
Grafische Gestaltung: Ralph Morgenfurt
Coverfoto: Alfred Santner
Fotos: Ralph + Gernot Morgenfurt
ISBN: 978-3-9503449-2-9
Der Wunsch, Erfolg zu haben, ist ein extrem starker Antrieb im Menschen. Erfolg entsteht zuerst im Kopf und deshalb darf auch gesagt werden:
„Der Körper folgt immer dem Geist!“
Mein Leben war von Anfang an von klar gesteckten Zielen geprägt, so ist es einfach zu erklären, dass ich in vielerlei Hinsicht einiges erreichen durfte.
Schon in meiner Kindheit machte ich Sport (Fußball und Schi Alpin) und lernte so eine wichtige Erkenntnis für das gesamte Leben: ich lernte auf spielerische und eindrückliche Weise das Siegen – und auch das Verlieren!
„Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche und auf einmal schafft du das Unmögliche !“
Durch meine Leistungen kam ich früh in den Sport-Verein und durfte neben dem Fußball spielen auch die „spezielle“ Luft des ÖSV schnuppern. Da ich es für die Zukunft als sinnvoll erachtete, einen handwerklichen Beruf zu erlernen, begann ich mit einer Tischlerlehre und hängte den Spitzensport an den Nagel. Der Beruf machte mir Spaß, aber mit der abgeschlossenen Gesellenprüfung gab ich mich nicht zufrieden. Im Alter von 23 Jahren absolvierte ich meine Meisterprüfung. Nachdem mein Wunsch nach Selbständigkeit gegeben war, hielt ich Ausschau nach „besonderen Möglichkeiten“ und begab mich nach Deutschland. Schon damals verfolgte ich ein Ziel, ich wollte ein exklusives Produkt mit optimalen Vorzügen für den Nutzer anbieten. Da sich mir keine optimale Lösung bot, suchte ich einen Plan B. Als Tischlermeister lernte ich einen besonderen Steinboden (Natursteinteppich) kennen. Ich war so begeistert, dass ich dieses Produkt nach Österreich holte und innerhalb von 10 Jahren zur Nr. 1 im Bereich „Natursteinteppich“ machte. Mitten im Aufbau meiner Firma bekam ich die Diagnose MS (Multiple Sklerose) – und verfolgte abermals ein klares Ziel. Obwohl die Medizin von einer unheilbaren Krankheit spricht und keiner die genauen Ursachen zu kennen scheint, war für mich klar: Ich kann mich selbst heilen und noch viel Spaß im Leben haben. So werde ich heute von vielen Ärzten und Medizinern als „Sonderfall“ angesehen, da meine Geschichte viele Thesen und Erkenntnisse der Schulmedizin auf den Kopf gestellt hat. Auch hier habe ich es geschafft, durch konsequente und ausdauernde Zielsetzung, eine ganz „besondere“ Nr. 1 zu werden. Ich habe den Verlauf meiner MS zum Stoppen gebracht und meine Situation extrem verbessert, obwohl, oder vielleicht gerade weil ich schon seit Jahren keinerlei Medikamente nehme. Da ich es sowohl mit meiner Gesundheit als auch im Beruf geschafft hatte, „außergewöhnlichen“ Erfolg zu haben, wollte ich es noch ein weiteres Mal versuchen – im Sport. Im Alter von 49 Jahren erfolgte der Start, und ich habe mir wieder ein klares Ziel gesteckt. Innerhalb von zwei Jahren gelang es mir, im Behindertensport(Ski Alpin Sehbehindert) viele zum Staunen zu bringen. Ich konnte im ÖSV Kader internationale Erfolge feiern. Mehrfacher Staatsmeister und Sieger bei IPCAS-(International Para Classification Alpine Skiing), EC (Europacup) Rennen und tolle Ergebnisse bei WC (Weltcup) Rennen – all das ist für mich in Erfüllung gegangen.
Ich weiß heute genau, wie es funktioniert!
Das Schöne aber daran ist, dass auch jeder andere diese Strategien anwenden kann, der bereit ist, „(s)einen“ Plan B konsequent umzusetzen. . Eines meiner Ziele ist es, mein Wissen und meinen Weg auch für andere verständlich zu machen. Wie es funktioniert und umgesetzt werden kann steht in diesem Buch!
Mein Name - Gernot Morgenfurt. Ich lebe seit ca.1984 mit Multiple Sklerose (MS). Anders als bei vielen war es für mich kein Schock und ich habe mich von Anfang an „anders“ mit der neuen Lebenssituation auseinandergesetzt. Ich habe mich weiter auf die „positiven“ Dinge konzentriert und mich weniger mit der „Krankheit“, sondern vielmehr mit meiner zukünftigen „Gesundheit“ befasst. Viele Erkenntnisse durfte ich erst durch die MS erfahren und habe MEIN Leben dadurch noch besser verstehen gelernt. Vieles ist, im Nachhinein gesehen, ganz einfach, und viele Dinge stellen sich auch ganz klar und verständlich dar. Ich hadere nicht mit dem Schicksal, sondern bin sehr DANKBAR für die Erkenntnisse durch und mit der MS und so möchte ich als „Querdenker“ die Menschen zur Überzeugung führen, dass letztendlich JEDER umdenken darf und jeder SEINE eigene Situation hinterfragen und schlussendlich auch verbessern kann. So entstand schon mein erstes Buch (Wie ich mein Handikap verbessere), nun möchte ich mit diesem Buch dazu beitragen, dass sich auch Ihre Fragen in Zukunft anders und lösungsorientiert beantworten lassen!
Da viele leider noch immer nicht genau wissen, was MS eigentlich ist, darf ich eine kurze Erklärung – aus meiner Sicht – abgeben: Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem angreift und somit verschiedene Systemausfälle verursacht. Jeder Mensch hat unzählige Nerven, welche von einer Schutzhülle, der sogenannten Myelinscheide, umgeben sind. Wenn jemand die Diagnose MS bekommt, bedeutet dies, dass sich diese Schutzhülle auflöst und es somit zu verschiedenen Störungen und Schüben kommen kann. Meine Erklärung für praktisch veranlagte Menschen: Es gibt elektrische Kabel, welche durch eine Ummantelung geschützt sind. Man nennt sie auch Isolierkabel. Wenn nun diese isolierten Kabel (Nerven) durch äußere Einflüsse beschädigt werden (Störung des Immunsystems) und sich diese Kabel ohne Isolierung (Myelinscheide) gegenseitig berühren, dann kann es zu einem Kurzschluss (Schub) im System (Körper) kommen. Diese Erklärung war und ist stets auch für Laien und Nicht-Betroffene einigermaßen verständlich. Nach Angaben der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft ist die Multiple Sklerose die häufigste neuroimmunologische Erkrankung mit weltweit mehr als 3 Millionen Erkrankten. Tendenz jährlich steigend! In Deutschland leben etwa 350.000 Betroffene, (lt. gesetzlichen Krankenkassenberichten aus 2018) wobei Frauen mit ca. 61 Prozent häufiger erkranken als Männer. In Österreich betrifft es aktuell (lt. ÖMSG im Jahr 2018) ca. 14.000 Personen. (seit Jahren gleichbleibende Berichte in österreichische Medien, obwohl in beiden Ländern von einer drastischen Zunahme von Neuerkrankungen berichtet wird !!!) (Interessant ist auch: Deutsche MS Forscher fanden folgendes heraus: von 2009-2015 stieg die Zahl der Neuerkrankungen drastisch und kontinuierlich um ca. 29% pro Jahr an. Was bedeutet, dass dies mehr als 16.000 Person pro Jahr –nur in Deutschland– betrifft !!! – Quelle ist eine deutschland-weite Studie durch das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland. Bericht Nr:17/09) Der Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und kann im Einzelfall nicht vorhergesagt werden. Jedoch überwiegen schubförmige Verläufe. Gänzlich unabhängig vom individuellen Verlauf stellt die MS eine lebensbegleitende Erkrankung dar, die unterschiedliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen und deren Angehörige haben kann.
Was bedeutet der medizinisch diagnostizierte Systemausfall für den Einzelnen und welche Auswirkungen kann das auf den Alltag haben?
Jeder gesundheitliche Störfall äußert sich in den unterschiedlichsten Erscheinungsbildern. Vielfach kommt es bei MS zu Einschränkungen und Störungen im Bewegungsapparat. Immer häufiger ist auch der Sehnerv betroffen. Ich hatte mehrere Schübe mit unterschiedlichen Störungen bzw. Symptomen. Der letzte Schub brachte mir, im Nachhinein gesehen, sehr wichtige Erkenntnisse und ich bin meiner MS (Meine Sichtweise) dafür dankbar, dass ich eine NEUE Sichtweise bekam. Wichtig ist IMMER die Einstellung, also wie man mit der gesundheitlichen Situation und mit den bekannten Einschränkungen umgeht. Ich bin sehr glücklich und schätze heute die Dinge, die ich noch tun und machen kann. Ich liebe das Leben! Das war nicht immer so und ich möchte daher genauer über den Verlauf meiner MS berichten. Meine Ausführungen und vor allem die Schilderungen der Probleme werden kurz ausfallen, denn ich möchte Sie nicht unnötig mit meinen Einschränkungen langweilen oder gar belasten. Damit Sie aber den weiteren Sinn meines Buches verstehen, sind diese kleinen Rückblicke notwendig. Viele Menschen fragen mich: „Wie hat es bei dir angefangen?“ Nun, ich hatte Gelenkschmerzen, starke Kopfschmerzen, immer wieder Schwindelanfälle und auch Sehprobleme. Da ich erst Anfang 20zig war, wurde es viele Jahre (leider auch von mir) und von meinem Arzt zu wenig ernst genommen. Mir ist das Essen aus dem Mund gefallen und ich habe mich beim Trinken angepatzt. Da war Ich 28 Jahre alt und stand nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder gar Drogen! Dies war der erste „gröbere“ Schub (1993), bei dem ich auch ins Krankenhaus musste. Es wurde damals jedoch eine (vorerst ganz andere)Diagnose gestellt. Der behandelnde Arzt bat mich zum Gespräch und sagte folgenden Satz zu mir: „Es wurde ein Tumor im Kopf festgestellt, welcher nicht reparabel ist!
Ich kann nur hoffen, dass er gutartig ist und Sie noch viele Jahre zu leben haben!“ Aus - fertig, das waren die aufmunternden Worte eines angesehenen Mediziners. Ich war damals beruflich in Deutschland und diese Aussage kam von einem Professor an einer namhaften UNI-Klinik. Heute werden diese Personen gerne auch als EXPERTEN bezeichnet. Ein Tipp von mir: Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen im Laufe eines Lebens so erzählt und mitteilt. Hinterfragen Sie vieles und schalten Sie auch Ihren Hausverstand ein. Für mich waren die Aussagen einfach nur eine Meinung von einer einzelnen Person, welche ich zudem noch nicht einmal gut kannte. Warum sollte ich ihm also „glauben“!? Heute weiß ich es und ich hatte recht, er hatte sich ganz schön geirrt. Ich darf hierzu sagen, dass ich in meiner Jugend (Gott sei Dank) ein Sportler und somit ein Kämpfer gewesen war, der gelernt hatte, mit Niederlagen umzugehen.
Eine Anregung an ALLE Eltern: Bitte ermöglicht euren Kindern mehr Sport, denn da wird auf spielerische Art und Weise eine wichtige Lebensweisheit erlernt: Das SIEGEN und auch das VERLIEREN – so wie es dann oft im Alltag bei den unterschiedlichsten Dingen passiert. Die erste Liebe, das Zurechtkommen in der Schule, im Beruf und in der Familie, es gibt immer Situationen, die gemeistert werden müssen. Das Leben ist eine Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen. Wer schon als Kind die sportlichen Tugenden des Siegens und des Verlierens erlernt, meistert auch ALLE anderen Situationen im Leben optimal und vielfach „besser“. Jeder, der Sport betreibt, wird dies gerne bestätigen. Wir alle kennen auch die Schockmeldungen aus dem Spitzensport. Denken Sie an Hermann Maier, Thomas Muster, Ewald Lienen, Niki Lauda (zu Lebzeiten), Andrea de Cesaris, Matthias Lanzinger und aktuell natürlich auch den Skispringer Lukas Müller, um nur einige zu nennen. Keiner dieser Menschen hat mit seinem Schicksal gehadert, im Gegenteil, sie alle sind mit dieser Aufgabe gewachsen und stehen weiterhin voll im Leben! Durch eisernen Willen und eine positive Lebenseinstellung ist vieles möglich – für JEDEN.
Der erste Schritt ist getan, Sie lesen weiter und ich gratuliere Ihnen hierzu. Ich denke, auch Sie möchten etwas zum Positiven hin verändern…
1995 und auch in den Jahren danach hatte ich mehrere „kleine“ Schübe mit unterschiedlichen Auswirkungen, bis hin zu Lähmungen an Händen und Beinen. Der nächste größere Schub erfolgte im Jahre 1998 und bescherte mir eine Lähmung und Störung der rechten Körperseite. Betroffen war das Gesicht, im Speziellen das rechte Auge. Meine Sehkraft betrug damals auf dieser Seite nach diversen Therapien noch circa 30 Prozent. Ich setzte mein Leben dennoch unverändert fort. Nach wie vor wusste nur meine Frau von meiner gesundheitlichen Situation. Bekannte, Geschwister, Verwandte, auch meine Eltern, hatte ich nicht informiert, denn sie sollten mich akzeptieren und behandeln wie immer. Alleine die Tatsache, dass ich mein Leben und einige Gewohnheiten umgestellt hatte, wurde von den Mitmenschen registriert und bemerkt.
