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Nie wieder ausgepowert
Sind Sie es leid, sich immer wieder erschöpft und müde zu fühlen, ohne eine wirkliche Erklärung dafür zu haben?
Unser Vorschlag: schließen Sie Freundschaft mit Ihren Mitochondrien. Das sind Hochleistungs-Kraftwerke, die jede unserer Körperzellen mit Energie versorgen und viele weitere Stoffwechselprozesse steuern. Das bedeutet: kraftlose Mitos lassen unser Energie-Level drastisch sinken, und sind für viele Folgeerkrankungen mit verantwortlich.
Die Ernährung ist der Schlüssel:
Mit der richtigen Ernährung zu wahren Mito-Kraftpaketen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 184
Veröffentlichungsjahr: 2018
Mitochondrien-Power – Ihr Ernährungsprogramm
Aus dem Englischen übersetzt von Bettina Snowdon
Dr. Susanne Bennett
1. Auflage 2018
Es liegt jetzt etwa fünf Jahre zurück, dass ich die Kraft der Mitochondrien am eigenen Leib zu spüren bekam. Alles begann mit einer schweren Verletzung. An jenem Morgen nahm ich etwas aus meinem Kühlschrank, wie immer in Eile, um nicht zu spät zur Arbeit zu kommen. Da fiel mir ein Eisbeutel zu Boden, ich ging in die Hocke, um ihn aufzuheben und …
PENG!
Beim Hochkommen war ich mit voller Wucht direkt an die offene Kühlschranktür geknallt. Der Schmerz war unerträglich. Kopf und Nacken wurden wie bei einem Akkordeon zusammengeknautscht. Im selben Moment wusste ich, dass ich mein Gehirn und meinen Nacken wirklich ernstlich verletzt hatte, denn der Schmerz schoss sofort in die Nerven und strahlte in alle Gliedmaßen aus … Die Tatsache, selbst Ärztin zu sein, half mir überhaupt nicht, denn ich konnte lediglich an die Folgen solch eines schweren Unfalls denken. Mir machten nicht nur die Schmerzen und Schwellungen Sorgen, sondern mehr noch die Nervenschmerzen und das Taubheitsgefühl in Armen und Beinen. Nein, das war keineswegs nur ein kräftiger Schlag auf den Kopf gewesen. Alle Symptome wiesen auf eine Schädigung des zentralen Nervensystems hin. Aber nicht nur das, auch mein Gehirn, mein Rückgrat und mein peripheres Nervensystem waren definitiv betroffen. Ich war sicher, ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten zu haben.
Meine Schmerzen waren so intensiv, dass ich mich fragte, welche Folgen meine Verletzungen haben könnten. Natürlich hastete ich dennoch – mit einem Eisbeutel auf dem Kopf – zu meiner Arbeit. Schließlich hatte ich den ganzen Tag über Patienten, die auf mich angewiesen waren und die ich nicht im Stich lassen konnte.
Die furchtbaren Nervenschmerzen in den Beinen nahmen nach ein paar Tagen ab, aber der Schmerz, die Taubheit und das Kribbeln in beiden Armen hielten an. Ich begann, mir Sorgen um meine Zukunft zu machen: Was, wenn ich arbeitsunfähig werde? Wie sollte ich dann über die Runden kommen? Was, wenn der Schmerz und die Taubheit blieben? Ich dachte ernsthaft daran, in Frührente zu gehen und meinen Beruf als Chiropraktikerin, den ich so liebe, aufzugeben.
Zu diesem Zeitpunkt war ich erst 48 Jahre alt.
Doch ich hatte am Anfang noch keine Vorstellung über das wahre Ausmaß meines Schädel-Hirn-Traumas und darüber, wie schwerwiegend die Probleme noch werden würden. Das schreckliche Ereignis begann rasant, meinen gesamten Hormonhaushalt durcheinanderzuwirbeln, sodass sich vier Wochen nach dem Geschehen mein sonst regelmäßiger Menstruationszyklus verabschiedete. Meine Periode setzte aus und kam nie wieder.
Die Hirnschwellung verursachte einen derartig schweren Schaden, dass meine Hypophyse, also die Hirnanhangdrüse, versagte. Ihr Ausfall hatte schwerwiegende Folgen. Innerhalb von Wochen entwickelte sich eine wahre Kaskade an Symptomen, ein Zustand, der sich Panhypopituitarismus nennt. Zur Erklärung: Die Hypophyse als wichtigste Schaltzentrale des Körpers gibt normalerweise acht verschiedene Hormone an das Blut ab und steuert so die großen Hormondrüsen. Mein Schädel-Hirn-Trauma ließ drei von ihnen kollabieren: die Schilddrüse, die Nebennieren und die Eierstöcke.
Wegen der Unterregulation dieser drei Drüsen, einhergehend mit der neurologischen Symptomatik, litt ich unter ständiger Müdigkeit, fror schnell und musste sehr viel Wasser lassen. Und nicht nur das: Mein Haar fiel aus, mein Blutdruck war im Keller, der Blutzuckerspiegel schwankte stark und noch einiges mehr.
Zudem entwickelte ich einen Muskelschwund (Sarkopenie). Ein gewisser altersabhängiger Muskelabbau ist zwar normal, aber bei mir war es alarmierend. Innerhalb weniger Wochen nach meinem Unfall war ich frühzeitig gealtert.
Auch gefühlsmäßig hätte es nicht schlimmer kommen können. Ich hatte eine grauenhafte Zukunftsangst wegen meines Zustands. Ich fühlte mich ständig am Ende meiner Kräfte. Ich konnte nicht einschlafen, war rastlos und schlaflos, nahm an Gewicht zu, fühlte mich schlapp und depressiv. Zuvor war ich immer eine gesunde und grundsätzlich fröhliche Person gewesen und hatte stets ein gesundes Leben geführt.
Plötzlich befand ich mich in einer für mich neuen und albtraumhaften Situation.
Ob konventionelle westliche Medizin oder alternative Therapien: Ich bin Anhängerin von beiden Formen. Ich begann daher, mit Neurologen sowie mit Spezialisten für Verfahren wie Cranio-Sacral-Therapie, Egoscue (eine Bewegungsmethode gegen Schmerzen), Reflexologie, Low-level-Lasertherapie und Akupunktur zusammenzuarbeiten. Ich praktizierte koreanisches Yoga, versuchte es mit traditionellen Heilern und Spezialisten für neuromuskuläre Reedukation. Ich legte mir verschiedene Geräte für physiotherapeutische Anwendungen zu, um meinen Nacken zu heilen und die Schmerzen zu lindern.
Viele dieser Therapien waren hilfreich, aber einige von ihnen nützten bei meiner speziellen Verletzung überhaupt nichts. Ich will damit nicht sagen, dass diese Therapien grundsätzlich nicht wirksam wären. Sie waren nur für mich nicht geeignet und ich brauchte etwas anderes – etwas Kraftvolleres, wenn ich mich in absehbarer Zeit selbst heilen wollte.
Deshalb wälzte ich in den nächsten Monaten Fachbücher und zog medizinische Studien zurate, probierte es mit immer neuen Therapien und Mitteln und verschlang einfach alles, was ich zur Heilung von Schädel-Hirn-Traumata finden konnte. Am Ende wusste ich eine Menge über meinen Körper und die wahren Gründe für Krankheiten und Zellschäden. Ich lernte nicht nur, wie meine Verletzung zu einer chronischen Entzündung im Gehirn führte, sondern – und das war wichtiger –, was wirklich auf zellulärer Ebene geschieht. Die Molekularmedizin wurde zu meiner neuen Liebe!
Und ich lernte, was vielleicht die tief gehendste aller Heilungsmöglichkeiten ist, weil sie im Innersten der Zellen geschieht, in den Kraftwerken unseres Körpers: den Mitochondrien.
Warum aber waren ausgerechnet die Mitochondrien das Kernstück in einem Puzzle, das Neurologen, Akupunkteure und Chiropraktiker nicht sahen?
Die Mitochondrien sind die Orte in unseren Zellen, von denen aus unser Körper die Energie bereitstellt, die er benötigt. Lassen Sie diese entscheidende Information kurz auf sich wirken. Das bedeutet im Klartext, dass jedes Molekül aus Sauerstoff, Wasser und Nahrung in unsere Mitochondrien gelangen muss, damit wir lachen, spielen, schmusen, tanzen und rennen können. Wir brauchen die Energie der Mitochondrien, damit unser Körper atmen, verdauen, Blut pumpen und empfinden kann.
Wir wissen aber auch, dass wir die Energie aus den Mitochondrien außerdem benötigen, um Schmerzen zu lindern und Krankheiten zu heilen.
Durch mein Schädel-Hirn-Trauma hatte ich die Mitochondrien in meinem Gehirn – und damit in einem der wichtigsten Zentren dieser Kraftwerke des Körpers – ernsthaft beschädigt. Wir können unseren Körper mit den unterschiedlichsten Therapien wieder heilen, doch mir konnte nur ein ganzheitlicher Ansatz helfen, der darauf zielte, die beschädigten Mitochondrien zu reparieren und gesunde zu produzieren. Nachdem ich einmal begriffen hatte, wie ich meinen Körper dabei unterstützen konnte, beschädigte Mitochondrien loszuwerden und neue, gesunde zu schaffen, konnte ich die Folgeschäden meiner Verletzung heilen.
Nun begann ich – dank meines medizinischen Backgrounds – zu verstehen, was genau ich in Sachen Ernährung, körperlicher Betätigung, Schlaf und weiterer Aspekte tun konnte, um meine Mitochondrien mit allem zu versorgen, was sie für den Heilungsprozess benötigten.
Nachdem ich mit diesem Heilungsprogramm startete, das ich auch im Buch beschreibe, begann sich mein Gesundheitszustand geradezu dramatisch zu verbessern. Meine Sarkopenie – der Muskelschwund, den ich bereits erwähnte – wurde aufgehalten und die verlorene Muskelmasse an Gesicht und Körper regenerierte sich. Der rapide Alterungsprozess wurde aufgehalten – ja, es fühlte sich an, als kehre er sich um, sodass ich wieder meinem biologischen Alter entsprach! Angst, Schlaflosigkeit und Stress verabschiedeten sich. Heute, fünf Jahre später, kann ich behaupten, frei von Folgeschäden meiner massiven Verletzung zu sein – einer Verletzung, die mich ebenso gut erwerbsunfähig hätte machen können. Unsere Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, haben eine so zentrale Bedeutung! Indem wir sie stärken und heilen, können wir viele schwerwiegende körperliche Beschwerden in den Griff bekommen.
Erst allmählich beginnt die Wissenschaft zu erkennen, wie relevant die Mitochondrien für sämtliche Erkrankungen sind. Ob Sie unter Diabetes, einem hohen Blutdruck oder einfach nur unter chronischer Müdigkeit leiden: Ich kann Ihnen garantieren, dass Sie sich auf einen tief greifenden Weg der Heilung von innen begeben, wenn Sie dieses Buch lesen und den Schritten zur Wiederherstellung der Mitochondrien folgen.
Die Mitochondrien sind so wichtig, dass ihre Heilung auch einen weitreichenden vorbeugenden Effekt auf andere Krankheiten wie Alzheimer, Herzerkrankungen und Krebs haben kann.
Was ich hier mit Ihnen teilen werde, teile ich ebenso mit Freunden und anderen lieben Menschen aus meinem Umfeld, wenn diese unter Schmerzen oder bestimmten Erkrankungen leiden. Ich selbst habe alle Strategien in diesem Buch an mir selbst getestet und Hunderte meiner Patienten sind mir dafür dankbar, dass ich sie an diesen Strategien teilhaben lasse, die ihr Leben um so vieles verbessert haben.
In diesem Buch lernen Sie die drei Aspekte für die optimale Mitochondrien-Gesundheit kennen:
Mitochondrien-Schäden verhindern
beschädigte Mitochondrien beseitigen
gesunde neue Mitochondrien produzieren und schützen
Auf diese Weise werden Sie mehr gesunde und topfitte Mitochondrien im Körper beherbergen, die Ihrem Körper so viel Energie bereitstellen, wie nur möglich. Wie Sie erfahren werden, liegt der Schlüssel dafür in einigen Lebensstiländerungen, die auf sehr tiefer biologischer Ebene ansetzen, um die Fähigkeit Ihrer Mitochondrien zur Umwandlung von Nahrung und Sauerstoff in Energie zu optimieren.
Was die Mitochondrien fit macht:
Minimierung der Belastung der Mitochondrien durch schädigende Moleküle (freie Radikale)
gesunde Nahrung mit vielen Antioxidanzien
»Aufladen« der Mitochondrien durch regelmäßigen Verzehr einer eiweiß- und fettreichen sauerstoffanreichernden Creme
Meiden mitochondrienschädigender Nahrung
mitochondriengesunde Nahrungsergänzungsmittel
körperliche Aktivität zum Abbau geschädigter Mitochondrien
Aufbau von Muskelmasse zur Erhöhung der Konzentration an Mitochondrien
Verbesserung der Atemqualität
stressreduzierende Techniken
gute Schlafqualität zur Regeneration von Mitochondrien
Dieses bewährte Programm wird bei Ihnen ebenso anschlagen, wie es schon bei zahllosen meiner Patienten angeschlagen hat. Es wird Ihnen nicht nur auf kurze Sicht gegen Entzündungen, Müdigkeit oder Schlaflosigkeit helfen, sondern langfristig auch vorbeugend gegen vorzeitige Alterung, Alzheimer, Krebs und anderes wirken.
Ja, tatsächlich, die mächtigen Mitochondrien haben wirklich diese Kraft. Und es liegt in Ihrer Macht, sie in ihren optimalen Zustand zu versetzen.
Einleitung
Teil I Basics
1 Die Bedeutung der Mitochondrien
1.1 Die Mitochondrien sind der Schlüssel zur Energie
1.1.1 Die Schädigung der Mitochondrien im Laufe des Lebens
1.1.2 Der Mythos vom genetischen Schicksal
1.1.3 Neue Erkenntnisse aus Nutrigenomik und Epigenetik
1.1.4 Sie können selbst etwas tun!
1.1.5 Lassen Sie uns die stärkstmöglichen Mitochondrien schaffen
1.2 Was genau sind Mitochondrien?
1.2.1 Die Entstehung der Mitochondrien
1.2.2 Gefahren für die Mitochondrien
1.2.3 Der programmierte Zelltod
1.3 Wie stellen Mitochondrien Energie bereit?
1.3.1 Die Rolle von ATP
1.3.2 Störung der ATP-Produktion
1.4 Warum sind Mitochondrien so wichtig?
1.4.1 Nicht immer eindeutig – Symptome mitochondrialer Dysfunktion
1.4.2 Schwere Störungen und Erkrankungen durch mitochondriale Dysfunktionen
1.5 Die Gefahr durch freie Radikale
1.5.1 Unerwartete Hilfe durch freie Radikale
1.5.2 Was ist oxidativer Stress?
1.5.3 Gefahr für Muskulatur und Gehirn
2 Langfristige Folgen mitochondrialer Schäden
2.1 Alzheimer
2.2 Diabetes
2.2.1 Ganz einfach vorbeugen
2.3 Krebs
2.4 Bluthochdruck und Herzerkrankungen
2.5 Muskelschwund
Teil II Heilung
3 Der Weg zu gesunden Mitos
3.1 Was Sie brauchen und was Sie vermeiden müssen
3.2 1. Schritt: Mitochondrien-Schäden verhindern
3.2.1 Reinigen Sie die Luft
3.2.2 Vermeiden Sie Kohlenmonoxid beim Autofahren
3.2.3 Meiden Sie chemische Kosmetika und Pflegeprodukte
3.2.4 Rauchen und dampfen Sie nicht
3.2.5 Meiden Sie flüchtige organische Verbindungen
3.3 Freie Radikale aus der Nahrung
3.3.1 Alkohol
3.3.2 Industriell verarbeitete Nahrungsmittel
3.3.3 Pestizide, Herbizide und Fungizide
3.3.4 Antibiotika und verschreibungspflichtige Medikamente
3.3.5 Schwermetalle, Chemikalien etc. im Trinkwasser
3.3.6 BPA und Plastik
3.4 Andere Einflussfaktoren auf mitochondriale Dysfunktionen
3.4.1 Übertraining
3.4.2 Bewegungsarme Lebensweise
3.4.3 Überernährung
3.4.4 Mikrobielle Infektionen
3.4.5 Verminderte Sauerstoffversorgung und Atmung
3.4.6 Emotionaler und psychischer Stress
3.4.7 UV-Strahlung
3.5 2. Schritt: Beschädigte Mitochondrien beseitigen
3.5.1 Die positiven Auswirkungen von Sport
3.5.2 Wie funktioniert das Burst-to-BoostTM-Training?
3.5.3 Warum funktioniert das Burst-to-BoostTM-Training so gut?
3.5.4 Weitere Möglichkeiten zur Förderung der Mitophagie
3.6 3. Schritt: neue Mitochondrien produzieren
3.7 Mighty-Mitos-Ernährungsplan, Schritt 1
3.8 Mighty-Mitos-Ernährungsplan, Schritt 2
3.9 Warum darf ich diese Lebensmittel nicht essen?
3.9.1 Milchprodukte
3.9.2 Gluten
3.9.3 Zucker
3.9.4 Alkohol
3.9.5 Hülsenfrüchte
3.9.6 Obst und Gemüse
3.9.7 Beginnen Sie mit dem Mighty-Mitos-Ernährungsplan
3.9.8 Nahrungsmittel wieder einführen
3.10 Mighty-Mitos-Ernährungsplan, Schritt 3
3.10.1 Die Antioxidanzien-Revolution
3.10.2 Wie erkennen Sie, welche Lebensmittel viele Antioxidanzien enthalten?
3.10.3 Wo fange ich an?
3.11 Mighty-Mitos-Ernährungsplan, Schritt 4
3.11.1 Multivitamin- und Mineralstoffpräparate
3.11.2 Glutathion
3.11.3 L-Carnitin
3.11.4 Coenzym Q10
3.11.5 Essenzielle Aminosäuren
3.11.6 Mitochondriales Membranlipid: Phosphatidylcholin und Omega-3-Fettsäuren
3.11.7 Magnesium
3.11.8 Pyrrolochinolinchinon
3.11.9 Gepuffertes Kreatinmonohydrat
3.11.10 Rhodiola Rosea
3.11.11 Alpha-Liponsäure
3.11.12 Reduziertes Nikotinamid-Adenin-Dinucleotid
3.11.13 Astaxanthin
3.11.14 Vitamin D
3.11.15 Vitamin C
3.11.16 Vitamin E
3.11.17 N-Acetyl-Cystein
3.11.18 Melatonin
3.11.19 D-Ribose
3.11.20 Mumijo Shilajit
3.12 Mighty-Mitos-Ernährungsplan, Schritt 5
3.12.1 Woher kommt die sauerstoffanreichernde Creme?
3.12.2 Sauerstoffanreichende Creme – milchproduktefrei und Paleo
3.12.3 Rezept für eine sauerstoffanreichernde Creme
3.13 Ein gesunder Lebensstil für gesunde Mitochondrien
3.13.1 Die Auswirkungen von zu viel Stress im Alltag
3.13.2 Den Stress akzeptieren
3.13.3 Richtig atmen für eine gute Sauerstoffversorgung
3.13.4 Atemübung
3.13.5 Lach-für-dein-Leben-Übung
3.13.6 Körperliche Aktivität und verbesserte Stresstoleranz
3.13.7 Schlaf und der Einfluss von Melatonin
3.13.8 Wie können Sie Ihren Schlaf verbessern?
3.13.9 Wo ist die mitochondriale Verbindung?
3.14 Fazit
3.15 Hinweis zu den Rezepten
Teil III Rezepte
4 Frühstück
5 Suppen und Salate
6 Fleisch
7 Geflügel
8 Vegetarisch
9 Desserts
10 Überblick: Ihr Mighty-Mito-Plan
10.1 Verändern Sie Ihre Umgebung
10.2 Burst-to-Boost™-Training
10.3 Mighty-Mito-Ernährungsplan
10.3.1 Negativliste
10.3.2 Hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel
10.3.3 Milchproduktefreie und Paleo-kompatible sauerstoffanreichernde Creme
10.4 Emotionale und psychische Gesundheit
11 Service
11.1 Internetseiten
11.1.1 Dr. Susanne Bennetts Websites:
11.1.2 Links & Downloads
11.2 Literatur
Autorenvorstellung
Verzeichnisse
Impressum
1 Die Bedeutung der Mitochondrien
2 Langfristige Folgen mitochondrialer Schäden
Egal, ob Sie sich kraftlos und unwohl fühlen oder tatsächlich krank sind, die Mitochondrien sind der Ansatzpunkt für positive Veränderungen.
Als springende, lachende und spielende Kinder sind wir am Anfang unseres Lebens noch mit schier endlos scheinender Energie gesegnet. Im Teenageralter und mit Anfang 20 sind wir dann voll entwickelt und haben unser maximales Energielevel erreicht. Mit Anfang 30 oder – wenn wir Glück haben – erst in den 40ern beginnt unser Energielevel zu sinken. Wir fühlen uns müde und unser Körper beginnt abzubauen. Wenn wir nicht an Arthrose, Entzündungen, Depressionen oder anderen Krankheiten leiden, ist es unvermeidlich, spätestens im Alter von typischen Erkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten, Alzheimer oder Krebs heimgesucht zu werden.
So oder so ähnlich die Theorie.
Ich kann Ihnen sagen: Das muss nicht so sein. Ich hatte unzählige Patienten, die lethargisch waren, chronische Schmerzen hatten und unter Symptomen litten, die sie für untherapierbar hielten – zum Beispiel furchtbare Allergien oder Diabetes. Diese Patienten hatten unglaubliche Heilerfolge, allein durch ein einfaches Prinzip, das ich Ihnen in diesem Buch näherbringe:
Um Ihren Körper zu heilen, müssen Sie die Gesundheit der Mitochondrien wiederherstellen.
Die Mitochondrien sind die Kraftzentren unserer Zellen, denn sie stellen den »Kraftstoff« zur Verfügung, den unser Körper braucht – ob zum Atmen, Essen, Laufen, Lachen, zur Bekämpfung von Krankheiten oder zum agilen und glücklichen Altern. So, wie eine Glühbirne ihre Energie aus der Steckdose bezieht, so bezieht unser Körper seine Energie aus den Mitochondrien. Doch statt auf Elektrizität aus der Wand ist unser Körper auf Nahrung, Wasser und Sauerstoff angewiesen. Und die Mitochondrien sind der Ort, an dem diese Stoffe in Energie umgewandelt werden.
Deshalb müssen wir alles uns nur Mögliche dafür tun, damit unsere Mitochondrien nicht durch Gifte zerstört werden. Wir müssen ihnen die besten Nährstoffe bieten und sie optimal mit Sauerstoff versorgen und letztlich müssen wir auch lernen, wie wir beschädigte Mitochondrien beseitigen können.
Immer mehr Studien belegen, dass nahezu jeder Erkrankung eine gewisse mitochondriale Dysfunktion zugrunde liegt. Ganz einfach ausgedrückt: Wenn die Mitochondrien vor sich hin kümmern, stellen sie wenig Energie bereit, was dazu führt, dass dem Körper zu wenig Energie zur Krankheitsbekämpfung zur Verfügung steht. Kranke Mitochondrien führen zu einem kranken Selbst.
Doch hier die gute Nachricht: Wir alle haben die Kraft, die Mitochondrien zu reparieren. Und genau das ist das Anliegen dieses Buches: sie so zu reparieren, dass sie wieder einwandfrei funktionieren und Ihnen so viel Energie wie möglich liefern.
Die Szenerie vom Kapitelanfang ist leider keine reine Fiktion. Im Alter von 70 oder 80 Jahren ist ein gewisser Verschleiß des Körpers unvermeidlich. Kirk Stokels zitiert aus einer Studie von Linnae, Kovalenko und Gingold, dass das Muskelgewebe eines 90-Jährigen 95 Prozent beschädigte Mitochondrien aufweist, während das eines Fünfjährigen nahezu keine Schädigungen zeigt.
Führen Sie sich das mal vor Augen! Der 90-Jährige hat 95-mal mehr schadhafte Mitochondrien als der Fünfjährige! Kein Wunder, dass es in unseren Kindergärten vor Energie und Vitalität nur so brodelt! Das sind vollgestopfte Mitochondrien-Lager in Aktion! Auf der anderen Seite steht der 90-Jährige mit seinen mickrigen fünf Prozent Funktionalität seiner einst mächtigen Mitochondrien.
Aber haben Sie schon mal einen dieser 70-Jährigen erlebt, die noch immer erfolgreich Marathon laufen? Diese übermütig lachende 80-Jährige im Café, so voller Lebenslust, wie viele von uns sie seit ihren Zwanzigern nicht mehr empfunden haben? Oder einen 90-Jährigen, der nichts lieber mag als eine ausgedehnte morgendliche Wanderung?
Was, glauben Sie, ist deren Geheimnis? Eine lebenslang gute Mitochondrien-Gesundheit.
Anders gesagt: 95 Prozent geschädigte Mitochondrien im hohen Alter sind kein Schicksal. Wir können täglich etwas für gesunde Mitochondrien tun, was uns sowohl kurz- als auch langfristig helfen wird. Der Alterungsprozess ist nichts anderes als die Schädigung von Mitochondrien und Zellen, die wir selbst verursachen, das erkennen viele Wissenschaftler heutzutage. Es ist nicht die Anzahl der Lebensjahre, sondern der Schädigungsgrad der Mitochondrien, der unser Energielevel bestimmt. Denn schließlich wird dort die Energie produziert. Logisch, oder?
Damit spielt die Genetik also eine Rolle für die Mitochondrien-Gesundheit. Bitte beachten Sie, dass sich dieses Buch nicht mit solch lebensbedrohlichen Umständen wie dem Leigh-Syndrom, einer schon im Säuglingsalter auftretenden schweren Schädigung der mitochondrialen DNA, oder anderen neurologischen Störungen befasst. Allerdings haben auch normale Menschen viele verschiedene genetische Anomalien in ihrer nichtmitochondrialen DNA. Diese Anomalien können sich zum Beispiel auf die DNA-Methylierung auswirken, die – ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen – eine große Bandbreite biochemischer Prozesse regelt und unsere Stimmung, die Fähigkeit unseres Körpers zur Entgiftung sowie seinen Umgang mit Erkrankungen und Entzündungen beeinflusst. Wenn dieser Stoffwechselprozess gestört ist, kann es in 30 bis 70 Prozent der Fälle zu mitochondrialen Dysfunktionen kommen. Das kann sich in Störungen des Fett-, des Folsäure- oder des Carnitinstoffwechsels äußern. Letzterer spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiebereitstellung aus Fett.
Wussten Sie, dass Ihr Energielevel von dem Ihrer Mutter abhängig ist? Menschen erhalten die meisten Mitochondrien-Gene (DNA) vonseiten der Mutter. Während die Genetik also eine Rolle für den gesundheitlichen Zustand unserer Mitochondrien spielt, sind unsere physische und emotionale Gesundheit aber keineswegs etwas, womit die einen »gesegnet« wären und was andere niemals erlangen können. Wir alle werden mit einer gewissen Veranlagung geboren. Manche mit einer DNA, die für die Methylierung und die Energiebereitstellung durch die Mitochondrien besser ist.
In den 1990er-Jahren kam der beliebte Mythos auf, wir alle bestünden aus kaum mehr als einer Art vorprogrammierten genetischen Codes, der unser Schicksal von vornherein bestimmt. Besäßen wir das Gen für Alkoholismus, dann würden wir zwangsläufig zu Alkoholikern. Besäßen wir das Gen für Depressionen, dann würden wir klinisch depressiv. Dieser biologische Reduktionismus hat bei zahlreichen Menschen Schaden angerichtet – davon abgesehen, dass kein Wissenschaftler diese These jemals in ihrer Gänze unterstützt hat. Denn viele Menschen glaubten nicht mehr daran, selbst echte Veränderungen herbeiführen zu können, oder gaben ihren Eltern bzw. ihren Genen die Schuld an ihrem schlechten Gesundheitszustand oder an emotionalen Problemen.
Die Wahrheit ist: Die Gene sind nicht Ihr Schicksal!
Jüngere Studien zeigen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Da die DNA uns nur eine Schablone vorgibt, können wir selbst im Detail skizzieren, was diese im Verlauf unseres Lebens abbildet. Daraus sind in der letzten Zeit gleich zwei neue wegweisende Forschungsfelder entstanden, die sich mit der Frage beschäftigen, inwieweit unser Lebensstil sich auf zellulärer und auch auf subzellulärer (also auf mitochondrialer) Ebene auswirkt.
Der erste Forschungszweig ist die Nutrigenomik. Sie erforscht, inwieweit Nährstoffe mit der DNA interagieren und sich damit auf die Entstehung oder die Verhinderung verschiedener Erkrankungen auswirken. Der zweite ist die Epigenetik. Sie beschäftigt sich mit dem Einfluss von Umweltfaktoren auf die An- oder Abschaltung bestimmter Gene. Anlässlich der Bereitstellung von 190 Millionen Dollar für die epigenetische Forschung im Jahr 2008 durch das Nationale Gesundheitsinstitut der USA lobte die Medizin-Journalistin Laura Beil: »Regierungsvertreter haben das Potenzial der Epigenetik erkannt, den Mechanismen von Alterung, menschlicher Entwicklung, den Ursachen von Herzerkrankungen, psychischen Krankheiten und vielen anderen gesundheitlichen Zuständen auf den Grund zu gehen.« Weiter führte sie aus, dass viele Forscher der Epigenetik mittlerweile einen bedeutenderen Einfluss auf Krankheiten zuschreiben als der Genetik. In anderen Worten: Es ist nicht entscheidend, mit welcher genetischen Veranlagung wir auf die Welt kommen – ob für psychische Erkrankungen oder für Herzleiden –, wir können die Wahrscheinlichkeit, dass diese Erkrankungen ausbrechen, durch unser Zutun verringern.
Wenn Sie Ihre Umgebung und Ihren Lebensstil ändern, nehmen Sie Ihr genetisches Schicksal selbst in die Hand. In meinem Bestseller »The 7-Day Allergy Makeover« habe ich mich bereits ausführlich damit beschäftigt. Räumen Sie sieben Tage lang sieben Bereiche Ihres Lebens auf und Sie verändern Ihr Leben und ihre Gesundheit zum Positiven.
Ob bewusst oder nicht: Wir treffen jeden Tag Entscheidungen, die mit dafür verantwortlich sind, wie gesund und zufrieden wir sind. Diese Entscheidungen über unseren Lebensstil steuern unsere DNA – das ist gut so! Denn es bedeutet: Gesunde Entscheidungen führen zu einem gesunden Körper.
Aber wie können wir wissen, welche Entscheidungen wirklich gesund sind? Woher wissen wir, dass wir nicht in eine der vielen Marketingfallen tappen?
Gesundheitstrends kommen und gehen. Eine Zeit lang war Low-Fat das Nonplusultra. Nun aber zeigen sich mehr und mehr die Bedeutung gesunder Fette und die Rolle, die ein günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren für das Gehirn und die Zellfunktionen spielt. Milch war lange ein selbstverständliches Muss in jeder Ernährungspyramide. Auf einmal findet man in Läden für gesunde Nahrungsmittel Mandel- und Kokosmilch – doch ich kenne eine Menge kerngesunder Menschen, die auf solche Produkte verzichten. Manche glauben, mindestens zwei Stunden Joggen sei absolut notwendig, um einen echten Trainingseffekt zu erreichen. Andere stopfen sich mit Proteinen und Pülverchen voll, um Muskeln aufzubauen. Dabei gibt es eine Menge wirklich kräftiger Menschen, die niemals im Leben auch nur einen Proteinshake zu sich genommen haben.
