MIXtipp Englische Küche - Ariane Mackenzie - E-Book

MIXtipp Englische Küche E-Book

Ariane Mackenzie

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Beschreibung

Kleistriger Porridge und englisches Frühstück mit Baked Beans, Spiegelei und Bacon - das war einmal. Die englische Küche hat weit mehr zu bieten: Dies ist nicht nur den zahlreichen Spitzenköchen und internationalen Einflüssen auf der Insel zu verdanken. Denn innerhalb weniger Jahre hat sich die British Cuisine längst zu einem Schlemmerparadies gemausert. Das weiß auch Ariane Mackenzie, die das Team MIXtipp auf eine kulinarische Reise durch Großbritannien mitgenommen hat. Ihre Rezepte reichen von der traditionellen, englischen Hausmannskost bis zu raffinierten Speisen mit multikulturellen Einflüssen. Ob Chicken Pâté, Teryiaki Chicken, Peanut Saté, Sponge Cakes oder Pavlova - für jeden wird etwas dabei ein. Und selbst der verhasste Porridge bekommt von unserer Autorin eine ganz neue Note eingehaucht. Daneben gibt es viele Tipps und Tricks rund um Großbritannien, den Thermomix und natürlich die Rezepte. Alle vielfältigen Köstlichkeiten kannst du wie immer mit deinem TM 5 oder TM 31 zubereiten. Have fun and enjoy!

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Seitenzahl: 92

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IMPRESSUM

Math. Lempertz GmbHHauptstraße 35453639 KönigswinterTel.: 02223 / 90 00 36Fax: 02223 / 90 00 [email protected]

© 2016 Mathias Lempertz GmbH

Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigungdes Verlages ist es nicht gestattet, das Buch oder Teiledaraus zu vervielfältigen oder auf Datenträger aufzuzeichnen.

Dieses Kochbuch wurde nach bestem Wissen undGewissen verfasst. Weder der Verlag noch der Autortragen die Verantwortung für ungewollte Reaktionenoder Beeinträchtigungen, die aus der Verarbeitungder Zutaten entstehen.Der Markenname „Thermomix“ ist rechtlich geschützt undwird nur als Bestandteil der Rezepte verwendet. Für Schäden, die beider Zubereitung der Gerichte an Personen oderKüchengeräten entstehen, wird keine Haftung übernommen.Bitte beachte die Anwendungshinweise der Gebrauchsanweisungdeines Thermomixgerätes.

www.facebook.com/MIXtippRezepte

Titelbild: Fotolia, Ariane MackenzieLektorat: Alina Groß, Anna Lehmacher, Annemarie ThonLayout/Satz: Kerstin PfeifferGesamtherstellung: Print Consult GmbH, München

ISBN: 978-3-96058-969-3 eISBN: 978-3-96058-033-1

Bildnachweis:© Ariane Mackenzie© Kathrin Stetter, Studio Laurin 18© Sandra Männer© fotolia: mozZz, okorokovanatalya, jifarq, Coco Brown, antonel, albertobrian,dbvirago, Sunny studio, Melinda Nagy, IRStone, Mark Matysiak,Jonathan Stutz, Sam Spiro, Stillkost, Laiotz, Frédéric Prochasson

INHALT

Vorwort

Einleitung

FRÜHSTÜCK

Pancakes

Classic Porridge

Coconut Porridge with Mango

Porridge with Plums and Almonds

Lemon Curd

Grapefruit Curd

Flowerpot Bread

DIPS, SAUCEN & FINGERFOOD

Aceto Balsamico Tradizionale di Modena

Chicken Pâté

Trout Pâté

Red Chilisauce

Sausage Rolls

SUPPEN & SALATE

Bruschetta Salad

Kipper Rice

Asian Lentil Soup

Gorgonzola Potato Soup

Speedy Seafood Soup

HAUPTGERICHTE

Thai Fish Cakes

Cheese Fritters

Chicken Kebabs with Green Couscous

Caribbean Supper

Satay with Thai Peanut Sauce

Pistacio Gremolata

Shepherd’s Pie with Leak Crust

Spiced Pea and Potato Cakes

Teriyaki Chicken with Sushi Rice

Smoked Fish Tart

Caramelised Red Onion Tarts with Goat’s Cheese

KUCHEN & GEBÄCK

Brownies

Carrot Cake with Lime Mascarpone

Cheesecake

Sponge Cake

Chocolate Sponge Cake

Lemon Sponge Cake

Zabaglione Sponge Cake

Walnut Coffee Sponge Cake

Lemon Lavender Loaf

Orange and Semolina Biscuits

Scones

Shortbread

DESSERTS

Apple Crumble

Apricot Crumble

Eton Mess

Grapefruit Curd Parfait

Lemon Curd Trifle

Melting Chocolate Pudding

Pavlova

Plum Syllabub

Raffaelocreme with Strawberries

Jelly – Nachtisch nur für Erwachsene

Rule, Britannia! Britannia rule the waves; Britons never will be slaves.

“After a good dinner one can forgive anybody, even one’s own relatives.“ – Nach einem guten Dinner kann man jedem verzeihen, sogar seinen eigenen Verwandten. Der irische Schriftsteller Oscar Wilde, lange Zeit in London wohnhaft, wusste ein gutes Dinner, das englische Abendessen und die Hauptmahlzeit der Briten, zu schätzen. Neben dem Dinner hat die Englische Küche aber auch den Lunch, oftmals bestehend aus Fingerfood, Salaten, Sandwiches oder Tartes und Breakfast mit Porridge, Lemon Curd, Müsli oder ham and eggs zu bieten. Auch das Team MIXtipp ist auf den Geschmack von Pavlova, Sponge Cakes, Chicken Teriyaki und Co. gekommen.

Die Englische Küche kann mehr als Fish and Chips! Durch die Migration von verschiedenen Ethnien nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Englische Küche neue Einflüsse. In den 80er Jahre erlebte sie eine Revolution, die nach wie vor spürbar ist. Die Englische Küche präsentiert sich seither als abwechslungsreich, experimentierfreudig und gesund.

Ariane Mackenzie, gebürtige Deutsche, lebte lange Zeit in London und ist mit einem Briten verheiratet. Sie lebt die neue Englische Küche jeden Tag und hat für uns ihre besten Rezepte zusammengetragen. Herausgekommen ist ein Rezept-Potpourri bestehend aus Frühstück, Dips und Fingerfood, Suppen und Salaten, Hauptgerichten, Kuchen und Gebäck und Desserts.

Probiere es aus und lass dich von der modernen Küche Englands überzeugen und inspirieren!

Herausgeberin, Edition Lempertz

DAS VORURTEILDER SCHLECHTEN KÜCHE

Die englische Küche hat immer noch einen katastrophalen Ruf. Zu Unrecht, wie ich finde. Aber das Klischee bleibt haften, so wie das der Humorlosigkeit der Deutschen.

Als ich Ende der 90er Jahre in London ankam, konnte ich dieses Klischee leider am eigenen Leib erleben. Gemüse war in der Regel totgekocht, die Saucen schmeckten nur nach verwässerten Fertigsaucen, das Fleisch glich eher einer Schuhsole und das Schlimme daran war, dass es den Engländern in der Tat schmeckte!

In meiner WG hatte ich jedoch das Glück, immer mit Leuten verschiedener Herkunft zusammenzuwohnen. Durch meine indischen Mitbewohner lernte ich die Zubereitung von Speisen mit Kokosnussmilch oder Curry kennen.

Das Skurrile an der Sache war, dass die Restaurants schon zu dieser Zeit hervorragend waren: Es gab wunderbare Inder und nicht Maggi-basierte deutsche Küche mit indischem Einschlag, Thailänder in jeder Form, persische Restaurants, Italiener, eigentlich alles, was das Herz begehrte – nur mit der traditionellen englischen Küche haperte es.

Dann auf einmal geschah sie: Die Food-Revolution, die dem Durchschnittsengländer zeigte, dass man auch Zuhause durchaus gut kochen konnte. Meine WG-Bewohner probierten auf einmal Rezepte von Jamie Oliver, Nigella Lawson, Nigel Salter oder Delia Smith aus. Diese jungen Köche avancierten zu regelrechten Stars in der Kochszene und schafften es, die traditionelle Englische Küche salonfähig zu machen. Das lag vermutlich daran, dass sie die Einflüsse aus anderen Ländern nicht einfach links liegen ließen, sondern mit aufnahmen. Zum Glück durfte ich zehn Jahre lang in London leben und diese Welle miterleben. Kochen wurde zum Hobby – Dinnerparties lösten Clubbesuche ab. Supermärkte gingen auf diese Welle ein und hatten alles vorrätig, was die Starköche vorschlugen. In der Tat musste Delia, die englische Kochgöttin, nur eine ausgefallene Zutat in ihrer TVShow nennen und am nächsten Tag hatten es die Supermärkte in einem speziellen Hotspot aufgestellt.

Meine Urlaube nach Deutschland waren dann immer etwas ernüchternd, denn hier konnte man Zitronengras, grüne Bananen, Koriander oder Thai-Basilikum noch nicht im Supermarkt kaufen – und kann es leider teilweise bis heute nicht.

Umso mehr ärgert es mich, wenn die Deutschen über die englische Küche herziehen und die letzten 20 Jahre ignorieren. Mittlerweile bietet jedes Durschschnittspub unsagbar leckere Speisen an und ich freue mich immer, wenn ich wieder mal eine Reise nach London machen darf.

KOCHEN FÜR KINDER

Meine drei Kinder fordern mich in der Küche ziemlich heraus – und zugegeben macht Kochen für die Familie nicht immer Spaß. Es muss oft schnell gehen, die Kinder mögen wieder ein Gewürz nicht, die eine Tochter isst kein Fleisch, die andere isst nur Fleisch…. also kommt man manchmal ganz schön an seine Grenzen. Auch ich mochte als Kind nicht alles, bin aber mit allem aufgewachsen. Das ist auch mein Appell an Euch – kocht trotzdem das, was Euch schmeckt, auch mal etwas exotischer, etwas Scharfes oder Gewürztes. Gebt nicht auf – denn die Kinder sollten mit abwechslungsreichem Essen umgeben sein. Vielleicht essen sie es nicht gleich, vielleicht muss dann doch ein Butterbrot her, aber sie wachsen damit auf und entwickeln ein Gespür für vielfältiges Essen. Und das finde ich wichtig.

ZUM THERMOMIX

Der Thermomix ist für mich eine Küchenmaschine, und zwar eine sehr gute. Es gibt Dinge, die kann der Thermomix besser als alle anderen, aber es gibt ebenso Sachen, die er nicht so gut macht. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum gedämpftes Fleisch besser als geröstetes oder gebratenes sein soll. Es sei denn, man dämpft es vorher und brät es im Ofen fertig. Beim Dämpfen wird das Fleisch ausgewaschen und die Marinade oder die Gewürze in der Regel weggespült. Ich persönlich ziehe es vor, mein Fleisch zu braten. Aber da dies zum Glück Einstellungssache ist, bleibt es jedem selber überlassen, es so zu tun, wie er möchte. Meine Rezepte sind immer für alle Zubereitungsarten machbar.

Ich habe bei meinen Rezepten nicht den Anspruch, alles im Thermomix zu garen. Er ist vor allem mein Souschef – und ich liebe ihn dafür. Trotzdem benutze ich immer noch ein Messer und ein Schneidebrett: Wenn ich beispielsweise Zwiebelringe haben möchte, dann mache ich diese nicht im Thermomix.

DIE ANGABEN

Alle Gerichte sind mehrfach gekocht und geprüft worden. Trotz Thermomix – oder wie mein Bruder sagt: Kochen nach Zahlen – gibt es Tage, an denen einem ein Rezept gelingt oder eben nicht. Bitte beachte, dass die Angaben Richtwerte sind – lieber mal ein bisschen weniger Salz nehmen und dann nachwürzen, den Kuchen anschauen oder die Stäbchenprobe machen, bevor man ihn aus dem Ofen holt. Was ich beim Kochen mit dem Thermomix verhindern will, ist folgendes: Du sollst nicht die Verantwortung aus der Hand geben, denn du bist immer noch ein Koch. Das Gerät vereinfacht dir lediglich die Zubereitung.

MACKENZIES

Derzeit plane ich mein eigenes Food-Label, eine reine, grobe Bratwurst, die nur mit den besten Zutaten gefüllt ist – und mit vielen Geschmacksausrichtungen, wie Koriander, sonnengetrockneten Tomaten, in Whiskey getränkten Aprikosen mit Chili, Gorgonzola mit Walnüssen und vielem mehr. Ich arbeite auch an einer vegetarischen Version, da meine Tochter immer schimpft, dass es so wenig gute vegetarische Produkte gebe (vor allem welche, die nicht versuchen, nach Fleisch zu schmecken).

Hier mein Label – ich bin noch in der Anfangsphase, aber check it out!

Mir hat die Erarbeitung des Buches sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich ein paar Dinge aufgeschrieben habe, die du so noch nicht kennst. Ich wünsche dir beim Kochen und vor allem beim Essen sehr viel Freude und freue mich über Rückmeldungen! Weitere Infos und tolle Rezepte findest du auf meiner Facebookseite: London im Mixtopf.

PANCAKES

Zubereitungszeit: 20 MinutenZutaten für 4 Portionen

6 Eiweiß, Größe M

230 g Mehl

2 TL Backpulver

280 g Milch

6 Eigelb, Größe M

1 Prise Salz

Butterschmalz zum Braten

Ahornsirup zum Servieren

1. Reinige den Mixtopf sehr gründlich – er muss komplett fettfrei sein.

2. Setze den Schmetterling in den Mixtopf und schlage das Eiweiß 3,30 Minuten/ Stufe 3 steif.

3. Gib Mehl, Backpulver, Milch, Eigelb und Salz dazu und verrühre alles 10 Sekunden/ Stufe 3.

4. Heize ein oder auch zwei Pfannen mit Butterschmalz auf und brate die Pancakes vorsichtig aus. Dabei löffelst du mit einem großen Servierlöffel die Teigmasse langsam in die Pfanne, sodass sich die Pancakes schon ein wenig beim Eingießen setzen können. Drehe die Hitze nicht zu hoch, sonst verbrennen sie dir – hier musst du ein bisschen Geduld haben, damit du die richtige Temperatur herausfindest, die die Pancakes schön goldbraun werden lässt. Die Pancakes wendest du während des Backvorgangs einmal.

5. Serviere sie warm und frisch mit Früchten und Ahornsirup.

Ich bin buchstäblich süchtig nach dieser leichten, nicht zu süßen (außer du gießt 1 Liter Ahornsirup darüber, so wie ich das gerne mache) Frühstücksalternative... Serviere ein paar frische Früchte dazu, idealerweise Heidelbeeren, oder mixe abgetropfte Heidelbeeren aus dem Glas direkt in den Teig.

mixtipp

Probiere die Pancakes auch mit knusprig gebratenem Bacon und Ahornsirup!

CLASSIC PORRIDGE

Zubereitungszeit: 12 MinutenZutaten für 4 Portionen

500 g Milch

90 g Haferflocken

10-20 g Zucker, je nach Geschmack

1. Gib die Milch, die Haferflocken und den Zucker in den Mixtopf und koche alles 11 Minuten/ 90°C/ Linkslauf/ Stufe 2 zu einem geschmeidigen Porridge.

In jedem Film über englische Internate kommt immer der allgemein verhasste, mit Wasser zubereitete und doch verbrannte, graue Porridge, auf Deutsch nicht wirklich schön umschriebene Haferschleim, vor. Die meisten Engländer, inklusive meinem Mann, tragen wirklich ein Trauma davon, denn Porridge kann furchtbar schmecken.