0,99 €
»Siehste, ist doch ein Grab!«
Männer leben selig in ihrer geordneten Welt. Nicht alle Frauen haben noch Geduld mit ihnen. Und die ein oder andere schreitet zur Tat … oder vergibt brisante Aufträge. Nie sollen sich Männer in Sicherheit wiegen …
Die Drabbles von Ike C. Martens kommen makaber, skurril, einfallsreich und teils sogar blutrünstig daher.
Diese Drabbles, auf den Punkt gebrachte 100-Wort-Geschichten, sind für lebenslustige Frauen gedacht. Und ein Vorgeschmack für Männer, die wissen wollen, was ihnen blühen könnte.
»Kultige Morde, knackig, humorvoll und präzise.« (Leserin)
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2016
Inhaltsverzeichnis
Rentner gehören auf den Friedhof
Urban Gardening
Der Tote im Stadtpark
Todesfalle Bahnhofsvorplatz
Leineleiche
Mord am Abhang der Gefühle
Kanalkarl
Manöverfeldmumie
Der radelnde Gatte
Campingglut
Tod im Stall
Rosenmord - zartblau ausgeführt
Das Skalpell in der Gartensauna
Baumschultod
Gedanken an Mord liegen nahe
Golfplatzmodels
Mord auf dem Mountainbikeparkour
Tanz in den Mai
Der Nonnenstein
Badewiesenbiss
Latexmord
Grundstücksstreit
Tod im Friedwald
Stilles Sterben im Schlossgarten
Outdoorkrepierer
Die Autorin
Morde im Grünen
Frauen (lassen) morden
Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
© 2016 Ike C. Martens c/o Silke Meyer, 49324 Melle
Lektorat: Gabriele Schmid, www.pcs-books.de
Covergestaltung: Sanjaysinhgohil, www.fiverr.com
Coverfotos: Schwarze Katze Lesung-33843 © Pixabay.com; Wiese Grashopper-1239783 © Pixabay.com; Silhouette vector illustration of hand with knife-14796 © Publicdomainvectors.org
Rentner gehören auf den Friedhof
Theodor hatte das Zeitliche gesegnet. Endlich!
Tamara war frei. Wie lange hatte sie sich schon danach gesehnt. Sie hatte ihn doch nur wegen der guten Pension geheiratet. Dass er so lange leben würde, damit konnte doch keiner rechnen.
Jetzt musste nur noch ihr Langzeitlover dran glauben. Da gab es nur ein Problem: Simon war eindeutig zu jung, um eines natürlichen Todes zu sterben. Kurzentschlossen mixte sie in seinen Lieblingsdrink »Mojito« eine Spur zuviel K.o.-Tropfen. Das war's dann. Ruckzuck.
Jetzt war der Weg frei für ihre neue aufregende Liebe und die hieß Magdalena. So lange, wie es eben dauern würde …
Urban Gardening
Urban Gardening stand auf dem bunten Schild.
»Was soll das sein? Wieder so eine unsinnige neue Mode?«, fragte Hermine ihre Enkelin.
»Das ist eine tolle Sache, mietbare Gartenquartiere mitten in der belebten Stadt.«
»Wozu soll das gut sein? Um Kartoffeln anzupflanzen? Die Größe wäre allenfalls passend für mein Grab.«
»Mensch Oma, sieh nicht alles so schwarz.«
»Ich meine ja nur.«
Eine Woche später prangte folgende Überschrift in der Tageszeitung: Leichenfund in der Heerstraße. Die Ermittlungen brachten zutage, dass eine Frau ihren Mann erschlagen und ihn auf öffentlichen Grund vergraben hatte. Sie war Mitglied der Urban-Gardening-Bewegung.
»Siehste, ist doch ein Grab!«
Der Tote im Stadtpark
»Meister, wir haben da etwas gefunden, besser irgendwen.«
»Ihr solltet doch die Kuhle im Stadtpark mit Erde zuschieben.«
»Ja eben«, antwortete Herbert.
»So'n Mist. Ist die Polizei verständigt?«
»Klar. Die Spurensicherung hat alles abgeriegelt. Heute geht da nichts mehr.«
Kommissar Bröder fügte die Indizien und Beweise zu einem Bild zusammen. Das Ergebnis: Der ältere Herr aus der Grube musste ein Zufallsopfer sein.
Kollege Finkenstädter konterte: »Typischer Fall von Beziehungstat. Oder wie erklären Sie sich die roten Rosen direkt auf dem Leichnam?«
»Könnten sie nicht im Zuge des Verscharrens hineingeraten sein?«
