Verlag: Zsolnay, Paul Kategorie: Abenteuer, Thriller, Horror Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2012

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E-Book-Beschreibung Mörder ohne Gesicht - Henning Mankell

Auf einem abgelegenen Bauernhof ist ein altes Ehepaar überfallen und getötet worden. "Ausländer, Ausländer!" waren die letzten Worte der sterbenden Frau. Als die Öffentlichkeit davon erfährt, wird Schonen von einer Welle ausländerfeindlicher Gewalt überrollt. Doch plötzlich führen die Ermittlungen in eine ganz andere Richtung. Kommissar Wallanders erster Fall, mit dem Henning Mankell den Grundstein zu seiner Karriere als Erfolgsschriftsteller gelegt hat.

Meinungen über das E-Book Mörder ohne Gesicht - Henning Mankell

E-Book-Leseprobe Mörder ohne Gesicht - Henning Mankell

Zsolnay eBook

Henning Mankell

Mörder ohne Gesicht

Kriminalroman

Aus dem Schwedischen von Barbara Sirges und Paul Berf

Paul Zsolnay Verlag

Die Originalausgabe erschien erstmals 1991 unter dem Titel Mördare utan ansikte im Ordfront Verlag, Stockholm.Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien 1993 in der edition q Verlags-GmbH, Berlin.ISBN 978-3-552-05609-1© Henning Mankell 1991Alle Rechte der deutschsprachigen Ausgabe© Paul Zsolnay Verlag Wien 2001/2012Unser gesamtes lieferbares Programm und viele andere Informationen finden Sie unter www.hanser-literaturverlage.de. Erfahren Sie mehr über uns und unsere Autoren aufwww.facebook.com/ZsolnayDeuticke.

1

Etwas hat er vergessen, das weiß er genau, als er aufwacht. Etwas, das er geträumt hat in dieser Nacht. Etwas, an das er sich erinnern sollte.

Er versucht, sich zu erinnern. Aber der Schlaf ist wie ein schwarzes Loch. Ein Brunnen, der nichts von seinem Inhalt preisgibt.

Dabei habe ich nicht von den Stieren geträumt, denkt er. Da müßte ich jetzt verschwitzt sein, so als hätte ich während der Nacht ein Fieber ausgeschwitzt. Diese Nacht haben mich die Stiere in Ruhe gelassen.

Er liegt regungslos in der Dunkelheit und horcht. Die Atemzüge seiner Frau an seiner Seite sind so schwach, daß er sie kaum wahrnehmen kann.

Eines Morgens wird sie tot neben mir liegen, ohne daß ich es merke, denkt er. Oder ich werde tot sein. Einer von uns vor dem anderen. Irgendeine Morgendämmerung wird die Bedeutung haben, daß einer von uns einsam übriggeblieben ist.

Er sieht auf die Uhr, die auf dem Tisch neben dem Bett steht. Die Zeiger leuchten und zeigen auf Viertel vor fünf.

Warum bin ich aufgewacht, denkt er. Normalerweise schlafe ich bis halb sechs. So habe ich es über vierzig Jahre lang gemacht. Warum wache ich jetzt auf?

Er horcht in die Dunkelheit hinaus und ist plötzlich hellwach.

Irgend etwas ist anders. Etwas ist nicht mehr so, wie es bisher war.

Vorsichtig tastet er mit der einen Hand, bis er das Gesicht seiner Frau erreicht. Mit den Fingerspitzen fühlt er, daß sie warm ist. Es ist also nicht sie, die gestorben ist. Noch ist keiner von ihnen einsam zurückgeblieben.

Er horcht in die Dunkelheit hinaus.

Das Pferd, fährt es ihm durch den Kopf. Es wiehert nicht. Deshalb bin ich aufgewacht. Die Stute wiehert sonst immer nachts. Das höre ich, ohne wirklich wach davon zu werden, und in meinem Unterbewußtsein weiß ich, daß ich weiterschlafen kann.

Vorsichtig steht er aus dem knarrenden Bett auf. Vierzig Jahre lang haben sie es schon. Es war das einzige Möbelstück, das sie kauften, als sie geheiratet haben. Und es ist das einzige Bett, das sie in ihrem Leben besitzen werden.

Während er über den Holzboden zum Fenster geht, spürt er, wie ihm das linke Knie weh tut.

Ich bin alt, denkt er. Alt und verbraucht. Jeden Morgen bin ich beim Aufwachen wieder aufs neue überrascht, daß ich schon siebzig Jahre alt bin.

Er sieht in die Winternacht hinaus. Man schreibt den 8.Januar 1990, und Schnee ist in diesem Winter in Schonen noch nicht gefallen. Die Außenlampe an der Küchentür wirft ihr Licht über den Garten, die kahlen Kastanienbäume und die dahinter liegenden Felder. Er schaut blinzelnd zum Nachbarhof hinüber, auf dem Lövgrens wohnen. Das weiße, niedrige und langgestreckte Haus ist dunkel. Am Stall, der im rechten Winkel zum Wohnhaus liegt, hängt über der schwarzen Stalltür eine Lampe, die ein milchiges Licht verbreitet. Dort steht die Stute in ihrer Box, und dort wiehert sie plötzlich unruhig in den Nächten.

Er horcht in die Dunkelheit hinaus.

Im Bett hinter ihm knarrt es.

»Was machst du?« murmelt seine Frau.

»Schlaf weiter«, antwortet er. »Ich vertret’ mir nur etwas die Beine.«

»Hast du Schmerzen?«

»Nein.«

»Dann schlaf weiter. Steh nicht da und hol dir eine Erkältung.«

Er hört, wie sie sich auf die andere Seite dreht.

Wir haben uns einmal geliebt, denkt er. Aber er wehrt sich gegen den eigenen Gedanken. Das ist ein viel zu feines Wort. Lieben. Das ist nichts für Leute wie uns. Ein Mensch, der über vierzig Jahre lang Bauer gewesen ist, immer gebeugt über den schweren schonischen Lehmboden, nimmt das Wort »Lieben« nicht in den Mund, wenn er von seiner Frau spricht. In unserem Leben ist die Liebe immer etwas ganz anderes gewesen…

Er betrachtet das Nachbarhaus, kneift die Augen zusammen, versucht, das Dunkel der Winternacht zu durchdringen.

Wiehere, denkt er. Wiehere in deiner Box, damit ich weiß, daß alles wie immer ist. Damit ich mich noch ein Weilchen in die Federn verkriechen kann. Der Tag eines pensionierten und schmerzgeplagten Landwirts ist auch so schon lang und trostlos genug.

Auf einmal merkt er, daß er das Küchenfenster des Nachbarhauses betrachtet. Irgend etwas ist anders. In all den Jahren hat er ab und zu ein Auge auf die Fenster der Nachbarn geworfen. Jetzt gibt es da plötzlich etwas, das anders aussieht. Oder ist es nur die Dunkelheit, die ihn verwirrt? Er schließt seine Augen und zählt bis zwanzig, um sie auszuruhen. Dann schaut er erneut zum Fenster und ist sich jetzt sicher, daß es offensteht. Ein Fenster, das immer nachts geschlossen war, steht plötzlich offen. Und die Stute hat nicht gewiehert…

Die Stute hat nicht gewiehert, weil der alte Lövgren nicht seinen gewohnten Nachtspaziergang zum Stall gemacht hat, als sich die Prostata gemeldet und ihn aus dem warmen Bett gejagt hat…

Das ist doch alles Einbildung, sagt er zu sich selbst. Meine Augen sehen einfach nicht mehr richtig. Alles ist wie immer. Was soll denn eigentlich hier schon passieren? In dem kleinen Dorf Lenarp, gleich oberhalb des Kadesees, an der Straße zum schönen Krageholmsee, mitten im Herzen von Schonen? Hier geschieht nichts. Die Zeit steht still in diesem kleinen Dorf, in dem das Leben wie ein Bach ohne Energie und Willen dahinfließt. Hier wohnen ein paar alte Bauern, die ihr Land an andere verkauft oder verpachtet haben. Hier wohnen wir und warten auf das Unausweichliche…

Wieder betrachtet er das Küchenfenster und denkt, daß weder Maria noch Johannes Lövgren vergessen würden, es zu schließen. Mit dem Alter geht eine schleichende Angst einher, es werden mehr und mehr Schlösser eingebaut, und niemand vergißt, ein Fenster zu schließen, bevor sich die Nacht herabsenkt. Alt zu werden bedeutet, sich zu ängstigen. Die Angst vor etwas Bedrohlichem, die man als Kind hatte, kehrt zurück, wenn man alt wird…

Ich kann mich anziehen und hinausgehen, denkt er. Mit dem eiskalten Wind im Gesicht durch den Garten humpeln, bis zu dem Zaun, der unsere Grundstücke voneinander trennt. Ich kann mich mit eigenen Augen davon überzeugen, daß ich mir alles nur eingebildet habe.

Aber er beschließt, stehenzubleiben. Bald wird Johannes aus dem Bett aufstehen, um Kaffee zu kochen. Erst macht er das Licht auf der Toilette an, dann die Lampe in der Küche. Alles wird so sein wie immer…

Er steht am Fenster und merkt, daß er friert. Es ist die Alterskälte, die kriechend herankommt, selbst in den wärmsten Räumen.

Er denkt an Maria und Johannes. Mit ihnen waren wir auch verheiratet, denkt er, als Nachbarn und Bauern. Wir haben einander geholfen, die Mühen und die schlechten Jahre geteilt.

Aber wir haben auch die guten Zeiten miteinander genossen. Zusammen haben wir Mittsommer und Weihnachten gefeiert. Unsere Kinder sind zwischen den beiden Höfen hin- und hergelaufen, als gehörten sie zu beiden. Und jetzt teilen wir die lange, ausgedehnte Zeit des Alters…

Ohne zu wissen warum, öffnet er das Fenster, vorsichtig, um die schlafende Hanna nicht zu wecken. Er hält den Fensterhaken gut fest, damit der kalte, böige Wind ihm das Fenster nicht aus der Hand reißt. Aber es ist völlig windstill, und jetzt erinnert er sich auch, daß der Wetterbericht im Radio nichts von einem heranziehenden Unwetter über der schonischen Ebene gemeldet hat.

Der Sternenhimmel ist klar, und es ist sehr kalt. Er will das Fenster gerade wieder schließen, als er glaubt, ein Geräusch zu hören. Er horcht und dreht das linke Ohr nach draußen. Es ist sein gutes Ohr, im Gegensatz zum rechten, das all die Zeit auf engen und lärmenden Traktoren nicht unbeschadet überstanden hat. Ein Vogel, fährt es ihm durch den Kopf. Ein schreiender Nachtvogel.

Dann bekommt er Angst. Die Angst kommt aus dem Nichts und ergreift Besitz von ihm.

Es klingt wie der Schrei eines Menschen. Verzweifelt, um zu anderen Menschen durchzudringen.

Eine Stimme, die weiß, daß sie durch dicke Steinwände dringen muß, um die Aufmerksamkeit ihrer Nachbarn zu wecken…

Ich bilde mir das nur ein, denkt er. Da ist niemand, der schreit. Wer sollte das denn auch sein?

Er schließt das Fenster mit einem Ruck, so daß ein Blumentopf scheppert und Hanna wach wird.

»Was machst du?« fragt sie, und er hört ihr an, daß sie verstört ist.

Als er antworten will, ist er sich seiner Sache plötzlich sicher.

Seine Angst ist berechtigt.

»Die Stute wiehert nicht«, sagt er und setzt sich auf die Bettkante. »Und das Küchenfenster bei Lövgrens steht offen. Und ich glaube, jemand schreit.«

Sie setzt sich im Bett auf.

»Was sagst du da?«

Er will nicht antworten, aber jetzt ist er sich sicher, daß es kein Vogel war, den er gehört hat.

»Johannes oder Maria«, sagt er. »Einer von ihnen ruft um Hilfe!«

Sie steigt aus dem Bett und geht zum Fenster. Groß und breit steht sie dort in ihrem Nachthemd und schaut in die Dunkelheit hinaus.

»Das Küchenfenster steht nicht offen«, flüstert sie. »Es ist eingeschlagen worden.«

Er geht zu ihr und friert jetzt so, daß er am ganzen Körper bebt.

»Da ruft jemand um Hilfe«, sagt sie, und ihre Stimme zittert.

»Was sollen wir tun?« fragt er.

»Geh hin«, antwortet sie. »Beeil dich!«

»Und wenn es gefährlich ist?«

»Sollen wir etwa unseren besten Freunden nicht helfen, wenn ihnen etwas zugestoßen ist?«

Hastig zieht er sich an und nimmt die Taschenlampe, die im Küchenschrank neben Sicherungen und der Kaffeedose steht. Der Lehm unter seinen Füßen ist gefroren. Als er sich umdreht, sieht er Hannas Umrisse im Fenster.

Am Zaun bleibt er stehen. Alles ist still. Jetzt erkennt auch er, daß das Küchenfenster eingeschlagen worden ist. Vorsichtig klettert er über den niedrigen Zaun und nähert sich dem weißen Haus. Keine Stimme dringt zu ihm.

Ich bilde mir das ein, denkt er wieder. Ich bin ein alter Tattergreis, der nicht mehr auseinanderhalten kann, was wirklich geschieht und was nicht. Vielleicht habe ich ja doch diese Nacht von den Stieren geträumt? Den alten Traum von den Stieren, die einmal auf mich zurannten, als ich noch ein Kind war und mich begreifen ließen, daß ich eines Tages sterben würde…

Da hört er wieder das Rufen. Es ist schwach, mehr ein Jammern. Es ist Maria.

Er geht zum Schlafzimmerfenster und späht vorsichtig durch den Spalt zwischen Gardine und Fensterrahmen.

Plötzlich weiß er, daß Johannes tot ist. Er leuchtet mit der Taschenlampe hinein und schließt heftig die Augen, bevor er sich zwingt, wieder hinzusehen.

Auf den Boden herabgerutscht sieht er dort Maria, die an einen Stuhl gefesselt ist. Ihr Gesicht ist blutig, ihr Gebiß liegt zerschlagen auf dem blutverschmierten Nachthemd.

Dann sieht er einen Fuß von Johannes. Er kann nur den Fuß sehen. Der restliche Körper wird von der Gardine verdeckt.

Er humpelt zurück und klettert wieder über den Zaun. Sein Knie schmerzt, als er verzweifelt über den gefrorenen Lehmboden stolpert.

Erst ruft er die Polizei an.

Dann holt er sein Brecheisen aus der Garderobe, in der es nach Mottenkugeln riecht.

»Bleib hier«, sagt er zu Hanna. »Ich will nicht, daß du das siehst.«

»Was ist denn passiert?« fragt sie mit Tränen der Angst in den Augen.

»Ich weiß es nicht«, sagt er. »Aber ich bin davon aufgewacht, daß die Stute diese Nacht nicht gewiehert hat. Das weiß ich genau.«

Es ist der 8.Januar 1990.

Noch keine Spur von Morgendämmerung.

2

Der Eingang des Telefongesprächs wurde von der Polizei in Ystad gegen 5.13Uhr registriert. Entgegengenommen wurde das Gespräch von einem übernächtigten Polizisten, der seit Silvester fast ununterbrochen im Dienst war. Er hatte der stammelnden Stimme am anderen Ende der Leitung zugehört und zunächst gedacht, daß es sich wohl nur um einen verwirrten alten Mann handelte. Aber irgend etwas hatte dann doch seine Aufmerksamkeit geweckt. Er begann, Fragen zu stellen. Als das Gespräch beendet war, dachte er einen kurzen Moment lang nach, bevor er wieder nach dem Hörer griff und eine Nummer wählte, die er auswendig konnte.

Kurt Wallander schlief. Am Abend vorher war er viel zu lange aufgeblieben und hatte sich Platten von Maria Callas angehört, die ihm ein Freund aus Bulgarien zugeschickt hatte. Immer wieder hatte er ihre ›Traviata‹ aufgelegt, so daß es fast zwei war, als er sich endlich ins Bett legte.

Als ihn das Klingeln des Telefons nun jäh aus dem Schlaf riß, befand er sich mitten in einem hitzigen erotischen Traum. Als ob er sich vergewissern wollte, daß es sich wirklich nur um einen Traum gehandelt hatte, streckte er den Arm zur Seite aus und tastete das Bettuch ab. Weder seine Frau, die ihn vor drei Monaten verlassen hatte, lag neben ihm, noch die Farbige, mit der er gerade noch leidenschaftlich geschlafen hatte.

Er sah auf die Uhr, während er sich gleichzeitig nach dem Hörer reckte. Ein Autounfall, schoß es ihm durch den Kopf. Glatteis und dann wieder einer, der trotzdem zu schnell gefahren und von der E 14 abgekommen ist. Oder Ärger mit den Asylsuchenden, die mit der Nachtfähre aus Polen rübergekommen sind.

Er setzte sich im Bett auf und klemmte den Hörer zwischen Schulter und Kinn, auf dem die Bartstoppeln brannten.

»Wallander!«

»Hoffentlich habe ich dich nicht geweckt?«

»Blödsinn, ich war wach.«

Warum lügt man? dachte er. Warum sage ich nicht einfach, wie es wirklich gewesen ist. Daß ich am liebsten auf der Stelle wieder einschlafen würde, um den entschwundenen Traum von einer nackten Frau wieder einzufangen?

»Ich fand, daß es besser sei, dich anzurufen.«

»Autounfall?«

»Nein, das nicht gerade. Ein alter Bauer hat angerufen, gesagt, daß er Nyström heißt und in Lenarp wohnt. Er behauptet, daß eine Nachbarin gefesselt auf der Erde sitzt und daß jemand umgekommen ist.«

Wallander überlegte kurz, wo Lenarp genau lag. Nicht allzu weit weg von Marsvinsholm, in einem für schonische Verhältnisse relativ hügeligen Gebiet.

»Es klang ernst. Ich dachte, es wäre das beste, dich direkt anzurufen.«

»Wen hast du im Moment alles auf dem Präsidium?«

»Peters und Noren sind gerade draußen und suchen nach einem, der beim ›Continental‹ eine Scheibe eingeworfen hat. Soll ich sie anfunken?«

»Sag ihnen, sie sollen zur Kreuzung zwischen Kadesjö und Katslösa kommen und dort auf mich warten. Gib ihnen die Adresse durch. Wann kam der Anruf?«

»Vor ein paar Minuten.«

»Bist du sicher, daß es nicht doch nur ein Besoffener war?«

»Es klang nicht danach.«

»Na schön.«

Er zog sich hastig an, ohne zu duschen, goß sich eine Tasse lauwarmen Kaffee ein, der noch in der Thermoskanne übrig war und sah aus dem Fenster. Er wohnte in der Mariastraße, im Zentrum von Ystad, und die Häuserfassade gegenüber war rissig und grau. Einen Moment lang überlegte er, ob es in diesem Winter in Schonen wohl noch schneien würde, und hoffte, daß dies nicht der Fall sein würde. Mit den schonischen Schneestürmen kam unweigerlich eine Zeit unaufhörlicher Plackerei. Autounfälle, eingeschneite Frauen, die bald gebären würden, von der Außenwelt abgeschnittene, isolierte Rentner und heruntergestürzte Hochspannungsleitungen. Mit den Schneestürmen kam das Chaos, und er dachte, daß er in diesem Winter für eine Begegnung mit dem Chaos schlecht gerüstet war. Immer noch brannte in ihm die Angst, die ihn gepackt hatte, weil seine Frau ihn verlassen hatte.

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