Müller und die Tote in der Limmat - Raphael Zehnder - E-Book

Müller und die Tote in der Limmat E-Book

Raphael Zehnder

3,9

Beschreibung

Dem Kriminalpolizisten Müller Benedikt, zurzeit wegen eines Schusswaffentraumas vom Dienst suspendiert, schwemmt es beim Sonnenbaden im Flussbad an der Limmat die Leiche einer Musikerin vor die Füße. Tage später verunfallt im Tourneebus eine ganze Rockband. Zufall? Müller glaubt nicht daran und beginnt zu ermitteln. Damit Zürich schön und sicher bleibt... Experimentell und humorvoll, rhytmisch und schräg - so ein Buch haben sie noch nie gelesen.

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Raphael Zehnder, geboren 1963 in Baden (Schweiz), Dr. phil., Romanist und Latinist, 26 Jahre Stadt Zürich, 25 Jahre Musikjournalismus (Rock!), Gesellschafts- und Multimedia-Redakteur beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Folgen Sie Bucher Manfred, Kriminalpolizist, auf Twitter:

Alles in diesem Buch ist erstunken und erlogen, ausser der Stadt Zürich. Sie existiert und ist schön. Für sachdienliche Hinweise, Lagebesprechungen und situativ angemessene Einsatzdoktrin dankt der Autor wärmstens seinen zahlreichen Informanten verschiedener Polizeien in Zürich, die er hier aus ermittlungstechnischen und polizeitaktischen Gründen nicht nennen darf. Und auch die Namen der Polizisten nicht.

© 2012 Hermann-Josef Emons Verlag Alle Rechte vorbehalten Umschlagmotiv: fotolia.com/DWP Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch eBook-Erstellung: CPI – Clausen & Bosse, LeckISBN 978-3-86358-150-3 Kriminalroman Originalausgabe

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«Der Zufall ist keiner.»

(Diodoros)  

«Frauen und Kinder zuerst!»

(Nautischer Grundsatz)  

Arma virumque cano Turicis crimen superantem:

Müller Benedikt (45), Abteilung Gewaltverbrechen, Polizei Zürich

Et alios homines hanc historiam incolentes:

Bucher Manfred (45), Abteilung Gewaltverbrechen, Polizei Zürich

Catanzaro Rocco (29), Abteilung Gewaltverbrechen, Polizei Zürich

Die lärmempfindliche Nachbarin vom unteren Stock

Fuhrer Sebastian (33), ehemals Kellner im Bahnhöfli Wiedikon

G. Ronja* [* Name aus rechtlichen Gründen geändert] (30), Investment-Bankerin

Gabathuler René (32), Bassist Spitfire

Gajic Jasmina (29), Einwohnerin Kreis 4

Hauser Michael (30), Musikjournalist

Heeb Roger (weiss ich nicht), Labelinhaber «HeHo-Records»

Holderegger Severin (40), Labelinhaber «HeHo-Records»

Hubacher Tobias F. (51), Musikchef der Boulevardzeitung

Huber Mark (28), Sänger Spitfire

Jason-Lars (5) und Kylie-Shawn (8), Kinder von Johnny; Angelica (32), deren Mutter

Krstic Goran (38), Schlagzeuger Spitfire

Marquardt Brenda, Dr. (circa 35), Pathologin

Maurer Hansueli alias Johnny (34), Rockmanager

Meier Stefan (26), Keyboarder Spitfire

Molinari Sandra (34), Sängerin, Ex-Hellhound, Ex-Spitfire, Ex-Wiedikon

Schubert Franz (45), CEO «Internationale Clearingzentrale» Zürich

Sollberger Hanspeter (32), Gitarrist Spitfire

Weiermann Gustav, (57), Abteilung Gewaltverbrechen, Polizei Zürich

Weiss Christoph (36), Deutscher, CEO von «Bretzeli.ch»

Wunderli Peter (53), Hauptmann, Chef Abteilung Gewaltverbrechen, Polizei Zürich

Und weitere Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich sowie zahlreiche vereidigte Beamte der Polizeikorps dieser Stadt

Schade, dass der Mensch mordet. Wirklich. Aber zuerst alles der Reihe nach. Nämlich:        

Sonntag

Sehr, sehr früh. Um ein Uhr morgens ist es im Weltall schon sehr dunkel und sehr gross. Wären da nicht all die Sonnen und Sterne, wäre es da draussen stockdunkel. In all diesem Dunkel fliegen Meteoriten, Planeten, giftige Gasnebel, Supernovas und Satellitenschrott wild durchs All, dass es einem schwindlig würde. Doch da ist ja niemand dort draussen, den das konfus machen könnte. Irgendwo zwischen diesen Himmelskörpern schwebt eine herzig kleine blaue Kugel mit Meeren, Bergen und Kontinenten umher. Sie ahnen es, ich spreche von der Erde. Die kennen Sie. Und wenn wir an sie heranzoomen aus dem finsteren All, wird aus dem unsichtbar kleinen Punkt die gerade beschriebene blaue Kugel. Und wenn wir näher an die Nordhalbkugel heranschauen, sehen wir Italien. Einfach zu merken, ist ein Schaftstiefel, fast etwas kess in der Form.

Und wer ihn fragt: «Wie heisst dein Name?»

Dem sagt der Müller einfach: «Müller.»

«Wie der Fussballer?»

«Ja.»

Zentrale Frage: Müller: «War Polizeimann?» Oder «ist Polizeimann»? Was jetzt? «War», nicht «ist»? Oder «ist er noch»? Gute Frage, aber das wissen wir nicht so genau, doch mehr darüber später. Und dieser Müller, ein Bild von einem Mann, aber nicht besonders mit Muskeln behängt und schon Mitte vierzig, also nicht mehr jungjungjung. Der Müller grundsätzlich Polizeimann seit neunzehn Jahren. Zugezogen vom Land, wie alle Zürcher. Der Müller aus einem Kuhdorf. In seinem Kerngehäuse fühlt er noch immer katholisch. Aus (damals) einfachem Landleben in die Stadt. Er wohnt nicht am See oder am Hügel mit Glamour vollgepackt, wo Banker und Werber und andere Luxusdienstleister, sondern im populären Wiedikon am Fusse des Uetlibergs, wo die Sonne früher untergeht, also weniger Sonnenstrahlen, weil früher Schatten, und es inzwischen auch immer teurer wird. Sauteuer, müssen wir sagen. Realistisch. Sauteuer, vor allem für einen Lohn von Polizei Zürich. Soziale Realitäten.

Aber, ehrlich gesagt, flieht auch Wiedikon aus dem Geruch des arbeitsamen Proletariats langsam hin zur Postmoderne, obwohl die schon vorbei. Gleich hinter der Post an der Ecke Birmensdorfer-/Seebahnstrasse fängt es schon an. Da pirschen sich jetzt auch Galerien und Designgeschäfte und Eigentumswohnungen im Stockwerkeigentum an die nichtsahnenden Bewohner heran, in denen die Wirklichkeit wirblig herumrationalisiert. Sprich: Alles kommt her, was das Leben schöner macht, man aber eigentlich gar nicht wirklich braucht. Schwuppdiwupp bist du ein Alteingesessener, derjenige, welcher nicht die richtigen Markennamen trägt und schätzt, also quasi ein Fossil aus früheren Zivilisationsschichten und reif fürs Heimatmuseum. Dann stopfen die dich aus und dort, wo man dich anschauen könnte, womöglich in einer Vitrine, damit staubfrei, stehst du nun. Aber niemand kommt besichtigen. Warum? Weil die Neuwiediker alle arbeiten müssen, ganze Zeit lang, um genug Batzeli zu haben, damit sie in den neuen Galerien und Designgeschäften einkaufen können. Haben sie kein Geld, geht es ihnen wie dir: Du wirst ein Fossil, stirbst aus und ab in den Orkus.

Trotzdem: Ist noch Heimat vom Müller. Weil er trägt «Zürich» und «Wiedikon» ganz tief ins Herz hineintätowiert. Bildlich, weil Polizei, da macht sich Tätowierung eher zweifelhaft.

Doch wie gesagt: Manchmal stinkt es immer noch in Wiedikon. Aber nicht so dramatisch im Vergleich mit Baltimore. Siehe «Homicide». Oder sonst Dritte Welt. Gestank aus der Kanalisation im Sommer und aus den Köpfen unabhängig von Jahreszeiten. Weil da drin brauen sich manchmal Sachen zusammen, das glaubst du nicht, denn sie sind nicht schön, sondern verbrecherisch. Und darum geht es hier: Wie bekämpfen wir von der Polizei das Verbrechen, und was könnt ihr Bürger tun, dass es nicht mehr vorkommt? Weil wir wollen es nicht. Es ist böse. Polizei und Verbrechen bilden den uralten Kampf zwischen Höhlenbär und Säbelzahntiger, der hier unter veränderten Vorzeichen seine blutige Fortsetzung findet, findet der Müller. Auch sein Freund, schon seit der Polizeischule, der 110 Kilogramm stark beleibte Bucher Manfred, teilt diese Einsicht, weil auch er ist von der Polizei und hocherfahren im Grenzbereich. Und dem Müller sein anderer Freund Franz Schubert würde dem zupflichten, wenn er, aber das hat er nicht, übers diesbezügliche Know-how verfügen würde, weil er in einem ganz anderen Business tätig ist. Mehr so finanziell. Darüber erfahren Sie später.

Wie gesagt: Es ist Sommer. Nacht. Die von Samstag auf Sonntag. Fast zu heiss, weil keine Abkühlung. Hitze steht. Luft zähflüssig.

Ort: Jugendkulturzentrum «Dynamo», mitten in der Stadt, zwischen dem in Fliessrichtung rechts steil aufragenden Hang, worauf das «Dynamo» gepfropft ist (kein schöner Bau), und dem Flussufer der Limmat, die Zürich teilweise durchfliesst. Fliesst sanft Richtung Nordwesten. Gurgelt sanft. Aber sanft passiert’s nun nicht.

Uhrzeit: spätnachts und mondlos. Ein Uhr nullnull plusminus.

Handlung: Zwei dunkle Gestalten, schemenhaft ihre schwarzen Schatten. Glas? Flaschen? Was halten sie in den Händen?

Und da: Ein Wortgefecht! Wir verstehen nichts, nur Fetzen an unser Ohr. Männerstimme? Frauenstimme? Was sagen sie? Ruft jemand? Um Hilfe? Oder röhrt am Neumühlequai ein Auspuff? Wirklich, wir verstehen nichts.

Aber: ein Frauenlachen. Unzweifelhaft. Bricht jetzt ab.

Da! Plötzlich stösst Person A Person B übers kniehohe Mäuerchen in den Fluss. Schwups.

Ergebnis: Person B verschwindet im Strudel. Schwarzes Wasser. Dunkles schwarzes Wasser. Undurchsichtig wie Hölle. Gurgelt düster, fliesst unbeteiligt vorbei, kümmert sich nicht, schwemmt nur weg. Gegenüber der Park, er vermutet nichts. Die Bäume wie tot. Würden schwitzen, wenn sie könnten. Die Hitze staut. Wie das Wehr im Fluss gleich vorne dran am Schauplatz.

Doch: Kein Schrei und rein gar nichts, weil vermutlich böse Überraschung, das alles.

Und: die andere Person, also Person A, hastig weg.

Fazit: Ja, so kann es gehen. Manchmal geht es so. Schon brutal, eigentlich. Ja, das ist Zürich. Darum ermittelt der Müller. Ihm stellen sich schlagartig alle Fragen der modernen Kriminalistik: Wer? Wann? Wie? Und zum Abrunden: Motiv?

Der Müller schläft aber zur selben Stunde in der frühesten Frühe des Sonntags zwischen seinen Laken, genauer: in seinem Bett. Ahnt nichts. Nackt, weil heiss, die Luft. Er weiss nicht, wie ihm geschieht und was. Es träumt ihm etwas, aber nichts Schönes. Trotz Sommer. Es träumt ihm viel wenig Schönes, ja noch schlimmer. Denn sein Trauma ist allgegenwärtig. Schusswaffentrauma. Weil manchmal läuft etwas schief, sogar bei unserer Polizei. Und das ist der Fall von Müller. Er träumt Nacht für Nacht nachts dasselbe, und die psychosoziale Beratung und der Psychiater sind seine Rettungsringe tagsüber, sofern ihm das Herz, der Mut und der Tagesablauf danach stehen, aber jetzt gerade keine Zeit für den psychologischen Rettungsring. Daran klammert er sich, die Fangarme der kühlen Vernunft. Nachts ohne Wirkung, bisher. Aber er ist zäh und ethisch und ein guter Mensch. Ich schwöre es. Das können wir schon verraten, so viel riskiere ich. Aber nützen tut das noch nicht, sein Gutsein, vielleicht später, weil der Müller hat ein Trauma. Das ist griechisch, und das Trauma ist hartnäckig und tönt so:

Und besonders bitter: Der Müller hat mit seiner Schussabgabe selbst die Verbrechensstatistik in die Höhe getrieben. Gut, auch die Aufklärungsquote. Aber diese Sichtweise ist zynisch. Das dürfen Sie nicht so sehen. Denn zuvorderst steht für das Gesetz und seinen Arm immer der Respekt vor dem Menschen und seiner Person. Bitte.

Und den Rest des Sonntags verbringt der Müller irgendwie privat. Mit Lesen und so und eine DVD mit Film. Denn er hat sich nach der Müllerstrassen-Schusswaffengeschichte suspendieren lassen. Bis Klärung Schuldzerfressenheit und Traumaüberwindung. Weil der Müller ist ethisch. Aber das kann dauern, bis Normalitätscomeback. Das weiss man aus der Fachliteratur: Der Topf geht schnell kaputt, aber bis er wieder zusammengeklebt ist, fliesst viel Sand die Uhr herunter. Und so ist es beim Menschen auch. Er ist organisch. Das macht alles kompliziert.

Aber Person B, wo, Sie erinnern sich, vorher gegen ein Uhr morgens ins Wasser gestossen (?), gefallen (?), sicher darin verschwunden beim Jugendkulturhaus Dynamo, strudelt wohl den ganzen Sonntag im Wasser der grünen Limmat herum. Schon seltsam, dass niemand die Leiche, ja, wir müssen hier so ungeschminkt und brutal nicht um den Brei herumreden, gesichtet hat den lieben Sonntag lang. Denn der dauert vierundzwanzig Stunden, wovon es jetzt circa siebzehn lang hell ist, weil die Jahreszeit es so von ihm verlangt.

Das als Hintergrund, damit Sie vorbereitet sind, was jetzt kommt. Türe aus unerfindlichen Gründen in Türkis. Klinke runterdrücken. Aufschieben. Musik plötzlich ganz laut. Und Rauchwolke quillt heraus.

Darin vernebelt Spitfire, das heisst folgende Protagonisten des Zürcher Rocklebens. Von links nach rechts: Sänger Mark Huber (28), Typ blonder Schönling; Keyboarder Stefan Meier (26), Typ Nerd, der sich von Computern ernährt; Schlagzeuger Goran Krstic (38), Typ Oberarmmonster; Gitarrist Hanspeter «Hausi» Sollberger (32), Typ Trujillo Metallica, was bedeutet: elastisches Gesicht und lange dunkle Haare und sein Instrument elektrisch und auf Schienbeinhöhe trägt er’s, weil Mann formt mit dem Körper fast ein S, wenn am Instrument, Latino; Bassist René Gabathuler (32), kein Typ, aber macht seine Sache recht. Und seltsamerweise ist da auch Sebastian Fuhrer (33), der hier was weiss ich was zu suchen hat. Vielleicht ein Bier gratis? Sie alle ausser Sebastian rocken, was das Zeug hält. «When Death Cometh To Zurich-Leimbach», heisst der Song, den sie gerade in die Instrumente hauen, quasi ihr Evergreen, der, ich spielte darauf an, sogar in Skandinavien eifrig rezipiert wurde und heute noch wird und an Konzerten stets ein Abräumer. Die Lautsprechermembranen im Proberaum pulsieren heftig. Reisst mit, dieses «Epos über Vergänglichkeit und Wahnsinn, die in der scheinbaren Normalität verborgen sind», wie einst ein Journalist geschrieben hatte. «Epos», weil ziemlich viel länger als vier Minuten. Restliche Aussage, weil wirklich bedrohlich. Da wachsen dir die Haare sofort. Und sogar bekannt bis Skandinavien. Spitfire aber keine Hardrockband, nein, nein. Name ist britisches Flugzeug aus Grossem Krieg. Also vielleicht Hinweis auf «British Wave of Heavy Metal»? Ha! Das ist eben die Ironie. Weil, klingen eher kalifornisch. Mit Prise London, darum die Sex Pistols vorher erwähnt, capisci? Und dieser Song wirklich schnell und laut und präzis und dunkel und fast wie Dampfwalze auf Rädern. Aber nicht alle sind glücklich. Denn zu hören ist:

«Beleidigendes Schimpfwort!» (Hier nicht wiederzugeben, weil sonst → Sittenverrohung und Index.)

War wirklich rüde. Die Stimme ruft es monstermässig laut in den Krach hinein. Angesprochen ist Sänger Mark Huber. Verdreht die Augen, verwirft die Hände wie ein Fussballversager vor dem leeren Tor, stampft auf den Boden und wendet sich von der Wand, die er beim Singen innig betrachtet hat, zu seinen Rockkameraden um.

«Wer zum Teufel …?», brüllt er. Jetzt besser zu hören, weil alle fertig, nur René auf Bass noch einige Arpeggi und Läufe und Riffs und solche Sachen. Einer muss ja immer querschlagen.

«Wer zum Teufel …?», brüllt Sänger Mark Huber, «… hat mir ‹beleidigendes Schimpfwort› zugerufen?»

War schon nicht freundlich.

«Wer zum Teufel … versaut immer den Einsatz nach dem ersten Refrain? Wer zum Teufel erinnert sich nie richtig an den Text, obwohl das Lied schon unzählige Jahre alt ist?», sagt Oberarmspezialist Goran Krstic, und Hausi Sollberger (git) und René Gabathuler (b) nicken heftig, und sogar Stefan Meier (keys) blickt von seinen Reglern, Tasten und Displays auf. Nur Sebastian Fuhrer sitzt wie gefroren da und nuckelt an seinem Bier.

Jetzt besser nur schweigen. Denn es ist ein Gewitter im Anzug. Es ist nicht alles Minne im Reiche Rock ’n’ Roll. Sondern manchmal Donner und Blitz.

«Unsere kleine Tournee beginnt genau …», sagt Oberarmmonster Goran teuflisch und von weit, weit oben herab zu Mark, «… morgen Abend. Wenn du dann nicht einmal unseren grössten Hit drauf hast, vergesse ich mich.»

Und Hausi und René sagen: «Wir uns auch.»

Und sogar Stefan hinter seinen Reglern, Tasten und Displays räuspert sich in zustimmendem Sinne, und zwar halblaut. Von ihm das Maximum an Emotion.

«Und jetzt das Ganze noch einmal von vorn», Kommando vom Oberarmmonster, «bitte auch die Neulinge mit voller Konzentration.»

Und Mark Hubers Blicke möchten Goran durchzucken und verbrutzeln und gegen die Wand flach zerschmettern, weil Mark mittlerweile auch fünf Jahre bei Spitfire, längst nicht mehr Neuling, sondern Tourneen und Studiosessions mitgemacht. Aber Goran halt achtzehn Jahre dabei, einziges Urmitglied. Deshalb Methusalem, Rockfossil. Hast du das schon einmal gesehen: Schlagzeuger als Bandleader? Nein, das kriegst du beim besten Willen im Hirn nicht geradegebogen.

Montag

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