Muni - Schneise der Erkenntnis - Muni M. Weber - E-Book

Muni - Schneise der Erkenntnis E-Book

Muni M. Weber

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Beschreibung

Munis Worte schlagen eine Schneise der Erkenntnis in das Dickicht unserer illusionären Person: Als solche sind wir ausgeliefert! Das ist jedoch nicht weiter tragisch, denn wir sind nicht dieses kleine "ich". Die Selbsterforschung mit der Frage "Wer bin ich?" liefert die Erkenntnis: Unsere wahre Identität ist weder illusionär noch klein - und schon gar nicht ausgeliefert! Die Texte dieses Buchs sind Auszüge aus Gesprächen, Meditationen und Munis Impulsen des Sommer-Retreats 2025 im Allgäu, einer intensiven Abfolge tiefgehender Satsangs im Rahmen sonstiger Stille.

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Seitenzahl: 159

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Als A. ihre Meditationserfahrung schilderte (siehe „Dann war da die absolute Stille“), breitete sich im Satsangraum eine Berührtheit aus, die insbesondere von den während der Meditation zwischen A. und Muni sitzenden Personen bestätigt wurde:

(A ist die Mutter von P / A, P, F und C saßen hintereinander)

Muni: Was macht das mit dir, P., wenn dich deine Mutter so überholt?

P: Ich freue mich so für sie!

A: Ich bin einfach still und zufrieden.

Muni: Ja, wer kann das schon von sich sagen? Sogar F. sagt „Ja“ dazu.

F: Toll. Wow. Das ist total berührend!

C: Voll die Schönheit hier! Wunderschön! Und das ist die Stille, die ich zunächst als langweilig empfand. Ich spüre das total!

Ist das die Schneise hier? (zeigt auf die Linie der genannten Protagonisten der Szene).

Muni: Kann sein. Die Schneise der Erkenntnis! Das ist wahrscheinlich der nächste Buchtitel!

(allgemeines Lachen)

C: Und man kann gar nichts tun. Es geschieht oder nicht.

Muni: Ja. Der Untertitel wäre dann: Ausgeliefert!

Danke an Muni und an alle, die am Sommer-Retreat in 2025 im Allgäu teilgenommen haben.

Ich selbst durfte dabei sein und habe einige der Worte und Auszüge aus den Gesprächen der Satsangs aufgeschrieben und hier gesammelt.

Manchmal sind die entstandenen Texte Wortprotokolle, manchmal eher Erlebnisberichte und meistens eine Mischung aus beiden.

Und jetzt steht fest: Munis neues Buch ist hiermit ausgeliefert!

Bija

Inhaltsverzeichnis

Immer frisch ist die Ewigkeit

Sich endlich mal frisch fühlen!

Im Wachzustand schlafend glücklich sein

Da-Sein statt im Vakuum strampeln

Sich das Schönste zugestehen

Locker leben ohne Todesangst

Liebe ist

Meditation: Ewigkeit schauen

Lieber humoren als rumoren!

Seinen eigenen speziellen Ausdruck respektieren

Kommunikation in Partnerschaften

Das Sehen hinter dem Beobachter

Muni als Meditationshelfer

Du bist zu groß, um in ein Grab zu passen

In den Armen der sich nicht verweigernden Mutter

Hingehen lohnt sich doch!

Verstrickt und zugenäht

Die Formen mit einem Schlag statt kleinschrittig auflösen

Gedankenfrei und anstrengungslos

Die endgültige Scheidung von der Illusion

Möge Shanti in Frieden kommen

Kriegsheilungsmeditation

Ananda satt

Glückliche Langeweile

Selbstgenügsamkeit im Ein-Mann-Zelt

Nisargadatta im Muni-Satsang

Zwei, Eins, Null – Advaita!

Meister und Schüler: Eine Frage der Resonanz

Rad ab!

Ein Leben in Wahrheit

Die Stille fasst sich kurz

Wie ein Retreat so läuft

Das Durchrauschen innerer Kämpfe im Traum

Selbsterforschung für Narzissten – das kann jeder!

Den Täuschenden durch Täuschung besiegen

Satsang ersetzt keine Trauma-Therapie

Meditation: Unsere Identität füllt die Zwischenräume der Energiekörper

Wie man das „ich“ betrachtet und dann die Welt vorüber ziehen lässt

In geführten Meditationen keine Regie übernehmen

Näher ran rücken, statt nichts mehr hören oder sehen wollen

In der Frage „Wer bin ich?“ ist schon alles enthalten

Dann badest du halt im goldenen Licht, wenn es nicht anders geht

In Dauerhaft sein bis die Tür selbstverständlich offen bleibt

Lieber lieben als vergeben

Kompott im Bewertungsraum der Birne

Namas-Tee

Du bist das, was du bist – da kannst du machen, was du willst

Warum nicht sofort und gleich am Anfang?

Wir tun nichts und wir sagen nichts

Theorie und Praxis von Handlung

Worum es im Satsang und in der Zeit dazwischen (nicht) geht

Erleuchtung ist kein Zugewinn, sondern eine Abschreibung

Ja zum Container

Rahmen-Einhaltesysteme und Roboter versus lebendige Gefühle

Unterschiede von Präsenz im Wachzustand und in der Meditation

Meditation der 5 Körperhüllen

Das Greifbare als Ballast abwerfen

Nichts bleibt wie es ist, auch Betäubungsmittelgesetze nicht

Nur die Kenntnis von sich selbst kann ein Trauma vollständig heilen

Einfach rein geworfen

Der einzige sichere Ort

Die Illusion in der Illusion und das Ende von beiden

Die ungelüftete Kuscheldecke

Die Welt ist ein Arrangement für uns

Sterben ist so easy!

Freude im Satsang haben, statt fehl am Platz sein

Höllische Kunst

Erkenntnis geschieht nur ein Mal

Im Tanz der Extreme offenbart sich Erkenntnis

Parabrahman und Identität

Müssen, ohne das Wollen zu bedienen

Still sein statt aneinander vorbei reden

Die in sich selbst ausstrahlende Wahrheit

Die Stille wird selbstredend geschätzt!

Bewusstsein ohne Körper chillt, bis es sich wieder identifiziert

Dann war da die absolute Stille – einfach neu!

Immer schön ernst bleiben!

Sich totlachend das eigene Grab schaufeln

Die Selbsterforschung als Schadensregulierung

Den Logenplatz einnehmen statt planlos durchs Weltall irren

Du kannst dich nicht ergeben, bist aber schon ergiebig

Selbsterforschung ist wie verliebt sein

Mach dich nicht verrückt!

Munis Schlussworte

Sich endlich mal frisch fühlen!

„Wenn du dich mal irgendwann frisch fühlen willst,

dann öffne dich dem, was du bist.“

Im Wachzustand schlafend glücklich sein

Wie kannst du ohne Anstrengung, und ohne etwas zu machen, sein?

Du weißt selbst ganz genau, wie das geht, denn wie viel Anstrengung unternimmst du im Tiefschlaf, um dich von dir selbst zu erholen?

Im Schlaf bist du einfach nur da und lieferst dich der Ewigkeit aus.

Und warum kannst du das im Wachzustand nicht?

Die Antwort ist ganz einfach.

Der Grund, weshalb du im Wachzustand die Idee hast, dass du etwas tun musst, ist der, dass in ihm Objekte auftauchen.

Gäbe es sie auch im Tiefschlaf, würdest du auch ihn missbrauchen für die Gier nach ihnen.

In dem Moment, in dem Objekte auftauchen, taucht auch ein Jemand auf, der Interesse an ihnen hat.

Du bist so sehr damit beschäftigt, sie abzulehnen oder erwerben oder haben zu wollen, dass du deine Identität durch den Bezug zu den Objekten definierst.

Die Identifikation mit den Objekten ist so stark, dass sie sogar den Tiefschlaf überdauert, um dann im Traum wieder aufzutauchen, weil du sie im Wachzustand nicht verarbeitet hast und weil du dich damit zwangsläufig so überforderst, dass du es in den natürlichen Zuständen, in denen man sich normalerweise erholt, nicht mehr hinbekommst, dich davon zu erholen.

Dauernd zu schlafen ist eine Möglichkeit, dich zu erholen, aber dann kannst du die Früchte dessen, dass du nichts tust, nicht ernten, weil du nichts davon mitbekommst.

Dieser Hinweis ist trotzdem ernst gemeint, denn es geht darum, im Wachzustand zu schlafen, d.h. die Mechanismen schlafen zu legen, durch die du dich als eine Person siehst und bewahren willst und musst.

Wenn du in diesem Sinne im Wachzustand schläfst, bist du angekommen, was nicht heißt, dass du dann während deiner Tätigkeit schnarchend durch die Gegend läufst.

Der Vorteil darin, im Wachzustand zu schlafen, ist natürlich der, dass du die Qualität der Losgelöstheit von der Illusion genießen kannst, während du im Tiefschlaf ja meinst, nichts davon mitzubekommen, nach dem Motto: Was nutzt es dir, glücklich zu sein, wenn du es nicht merkst?

Aber du bist glücklich im Tiefschlaf! Und wie kannst du das wissen?

Du bist glücklich im Schlaf, weil kein Unglücklichsein und kein Denken in ihm auftauchen.

Wenn Nicht-Denken ist – lass dich das mal im Satsang erleben – dann fängst du an zu lachen ohne Ende, einfach weil kein Denken ist, und wenn du nicht lachst, ist die ganze Zeit Denken.

Jetzt auf keinen Fall lachen!

Da-Sein statt im Vakuum strampeln

„Finde heraus, ob überhaupt

so etwas wie Denken durch dich passiert.

Und wenn du das wirklich wissen und betrachten willst,

dann wirst du sehen, dass du nicht denken kannst.

Das erlöst viele Anteile der Persönlichkeit,

an der das Bewusstsein gerne festhält.

Denken ist der Motor für Handlungen

und für die Identifikation mit der Form, mit dem Körper.

Aber es hat noch nie einen Denker gegeben

und niemand hat je gedacht – hättest du das gedacht?

Und damit ist auch nie wirklich etwas passiert.

Wenn du siehst, dass es nicht deine Gedanken sind,

dann ist es auch nicht deine Welt,

es ist nicht dein Körper,

du bist nicht die Mechanismen deines Körpers

und du bist auch nicht das „ich“,

nichts davon.

Und wenn nichts davon ist, dann ist es so,

als wäre nie etwas passiert.

Das ist dein natürlicher Zustand.

Es ist noch nie etwas passiert,

und du hast noch nie etwas gemacht.

Wenn du siehst, wie die Bedeutung deiner Persönlichkeit

zu nichts zerfällt, wie viel investierst du dann noch in sie?

Also nähern wir uns der Qualität, die du in Wirklichkeit bist.

Wo nichts geschieht.

Und wenn nichts geschieht, wie schwierig ist es dann,

einfach nur da zu sein und nichts zu tun?

Das ist der Moment, in dem du dich erkennst.

Und wenn nicht, dann stelle dir in dem Moment,

in dem nichts passiert, die Frage „Wer bin ich?“

Was ist das, was ist, wenn nichts passiert? Was bleibt dann übrig?

Trotz dessen, dass nichts passiert,

bist du dennoch anwesend,

als das, was sieht, dass nichts passiert.

Und auch davon hast du noch Kenntnis,

also bist du nicht das, was sieht, dass nichts passiert,

sondern die Qualität dahinter,

die Kenntnis davon hat, dass Sehen davon ist,

dass nichts passiert.

(Stille)

Wenn du da bist und von dort aus genau schaust, dann siehst du,

dass es überhaupt keine Persönlichkeit gibt,

die du hinter dir lassen musst.

Dass es sie nie gegeben hat.

Sozusagen ein Strampeln im Vakuum.

Und dass auch nichts aufzulösen ist.

Dann ist der Raum für dieses Da-Sein.

Ohne irgendeinen Zweck.

Ohne ein Ziel.

Ohne eine Not.

Und ohne Körper.

Und dennoch am Leben.

Das erste Mal wirklich am Leben.“

(Stille)

Sich das Schönste zugestehen

C: Wenn ich die Blumen anschaue, dann sehe ich ihre besondere Schönheit.

Muni: Ja, das ist die perfekte Täuschung. Die Blumen sind nicht so schön, wie du sie empfindest.

Du empfindest sie als schön, weil du durch sie in dich selbst geöffnet bist, und dann heftest du ihnen das Attribut „schön“ an.

Die Schönheit von Objekten ist also von deinem jeweiligen Zustand abhängig. Pech für die Objekte.

C: Sie sind alle schön!

Muni: Wenn du die Objekte als schön bezeichnest, sagst du in Wirklichkeit zu dir selbst: Ich bin schön!

Kannst du dir das zugestehen?

C: Ja, das ist ein Zugang.

Muni: Ein Aufgang. Es scheint am schwersten zu sein, sich das Schönste zuzugestehen. Aber so ist es.

C: Das ist wunderschön! (lacht)

Muni: Du!

Locker leben ohne Todesangst

„Die Kunst besteht darin,

dass die sogenannte Ewigkeit

das Vergängliche vertreibt und verdrängt,

und im besten Fall nicht nur verdrängt und vertreibt,

sondern ersetzt.

Je länger und intensiver du die Ewigkeit im Blick haben kannst,

desto mehr löst sich die Vergänglichkeit auf,

bis die Idee, der Körper zu sein

und deswegen sterben zu müssen, entfällt.

Darum geht es uns, denn mit der Todesangst im Nacken

lässt es sich nicht locker leben.“

Liebe ist ...

S: Ich weiß, dass Parabrahman die höchste Wahrheit ist, aber das ist nur ein Wissen für mich. Was ich wahrnehme, ist absolute Liebe und absolute Freude.

Sind Liebe und Freude eine Ausstrahlung von Parabrahman?

Muni: Absolute Liebe ist keine Ausstrahlung. Liebe ist Parabrahman selbst, da gibt es keinen Unterschied.

Freude ist eine Ausstrahlung beziehungsweise Wirkung davon, dass du in dich selbst geöffnet bist, also im Kontakt bist mit dem, was du Parabrahman nennst.

Liebe ist nichts, was jemand hat, sondern was man ist. Und wenn man sie nicht ist, hat man sie nicht – alle.

Meditation: Ewigkeit schauen

Ganz ohne dein Zutun hast du jetzt Zugang zur Ewigkeit.

Schau einfach,

ob sich dein gesamtes System dafür öffnen kann,

ewig zu sein.

Schau, ob es sich dafür öffnen kann,

das Vergängliche gehen zu lassen.

Das Vergängliche in Form von Name und Form.

Schau, ob du dich dafür öffnen kannst,

dass du keinerlei Kenntnis mehr von dir als Name und Form hast.

Schau, wie es ist, ohne die Kenntnis deiner Persönlichkeit,

ohne die Kenntnis eines persönlichen „ich“ zu sein.

Schau, ob du es einfach sein kannst,

ohne zu versuchen, es zu sein.

Schau, wie es ist, wenn du auch das Sein noch transzendierst,

indem du dir des Seins gewahr bist.

Und sei dir auch dieses Gewahrseins noch gewahr.

Schau, wie es ist, ohne auch diese Qualität des Gewahrseins.

Und sei dir auch dessen noch gewahr,

auf einer anderen Ebene von Gewahrsein,

dass da kein Gewahrsein mehr von dir ist.

Schau, dass sich alles, was in dir jetzt noch auftaucht,

ebenfalls transzendiert.

Schau, ob du dazu „ich“ sagen kannst,

ob du zu dem, was nicht mehr aussprechbar ist,

eine Zustimmung hast,

ohne dass du sie gibst.

Schau, was ist,

wenn nicht einmal mehr Schauen möglich ist.

Lieber humoren als rumoren

S: Wenn ich mich, wie eben in der Meditation, dem öffne, was jenseits von Name und Form ist, dann habe ich ganz schnell die Tendenz, aus dem Körper raus zu gehen. Kannst du mir dazu etwas sagen?

Muni: Es geht darum, bei sich zu sein, total bei sich zu sein.

Da gibt es kein Innen, kein Außen, kein „Aus-dir-raus-Gehen“ und kein „Irgendwo-rein-Gehen“, weil du ja alles umfasst.

„Du bist der Container für die gesamte Existenz,

für die gesamte Welt,

für alles.“

Von daher ist der Versuch, aus dir raus zu gehen, fruchtlos, denn du bist schon draußen und du bist schon drin, also bist du nicht draußen und nicht drin.

S: Ui, ui, ui.

Muni: Schau einfach, was es mit dir macht.

Wenn du das bist, in dem alles enthalten ist, dann ist innen und außen eigentlich ein Witz. Das kommt darin nicht vor.

Du selbst bist nicht das, was sich irgendwohin orientieren kann und irgendeinen Bezug herstellen kann.

Also du, als das, was alles enthält, kannst dich auf nichts beziehen.

S: Auch nicht auf mich selbst?

Muni: Schon gar nicht. Du kannst dich nur auf etwas außerhalb von dir beziehen.

S: Ich betrachte mich aber gerne von außen, um dann zu fühlen, was ich noch verdränge.

Muni: Ja, wenn das für dich eine Hilfe ist, aber viel deutlicher siehst du es noch, wenn du einfach drin bleibst und von da schaust.

S: Ja, aber dann ist es sehr heftig.

Muni: Ja, aber es geht möglicherweise darum, diese Heftigkeit zu sehen, und dem, was erscheint, Raum zu geben.

Wenn dein „Nach-außen-Gehen“ ein Fluchtversuch ist, ist es nicht hilfreich.

S: Ja, es ist auch ein Fluchtversuch.

Muni: Wie öffnest du dich dem, was du bist? Fragst du dich „Wer bin ich?“

S: Das funktioniert überhaupt nicht, weil ich es nicht verstehe.

Muni: Ja, das ist der Punkt. Weil du versuchst, es zu verstehen, funktioniert es nicht.

S: Ich weiß nicht, was du mit „ich“ meinst bei dem „Wer bin ich, ich, ich, ich?“

Muni: Ich meine dieses Monster, das immer irgendwelche Dinge macht, die ihm selbst nicht gefallen und anderen auch nicht.

S: Ja, aber dieses „ich“ kann doch nicht erkennen, wer es ist.

Muni: Wer sonst? Das Selbst muss sich nicht erkennen.

S: Es ist doch nur eine Erscheinung.

Muni: Ja, aber diese Erscheinung stellt sich die Frage „Wer bin ich?“, um zu wissen, wer sie in Wirklichkeit ist.

Die Nicht-Wirklichkeit des „ich“, das mit sich selbst im Zweifel ist, muss sich diese Frage stellen, denn die Wirklichkeit stellt sie sich nicht.

Dieses „ich“ sagt zu sich: „Ich habe keine Ahnung, wer ich bin, weil sich das, was ich zu sein scheine, dauernd ändert!“

Es hat keine Ahnung von sich und ist ruhe- und rastlos, hat aber die Sehnsucht danach, sich zu kennen:

„Ich möchte mich gerne kennen als das,

was ich wirklich bin, und nicht als das,

was ich von mir halte oder was ich denke, was ich sein könnte.

Ich möchte mich kennen als das,

was nicht mehr zu bezweifeln ist –

ich will wissen, wer ich bin!“

Also, wir könnten sagen, das „ich“ will nicht mehr das „ich“ sein, und sich selbst hinter sich lassen – und das ist gut.

Wir brauchen die Zusammenarbeit mit diesem „ich“, weil es einerseits unser Gefangensein dokumentiert, und andererseits den Wunsch, da wieder raus zu kommen.